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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
Entstehung
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80
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8o Die Tlösterliche Disciplin.

Prälaten soll umb so vil das Thunund Lassen deß Volcks übertreffen/umb wie vil das Leben eines Hirtenpflegt underscheiden zu seyn von derHeerd. Lurius erzehlet:fl) Daß am obermTheil deß mic Kupffer eingefaßten hölzernenHirtenstabs ^nnonis f welcher in dem Llofter8iber§Gottseelig auffbehalten wird) dlseSReim,Gedicht «ingeschnitten gelesen werde:

Seye wohl vorsichtig und gcftheid/Wann du dein Heerd führest auss dieWeyd/

Dann wann der Blind den Blindenführet/

werden beyde bald verirret/

Irr den Gebärden seye sirtsam/wohlftändig schön/ dann diß ziert denMann/

Der Hirtenstab der Sansttmuth dannDie Heerd auch wohl regieren kan/Wohl auch die Rlugheit von derSchlangen klaub/

Vnd sey sansirmüthig/wie ein Turtel»Taub.

(m) Ein Hirt hat nach der Meynung Lei-nLröidrey Eruck nothwendig/ nemblich die Gnttgkeit/

die