Unser Frauim Stein.
Obrrhvffe.
Werden-
fictit-
Hergots-
waid-
Unser Frauin der Au-
Da manCatholischist/ findman seltenein Kirchenin der nitMaria Ge-dächtnußsey.
Heyl der
in der Solothurner Landtschafft / dengnadenreichen Platz / und Capellen un-ser lieben Frauen im Stein finden; denBenachrbaurten wohl bekantes / undangenehmes Orth / allen Petrübten/und Krancken in ihrem Anligen.
Bey Solothurn der alten Statt-haben wir Oberhoffen/ den Inwoh-nern ein angenhmen Platz / vor wenigJahren gantz Neu / und wohl erbauen.
Kehren wir aber uns zu der löblirchenStatt Lucern / Land-und VogtheyRußweil/ finden wir an dem Fluß Em-mat/ aus einem hüpschen Felsen / undBerglein die aller gnadenreichisteStatt/imd Kirchen unser lieben Frauen zuWerdenstein/ da nichts hüpschers/ soman den Krrchenbau samt den neuenBarfüsser-Closter/ und die zierliche Ca-pellen der Iuncker Pfiffern anschauet;nichts schöners dann die Kirchen Zier-den/ nichts Hciligers ( nach unserFrauen Capell zu Cinsidlen ) dann di-ser Ort. Man wol! die Gnaden oderWunderlichen daselbst/ so die MutterGottes Maria allda gewürckt / auschau-cn/und bedencken.
Wetter haben wir auch ein schöneandächtige grosse Capellen unser liebenFrauen bey zwo Stunden von Lucernan dem Pilatus Berg / im Hergots-wald genannt/ in der Pfarr Ktiens ge-legen / ein andächtiges anmüthigesOrth/ so vor anderthalb hundert Jah-ren seinen Ansang genohmen durch ei-nen Gottseeligen Cartheuser OrdensBruder Johann Wagner zu IttingenProfeß/ von welchem hernach m disemBuch absonderlich verzeichnet/ zulesen.
Eben in der Statt Lucern in demUhralten Barfüsser Closter / so bey Leb-zeitendesH. Francisci erbauen/ habenwir ein wunder schone unser lieben Frau-en Capell/ ein gnadenreichen Platz zu-sehen / so bey unsern Jahren an Gebäu/Zierden/ Gnaden/ und mänge der Wun-derzeichen mächtig zugenohmen/ undsich gemehret.
Diß seynd nur die 6. fürnehmstePlatz / und Stätt unser HelvetischenLanden / so bewußt; dann wer wollealle Orth/ Kirchen /Capellen/ undAl-tär erzehlen/ so der Mutter GOtteszu Ehren auffgericht/ erbauen/ und inunserm Cathollschen Schweitzerland ge-strfft worden ? da die H. JungfrauMaria niemand ihren Trost / Hilff/ undFürbitt abschlagt/ oder weigeret. Werwolle auch hie die Orth/ und Platz er-zählen/ die unsere Ncu^ Gläubige/ausHaß zu der Mutter GOttes/und denlieben Heiligen /inihrervermeinrer Re-llgions reformation verstöhrt/ und alsAberglaubrge Ding abgethon ? wie recht
P, F. Murer, Dre H. Schweitz.
Krancken. z
aber sie gethon/ werden sie der Mahlseins verantworten müssen.
Aber wir Catholische Schweißer/Kinder der H. Römisch - CathollschenKirchen / die wir in unserer Alt forde-ren Fußstapffen tretten/ und ihnen nach-folgen / verehren die GlorwürdigsteJungfrau / und Mutter GOtres Mari-am C nad) GOtt/ dem höchsten Gut/deme alles Lob/ und Ehr allein billich ge-hört) als die fürnehmste Fürbllterin /Patronin / und Helfterin / welche bey ih-rem allerliebsten Kind JEfu Christo»alles vermag / und mit Andacht richtenihr wir Visen Ehrentitul auff: Maria8alus in6rmorum , Maria der Kran-cken Heyl: wegen allerley Kranckhei-ten welche sie gantz glücklich durch alleStänd / und Geschlechter der Menschen/durch die weite Wett geheylet; welchevil iooo. mal die Abgöttin Isidem ü-bcrtrlfft. Maria ist das glückhafftigeSchiff/ so uns von dem Himmel Chri-stum JEfum das Brot der Engelnträgt/ und reichet:Seelig der Menschwelcher dis würdig empfaher und nieftset/ dann er wird Ewig leben.
Lasset uns unserer Königin einPyramidem aussuchten/ und daran
Schreiben: Maria 8a!u8 infirmorum ,Maria der Krancken Heyl: wegen dar-gebottenen allerheylfamsten unsterbli-chen Truncks wider alles Gisst. Dannmergends ein Kranckheit/ wie schwär/unheylsam/und gantz vonMenschen/oderArtzten verzwerfielt / erfunden worden /welche unser Königin/ und KranckenHeyl nicht glücklich geheylet. Der E-xempel ohne zahl/ haben wir zu Emsid-len und Werdenstein/ besehe man da-selbst die herum hangende Taffeln / oderlese man die hievon gedruckte Bücher.
Lasser uns der Mutter GOttes ei-nen Obeliscum mit denen Worten aust-richten: Maria 8alus infirmorum , Ma-ria der Krancken Heyl. Darum / daßsie u s die Finstcrnuß von der Weltvertnben/ Christum JEsum das ewigLiecht geoffenbahret/ und vil tausendMenschen an Leib / und Seel sehend ge-macht : Was weder Artzt noch Doctordurch Kräuner oder Wmtzeln/ wedermit Wasser / weder mit Pflastern hct-ten können verrichten oder zuwegen brin-gen / daß hat Maria durch mitleydenaus Barmhertzigkeit erworben/ wel-ches so viel Wunderzeichen bezeugen/so alle Weltkündig seynd.
Lasset Uns unserer Land - Fürstinein Tapffel aufreichten/und daran schrei-ben: Maria 8alu8 infirmorum, Mariader Krancken Heyl; weil sie underschid-liche mahl/ uüd Zeiten die abscheulichePestilentzische Seucht / hinfallendeKranckheit von den Menschen genoh-Aa men/
Der Ca»thvlischenAndacht jl»Maria.
Mae-ZHeyl istqlückl'cher/dann dieNdqöttinIfidis
Kein
Kranckhrik,hr Man«unmöglichjud^ylw.
Miria ettleutift dieGemüther/und Leiber.
Mariawendet diePest vonuns.