M Gottes G»M» M Pmkmtllls des Heil. Rdni. Reichs Fürst, AM des Fürstlichen Stifts St. Gallen, und des Gotteshauses St. Johann im Thmhale, Graf zu Toggenburg, Ritter des Königlichen Ordens der Verkündigung Maria rc. re. Entbiethen allen und jeden Unsern Landesväterlichen Gruß und geneigten Willen zuvor, und geben zu vernehmen. Gerne und von Herzen vergessen, und vergeben Wir, doch mit Ausnahme der ersten Aufwiegler, und der strafbarsten Ruhestöhrer, alle die unseligen Auftritte , wodurch inner vier Jahren ein Haufe schlechter Religions- und Pflicht- vergessener Leute Unsrer Stift die durch bewahrte Urkunden, und graues Alterthum geheiligte Rechte stussenweise zu rauben, und derselben Untergang zu bewirken, und auch dadurch das ganze Land in Verwirrung, Schaden, und unabsehbares Elend L11 mußt? — E>le angenehme Ueberzeugung in Uns, daß, obschon mehrere Unserer Angehörigen Theil daran-nahmen, welches Uns allerdings schmerzen „r,K ^ E durch die schwarzen, und boshaft ausgestreuten Verleumdungen und Vorspieglungen getäuscht und irre geführt, viele sogar mit / u cy schwere Drohungen dazu hingerissen wurden, und im Grunde weder aus bösem Willen, noch vorsätzlicher Empörung dabey handelten. ner Ee Ueberzeugung; — daß der weit größere Theil unsrer lieben Angehörigen, als Ehre- Pflicht- und Religion liebende Münde ^ der unglücklichen Aufruhr mit innigster Wchemuth sahen, bedauerten, und verabscheuten; Uns auch öffentlich und in geheim überzeugen- unwandelbaren Treue und Anhänglichkeit gaben; und nichts so sehnlich wünschten, als das Ende der Verwirrung, die Rückkehr der öffentlichen , «Mhe, Ordnung, und Sicherheit, und die Wiederherstellung Unsrer Stift in die «Übung Ihrer Rechtsamen. einem wahren Vergnügen, in Unserm und Unserer Stift Namen ihnen ihre bewiesene treue Gesinnungen zu verdanken, und sie Unsrer sorrdaurenden Landesväterlichen Huld und Gnade zu versichern. AveMtlich durch Gottes Hilfe zuforderst, und durch die großmüthigsten Gesinnungen Sr. Kaiser!. Königl. Majestät Unsers allerhöchsten Le- Erfüllung jener Wünsche, und die frohe Wiederkehr der Ruhe und Ordnung zu sehen; besonders wenn ihr, wie Wir es uns zuversichtlich ver- tm, fernerhin an den Tag ttgen werd?"^"^^^ gegen Uns, euern rechtmäßigen Landesherrn, so wie ihr, und euere biedere Vater es ehevor so rühmlich Lha- Zum Beweiße dessen, und um das so nöthige, und glückliche Band des gegenseitigen Zutrauens auf ein neues oder enger zu knüpfen, fodern Wir alle, und jede Eidesfähige auf, sogleich, nachdem zuvor durch dreymaliges halb viertelstündiges Läuten der großen Glocke in jeder Pfarrey das Zeichen gegeben worden, sich in ihrer Gerichts- Gemeinde an dem gewöhnlichen Orte zu versammeln; wo sie sodann Unserm Beamten, den Wir zu dem Ende nächster Tagen dahin bestimmen und senden werden, den schuldigen Eid der Treue zu Unsern, und Unsrer Fürstl. Stift Handen leisten, und erneuern, auch schwören sollen, als treu und gutgesinnte Untergebene den Nutzen Unsrer Fürstl. Stift zu fördern, und den Schaden zu wenden, auch allen pflichtmäßigen Gehorsam, und Anhänglichkeit, wie ehevor, zu erzeigen. Bemelter Unser Beamtete soll dann einsweilen und provisorisch in jeder Gemeinde einen Vorgesetzten ernennen, damit gesetzliche Ruhe und Ordnung beybehalten werde. Ebenmäßig tragen Wir ihm auf, einen fähigen, geschickten, und treuen Mann in jeder Gemeinde zu erwählen, dem es obliegen solle, das Militär in selber für alle benöthigte Fälle ohne Vorschub in fertigen Stand zu setzen, um auf den ersten Befehl mit der übrigen Mannschaft sich vereinigen, und zu einem Korps organisirt werden zu können. Gegeben Auf Befehl Sr. Hochfürstlichen Gnaden P. Henricus Müller«/ dv» Friedberg, Sekretär. 4 , Ksdwu'o LlirT'ZLILI.IO'I'ttLir. - - 81 . / / / f