das Wafferbad der ÄZidergeburch. Wann die Stuck vnd grobe Ge-schütz in einer Vestung loßgebrennt werdcn/ist es ein Zeichen der Fürstseye in der Stadt ankommen / vnd wann die Glocken in der gantzenStadt geleutet werden/ist es ein Zeichen / daß ein Bychoff in dersel-ben Stadt erwählt worden; wer hat aber jemalen so vngereimbt ge.redt / vnd gesagt/ der Fürst seye durch das ablassen der Stucken in dieStadt kommen / oder der Vischoff durch die Glocken erwählt wor-den? warhaffcig/wer mit solchen vnguten/vnd bißhero in der gantzenKirchen vnerhörten Auslegungen auffgezogen kombt / der thut sicherstens/vnd hernach die Heil. Schlifft zu einem Gelächter machen/vnd aus dem Wort Gottes ein Kindische Fabel zusammen flicken.
Was er aber beysetzt/daß Christus allein der Artzt/vnd sein BlutalleindieArtzneyder Seelen seye- ist zwargantz wahr / es wird aberdeßwegen der Tauff vnd dessen Würckung nit ausgeschlosien / vnddises von zweyen Vrsachen wegen: Erstlich zwar/dieweiien Christuswie man mehrers erinneret hat / allein die vornemliche / so würcklich-als verdienstliche Vrsach der Gnad / vnd Vergebung der Sünden/der Tauff aber nur ein Mittel oder Instrument ist / von Christo ein-gesetzt. Nun wird allezeit das Merck der vornemlichen Vrtach/vnd nit dem Instrument zugeschrieben / weilen das Instrument nitwürcket änderst/dann aus der Krafft der vornemlichen Vrsach; da-her» wir nit sagen/ der Degen / sondernder Soldat habe den Todt-schlag begangen: Der Mahler vnd nit der Pemsel habe gemahlet»vnd daß die Schiff -Fahrt glücklich verricht worden/ schreiben wirnit denen Ruderen/dem Segel/vnd andern Instrumenten / sonderndem Schiff-Patronen zu; Also vnd vilmehr ist die gantze Recht,fertigung deß Menschen nit denen Instrumenten/nit denen Sacra-menten/sondern Christo vnd seinen Verdiensten zuzueignen: Inson-derheit/ weilen die gantze Krafft vnd Würckung deß Tauffs einzigvnd allein herkombt von der vornemlichen Vrsach/das ist/von Chri-sto; dann in dem Wasser als Wasser /wird ja nichts gesunden/wel-chcs tauglich seye/ die Gnad hervor zu bringen; sondern gleich in na-türlichen Dingen /die Sonn allein ist/welche dem Mond dieKrajstgibt zu scheinen/vnd in denen Kunstwercken allein die Kunst/ vnd dieHand deß Mahlers ist / welche dem Pembsel die Krafft gibt / einBild mit schönen Farben zu entwerffen; also ist in den Sacramemten allein die Allmacht Gottes/vnd die Verdienst Christi / darmit siedie Gnad zu erlangen erhebt werden. Wann in dem Tauff etwas
K wäre/