8o Die Tlösterliche Disciplin.
Prälaten soll umb so vil das Thunund Lassen deß Volcks übertreffen/umb wie vil das Leben eines Hirtenpflegt underscheiden zu seyn von derHeerd. Lurius erzehlet:fl) Daß am obermTheil deß mic Kupffer eingefaßten hölzernenHirtenstabs ^nnonis f welcher in dem Llofter8iber§Gottseelig auffbehalten wird) dlseSReim,Gedicht «ingeschnitten gelesen werde:
Seye wohl vorsichtig und gcftheid/Wann du dein Heerd führest auss dieWeyd/
Dann wann der Blind den Blindenführet/
werden beyde bald verirret/
Irr den Gebärden seye sirtsam/wohlftändig schön/ dann diß ziert denMann/
Der Hirtenstab der Sansttmuth dannDie Heerd auch wohl regieren kan/Wohl auch die Rlugheit von derSchlangen klaub/
Vnd sey sansirmüthig/wie ein Turtel»Taub.
(m) Ein Hirt hat nach der Meynung Lei-nLröidrey Eruck nothwendig/ nemblich die Gnttgkeit/
die