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Emsidler/und Beichtiger. 57z
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vernähme sie von Stund an ein fröhli-che Bottschafft/ wie nehmlich ihr Ehe-gemahel Nikolaus von dreyen ehrba-ren Männern seye gesehen worden aufder Fme/ (von welcher sein Ge-schlecht den Nahmen hat) allda seye errrschtnen mit grossen Ehren/ und Klar-heit / habe auch in seiner Hand ein wei-ses Panner getragen mit einem Bären-tappen bezeichnet. Darbey bedeu-tet war/ daß der Freund Gottes alleWiderwärtigkeit / und Anfechtungenmit starcker Verharr»ng jetzt hätte ü-berwunden / und obgesiget; -wie dannihme die drey Männer / davon obencap. 5. gehört/ vorgesagt hatten. B.Clausen Todt ward von allen Eydt-gnossenbeklagt/ und ihme an allen Or-then der Eydtgnoßschafft seyn Begäng-nuö/ auch von Hertzog Sigismundovon Oesterreich selbst mit hundert Prie-stern gehalten / als Herr Michael Stätt-ler im seiner Bernischen Chronick aufdas 1487. Jahr bezeuget. In solchenhohen Ehren/ und Ansehen war derweit berühmte B. Claus/ sowohlbeyheimischen/ als bey Außländern.
., Dieweil aber GOtt die Heiligkeitseines Dieners durch manche Wunder-Zeichen je länger je mehr zuerkennengab / <o war für gut angesehen / deßH. Manns Gebein etwas gebürlicherszubestatten. Hat sich derowegen imJahr 1518. auf St. Benedicti Tag einehrwürdige Prlesterschafft zu Sachslenversamlet / darzu auch kommen derHochwürdige Herr Benedictus Bischofsvon Losanna / dise haben nun die Re-liquien aus dem Grab Herfür genom-men / und mit grosser Reverentz in einneue von eychinem Holtz gemachte Tro-cken gelegt / und den Deckel mit sto-cken Leistnäglen wohl verwahret. Als-bald hat man eben an dem Orth / wozuvor das alte Grab gewesen / ein herr-lich steinin Monument aufgericht darinnerstlich gelegt worden der alte Grab-stein / darauf B. Clausen Bildnuß er-hebt / und sehr artig ausgeharren. Aufdise Starua / oder Bildnuö wargesteltdie höltzin Sarck mit den Reliquien /und zugleich auch in einem Schächteleinein versigleter Brieffdeß Bischoßs vonLosanna. Also ward das neue Grabbedeckt mit einem Stein/ darauf über-mahl ein gewaltige Bildnuß deß Nico-lai erhebt / und mit einem langen Ro-senkrantz ausgehauen zusehen / mit disecGrabschrifft an dem Rand herum.
Bruder Claus von Flüe ist gan-gen von Weib / und Kindern in dieWilde / GOtt dienet zwanMhalb
. Die H. Schweitz.
Ighr ohn leibliche Speiß/ ist gestor-ben an St. Benedicti Tag/ im Jahr1487.
Lestlich ist das gantze Grab mit einemeysenen Gätter umfangen/ und wohl be-wahrt worden/ sonderlich im Jahr 1600.als man die Seiten gegenMittag ausge-brochen / den Platz mit einer schönenCapel in der Ehr Gottes / und St.Benedicti erbauet / und gezieret / ba-nnn ein Altar mit 7. brennenden Am-plen / und Wappen der 7. CatholischenOerthern gestiffret / und verehret wor-den. Nach diser Erhebung ist in demgantzen Land Underwaldenein Landredherum gangen / als wäre das Hauptdeß B. Clausen nicht in das Grab ge-legt worden / sonder es hätte es der Bi-schoff von Losanna mit sich heimlichhinweg genommen / diser Argwohnwehrte über die 100. Jahr. Als aberAnno 1625. zu Eingang deß Herbstmo-nats der Hochwürdige Herr JohannesAntonios Trit Weichbischoff zu Co-stantz neben seinen zugegeben Herrn /auch beyden Pröbsten Münster / uydLucern zu Sachslen in Underwalden /den Proceß zur Canonization deß S.Manns stelten / und beschreibten / oftNeten sie in einer Nacht (mit Bewilli-gung deß Nuncij Apostolici zu Lucern)das Grab / und fanden mit höchste»Freuden nit allein den theuren Schatzdas hochwürdige Haupt / sonder auchnoch alle Gebein ordenlich bey einanderligen / darauf ward das Grab widerumverschlossen / und der gantze Cörper bey-samen gehalten / biß auf die glückliche /und langgewünschte Canonization. lin-der andern gebetten war auch dem Bru-der Clausen dises gar gemein.
O GOtt m'hm mich mir / undgib mich gantz zu eygen dir. OHErr gib mir alles / das mich be-kehrt zu dir. O HErr nihm von miralles / daß mich wendet von dir.
Er war ein Mann gerades / und ge-stautes Leibs/ doch dürr / mager/ undausgeschopfft / allein von Haut / Adern /und Gebein zusamen geschmucket. SeinFärb war braun / das Haar schwartz/ein wenig mit grauem vermischt. DetBart war von wenigHaars nit gar lang/in 2. Theil gespalten/die Augen warenschwartz / daraus sein lieblich Gesichtden Anschauenden schier ein Schreckenerweckt. Die Adern deß Hals / undder Kälen/ so er redte/ wurden geach-tet / nicht mit Blut / sonder mit Lujsterfüllet. Er gebrauchte sich eines eint-
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