Von der Heil. Elisabeth« / Königin / und Klosterfrau.
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-My zu Thvß indem Gottshauß hatte;der erzehlete / wie daß ibey den allenThoren zu Ofen Brunnen mit Weinfließend aufgericht worden / darausman männiglich etliche Täg / denen diedarzu kamen / Wein umsonst liesse zu-kommen / deßgleichen wurden in einerStund alle Glocken zu einem Freuden-reichen geleutcn; Die Fürsten / Land-herren/ und Rttter von dem gantzenReich eyleten nach Hoff / KöniglicherMajestät Glück -»wünschen / und we-gen der glücklichen Geburth mit ihm zufrolocken.
Als aber Fenna über etliche Zeitgestorben / verehelichte sich König An-dreas mit Frau Agneftn / einer Toch-ter Alberti von Oesterreich RömischenKönigs; Ais dise in Ungern käme /und ein Zeitlang da gewesen / begehrtesie an ihren Herren den Koma / umVergunst / und Bewilligung Elisabe-tham mit sich nach Wien zuführen /solle allda mit ihres Bruders Kindernauferzogen werden. Weil aber her-nach Anno rzor. Andreas der König zuÖsen mit Todt abgangen/ im r i.Jahrseiner Regierung / und bey den Bar-füßern begraben / verspräche KöniginAgnes dessen Wittib/ den Landherrendas Fräulein Elisabeth zuverheurathcnmit Henrico ihrem Bruder Hertzogenvon Oesterreich / und ihre eygne Heim-steur so auf z. Thonnen Golds sich er-streckte / zum Heurathgut zugeben.Da aber hierauf Anno izo8. den er-sten Meyen Frau Agneftn Vatter Kö-nig Albrecht bey Windisch an der Reuß/von Hertzogen Johanne seines Bru-ders Sohn / erschlagen worden / zögedie Königin mir der Elisabeth« ausUngern ihres Vatters Todt zurechen /ver,olgtte auch nicht allein mit ihrenBrüdern den Hertzogen von Oester-reich / dise so an dem Mord schuldig /sonder auch derer Weib / und Kmv/undBefreunde/ den meisten Theil liesse sietodten / ihre Schlösser / und Land ab-brennen / und verhcrgen / welches Vi-sen Land übel kommen. Endlich be-dauert sich Jungfrau Elisabeth aufs al-lerhöchst / wegcn so vil unschuldig ver-gossenen Bluts/ dergleichen ihre Stieff-muller / darum zur Büß erbaute siedas Kloster Kömgsfelden / mit derSüeffmutter/ in Meynung das Stiefsttvchurlem auch dahin zuvermvgen/ da-mit es hey ihnen zu Kömgsftlden ver-bleibe / und den Geistlichen Stand an-nehme. AIs aber ihr diftr Orth nichtgrüble / wurde ilft Elifabelhä so vilvergünstige / und mehr nicht zugelas-sen als daß si m Schwaben/ oder derEvdgnoMaßl em Gottshauß erwöh-
Elisak-tyerwökttdatKlosterTl)Sß/
len möge / in welchem sie GOkt dienen/und ihr Leben begehrte zubeschliessen.
Dise erklärte sich m k-nn anders / alsin das Gottshauß Thöß / bey Winter-thur im Züricbqöu / einzutretten. Da?rein hat sie sich willig ergeben im iz.
Jahr ihres Alters / und den heiligen Mvr.Prediger Orden angenohmeN. Di-ft Königliche Tochter wäre die erste /so vor dem Fron-Altar in der neuenKirchen zu Thvß mrt deß Ordenskiei-dern einge chlelsst wurde. Diftr Al-tar wurde darnach zu ehren der Ver-kündigung der hochgelobten JungfrauMariä/ und der H. Elisabeihä Köni-gin in Ungern/ Landgraffinin Thürin-gen / und Hessen / gewichen Ale sieElisabeth den Orden 15. Wochen ge-tragen / und ein H. Gottgefälliges Le-ben führte / sich mrr aller Andacht Ge-horsam/ und Demuth / was GO t /und der Orden von rhr haben wolre /vereinigte; da qcbotte ihre Stieffmut-tcr Frau Agnes den Set Western / daß s^on / hakman ihr die Profeß mittheilte, wie dann Äer Lass,die Schwestern auf ihr unnachläsliches «'"st*Anhalten geschehen lassen / und E!na- Mn-'"'beth sich auch willig darein ergeben /weil sie ihr Srießmütterliches Hertzwohl vermerckte/ daß sie kleinen Trost/und Hilst bey ihr zuerwarten hätte /wendete sie sich desto verständiger vonder wanckelbahren West / und Crea-toren ab/ kehrte sich zu ihrem Schöpf-ser/ und Heyland/verlobte / und ver-traute sich deme Hertzlich / indem sieProfeßion thäte. Da gäbe die Kö-nigin Agnes dem Fra'Ulein zu einerLehr-und Zuchtmeistcrin ein Kloster-frau von Freybucg aus dem Brerß- .gäu / aus dem Gottshauß St. Cathari-nä im Wuhr genannt von Geschlechtvon Bußnang / em Tochter deß K'ö-mgs Rudolphen von Habspurg S chwe-ster; dise war ein so m.sthaßte harteFrau / daß sie der secligen Elisabethenv«l zwang / und kräng anthäte / undmit grosser strenge über sie regierte.
Dessen sich ihre liebe Mitschwestern offthöchlich bedankten / und Mitlcydcnmir dem Fräulein trugen. Um diseZeit käme vie Gottseelige Mutter /und Stiffterin deß Klosters WittickenSt. Francisci-Ordens indem KmtzingeeThall Luibgard gen Königsfelder?zuder gemelten Frauen Agneftn Königinin Ungern / allda sie um Hilff/ Steür/und Päpstliche Consirmariou ihresKlösterleins anzuprcchen ; und alssie auf ein Zeit bey der Königinan der Taffel under dem esftn fa-ft hat sie durch göttliche Osftnbah-rung mit seufizen / und klagen ge,pro-chen:Dise Stund verbrinc mkr.memKlöster lein/ darauf dieKvurgrn-geant-
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