Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
421
JPEG-Download
 

Einsidler / und Beichtiger. 4a t

»« halben Stund kein Leben <rn demKind verspühret/ man wußte nicht /woher diser Zufahl/ die AngstvolleMutter thut ein Gelübd/ oder Ver-sprechen dem seeligen Bruder Clausen/auf welches das Kind eines Fingers-gleich grosse Nußschallen von sich ge-geben/ und auf solches völlig genäsen.

31. Nicolaus am Biehel hatte ei-nen Knaben / welcher drey Jahr miteiner schmertzhafften Ruptur gepeyni-get wäre/wäre auch geschwollen/ erverspricht sich mit dem Knaben zu demGrab des seeligen Bruder Clausen/ist an dem ersten Tag nach verrichte-ter Fahrt frisch / und gesund worden.

32. Barbara Furerin hatte einanderthalb jähriges Kind / welches vondem Hauß htnunder 6. Ellen hoch aufern steinenes Pflaster gefallen / dieMut,ter ruft in solchem zu dem seeligen Bru-der Clausen/ das Kind wird ohne eini-gen Schaden aufgehebt.

. ZZ Zu Freybrug in Uchtland fie-le emcs Bürgers Kind in das Wasser,läge in solchem anderrhalbe Stund /sobald es gefunden worden / versprichtman das Kind zu dem seeligen Bru-der Clausen/ und wird lebendauß demWasser gezogen.

Z4. Dorothea von Aepweil litte14. Tag so grosse Haubtschmertzen 1daß sie die Vernunsst verlohren/ ihrMann verspricht ein Wallfahrt zu demseeligen Bruder Clausen / der Schmer-tzen lasset nach auf selbigen Tag/ siewird ohne anders Mittel völlig gesund.

85. Margaretha zur Mühle hatte6 . Wochen so strenges Fieber / vonwelchem sie entkräfftet/ nicht vermoch-te auS dem Hauß zu gehen / sie ver-spricht ein Wallfahrt in den Ranfft /ohne Verzug erlangt sie vorige Kräss-ten/ ist von dem Fieber verlassen/ undverrichtet die Fahrt.

z6. Frau Margaretha Würtzindrey jähriges Söhnlein hatte das Ge-hör verlohren/ daß es auch die starckeDonner-Änäll nicht vermerckte / sieführet das Kind zu dem Grab des see-ligen Bruder Clausen / in dem heim-gehen hak solches völliges Gehör.

37 - Margaretha Amstalden warnoch em Ktnd von einer Unhold berüh-ren an den Füßen/ kvnte nicht mehrstehen noch ft-h^n / der einte Fuß wäreihr auch völlig erstarret / bey 6. Mo-nath, kein memchliche Mittel möchten

t». F. Murer, Dic H. Schweiy.

ihren helssen/ die Elt-r-m versprechenzu dem Grab des seeligen BruderClausen/ nnt zweyen höltzernen Füs-sen/ indem das Versprechen gethan /stehet das Kind auf die Fuß/ ryutvöllig genäsen.

88. Verena Seiler hat z. Jahrem schmertzhaftte/ und cnszündte Hand/alle Mittel/ die gebraucht/ waren um-sonsten/ sie wallfahrtet zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen / legt dieHand auf dessen Grab/ also ba'd lies-se die Entzündung/ und Schmertzennach / die Gefchwu.st thäte alsgemachverschwinden / sie wurde ohne andereMittel gesund.

39- Ein Kind Maria mit Nah-men/ hatte so starck die Kinds - Blät-teren/ daß es ic>. Tag die Augen nichtkönte eröffnen / nach solchen that dieMutter dem Kind die Augen - Deckesauf heben/ findet daß in dem einrcnAug der Stern mit einem Fahl über-zoam. Sie verspricht drey Freyragmit dem Kind zu dem Grab des seeti-gen Bruder Clausen/ nach der erstenFahrt ficht man den Sternen / nachder dritten ist das Fähl völlig ver-schwunden.

40. Margaretha an der Gassenhatte solches Magen - Wehe / daß siedrey Jahr keine Speisen verkochen kön-te, keine Mittel wollen anschlagen/siewallfahrtet zu dem Grab des Seeligen/könte führan die Spciß behalten.

41. Elisabeth Banwartin hatteein jähriges Ku>d / welches von sostrengem Fieber gequeller worden daßman kein Hoffnung ewiges Aufkom-men gehabt. sie tragt solches Kmd inden Ranfft, leger solches auf das Vreth/auf welchem der scelkge Bruder Clausgeruhet / das Fieber hat das Kmddas letstcmahl erfchüttlet / dann vonselber Zeit wäre es erlediget.

42. Ein Kind Sebastian von BachMit Nahmen hatte das Fieber ein gan-tzes Jahr/ man tragt das Kmd in denRanfft/ sehet firlches auf das Ruhe-Breth deß seeligen Manns / das Kindwürd von selbiger Zeit von dem Fle§ber befteyet.

4z. Herr Landamman Wirtz hat-te ein 7. Monath altes Kmd/ welches3. Monath von den Gichteren / undFieber dermassen überfallen worden /daß man alle Augenblick des KindsEnd mu schon angezündter Kertzen er-warlhete / und das zum vsiterenmahl/

G g g 2 sein