Emsidlcr / u
von keinem Menschen weder könnennocd mögen gcholffen werden / hat erletstlich aus Rath guter / und frommerLeuth / unsern S. Vatter Nicolaumangerufft/ sich auch zu seinem Grab ver-brochen/ wvferrn ihme GOTT wideraufhclffe. Sitze aber von stund anwürd es mit ihme besser daß er die gan-tze Nacht anfieng zuschlaffen. Derdarnach an dem dritten Tag von seinemBeth aufstund/und ftenge anzugehen/welches er selber für ein groß mercklichÄLunderzeichen hielte/ dieweil ihmeseine Glider nun mehr schier er-storben / und die Haud an seinemRucken gar erfaulet war / folgentsin einem Monat richtete er sich zu derversprochnen Fahrt / gienge mit einemKnaben/ der seiner wartete / aufzwey-en Krücken dahin. Da er aber zu deßB. Clausen Grab kommen / und seinGebe« verrichtet hätte/ war ihmwun-derbahrlich wider aufgeholffen / dessenzu Urkund liesse er die Krücken bey demGrab ligen / und zöge mit einem Stabin den Händen wider gen Glarus.
9. Auch ist herkommen Ulrich Mül-ler von Fürstenberg s ab der Thonau /der bekandte / er seye vor 10. Jahrenbey B Clausen/ da er noch gelebt /indem Ranfft gewesen / und allda vil mitihme geredet. Als sie aber von einan-der gescheiden/ haben sie einander ver-heißen die Täg ihres Lebens GOttfüreinander zubttren. Nun habe er Ul-rich ein Tochter/ dreseye mit St. Va-lentins Kranckheit gar fast beladen ge-wesen / darum habe er jetzt an deß ver-storbnen Nicolai Verheißung gedacht /und ihn mit grossem Vertrauen ange-ruffen/ GQtt für sein krancke Tochterrubitt m / rc. Seye also das Mägdleingäntzlich genäsen / welches er für ein großMiracul halte/ und glaube eygentlich B.Claus habe ihms um G 0 tt erworben.
10. Heinrich zu Weyssenbach auSSibenthall hat ein 10. Jährigen Kna-ben/ der Jahr /und Tag aller Dingentaub / und gehörloß gewesen war / denverhieffe er zu deß B. Clausen Grab /von stund an käme der Knab vollkom-
mentlich zu seinem Gehör.
n. Michael Weybel von Wallls hatein blinde Tochter / welche in 12. Wo-chen nie kein stick gesehen / da würd/ihme gerathen / er solle sie zu deß B.Clausen Grab verhiessen / solches thater /und alsbald würd die Tochter wide-rum gesund.
12. Margreth Würtzin von Zürich/hat einen Sohn so ein gantzes Jahr andem Grieß / oder Stein zu Beth gele-sen. Als er aber in den leisten acht
ld Beichtiger. . Z7f
Tagen tödtlich Kranck war / verhiessesie ihn endlich samt einem Opssir zuBruder Clausen/ rc. In der nächst-folgenden Nacht gienge der Stein vonihme / in der grosse als ein Bonen /darauf der Knab genäsen.
Dise 12. obgemelte Miracula /wel-che GOtt nach B. Clausen Absterbendurch ihn gewürcket hat / seynd erstlichaus Befelch der Oberkeit samt vil an-dern auf ein Pergamentin Taffel mitFleiß aufgezeichnet / und zu deß B.Clausen Grab gehenckt worden. Dem-nach in kurtzem Begriff durch HerrenHeinrich Lupulum Chorherren zu Bernbeschriben. Nachfolgende Wunder/und Gnadenreichen samt vilen andernseynd zu Sarna in Underwalden imJahr 1591. den 16. Januarij in beyseingeist-und weltlicher Oberseiten mitEyds-Gelübdö eingenomen/ und durchden gestrengen Ritter / Herr RenwardCysatum/ Stattschreibern zu Lucern/Apostolischen Notarium / rc. Beschri-ben/ und Päpstlicher Heiligkeit Grego-riodem XIV. zu Beförderung der Canosnisalion B. Nicolai überschickcl worden.
rz. Melchior Verwart / bey 46.Jahr alt / bezeuget / er habe einen al-ten Mann zu Lungern gekennet / mitNahmen Hans Ming/ der vil Jahrlang stock Blind gewesen / der sich nachlangem auch zu B. Clausen Grab ver-heißen / und gleich auf der stett ange-fangen dke Fahrt anzutretten / und rh-me fürgesetzet nicht abzulassen / gleichwie erS treffe. Alsbald er dasselbig zu-handen genommen / seye es zu stund bes-ser worden / daß er allgemach den Weegsehen mögen / und habe die Besserungin dem Gang je länger je mehr zuge-nommen / biß er bey dem Grab seinGesicht gar widerum bekommen: Seyealso sehend widerum heim gangen/ undhabe noch etlich Jahr darnach wohlsehend gelebt.
14. Barbara an der Halten bey 44.Jahr alt/ bezeuget/vor 2. Jahren seyihr Tochter Barbara damahlen 15.Jährig / allerdings Gehörloß worden/hab demnach auf geschehen Gelübd mitder Tochter P- Clausen Wohnung indem Ranfft besuchet; da hab sich dieTochter mit dem Haupt auf den Stein/den B. Claus für ein Hauptküssengehabt / und den Leib auf sein höl-tzin Beth gelegt/ auch also ligentsunff Vatter unser / unv so vil AveMaria gebettet/ und seye auf der stettgesund worden.
15. Hans Bücher bey 4a. Jahren
i a a z alt/
-