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Kurze Betrachtungen
ten wider. Ich glaube gantzlich / daß solchesmeiner Sünden halber geschehen sey/ und dan-noch widerkehre ich nicht von meinen bösenWeegen.
O IEsu! wie weit hab ich mich von dir abge-wendet : Sihe/ nun kehre ich endlich wieder zudir; Ach verwirffe mich nicht.
95. So groß war seine Liebe gegen mir/daßer mich auch noch nach dem Todt liebele; Sol-ches zu erzeigen/ ließ Er Ihm die Setzten unddas Hertz mit der Lanzen durchstoßen; Wannich deßwegen nicht mein Hertz mit dem Seim-gen vereinige / so bin ich je kein Mensch.
O ZEsu /nim mein Hertz / und vereinige Esmit dem Deinigen/ damit ich nichts liebe dannnur dich. , ,
96. Es fließet Bluet und Wasser darauß/
meiner Seelen ein Heyl-Bad darvon zu zurich-ten ; mit dem Bluet unsere erkaldte Liebe zu ent-zünden; Mit dem Wajstr die Welt--Liebe abzu-löschen. Hast nicht auch du dises Bad vonrröh«ten? _ ,
Q IEsu / was suche ich meiner Seelen Heylausser dir ? Sihe in deinem HertzeN hast du ihrden wahren Heyl-Brünnen zugerichtet.
97. Nicodemus nimt Ihn vomCreutz/felbst
wolte Er nicht herab steigen; Daraus lchrne/wann dich Gott und andere von einem Creutzerledigen/ so ist es dein Heyl; wirssest du es sel-ber von dir / so schaue aus dich. -S