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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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4ir Von dem seeligen

zo. Johannes Buecher bleibt un-derbem EsseneinBeinleinindemHalsstecken/ welches keines wegs hat kön-nen gelvset werden/ ist 14. gantzerTägin gröster Gefahr seines Lebens/ erverspricht zu dem Grab des seeligen Br.Clausen / in selbiger Nacht fallt dasBeinlein auß dem Hals/ wird völliggesund.

zi. Welcher Stäldi wurde vollder Ppst ergriffen/ welche ihm dreyGeschwür in einem Schenckel verursa-chet/ er verlobt sich zu dem seeligenBruder Clausen/ auf solches vergehtdas einte Geschwär / weilen er aberdas Opffer zu verrichten aufgeschoben/fressen die andere Geschwär das Fleischbis auf die Gebein/ daß seines Auf-kommens kein Hoffnung/ er erinneretsich seiner Nachläßigkeit wegen demversprochenen -Opffer / da er solches ab-gelegt/ ist er völlig genäsen.

Z2. Gemeldter Welcher hat einKind/ welches an heimblichen Orthenalso geschwollen / daß es nicht harnenkönte/ man vermeinte/ daß es «indes-sen Leben gethan/ die Elteren tragendas Kind zu dem Grab des seeligenManns / und ob das Kind nach Haußgetragen worden / ist es frisch / undgesund.

Diser Melchior hat ein schwä-ren Haß wider einen Landtsmann/wä-re entschlossen ihne ums Leben zu brin-gen/ er thäte aber dises böse Vorneh-men in etwas widerruffen/ könte aberkeineswegs den Haß hinlegen/ erraf-fet den seeligen Bruder Clausen umgeistliche Hrlffan/ besucht sein Grab /da würd sein Hertz also veränderet/daßaller Haß in wahre Christliche Liebveränderet wurde.

Z4> Cin Kind Margaretha Stal-din lag an einer Kranckheit schwärlichKranck/ welche das Kind gantz ver-zehrt/ man tragt solches zu dem Grabdeß seeligen Manns / und das Kinderlangt völlige Gesundheit.

Z5- Jacob Rengger hatte ein star-ckes Fieber 6 . Monath lang/ alle an-gewendre Mittel möchten solches nichtvertreiben / bis solches vertriben dieVerdienst des seeligen Bruder Clausen/dessen Grab er besucht hat.

z 6 . Euphrosina Andacher läge an-derthalb Monath an einem schmertz-hafften Ruggenwehe/ man verrichtetfür sie ein Wallfahrt zu dem Grab deß

Bruder Clausen /

villseeligenBruder Clausen/ Nachwelteher sie gesund worden.

Z7. Nicolaus Renggers Sohnhat ein Leibschaden/ man verspricht ihnzu dem Grab des seeligen Bruder Clau-sen/ auf welches der Leibschaden ver-schwunden/ da er aber nach erweichenJahren mit anderen Knaben Schlittengefahren/ fahrt an ein Pfahl / welchesihm vorigen Gepresten wid erum verur-sachet/ man verlobt ihn widerum an dieheilige Wallstatt / und wird auf solchesauch dtsesmahl des Leib - Schadenserlediget.

z8. Barbara Anderhalden vetrei-sete in dem Jubel-Jahr mit ihremMann / und anderen Lanvsleuthen na-ch» Rom/ nachdem sie drey Täg aufder Reiß gewesen/ wurden ihren dieFüß also aufgeschwollen/ daß sie nichtweiters kommen könte/ ihre Gelehrtenwollten ihre Reiß fortsetzen / sie ver-spricht in der Nacht nach ihrer Ruck-kunfft / so fern sie auf Rom reisen kön-te / das Grab des seeligen BruderClausen zu besuchen / am Morgen ist siefrisch / und gesund / verrichtet die Wall-fahrt nach Rom mit anderen.

> Z?- Eben,dise Barbara hat aufein Zeit ein gefährlichen Schaden an ei-nem Armb / der ihr sehr aufgeschwollen/und schon Schwartz worden/ litte auchsolchen Schmertzen/ daß sie von Sin-nen kommen/ ihr Vatter hat schon al-les angeordnet ihr den Armb abzustos-sen/ sie kommt in etwas zu ihren Sin-nen / verspricht sich mit einem Opfferzu dem Grab deß seeligen Bruder Clau-sen / in einer halben Stund weicht al-ler Schmertz / und Geschwulst / wirdgantz gesund.

40. Anna Huoberin hatte einTöchsterlein/ und Barbara im Hoof einSöhnlein/ wohneten beysammen in ei-nem Hauß/ beyde Kinder wurden aufein Stund unsinnig/ alle/ die da an-sahen/ hatten wegen ihren Gebärdengrosses Mitleiden / man verlobt sie zudem seeligen Bruder Clausen / sie fie-len in ein Schlaff/ und da sie erwache-ken/ waren sie gesund.

4-r. Anna Syberin hat grossenSchmertzen in den Schulteren / sie ver-spricht sich zu dem Grab des seeligen /und empfand Witterung der Schmer-tzen/ nachdem sie das Grab besucht /hat sich aller Schmertzen verlohren.

42. Barbara Stroman wäre labNtan einem Armb/ sie verspricht sich mit

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