M W STIFTSBIBLIOTHEK XI049 ST. GALLEN l | * <) \ l .. 4 i Wöchentliche/ Täglich-vnd Stündliche ctmrhcung DeßHeylsamen eydens Mesu hristi. Zu sonderbahrem Nutzen allen Christ-llcbenden Seelen auffgcftizk Von einem Ehrwürdigen Priester Der ©cfeflsdnifft i e s v. Sambt einem Rosenkrantzle Vnscr Lieben Irawen. Aänffmah! a- get!->,:r / vnv mit vem Leben vno Wauvel ILsu Lhrisii fö. ön geziert. Cum Lice.iia Superiorum_>. Sr. Gallen/ Gedruckt vnd zu fik.^en bey Icrcob Müller/ A n n o l 7 oy. w_ *r * « j . V ’ f"* - ^ v4«^' »'r* ■. 3 - •> ;--• -V .. v'l - > • •.. 1 ' c ' f t**~, V'j *$ $ *;• i- ^ * PM kr .*■* *■ • ■ *“*■ i * % -« -• vf "7 ^ f r ■ * '-.- ^ r r -,- •- . ,■ i .^>1 1ll5 ^ i *& }V f ^ \y ’ * *? 5 \* f *£' \ + % * ' - y4-^ * •;* ’S“ H -y.v ; -;*.0 ■ * *i’ i *•-.>•*' f j; «.it'■??:■■ V- >*£ ‘..v - ■■* * * • ■ *“.^A ■) "’S ’ > ' , ,, J •, > ^ < -A i^d -.>.' •}■.■-/ .• rr-- ^ ; ,.„ •,/»«£•(? itt? piiü t-'*’ *£'**. i-i 'i - 1 4 ■ r .. * * ' *-? V , ' r ■■ '-' .-• -v’- - . - -V-- * ■ - k’V* ^ ! M M F ■»Ir «ktr «■»!#» *tU >1/- gcv?azx? g eg'eGv? M M M; LL^rMWW Vöi «fw /jv jp. /(V j{v s*jv ^t», vfb -«i> 4gv AndenLescr. [ Lberrus der Grosse/ein Mann [ einer fürkrefflichcn Heiligkeit/ sagt daß die Betrachtung deß Leyvens vnscrsHErrn IEsu Christi dem Menschen nützlicher seyr/ als wan einer eingantzes Jahr inWaj- fer vnd Brodt fastet / vnd sich alle Lag biß zum Blur discipliniret vnd easteyet/ ja auch den gantzcn Psalter bettet; dann ob wohl dise Vbungen gme/grosse/ja auch Heilige Wcrck ftynd/seyndsie doch zu Auetöschung der Sund nicht so kräfftig/gleichals ausserliche Werck/als da ist dieBe> irachmng deß Leydens vnfersHErrn IEsu Christi/gleich als ein inncrli A L ehe MZUM chesWerck so das menschliche Hertz I ohne Verzug durchrringer/vnd eben i Visen Menschen wohl zerknirschet l vnd gedemürhiget zu wahrer Rew s i vnd Bußfertigkeit versöhneke. 1 Aber das Betrachten/ weilen es \ mehr zustehet denen Geistlichen vnd Mönchen/als denen Weltlichen / so mit vielen derWeli-Sorgen Ar bei- , ren / Mühe vnd Geschafften über- , < fallen stynd/ vnd wenigiste deren/wie » j die Geistlichen • indem darzu ein absonderliche Gnad/ vnd durch ösftere. ja stattere Vbung ein Gewohnheit 1 erfordert wird > da sie selbe haben/ > ist es guet / vnd mächtig rathsamb/ 1 man der Mensch bettet/wie der Heil. l Augustinus bereuqet/ da Er sagt: ! I Wer wohl betten kan/ der kan auch * wohl leben. Lerowegen betrachte fleißig oder ! wenivist bette ohne vndcrlaß/ auff > daß , f MOM fd -aß du wohl vnd recht lebest Wie m nothwendig aber es seye/ aus daß du er recht lebest / werden dich die atsobald w ? nachfolgende gemeinltch angenom-- mene vngezwriffelre Sprüch lehren es vnd vnderweiffen. id so r. Wir haben nur ein Secl/wel- ei- che / wann sie einmahl zu Grund ist cr- gangen / können wir an dero statt u'e - kein andere setzen oder stellen, b- ere Der Todt ist vns gar gewiß/ eü vnd sterben müssen wir einmahl/auf n/ was für ein Weiß aber / wie vnd b/ wann i ist gantz vngewiß. Wann il. nun diser Todt übel gelinget / ist es k: ! schon geschehen, ch ^ . z. dichter haben wir nur einen/ er bey welchem/wann wir den Handel ,ff verlieren / können wir nicht mehr A z appels r ■€§vl U * aptHttimi oder einen andern an» ruffcn. 4 . Himmel verhoffen wir nur ' kinen/von welchem/wann wir werden ausgeschlossen/ ( vnd der Ein« gang ist eng) ist vns die Höll gewiß. 5. Ewigkeit folget nur eine wek- , che/ wann sie nicht glückfeelig ist/ in i Ewigkeit werden wir die Vnglück- srligistenseyn. 6 . Vrtheil vnd Außfpruch deß Okicheers werden wir nur ein hören/ wofern mehr Visen : Kommet ihr Gebenedryten meines Himmlischen Varrers/ besitzet das Reich / so euch ' bereiter ist von Erhöhung der Welt. Nothwendig denjenigen: Gehet hin ihr Verfluchte / ihr Vermale- * depte , MZOM -eyre in das ewige Fcwer/so Utäta ist dem Leuffel vnd feinem Anhang. « 7 - Wir haben nur einen G^tt/ welchem /wann wir Ihm nicht dienen / werden wir eben dahero deß Leuffrls Leibeygne« 8- IEfus ist vnfer einiger Selig- macher/wetchen/wann Er vns ruef- ftt, wir nicht hören / wird Er zu vnferemVntergang keinMk- tevden tragen. WMWZ Lsess ®«l LSE MG' W : SsV3sl£ LLL GAS? L§Ä Dws. HÄ2 d> SS? £Vt£> HZ E AGM üii gKgS WWMM M MMMAW MM OK«OOGGOES-GGOM f W Qs-®^-et-X-f <33©: ©S<33 WW U GGGG G ^GGGG GG iias HE- mm ■wmm a?M?SBSB8©8B8ß3SSB3B3B ZZ Betrachtungen für die erste Wochen. C<5l<3C/5l'5C'X'3t'30aCO tCC'XOCOWOCCOt'SCO Am Sonntag. Von Einsetzung deß Allerherlrgisten Altar- Sacramcnt. Der Glauben kau in folgender Form er* wecket werden r ^FCH glaube vestiglich vor meinem ^GÄtt/denichwahrhafft gegenwärtig verehr vnd anbettedaß Christus JEsus der SohnGDttes/den Lag zuvor als Er fein Leyden für vns angefangen/zum Zaichen seiner vnendlichen Liebe / vnd zur immerwährenden Gedächinuß feines bittern Leydrns/ fernen Leib vnd E luct/ 2T 1 fambt fm\bt der gantzen Gottheit in dem Merheiligstcn Altars - Saeramcnk vns zu genieffen hinderlaffen habe. ' O^Ekrachte allda kürzlich die vnermessene ^Licbe GOtteS / welche in distm Ge, heimbnnß herfür scheinet/ indeme eben zu ^ selbiger Zeit/ da Ihme die Menschen den schmächlichen Creuiz-Todk zubereitet/ Er tttgleich das Hochheiligste Aikars-Geheimb- mrß/ das ist/ sich wahren GOtt silbsten mit allen Schabn seiner Mmögenheik/ Weiß, heit vnd Güte / gleichsamb auff einen. Bissen zuverschlucken dargegcben hat. Es scheinet fürwahr/daß dazumahl GOtt vnd die Menschen mit einander gestritten haben/ welcher den andern übertreffen kundte. Die Welt mit Vbelthaeen vnd Dngerech, tigkeit wider GOtt / oder GOtt mit Gut, thättigkeit/ vnd Lieb gegen den Menschen. Nun aber aus was Vrsach vermeynest du/ daß GOtt dise Getklicl/e Mahlzeit angc, stellet habe ? Fürwahr aus keiner anderen mehr/ als daß Tr durch dife vnbcschrclb, lich/vnd zugleich tägliche Gucchätigkeit/die Ge- n Gedachtnuß seines bitteren Lcyden vnd Sterbens täglich ernewerre. Sag« derowegen herzlich«» Danck/füv beede bist so grosse Gutthaten; rnd vmb solches desto vollkommener zu vollbringen/ lade erstlich ein deinen Heiligen Schur- Engel/so dann alle Himmlische Geister; Lade ein über das/ alle Geschöpfs / vnd wünsche ihnen allen Hertz vnd Mund/ so einzig vnd allein zu gebührend/vnd vnab, laßigen Lob vnd Anbettung diseS so lieb, reichen GutthäeerS gewidmet seyen. Bitt« endlichen die Göttliche Güte durch de» Abgrund Ihrer Liebe vnd Freygebigkeit/ welche sie dir in Visen beeden so vnermcsse- nen Gnaden erwisen hat/ daß/ gleichwie sie dich Jhro hierdurch auff ewig verpfiich, Ut hat/ auch ewiges Lob vndDanck zu singen fähig machen wollen. '§ 3m *t» A A A A A A A A A A A A A A A A Am Montag. Vom Backenstreich in dem Hauß Anna. Vbung deß Glaubens/ «ie oben. ^^Ttrachte wer derjenige sey«/welcher da. *>* von einem verächtlichen KriegS- Knecht geschlagen wird. Nemblichen dein GOu/GOtt jener grosse HErr vnd König über alle Götter. Aber was Vrsach hal- ber? dieweil Er vnrecht geredet hat. Wer ? das eingefleischte Wort GOttes? das Ewige Wort deß Vatters / die Gött- liche Weißheit fclbsten.? vor wem aber soll die vncndliche Hochhcit so vnrecht geredet haben / daß es auffs schmächlichifle geschlagen z« werden verdient« ? vor niemand andern/ als einem nichtigen Menschen/einen Erdflöhen/vnd Laster -vollen S.halck. Verwundere dich/vnd erstalme/daß die Erden ein solches Abendchcucr aller Lastern - ' nicht _ M r; M _ nicht ar^enblicklich vn schlucke; raußnd Donner,Keil sich auszuschntken/verweilen. Verwundere dich / wie die liebe Engel ein so vnemägliche Vnbild KOctts ansehen / ja auch die Empfindliche Geschöpfs er, tragen können. Aber verwunder dich auch ab der Gött, lichen Lieb gegen dir/welche Ihr sclbstcn mir Visen Liebs, Banden die Hand gebun, den/ daß Sie zu billicher Raach einer so vngcbeur ihrem liebsten Sohn zugefügten Vnbild nicht grciffcn können. Verwundere dich / daß du vilmahken deinen Gott durch deine Sund so manchen Backenstraich versetzet habest. Schäme dich endlichen deiner selbst/daß ein so wun, dersames Exempel der Gcdult dich gleich, wolen nicht bewöge/ auch die geringste Schmach oder Vnbild vmb dises deines - Heylands wegen mit Gcdult zu übertragen. Am Dienstag. Von der Verlaugnung Petti. Erwecke den Glauben/wie oben. ^ Rinne« dich / daß/ was Petrus jene' ^Nacht hindurch gethan hat/eben jenes geschehe von dir viel öffter. Sage/ wie offc hast du vnder böser Gcsellschafft gleich bey erster Gelegenheit zu sündigen vernei, net/ daß du deinen Erlöser kennest ? dann so du Jhne deinen GOtt/ deinen Erlöser/ jenen zu seyn/ solcest erkennet haben / wel, cher/vngeachtct du der unnützeste vnd vn, verdienteste Knecht wärest/ deiner Seelen Heyl mit dem theuren Werth seines kost, bahren Leben vnd Blucts erkauffet.hat; wäre es wohl möglich / daß du Jhne beley, digen kundtest ? so off» derowegen hast du Jhne zu kennen gelaugnct/als vielmahlen dl» tödtlich gefündiget hast : Derowegen dann/ wann dich nun Christus /gleichwie MZ r- M Er einstens Petrum in dem Vorhoffan-, gesehen/auch/wie oben gemeldet/ansißet/ dafern du Jhne an dem schmählichen Emu; hangent / anschawest / wirst du nicht ebenfgklS mit Petro hinauß gehen/ vnd bitterlich weynen ? Wirst du jene Augen/ welche so offt für dich in blutigen Thränen gcschwummcn/ mit trocknem Angesicht ansehen können ? vnd so vielen LicbS, Zähern ein einzig mikleydigs HeryenS- Tröpfflein widersciren? Wer wird meinem Hnupe Wasser/ vnd meinen Augen Brunnquellen der Zäher geben/ vnd ich würd heulen Tag vnd Nacht. Icrem. cap. 9. v. r. VS iY6' Am M 16 ZM. Am Mittwoch. Von der Gcißlung. Erwecke ven Glauben/ wie oben. HdRwöge wie häfftigen Schrecken deinem . >£v£tm vnd GOee verursachet habe / da Er nach ergangencm blutigen Vrchcil Pi, lati / das Volck Hauffcn, weiß von dem Richt,Hauß der Schädlsta« zulauffcn gc, sehen. Worunter etliche das grausame Verfahren seiner Feinden Ihm vorgesagt; andere noch mehr Dbles angewunschen; vil denen Hcnckers , Knechten Hery vnd Muth gemacht. Bber das / wie sehr sich Christus entfei-en habe müssen / da Er mit auf den Rucken gebundenen Handen von zwey oder dreyer, Schörganten in den Richt,Hoff geschlcppet/ die grausau.eGeis, sel vnd Ruthen zubereiten/ das rasende Trohen der Peynigem angehört/ sich nackcnk vnd bloß an die Säulen anbin, den/ die Ruthen vnd Geißle» aiiffstch f' schwin. schwingen gesehen;, vrrmeyncst du wohl/ Er habe nicht vor Angst vnd Entsetzen auff das newe hauffig Bluet gefchwi-zer? Jedoch vngeachret alles dessen/vnderwirfft Er seinen vnschuldigisten Leib denen Ru- chen vyd Gaißlen/vnd empfanget über die fünff tausnd Straich / welche alle du deiner Sünden wegen verschuldet hast. Trage mit deinem vnschuldig / vnd so vnmensch, lich zcrschlagnen Heyland hertzlichesMit, ltyden; erforsche dich sclbsten/was du biß- hero difem so gütigen HErrn zu Gefallen gechan habest: Fürwahr/es solte die gröste Dnbillichkeit seyn/ ein« so vnermessen« Lieb nicht mit werckrcichcr Danckbarkcit ange-- fthen/vnd erkennet zu haben. Was ma, chest du wcnigist für «inen Schluß / füro- hin zu thun? Wird dich wohl fcruers noch eine auch geringe Bcschwärnuß/aller- massen bißhcro geschehen ist / von Vnter- nemmung GOtk wohlgefälliger Wcrckem abschröcken können/in Bedencken/daß Jh, ne ein so billtcher Schrecken von Erwerbung deines Heyls zu verhindern/ keines Wegs hat eingehalten. , Am Am Donnerstag. Von der Vtrmtheikmg Christi. Erwecke den Glauben/ wie oben. ^Tell« dir vor Augen/wieChristtis nach ^Gottseeliger Meynung deß Heil. Bo- naventur^s da Er vermercket / daß jrr;.v'c?5c- Asotz cjtocjb . -itoc» -.-- r s*yja • dbcts» . ,'Xv -' gtocto M Lf M _ henedrykisten Jungfrawen muffe durchstochen haben/da Sie den entseelten Leichnam Ihres geliebresten Sohns von dem Creuir herab in Ihre Schooß auffgcnomcn / vnl» die viel« vndvngcheure Wunden vorAngen gesteller hat. Betcc auch du hin;»/ vnd erwöge dre Vngrhenre discs Leyd-SpicgelS. Sche an das mit Dörnern durchstochene Haupt; Jenes von Backenflraichen entfärbte Anzeucht ; becde mitNäglen durch, grabne Hand vnd Fuß. Betrachte die durchspeerte Seyten/vnd das vor Lieb ver- wundte Göttliche Her,?. Endlichen den Lebens« Zrschaffer vnd Brheber gamz bloß vnd vergriffen damidcr ligen. BeynebcnS in Erwögung / wie daß die liebe Friedens- Geister bitterlich weyncn ; die gebencdey- testc Mutter GOlteS vor mitleydenrem Schmerlen vnd Thränen gantz entkraffret; ja die vnbcseelte Geschöpff die Sonn den duuckken Trawer-Schlayr anziehe/ vnd die harte Felsen ftlbstm ihren Schöpffer bedau« ren. Bey sochan erkandter Sachen Beschaffenheit/ kan es wohl möglich seyn/daß du/ als dem« jit Lieb vnd Nutzen diß alles B gc- -rschichet / härter als die Stein selbsten/ nicht ein einzigen Licl>6,ZähervndMttley« bens-Gezcugen entgegen seyest ? Bitte da, her» die schmeryhaffke Mutter: Ö> öu Zierde der Jungfrawen: Lasse mich mik dir bescbawen Vad bedawren Lhrisii Todt. Gib daß id) beliänvig klage Allzeit im Gemüthe trage AU sein Leiden/ Hohn vnv Spott. ■§öü 2 7 Betrachtung für die andere Wochen. _ 21m Sonntag. Von der Tode-Angst Christi. E rwecke den Glauben wie andere mahl. HLEdcncke die Haffligkeit deß Entsetzens ^^Chrisii/ vor dem bevorstehend vnd vor, gesehenen Lcydcn vnd Todt/also zwar / daß nach Zeugnuß deß Heil. Lucas am .22, cap. der hkrdllrch von allen Schwaiß,Löchcren hcrfür, dringeme Angst, Schwaiß gleich denen BlnkS- tropffen auff die Erden herab geflossen 3 welches das Griechische Wort, sein Thrombi noch lnehrerS erkläret / so eben soviel hcissec / als schwär vnd dicke Tropffen. Dahero auch nebst Vilcn glaub, würdigen Lehrern ein gewisser Verfasser jenes Wercklcins/so ebenfalls von der mit, leydemen Liebe zu GOtt handlet / gantz Wahrheit mäßig darfur haltet / daß Chri, stuS in seiner Todts, Angst über siben vnd neunzig tausend BlukS, tropffen vergossen habe. Es war nemblich seine Seel rrau, rig biß in den Todt. Marc. 14. Diser Kampffwarso durchdringentvnd schmertz, lich/daß Er auch seinen allerliebsten Damr gebtttcn/Er wolle Visen so bitteren Leydens, Kelch von Ihm entziehm; In welcher Bitt folgendes wohl ju beobachten / daß Christus seinen himmlischen Datter bevor seiner Allmögenheir erinnere / sprechent: Datter/alle Ding seynd dir möglich; Nrm Datter / wann es möglich ist / so gehe diser Kelch hindann von mir. Dnd all dessen vnangeschen / so weichet der Leydens- Kelch nicht von Christo ; Ist dann discS der Allmacht GOttes vnmöglich? aber was muß die Vrsach diser Dnmögenheit vnv Einschränkung der Göttlichen Allmachr seyn? Fürwahr kein andere / als die gewaltsame Liebe gegen dir. O Abgrund der Liebe! O wundersames Schauspiel deiner gegen vns tragenden Güte ? Damit du deinen Knecht erledigtest/hast d» deinen Sohn selbstcn in den schnierchaffristen Todt dargebcn/ vmb damit der sündhaff- risse Hollen-Sclav die Freyheit erlangte/ für welche er so gar niemahl geberten/hast deinen vnschuldigen Sohn/ohnangesrhcn all seines Bitten vnd AnhaltenS/verpfändet/ vnd den Peynigcrn stlbst vnterworffen. Wann du nun mein lieber Liebs-Junger dises bedenckest/ wilst dn noch ferner-dich B i wae. __ M;o M _ wargrren/vor Forcht geringer Beschwerde/ aus tragmder Gegen- Lieb deines lrydentcn Heylands/ ein« Stund lang zu betten/zu arbeiten / dift oder jene anch geringe Schmach oder Vnbild mit Gednlt zu er, wagen/ vnd nachzulassen einiger Anfech» kung «östlich zu widerstehen ? rc. tavyvsusvsvsi.’OWiO tciot/swoc/xocot’OC/S Zlm Montag. Von -er Verspottung Christi/in dem Hauß Catpha. Erwecke den Glauben/ wie oben« I^Ttrachte/ mit was Rasen vnd Wutt ^ocr Gottlosen Henckers-Knechten/jcne gantzt Rächt hindurch die Göttliche vnd ansehende Weisheit verspottet $ mit verdecktem Angesicht verspyenz mit Backen, straichcn tra'tirk/vnd gelästert werde. So grausamb,»nd entsetzliches Schauspiel hak dift Traurens-Nachrvorgcstellek/daß jenes/ «aS Christus in ftlbigcr gelitten / erst der Jüngste Gerichtstag entdecken wird. Warm einem vnachcsamen Frembdling/ ' c einem einem Dieb oder Meuchelmörder/ja einem Hund sokhancs Vbel sollte zugefügt wer, den/ wurdest du doch einiges Miklcyden darüber fassen. Da nun difcS drin selbsti, ger Erlöser vnd fiinfftmüthigister Vatkcr/ das vnschuldigiste Lamb GOtteS / ja der Göttlich eingebohrne Sohn / vnd zwar vmb deinetwegen ausstehet / wie kanst du nichts desto minder so Felsen-hart seyn/ daß Er dich so gar zu keinem Mitleydcns, Zaichen bewöge i Fürwahr in dessen Bedencken / wann noch ein Füncklein einziger Empfindlichkeit in dir gloschke / solltest du gewißlich mit dem Seraphischen Francisco (wie von Jhme die Franciscancr Jahr-Schafften parr.« üb. i.c. 6. bczellgen/) auffGassen vnd Skrajscn hinauß lausten/ alles mit Scuffzen vnd Wainen anfüllen / Drsach dessen / daß indcme GOtt selbsten für VNS so entsetzlich vnd vnerttäglichc Pcyuen anst sich nimmer/ wir doch all discs so leichtlich in Vergessenheit stellen ; Hingegen aber so schwarlich bewögt wcrden/ein so v «endliche Gutthat vonHernenzu erkennen/ vnd mit tzanckbaren Gemüth auffznnemktren. Zr i/X'2i/3eCC'5C/5S.OC/:CO C«»MCOC^IC'!8'90 Am Dienstag. Von der Verachtung Chn'fli in dem Hoff Herodis» Erwecke den Glauben/ wie oben. Erforsche alkhie/werdoch jener feye/wch ^cher anss öffentlichen Gassen vnd Straf, ftn weiß gekleydet/gleich einem Sinmlosm Menschen hernmb gezogen vnd verspottet wird/vndin dem« du mit lebhasstenGlan, ben für vnfehlbar aus seinem Heiligistctr Angesicht die Göttliche Weisheit / welche aus dem Mund deß Allerhöchsten aus, gehet/hcrfur leuchten sähest/ so fasse zu Ge, müch jene Wort Joan. i;. welche der Heil. Bernardus in Betrachtung jeder Geheimbnussen zu brauchen lehret: Ihr wisset/was Ich euch gethan hab/rc. vnd Christus in difcm Gcheimbnnßgeredet habe; Bilde dir ein/sprich ich/ais ob in solcher Gestalt Christus erschcinent dich also anrede: Weißt du wohl mein Mensch/ was Ich dir gethan habe; Du nennest ^ mich' mich das Göttlich« Work/die ewige Weiß, heit/ vnd «best die Wahrheit / dann Ich Hins. Wann nun aber dem also / vnd Ich die Göttliche Wcißhe» Verspottung/ Verachtung/vnd Geringschätzung erwah, let habe / ist es gany biilich/ daß auch da verlangest / suchest / vnd gern wollest auff brfer Welt vernichtet vnd vnangcsehcn zn seyn. Disem zur Folg/ wirst du wohl noch fürohin nach -Hochschai-ung vnd Menschlichen Ansihen trachten? Aber wisse / daß nach Lehr öernarch, eintweder GOtt/oder dieWelt müsse betrogen werden. Wilst du nicht irren/ bitte Christum / daß Er auch dich lehre / aus Liebe seiner/auff Erden sein sclbstige Verachtung lieben. C/3t'34Ct'!'03M Am Mittwoch. Von kerschmertzhaffttn Krönung Christi. Erwecke den Glauben / wie oben. ^Ttrachre erstens/wie empfindlich vnd ^schmerchaffk Christo dise Peinigung B 5 müsse S J4 sJS H __ müsse gefallen seyn / in welcher nach Meynung deß «0;il. Hieronymi auff die siben, t>g Spik sein zartifles Haupt gany liess ! dürchgraben vnd durchstochen haben; in- deßen aber weilen du dich mit weichen Rostn krönest/will sagen/ in Frewd vnd Wollüsten deß Leibs herumb wälyest / darffst dich nichts dcstowenigcr ein Christen / ein weiches Glied / ein Mitglied so übel vnd fchmerylich vcrwundtcn Haupts nennen? Aber wisse/daß mit 8enenischen Cathari- ria vonnökhen seye / einrweder in difcm Leben mit Dörneren / vnd in dem andern mitHrewdcn/ odcr allhier mit Fremden/ vnd alsdann mit Börnercn ewig gecrönt werden. Bedencke zum anderen / was grossen Spott vnd Hohn dift Cron Christs verursachet habe; Massen sie Jhme aus Dr- fach/alS hätte Tr vnbillich die Königliche Wurde sich zugemessen / auff sein Heiligi- stcs Haupt gekrackt worden ist / wodurch die Gottlose Kriegs,Knecht veranlasset/ Ihne zum Sport vnd Gelächter einen Kö, nig der Juden zu nennen / vnd Pilams offene- t 0 0 k 1 !> ? '*■ 1 / t ’t > ( \* f) / S w _ ? 5 öffentlich Ihn vorffellent dem Volck Spott, weiß benambsik: Gehet ewren Köm-.' Ioh. i9. Nun aber weilen du Ihne dm König aller Königen / »nd HLrrn aller Herrschenden Apec. cap. 17. zu seyn ausser allen Zweiffel vcrgwisset bist / so erkenn« denselben auch in disem Auffzrrg als deinen wahrhaffeen HTrrn vnd Königz werffe dich von Grund deines Herzens in dem Geist zu seinen Füssen darnieder/ vnd bett« Ihn an mit den Worten der Kirchen: Geye gegrüßt vnser König / Su allein hast dich vnserer Fehler vnv Sünden erbarmet. Lade auch ein alle Heilige Engel / ja alleGeschöpff/daß sie Ihn mit dir anbe tten: Es sollen Jhne anbellen alle Engel G-Öttes. Psal. 99. Sie gantze Erden belle dich an / vnd lobe dich, vnd preiste deinen Nahmen. Psal. 6-. AM W WWMMMMMZFMMZ8 M Am Donnerstag. Von der Creutz-Gchlaißung Christi. Erwecke den Glauben / wie oben. ch^Ttrachke/mit was innbrünstigem Tyf< *^ftr Chrisins beede Hand nach dem Ahme dargcraichten Creu? außgcstreckt hab«. Bedencke aber auch zugleich / wie VtiKllich vnd vngercchk dise Aufferlegung gewesen sey«Dann was kundkevngehc«« reres seyn/ als einen Menschen- welcher da von Bitterkeit vnd Vbcrfluß vielfältiger Mamr vnd Peyn/aller Kräffken erschöpf« fer/mit einen Creutz-Galgen beladen/ an welchen Er solre auffgehenckt werden-, Aber eben dises hat Er darumben ganiz gern vmbfangen vnd anffgenornmen / alldiewci« len Ihm« vnverborgcn / daß hierauß die rnzahlbareGnaden erfolgen wurden. So M 37 ZW K 1/3 U t)f<: m ckt vie ng da S» pf« an ber ^ rn >ci- ' Bo So ist mm dem also/ daß dein GOtt felbflcn/ vnd zwar vmb deinetwillen/ den schwärm Cremzes-Last anff sich nimbt/ damit Tr dich;nr Gcdult/vnd vnerschroek, ncr Dbcrkragung deines Creuylcins / welches ja ohne Vcrgleichung leichter ist / miß seinem Beyspiel ermuntere. Wohlan derowegen/ wann duanheuk die rnffendeSnmm deines HLrrn h'reft: Wer da mir will nachfolgen / verlangn« sich ftlbsten / vnd folge mir nach. Lucä eap. 9. Habe kein hartes vnd vnfolgsames Her,; / sondern sage ge, schwind vnd mit bereutem Herycn/ was der Bölcker-Lehrer zu den Hcbr c. iz.fagr: Lasset vns dann hinauß gehen von dem Lager/vnd fein Schmach mit - gleichförmigen Hertzen auff vns nehmen. Auff daß du dein Creuy Ihm Nachschlaiffest/ lehrt IKomar Kempens, bat Tr das Seiniz getragen / vnd dir vorher gegangen. Wohlan __' ^Sf; ID- _^ Wolan derowegen/O Bruder pnd Sehwö- stcrn/lasset vns frölichcn Murhs seyn/ Jh, me nacheylen/Er wird vnscr Helffer seyn/ der da vnscr Führer vnd Vorgehet gewesen. In der Sach selbst aber wirst du ein liebes Lreutzlcin krazen/wann du täglich in diftr oder jener Sach aus Lieb deß Ge, creuizigtcn dich abtödkest vnd enthaltest § wann dir mit dem Heil. Francisco Bor- gia jene Stund oder Tag vnbcglücket ab» gelossen zu seyn scheinet/ allda dich der Todt nicht in einer sonderbahren Abtödmnz beschäftiget ergreifen klmdte. Du wirst dein Lreutzlcin tragen / wann du endlich mit dem Heil. Bonavenrura von Hermen ju sagen dich gekramst : Ohne Wunden O HErr / will ich nicht leben/da ich dich Verwundter ansehe. _ Am Freytag. Erwögung deß am Creutz Hangenden Heylands. Erwecke den Glauben/wie oben. A^Ttrachte ein wenig deinen GOtt vnd "^Erlöser / in alisscrster Bloßheit vnd Ab- Abgang; inhöchstcr Schmach vndSpott; in bittersten Schmerzn schon allbcreit drey Stund an dem schmählichen Ercuy han, genk / vnö vor Schwachheit ringem mit dem schmeryhafftisten Todt. Aber beben- da daß eben diser dein GOtt selbsten scye/ vnd deinetwegen in biß Leydens-Mecr sich versenckc habe; Hingegen was du bißhero Ihme zu Lieb vnd Gefallen gethan / oder fürohin zu thun beschlossen seyest? Wie wäre es/ wann du Jhnc mit halb todter Stimm annoch zu dir ruffen höretest: Mich dürftet; wurdest« nicht nach dem Beyspiel der Kriegs - Knechten David,°s 1. r. Reg.c.zj, dich durch Mitte derFein- den durchschlageit/vnd dnrchtringcn/vmb damit du Ihm in seiner Quaal vnd Todt, Schwache noch einige Erquickung zutragen möchtest ? Aber wisse mein Sccl / daß GOtt kein so schwär überkommendes Wasser von dir «fernere ; vnd wird es die nichts desto minder harr fallen/solches beyzubringen. Gehe nur etwas naher zuIhm hinzu/vnd frage: Nach weme dürstet dich mein IEsirvnd dafernEr dich befraget: Liebst du mich / mein geliebte Scel ? Ant« Worte mit Petra Ich. am *. HErr du waißk / daß ich dich liebe. Dann wie sollte es wohl möglich seyn / daß ich in dich mein würdigister Liebhaber / mein GOtt vnd Erlöser / nicht innerist verliebt seyn sollte? So dann wird Er dich bald weiter ansprechen / vnd sagen: Mann du mich liebest / so liebe auch jene Cerlen/ welche von wir so haffrig geliebt werden. Verschaffe mi» vifen Trost vnd Ergötzung/ daß so viel meiner Gchmeryen/ vnd so häuf- fige Vergieffung meines kostbahren ÄSluers nicht ohne Frucht aufgenommen werde. In Bcdenckung eines so gebührenden Verlangens/ wird ja nicht- mehr so mächtig seyn könnrn/wckches dich von eijfrigister Folg / vnd vnerschöpfflichen Verlangen/die Seelen GOlk zu gewinnen/fnhrohin abhalte. Am Sambstag. Von der Begrabnuß Christi. Erwecke den Glauben/ wie oben. . ^He vnd bevor der Heiligisie LcichnamK ^"deines ^)Srrn / rur Begrabnuß getragen Ivird/tritke nachmahlen in dem Gerst hin- -ue/ vnd erwöge all vnd jede Wunden/ alsdann befrage Ihn mit den Worten Zächariaj c.J j. WNS styNd dieV?UN«- den mein HErrIESV/ in Mitte Heiner fanden i Dnd du wirstbald in dem Gemüth dje Antwort hören: Dife feynd mir von deinen Sünden versetzt worden. Verwundere dich erstens: So ist deine also mein GOtt/daß ich dich so erbärmlich verwundet vnd gecrcuyigek habe? bitte Ihn: Mein GOtt vndHErr/ gicsse dann auß über mich/ den Geist deiner Gnad vnd Erbarmde / auff daß ich Leyd trage über jenen/ den ich so schmählich ge« müßiget habe. Be» _ M 4- M- _ Bedrucke über das mu dem Heil. Bemar- do, wie schwär vnd gefährlich deine Wrttv den müssen gewesen seyn / welche zu heylen ein so grausames Leyden deines HeylandS vonnöthcn gewesen; Aber verzwciffle nicht an dero Verzeyhung vnd Nachlaß/sonder lebe getröstet / daß indeme Er den so theil, ren Werth seines aignen Bluets vmb dero Heylung wegen vergossen hat / ein so kost, bahren Werth fruchtloß vnd vmbfonsten nicht werde verlohren gehen lassen. Vmb, fange dcrowegen mit allem Elster den vmb deinetwegen so verwrmdken Leichnamb/vnd lasse denselben nicht chender von dir zum Grab hinweg tragen / bevor du jeder Wunden zarchechige Küß ver, setzt habest. MZ 4) M Die dritte Wochen. Am Sonntag. Christus wird im Garten gefangen. Lrrrecke den Glauben/wie oben. I^Edencke in diesem Gehcimbmrß die ^yaffkig vnd überschwenckliche Lieb dei- ncs Erlösers. Von einem seiner aignen Jüngern wird Er verrathen; von denen überigcn ohn allen Scheu vnd EmsriM- verlassen ; vnd ob schon seine Feind auff ein einziges Wörtlcin mehrmalen zn Boden dawider fallen/so fliehet Erdschwere vor ihnen / noch vor allbcreiiS anfangend so bitteren Leydcnder Vrsach halber/auff daß Er dir vnd deinem Heul getrew / vnd vncrschrocken zn vollkommener Wnrckllng sich darbiete ) vncracht Jhme bestens bewußt/ daß du Jhnt"hingegen znm Lohn leicht _ 44 JA leicht tausendmahl verrathen wurdest; Ja ^ Er strecket selbsten den Halß vnd Ärmb auß/zu grausamer Faßlung/damit du von Banden deiner Sünden erleset wurdest. Sage du derowegcn von Grund deines Herzens: Warumben doch lieb- fier HErr JEsu/ habe ich bißhero -ich mit meinen Sünden so viel- -mahl beleydig.ee f -O daß es nie- mahl geschehen wäre; Lasse geschehen -O gütiger IEsu/daß ich ehen- der alles Vbel erleyde/als dich füro-' hin einmahl verletzt Verschaffe durch deine Heiligisie Band vnd Ketten/ daß ich nimmermehr von dir ab gesondert/sondern vielmehr in Ewigkeit auff das inneriste verbunden/ vnd vereinigt. lebe«. ^ 1 AM les ' b-. ro tU k* ?c- n- o-' ffe nd on in - IM Am Montag. Christus wird indemHauß CaiphK fälschlich angeklagt/ vnd -um Todt verurrhailt. Zwecke den Glauben/ wie oben. ^Morsche/warumb Christus so wohl vor ^disem Gericht/ als hernach noch bey Herode vnd Pilato fälschlich angeklaget/ Nicht ein Wörklrin zu seiner Verchätignn- hab hören laßen z warumben Er so wohl von Visen deß Todes schuldig / ausgesprochen/ als folgends von Pilato dahin verdammet/ jedesmahl vnbewöglich still geschwiegen ? Ja die Sach dahin habe kommen lassen / daß man Jhne allhie mit Backcnstraichen Red vnd Antwort herauß ru zwingen/gesucht/ hernach aber von Pilato ohn einige Widerrcd zum Creuiz ge- schlexpct. Er wäre ja die Bnschuld selbst; Dann Dann also hat Ihn der vngerechte Richter geurchailet/ aber vnfchutdig von aigncr Sund» die ganize Schuld warm andere/ vnd insonderheit deine Sünden. Damit Er kcrowegcn dir zu erkennen gebe den erschrecklichen Stand / in welchen dich deine Sund vor dem ewigen Richter wurden gestüchet haben / dafern dein bemacklctcS Gewissen vor Jhme die strenge Klag g<- führet/Er aber als gercchtistcr Richter das Vrchatl gefallet/vnd dich zur ewigenPeyn mit solchem Ernst vnd Scharpffe wurde verdammet habcn/daß du nicht ein Wort- lein zu widersprechen/vnd zur Äerantwor, tung solltest haben finden können / welches die Vollziehung deß gerechten VrtherlS ewiger Pchn/ aufsein Augenblick zu hin, dcrtrciben / oder zu vcrmittlen wäre mächtig gewesen. Derentwillen dann/zumah- len Er deine Persohn zu vertrettcn sich ge- würdiget/ vnd deine Sünd vnd Laster - gemessene Straff auff sich genommen / vermag auch Sr nicht ein Wörtlein denen Richtern zur Entschuldigung beyzubringen. Wann du dise so vnvergeltltche Gut- tot icr tu nie tu ' in« xn «S ge, >as »n rde xt, ' or, :)C$ iie in, ch, ah, ge» gc, >tu um in, che «(, _ MZ 47 M _ Gutthat bedenckcst/ ist ja vnmöglich / daß st« dir jcmahlen aus danckwilliger Gedächr, nuß fall«. Vermeinst du wohl/ daß/wanu du auch ewig leben sollest / vnd nicht nur ein Vierkclstund / sondern gantze Stunden täglich mit herylicher Dancksagung zu, brachtest / deiner Schuldigkeit gcnueg thun wurdest ? Nimme in acht die Ermahnung deß Weisen Manns: Vergisse nicht die Gnad deines Bürgen/ dann Er hat für dich feine Seel verpfändet. Am Dienstag Christus wird dem Mörder Bari rabas nachgesetzt. Erwecke Ven Glauben/ wie oben. ERwege/wie vnbillich dise Vcrgleichung ^"gewesen / vnd wie viel vngerechter der Göttliche Sohn einem Mörder / GOtt einem nichtigen Menschen / einem Todr- schlägcr entgegen vnd nachgesetzet wird. Es befrembdet dich dise der Juden Goktlo, figkcit/ __ -M 48 W- _ _ _ sigkcit/jedoch verwundere dich vielmehr ab deiner selbst,aignen Boßhcit / Massen dsse denjenigen dcme fic Barrabam vorgefttzt/ ^ nicht erkannt haben: Wann sie es g. dich also gedemüthigct sthcst/mit allerhand ^ Gemüths, Anmuchungen zu preiffen / vnd über alles/ was im Himel vnd auffErden/ ir. zrr erheben. &timmc an mit allen Inn, wohnern Fimmels/Erden/ vnd Wa»sern/ _M 49 M_ einen Lobfingenden Chor / zu Thr vnd Ruhm deß nunmehr in dem Thron fitzend/ vnd vorwählen für vns also emiederigten Lambs. Benedeyung vnd Klarheit/ vnd Dancksagung/Ehr/Macht vnd Krafft/ feye GL>tt zu allen Zeiten. Mache einen steiffen Fnrsatz/ fürohin kein Ding mehr als Ihn allein zu lieben / vnd bcfleisse dich/Ihn allen anderen Geschöpf» ftn jederzeit vorzuziehen/ vnd diß aus Lieb feiner / der da vor einen ärgerlichen Böß» wicht deinetwegen hat wollen geschätzt seyn. Am Mittwoch. Christus wird nach der Gaißlüng dem Volck fürgrstellk. Erwecke den Glauben/ wie oben. 3 R deine du bey diser Vorstellung Pila» tnm hörest : Seher ein Mensch. Bilde dir ein / es falle dir zitgleich in die Ohren aus den Wolckcn die Stimm deß Himmlischen Vatkcrs - welche ruffet; C Siser _ MZ 5° M _ Dieser ist mein geliebter Sohn/ & Match. c. 17. Vnd (Mc dir zur anderen k Seiten für/ als ob dein lieber Engel z»r dir st fchrcyete/fprechem: Gihe dein GDtk« ^ m Erwcge / wohin die Lieb gegen dir / wohin ' Ü Ihn deine Sünden gebracht haben / daß jri Er auch die für selbe verdiente Peynen auf ch sich geladen. In Beobachtung alles des »ci fcn / lasse dir seyn / als ob du gleich auß h einem liessen Schlaff erwachenr / mit dir Z die Rechnung machtest: So haben dann m meine Sünden welche ich so geringschätzig m vnd ohnbedacht begangen / meinen HTrrn T vnd GOct viel zu leyden verursachet ? fs ih hätte ich selbe mir so schwchrer Straff c büssen müssen? O wehe mir armsceligen 3 Menschen t ich habe gespickt auff den cx Gassen deß vernichten Babels / vnd zwar j,, das Spiel der Sünden/da indessen in der gehaimben Gerecht 6 » Stuben Göttlicher Gerechtigkeit / wider mich das TodtS » Dr» eharl gestellet worderr; vnd nimme wahr/ kaum wäre difts dem Eingcbohrncn Sohn GOttes himerbracht worden / ist Er also, ' bald 1 / -en dir tl. M , >aß mf xf» iui dir ntt ii'S . rrn caff gen den var der i)tx Lr» ihr/ ohn llfo* xild fl IR'__ bald auffgcstarrdm / hat «ach hmdan ge. legecr Cron mit Aefchcn sein Haupt be» ftramt; feine Fuß emblösset z mit Wey. rren vnd Seuffzen alles angefüllet/ auß Brsachen/ daß dein vnwürdigster Knecht jum Todt verurchailet worden. Bey solcher Beschaffenheit der Sachen/ was werd ich führohin thun? werd ich wohl noch das Gelächter treiben/vnd seine so hauffige Zäher verlachen? Werd ich noch ferners mit dem Trcw,losen Juden» Gesind durch meine Missethaten wider Jhnc das Todes. Drrhail begehren? Werd ich noch mit ihnen hartnäckig schreyen: Crucifige, Grucifige: Lreutzige Ihn/Crcutzige Ihn i Werd ich noch den kostbahren Werth seines BluekS verachten vnd vcr. lachen? Grciffe zu vollkommener Be, rewung deiner Sünden/ vnd bitt mit gc, neigtem Her,? vnd Mund vmb Gnad vnd Vcrzeyhnng. Er Am M,«r ZR Am Donnerstag. Christus fallet in seiner Creußzie- > Hung vor Ohnmacht -ur Erden. Erwecke den Glauben/wie oben. ^Ihe denjenigen /welcher mit dreyFin, ^gern die game Erd, Kugel erhaltet/ nunmehr» aller Krafften erschöpffet/ mit dem schwären Cremes, Last zur Erden auf fein Göttliches Angesicht darnieder fallen/ »nd/ weilen Sr vor Ohnmacht sich nicht erschwingen kan / gleich einem Hund ge, stossen / vnd mit Füssen getretten werde. Wann du nun in Ansehung diser ttauri, gen Begebenheit / dich zu mikleydigen Za, Hern bewegt findest/ so nimme in obacht die Ermahnung vnserS HLrren Christi: Weyne nicht über mich / sondern weyne über dich selbsten. Vnd Luc» cap. Lz. Wann difes dem grünen Holtz geschichr / was wird es mir dem i i i i r < t s i si d E e n h C J c tc •a ni K fei rr di _ M 5) M _ * dem dürren werden i Wann derjenige/welcher das gan^e Wclt-Gebaw traget/ dem Last deiner Sünden vnterliget / wie ^ - wirst d» selbe ertragen können ? Aber kanst du wohl deinen HErrn vnd GOtk a»rf der Erden vnter disem vertraglichen Joch verfincken lassen? Wirst du nicht also gleich hinzu eylen/denselben auffzuhelffen? tt» Oder wird es auch mit dir jene Beschaff M fenheit haben / welche sich nach Zeugnuß lit deß grossen Geschiche, Spiegels dist. »f Exemp, 140. mit jenem Hochgeprisenen 1/ ' Schuel-Lehrer/da Er seinen Ordens-Scand he zuverlassen Vorhabens wäre / zugetragen SC* hat: Disen erschune Christus vnter dem >e. Crem? gantz vcrschmachkent / da Er seinem ti* -Heyland auffzuhelffen/ auch den Creutz, a» Laßt selbst auff sich zu nehmen / deß Erbte- ht tens wäre/hat Er ihm an statt ernstlichen i: Verweisses also geantwortet : Du ver- ttt magst nicht so viel / daß du dein Ordens- x KKyd ertragest / wie wird dir dann der M schwahre Last meines CremzeS nicht vner- ^ rraglich seyn ? Wird nicht vielleicht auch dir dein vnter dem Ercutz ligender^eyland ''' L z vor- 'E8 54 _E. vorwcrffen/ vnd sprechen: Mein zärtlicher Mensih / ein geringe Schmach oder Ln, bild ; ein kleine Abtödmng; «in leerer Schatten $ mindeste Widerwärtigkeit oder Abgang/ wirfft dich zur Erden ; wie wirst dn dann die vnbcschreibliche Schwahre meines Creuizes auff dich nehmen dörffen? Nichts destoweniger/sonimmein obacht jene Weiß / Christo sein Creuy ohne sondere Beschährnuß tragen zu helffcn: ES erzchlet I^uöovicur von- 8axonien/ daß eursmahls Christus derHErr einem front, men Ordens-Mann erschunen / vnd vermeldet : Er krrndte Jhme nichts ange- nehmers erweijftn / als wann er feines Crrutztragens ein Gchülffen abgäbe; discS aber konre geschehen / wann er ötfters sein bitteres Leydcn vnd Creu? in mirtcydigcr Gcdachtnuß vnter feinem Hermen herumb tragen wurde. Glaube nicht/ daß dift Weiß mit Christo das Crem? zu ziehen nur ein leere Gleichnuß vnd Vorstellung seye; dann gleichwie du Christo sein Ley, den vnd Crentz wurdest erleichtert vnd gemindert haben/wann du dazumahl/ als w in,/ rer Ht . vff ' hre n? cht U 4 itt t er# ze- >eS (c* ritt ;cr nb ist en > ng !y. !<- llS Lr _ MZ 55 M Er gelitten / vnd vnter dem fchwahrcn Creutz gcseuffzet / gegenwärtig gewesen / mir seiner Marter vnd Peyn ein Herzliches Mitleyden getragen hättest, Also vermagst du anjeso em gleiches zuthun / dafcrn vnd so offt sich dein Her,; in wehmüthiges Mitleyden feiner deinetwegen anßgestan- denen Schmertzen vnd Marter halber auß# gie»7ct. Wann Tr nun auch von dir ein solches begehret/ wirst du Jhne noch fer. ners klagen hören: Ich habe gewartet/ wer mit mir trawrcn wurde/ vnd niemand ist gewesen / vnd der mich tröstete / aber habe keinen gefunden. Versprich Ihm« vielmehr mit dem Propheten ihren, c, j. Ich will daran gedencken eines Den- ckens / -iß meine Seel -crschmachtt. £4 Ar» M 56 W- Am Freytag. Christo wird sein Heiligiste Sepa ten eröffn«. Erwecke vcn Glauben/ wie oben. ^Rforsche allhier/wammb dein HErr ^vnd GOtt/ da Er sein bitteres Leydm mit dem Todt geendet/ annoch sein aller- heiligiste Seykcn biß in das Hertz hinein/ hab durchspeeren lassen. Nemblich/anff daß Er den annoch letzt übrig habenden Bluctstropffen für dich dargeben möchte/ vnd drr nach hindan gerückten Hertzens, Fenster in den vmb deinetwegen verwund, ten Liebs,Kasten vngehindert hinein sehen/ vnd jene von GOtt zu dir tragende Liebs- Griffel wahrem seines gan?en Leydens ein, gestochene Vrsachs-Schrifft jederzeit lesen knndtest / so da heissek: Auß Liebt gegen dir/ist GL>tt selbsten gestorben. Aber wer ist disrr für dich in den Todt gegebene Liebhaber? Er ist GOtt der Herrlichkeit/ welcher da bewohnet das vnbe. r. greift- D» greiffliche Liecht. Aus dem«/ durch dem«/ vnd von deme alles Gescho'pff sein Her, kommen hak; vor welchem alles was ist/ ^ gleich ob es nichts wäre; vor deme alles ^ - ein Augenbltck/einTröpfflcin deß Morgen, ThaueS. Aus «essen Lieb ist diftr GOkt gestorben ? Antwort. Aus Lieb der Mcn, 'rr schen. Wann nun die ganye vmbfassende m Erd-Kugel vorGOtk nicht mehr als ein er, Augenblick / nicht grösser dann ein Tröpf, n/ lein Morgen, Feuchte / der wie vielte Theil ,ff dises Augenblicks/ dises Tröpffleins/oist du en ' O Mensch? vnd vnangesehen discr deiner :ich der Abgrund Göttlicher Liebe noch u- mchrers erhellet/ indem Er weit mehr vns zu lieben sich gcwmdiget hat/ als vnser rd lhe Dero- Derowegen was deinen Verstand über« steiget/ziehe in Gefangenschafft deß Glau, bens. Versäume dich nicht/ mit Gegen, Lieb der so vnbegrrifflichen Liebe zu be, gegnen ; Liebe in dir alles was du bist; liebe so viel du kanst; liebe auß ganzen Hermen ; liebe auß Grund deiner Seele z liebe ohn Hindernuß auß ganzen deinen Wesen. Am Sambstag. Mariä Schwersten / -ur Arte deß Leyven- Christi Ihre- gelie-- sten Sohns. Erwecke den Glauben / wie oben. IxTtrachte/ was vnaussprechliches Leyd, ^Wesen das Her,; der Göttlichen Mut, ter/zurZeit der schmeryhaffken Marter vnd Peynigung Christi Ihres allerliebsten Kind- muss« überschwemmet haben. Sie wäre freylich MARIA, ixt* ist/ein bitteres Meer der Betrübnuffen / dero Herxcnleyd die gross« Meer, Schooß anfüllen kund«. 3br $■§§ £i JA- _ Ihr Lcyden vnd Betrübnuß wäre so fj4$ tig vnd überhäuffee / daß Sie billich ein Königin aller Märtyrer gcnennrt wird. Cs schwebten Ihr immer vor Augen die grausame Quaal vnd Peynen Ihres ein, gebohrncn SohnS/welchcnSie viel tausend, mahl mehr liebte als Ihr aigne Seel; dann bald betrachtet Sie /was Er in dem Hauß Caiphse/bald in dem Richt, Hauß Pilati/ jetzt was Er auf dem Calvari,Bcrg anßgcstanden har/worauß Sie ein so em, pfindlichcs Leyd,Wesen eingenommen/ daß nach Meynung deß Heil. Lernaröini 8e- nensis Tom. x. scrm. 6x. Art. c. r. wann es Thail,weißin all empfindlicher Geschöpffe Hertzen sich außgegossen hatte/ all vnd jede vor Vberschwang hinzurich» ren wurde vermöget haben. Fasse dero, wegen mit Jhro ein hertzlichcs Mitleyden/ vnd bitte Sicinnbrünstig: O du Zierde der Iungftawcn Lasse mich mit dir bcschawen Vnd bedawren Christi Todt. Gib daß ich beständig klage Allrcit im Gemüthe trage All sein Leydm/Hohn vnd Spott. Letztlichen beobachte/ daß/wann du von Jhro ein liebes Schooß-Kind wilst erkcn, nec werden/lein bessers Mittel ftyc/alsdaß du in diser Vbrmg / von der wir bißhero gchandlet/dichgetrewkich bearbeitest; dann/ wann losnnes sie damahlen von Christo zur Mlitter erworben / da er mit Ihr mit, leydig vnter dem Creui? gestanden / magst du krafftig verkrawen/daß/wann auch du in öfftcrmahliger Betrachtung Jhro mir dem Geist vnter dem Crcui? dich beygcsrllen wirst / Sie dich auch für Ihren gcircwcn Sohn an, vnd auffnehmen werde. Allgemeine Form vnd Weiß/ wie in Betrachtung jeder Gehaimbnujsen deß Leydens Christi die Anmuchungen können erwecket werden. In Berracbtung der Lceuyignnz Lbrifli/ kan der Glauben folgender Grsialt ge- üdei werden r glaub vestiglich/vnd vnzwcif- -^felbahr/ daß der Erschaffcr aller Äin- MZ 6; M __ Gingen / König vnd HErr der Herrlichkeit/ für vns Menfchenjvny zu Erwerbung vnfer aller Heyl sich also ernidriger/ daß Er gleich einem Mörder Habwollen an dem schmählichen Crcutz - Galgen auffgeheneker werden. Verwunderung. Wie ist es doch möglich gewesen / daß «ine so vncndliche Maicstac vnd Würdig« kett/für die wesentliche Nichtigkeit/ für so vndanckbar-vnd Gottlose Menschen / wcl, che die Liebe ihres GOttcS nicht allein nicht erkennen / sondern verachten vnd schimpffen / also sehr sich ern,edrigen hat wollen ? O Abgrund der Liebe! Hoff- Hoffnung. Weilen D» aber O vnermessene Liebe/ pur meinetwegen all dsses hast auff Dich nehmen wollen / was mag noch seyn mein SO« vnd HErr/daß ich von demBrum nen deiner vnrrschöpfflichen Liebe mich nicht zugeerösten habe; Du hast dich selb, fien für mich dargegeben / der du ja alles bist. Wie kundte noch etwas zu finden seyn/ so du nicht mit Dir selbsten mir dar, gcbotten hattest? Sancksagung. Was solte ich indessen Deiner vnbe, fchreiblichen Liebe für Danck,Opffer auff, legen? wann ich schon mich selbsten dir tausendmahl dargabe/ was wird hiervon seyn/ daß nicht schon tausendmahl dein aigen ist ; vnd was kan ich dir für ge, bührcnden Danck sagen ? O HErr der du selbst würdig bist der Gottheit vnd Glory/rc. Lieht. M 65 M- Liebe. ^ O daß ich dir mein HTrr vnd GOtt * ) für dise deine so vnermessene Liebe mitwür, in diger Gegen, Lieb begegnen kundte? Für, ,v wahr/ wann ich aller Menschen / ja so viel d) Hermen hätte/ als Sternlein an dem Fir, mamcnt / Sonnenstänblein in dem Luffc / cs Tröpfflcin in dem Meer zu finden/so wol, m ce ich dich mit all drnensclbrn Grund, >r, eyffrigist lieben. Rew vnd Leyd. Aber O mein GOtt/wie so gar hab ich X' dise deine vnendliche Gnaden bißhcro nichts ff' geschätzt/ vnd vor die so vnermessene Liebe >>r mich so übel eingestellet? wie hab ich so w gar ausser mir gerathen können / daß ich in dich also vielmahlen belaydiget ? Ich be, rewe es O HSRR / vnd bedanrc es auß w gantzen meinem Hertzen/deiner vncndlichen rd Liebe wegen. O daß ich wider dieselbe niemahlen gehandlet hätte 's. Seelen- Serien - Eyffen O Vbel O Jammer! daß auch in diser gegenwärtigen Smnd so viel der Menschen dich beleydigcn! Jhro mit deinem so blu« eigen Schwulst vnd Arbeit erworbenes Heyl vernachläßigcn. Du hast ja auch diselbe mein GOtt in deinen Handen titu geschrieben / ach l lese dise Schrifft I vnd 'mache sie ftelig. Müleyden. Mann ich dich betrachte mein gütiger JTsit/ so überfallet mein Her? deine bittere Armuth an dem Treu?/dein vnansfprech, licher Schmertzen vnd entsetzliche Verzollung/rc. Nachfotg. Aber mein HZrr / werd ich dich wohl annoch nackend vnd bloß an dem Creii? ansehen? indessen den eytlen Reichchmncii nach- _ M 67 M _ 'mchgehen ; werd ich ansehen deine Verachtung / vnd begehren meine Hochschä- tzung ? werd ich wohl sehen können deine eödtliche Vcrschmachtung vor Schmerlen / vnd jcmahlen noch die Bequem lich- keiren deß Fleisches suchen t Eö fkyt ferne von mir / daß ich mich rühme ausser in dem Creutz ICsu Christ» meines HErrn vnv Heylands. Galatc»6^ Form _ M 68 M _ Aorm vnd Weiß/ das bittere Lcyden jj vnd Sterben JESV Christi zu betrachten. Angeordnet jue Vöung / vnd Erneuerung : mff denen drey weegen/ als der Raini- 5 gung / Lrleacbtung / vnd Vers ainlgung. WWWTWD' Betrachtung Für die Erste Wochen deß Wegs der Rainigung. Am Sarnbstag. Christus schwitzet Bluet in seine» Todt-Angst im Garten. HHEtrachte / wie entsetzlich discr Kampff ^Christi müsse gewesen seyn. Der Evangelist beschreibet ihn folgender Gesta lt: Er hat angefangen zu zitteren/vnd trawrig zu werden/ < r 4. aber auf was Weiß ? Biß in Todt. Mit so Hasstiger Entsetzung deß Herzens / daß der blutige Schwaiß hiervon zu allen Schwaiß, Löchern herauß gedrungen. Eben ein st- thaner TodtS, Streikt wartet anst dich / wann du nicht zeitlich dise Anast vnd Todte-.Dnaal Christi deines Lrlöftrs dir _ MZ 70 M- zu Nutz machest. O wie crschröcklich wird ' drin lctzker Streit dir fallen/ wann dich der. > Todt annoch tieff in deinen Sunden cinge, > schlaffere übereylcn wird. Dann erstlich/ * wann dir für Augen komm wird dein vorig» > vnd nunmchro vnwidcrruffliches Leben/ da j wird es haissen : Mi denMind geschlagen. All genossene Wol, l lüstcn werden dir nie änderst als Drachen, i Gall/vnd tödtliches Schlangen-Gifft vor, i kommen? wann du alsdann weiter dein > Gemüth wendest auff den nunmehro an, - kommenden Auszug zur gefährlichen Ewig, | keil, was Zittern vnd Schröckcn/was Tut, j setzen wird nicht dises gcbahrcn ? Einmahl , da verlohren gehen / ist in alle Ewigkeit . vcrlohren seyn. Wann du endlichen zu Hermen fassest/ das bevorstehent strenge Ge, J richt/ jene deinen Sunden, gemäss vnd ! wohlverdiente Peyncn der Hollen ; das in wahr- Wahrheit wird dich schwiizen machen / ja wohl den blncigen ?Schwaiß auspressen/ wann änderst deine schon Kräfften.lose Glieder noch so viel vermögen werden? O daß du erkennest -O armbseeli- ger Sünder jenen Tag/welcher dir zum Frieden auffgehet / Lucä i z. Wann du doch erkennetcst/was Forcht.be« freyre Sicherheit die eyfferige Betrachtung deß bittern Leyden vnd Sterbens Christi/in letzter Todts, stund verursache; wie frölich vvd Trostreich ftye/den gecreutzigten Hey. land in Lebens. Zeiten össeers vmbfangen, wie sicher in dessen Dmbarmungru sterben. Oder aber ist dise Süsse vnd Sicherheit vor dcinenAugen verborgen O liebster Leser? Wirst V» dann jene Tög zugewar- ten haben / in welchen deine Feind dich vmbgeben/ zur' Erden werffen/ vnd an allen Geytcn beängstigen werden / alldieweilen du die Zeit deiner Haimbfuchung nicht erkennet hast i _ MZ?r ZW- _ _ Befleiffe dich derowegen eines anderen zu f cl jcizig gelegner Zeit / vnd bitte Christum W j, eyfferigst / auff daß Er dich durch seine bit, ß(t lere Todt, Angst in jenen erschrecklichen f, e5 Todtskampff bewahren/vnd schützen wolle. ntc Am Sonntag. Christus wird zu Gericht vor dem Hohenpriester Anna gestellet. Betrachtung von dem absondert, chen Gericht jedes Menschen- gHEdencke / daß gleichwie Christus an ^^L)and vnd Müssen mit Stricken acbun, sch des ha Ch gle gai Fe au den / mit Hakß, Ketten beschwahrc / mitten sch vnter denen Schörganeen vor Anna zu Ge Gericht gezogen worden / also auch du Christo dcrmaleins deinem strengen Rich« eer wirst vorgestellt werden. Es scheinet B ansetzo zu vnsercm Nutzen das gnädige dei Tages-Liechk; jetzt haben wir Zeit zu wür, S cken / vnd zu versichern das Merck vnserS st^ ewigen Heyls. Aber uhrplötzltch wird kom, _ 73 _ i** 1 kommen jene Nacht / in welcher niemand M wird können Gutes zu thun Hand anle« üt» gen. O wie chcuer wirrdest dir alsdann M bezahlen ein einzige Stund auß so vielen / llc. welche dn anje^o so ftnchcloß/ müßig / will 55 nicht sagen / mit Sünden beschäfftigt ver« schleißest/vnd hinflicssen lassest? was wur« best du nicht alsdann wünschen gethan zu m haben? Betrachte zum anderen / daß gleichwie Christus/ da kaum seine Feind wider Ihn ß Hand angelegt vnd gcfäßlct haben / also r,M ' gleich von seinen aignen liebsten Jüngern ganiz verlassen / vncer den Handen seiner an Feinden von Anna geführt worden ist / du im» auch im ersten Augenblick deines Hin- t«n schaidens von disem zeitlichen Leben i aller ;n Gesell,vnd Gemernschaffk/ all deiner Eltern/ dn Verwandten vnd Bekandtcn beraubre/vnd ich» entfernet; einzig vnd allein in entsetzlicher inet Begleikschaffk der levdigen Teufflen/ vnd dige deines vielleicht selbst wider dich erzürncren ,ur» Schutz-Engels/vor dem ewig vnd streng« fers sten Richter wirst erscheinen / vnd sodann vnd demselben auff alle deine Gedanckm/Worr om» D vnd -GZ 74 ZA- _ vnd Merck Antwort geben müssn. Aber O Elend/wie genau vnd streng? zumahlen diser allwissende Richter dir Hermen vnd Nieren der Menschen mit seinen allsehen, - den Augen durchsehen vnd erforschen wird. O was ist/daß du dazumahlcn nicht wün, schetest vnterlasstn zn haben? Difcs Ge, richt ist so erschrecklich / daß jener Münch/ welcher vorhin etwas außzelaßner gelebt / vnd vom Todt zum Leben wiedcrnmb er, wecket worden / sich von Stund an / aller ausserlichen Dingen enczogen/inseine Zellen/, die er also gleich nach sich vermauren las, ' sen/eingesperrt/ zwölss ganize noch übrig zu leben gehabte Jahr in Wasser vnd Brodt «ebenst andern vielen Strengheiten zuge, bracht/ ja vor Schrecken vnd Forchk dises Gerichts/ auffkeine Seyken auch einigen Augenwinck schiessen zu lassen sich ge, irawek hatte/rc. C1 L big wel Vc< fth G Ä jcn vo> Er sey seil Lcl- -GZ 7 5 ZG- ™ Am Montag. :n» Christus Wird vor Caipha emgekla- gtt/ vnd -um Todt vcrur- Z rhailet. ct)/ Detmchtung von dem letzten Gericht. >t / ^>Etrachte östlichen/ daß Christus/ wel« er, ^cher da von Caipha deß Todes schul. Her dig geurchailt wird/ eben derjenige seye/ cn/ . welcher gesprochen: Von NUN an wer- laß vci ihr sehen den Sohn deß Men- f schenö sißent zu der Rechten Hand 0 GDties / vnd erscheinen in denen t L Molcken deß Himmels. Daß der- acn Mige/ welcher vermahlen die Schuld deß , von vns verdienten Todes vmb vnftrer Erlösung willen auff sich ladet / eben der , seye / welcher dermahlcins auff dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird/zu richten die Lebendige vnd die Todte. Mit was Dertrawen vnd Zuversicht verminst d» / werden diejenige alsdann vor toi D r discm _M ? Zeit ihres Lebens Ihne in Gestalt deß Ve» m nrchailken vnd zum Todt Vcrdampten/ in fp> andächtiger Betrachtung öffkers besucht . Al haben. ^ Bedcncke zirm anderen / wie eytel d.,s m Menschliche Wesen vnd dessen Vrchail scye; Christus ftlbsten ist vor Caipha ge, r Cj . fangncr zu Gericht gestcllek t angeklagt/ vnd als ein Todks-schuldiger verurchailet wor, de:r. Wer hakte in Ansehung dises Der- #n fahrens Ihn nicht für den armbseelig * vnd > J{t elendisten Menschen airff Erden gehalten?. ttc aber halte ein wenig zuruck/vnd seye gewar^ ^ tig/ nimme wahr seine selbst, aigne Work: Von nun an werdet ihr sehen den ^ Sohn deß Menschen zur Rechten ^ Göttlicher Macht/vnd kommen in j 0 | den Wolcken deß Himmels. Matth. ^ c.r6. v. 6z. Aber wann wird dises ge«. schehen? an dem Tag deß strengen Ge, og; richcs. Dises ist das Löß der Gerechten/ nie sie werden zwar jeyo von denen Gottlosen jhr bedränge/verachtet / vnd mit Füssen getrei- ^ mt _ M 97 M _ .yo ren/aber wie lang ? Bald werden sie siycn \(Xf auff zwölff Stühlen / vnd das Vrchail in sprechen über die zwölff Zunffeen Israel, chk, Aber was werden beynebens die Sünder gedenckcn / wann sie ihre Häupter von den . Gräbern erheben/ vnd all dasjenige/ vmb welches willen sie deß Himmels verlurstig m worden/in cytlen Rauch verschwunden zn seyn sehen werden/ bekennende/ daß alles 1,0 Gold vnd Silber / all vnbillich« Shrsuch- rcn / Reichthumb vnd Ehren / all Kleyder vnd Iubelcn/ ja all derjenigen Dingen/ derentwegen sie in der langen Ewigkeit ■ werden brennen vnd bratten müssen/ kein Schatten mehr zu hoffen seye? Was wer- den sie alsdann vor eine Entschließung schöben ? Sie werden heulend vnd Zahn- ^ klappercnd auffschreycn: Wir Sinn- kose haben ihr Leben für ein Thor- ih- heit gehakten. Sap. c. s. W ■ Erwöge drittens / wie recht dise Gottlose Menschen sich Sinn.loß nennen / das ist/ ' n/ nicht allein der Vernunfft / sondern auch ihrer Sinnen berairbt. Dem vnvernünff- r"' rig/ vnd allein von natürlicher Sinnlichkeit 611/. JD $ finatt nngerribnen Vogel streuet man das Graß für / vnd jedoch in Ansehung ausgespann- ^dencke erstlich/ was Gestalten JttdaS 1 ~ ^^der Derrakher/nachdem er gesehen/daß s?' die Juden Ehristnm vor Pilato zu Gericht V; gestellt / auch allbereitS das vngerechte ^ ^ Todes. Drchail wider Jhne M erjwingen £ begnnnet hatten / in sich selbst gegangen/ vnd vor Rew anffgeschryen habe: Ich «tz habe gesündigcr inVbergcbung deß vnschuldigen vmb geringen Werth zo.Silberling den, woi jenigen/welchen du vielmehr nicht nur für Sc ein Tausend, werthen ( dann Er ist dise sich alle / vnd noch vnendlichen mehr werth/) Ge haktest erkauften sollen; Indem« Er dich wa Nicht eines Hallcrs.werthcn Menschen au^ vni Antrieb vNermessener Liebe/mit seinen selbst, «rn aigenen Bluet/ welches ja vnendlich kost, De bahr ist/erlösct hat. Bedenckc weikers/was Gunst vnd Gnad ver sich Judas durch Visen Verkauft bey den Juden erworben. Er von Rcw berühret/ der gibt ihnen die empfangene zo. Silberling Gc zurück / vnd klagt sich vor ihnen seiner be, keh gangencn Mißhandlung halber an; Was ; sta geben sie ihme aber vor einen Beschaid? vn das ainzige: Sitze du ZU. Matth. 2.7. S Dnd eben dises ist der Lohn/ welchen die sie Welt/vnd der Teufte! dir zu geben pflegen/ ein wann :nu warnt du deinen vnfchuldigrsten Erlöser dir chrentwegrn verrathest. Nichts anders >as fürwahr / werden sie dir in deiner letzten ha> Stund deß Todts / vnv strengen Gericht/ hcn - vngeachrct all deines Scuffzcn/vnd Jam« het mcrns begangner Sünden halber zm Am« en« wsrt geben / als das bittere Stht du ZU. ftlr So ist dann alldorten erst die rechte Zeit >ise sich vmbzusehen ? Ach nein/ ach nein mein /) Seel! sondern gebrauche dich der gegen« ich wartigen Stund ; Ach seye bchuetsamb/ vnd fursichkiger/ krage anjetzo/vnd führohitt -st« ernstlichen Fleiß/daß du Visen Trewlosisten >st^ Derfnhrercn zu Gefallen deinen allerliebsten HErrn vnd Seeligmacher nimmermehr ad verrathest. en Nimme wahr zum dritten / daß / nach« '■U dem Judas Christum übcrgeben/ihme aus »S Gerecht« vnd Billichkeir die Gnad der Be« >e« kehrung entzogen worden / vnd solcher Ge, is ; stalten er an der Barmhcrtzigkeit GOttcs > ? verzweifflend /' zu gemaßncr Straff seiner 7- Sund gezogen worden stye. Discs fasse >>* tieff zu Hermen mein Mensch/der du durch r/ eine/ oder wohl mehr tödtliche Sünden in D f GOcr _ _ » ___ ©£>ff deinen HTrrn verrathen zu haben dich schuldig befindest; discsspnche ich/ & Nimb wohl in obachc / vnd bilde dir nicht ^ «in / wie die vnbesonncnc / vnd allzu viel M trawende^ Boßheit sich ftlbsten insgemein fiu luzenhajft vorschwaizet / daß es ein leere Schrecken, Red/vnd nur einmahl gesche. nit hene Begebenheit scye; Glaube gcwlß/daß wc dergleichen Fall sich vielmahlen / ja noch da heutiges Tags mit deines gleichen wahren dci Büß. versäumenden Menschen zuerrazen/ B vnd wahr werden. Gedenckc derowcgen/ ui> wo du nun wärest/ wann der strenge Rich. ■ V rer/ Gott der Gerechtigkeit/ also gleich nach sey deiner begangenen Verrarherey dich wie od den elenden Judas / vnd nebenst disen vn. Fe zahlbar andere »»vermuthlich zu Gericht - rer geforderet hatte? Wie wurde dir nun gl, seyn ? in was vor einem Grand wärest du? K Aber gehe noch weiter/steige hinab mit dei. ne neu Gedanckcn in die Tiefte der Zöllen/ *ui vnd nachdem du jenes vngcheur- geschwef.' vn lete Fcwer sambt anderen erschrecklichen' hii Pcynen durchsehen/frage den Ersten/ der du _ __ 8z bm -ir- vor Allgcn kommet / auß was Vrsach ch/ rr zu distn so entsetzlichen Peynen seye »er, icht Lämmer worden? vnd da er dir wird . antworten/ daß ein einzige begangne Todt» K>n ssind ihn in discs unbeschreibliche Elend/ vnd zwar anff ewig gcstnrtzk habe/alsbann -bt- mache mit dir selb sien den Schluß: O daß wehe mir elenden Sünder i was wird och dann erst niir mit st viel fchwahren Sün- ren den, Last boßhafftcn Verrather für ein ien/ Wchn * Sitz zuberaicet seyn? Aber lasst en/ nicht ab zu suchen dise deine verdiente ich» Wohnung / obschon die Natur sich wider- ach sitzet / da wirst du wohl müssen auff ein wie oder mehr Meilen dich in die Tiefte disis vn- Fewr-Karekers hinab sincken/ vnd alldor, icht' ren erst dein- gebührendes Orth / so da mit >un glüendcn Cissen gepsiastert/ in welchen du? Krotten vnd Schlangen hauffig in brin, dei- uenden Bley / Schwcffel vnd Hary her- en/ ,unb schwimmen. O dcrowegen elend/ vef«' vnd aber elender Mensch / wann du furo- hen ' hin noch zu sündigen dich getrawest / ver- der dienest» auf das neue in jenen vnleydlichcn dir Karcker «4 ZU Karcker auff «wig gcworffen zu werden/ vor deme dich Gott bißhero so langmüthig errettet hat/vnd vielleicht nicht mehr/gleich wie anderen geschehen/erhalten wird. Bewcyne dcrowegen deine bißhero so freventlich wider deinen GOtt vnd HErrn verübte Trewlosigkeit/ mit staissen Jürsai; ernstlicher Besserung / vnd dancke demselben/für die bißhero so langmüthig erchailte Gnad/ vnd Gutthat der Erhaltung / mit folgenden Lob - Spruch : Sie Barm- hertzigkcit G-Ottes werd ich in E< wigkeit preysscn. Ein Merck dcrErbärmden GOttesist/ daß wir nicht verzehret worden! dieweilctt seine Erbarmbnussen nicht abgenommen. Wann nicht GOtt mir zu Hülff kommen wäre /hätte vorhin meine Seel in der Ho'll gewöhnet. Lobe mein Seel den HErrn / vnd alles was in dir ist / seinen Hcylwenhcn Rahmen. Lobe mein Seel den HErrn/ vnd vergesse nicht seiner Gtikthaten. Welcher verschonet all deinen Missethaten/der da hcyket all deine Schwachheiten. welcher __ 85 J A-__ Welcher erleset von dem Dnrergang dein Leben / dich crönct in Barmherzigkeit/vnl> Erbarmbnussen. Er hat vns nicht nach vnscrn Mißhandlungen gethan/ vnd hat vns nicht belohnet nach vnseren Sunden. So weit der Sonnen Auffgang von dem Vmergang entlegen/also ferne hat Er vnscre Sünden von vns abgewendet. Preyssct GOtt/ weil Er guck/ vnd seine Barmherzigkeiten zu allen Zeiten scynd. Es sollen sagen jene die GOtt förchten/ daßsctneBarmherizigkeitcn jederzeit wahren. Die rechte Hand GOcces hat Krasse erzaigt; die rechte Hand GOtkes hat mich erhöhet. Ich werd nicht sterben / sondern leben/ vnd werd kund machen die Werck deß HErrn. Eines Zuchkigens hat mich der HErr gezüchtigt/vnd dem Todt nicht übergeben. Ich werd dich rühmen mcinGOtt vnd HErr in meinem gamzenHcrizcn/vndwill prcyssen, deinen Nahmen in Ewigkeit. ; Weil dein Barmherzigkeit groß ist über • mich/ _ M M_ mich / hast du meine Seel erlöset auß der liesse der Hollen. Du O HErrhast mein Seel herauß geführt von der Höll / du hast mich erlöset. Von denen die hinab staigen in den See. Die Barmherzigkeit GOtteö werd ich' fingen in Ewigkeit. Ich werd dich erheben O Gott/weil tot mich anffgenommen/vnd mein Zeind übet Mich nicht erftewet hak. Ehr sey vemVätter/ rc. Am Mittwoch' Christus wird vor Herode angeklagt. Dondeme was sich mit Christo in dcm-Hoff tteroclis begeben. Zu Erweckirng hernlicber Rewäber begangene Sünden V^Errachte erstens / wie dass alle Ankla. ^gen der Iitden / so wohl vor disem _ MZ «7 M _ Gericht Herodis, als jenem PÄari/ so vielfältig vnd fchwähr sie immer gewesen / fruchtloß/ vird ohne Folggesiichten TodiS abgeloffm. Es ist derowcgen ein ander / vnd zwar weit mächtigerer Ankläger aufgestanden/ welcher IEsum deß TodtS schuldig/ohne allen Außvahm gewiftn hat/ pnd wer ist diser gewesen? In Wahrheit kein anderer als du / welcher du deinen GOtt ohn vnderlaß zubeschuldigen fortgc, setzet hast. Ader auf was für em Weiß ist dists geschehen? durch deine Sund > allermassen Er sich für dich ;u einem Bürgen verpfändet/eben darumb/ daß du deiner Missethaten halber den Tode verschuldet/auch Jhme disesVrrhail aufgebürdet hast. Vnd selbiges hat IEsirm zrir Verantwortung so sttnnm / vnd Red-loß ge- machee / nicht daß seine angebohrne V 1- schnld all falsche Anklage» nicht abzitlemen mächtig gewesen/ sondern weil Er diser duner Anklag sein geleisteter Bürgschaft halber nicht tundre widerstreben. _ 88 Aber was vermeynest du / daß vnter wah- renk disem Gehaimbnuß-vollen Stillschweigen dein JEsnS bey sich gedencket habe? Ich halte für glaublich / discs oder dergleichen/ mit betrübten Augen seines Gemüths dich kläglich ansehend : O vndanckbahre Secl/ hat dann dein Anklag/vnd Beschul, digen wider mich annoch kein End? wirst du noch imer fortfahren mich zum schmäh, lichen Todt zu ziehen/ der ich mich längsten vmb deinetwegen frcywillig deß TodtS schuldig dargebottcn habe ? Ist dann dises der Danck / welchen du meiner so grossen Gutthattgkeit vergeltest ? Ist dir annoch nicht genug / mich einmahl in den Todt gebracht zu haben / daß du leicht tausend, mahlen d n tödtlichcn Creu^ Galgen mir auffzubürden getrachtet/vnd fürohin auff, znladen suchest ? Wann nun dises alles/ vnd noch tausend so immerschmahlicht Crem; dein ewiges Heyl zu erwerben mäch, tig / bin ich freylichen von Heryen betrü» bet/ selbe auch vmb sothane Belohnung auff mich zu nehmen / vnd ist mir genug/ daferne du O sündhafftc Scel dich bekeh, rest/ r ti a n n 2 h (I (I ti st p 5 v ß st e 0 * d h- n- :? re \U st f)' :il tS es eil " ctz de d, nr ff- s/ he 11» ) xu n 3/ IV HÄA 2g Dßtz. °y TL'- rest / vrrd vmb so weit zu mir wendest / da» mü ich dir dein Leben wieder geben könne/ als welcher du dasMeinige mir leicht tausendmahl abgenommen vnd entzogen hast. Ach mein Seel/wie hak es doch seyn kön, nen/ daß du deinen GOtt so offt vnd so mächtig in den Todt hast bringen können? Aber sag« / mag es bey dir annoch geschehen/ daß du mich bey erwogenen so billi- chen Heryens, Entrüstung / vird wehemn- khigen Bcfcuffzen deines von dir mit so, thancr Vndanckbarkeit angesehenen Erlösers noch fürohin an das Creuy bringest? Ich sorge es werde gefchehm! O vnerhörtt. Vndanckbarkeit? Disc Danck. Vergessenheit ist also groß vnd vnbegreifflich/ daß / wann GOtt ftlb, sten von einer Thorheit vcrstöhrt $u werden fähig wäre/ ich fürwahr darfür hielte / da ich Ihne mit dem weißen Narren. Kleyd angethan betrachte/ es hatte Ihne discs Abenthcur deiner Vncrkandtnrlß so grosser empfangener Gutthaten dahiir gebracht. Dann wer vermag zu fassen/ was da scye/ daß dersclbige GOtt der Herrlichkeiten für ■ einen __ 9 ° einen nüchkigen Menschen; ffir ein so ver» achrliches Trdrvürmlcin; für ein so Gott- loß vnd vndanckoahres Geschöpff sich biß »ndenTodt vernichte/vnd an den schmäh» licljen Lreiw - Galgen mit vncrhörtcn Sport vnd Hohn auffnaglen lasse ? Zw mahlen aber keine Sinnlosigkeit mit dem Liecht ewiger Weißhcit sich vnkermengcn mag / so kan ich ja nicht mehr änderst als nut meiner Erkaudmuß mich verftncken in den Abgrund deiner Liebe/vnd Güte. O allerliebster GOtt! O wehe mir! warumb habe ich dich O vnbegreiffliche Güte biß, hero nicht erkennet ? nicht über alles ge» liebet? Ach wie hab ich dich beleydigen können ! Q daß visis niemahl geschehen ^ wäre/rc. Erwecke eine heryliche Rew vnd Zürsatz rc^ >Ctv m» biß äh» tcn 3» iß-' ge» ;en hcn m Am Donnerstag. Christus wird in SemVorhoff Pilati gegaißttt. Erwecke hieranß eine vollkommene Reu» Seiner SunQen. {$ fKferfdj cv warumb doch bist Gaiffktmg ^Ehristi deines vnschuldigstenHTvrn/ss erschröcklich / vnd granfamb gewesen? Wann du Pilamm fragest / wird er dir amwor-en : damit Er der Juden wüten, des Fcwer der Rachgicrigkeit auslösche. Befragest dn den Himmlischen Barter selbstcn/ anß was Ärsachcn Er disc vn, erhörte Tyranney wider seiner» selbst, aignen / vnd über alles geliebten Sohn habe verübet werden laßen? wirst dll zur Aulwort hören : darnmb / daß Er dein vnbarmhrrkig/vnd verstecktes Hery zu Mit- leyden / vnd kindlicher Trcw endlich bewögen möchte. Ach!' hat dann dein Herq also verharret seyn können/daß/welcher du Nicht kundrcß zusehen/das ein Hund noch mehr _ __ mehr geplagt werde/ dein sclbstaigncr Er- g loser aber also übel zugerichtet/ das vn, t, schllldigifle Lamb biß anst die Bein vnd v Rippen zerflaifchet/noch mit tausend/vn- s d mehr vngeheuren kodtlichen Gaißl, Strai, ^ % chcn von dir solte gequaler seyn worden? ^ Stelle dich kerowegcn mit deinem Gemüth t i» gegen jenem trawer-vollen Schawspicl/ I vnd indeme drr deinen allerliebstenHeyland * mehr als drey tausend der graufambstm k Gaißl - Straich empfangen zn haben ge- ! zählet hast/bilde dir vor / als sahe Er dich . k mit zwar betrübt / jedoch freundlich / vnd ‘ I Herydringenden Augenblick an t als wolt > Er zu dir sägen : O Klag vnd Jammer/ > bist du O sundhaffte See! von jenen k Straich < vnd Wunden / welche du m>r k bißhero allster all meinen Widerstand so vngehelrr versetzet/annoch nicht ersamgek? / l In deinem Gewalt stehet es / daß discs so ? vnmenschliche Mcygen/ vnd Gaißlen an . j mir ein End nehme; habe ich dann dei- e nen Bluetgierigcn Durst zu löschen noch " nicht genug dargeben ? In deme/wann £ du arrch mein gröster Feind seyn sollest/ 9 genüge _ 93 IN _ £tv gcnltgsamb dich zu baden aufffassen kund, »n, lest. Ach wann deine also / schöpffe auff/ »nd vnd trincke biß dn darvon gedruncken wer- »nd k dcst; ohneracht du ja an mir nicht Vrsach \ii, hast/ sokhane Gralssambkeit zu verüben, n ? Ach geliebte Seel 1 was hab Ich dir ge, likh ( loßgangen; Also hasstig ist dein Rasen so vnd Wüten gewesen ? Nun aber so wird au , ja endlichen dein Viehisches Grimmen »ei, enssraffkek/ vnd dein Vcrnunfft - loses Ge, >ch mach wiederumb zu MenschlicherMildig, an keil widerkehree seyn. Tritte demnach st/ hinzu« z»r deinen Allerliebsten / vnd gany ,g, dahin _ M-4ZA dahin abgcschundnen JEsum / du wirst * Ihn finden ) wie Er nach ferner so vm - menschlichen Gaißlung gleich einer abge, matteren Öfeftia; in einem Winckel ge, worffen/gantz Kraffk- loß da lige. Allda fihe Ihn aber endlich erwaicher mir Hertz, lich mirleydizen Augen an / alsdann be, frage Ihn nach dem Exempel deß Heil. ^ Augustini : Wer hak dich £) güriger ITfil also zergaißler? Vnd wann Tr dir $ zur Antwort geben wird : Du vnd deine Sunden seven die Henckers,Knecht/ vnd . vnbarmhertzige Peyniger gewesen/alsdann beweyne doch von Hermen dein Gokkiosig, , keil vnd Vntrew; bedaure deine Vndanck, \ barkeit/vnd benetze mit innbrunstigen Rew, ^ Zäheren die so vngehenre Wunden deines i ■ allerliebsten Erlösers / welches Ihn ^ gewißlich erquicken vnd laben . ( wird. ^ Am n ei L Am Frcytag» Sibende Vorstellung auffdem Calvari Berg- Von der schmerichafftenCreustigung Christi / dardurch die Schmäh« der ^ötiischen Peyn;u befrachten. ^Rwege / wie biklich Christus dasjenige/ ^"was Er damahls dem mitlcydigen Weiber-Volck in ftiner schmerchaffken Crcu^Schlaiffung/eben auch denen Sun- dem / da sie ihren bevorstehenden Todt bejammeren/in das -Ocn? rede: Ihr Kinder von Babel / waynet nicht über mich / sondern bcwaynck vielmehr ruch vnd euren sclbst-eignen Stand i Dann wann dists dem grünen Holi; widerfahret i was wird dem dürren geschehen? Be- Bedencke disem nach bey dir sechsten/ vnd erachte/wann mit dem grünen Hoch / das ist/ mit seinem Lingebohrnen / von aller Günden-Masen ohnberührt/vnd rainistcn Sohn GOtt sein allerlicbreichister Datter allein die frcmbde Sünd/vnd Missethaten in Jhme abzustraffen so erschrecklich verfahren/ was für ein scharst vnd vnerträg- licheS GcrichtS->Vrtha!l der schuldige Sünder/der verachtlichistc Leibaigne dermaleinS znbeförchtcn müß haben. Siehest du nun deinen liebsten Hcyland an dem Ereutz mit dem allbcreit schon das Hertz auslöschen-' den Todt kämpften / indeme Er gantz nahend vnd bloß / allein von weit entfernten Himmeln verhüllet / fast aller Menschen Hülst vnd Beystand rmblössek/nichc einen Trnnck Wasser den bitteren Durst zube- sanffcigen/erhalten mag. Lasse dich hingegen nicht befrembdcn/ wann du hörest/ das jener reiche Prasser schon so lang/ vnd viel Jahr auß der Tieffe der Hölle» vmb «in einziges Wasser-Tröpfflcin/sein erhärtete Züngelt zu erquicken/ senffze/ vnd schreye/vnd doch soviel nicht erhalten kan. Ler- <2 u an bei an <£i bei E, M w» an eiy dci M H wi M f* als «l da wi ba __ _ MZ 97 M _ mö Verwundere dich nicht mehr / wann fciT >aS hörest / wie daß die Verdambte von allen ller auch vorhin best Verwandten vnd Be» stcn kandten gänzlich verlassen/ja verhassek/an lter d'em immerwährenden Hunger, Tuch zu ttcn beißen vnd zu nagen haben. Erkennest du. vcr, andereens / was grosse Verachtung der äg- Cmiuignng deines gedultigsten HcylandS un- beywohne ? welche ja so schmählich ist/daß ins Er sich selbst durch den Propheten keinen um Menschen/ sondern ein verächtliches Erd, mit würmlcin hak nennen wollen. Er Hanger )en- ' an dein schimpfflichrn Crem;- Galgen / als na» einer der vnwürdig / daß Jhne der Erdbo, acen den trage ) Er hanget in Mitte zweyer chen Mörder/ vnd Eryraubern/ gleich ob Er ihr inen Haupt / vnd Anführer wär««, von allen übe- wird Er verspottet / vnd verachtet/rc. hin- Mache nun anderseits den Schluß/ was rcst/ für eincVerächtlichkeitder sundigeMensch/ vnd als ein wesentliches Erdwürmlein zugewar» omb rcn habe. Derowegen dann kein Wunder/ har- daß die Höllische Gefängnuß an dem ver, vnd würfflichisten Orch deß ganzen Welt, Getan. bawes sich befindet. Ler- E Nicht Nicht ist sich zuvcrwundem / daß die Ver, dambke so lang die Ewigkeit wahrer / von den Teusslen verlacht vnd verhöhn« / auff all crdenckliche Weiß geschimpffet werden, Nicht ist sich znverwundcm/daß sie so gar vnter die Fuß der Krouen geworffcn / die vorhin vcrmaiedeyte Schkangen/vnd Nat, kern ob sich müssen hemmb kriechen sehen. 3« Bedruckest du drictens/wie empfindlich/ vnd durchdringend die Schmerzn vnd Qnaalen seynd / welche wider jenes von frrmbder Schuld leydendeS gnmc Holz sich versamblen/ dann/ von der Fuß« sohlen -iß auff die Schaidel deß Haupts ist an Ihm kein gesunde» Theil. Isai. r. Betrachtest du / daß zwar kein Schmerlen sey«/ der jenen zu- vergleichen scheinet / welchen die Stachel b, der Dörneren Cron ; die Händ vnd Fuß C durchreissend« Nagel z die Plagen, vnd nd allzeit vnglückseligeEwigkeiterfolgen werde; alt, E r halte 100 §§^ halte doch ein wenig inn/ vnd dencke / wie lii wäre ihm doch / wann der vnvorgesehen tu gerechte Zorn GOtkes Visen Augenblick/vise [c Stund/ rc. wider mich zum verdienten Lohn; begangner Sünden das endliche Vrchail ergehen liesse/ vnd in sochanes Elend vnd K Jammer mich stürben solt/ was Sinns vnd Meynung wurde ich seyn ? wie wurde ^ es mir vmb das Hertz stehen ? O Elend/ «* O Jammer/O ewig verzweifflecer Stand? ^ Wilst du aber erlehrnen ein sicheres Mittel/ diser so augenscheinlichen Gefahr deines ; ewigen Dnhails beyzeiten zu entrinnen / so «e wisse / daß kein ficherers seye / als daß d« mit jenem grünen Holtz dem leydennn Heyland dich mehrers beredest; an seine q Schmeryen z»rm öffleren gedenckest; in seinem Leyden Jhme nachfolgest / vnd solcher Gestalten seine Gcnngchlr»lngen dir zu theil £ machest / welcher für dich deine Sünden/ gleich ob sie sein selbst, aigne waren / auff' «I sich genommen hak. Seye getröstet st Hoffnung/ Er wird nicht zweymahl " straffen/was Er einstens so schmerz jj. lieh 1 wie hen Wjc >HN; Jctil -nd tntf irde : nd- ,d- «(/ neS >ss ' du IttN eine sei, eher heil >en/ mff - ster aht n* !ich lich bezahlet hat; als welcher da nicht will den Lodk deß Sünders/ sondern vielmehr daß er bekehrt werde vnd lebe. - Zweyte Betrachtung? In sich haltene 7- Betrachtungen/ gerichtet auff den Werg der Er, leuchtung. Am Sambstag. Auß dem Gebe« Christi im Garten recht betten zu lehrnen. yrEdencke/daß dieVrfach/wammb das ^ewige Wort Fleisch worden / nicht Ein die Erlösung deß vrrkohrnen Men, schens gewesen / sondern auch/ damit wir ein vollkommenesMnster/ vnd Spiegel an feinen Wort MS Wercken hätten J nach keme KleichssörMiK vnsern Wandel anzu, E z stellen/ stellen / vnd den Werg wahrer Weißheie z« -ehen. lviftsaber/ obzwar der liebste heyland Zeit feines drey vnd dreißig, jährigen Lebenslauff hindurch crewlich «rwie, , fen / so hat Er doch «in 'solches meistens ' vnd übermäßig zu End feines Lebens »uff der Tugendreichsten Schaubühne feines Leydrns vorgestellt. Aus welchem dann erfolget/ daß eben darumb dife ftjne kati Marter, Zeit vns vor allen zm Drgmde Schuhl/ vnd Schauplay dienen solle / ein anß ündige Vollkommenheit zu lehrnen/ vnd seinem heilig,stcn Leben nachzufolgen, ' Betracht« derowegen erstlich/ mit was »erfambketcn Gemüth/vnd Ehrentbietigkeit Christus fein Gebett anstelle; Er entfernet sich von feinen liebsten Jüngern / vnd fol» gends von allem deme/was fonsten denen Außfchweiffigkciten im Gebett einen Zutritt veranlasset. Er wirfft sich mit gcboge- nen Knyen zur Erden / vnd bettet feinen ; himmlischen Vakter an mit tiessister Ehrentbietigkeit deß Leibs / vnd mit noch mehrer Vnterthänigkeit vnd Naigung deß Ge. -Gemüths. Betrachte vnd folge nach dem Ebenbild/ welches dir auff dem ^Oelberg vorgestellet worden. Erod. r.25. Erwege zum anderen / mir was inn« brünstigem Eysser Christus sein Gebett fortsetze. Pault^ der Dölcker, Lehrer ent, würfft selben mit folgenden Worten: Mtt Zäheren vnd durchtringender Stimm har Er sein Gebe« aussge- opfferr/ dasselbe dreymahl wider- holend. Hebr. e. 5. Wann du das Geben deines Erlösers du össccrs vor Augen stelletest/wurde es dir gewiß ein Wegweiser seyn / der dich von deiner Lawigkeit / vnd hinlaßigen Aus, schwcifftuigen entfernm solle. Bedencke dritttnS die Standhasstigkeit/ vnd vereinig« Dbergab seines Begehrens in wahrendem Gebett. Gantzc Stunden hindurch stieffen dahin / ehe daß Er von seinem Gebete anssstchcr / »»erachtet die Trawr, vnd Trostlosigkeit sein Gemüth je E 4 mehr mehr vnd mehr übergwälkigen / ja so gar eben da Ihn die Aengfien biß in Lodtskampffbelästigtt/verlängertt Er sein Gebett. Vnd wem solee »che -as Her,; Wax - waich machen jene Ibe» gab seines Willens/ in selbst,aigcn ver, langender Gewährungseiner Bitt? Mein Datier wann es möglich ist/so gehe von wir hindan diftr Kölch/ aber nicht wie ich will/ sondern allein wie du wilt. Hierauß lchrne / weicher Gestalten in auffwallendcr Trübsal du dich zliverhalten habest. Lehrne / wie daß du nicht also gleich auss jedweder auch kleine Verlassenheit / vnd Trost-- Entziehung von deinen Gebe«, gewöhnlichen AndachlS, Dbungen abstehen sollest. Lehrne endli« chen all dein Bitten / vnd Verlangen der Göttlichen Anordnung/ vnd Belie, ben jederzeit zu vnker-, werffen. M in m iV . er, er# in he eß m xt ch ' du n< on \e* tu xr t tt ^3§ I0 5 ZW WWWWMMCOWW WvJWWMWWWfc® frfW« Am Sonntag. AußderAnklagung Christi vor Am nas/ erlehrne dir Sanfftmmh. yrTobachre / wie vollkommen difer von ^GOtt geschickte Göttliche Lchrmaifler aller Tugenden/fein Ambt erfülle. Er hatte juvor befohlen / mit Worten die Tugend dcr Sanfftmuth zu lehren/daß wann man einen auff die eine Wang schlaget / er die andere auch darraichen solte ) aber seine annoch vngeschickte Jünger wölken dise selizame Lehr nicht fassen / sie hatten dann dessen ein lebhaffkeö Beyspihl vor Augen. Betrachte hiervon folgendes Wunder, weeck. Derjenige/dessen hanffig,gethaneWun, derwerck die ganize Stadt in Verwunde, rung/ vnd Lobfprcchen seiner Allmacht an, gefüllet / welchen man aller Orchen einen Propheten nenneee. Er/ der wahre Sohn GOtteö/GOlk selbsten / das ewige vnver, fälschte Wort/ die wesentliche Weißheit E 5 wird _M ZU - Wird von einem Gottlosen Bößwichr/ als. hätte Er vnrecht geredet / schimpffiich be, straffet/vnd Ihmc darumb ein grausamer Backenstreich versitzet: Vnd nichts desto« weniger erzürnet Er sich nicht / lasset auch von ftinem HonigfüffenMund kein einzig schärfferS Wort siiessen; redet allein das« jenige / was zrt Verchäkigung der Ehr sei« neS Vaktcrs / wider Gott. vergessene B<« fchimpffung seiner Lehr gezimment wäre/ wolt über das kein anders Wörtlein zu sei« nem Schutz hören lassen/gleichermassen Er von dannen auß in all seinem Leyden ge« rhan hat/ nicht änderst als ein vnschuldi« ges Lämblein / welches vor jenen / die ihmc auch die Woll abschehren/ den Mund nicht eröffnet. Komme nun herbey meinMensch/ welcher du dich für einen Soldaten Christi außgibest/ vnd lehrn« eine Kriegs-Regel/ nach der vnter seinem Feld.Zaichen dein« Sitten vnd Wandel müssen eingerichtet seyn. Wie viclmahlen geschieht es / baß du nicht von einem vngebillichten LottcrS- Buben / sondern von deinem durch Gottes vorsichtige Anordnnng dir vorgesetzten Obern/ als. be* ner ko« »ch rig fei* )<* rc/ sei* Lr ze* dr* ne i)t \V fi :f/ i* tet H S* es 'N 1 / _ GZ 10 7 M _ Obern/oder Führer/ auch billich kestrasset werdest/vnd difts fallet dir fo vnerträglich/ daß anch ein einzige- Wörtlein dein em* pftrdl^her Magen nicht verkochen kan/ sondern weiß nicht was für DnmuthS* Gezeug wicderumb herauß würffet? Dnd difts soll mir ein Schuhler Christi seyn? Kaum lasset sich von deines gleichm einem das geringste Wörklcm/(so wenig übel eS auch bißwcilen gemeine/) anß dem Mnnd/ begegnest du ihme schon mit Straichcn; einen Bactenstrarch begnnnest du gleich zu rächen mit Androhung deß Todte. Dnd nichts destoweniger wilst du ein Lchr-Iün* ger Christi haisien ? Aber nimme in acht vnd befönchke/ daß wann du Christo dei* ncm Lchrmaister/ da es zu würcklichrr Nachfolg kommct/fo vnartig anje^o nach* lebest/ Lr dmnahlcins anch dich für seinen Lehr-Iünger nicht «rken* nm werde. GY5 S Am m xo« ZM Ü M GOCOCOt/XOCOCOCyXO | J Am Montag. | J Lchrne die Gedult von Christo in s seiner Anklagung vor Latpha. ■ < ^^Etrachte die vn-ergleichliche Sorgfal, ^ j ^tigkejt deß allerliebsten Lchrmaisters/ j nach dem Fortgang / vnd Zunehmen im ! > Geist seiner Jünger. Erncmblich/M> ! kandt« die Arbeit seiner Hände. Pf.! ioz. Er wüste die Blödigkeit vnsers Ver, ' I stands/ vnd darumben/ vncrachketErseine / I Göttliche Lehr nicht allein mit Worten/ > sondern mchrmahlen auch mit dem Merck ! Sonnenklar gemacht/ war Ihm« wohl be, i wußt/ daß seine geliebte Lehr, Jungen noch i nicht genugsamb all dise seine Lehrstück ge« I fasset hakten/wolte dcrowegen nicht ohne < vnerhörtc Langmüthigkeit selbe fähig zu machen/ ein vnvergleichliches Exempel auf ^ ' die Bahn bringen / dann mercke: ! ^ Von dem Haust deß Hohenpriesters 1 > Annas / schleppet man Ihn so wohl spöt, j ' kisch/als gransamblich zu Caiphas; Also, j ! bald i MZ 10? I 309 I m* xi/ im tu I 0f-> Zer- :int • tn/ | :rcf | bu och ge« hn« r» stuf ers >et- : llo- I ald . bald lassen sich hören die falsche Klagen/ Er aber schweiget darzu. Don Stund an folget das höhnische Anspeyen / vnd ra, finde Verachten der Jüdischen -Yenckcrs, Rott/Er aber schweig«. Jetzt lasset sich Herfür ein Gottloser Streikt der Soldaten in Versetzung derBackenstraich/vnd übermahl eröffnet Er garnicht seinen Mund/ Isa.c. 50. noch wendet Er ab sein Angesicht von allen denen/ die Ihm schlagen/ vnd anspeyen. Man ver- bindet der allsehendcn Wcißheit die Augen/ schlaget die ganizc Nacht hindurch darein/ verspottet/ vnd lästert disclbe. Er aber leydet alles mit höchster Gedult/ vnd Ein, gczogenhcik; widersei-ct sich in keinem / ;n henlsamen Antcrncht / daß doch nicht so schwahr fallen solle / einige auch geringe Schmach / vndVnbild/ welche nicht mit verwürfflicher Vcrspeyumz / vnd Schlagen rergfillschafftet ist/ die nicht gantze Täg/ oder Nacht wahrt/ sondern etwa» meiner Vienelstund- ja cklich Minuten im Lasst vergehet / mit vnzerstehrttr Gedult auszustehen. stehen. Ach wer Sn immer bist / dcne bist so vollkommene Lehr-Schuht der Gedult nicht dahin vermag/daß du derovnerachttt von deinen vngezaumbten Gemürhs-Re, gungen t gleich als von a»rßgchalffterten Pferden auff jedweder vnbeliebiges Wort- lein nber allerhand Eckstein der Beleydi, gung »mb eylferkigeR^uch 511 suchen / aus« führen lassest/ haste noch «in wenig Muck, vnd höre doch an die Erm.chnung deß Honig, stressenden Jmbleins von Liechkrn, rhak/welches dir also zucredek: Gewebte/ -«trachtet fleißiger/ wie viel GL!)tt zu ewerer Ermahnung, vnd Heyl gethan habe, auff daß in euch eine so lebhafft / so würcklich / so lrcw ge^ meinet, vnd alle Hertzm zubemei- ftern würdigt Oked nicht ohne Frucht abgehe. Eine Red, nicht so viel deßMunds/als deßWercke/vermev- ner ihr/ meine Brüder / es wurde mir nicht verdrüßlich fallen/ da ich wüste/ daß dise meine Ermahnung, __ __ M m M __ fA die ich an euch ergehen lasse/ in IM |J ewrrnr Hermen fruchtloß sotten er- m gehen i Vnd wer bin ich doch oder K<# was ist dise meine Red i Wann ein k» schlecht / vnd nichtigen Menschen °rk- -ise so wenige Wörtlcin ohne Nu« ^ tzen zu seyn beschmiryte wie billicher A derowegen solre den HErrn der )e g Herrlichkeit zu höchsten Vnmuth vermögen / wann dise seine Mühe vnd Arbeit durch vnser Hartnäckige kett/oder Vnfieiß ihreWürckung pl nicht haben wurde, ne \c* \U hk lel v- oe l Am ie •£§§ 111 SÜ* Am Dienstag Christus von dem Landrichter Pi< lafo verschitnpffet/lehret die wahre Demuth. «T^Ndeme du dem vnschuldigen Heyland -^>ieuc Schindgruben der Boßheit Bar, rabam bey Pilato vorsehen sihest/seye ausser Zweiffel/es habe dein HZrr/vndLehrmai« ster «inen anderen Grundsatz der Voll« kommenheit dir vorschreiben wollen / welchen du auch darumb mit allem Eyffer zu fassen / vnd zur Nachfolg zu ziehen beflissen seyn sollest/alldicwcilen Er ihne nicht mit geringerer Muhe / vnd Vnkoflcn/ als andere seine Tugend-Reglen verfasset hat. Fragest du nun / mit was für einem Wort vnd Preist Christus dise Tugend, Lection erworben habe? Antwort: Mit Dargebung glcichsamb der gantzen Gott, heit; Es sahe die Göttliche Erbärmde die Vnartigkeit deß Menschlichen Geschlechts/ welches also bechöret war/daß es sich nicht gell' E vi b« al w g' l g' I v, so he a> he so d< vi wl m so. Cl Nil __ M "Z G gescheuet vncrachttt seines vnadclicheü Herkommens / als «in auß verächtlichsten Erdklotzen gemachtes Gcschöpff nach der . ■„ vnermessenen Würde der Gottheit ;u stre» ^ ' ben/silbiger sich gleich zu achten/vnd voN allem Gehorsamb außznhalffkcm. Dero, wegen dann GOtt sclbsten sich ernidri« nd gtt/vnd gleichsam- seine wesentliche ^ Hochheit hindan gelegt/ hrrentge- ^ gen die Gestalt deß verachtlichisten Knechts angezogen/ Philipp, u , ) 'vnd denen Menschen sich vncerworffen / ja ... s» gar einem boßhafften Lotters,Buben r* tt hat nachsehen lassen / damit der Mensch fl«ff ainigc Weiß mit GOtt eine Gleich', ^ hcit gewänne/ vnd ihme mit billichcn Recht forthin sagen kundte: Lehrne von mir/ M dann ich -in sanfft / vnd demüthig >d, von Hertzen. O dann mein Mensch/ fct wann du dise Dcmmhs- Regel deines Lehr, >tt, maisicrs recht zu Hertzcn sassetest / wohin die solte dich discs außbündige DcmuchS, 'S/ Ercmpcl der also verdcmüthtaten Gottheit cht Nicht nach sich ziehen ? Es solce bey Dir vermögen / daß vu surchin so gar keinen ' nach eykler Ehr/ vnd eigner Hochschätzung , riechenden Gedancken einigen Platz in deinem -Hertzm gestattetest / ja daß dn nie- ^ mand vorgesetzet/ wohl aber vor allen an- ~ deren erniedriget;u werden / mttvnzer- ^ stöhreen Hcrtzen auffnemmrkest/ ja- wohl ^ gar ein solches verlangtest / vnd begehren- W Mit dem -Heil^Kernarcto 8erm. i. 6e »sr. sil Der gänzlichen Meynung lebend r w Es mäste ein vnerträgliche Frech fa hett seyn / dass wo die wesentlich, v» ä^ochheii sich selbsten ernivriget/ a» das verächtliche Erdwürmlein go w schwollen/ vnd auffgeblaftn würd«/ g> daß Staub / vnd Aschen sich waigern andern nachgesetzt ;u werden/ hingegen ab« vor anderen den Dorzirg ;u haben trachtete/ da er doch scher das lebhaffte Berstuhl der siel) also erniedrigenden Gottheit selb- ^ stcn/ welche den Vorgang an Hochjchä- tzung einem Mcnsihen / ja einem TodlS- aignen Mörder fteymnchig gestatten Wann nun dlst so kastbahre Lehr dir nicht ^ nicht brlicbcn solfc mein haicklicher Schuh, ^ ler/hättest du dich billicher Massen zuförch« ^ tm/daß/wann dermah keine/ seyn die ^ Wort IKom« Kempens, i. $. cap. 4;. 5«! der Lehrmaister aller Lehrmaifiem ^ Christus erscheinen / vnd von allen/ resi was sie erlehrnei haben/ den Augen- sr. schein einnehmen / dich aber finden d r wird/ den ersten Grundsatz vnd Auch fang feiner mit so grosser Mühe/ vnd Vnkosten dir vorgezeigte Lehr itl annoch nicht begriffen zu haben/ Er i(* wider dich einen harten Stächet erde/ greiffe / vnd zu deiner ewigen Ver- »» fchmähung alles Ernsts b« abstraffe. w lhl in? AD- Am Mittwoch. ► Sie Verspottung Christi vor He. rodes/ ist eine Lchr-Schuhl den Hochmuth zu dämpffcn. /PRforsche die Vrsach / wanrmben da ^Göttliche Sohn Christus in Dbernem- mung deß fchmerchaffren Werckes Menschlicher Erlösung / so vielfältiges Verachten/ Verspotten/vnd Vernichtigung seiner Ma- - .jestar Zeit. währender Leydens-^raZoeeli ' sich habe auffburden lassen? Es wäre zwar in der gehaimen Räch-Stuben dcßHim- lischen Dakkers das Geschafft Menschlichen Heyls Widerbringlrng vorgcnomcn/ ja das entseizlich« Todks- Vrchail wider den Göttlichen Sohn aklbercits vnterschrieben: l^orisrur Er soll sterben. Aber was wäre vonnöthen/daß selbes mittelst so vikcn Verhöhnen/ Verlachen / vnd Verdemuchi- gung sollte vollzogen werden ? Seye der vnwiderrufftiche Schlrrß gemacht/daß Er sterben müsse/so geschehe es/vnd verzögere «s es de> »a gei we ein ver S gcr V all« un ver na vn alk wc ge> Al nu des all mc an ^ tS doch niemand; seye der nächste Wccg von dem Garten Gethsemani nach dem Cal, »ari-Berg/ nach derFäßlung/vndGefan, genschafft gcrad zu dem Crem. Weß, ^ wegen solre Er in dem Hauß Caipha vor ^ einen falschen Propheten gehalten/ mit verhülltem Angesicht lang verspottet / mit der Gpaichlen emvnehrek werden? Weßwe< n,, gen schleppet man Ihn als einen offnen ch, Vbelkhater anff Gasten vnd Straffen vor :i>/ allem Volck so verächtlich hcrumb ? War, ka, umb vergleichet man / ja setzet Ihn einem di ' verschreylen Mörder / vnd Bößwichren ax nach? Warumb doch all anderer Bnbild/ st, vnd Schwachen zugcschweigen / wird Er als ein Thor/ vnd Sinn- loser Mensch mit n/ weiffen Klcpdern angethan/einem fürwitzi, en gen Herodes zum Gelächter vorgestellet? i ; Aber vermeynst dn vielleicht / diß alles seytz ^ nur vngcfahr / oder auß Bnvorsichtigkeit ^ : deß Himmlischen Varters gegen seinem allerliebsten Sohn geschehen? ^ Diß alles mein hoffartiger Mensch/ } x mein Ehrsüchtiger Erdwurm/ hat Christus « Wff lrch genommen / erstens/ dein vnger zimblicheBegierd/vndAntricbeignrrHoch, slU schä^urg/cingewur^leten Hochmuth durch so vielfältige Fürstellung eines höchst, ver« gin dem Vorhoff Pilati entzücket das v„ Hciligiste Haupt Christi deines HcylandS rt,, mir einer von spitzächtigcn Dorn, Gta«, den zusamb geflochtenen Cron vmbkramzet/ nd vnter dem Rai'cn / vnd Toben herumb, „S stehender Hcnckers,Knechten/vnd zusehen, den Dolcks ansihcst/bilde dir nicht ein/ du hörest auss dem Mund Pilati/odcr vielmehr nd mgs grraicheren / sich eykcl auffpfianhete / wie Ihr discr Geschmrick vnd vnchristltcher rkcr Pracht dermahleins mit vnablaßiger Be« deß rewnng nicht zu einem Zundel ewigen htt Feuers dienen möchte. Wann jene Lieb« ein haben» bey Oviäio, welche in Abwesenheit aas ihres in Kriegs-Geschafften weit entferne, .18 ten Geliebten die Königliche Haupt,Zierde kcr« auffzusttzen ermähnet worden/ alfo bey sich hr, beschlossen hat : Wie solt ich mich in 5 er spieglemen Frewden-Trachk arrffsch mucken/ steS % da da meine Hertzens- Zierde »mir den ckr Mauren der Stadt Troja mit so *« viel Feinden/ als Todes-Gefahren vir fechtet t Gölte ich wohl meine Haar k« in watche Schnecklein krausten / d« N indessen dem Haupt meines Ge< ^ liebsten der Last seiner Pockelhauben />, den haiffen Gchwaiß außpresteti ma MeinGemahel mit Blutrüstigen Waffen» hu Geräusch bedecket ftyn /ich aber in waichea gcn Kleyder. Pracht Fest, täg halte ? Also ver» we> nünfftig redet ein Heydin in Bedenckunz' Kö der Beschwarden ihres fleischlichen Ehe« deß Gesellen. Dnd wird wohl ein Christin die ches Gemüth also Vernunffe-loß handle»/ den daß es mit Rosen sich cröne / seimn aller» die höchsten König indessen vnter rauchen Der» den nern Blnet schwirrn sehe / indemc dci« hx, HErr alle Bequemblichkeit / vnd Gelüste» ^ deß Fleisches fliehet vnd hasset / der Knechl diselke mit beyden Armen vmbfange vnd begehre ? Du sagest mir aber / wer ist der ^ mit vnze stöhnen Gemüth / vnd ganzem Hermen nach Vngemach vnd Bneermi» fui ckuni __ __ SR' _ den ckung deß Fleisches vnd der Mamr eine. ft Lieb tragen/ dre Rosen hassen / die Dörner rill vmbarmen / sein aigues Fleisch verfeinden ^ kan? Antwort ; Derjenige/ welcher leb, ^ hassten Glauben hat/ daß der / welcher seine Gccl anff discr Welt / das ist weltlich lie- bet/ dtselbe in Ewigkeit verliehren werd«: Hingegen derjenige / welcher sein See! / ge, (tt maß der Lehr deß Schooß.Jüngers Zofen» hannis/ anss Erden hasset/ d,selbe anff ewig ‘bett gewinnen vnd besten werde; derjenige / M welcher da erkennet/ daß die Dörner vnsers un-' Könias / Dörner deß Nazareers / das ist/ Lhe« deß Blüenden seyen / welche dermahleins die ewig.währende Rosen aitßschlagen werken/ den. Derjenig endlichen / der da verstehet tto die Göttliche Lehr deß Dölcker-Lehrers zu )öd den Galacern am 6. Cap. Daß wer in dci» dem Fleisch außfäet/von dem Fleisch *2 dir Zerstöhrlichkeie einschneiden wer- ^ de. Vnd wer den Saamen im M Geist außstreuer / von dem Geist tzein 8"'cht in die ewige Schemen ein- n» führen werde. litt) § 2 Am rfS0£2 t %a DV? W WWWWL8WWWWWW L j Am Freytag. Mas Creutz an deme Christus haw gene betrachtet wird/ ist eine Camzrl- wtt der man die wahre Bezaumung der -ierlichkeit der Augen / vnd Dbung vollkommnen Gehorsambs er, lehmec. ^s>Imme wahr/daß/obschonThriM * v «m Creuiz mit seinem Exempel eck - Dniversikat/ vnd Schuh! aller Tugenden alrffgerichtet/insonderheit aber die Armuth/ vnd Gehorjanibe geprediget habe. Betracht derowegen erstens die Bloßheit deß anS Creutz genagleten HeylandS/vnd schließe/ daß wann Christus der Göttliche Sohn in Armuth fich stürben hab müstcn / daß Er in feine Glory eingienge / Er ja faßtet), gesprochen habe: Leichter zu seyn / daß' ein Cameel durch ein Nadel-Loch fchtieffe/als der Reiche in den Hin» mel eingehe. Mure» ro. Zu dem« ft bedenckt/ , Ä i bedencke / daß / wann bist Bloßheik Christi M s Ihme dieHimmelS-Porcen eröffnet habe/ die Armuth welche das Himmelreich arrff, . spörret/allermaffen eine Glückseeligkeit ge, atU nennet zu werden verdiene. Vnd wer ist/ von der nicht gern wolle mit Christo armb vnd gfc Mangel «leydent seyn? wann erhöret: g Euch die ihr alle- verlassen/ wird Hundertfache Belohnung / vnd Besitzung deß ewigen Leben- zu theil st„s werden. Matth. I-. Betrachte end, eint • kich/dassjener der gany nackend vnd Hülff- ,vkn Koß am Crrutz hanget / eben derselbige seye/ ach welcher da Er Reichihumben hatte / chr für vns armb worden ist. Vnd dises «»* «uff ein vnbefchreibliche Weiß: Dann Er #' wäre selbst der Begriff aller Reichthumen/ oh» vnd dise hat Er hindan geseiiet / vnd die b»ß Lifferste Armuth für vns vmbfangen. Ist derowcgen dann möglich/ daß noch )«ß etwas hindern könne / vcrmög dessen du och nicht eyffercst/für deinen Gott vnd HErrn/ litt, welcher für dich vnnüyen Knecht erarmbek l( (•„ ist / auch armb vnd bloß ;u werden? ckt/ T z Be, MZ "6 M. " - " 11 Ji< Betracht« nun auch den vollkombnm ^ Gehorsirm/welchen Christus an demEreiq «. in höchstem Grad erfüllet Hai; dessen die . Schriffk mit Vmbgehung all anderer Tu« - ^ -enden alleinig Meldung thut / Philipp, r. ? Er ist gehorsam- worden -iß in J Todt. Der blinde Gehorsamb erschein« ^ «uß jenem Match. r§. Geschehe -ö u himmlischer Vaerer nicht wie ich/ & sondern wie du wüst. Eylfercig vnd n bereitet war sein Gehorsamb; Dann Er , a bezeuget von sich bey dem Psalmist. Ps.;-. ' kl Zu Anfang deß Buche ist geschrie« r ben von mit/ ich feste deinen Willen 8 erfüllen/vnd ich hab alsodalden ge« * sagt : Sihe da komme Ich. Starck. ^ mukhlg zeiget sich Christi GchorsambIoh. . eap. 14. Aamit die Welt erkenne/ ( daß i h den Vatker liebe/vnd gleich«, * teie Er mir gebotten hat/also würckt » Ich. Stehet auff/lasset vne gehen. , Andächtig vnd Gott» gewidmet wäre die r Gehorsambe Christi/ welcher alle Hin« j de» IS 7 bernuß verworffen. Johann, am i S.Cap. Mynft du ich sötte den Kelch nicht trincken ^ Beständig endlichen verharre sein Gehorsamb Philip, c. r. Er isl g<< horsamb gewesen biß in Todt. Wer tu nnn immer bist/ deme da beliebet Ehrt, sto möglichistcns gleichzu werden / so be- dencke wie hoch Er dise Tugend geachtet habe/ in dessen beständiger Vbung Er in die Welt eingehen/ leben/ vnd anßtretten wollen/auch also zureden/für einen Zusaq all sein Leben vnd Tugend, Wandel vollkommen einzurichten erkiesen Hai. Diftm nach der Heil. Patriarch ignatius bewogen worden / die beständige Bbung voll- koinbnen Gehorsambs/ als das rechte Mo, dell/ seiner uewen Gesellschaffr vor all am deren Tugerwen vorzuschreiben / vnd anzubefehlen/ wordmch sie die wahre Abbildung Christinn ihrem Leben vorstellen wurden/ vnd also dann wahrhaffte Gesellen JEsu waren/wann sie biß auf den setzten Athem, jug in staeem Gehorsamb sich übten / vnd durch sothancn Unterschied einer Christo jederzeit bchertzigren Tugend vor anderen vruerschieden wurden. Drilte "" /WWWWWWWWWWWV ^ Dritte Wochen handlet von sie dem Werg der Verainigung. : sie w Am Sambstag. | Von der Tode - Angst Christ» m im Gareen. m, ARforsche erstlich/was ChrichrS durch ) ^ ^difts sein Bluetschwitzen / vnd vnge, wohnliches Erdbidmen / vnd Zittern ver- 7 dient/ vnd erworben habe. Nemblichen dieGaab der Vnkeydlichkeit / vnd Der/ ?. ficherirng der niemahl zerstöhrltchen Glück- secligkik Himmlischer Fremden / welche . ^ Bcstattignng vnvcrgleichlichen Werth/ ™ vnd Schätzbarkeit sothancr ewigen Be, . ^ glückung beytraget: G-Ott wird vor tz. ihren Augen alle Zäher abtrückmn: m Vnd fürohin wird weder Todt/ be noch Trawren/weder Heullcn/noch bcs Schmer- m i -rch J rg<- wr, tjcn Jet“/ ick. chk */ 3e, j or n: 'k/ ^ ch r- Schmertzen seyn/ weilen die erste Ding vorbey gegangen. Es wird sie nicht mehr hungern / noch dursten/ vnd weder Sonne / noch Httz wird auff sie fallen. Apoc. 7. Wann dann/ O wann dann meine Seel/ werden wir dahin gelangen / allwo keine Leydlichkeik weder Seel / noch Leib mehr quäle / vnd faßte? Allwo das Gemüth vngehindert ohne Unterbrechung Göttlicher Geschmack / vnd Wohlgefallen gänzlich gewidmet seyn wird? O daß ich discr Glückseligkeit einstens versichert wäre/ aber O Augenblick/ an deme die game Ewigkeit hanget! Ach wer wird mir verschaffen / daß djftö so ewige Glücks > Löß mir zu chail werte ? Fürwahr nichts an, ders/ als deine Forcht vnd Zittern / deine Bluc,Angst O gütigister JLsu; dann du hast ja nicht vergebens drsc Forcht vnd Einsetzung dich quälen lassen. Vnd zu, mahlen du alles vns zu Nutz gcchan/glau- be ich kräfftig/ dir wurdest auch dises so vn- bcschreibliche Leydwcftn nicht ariff dich ge-- F 5 nem. MZ i;° M __ nommen haben/wann du nicht hindurch die Versicherung der so vnvcrsicherttir glücksreligen Ewigkeit vns haktest erwerbe» wollen. Crwege zweytens die Wort/ deren sich derBrautigamb vnserer Seele in wahrend seiner Todts, Angst gebrauchet: Vattt» spricht Er/wann es möglich ist / gehe diser Kelch hindan von mir/ aber nicht mein/ sondern dein Will ge« schere. Matth 26. So es derowegen vnmöglich gewesen / gemäß dem Schluß vnd Vorzug gegen vns tragender Liebe/ daß jener so bittere Kelch von Ihm waiche» ee/vnd solte möglich seyn / daß ein biß in Todt entzündeter Liebhaber vnserer Seelen nicht mit innbrünstiger Gegen-Liebe von vns angesehen / sondern an Licbsstatt go hasset/vnd bcleydigek werden kundte? Aber wann du wüstest mein Secl / was da seiden Willen Gottes in allem erfüllen / vnd Ihm allein 5« Gefallen leben / wurdest i»i fürwahr nicht so offt in Nachforschung desselben wancken/sonder nach dem Exempel deines MZ m ZW nrch deines Bräungambs deinen Willen Mir !rt«„ dcm Willen deß ewigen Vaners jederzeit rbeir vereinigen. Dann was für ein Glück ift . GOrc gefallen ? O was für ein Glück ift Sch nicht dists ? Trwege ein wenig/ was da ren» ßve / daß die vnendliche Majestät/ das all- wefendeWeftn/vor dessen Atkgen alles was c ist/ ein pur lautere Nichtigkeit ist/ sich wur, digek/ für dich ein fo wachtbahr vnd vor- sichtiges Aug zu tragen / vnd in deinen Wercken / welche sechsten als von dir dem egcn ( wesentlichen Nichts herkommend ebenfalls hluß > nichtig seynd/sich zu belustigen. Vnd das cbe/ ist/ das heist GOtt gefallen ? Vmb dessen iche» vollkombne Erkandtnuß bitte Christum i in demcn Erlöser / damit du fürohin vnge, rlen hindert vnd freymükhig sagen könnest: von i tge^ 1 lbcr 'sey : vnd E d» Sein Wüt geschehe Am Sonntag. Christus wird gebunden vor Anna-; -u Gericht gestellte. . /VRwege erstens Sie Vrsach / warumben \ ^doch Lhkistus mit Ketten vnd Banden j geknüpfft vnd gefaßlec vor den Hohenprie, ! ster Annas hab wollen geführt werden/ iw ' Seme Er doch freywillig vnd vngezwung. ! ner/zumLeyden sich emschloffen/vnd seinen i Feinden selbst entgegen gangen/ sprechend: Wen sucht ihr f Ich bin-. Ioh. 18. Er hat so streng gebunden werden wollen / damit Er dich in den Stricklem A-- dams/in den Banden der Liebe L)se. n. zu sich ziehete. Ach mein GO« vnd HErr/ist es dann der Banden vonnöchen/ daß wir zu dir gezogen werden ? Ist dann (, nicht genug allein deine vnendiiche Güte/ ■ vns mit dir gänzlich / vnd auff ewig zu, f verbinden? Ist es dann möglich / daß [ noch jemand gefunden werde/welcher von > anlockender Liebseeligkeit deiner vnendlichcn Güte/ j __ Güte/von den freundlichen Stricklein dei, »er vncrgründlichcn Liebe verstricket zu werden sich waigern könne ? Ist dann das menschliche also verhärtet / daß es noch bedörffe der Bedrohung allerhand Mnhseeligkeiten/ vnd zubeförchcen habenden Eleisds/ vmb daß es sich deiner vnendli, chen Liebe gefangen gebe ? Der Liebreiche Augustinus schreyet auff: Ist eö dann ein gering vnd kleine Armb Seligkeit dich nicht lieben O HERR i Wann man lieben kan/vnd jeder Liebend« von Liebsbehagcndcn Gucch angetrieben wird/ ist es ja ein Elend nicht lieben das, jenige/welches das höchfle/vnd wesentliche Euch ist? Ach was liebst du doch meine Scel/wann du GOtt nicht liebest ? Vnd was liebest du/ wann du GOtt liebest ? Wassirge ich/ wann ich GOtt nenne? Wann d,r die Geschöpfs liebst / liebst cytel vnd zerstöhrlichc Güter; Wann du Gott liebst/so liebst alles Gutes/ ja den Abgrund der Gütigkcit sclbsten. Erwcge zum anderen/ was Christus durch jene seine Band vns verdienet habe; in _M m M_ in Wahrheit die Gaab der Siibtilicät/vnS Dnrchtringlichfeir / Krafft dero wir nicht allein van feinen Ketten vnd Banden mö, gen gehindert vnd gezwungen / sonder alles Grein / Eisten/ vnd Mauer ohne einigen Widerstand durchtringen werden. Wün, fche vnendlich viel der Armben/vnendliche Liebs ^Stricke/ mit welchen du disen so freyaabigen Liebhaber vmbfangen / vnd siarcker/ als mit all erdencklichen Banden vnd Ketten dich Jhme verbinden mögest. Am Montag. Christus wird im Hauß Caiphä ins Angesicht geschlagen l vnd verspyen. ^Ttrachee/das jenes Angesichk/welches ^dir sihest cntblaichet/vnd verschwollcn von Backcnstraichen/verstalter vor Spaich- len/eben dasselbige seye/welches nnnmehro tausendmahl Heller als die Sonne scheinet. Aber was ist die Drsach dlsrr so spötclichen nd sjf s* es en ri, Vr fs lid en ß. L 4 es cn iV ' ro 't. en- _ Derschimpff-vnd Verstalmng gewesen? Auff daß Er durch seine Verwundung vns heyleke/ vmb damit Er ernewerte den Leib vnftrer Nichtigkeit durch Gleichförmigkeit mik dem Leibseiner Klarheit.Isa. 53. Darumbcn wird der ÄDohlgestallee vor allen Menschen« Kindern dahin vermöget/ daß all seine Gestalt entweiche/vnd billich mit einen Aussätzigen verglichen kan werden / damit Er dir die Gaab der Glorreichen Klarheit erlange / vermittelst dero dein Leib dermahlcins Heller/als das Eon- ncnliecht glange vnd letichre. O wie sehr bist dn deinem Erlöser verbunden für dise so hohe Gnad ? Sage Ihme derowcgen Danck/rc. Bedencke ;nm anderen/daß zwar Christus bist Glory vns verdienet habe/jedoch mit der Brdingnuß : Wann wir Mit Ihme leyden/auff daß wir mir Ih- mc glorificicrr / vnd ftölich gemacht werden. Iiom. 8 . Nun Nun solle es nicht der Mühe werth seyn/ ' einstens Heller leuchten / als das Mittag, : Lischt ? Ist derowegen btllich / daß man | Hand anlege. Wohlan dann mein Fleisch/, ' wohlan mein elender Leib/ laße dir nicht ; schwehr fallen / anje^o die Bequemlichkeit ^ ten zuverlassen ; achte es nicht / wann du mit schlecht / vnd verächtlichen Kleydem bedeckt werdest; übertrage die knr^e Zeit hindurch nidererächkige Arbeit/vnschaizba, ren Stand / vnd Ansehen. Gedrrlt mein Fleisch / Gednlt / es wird bald ein bcfferS erfolgen / du wirst nicht ewig vnterligen. Nicht ewig wirst du leyden/ nicht ewig »merdrucket/ vnd gequalec werden- Es wird der Tag kommen/ an welchen die ent, blaichteHand/ vnd zerknirschter Leib hell, glänzender/als die Sonne herfür scheinen/ ja die Sonne selbst 5t» ihren Fnßschamel vnter sich haben werden. Sage/wie sehr crfreilest dich nicht/ wie gefällst dir nicht/ > wann dll anjetzo mit einem kostbar/obschon zerstöhrlichen Kleyd hcranß geschmucket wirst? Aber wie viel herrlich, vnd ver, gnügcer wirst du prangen / wann du mit dem ; r> h. ai «5 9 g» fct m vt i" hc (' m m st' S< st' s< vt >'/ 3' M \)s ht : cii »r . rtf ie a# in rä it. f« ’t u Es# 1/ cl )t tl i n et r# it ar ^ -em Liecht gleich einem Kleyd / welches Heller schimmert als die Sonnen / wirst angethan werden. Am Dienstag Christus wirdzuPilarogeführtt. ^Ekrachke die Beschwerlichkeit deß ^Weegs/ welchen Christus in Erwe- gung / daß Er die ganye vorhergehende Nacht in dem Haust Caiph« vngeschlaf» fcn / in Dbercragung vnfäglichen Vnge- wachs/ Spott vnd Hohn / Derspeyung vnd schwehren Skraichen gany mühsamst ingebracht/ von Caipha biß $h dem Dor- hoff Pilati in Entlegenheit soo. Schritten (nach Meynung ^elrickomij) hat gehen müssen. Bey sökhaner Beschaffenheit Dtt nachforschen kauft/ aus was Vrsach Christus so viel muhscclige Rassen vnd Vmb# gang wahrender Zeit seines Leydens auff steh genommen habe. Dann Er ist gangen von dem Garten in das Haust Anna/ Von Anna zu Caipha/von dannen in dew Vor- r?8 ZK Borhojf Pilati / vnd von selben endlichen zur tödklichen Schadlstatk deß Calvari- Bergs; vnd wann du «Eichen von dem guten Geist wirst verstanden haben/, daß alles discs geschehen seye / vmb damit Er dir dir gerade Himmels-Straß baue«/ sage Ihme herzlichen Danck / daß Tr mit so vnbeschrciblicher Bemühung vnd Ebl< krafftnng seine Weeg/ vnd Fußstapffen dir grwisen habe. Erwege zweykens / wie D di» deinem Gott auch darumbcn verpflicht ret seyest / daß Er durch dise seine Bemii- hung / vnd schmerzliche Gang jene Gaafi derGenngffigigkeit/ vermittelst welcher toi an all Orch vnd End / wohin dein Der» langen stehet / dich ganylich vngchinderl/ vnd ohne alles Abmatten in einem Augenblick befinden kanst/ erwerben hab wollen. £> wie angenehm wird es seyn denen secli- gen Geistern / daß sie vermög diser Gaab werden in einem Augenblick die gan>it, Welt / vnd dero jedes Otth / in Bcleuch- mng der Himmlischen Gestirnm durch- raissen können ? Wie ftölich vnd getröstet werden sie seyn / in Bekrettiing vnd Ansc« hung h' r> w ne m hi dc hi E m m D! F w he re da H ;>i ni in R A _ ^ M chrn hung jener Orchen / allwo sie vorwählen Dar!« zu der Ehr vnd Glory GOeecs etwas gc« vsn würcket oder gelieren haben? Seuffze beben /. nebens nach diftr Gnad / durch welche der- mir mahlcins dirvnverbokrcn seyn wird/ nach \mi hindan gelegten Last dises so wohl fich/alS mir deinerSeel befchwährlichcn Leibs/ vnge- Liil- hindert zu lwFen die Wecg der Geborten \ dir Gottes. Dnd entzünde deine Begierden D mir den Worten deß Prophetischen Psal- lich, mensingers: M' aalt Setze mir das Gesiitz / den Wecg deiner r d» Rechte/ so will ich es allzeit mit höchstem 3«* Fleiß ersuchen. Gib mir Verstand / so ntti will ich erforschen dein GesZtz/ vnd wills gen- halten von gantzem meinem fernen- Führen. re mich anst den Pfad deiner Gebore/ fccli- dann ich hab Lust dar;». Naige mein iaab Hertz zu deinen Gezengnttssen / vnd nicht Mtzt > »um Geitz. Wend ab meine Att/en/daß sie netz, nicht sehen das Eytlc? mach mich lebendig rch- »u deinen Wecg. Mach beständig deine östet Red / Deinen Knecht in deiner Forcht. lnsc« Word von mir die Schmach/die ich f:hm/ ung dann ^8 I 4 ° dann deine Gericht seynd lieblich. Sihe/ r ot j ich begehr deine Gebott/mach mich leben, j,tc dig durch deine Gerechtigkeit. WWWWWWWWWWWWWe g Am Mittwoch. so Christus wird von Herode ver- A spotten nil ES hat der liebste Heyland allbereit ausf au ^der Schaubühne seines bittern Leydenr w. vmb der Menschen Heyls wegen / fast vw G terschiedene Fürstellungew graustrmbster in Peynlichkciten in seiner Persohn herfnr, w> gegeben; Damit Er nun erwcisse/ wie de edel die Seel deß Menschen/ vnd wie dessen d< He»l vor seinen Augen kostbahr ware/woss N< te Er so gar die Persohn eines verrückten Menschen / vnd Sinn-losen Thoren noch ferncrs vcrtretten. Dises fasse wohl zn Gemüth/wer d» immer mit Gnaden einer 1 t ^ dem Apostolischen Ampt / vnd Göttlicher @ Sorg die Seelen ;u bekehren/ erhoben bist « worden/ vnd lasse dir nicht schwehr fallen/ -- sorha^ sothaner Verwaltung auß allen Krafftcn ^ dich anzuwenden /allermassen/ wann das menschliche Heyl nicht mehr wichtig / als ; 2 S; all andere Merck seyn solle/ wurde sich die ■ Göttliche Meißheic dessentwegen nicht zn so vngewohnlicher Bemühung / vnd Fleiß , «rmdrigk haben. Was ist derowegen das Heyl der Seelen/ wegen deme sich GOtt nicht scheuhet die Persohn eines Narren auf auff sich zn nehmen? In Wahrheit / >ens wann die ewige Glückseeligkeit allein jene v!» Güter in sich begriffe / welche Johannes ist» in seiner haimblichm Offenbahrrmg «Nt, fiit> würffek Apoc. 21. daß wir nemblich Kraffc wie i>ero übersetzet wurden in jene Wohnstatt/ ssm dero Mauren auß kostbahren Stti- twss nm ge-awee/ jede Porren von vn- ■m terschiednen Edelgesieinen/ die Gas- »cö fen von reinisten Gold/ wäre es der 5,1 1 Mühe werth / allen Fleisses sich zu be- nct eyffern / damit nur die Seelen dahin ge- , il1 langen möchten ; Aber was sollen all bist Güter seyn gegen jenen gerechnet/ welche m, kein Aug gesehen / kein L>hk gehöre«/ bat VNV ^3? *4 a ZD- vnd in keines Menschen Hertz ge- stiegen. i.Cor.r.r. Was soll dises^ für eine Gleichheit haben.mit Glücksceliz, v fett / ja Göttlichen Anschauung GOtteS? Manrmben dcrohallren säumest dir dich mein Seel/jenen Seelen / welche aus Q?« <*»' trug deß Höllischen Fcinds in Jinsternuß El vntcrschicdencr Irrchmnb herumb gehen / sai den Weeg der Wahrheit zu weisen? , Ei Wohlan/verwcille nicht zu sagen/ denen ^ Hochmuchi'gcn: Was nutzet euch zu , ^ suchen eytle vnd betrügliche Ehren/ vnd Ansehen i Psalm. 4- »a euch offen stehet aller Arltritl zu ewig vnd vw vcrwelcklicher Hochhcik. Sag denen Wollüstö-Knechten: Ihr Menschenkinder/ (j? wammb suchet ihr nur bitter vnd äugen' blickliche Schatten der Wollüste ? New» ®, mct wahr jene Frewden-Bach vnerschöpjf- Tc licher Frewdcn vnd wahrhaffter Lustban - h'> keilen: Sag endlich denen Gcimgen: ^ Ihr Menschenkinder / warumb trachtet ihr *>a so häffttg »ach kurdischen vnd betrnglicheu p L^eichthltmben? Sag ihnen was den mftkii * P' ge- rseS' ■H' , kes? dich Be. nuß Ctl / cn? . neu ■cn/ : :ud) vn, ncn Mahleins Christus dem Seraphischen krancifco: Schtt die fkeywillig VNÜ vmb Christi willen erwählte Armuth verdien« / vnd fruchtet euch mehr Gewinn vnd Belohnung/ als wann euch zu Nutz die gantze Erden in Gold / alle Flöß in Balsamb / vnd alle Berg vnd Felsen in Edelgesiein verwandlet wurden. Am Donnerstag. Christus wird von Pilaro zum Todt vrrdampt. der/ wüste Christus vnzweiffelbahr / wie ;en- ^daß sein Todt das wider vns in dein cttv Göttlichen Gericht, Saal vnccrschriebeae lpff, TodtS-Vrthcil allein außzulöschen / vnd bar, - hingegen das verlohrne Recht;um ewigen p: leben wieder zu bringen mögend wäre/ eben : ihr darumben vnterwarif Lr sich mit ganzem chen *C>igeS ganser Seele/ daß so viel tausend Blut, i der reinen ihr Leben für dich / vnd deine Ehr senk« bißhcro arrffgcspffert haben / vnd annoch ! ist/ darzugeben bemühet syn/ sich erfreuend/ - alle daß sie gewürdigt worden/für deinen Nah, wen Schmach / vnd Vnbilden außruste, eben- hen, vmer den Straichen Lob zu singen, Zott in Miete der Fewcrflammen zu frolocken / cii« vnd an dem Creus-Galgen den Sieg zu nicht predigen. Ich erfrewe mich mit dir/vnd sein liebe dich O Glorwürdige Martyrin / wel, mzo che du als der Tyrann die Vers nckung in M siebente» Oel dir angedrohet/ all dise Mar, noch «er vnd Pcynen für das gröste Glück vnd mch« Gnad geachtet/ ja verlanget/er solee ein eibe? Glied nach dem anderen in dem Kessel l yls verscncken/ damit/weilen du deinem GOtt nicht tausend Leben zu bezahlen dich schuldig er, xn/) kennest / in dero Abgang ihm dises einzige lacht wenigist anff einerley Weiß verlängert/ lcb-ii' wieder geben möchtest. Euch alle vmb- iätt(/ G fan^c fange ich ihr lapsfere Ritter/ vnd Bluet- kampffer Christi / welche ihr die Tyrannisch« Bedrohung deß Todte so gar nicht geforchten/daß jener für eine Gutthat hielte/ wann sein ganzer Leib zu kleinen Stück- lein zerhawen / vifer aber mit Gaißken zer- flaischet / vnd mir Messern zerstimbltt in den Fewer-Ofen geworffen wurde. Als» bist du würdig O HErr/ daß alle Men- i schen deinetwegen ihr Leben nicht allein 1 dargeben / sondern auch ohne allen Vorbehalt verschwenden. Am Freytag. Von äusserster Verlassenheit Christi an dem Lreull. ^Iscs ist der endlich« Schluß/ vnd a»ß- ^gcmachte Prob Göttlicher Lieb gegen vns Menschen/indem« Verwahre Pelira» Christus IEfus sich in den blutigen Todt gibet/damit Er mir seinem Bluet vns das Leben wieder bringe. Er wird von seinem allerliebsten Daiter verlassen / damit wir nicht verlassen werden; Mit Trostlosigkeit wir) uet* im* ichi t)i«(* lief* zer* (in Als- fen* llein »rl>e* < auf* cgen trau | m !öa< tütn wir gkeil a?tii wird Er angefüllet / auff daß Er vns eine ewig* vnd vnzerstöhrlich)eFrewd verschaffen wöge. Erwege derohalben die Greife jener Frcwd/welche dein Gott durch dise sein« an dem Lreils erlittene Verlassenheit erwirbet. So groß ist sie / als auß vollkombner An, schawimg Gottes abzumessen ist. Wann nun O gütiger GDtt/ das Anschawen der Schönheit zierlicher Garten vnd Wohnungen vns also haffeig belustiget / was wird es nicht seyn Gott seibsten als all dessen Er, schaffet/ in welchem alles auffvnendliche Weiß vollkombner begriffen wird/gantz klar vnd vnverhnllek von Angesicht zu Angesicht ansehen? Also vollkomm wird dise Zrcwd seyn/daß es mächtig/das Menschliche Gc* wüth gänzlichen in sich zu verseuchen/ vnd mehr von seiner Frewd vmbfangen wird/ als selbe fassen könne; auß dero Dberfluß/ vnd Vielc/dcnen Secligcn nicht gesagt kan werden : Gehe die Frewd ein in dich /sonder gehe du Hinein mein beglückt« Seel/ gehe du hinein m die §r»wd deine- JHxm, Matth. is. G r Dann 148 Dann Nfe Fremd ist grösser als daß sie kan begriffen werden / vnd so groß / daß es dem Geniessendrn gänzlichen in sich begriffe. Seuffze dcrowegen nach discr Fremd von allen Kraffcen mit den Worten deß Heiligen Augustini : -O Arewd übet Arewd/einArewd die alleArewd übertrifft t ausser dero fein Fremd ist / wann werd ich zu dir eingehen meinen GOkk zu sehen / der in dir ist i Ach mein wie lang wird man zu mir sagen : Wo ist dein Gort i Wie lang wird man zu mir sagen: Warte hie f Wer ist Er dann/aujs den ich warte i Komme -ö HErr vnd verziehe nicht lang: Komme/ vnd führe die Gefangne auß dem Kercker, daß wir vns vor dir tu frewen mit vollkombnen Herßcni £> wie ein herrlich/ vnd schöner Tag / der von keinem Abmd weiß/ der kcinm Vneergang hak / an dem ich hören werde die Stimm deß (1.0b«/ Lo vn rer dei Ar fiel L G ftll Ha du sey fiel ve Fe di> ei» lo sie ei» sie ßes be» )iscr )or, wv !wd wd hm dir ian kti m: >uff Lrr mem pc^ bil, Lobs / die Stimm Der Frolockung vnd Dancksagung/an dem ich hören werde: Gehe ein in die Fremd deines HERRN; Gehe ein in die Fremd ohne Trawrigkeit/welche in sich begreiffe die ewige Frolockung; Daselbst wird nichts dann lauter Gutes seyn/vnd kein Böses; Daselbst wird seyn alles was du gern hast / vnd wird nichts da seyn/ daß du nicht gern hast; Daselbst wird seyn ein lebhafftes/ süsses/vnd liebliches Leben / darinnen niMer nichts vergessen wird; Daselbst wird kein Feind seyn der sich widersetze / auch kein vnzimblicher Wollust / sonder die höchste vnd gewisse Sicherheit/ ein sichere Ruhe vnd ruhige Frolockung ; ein frolockender Wohlstand ; ein wohlstandige Ewigkeit; ein ewige Seeligkeit / vnd seelige Dreyfaltigkeit/vnd die Dreyfaltig- G z ktü tät in der Einigkeit/vnd die Goeks ** heü der Einigkeit; der Einigkeit § vnd Gottheit feeiige Anfchawuug/ weiche da ifi die Zrewd deß HErm: deine» GL)tteö^ Disim nach sage anß ganzen Grwd deines Hebens demfelbigen Danck / wel« erwählten / Jhme jenes newe Löß - Gesang ^ pr-singen/wekches JohannesApoc.cap.s. i( in dem Geist gehöret hat: Äu hastvn- ^ erlöset L>Err in txintm V&imti , auß ctUer Zunfft vnd Zungen/ Volck vnd Geschlechten re. Würdig ist da» LamS welche» getödm/ zu em< p fangen die Gottheit/ die Ehr vnd Äenedeyung rc. Bitte endlich Lhck. g stttm durch die Innbrunst seiner Liebe/ ' h welche Er in wahrend seinem ganzen Lcy« \[ den dir so gütig mitgcchailet hat / daß Er & wegen der üppigen Frcwden der Welt/jcner ^ ewigen Frewd dich nik lasse berarrbk werden« «S 9 m f tu m und rcl, Mit »ß« mg '-5. m if (/ >td iß m* nl> )tl, : ■M ‘ q* Er tt«r 'N. M lfr M Ein sehr leicht/ annembtich / vnd Ätstn so wohl im Geist Anfangend / als Dollkombnen/anständige Weiß zm . beerachttn das Leyden Christi. Genommen aaß den Geistlichen Vbnngetl deß -Heil. Patriarchen Ignali>. AIse Weiß bestehet in ferne / daß man ^ein oder mehr sonderbahre Tugenden/ bchmertzm/oderDenck« Spruch deß ley« denken Heylands für sich nehme / von sel, den jede Work oder Thail beobachte / vnd (wie der -Heilige fgnarius redet) Octfitt* nen sich so lang auffhalrc / als lang deren vmerschiedene Bedeutungen/ Gleichnuffen/Geistliche Geschmack/ oder andere Goktseelige Bcwögun- gen beyfallen. Ich hab gesagt / daß drse Arch zrrbetrachtcn sehr leicht/annemb, lich/vnd allen anständig seye. Leicht zwar derentwegen / weilen es gar kein / oder sehr geringe Bemührmg deß. Hanpis erfordert. G 4 Dann _ M rfr ZA _■ Dann was ist leichter / als nachdem nun «in denckwurdigen Spruch/zum Exempel/ von der Lieb deß leydenren Heylands g<- lesen har/die Augen an ein Crucifix, Bill. hassten/vnd diselbig Lieb/ welche sich mch:' mit dem Werck / als Worten an Tag g!- -eben / mir den Altgen deß Leibs vnd Da, fiands erwögen ? Sehr annehmlich ist s« der Vrjach halber / weilen diejenige vnr« allen Betrachtungen / furnemblich die Ge- mücher einnimmet/in welcher die Bctrach rungs, Puncten weniger erörtert vorgem- gen werden/ vnd solcher Gestalten der aignenBemnhung/vnd Nachsinnens Gelegenheit an die Hand stehet /mehr« Dingen nachzuforschen/ jedoch also / daß die Bemühung deß Nachdenckens/ vnd Erforschung nichthäffkig/ sondern/ daß die Bcwögungen sich selbstcn hervor thun/ vnd entstehen / welches alles erstbesagkcr Weiß zubeerachten gang aigenelich ist/ gleichwie auß nächstfolgendem zu ersehen ftyn wird: Allen vnd zwar erstlich denen Ansän, -enden/ ist dise Becrachtungs, Arch sehr dien- _ M rf) M _ dienlich/alldieweilen H( ohne sonders Nach- . ftnncn vnterschiedliche / vnd allermasten *|*' anständige Anmuchnngen darin» erwecken - können; Denen Vollkommenen aber die- net es zu Erforschung verborgener 0o haimbnuß/ vnd Eigcnschafften GOttes sich .! häuffiger zu erlustigen vnd zu ersehen. l J* Wir wollen die Sach mit ainigen Enk- ^ wurff erläutern : Seye die Matery der ^ Betrachtung jene Wort loannis : Also m, hat GDtk die Well geliebt r Nun . wird der Lchr.Jung in beschaulichen Leben Zc. bey dem Wö> klein Also/ sich auffhaltend/ in. die Xik vnd Pcynltchkeit der Wunden die Christi/vnd hierdurch den Abgrund seiner £r, Liebe auß Dberfluß der Schmcrizen/ vnd die Leydwesens abmessen/ hingegen mit leichter in/ Muhe in sich ein herzliche Gegen,Lieb/vnd im Haß seiner aigenen Sunden erwecken. Der st/ ' Vollkomlmere vnd in Betrachtung Er- en fahrne / wird bey dem Wörtlein Also/ betrachten dieVnendlichkeit der Liebe/welche n. die Göttliche Majestät dem nichtig, vnd hr nicht der geringsten Lieb. würdigen Mcn- 11' G 5 s chen schen durch dises fein Leyden vnd Todt er« wisen har/vnd zwar mit so innbrünstigem Eyffer/ daß er bereit wäre / nach Zeugnuß »Her Osfenbahrung/ alles dises nicht allein für alle Menschen inSgcsambt / sondern auch so gar für jeden insonderheit außzu« stehen? derowegen der Beschauende bald vor Lieb gegen diser so vnendlichcn Güte zu erweichen anlangen wird / einen Sera, phischen Eyffer sich anwünschend / damit Er solcher vnermessener Liebs , Brunst sei, nes Gottes wenigist einige Liebs,Füncklem entgegen setzen möge. Damit aber auß diser Weiß zubctrachten mehr Leichtigkeit vnd Frucht erfolge: Ist erstlich zu mercken/daß an statt der Vorstellung vnd Geistlicher Beywohmmg eines sich vorzustellen habenden OrchS der Betrachtende «twann ein Crucifir- Bild/ oder aber/ da er Vorhabens ist/daS gantzt Leyden Christi von Geheimbnuß zu Ge« hcimbnuß durchzugehen/solches gemahlen oder gestochen vor Augen habe i damit er solcher Gestalten die natürliche Aiißschweif, sigkei, er« em uß ein :m , iH' ii« M» nie fei» ein »ß ' [ -W w DO' ' vnd Schmachcn; mit so vieler Verach, ns/' rung vnd Verlassenheiten über geflossen? kes/ !> vnd nichts defloweniger erbietest du dich tr\u __ WkJl denselben biß auff den kitten Tropffen für mich außzutrincken. Wie annehmlicher hin- _ M W- _ hingegen ist disr Kelch / welchen du mir darraichest ? vnd sollte ich ihn zu trincken mich waigern dörffen? Dein Gemüth wäre beladen mit Viele deß Verdruß / aber gany billich- in Anst, hang so mler vndanckbahren Menschen/ welche deine so Endliche Lieb mit nichiS anscm/aks hauffigen Sunden/vnd gröster Vndanckbarkeit vergelten wurden. Dnd sollte ich ainigen Vnmuch gegen dir fast scn / welchen du noch Der das nach vn, zahlbaren Gnaden von Tag zu Tag mit newen begabest/vnd fürohin mehr zu geben bereitet bist? Du mcm HErr wärest traurig vndbe, rrnbt biß in den Todt. Jedoch wie viel der Vrsachen hattest du nicht dich zubetrü» den ? ist aber nicht auch meine Seet rodn lich entrüstet? vnd wann deme also wäre/ sollte es ja gkcichwolen nicht mächtig seyn/ mich von deinem heikigisten Willen / vn» Wohlgefallen abwendig zu machen / da keine Bedrangnuß mein aignes -Heyl zu erwerben dich hindern hat können? Mein nie cfr P n/ >tS ler NS 4 n, ritf ctt kt id xu bu w n / n» da i" Mein HErr JZstls leydec Angst / »ntr Berrübnuß für mich biß in den Todt/vnd' ich sollte mich waigcm Ihm ^r Gefallet», ein geringe Trawrigkeit außzustchen? Mein HTnILsilsüberwindet für mi ch durch blutigen Gchwaiß die Forcht dcff Todes / vnd ich stillte für Ihne die Forche vnd Entfchnng geringer Befchwarde nicht vnrerdruckcn können? Bktmbk bin ich mein HTrr/ aber mit dir. O daß es arrcl) allein für dich geschehe l dein Trawren O HErr/ ermuntere mich. Ich Mestize mich O HCrr/ vnd leyde Gewalt von Verdruß vnd Schrecken; dein Schrecken/deim Zorcht vnd Entsetzen siärckm mich! Vatter wann du witfi / m'mme disen Kelch hindan von mir / aber es geschehe nicht wie ich f sondern wie du wilst. Luc. 22.. O mein Secl/ wann du bedrucken mrr, dest/ in allem Zufall/ wrdmgen Stand/ vnd __ MZ ito M _. vnd Gemüths. Bcschwährung / daß dir nichts ohne Göttlichen / vnd dises auch mehr dann Datterlichen Willen geschahe/ tönte gleichwohl noch eine Derhangnuß r vnd Widerwärtigkeit dir begegnen / welche < du nicht mit gcnaigr vnd auffrichtigen -C>crf|en stiiftncmmcfl ? Trostloß vnd erawrig bist du / aber zur Vermehrung der Gnad vnd Belohnung/ »ur Prob deiner Tugend /vnd Bewahrung der Lieb. Diß oder jenes Geschafft hat übel aus, i geschlagen ; Ware aber änderst geschehen/ ' was Gefahr der Hochschaizung / Berlurst der Andacht / vnd vielleicht deß ewigen -Heyls sclbsten wurde erfolget seyn ? Du bist verachtet vnd erniedrigt / aber (sagt dir Christus) wer ist mehr vernicht vnd vcrdemüchiget worden als Ich ? du wirst auch einstens mit mir erhöchet wer/ den. Es quälet dich dise / oder jene Kranck/ heil vnd Dngemach deß Leibs. Aber vmb zu Erhaltung/ oder Gewinn deß Hcyls deiner Seel/zu erkcnnen/daß du vermahlen wand« __ __ M M _ dir wandlest im Elend / vnd allhirr dich nicht rcy lang auffzuhalkcn suchest / vnd vmb Ruhe h Vbersiuß auff ihn wartet ? Christus JE, mit j sus wird dm Sündern / vnd boßhafftesten t* Mo'rdernnachgesttzk ^vnd sollte nach dtscm Exempel ein Christ stechen vneer dem ^ Menschen groß angesthen-zu werden. tzlst- Wie solt ich mm wollen grosser als drr seyn mein JLstr? Du wirst cmidett biß ;ur Erden / vnd ich solte krachten erhöchet ) rto 1 1" werden ? Du wirst- veracht vnd ver« m spottet !■ vnd ich solt wollen groß geachr rnd gelobet werden?. Mg Es raffet überlattt (^usricus ÄMas * also Du hast überwunden £> JESV mit deiner Verdemüthigung mer» S& tun vnlcydüchen Hochmuth. )lIM ! chcii Wann mein JTsn werd ich lieber mir »orh dir/ vnd deinetwegen vernichtet vnd »tu cgc» anschlich seyn/in denAugen der Welt? »eili tone V hei« __ ^S§ T< >4 IM" _ O Heiliger Vattcr gestatte nicht/ daß ^ die grosse Demltkh deines Sohns frucht, ^ loß vnd vmbfonst sey«. & Entwurff wahrhasfterArmuch J deß G-ifi«. * Gezogen anß Gneblössung / vnd Bindung Christi an der Säulen. rl ALso armb ist Christus IEsue für r. vns worden/ da Er reich/ vnd X> i «' wie übermäßig reich war Er f Gal.6 s" Auß allen wurde Er der armiste. Vnd ist | ^ noch etwas zu finden / dessen du immif/f ^ Knecht dises deines HTrrn wegen nicht ^ wollest entblößet werden? Dein HErr JEius encarrssert sich für nn- füt >D ! »1.6 i bist i nW licht für > du ach« >tft « hin« pöt« bei« kw<« __ 4§§ ll5 '5 fSffe 1 _ Herwegen / vnd du soltest mir gemein-vnd vnbequemer Klcydnng dich nicht begnügen? JEsus verzeicht sich für dich seines Himmlischen vnd irrdischen Reichs/vnd du solst dich waiaern / da Lr ruffer gr, ringstes Dantlwerck zrwerlassen? Ach mein IEsu / was solre nicht alles von seinem Knecht erforderen dise äusserste Bloßheit deß HTrrn? Es wäre ja Mich/ daß Mit einem Heil. Francisco Borgia nicht allein alles wenig was man besitzet/ sondern auch gantze Reich vnd Herrschaff« tcn / da sie zu gewinnen seyn wurden / ur« bietig vnd vnentrüstet verlassen sollen wer« den. Man sclee wünschen vnd cyfferen mit einem armen Francisco der Ärmest zu seyn/ vnd ein jeden Aermern heilig bene« deyen. Ach warumben mein JLSD/ warumben hast du also armb werden wollen? Antwort: Auff daß ich dir zaigte die Nutzbarkeit der Armuth. Dann wann dise nicht höchst nützlich seyn solte / wr»rde Ich Ich ewige Wcißheit dieselbe den Reich ! rhumbcn nicht vergesst haben. deff Damit Ich 1>ich von ewiger Bloßheik > schr vnd Derfchamnng erledigen möchte / vnd ^ styc meinen Nachfolgern die hundertfache Be, ' lohmmg auff Erden/vnd in dem Himmel die ewige Vergnügung ernverbke. ^ He Daß du wie wahr meim Wort seyen / > teil sehest/ leichter seye/ daß ein Cameel ! ' durch ein Nadel- Loch schlieffe / als ^ der Reiche eingehe in das Ruch der [ Himmlen. Lur. ,8. ZumahlenIch ^ hab muffen difc Armuth leyden / vnd so, .. dann in mein Glory vnd HerrlielMein, > «L eretle». . L Entwurfs ernstlicher Verlaugnung i n der fmnllchm Lieb. Von der Gaißlung Christi. vn m< IrEkracht vnd Hc/ob wohl ein Schmer, ; Is ^Bcn gleich seye demjenigen / welchen > IESVS in seiper Gaißlung vor vns ! V leydec? Cj 31t _ _ <Ü ^7 M _ nch, Ist es möglich / daß tn Erwögunz dessen ein Christlicher Mensch seinemFleifch cheik ! schmaichle/ vnd denen Wollüsten ergeben vnd ^ stye? Be, Was seyn das für Wunden mein HTrr nnel JTSV/ die nicht allein in Mikte deiner ! Hand/ fondem auch den ganzen heiiigisten M/ j Leib verstatten? nee! ! Antwort. Dise seyn- mir in deinem nie Hanß versenk worden; Dise haben -nur tyj r deim Wollust/ vnd Empfindlichkeiten zm Sefügee. pv Ach liebe Geel/ was hab Ich dir ge, !' rhan / in wem hab Ich dich entrüstet? | Ja was hätt Ich dir noch thrm können/ das Ich vntcrlassen habe ? Antworte mir; vnd du zum Lohn hast mir dise Wunden In Wahrheit mein JTSV/ dir hast i vnsere Schwachheiten selbsten angenom« i wen / vnd virser Leydwescn getragen, men j Jsa.f;. eben ^ Erkenne £> Mensch die Grösse deiner vns > Wunden / für welche nöthig gewesen / daß Christus dein HERR vnd Heyland 2!! »er, _ M i<58 M. ! Verwundet wurde. 8. Lsrnard. 8erm. $, wj de nat. Dom. Cty Ach liebreichister ITfu / wie viel haben der dich gekostet vnsere Wollust vnd Sinn- fta lichkciten. nc Mehr dann fünff tausend Wunden hat Christus für deine Wollust empfangen/ «t Vnd sottest du mit so theuren Werth noch ; ü ainige Wollust erkauffen ? Diel seynd die Gaißlen der Sund. Ps.! zr. Vnd dife wie grausamb vnd erschrecklich ? tz Ach wann so viel der Gaißlen den -n- schnldigisten/ vnd allein wegen ander« Sünden leydenten Sohn GOlteS gezüchtigt/ mit was vnzahlbaren Gaißlen wird der schuldig/ vnd mit aignen Sünden be- ladene Knecht geschlagen werden? O Ich fleischliche Seel bewcyne nicht mich / son- : ha dem dich / vnd deinen Wandel; dann de wann an dem grünen Holiz discs geschieht/; wie wird <6 den dürren ergehen? Luc. rz. > ^ Verdorret vnd verhärtet ist meine Seel i O mein JLsu/ von Menge vnd Hch meiner sinnlichen Begierden. Was wird sie! i» l &9 JA' lben Mit« hat p/ > loch; W- :id> wiederumb an deiner Gnad grünend ma, chen/ als das Wasser/ welches auß Visen deinen Brunn «Adern flieffct / vnd Jung, frawen gebahret. Gleich als der pirsch nach den Brunn-Quellen seuffzet/ also begehret mein Seel zu dir Ö G0tt. Psal. 41. Entwurfs Christlicher Sanffi- MUth. Christus wird spöttisch für ein falschen w ' I Propheten vnd Affter, König ^ > gehalten. v!r!> Ä^h hab mein Angesicht nicht ab- , t,c. ^gewendet von denen/die mich gr- O schmähet/vnd verspyen haben. Ich son« hab dargereicht mein Wang / dem am der mich geschlagen. Mir Schmach :ct,t/ vnd Verschämung bin ich ersättigrt L,'. worden. Ehren. z. Gleich als ein Schaaff bin ich v sie! MSchlach-Banek geführt worden/ mc h vnd vnd wie ein Lamb vor dem der t$ scheret / hab ich mein Mund nicht eröffnet. Isa. Was ist derowegrn so übel vnd vnlcyd, lieh / daß in Erwägung deß Exempels ss vnüberwinvlichm Sanfftmmh Christi einen wahren Christen zn Bnmuch / vn& Widerwillen vermögen kan. Es begegnet dir ein geringe Spitz-Red/ man verlachet / oder verachtet dich / oder leydcst cm geringe Schmach / aber wer l Halter dich für ein falschen Propheten/ oder Affrer, König? wer vcrspeyet dich? wer schlagt dich mit Backen-vnd Gaissclsirai- chen? wer crönet dich mit schimpff-vnd schmerchaifkcn Dörnern? wer überhaufft dich mit Schand / Spott vnd Enmneh- rung/ obwohlen auch difts gering wäre/in Betrachtung alles dessen/was deinHErr/ vnd GOtt für dich gelitten hak. Wann nun ich dein HErr vnd Maister dcinct« ^ wegen verspottet / vernichtet / verspven/ mit Gaißlen geschlagen / vnd «uff alle Weiß verhöhnet zverd/ soge-nnmet es ßch ia/ daß das ode >. EI: bei grr iw( der sau dcr> tret fCf den Er vnl ruf wii erst 8o, oder den Heiligen Apostlcn dise deims HErrn vnd Lehrmaisters best-ge, gründke Vnterrvetsnng rechezu Gemüth »ahmest / sollte dich gewiß kein Sach auff dtt gamzen Welk zur Dngedult vermögen/ sondern du wurdest mit Frewd deinen Wi, dcrsacher vnd Schimpffern vor die Augen imten/auß Antrieb/ daß du würdig gcach, ter worden/für'den DiahnunIESV ge- schmahcr zu werden. Wie wirst duO träger Lehr-Jünger deinem MaistcrRechenschafft geben/wann Er dich seiner so kostbahren Lehr halber/ vnd zwar vielleicht nächstens zu Gericht ruffen wird? Wie wirst du O vngednltiger Erdwurmb vor deinem sanffrmüchrgen GOtk erscheinen? der du deines Dnmuths halber gamie Donner - Keyl der Raach verdienet hast? O gütiger JLsu / ich bitt« dich drirch die vnendliche Verdienst deiner Sanffk- > much/verschaffe mir /daß ich von Hermen zedult-vnd sanffkmüchig werde. ^ Andächtige Vorstellung Christi vor Pilato/ in Bestallt eines Wer, | Königs. §>Ise Betrachtung bestehet in deme: Erst« ^lich/daß du jene Work Pilati Joh.r-. ^ Scher ewcr König / welche er offene! lich vor dem Volck / Christum einen er- - dichten König vorstellend gesprochen hat/ nicht als waren sie von einem Menschen/ sonder von seinem Himmlischen Valter geredet worden/auffnemmest / vnd^Jhne j solcher Gestalt für deinen rechtmäßigen HErrn vnd König ansehest. i Arm anderen. Daß du täglich Mon gens frühe / wann dir auffstchcst / dich vor seiner Bildnuß in wahrer Demuth ;»' Füssen werffest / zu seinem Dienst erbietest/ : vnd bittest/Er wolle dir befehlen / was f>» Jhme beliebig vnd dienstlich selben Tag Z>> vollziehen habest. Dnb ri a i r c 0 l c 1 x» «r Virrdeens. Daß du ingedenck jener Evangelischen Wort Joh. 25. ADcr Die« 5|> ncr ist nicht wehr als fein HErr. .i?* Vnd Match. 10. Es ist genug / daß chk,; -er Jünger feinem Lehrmeister/ vnd > » der Knecht feinem HErrn gleich sey r W 1 Darumben begehrest / vnd wünschest eben ) ^ ' all dein Vertrawcn zu Jhme setzest. telri! Scchstens. Daß du alleTag in gewöhn, 1w . licher Gewissens- Erforfchring Rechnung al'lcgest / vnd genau durchsuchest / ob du dich als em gecrewer Knecht erzeiget habest. * 7‘4 Folgen etliche Beobachmngen/vn!» x Denck, Spruch/ mittelst deren ernenmr { Dbung mit gresserm Lyffer angestellet. » werde. :■ < „ Eher- ewer König. Iotz. am 191 Sche wie üeff sich deinetwegen t>«> demüthige der König aller Königender König aller Zeilen ; der König -Himmels vnd der Erden; GOcc der -Herrlichkeit/ Welcher Frermd har für siinen Freimd; weicher Sohn für feinen Dacrer ; rn> welcher Diener hat für feinen- -Herrn w rhan / was Christus IEsirs für fein« Knecht /vnd ansseriste Feind anßgestande» hat? % b k f l Wann ein König für feinen Dneerchan > difts thäte/was wurde er ihme für Z>mai> ! gung vnd Lieb erwerben? * Eben dises derowegen nemmtt . 1 wahr in euch / vnd eben also in \ Christo IEsu / welcher da Er die ' Gestalt d E J 7s Gestalt eines Knechts an sich hatte/ keinen Raub zu seyn darfür gehalten/ G -Ott gleich zu seyn; Er hat sich doch selbsten aussgezogen / vnd für vns dre Gestalte deß Knechts angethan: Dein« Lieb O HErr JTfu bezwinge vns/daß deine Knecht nicht mehr für sich leben/ sonder allein demjenigen / welcher für sie auch so gar die Bestallt deß Knechts an sich zu nemmen kein Scheuhen getragen hat. Dieweil- du difts mein JEfn / für mich gethan/vnd diePerfvhn deß Knecht« anzuziehen dich gewürdjget hast / wirst du fnrohin mein GÖTT vnd HERR/ich aber in Ewigkeit dem Kriecht vnd Diener siyn. Ich hab vnd erkenne keinen andern König / als JEsnm von Nazarech / vnd Visen den Gecrrnizigken. MeinHErrJEsu was wilst daß ich thun soll ? Acror. Ich bin dein Knrchk/gibe mir den Verstand, daß ich demeGebokt lerne« •4>f. 118. H 4 Gebe _- M I7<5 M _ _ Gide was du wilst / und schafft ^ was du wilst. Lehre mich thun dei» K nen Willen, weilen du mein GHtk bist. Psalm. 14a. Gleichwie di< n ' Augen der Knecht gewendet seyn aus ri die Händ ihrer Herren / also kehren ft sich vnfere Auge» zu GLdtk unserm ei HErrn/ biß Er sich unser erbarme. Psal. irr. * Wann du annoch den Menschen J gefallest/kanst du kein Diener Gor- J ies seyn. Auß der Epistl zu den Gkk und der aignen Lieb. v J Dein König hat sich dises eigen- thumblich/daß Er keinen neben sich t gestatten wolle / Er begehrt allein dein Hertz zu haben /und selbes als r fein fft ftin aignen Thron -u-esitzen.'rtiom. ,.1, Kempens, öe imir. Wilst duJEsu deines GOkt vnd HEr- ^ , ren/oscr aber ein Sclav vnd Diener dei, Nes Messerz ftyn? fragte der Heil.Ooro- tU f theus füncti Lehr« Jünger Ooüclieum, da en selbiger gar zu haffkig vnd Unordentlich Nl einem Messer zugethan wäre. K. 1 Eben dises rede du zu deinen Hermen / wann ein vnordentliche Begierd zu einiger ^ Each dich anstoßtMeine Seel / wilst 6l . 1 JEsum deinen HErrn/odcr aber dsser bösen Anmmhung dienen? ^ Diene die Welt wem sie wolle/ich waiß wem ich diene/ der ist jener / welcher meine Dienst reichlich vnd überhauffig zu beloh, neu hat / dann Er ist ein allmögender Kö, l(i nig/rc. M Wer ist im Dienst GOktes so eyffrig/ als in Bedienung der Welt vnd ihrer ‘ Herren? X Der Knecht iß nicht grösser als ^ fein HErr. Joann. i z. In Dein HErr vnd König wird mit Doris nern gecrönet / vnd du willst Ihm« zum ifl ^5 Spott *_ M T 73 ZK-_ Spott dich mit R-ftn vmbschläffen? Dein König gebraucht, sich deß Sccpchs der Vcrschämnng/vnd Purpur-klcyds der i Verachtung/ vnd du wilst zu seinem! Schimpff noch Menschliches Lob vnd Schmaichleu eyffern? Ein Knecht der seines HErm Willen warst / vnd den nicht thut/ wird mit vilen Srraichen geschlagen werden. Luc. 12♦ Der Gehorsam- wird emworffm ' m der Creutzzichmrg Christi. I ^Esus Christus vnfer HErr/ Hat > ^sich felbsten verdemüthigct / vnd i fflr vns gchorsambet biß in Todt. ! Phil.r. Wie gehorsamb bist du bißhers ' für Christo gewesen ? Wievnbistich / tvt< ; bcschwarlich vnd bitter ist die Creutzfchlaisi > fttng gewesen? Vnd dessen asten vngeachttt > übertragt es der gehorsirmb« Hcyland ohne astenVnmnch/vnd Verdruß/mit genaig- cistem Gemüth ? ■ 3 n n S v » d i ti r c t r l < < / m -GZ i ?p W? Mein JLsii gehorchet für mich seinen Tyrannischen Pcynigern/vnd ich beschwatze mich folgen dem Willen meiner recht, mäßigen Obern ? O wann dn nach dem Beyspiel Christi in deinen Obern GOtt iend seinen Befelch ansähest / wie behend/ vollkommen/vnd ohne Brno schied wurdest du allen/vnd in allem gehorsambcn? Was ist es doch für ein grosse Sach / paß vu eykler Staub vnd wesentliches Nichts meinetwegen denen Menschen gehorsambest / da Ich wahrer GDtt Himmels vnd der Erden für dich demn Menschen mich in Demuth vnterworffen hab i Thom, Kempens, Wer mir will nachfolgen / ver-- laugne sich felbften/ nehm sein Creutz auff sich/vnd folge mir nach.Matt. am 6. IN i Wer M 180 M Wer sein Creutz nicht auff sich' 1 tiimbt / vnd folget mir nach / kan ^ * mein Knecht nicht seyn. Lucä - 4. ( So lasset vno derowegen zu Ih- < me hinauß gehen von vnseren Ge« ! zelten / vnd seine Verspottung tra- 1 gen- Hebr.r z. Viten kombt sehr beschwahrlich, jene Red: Verlaugne dich selbst/ ? mmb dein Creutz auff dich vnd folge { . IEsum nach. Aber weit scdwäh- , ter werden fallen jene letzte Wo«: ! Gehet hin ihr Vermalrdeyre in das: ewige Feuer. Er ist voran gegangen/sein Creutz ziehend/ daß auch du das deinige tragen vnd auf selben sterben soltest. Dieweilen/wann du mitIhmefter- ben/ auch mit Ihme leben wirst. Thom.Kemp. Wann du ein Creutz von dir wirf- . w an, lh< )u rast/ as n >g< est- tu r|?, Wr rf- _ M i8r M- wirffrst/ wirst bald ein anders vnd vielleicht schwährers finden. Ein Lreui; must dn nothwendig tragen/ rintwcdcr das Creniz Christi/oder der Welt. Einkwedcrs erwähle dir nach Belieben; Difts führet juc Hollen/ jeneszur Himm, lischen Frewd. Liebs-Entwurff in Christo dem Gecreutzigeen. ALfo hat GDtt die Welt / vnd in diftr auch dich geliebek. Ioh. O der wunderbahrcn Würdig- achtung deiner Güte gegen vns ! O Abgrund der Liebe; damit du den Knecht erledigrest/hast du deinen Sohn dargebcn. Seinem aigen vndeingebohrnen Sohn hat GDtk deinetwegen nicht verschonet. Rom. 8. Vnd du wilst dir vnd deinem Fleisch GOtt zu Gefallen verschonen? HeiligerVatter wie hast dn discs gethan/ vnd wie hast nicht verschonet deinem eilige- bohrncn Sohn wegen meiner/ rc. Sihe ,_ MZ 18» M- _ Sihc wie sehr hast.du IEsum grlie» bet?. Geliebte Sees'/ zweifflcst dir annoch ob Ich dich liebe ? Trctte herzrie / sihe hinein in das Jnnerist meines-Herzens/vnd lisc: GL>tt stirbt auß Liebe gegen Dir, O IESV wann doch die Welt dich erkennte ? Dn h»rst gesagt mein HSrr JEsu: Wann Ich werd von der Erden erhöhet wcrden/will Ich alles an mich ziehen. Ioh. 1i. Sthe / sum bist ds erhöhet/ach ziehe mich nach dir. Ziehe meine Augen / daß sie hinfnhrs nichts begehren /als dich/vnd deinetwegen anzuschawcn/rc. Ziehe meinen Verstand / daß er nichts wisse oder verstehe/ als dich meinen ge, rreningken ZLsum. Ziehe meinen Willen / daß er forthin nichts liebe / noch lieben könne / als dich denjenigen / der du mich fo hälftig'geliebct hast. Ziehe/ach ziehe mich O JLSV/ vnd zwinge mich deine Lieb /anff daß dein Knecht nicht mehr sich licbc/sondcrn allem _ m 78; SA- _ " dich / dem« mchr als tausend Leben ich schuldig bin.. >& Bereit ist mein Hertz/ -O G-Ott in . bereit ist mein Hertz. Psalm. 107. :: Bcrwundte es mit dem Pfeil deiner Liebe/ x, daß es ein Hery werde nach deinemHertzcn x, O TOlt. [* .Enkwurffdeß Srelen-Eyffere» h Vorstellung. m Chnstus an dem Creutz^ tö dürstet mich Ioh. rv. nach der,' ^ nen vnd deines Nächster, Hcyl/welchcZ wie viel es mich koste/dn sehen magst/wirst ^ du mir auch heut noch kein« Erguickung verschaffen ? Wann du mich liebest / so lieb« auch die Seelen / welche von mir so irt sthr geliebt werden. :tj O wie kostbahr bist du O Scel/ welche et GOtt so therrer crkaufft hat? Sihe aber )/ O mein HTr? IEsu/ zu Schimpff deines iri argen vergoffnen Bluers füllen eben selb« m die H§ll an. "■.)! - Was 184 IM ; Was du geschrieben Hess in meinen Z Händen; eingestochen in meinem Hermen; was ich durch Naigrmg meines HanxtS; durch Außstrccktlng meiner Armbcn ; was § ich immer auff ainige Weiß zuverstehcn ' r< geben will / diß allein begehre ich auch von § dir. Gewmnr vnd wiederbringe die Seelen reinem Erlöser. A Was Hass du bißhero zu Gewinn -er d< Seelen gethan ? Du Hass noch lang nicht j>< so viel Schwaiß/ als ich deßwegen Bluet S c vergossen. IZsiis vmb die Scelzngewinnen/schenet ' ^ sich nicht anzunemmcn die Gestalt eines g Knechts f Ansehen deß Vbelthäters; st was für eine Gestalt der Seelen Gewinn £ halber/ wirst du nicht anziehen? O mein IEsir/ wie wenig / wie wenig wissen den - Werth deines Blucis 311 schaben? « Derjcnig hat es verstanden / welcher 6<* j Zehret nicht allein zu Würckung deß Heyls z der Seelen außgestellet/sonder auch darin» st verzehret zrr werden; der da verlangt hat 3 für seine Bruder verbannet zu seyn ; der st den Reichen so wohl als den Armen; den Griechen/ . , _ *£§§ lös m Griechen/als Barbarn dasWort GotteS 1? tu predigen schuldig sich erkennet. ** Es hat sich ja GOkt für die Seel deß « Edlen/oder Reichen nicht mehr / als für m I deß Armen vnd Vncdlen kosten lassen? rn Er hat ja nicht mehr für jcne/als dise Blut en »ergossen ? Ach kommet doch zu mir ihr Armbe (sagte die Heilige Liduina vnter w den grausamksten Peynen) kombt zu mir/ hc dann für euch mehr hat gelitten mein Kt HTrr ITsuse Erwöge mein Tochter(sprach Christus >ct ' zur Heil. Eistercienftr-Iungfrawen I.uä- >es gardis ) wie meine Wunden nach dir > i schreyen / gestatte doch nicht / daß mein m Bluet fruchtloß vergossen scye. Ach mein HErr JEsu /wie lang schreyest ^ du schon: Ich bin durstig/ vnd wie wenig hören^dlch ! David hat einstens ge, j durstet nach dem Erstem- Wasser von w Bethlehem / vnd sihe vnverwcilt dringen ^ ^ sich drey seiner Hecroldcn durch Mitte der )At Feind / vnd bringen ihme Wasser. Vnd w sollte wohl der Durst eines Davids mehr vnd häffriger gewesen seyn/ als der Durst :n/ • meines __ meines JEfu nach denen Seelen / die T f, mit so theuren Werth erkauffct hat? m Seynd dann die Soldaten dem David $ e mehr verbunden gewesen/als du GOkt dei> . ^ nem Erschaffet vnd Erlöser? Anmmhungen der Zuversicht / vnv Bertrarrens zu dem gecreuPgren ^ Heyland.." gj M Eichet so $ar fernem argem Sohn nicht verschohnet/fondeß ^ sAr vns allen dargeben hat. Rom.8,' ^ Wie kan Er änderst als mit Jhme vns ^ alles gegeben haben? Das Bittet vnsers t{| Bruders schreyet zu dir von der Erden; ^ höre an O Dakter die Stimm deines ^ Sohns. Heiliger Bauer / ach fchencke deinem Sohn meine Sünden; du has! , , für vns deinen Sohn gegeben / das ® «er der an Ihn glaubtt t zu Grund * gehe.Joh. z. Vt -O GL>tt vnfcr Beschützer/sitzt r> herab in das Angesicht deines Ge-^ ck, salbten- - MZ 187 M ® salbten- Psalm. 8 7. Der Abgrund meines Elends rnffek. nach dem Abgmnd vid deiner Erbarmbden in der Stimm deiner M heiligisten Wrmden. Gütiger ICsi, / da dn mich gcfuchet/ ^ bist Macht«loß worden; mich hast du er, löstt durch den Todt deß Cremes / lasse ss Stosse Arbeit vnd Lieb an mir nicht verlohr ren werden^ W ^ Erbarme dich meiner / erbarme dich ^ memer/O GOrk/dann aitss dich vcrtraner a , mein See!. Vmer dem Schatten dei, ' ! ner- Flüglen werd ich hoffen/ biß mein . . Boßheit fürüber gehe. Mit deinen Schul, * lern bedecke mich O JESV/rnter "j dem Schatten deiner Flüglen beschuh L «>- Gehe nicht zu Gericht mit deinem Knecht ch D HERR/ für den du das Gericht «z, deß Tsdts mrßmstehen dich gewürdigee hast. Mein IEsii/was fan styn/daß du mir iyt vnd dmch dein Bittet vns nicht gefchen- W ck«t hast? rm > ' Mmr Meine Kinder/ ( sagt Johannes/) ' vifes schreibe ich euch / auff daß ihr nicht sündiger. Wann aber jemand § ' in Sünd gefallen/ so haben wir bey ? dem VaiiereinenFürsprecher Christum IEsum den Geereutzigren r Vnd diser ist die Versöhnung für i E vnsere Missethaten/ aber nicht ab , Hin für die Vnserige / sondern auch E der gantzcn Welt. Ioh-E Ein sichern Zutritt hast du O ' i Mensch Zu G-Ott! allwo die Mup ^ eer stehet vor dem Sohn; der Sohn ! ^ vor dem Vatker. Gift zeiget dem ^ Sohn ihr Mütterliche Brüst; jener k dem Vatter ftine Wunden vnd off- k ncs Hertz / da kan also kein Ver- ^ waigrrn / wo so vit der Liebe- > k Gezeugen seyn. $ MZ 18? ZW- Ein sehr nützliche Weiß / das Aller« heiligiste Altars - Sacramenc andächtig zu empfangen / vermittelst der Betrachtung deß Leydenö Ehristi. sasss mm marn _ MZ ZU _ _ £V^ß|]ec allen Zweiffel ist/ daß jene Weiß ^ ^sich zu andächtiger Geniessung deß As. ^ lecheiligistrn Altar-Sacraments vorM, raitcn.die beste seye/welche sich gründet in ' 6a Betrachttmg deß bittern LeydenvndSter« , bcns JEsu Christi z Gestalten ein solches ^ Christus sechsten befohlen in Gewahrnung m feiner Jünger/Luc-o 22 . daß sie es ;uk ^ Gedachtnuß feines Leydenö vnd * Todts thun sollten« Vnd der Völckeri -j, Lehrer 1 . Lorinth. c. 2 . außtrucklich amm» W! cker/daß durch seine Empfahimg der ToSt §■ deß HEnn solle verkünde werdcn/sprcchent: & Als offr ihr difts Brodt niesset/vnd «s den Kelch irmckek / werdet ihr den be Ledt deß HCrrn ankünden biß f*« kommet. Vnd difts ist die Vrsach/daß s cl so viel der Heiligen Männern dise Arth die 1)1 H.il. Crmunion würdig znempfangcn sich ^ gemein gemacht haben. Vnd eben von ■ diftr lehret der Heil. Lonavenrura rhcilS ^ in seiner Vorbcraikung;ur Heil. Meß/1.6. ^ theils auch in Fase. c. 8. vnd setzet hllizue/ daß Er dise Arth der Vorbereitung insgemein -M r§r M __ a ij gemein sich gebrauche / wordurch Er auch gsimchttt / daß seine Seel vorInnbnmst Göttlicher Liebe gegen seinem -Erlöser fast m s gänzlich zerschmolizcn ist. ' Nun ob zwar alle vnd jede Gehaimb, m nujftn deß Leydcns Christi ein jcdwcdcrs ^ vnkerschieden / vnd höchst nützliche Grund, ^ Gätz vndMaterien zuBckrachkungan die ". Hand gcben/so scheinet doch dise Meynung ^ die tauglich,, vnd leichteste zu seyn / welche aß schaffen/ vnd folgends in sich jene Gaaben vle vnd Tigenschafften einzurichten oblige/ ich welch« das Grab Christi stlbsten gehabt/ -au - oder zu haben sich geziemet hat. Endlichen auch jene Aninuthungen erwecke/die jenes 6. Grab/dalern es mit Leben vnd Vcrnunjft xU begabt gewesen wäre / erwaicht rs- haben wurde, ein Erku. itv Erklärung/in wem viseVbung so > bestehe. vn §>Tr Grund vnd Ursprung discr Münz ^verhaltet sich in deine/ daß gemäß ftt ^ Lehr deß allgemeinen Trientnerischen Kir- A, chcn'Rachs 8ess. rr.c. r. in dem Hoch- ^ heiligen Meß-Ampt eben jenes wesentlich ^ vnd sclbstigcs Opffer GOtt dem Allmäch« eigen auffgeopffert werde/ welches Christus gjl selbst an dem Stammen deß Heil. Creritzts auffgeopffert hat. Vnd obschon jenes am |j u Crerri; ein blutiges Opffer gewesen / dises hjs aber auff eine vnblutige Weiß verrichtet g,„ wird / so stellet doch dise jenes Opffer aujf ein so lebhaffte Arch vns vor Augen / daß tzh es gani? billich von Christo zur wahrhaff« rcn Gezcug. vnd Gedachmuß seines Leydcn j, j vnd Todks ist hinterlassen worden. ein Wann du aber klarer zu wissen begeh« ^ rest / in wem doch jene so grosse Krafft in Hz, Vorstellung deß so blutigen Opfferö gc« ^en gründet scyc/ so vcrnemmc die Grund,Satz auß der Schuel der Gorrs«Gelährten/vnd L zwar r inz der to» ch- lieft ich« kus ,0 am ises fttet >»js daß äff' den Z-h' in gc, 5k and war _ MZ »?? M _ {war/ daß obschon »mer bevden Gestalten so wohl Bwdt/als Weins Christus gan? vnd vnzerthailt / gleichwie Er nunmehro im Himmel ist/ sich befinde/so werde doch nach Lehr obberührter Trycmncrischen Kirchen, VerjamblungSeff. iz. cap. z. auß Krasse der Worten / die in dessen Wand, lnng gebraucht werden/ vnter denen Ge- stalten deß BwdtS allein der wahre Leib/ »nd vnter den Weins,Gestalten allein daS Bluee Christi auffbehalten. Daß aber' tm jedwedem Gestalt insonderheit Chri- stus gantz »nd vnzerthailt gefunden werde/ difis geschehe allein Vermög der Veraini, gung vnd Herbnndnnß/welche sich so wohl zwischen dem Leib/als Bluee/vnd der See! Christi herfürchnt. Also zwar/daß (gleichwie der Englische Thomas von Aquin Z.P. 476 . Art. r. in corp. lehret) wann einer auß denen Apostlen jene drey Täg hindurch von dem Todt Christi gewandler hätte /weder das Blut vnter denen Gestal, een deß Brodes/noch Leib oder Seel vnter denen Weins-Gestalten sich wurden verhalten haben. 3 Auß MZ m ZU Auß dessen Erkandmuß die Erörtenmz ^ . obangefügterFrag leichtlich gegeben wird; ^ dann weil in Verrichtung deß Ampts da j Ufl Heiligen Meß auß Krajft drrWorten vn«k denen Sacramentalischen Gestalten da Leib von dem Blut/vnd das Blut von dein ^ Leib Christi virtcrscheyden/vnd insonderheit Herfür kommen/wird einem jeden alsobald auch vnverborgen seyn/jene vormahlen an ^ dem Creu? geschehene Blnkvergiessung/rnd auß selbiger Todt/ oder Absonderung der Seel von dem Leib. m ,l And darumben beschihet/daß die weift au, auß denen Gotts.Gelahrren darfür halten/ '.t*cr es bestehe die gani;e Wesenheit deß Heil. ger Meß • Opsfers allein in Verwandlung bee» da, der Gestalten / der Drsachen halber/ dieMil He sie darfür halten/daß gleichwie jenes blutize tut Opjfer an dem Trentz in dem Todt Shnft «ci vollbracht vnd ausgemacht worden / alsa Im auch difes vnblukige Opsser in dessen voll' lai rkombner Fürsteüung sich verhalte / vnd sei, bestehe. - minist/ vnd außgeschmucktesten Begräb, nuß-stau Christi zu zuberaiten; Massen nrijft auch discs die Meynung viler vnd inson, llen/ ^decheik deß Geistreichesten AbbtS ^upsrri yril. gewesen / welcher in .seinem ersten Buch I ben darfür gehalten / daß es eines seye / dem etveil Peiligisten Mcß-Opsser vnd der Begräb, unge nuß Christi beywohnen. Es betrachtete hrlfli nemblich diser Heil.Vatter in der Wandelst lung den an das Lreutz genagleten Hey- vel!» land Christum / vnd in der Empfahung vnd seine Begräbnuß i darumben er auch tyfferigist bemühet war / selbige in dem inm 1 3 r Jnne- i Jnneristen seines Herzens Ihm miff M schönste zn zuberaiten. Nun wollen wir aberdiser Vbunz selbst schreiten / welche auff zweycrley Weisen steh gründet; Die erste ist ein mf. > entlegnere / die andere aber die nächst vnd vürckliche Vbling selbsten. Entfernercre Weiß sich gleichförmig sbbemeldtcrArchnach / zuLmpfahungdeh Allerheiligisten Alrar-Sacramems vorzuberaiten. §>Ise Vbung bestehet in deme / daß de» ^jenige/welcher allbereit wohl zu Gemüth gefassee hat/daß er jedesmahl in Smpfa' hung dises Allerheiligisten Gehaimbnußl« einem lebendigen Grab Christi werde/auch wie hochwichtig vnd fürtrefflich difeS seye/ dahin alles Fleisses sich bemühe/ zudisein Zweck all seine Andacht vnd Tugendwerö leithe/ damit er hierdurch GOtt in den» Jnneristen seines Heryens eine allermassen geziemende Begrabnuß- statt auffrichte. Allhier aber/mein demTreug vnd Leydea Christi zugethane-Seel/habe ich mit dir/ beve wen ich/ sten gan diej ihr dtre vnd dem son dMi eine ich noc den aigi eyt! die alle dar vor vn> für der - mbr» y bevor wir weiter zur Sach greiffen/ ein wenig mich auffznhasten; mik dir sprich« >nnz ich / dann mit jenen / welch« denen Wollü- Wei- fien/ Reichthumb vnd Ehren, Götzen sich ent» - gantzlich gewidmet haben / als mit denen/ vnd die sich Feind deß Creutzes Christi erkläre % ihr endliches Zihl auff sich selbsten setzen; deren Gott der Bauch/ eytle Ehren, Dunst vnd Gold,Staub ist; die ihre Gliedmasstn ^ dem Heil. Geist zur Wohnung nicht «er, gönnen; hingegen aber;um VnrerschlaiK denen Höll, Götzen Bachus vnd Venus best etnweyhen. Mit bifem sprich« ich / habe nnth ich biß Orchs keine Abhandlung bevor/ ipft» noch mit jenem / welche nach keinem an, ißi« deren Ding trachten/ noch suchen / als auch aignen Nutzen/aignes Wohlgefallen/ oder seye/ eytles Lob vnd Ruhm. Mit einem Wort/ sseni die nichts fassen / als was irrdisch / vnd verck allein für das Gegenwartigc/nichk aber für den» das Zuknnfftige Sorg tragen; die/ob schon äffen' vor Menschlichen Augen sich vernünfftig e. vnd weiß halt«n/in der Sch»rel Christi aber yden für Gtroh-Köpff paßiren / welche mit eben d>r/ demselben ihren Wandel/ mit dem sie Gore erst I z ihre» * 9 ? -— ihren HErrn «in von Silber / oder GolS ^ außgeschmuckce sittliche Wohnung er« bauen kundten / Erden, vnd Seröhenr Hüt/lein zum Dnterhalt allerley Schna« m «fcn vnd Possen anffrichten / welche von dem ^immlijchen Jerusalem gany ab« ^ archig/ vnd darumb zu gebührender Straff 3* bald im Rauch auffgehen; mit keinem ^ deren habe ich allhier mein Gespräch/ son« ^ dem mir dir allein vnterhalte ich mein ^ Scel/ welche du zu dem Ereutz,Stammen Christi geschworen hast/ die du zu GOtt vnd der Ewigkeit erschaffen zu seyn erkcn« nest/vnd darumb alles Zeitliche/als wel« ches deinem Stand weik vnterlegen/Man' lieh verachtest / welche du gering schabest ns was die Menschen sehr hoch; aber was k>e GOtt rühmet / was die kurize Lebens, Frist d< eines /Menschen / was die lange Ewigkeit Ü1 rühmlich machet. w Mann sich nun GOtt würdiget so viel« mahlen selbst in dir seine Wohnung zu t j nchmen / wann Er dich ob schon Dnwi'ir« . digste annimmet / vnd in dir als einen 4 Miche-Bechlein vnd Bcgrabnnß zur Richt' ^ . statt _ M *99 M _ jjjß stakt fich erkieset / dtse mit seinem kofibah, l a , ristcn Bluet bepurpnrt/ mit disem schäl!/ k (n( bchristen Safft bemahlet / vnd trancket; j m , was kanst du doch edler/nutzbahr vnd dei- riem Stand rühmlichcrs thun/als daß dn $ dich ;nr würdigen Wohnung zuberaiteft? trajf Jhme denjenigen dich gany übergebest/ m welcher fich dir so offt vnd so fteygäbig sow dargibet? Es geziemet sich ja nicht/daß du forthin ainig anderem Gast ainigen m Plaiz gestaltest / nachdem« du einmahl ge, würdiget worden deinen GOkt m einem M, Innwohner deines Hertzens zu haben. 2 Ich nimm« wahr/ sprach die Su« faßt namitis von den Propheten Eliiaeo» was -aß diser Mann Gottes heilig seyc/ trist der da bey vns offrermahlen für- 0( über gehet; Lasse« vns ihme dero- wegen ein kleines Taffel - ^immer- lein/ in selben ein Ruhe-Bethkein/ ‘J r , rinen Tisch/Gäffel/vnd Liechtfiock nm -uberaiten / damit / wann Er zu che. vns kommet / daftlbsien verbleibe kalt 2 4 AuS A«ß der Drsachen / daß der Mann Gott« nia ElifteuS öffters bey ihnen seine Einkehr M) nähme/ haben sie ihm« alleinig ein abson, als derliches Zimmerlein zugerichtet; Jhme /. fa* sprich ich/vnd keinem anderen- zur aignen siilc Wohnung. Vnd sollten wir nicht GOlt Mit felbsten/der soofft $ti vns kommet/ein feit# ,{tt derliche Wohnung in vns zuaigncn? *er, Sollten wir vns dann fo weit vergessen/ tem daß wir Jhme in eben jene Wohnung/ in * da wir die sttnckende Schwein vnd Bock ßen vnftrer bösen Älaigung vnd Begierlichkci« dm ren beherbergen / onlasien? Haben wir selb dann nicht mehrer Dernunfft als die vn, wol vernunfftigen Thier selbsten? Man sagt/ sich daß jenes 4eib, Pferde ^lexanöri deß Grossen/ mit Nahmen Bucephalus keinen den anderen Remter ob sich gesiattet/als allein <>n< seinen Herrn vnd König / gleich ob es sich ! nicht würdigte einen Weniger» sich zu du vnterwerffen. He Ein gleiches wird geschrieben von einem als sonst über die maßen fansst vnd zahmen ruß Pferdt einer Edel, Frawen/ welches/ nach» 6e deme es -er Heilige Pabst Johannes ein« den mahl tt(i mahl beritten / nimmermehr hat können kehr dahin vermögt werden / daß es feine Fran» tgn, als einen vnwürdigrn Last hakte ob sich ge- nt / stattet. Eine so edle Naigung vnd Hoch- nen schäijunz ist so gar denen stumm- vnd Der, Ölt mmffl- losen Thieren angebohren / vnd sollen, ten wir so Edel-geschaffene vns ftlbsten so cn ? verächtlich/ vnd vnser so gar vergesset, hak, m, ten/daß/die wir Gott selbsten 5l zu vnd ,g, in vns anffnemmen/ keinen Scheuhen era, gcn/denen gering vnd verächtlichen Possen/ kei- den abscheulichen Krottcn / ja den Tensslen tvir selbst noch einen Plao zu gestatten? O vn, wohl ein verächtliche Seel ist jene / welche gt/ sich also verhaltet; O wohl ein fchandli, deß chesErd-Hrnchtlein/welches nicht würdig rcn den vnvernünfftigen Thieren / gcschweig ein einem Menschen bcygescllet zu werden, ich Du aber meinGotk-liebende Seel/welche zu du deine Würdigkeit erkennest / vnd zu Hermen fassest $ die du keinen anderen Gast (ttt als deinen Erlöser dich einen Gastgeb dar- >en rustellen Vorhabens btst/fage an/ was für ch, Geschmuck vnd Zierden wirst du anwen- in- den / damit die Begräbnuß, statt deines i|?I , 3 l Her, ^5 i0i -Hebens Gott - gezimmenr außgeschmucket leg, «erde? Nimm« dir Wichtigkeit deines lern Ampks wohl in acht / vnd gedencke nicht/ 1$ raß du einen pttren Menschen / vonwaS der Adel vnd Würdigkeit er immer mag er« w>> ftrnnen werden/fondern Gott fekbfim einen auj WohwSitz einzurichten habest. Erinnere : dich / daß der weiseste König Salomon bar für die blosse Bunds - Laden einen Tempel den von stbenjahrig / so wohl mühfamb / als mti kostbahrister Arbeit erbawer / vnd nicht der allein das Orth deß Hciligchumbs / son- wa dern auch die gantze Kirch mit Cederholtz Jü vnd ftinestem Gold von innen her reich« g* lichist bckleydet habe; Was werden ßch sii>i dann für Schätz vnd Pomp geziemen für gai jenes Orrh / welches nicht eine Wohnung zue der Göttlichen Arch / sondern Gottes selbe dre sien wird? Gedenckest dn dann/es crklecke für zu so wichtiger Bearbeitung ein sibenjahi tag riger Lauff? Es gebühret sich fürwahr hei nicht ein so kurtzt Zeit / sondern wohl gar dre die Zeit deines Lebens / vnd auch dsse wird »ti noch zu kurtz fallen. Warumben dann Gl legest nie __ M m M _ cktt legest niche ohnverzuglich Hand anzu nes jenem Wcrck / welches dn nicht mit zeit, tzk/ licher Bemühung eines Galomons I fon, >aS dern so gar mit Beyhülss der langen E, er« wigkeit nicht grnugsamb vnd würdig wirst iett ausmachen können, rcre O wann du wissen soltefi was vnzahl, tu» bar vnd reichliche Gnaden, Schätz dife >pel deine Müh belohnen / wurdest gewißlich als mit allen Krässtcn nach diser bevorhaben, ichk der Zuberaitung trachten vnd cylen. Bist on- waren sihr wohl bekandt jenen Englischen Jüngling dem seeligen Aloysio Gonza- ich« gse, vnd -arumben war er änsserifl be, fich ssiffen/nicht nur einen Tag / sondern auch für gamze Wochen in sothaner Vorberaitung mg zuezubringen. Er bestellte sich die erste elb« drey Tag in der Wochen in Dancksagung eckt für die Gutthat der an verflossenen Son, rag vorbey gangenerEmpfahung deß Aller, ahr hckigisten Altar , Sacramenks/ die übrige gar drey Tag aber widmet er sonderlich $u 'ird würdiger Vorberaitung auff folgender» inn Sonntag zu dessen mehrmahliger Ge, zefl niessunz. Vnd _ M ro4 M _ Vnd eben dammbhae sich der so wohl an Wissenschaffeen/als Gottseeligkeit berühmte Löllarminus, welcher den Seand difes andächtigen Jünglings auff den Thesis- [ gifthen Prob-Stain gelegt/ nimmermehr vermindern können /daß Aloysius in km, tzer Zeit eines so hochen Grads der Heiligkeit / vnd so häuffiger Gnaden sich fähig gemacht habe. Allermassen gemäß der allgemeinen Lehr aller Gotts- Gelahrten /die j HH. Sakrament den Empfangenden die Gnad vnd Wmcknng / nach Maaß vnd! Beschaffenheit feiner Dorberaitung erthai- ^ !en vnd emgiessen. Vnd difes ist / was ich mir dir atzn- ! handlenfnr gut geachtet habe / bevor ichzn i mehrer Erklärung vorhabender Zuberai-' enng schreite / vnd damit ich in deinem ; Hermen neue Begierds-Flammen/ vnd I Eyffer zu difem so hochwichtig, vnd frucht- : bahren Geschafft der Vorberainrng anzi'nu ^ Lee«/ oder aber die schon Außschlagende mehr erhalten möchte. Aber eines ist noch über ; / daß ich dich frage: Sage her/da- fern es geschehen stlte / daß der Göttliche Sohn, nd »ai, i jii, ijn tai, lein md fir, sin, nde och da, che 'hn > 'E§ ro^ DM- __ Sohn Gore ftlbsten auff das newe vnftrt, wegen in die Welt herab stige / sich noch- mahlen gleichwie zuvor peynigen/ an das Crcul? hassten/vnd zur Begräbnnß tragen liesse/ beynebenst vmer allen mächtig,vnd rcichisten König vnd Fürsten / die jemahl gewesen oder erdenckt werden kundeen / du der Mächtig, vnd Raicheste wärest / dem- beynebens auß sonderbahrer Verordnung GOtkes geoffenbahrer wurde / daß GOtt begehre/du sollest Ihm ein geziemendeBe- gräbnllß zilberaiten, was für Materien vnd Kunst, Merck wurdest du darzu verschaffen ? wie zierlich / wie rain / wie reich von Gold vnd Edelgestainen wurdest du selbe außschmuckrn? du wurdest meines Trachtens dich von einem Galomon bey so übermDncn Reichthumb vnd Vermö, gen nicht übertreffen lassen. Eben Lifts aber ligt dir nunmehr ob / daß du an Gold vnd Schalen keinen Abgang zu Voll, jiehung diser deiner Obligenheik leydest. Folge <§§ 20 gleiche Weiß rüste vnd richte dein Herq ' zn einer Heil. Begrabnnß Christo deinen ' Liebhaber / gleich ob du ein materialischcS j Grab, Gerüst anffzurichren hattest; vnd verhalt« dich in disem Geschafft gleich de, nen Künstlern vnd Bau - Musteren/wek, chen wichtige vnd anschliche Wcrcks, Bersertigung anffgeeragen wird. Mit disem beschaffkige die Erstlinge deiner Ge, dancken/ da du Morgens frühe erwachest/ vnd vnrer Tags in deinen Geschafften vnd > Verrichtungen; Diser Gedancken sollt | di in w 3 ' sei m «e m dc ge m di in so st. je t« st! Nl ol li er er i<* in >n ti >ll n ii# iff rH in es ,d >e- il- s- !il !e# V 1& llc ch M iQ7 M _ dich ins Beth bcglaittcn vnd cinschkaffcrn/ in beständiger Erforschung / was zu diser Wcrcks * Verfertigung etwan dienlich; was an selbiger abgehe; was zu mehrer Zierde vorwäglich/rc. wie weit du in des#" scn Airffkichtung kommen seyest. Vnd da," mit du all dein Thun vnd Lassen den ganzen Tag hindurch zu discm Werck tauglich machen könnest / so opfere dich vnd alle deine Gcdancken/Wort vnd Werck/Mor, gens wann dir aufffiehcst GOtt dem Allmächtigen als deinen liebreichrflen Gast zu discm Ende auff/ vnd widme Ihn diselbe insgesambk zrr angenehmer Wohnung; so dann erwecke in dir einen ernstlich * vnd staiffen Fursaiz / den Tag hindurch all vnd jede Sunden insgemein / vnd insonderheit zu meyden / damit dise deinem so hoch-arr- schlichen Gast bestellte Wohnung mit keinem flinckcnden Aaß bemacklct vnd ver- vhnchrt werde. Discm nach/ wann du zu dem gewöhnlichen Gebe» dich verfugest / wende ohn- ermüdcten Fleiß an / daß dir mit so vilen thails eyffrigen Liebsuhails auch Andachrs- G<- MZ ro8 M Gezeugnussen/als mit vilen Pyropen/vnd Chrysolith,Seainen da- Grab deines Her, ^rns ausschmückest. Jngleichen als osst sich den Lag hindurch eine Gelegenheit in herrlichen Lugenden der Demuch/Gedult/ Gehorsamb / Liebe deß Nächsten / vnd See, temTyssers dich zu übeneraign«/ wünsche -ir hierzu von Hermen Glück/ vnd vmb, fange diselbe mit so haffkigem Verlangen/ gleich ob dir zu Beziehung dises deines sittlichen Grabs so v-rl Peryll/ Diemant/ Amechist/ Schmaragd vnd Hyazinthen anerbonen wurden. In Erforschung deß Gewissens/durchsuche das Jnnerist deines Herzens mit allem Fleiß / vnd rainige das, selbe nicht allein von allem Vnrath be, dachtsambcr Sünden/ sondern wische auch ab alle Staub lein anhangender Vnvoll, kommenhctten mit dem Schwammen esst widerhohltcr Rew vnd Leyd. Beyncbenß polier vnd bcstraiche in dir durch Vbung eyffcrigcr Abtödkung all dasjenige / was annoch vngearchet vnd ohne Glan?; In, fondechcit aber bemühe dich / von aller Sund, Masen das raine Gold -er Gönli, chen che Aei an< VNk De wer alle Eh! pm Gel gest reic wir deß nuj En haf ver> chei 10$ >nd »erst in ist/ >(0 ctx ab- tn / icS n (/ )as- be- rch ollst >ng >aS $n> lller ttfw öcn chen Gnad vnbeschmhet;u erhalten. Dnk» so vil von denen Materialien vnd Gerüst, Zeug iw vnftrcn Grab. Ferners ist vonnöchen / daß wir selbe- auch nach Gebühr/ so vik möglich / wie vnrerfchicdenen Zierathen / Sinn - vnd Denck-Schnffren außziehren; Aber wo werden wir disckbige hernehmen? Bnrer allen können meines Trachtens keine süg^ licher beygebracht werden/als erstlichen die Gehaimbnnffen deß fchmerchaffkenLcydms Christi/ftmbe dessen vntcrfchidmen Wap, pm vnd Adels, Aaichen / welche gleicher Gestalten bey anderen Trauer-Gcrüstcn zu, geschehen pflcgk/du gany artig vnd Kunst, reich anff Visen Grab Scheiben- rund auff« zuhängen obligen sollest. Dir Geschichten deß Leydcns Christi wirst dn emwerffcn/wann du jede Stund deß Tags hindurch «in gewisses Gchaimb, miß/dessen auff jene Weiß / welche du zu End djser Andacht vorgcfchriben zu ersehen hast/ im Gedächknuß wirst führen. Mir verwunderlicher Zierlichkeit aber wird fol, chts geschehen / so ferne du nicht allein an selbe felbrGchaimbnnß gedencken / sondern auch ■ nach jedem Exempel vnd Tugcirds» Enst ^ wurff gleichförmige Nachfolgung beytra> gen wirst. Sein« Waffen vnd Adel- ; Aaichen aber wirst du alsdann aller Ost theil einschreiben / dafern du all dein Thun vnd Lassen insonderheit Christo zu Gefallen anstellest; welches alles nachdem« du eys ferig bewerckstelliget / beyncbenst auch in Bedrückung der Würdigkeit dises deines auffzunehmen habenden Gastes arrß Mangel deiner teydencen Armuth vnd Vnvest mögenheit annoch viel zu gering z» seyn wirst erkennet haben / beflcissc dich / disen deinen Abgang zu ersetzen / vnd von allen heiligen GOttes voreragliche Verdienst vnd Gottgefällige Zurbüc zu erbitten oder zu entlehnen. Dcrowegen wann dn deinem Goktseeli- gen Gebrauch nach / die Litaney von allen Heiligen bettest/ verrichte es dergestallken/ daß dn in Amufftnrg jeder Ordnung der Heiligen/ auch von jeder eine gleichförmige Tugend begehrest / durc!) dero Beyhütssd» dich zu Empfahungdeß heiligisten Alm» Sa> k E ih fei di Vi «1 di fei d« Ä fa vi 8 » ist sti L oj T ÜI ge C tr be _ _ MZ rn ZK | Sakraments würdig vorbereiten mögest. mU Erbitte also von denen Heiligen Cnglen ihre Ehrentbictigkeit; von den Apostlen lebhafften Glauben ; von den Märtyrern p die Liebe ♦, von den Bifchoffm Hoffnung W v„d Zuversichtz von den Beichtigern Be» nmkh vnd Ar,dacht; von den Jung stauen die Rainigkeit. Bitte diesclbige alles Eyf, ^ fers / daß sie Ihre Tugenden Christo an ineS deiner stakt auffopffern wollcn/vnd wünsch- ^ aller HeiligenEyffervnd Lieb rn dir zuvcr- ^ fassen/ damit du allein diftn deinem HLrrn W vnd liebrcichisten Erlösir ein würdige Be- M gräbnuß-statt zurichten mögest Dnd discS i «st jene Vbung/welche Christus sich hoch, stens beliebig zu seyn/nachZeugnuß Lud, oW ! Bloilj Moaii, spir, c.«. denen zwey Heil. .' Iungfrawen Gertraud vndMechtildis g«, f 1 ' • offenbahret / da sie sich eben hierinn in luk" Dorberaitrmg zrrr Heil. Commrinio» gc- t£tt/ , über hatten-ariß Göttlichem Mund bczcu, ^gend; Daß sie gleichsam!) in all jenen Geschmack vor denen Heiligen herein gc, r k» fressen/ den sie sich selbst«» gewunschen ha, üar- ^ ^ > I Zu disem Ende wird auch sehr nützlich $ ftyn/ auf folgende Weiß den Rosenkran? , 8 Dnfer Lieben Frawen $u betten: Wann ^ du in Abzchkung zwaitzig Ave Maria auff I andächtige Anlaimng der Worten selbßer» C anmüchig bedencken wirft/ als nembiichen de in Außsprechung der ersten zwaintzig Tnglti Ä sehen Gruß bey denen Worten: Gegrüß ch seyest du Maria voll Per Gnaden/! n< dcrHErr ist mir dir: Betrachte bald der Gottes Gebahrerin höchste Rainigkeit; y setze ihren Glauben; sonst ihre Demuth/' j ([ oder Ehrcntbietigkeie; ein andermahl ihre ^ Lieb/vnd übrige sonders herfür-schainende ^ Tugenden / vnd Göttliche Gaaben / durch ^ welche ihre Seek also ge;ieret worden / daß m sie ein würdige Wohnung deß Göttlichen ^ Sohns selbst«» zufcyu würdig wurde; vnd ^ von selben nimme den Abriß m Erbauung eines st Hochwürdigen Grabs in deinem Hertzen. [ u In Bettung der anderen Maintzig Ave ge Maria/ vnter Außstrechnng der Worten r H Su -ist gebenedeyer vmer den -i, » H m in 4 befehle. ' ^ Wann dir nun dise Weiß den Rosen, ^ krainz -|u betten beliebig ist/kanst du ein sol« £ cljcfS noch eyffriger zl! vollziehen / ferners (j , also anstellen / als ncmblichenIn Bei« ^ ruug deß ersten Thails jedes Ave Maria, kanst du disen deinen Gruß verainigm mit allen jenen Bcgrüsstrngen / welche vor Jh« rem Thron all Heilige Engel vud Außer« . wählte in alle Ewigkeit ablegen. In Anß« J* sprcchung deß anderen Thails / vnd ge- benedcyt rc. kanst du es verrichten in Veramignng all deren Glückwünschen/ mit denen Ihr der ganye Himmel / vnd insonderheit die Allerheiligiste Dreyfaitig« w keit sechsten begegnet. Den leisten Lhml fr endlichen ! ircn )l».! »hn ^ rnt M -ß- Ml M f Vlt! jcd, vn! Kc tici Icic Eli R< her sey! vn in ich um ng" 'gen den H still rau« du Mi ■ ing* ! eine Nftl-! DNS il m •ant» ''(itti )cil. sttill j ei« , Oll - Er» rvcl» ches gefchrhen mag auff folgend / oder ander dergleichen Weiß: Nimme an H Huritischer Var- ter/ allmächtiger ewiger GL>tt alle Unbefleckte Dpiftr deß Leib vnd Bluers deines eingebohrnen Sohns vnfcrsHErrn ZEju Christi/welche -ist Stund inder gantzrn Welk ohne Zahl geopfferi werden ; -die auch ich -ein vnwürdiger Dienerdir lebendig vn-wahren Goit«it Christo Dem Linsten Priester/ vnddergantzen ^aths-listhen Kirchen für all meine Sünden/Mißhandlung vnd Nach- Wigkeiten auffvpffere/ auff daß yu mir mir nicht verfahrest nach Verdienst meiner Sünden/sondern nach Vberfluß deiner Barm her tzigkeir vnd Liebe/ die du vns also erwifen, daß du deinen Eingebohrnen Sohn srlbsten für vnftr Heyt dargegebm hast. K 2 Hei- Heiliger Vatter / laß dise dein« * so hafferge Lieb nicht ohne Frucht > seyn / weicher du deinem aigncn! 6» Sohn nicht verschvhnet/ sondern 8Achdem tut nun besagter Ordnung 4 ^nach / dich zu würdigesSmpfahimg deß Heiligisten Altar, Sacramcnts fähig gemacht/auff daß du ferners mit mehrerer Tugend vnd Andachtö-Geschmuck M» trektest / rathe ich dir / daß du fürnemblich vntcr Anhörung -er Heil. Meß jede monien gleich als würcklichen Emwmjs/ vnd Vorstellungen deßLeydens Christi m« rubilden lehrnest; diftm nach / all jene An« muthungen vndBegierden in dir erweckest/ welche ein beseeltes Grab bey Ankunß eines so werthen Gastes in sich entzünden wurde. Damit du aber ein solches B desto geringerer Arbeit z,»wegen bringest/ folgt« rumBehülffvntkkschiedlicheWciM 9 fbt Del w, A, fti <5 221 n i innig , H'S! an ' njti' iich. tu»' tff/, -sn' 41 nfff j iö«n ntif! 4 1 1 fett / 1 welch« nach Vnterschied der von Gottes« Gelahrten genandten Weegen der Raini- gung/Erleuchtung/ vnd Verainigung ein, gerichtet seyn. Am Sonntag. Lr hat ?hne in ein Grab gelegt / darein noch keinerbeygeftyt worden, l-uc«c.rz Anmmhungen für den Werg der Raimgung. 9^Edencke/ wann jenes Grab/in welches ^Christus gelegt worden/ nicht new/ sondern vorhin von vielen andern stincken« den Cörpern wär^ angefüllet worden/was wurde dises Grab / da es gelebt hatke/für Anmurhungen in Trwögung der Würdigkeit Christi erweckt haben. Vor der Heiligen Lommunion. I. (P6 wurde sonder Zweiffrk einer so vnbe- greifflichcn Hochhcic sich vnwürdig er- K z kennet« MZ r » M fenner/vnd herylich berewtt haben/daß es ftinem Gstk zur Wohnung gewidmet/mit seinem kostbahren Bluet eingrweyher -n- besprenget / sich vngeheuren Abendchenm ■ * eröffnet habe/derentwegen es auch gcwnv, \ scher hätte seinen Augen hänffige Zäher- . Bäch/ allen Dngemach abzmwschen/vnd ^ bise Wohnung demselbigen Ursprung der ^ LKainigkcit würdig zu zubereiten. % ei r. So Sann in Bedrucken / daß »ise seine Zäher zu dem Ende wenig beym, gen kundten/da sie nicht mit demksstbah, rissen Bluet ftines Gottes vermenget wurden/ beynrbenst aber in Anhömngder Wor, rett Christi/ mit denen Er sie von den Brrmnquellen deß Heyls mir Fremden Wasser zu schopffen einladet/wurde selbes meines Trachtens ein hässtig mit Den rrawen -nd Threntbietigkeit vermengtes Verlangen nach Visen Gnaden, Waffem erwecket / anbey sich deme gänzlich ergeben haben/ der es mit st innbrünssiger Lieb rn «ch angelocket häkt^ Nach tt ni S; w l'i h< t>< er r< a> ni de E S< M M ip<51 'mit 1 wifr, tU'ttt ihn- wi> ld« )trtu bah- »ur- öor- dta >dtn Ibes öe» g«s scm :ben , zu ach Nach der heiligen Lommonion. r. ,/VS winde in Gegenwart eines fofürneh, ^men Gastes zweiffels ohne mit diftn oder dergleichen Worten auffgeschryen: Woher kommet mir / daß G-Ott Himmels vnd der Erden bey mir einkehre i Dnd nach dem Exempel Henrici deß Achten / fönst Gottlosen Königs in Engelland / welcher nach Zeugnuß Sander* von feinen Hoff-Herren vermahnt worden/daß er zuTmpfahung der Himm, lifchen Weegzehrung nicht mir gebognen Knyen hinzu nahen folte / geantwortet hat: Er künde« einer solchen Großmäch- tigkeit nicht genügsame Ehr bewcissen / da er auch hundert Schuh tieff vnter die Er, den sich darvor niderlasstn wurde. Hätte auch difts Grab sich vngezweifflet nicht nur artff die Erden / sondern gar biß auß dero lehren Mittel -Puncten «widrig«/ in Erkandtnuß / daß es feiner Sunden we, S __ M M _ wie sollt nicht an Glan? übertreffen die D Eonnenstrahlen jme Hand/ welche bist- fai Fleisch zerthailer; jener Mund / der mie gt rifem Himmlischen Fcwer angefüllet; vnd rcr jene Zung / welche mit diftm entsetzlichen E Vluet gefarber wird? all r. In Erwägung / wie geziemend e- w, wäre/ daß die Bcgrabnnß der Gütliche« ^ ha Majestät von Gold vnd Diemamen gang ies schimmeren solte/ wurde es sich alles Geld au vnd Edekgestein / so auff Erden zu finden/ gei von Herizen gewunschm haben / vmbda- -de mtt es einen so hochwcrchen Gast zu Ga fallen mehr außzteren kondte. Beyncbß in Bedencknng/ daß sie eben dife Zierathen str »nd GrschMlick von vnendlicher Freyge- de bigkeit ihres Gastes felbsten erlangen kun^ all «e/nach öefien Ankunffl innmuchigist g« all ftnffttt hätt«. -y til Nach der Heiligen Lommunio». I. fxätte difts Grab erkennet/daß es ein hat« ^ tcrStein/vNd darunlben vnfähig wäre/ nach Gebühr diftr Gehaimbmtssen schuldigt Danch d'< »ist- mit vnd ) ti che« m 3o(& ixit / 'dv k6(I rtxii W HM Dancksagung /Verwimderung vnd Lobge, sang abzulegen / vnd wurde mit herizlicher Zuversicht/nachdem« es/so viel seine Kräff, rrn vermöchten/ Christo den liebreichisten Gast möglichisten Danck vnd Lob gesagt/ all/einen Abgang vnd Mangel / vmb würcklichr Hülst zu erlangen /vorgetragen haben /in Lrachturrg / daß von keinem gelesen werde/der Christum in seine Herberg auffgenommen/vnd von selben mit häusti, ger Freygebigkeit nicht angesehen ist wor, den. ' x. Endlichen wurde discS Grab Chri, stt»m eyffrigtst gebenen haben/daß/ nach, deme Er mir seiner Göttlichen Berührung alles in sich «ingeweyhet hätte / auch von allen Macklen gerainigt/vnd mehr als ein Himmlischer MidaS in Gold der rainesten Lieb verwandlet/mir allen Tugenden gezie, rer/ vnd zur würdigen Wohnnng seiner Hochheit außgeformbt hätte. • Am Dienstag Vtt6 Joseph / nackdem Er den Leicknamb «mpfangen/har selben in ein raineLen» roal eingewicklet. >1-nK. c. 27. Anmuthungen deß Weegs der Veramigung. H^Ttrachte/daß der Menfth in Empft- ^hnng deß Allerheiligisten Altar, Sa- eramenrs nicht allein das Grab Christi/ sondern auch die Leinwat / in die sein hei, ligster Leichnamb eingewicklet worden/vorstelle. Demnach bilde dir vor jene zar- tistc Anmnchnngen / welche jene Leinwat/ da sie eben sott« zu Vmbfahung deß ent- - seilten Leibs ih.es geliebsten HTrrn vnd GOtteS / »nd hauffiger BeneMig mit reichen Flüssen seines kostbahren Blrrets angelegt werden/in sich entzündet hätte. Von der Heiligen Lomnmnion. r. ATAnn auch dise Leinwat erkennet hatte/ sie von allen Macklen rain vn) vnbe- smt> eiw t pft> hei- vor-1 zar-! vor/ tn(» vnd mit liittS t. ätttl »nt> >nbt- _ «9 M _. vnbemascrt wäre / jcdock in Bedcnckimg/ daß keine so vollkommene Rainigkcit zu erfinden/welche disen Gehaimbmlssen nach ihrer Würdigkeit möchte beygcmessen wer, den; Darirmben wurde sie ihr das vube, wacklet« Wesen der Rainigkcit aller Engli, fä)en Geistern gcwunschcn / vnd dauern auch nur die geringste Mackel an ihr wäre/ selb« ohn Verzug mit schmerzlichen Kuß, Zähern / vnd inbrünstiger Liebe gegen ihren liebwerchesten -Yeyland außzulöschen beflissen haben. r. Nebst eylfertigen Vorbotten eieffester Derwundcung vnd Preissung ob so grosser Bewürdigung vnd Freygebigkeit ihres Seeligmachers/Hätte sie das Jnnerist ihres Herzens / ihren innbrünstigen Begierden «in so grosses Guth baldcst ju empfangen tylfertjg eröffnet / vnd jene glückscclige Stund / welche sie zu dem Zweck ihres Verlangens abführen solke/mit Schmcrizen erwartend ihre Wangen mir vnablaßigen Zähern befeuchtet. Sie wurde hiemit so viel Einladungs-Schreiben als Zäher ent, grgcn geschickt haben/welche ihrem Erlöser in In beredtsambsten Stillschweigen dlsr jwttz Wörtltin andenken sotten: A more lan. gueo, ich verschmachte vor Liebe. Nach der Heiligen Lomnmnion. I. ^Ndem sie mit den Augen deß Glaubenl -^gesehen hätte/ jene tausend mahl tausend HeiligeEngcl vor ihrem Angesicht/als vor einem Thron (gleicher Gestatten auch glaiib- würdig bey einem jeden Eommunicieren- den beschicht) mrff ihre Angesicht sich tti, der lassen / vnd dem Lamb folgendes Lob sprechen: Das Lamb ist würdig zu cmpfahcn dir KrafftvndGottheürc. wurde sie ebenfalls jene Englische Scharren gcbetken haben/daß/zumahlcn sie discu so nbergrossn Gnaden gebührenden Danck t» widerscizen nicht fähig zu seyn erkannte/ dise an ihrer statt ihre Hermen vnd Münd in Himmlisches Lobgrfang außgicssen wollen ; ja sie hatte sich gewünscht mit aller Herb vnd Zungen difrs Lobgesang Christo «ußsprrchen i» können. r. Si« lie sei sei £ L n< c. d< ei s- b H V r Wtif. 2 . Sie hätt an die Wunden ihres aller, .an- liebsten Jnnwohners- insonderheit aber an seine eröffnete Geyken ihren Mund angr, Mt / darauß mit Fremden hanffige Liebs,' Quellen ju trincken / welches eben jene Dbung ist - dir der -Heil. Chrysostomus nach Aeugnuß R. P. Rodriquez i, p. rr.8. )«il c.6. einrachek/ sprechend f Ein jeder der send da zu Gottes Tisch hinzu« gehet - solle sich vor einbilden/ daß er sich zu der Häligistetr Mifc Scyten, Wunden Christi hinz»r nahe / vnd rew sein kostdahres Bluer herauß ziehe, ni, Lob z. Wurde sie Christum eyffrigist gc, jll betten haben / daß Er ihr all innhabend ist. irdische Lieb in Bitterkeit verwandken/rnd )M> vcrleyhen walte/ daß sie fürohin keinen an, ist» dcrn mehr lieben klmdte / noch gelüstete/ mck ausser jenen / der sie so haffcig ge, nui liebet hatte, und vob M eist» ijt Am Mittwoch. Sie baken den Leichnamb IEi» genommen / vnd haben ihn in Leinwar ein- gervickler mit Spezereyen. joan. c. zo. Anmuthungen für den Weeg der Rainigung. Vor der heiligen Lommam'on. '^xGdencke erstens / daß gleichwie der ^reichnamb Christi bevor Er zu Grab «ei dij del 'der gelegt worden/ mir vnterfchicdlichen Spt- zereyen / sonderlich aber mit Myrrhen bc- strichen worden ist / vor Empsahrmg deß Allerheiligisten Altar-Sacraments auch dir ein gleiches zuthun oölige. Dise Myrrhen bedeuten die Büß vnd Haß der Sun- den/darmit wirst du den Leichnamb Christi bestraichen / wann du vor dessen Empfa- hung all vnd jede seine Wundmahlen mit fleißiger Betrachtung durchsehest / vnd nachdem du Christum geftagt: Wa- seyn die Mahlzaichen in Mitte deiner Handen/ auch in Liesse deines Hakens nid selb Di He »ist dlt sän liz, De T -ja du M tni _ __ M-;; M _ ?ms die Antwort wird erschallen : Mit disen bin ich gezaichnet worden in m* deinem ^)auß ; wann du deine Sun, ’tm herzlich berewen / vnd mit bitteren Buß-Aahern seine Wunden benenn wirst. >f ' r. Erwöge/ daß du mit denen Sünden nicht allein Christum/ sondern auch dich ßlbsten schwächlichen verwlrndtec habest. Barumben dann / tndeme du auß denen ^ Hciltgistcn Wunden Christi den kostbah- risten Wund.Balsamb flicssen sihcst/sollest du mit selben dein vcrwundte Seel heyl- samb zrtbcstraichen in Empfahung der-Hei- lizen Commtmion darnach eyffengistes „cy Verlangen nagen. ^ Nach der Heiligen Lommunion. un» nsti i. mit demüthigister Anbettung sollest d» vnd einer so hochen Gutthat vnwür- , . big zu styn bekeimen/ vnd befchahmen/ daß jr? du einen so gütigen HErrn annoch so viel ^ Wunden versehet habest. Alsdann solst du ^ Mit von innbrünstiger Lieb erwaichten > nehmen wir Jhne anst rn dem beseelten Grab vnsers Leibs. Derowegen Z dic % wr bei fa 8«; lch ft° die Al jed wj G di< he> ich f* — -Z5 M- nba Vor der Heiligen Lommumon. jfciÄerwürffkichkeit deines Leibs / fällest du >ise>« dich" vor seiner höchsten Majestät anst das Tieffesie verdemüchigm / indemeErsich hra würdiger «ine so schlechte -Herb'erg/dte kaum ndeii verdienet ein Wohnmg deiner Seel r» Och> styn/zuerwahlen y An dem Ende magst dtz hty» bey Außsprechung der Worten: O HTrr __ tct)' bm nicht würdig rr. jene Göttlichen ' stammen Seelen gewöhnliche Vbrmg die . dimltch machen / vnd bey dreymahliger ' 7 ' Außsprechung derselben in Kury« Christi» tt jede deine Bnwürdigkeiten vortragen- Das Erste mahl :OHSrr ich bin nickst aller» würdig/ weilen dr» Gort bist/ vnd ich das tut Gefcho'pff/ dcme ein vnendlicher Vmer» Ar*- fcheyd enkzwifchcn kommet. !thali Avxyttns: O HErr ich bin nicht wür» sall dig /weilen du ein Gott bist deiner Weßn» Lhm heit nach/von vnendlicher Vollkomenheit/ ) ein» ich aber ein Mensch vnter denen Geschöpf» m st» stn das vnvoilkommen vnd verachtlichiste. n Dann Dann was ist das Fleisch anders/als csn *£c» / vnd Koch ; Ein Geschirr der An< sauberkeit; Ein Tochter -er Fäule/ vnd Speiß der Wurmen, Drittens r O HTrr ich bin nicht kvür- -ig/ weilen dn bist die vnendliche Güte/ich aber ein sundhaffter Mensch/ wordurch ich mich weit verächtlicher als je ein verwüch lichesGcschöpffseyn mag/ Mit nichtiger als das wesentliche Nichts selbsten gemacht habe» 2, Jedoch in Bedrucken seiner vnende kichen Güte/indem« Er ab dem sttnckcndm Stall / jcr so gar ab dem schmähliche Creuiz selbsten kein Abfchcnen getragen/sollest du in dir ein lrbhaffte Zuversicht er, «ecken/ nicht auff deine Verdiensten / som Lern anst sein alleinige Barmherzigkeit hoffend / vnd zumahlcn Er dich selbsten M sich einladet / sprechrnt: Komm« jll mir alle die ihr kranck vnd beschwüret seyet vnd Ich will euch erquicken. Item: Meine Frewd ist mit denen Menschen-Rinderen zu seyn. 14 M 2 17 M s (IN Ln. vnd kvük' :/ich hictz üch >tig«r »acht Laß deine Seel von seiner Liebe vnd Der, langen zerschmelzt,/ vnd spreche: Wann -0 HErr dein Lust ist mit mir zu seyn / wie soll nicht auch mich gelüsten mit dir zu seyn? Also geschehe dann O HSrr/seyc du in mir / vnd ich in dir/ vnd gestatte/ daß wir also inEwrgkeit beysammen bleiben. Nach der Heiligen Lommunion. und, „dm ^stLJrst du -ich für «in so vnermestcne lchm ^Gutthat vmb so viel danckbahrer ein, i/fof, stellen / vmb wie vnwürdiger du dich der, !t er, selben vorhin erkennet hast; Dann die soir, Hochheik der Gutthat nimmet sein Maß igteit von deiner Verwürfflichkeit / vnd hiervon >n M wachset auch deine Danck.Pflicht. r. Stelle deinem gütig, vnd liebreiche, wä- stenHeyland vor Augen all deine Armbsee, fcft ligkeiten vnd Elend/ vnd bitte/ Er wolle lMK l>cine von vielfältigen Fehlern vnd Gr, brechlichkcitcn verschmachtende See!/gleich als ein anderer Elisaau mit dem Feuer Laß ferner feiner Liebe erwärmen/vnd mir dem Lebe» deß Geistes begnaden. Zu dem Ende ftl- lest du die sittliche Glieder deiner Seel. Mir Gliedmassen Christi vnterlcgen; als seinem Haupt dein Haupt; seinen Arrgen deine Angen ; stinen Mund deinen Mrmdrc. Dnd verlange alles Syffers drirch all'sein« Heiligkeit/daßEr dir ein Gesicht nachfeilten Augen ; eine Zung-nach seiner Am- gen/ ic. vnd endlich ein Hers arach -feinem liekreichestm Hermen nütchailen wolle. AmFeeytag. Vnd Lr har vor die Thär deß Grabr einen grasten Srara gewäiyet- tä-ucb. 27. Anmuchungen für den Werg d<* Veraimgung. diser lehren Verrictstrmg der B<- -^gräbnuß Christi gibt sich ein außerlesem Weiß Christum in dem AllcrheiligiD Altars. Sacrament würdig zu empfahen an die Hand ; daß nemblichen / bevor du zu diftm höchsten Gehaimbnuß hinzu ze- eyre siss dai vor heil dir L du eyt tctj ger nei »n fa i» vo -OZ eJxi» Hess/ du alle Porkeu deiner Sinnm allen , eyrel vnd zerganglichen Dingen verschlief, eben sist. Nach der Heil. Lommlmion aber/ E daß du einen grossen Stain ssaiffcr Fürsag ■eins vor dein Hergkcgcst/auff daß ketneGelezen, ) rc. h«t Visen empfangnenso kostbahr«nScha< dir emjiehm möge. Vor der Heiligen Lommmuon. )sei. Jtm, ntffl tabt attb. ^Trewe die annoch avmgrosse Auß, ^schweiffigkeiren deiner Sinnen / daß du selbe so leichklich zn jeden Vorwmff eyrel vnd zerganglicher Dingen ohne Vn, ttrschied sich außgirjssn / vnd deren nichti, gm Naigtmg so viel ssakt vnd Plag in die nemmen Hass lassn. r. Eröffne alsdann deinem HTrrn w* vnd GOtt dein ganges Herg /vnd bekenne esa>< frey/ daß du in M bißherigrn Genuß der iergänglichen Geschöpffen sv gar nichrs ge, «he» funden/was dein Herg anff ainige Weiß r du vollkommen vergnörgen hak tonn n. W Gefleht _M 240 M __ Gestehe mit dem Heiligen Augustino* 533 Du hast vns -ö HErr zu dir tu 0, schaffen vnd darumben ist vnfer M Hertz beohnruhiget / biß es in tu'« 1 vnl feine Ruhe nehme. dir 4. Nachdem du nun endlich die Poi/ ren deiner Sinn gänzlich verschlossen / w /s öffne das Jnnmste deines Herzens/mit ohnzahl aren Begierden discn deinen Gott zu empfahetz/der selbes allein erfüllen/vnd volifomcnlich vergnügen kan; vnd nach», deine du seine fteundlichiste Einladungen/ HErr.VndPs.§r. Mein Seel hat gedürstet nach dir/ vnd wie vilmahlm mein Fleisch zu dir. Nach ver Heiligen Lommunicm. APffer dem Himmlischen Vaeeer auff ^znrDancksagungfur die grosse Gurchae deß allerhcili giften Altar-Sacramenks/ die, sen dir vemawten schaybahristcn Versatz deß Leib vnd Bluets seines allerliebsten Sohns/welche Auffopfferung seiner höch, sten Majestät anßallenjdie angenehm-vnd gczimmentiste seyn wird. r. Wende dich zu Christo/ küsse all vnd jede seine heikigiste Wunden / vnd crsattige deinen Durst mit nunmehr uberflußig ha, bendcn Wässern. Indem« du nun würcklich von Visen heylsamen Wassern erinckesi / höre an die Work deines liebreichisten GastgebS/dicTr dir zu Heryen redet/sprechend: Siehe ich i bin gany dein / wann wirst du auch gany mein seyn? Warumben geschichk ein sol- ! L ches M 242 chcs nicht anktjö $ mich hat nichts gehin, - dert/ daß ich mich dir nicht gany mitthat. - er/ weder Himmel / noch mein Gottheit/ weder so gar das schmähliche Ereuiz. Än» /y was ist daß dir im WeeH stehe/ wordurch d» dich auch mir nicht gänzlich ergebest? was wanckest du noch nach so vicifalkiz meinen LiebS-Gezeirg ? hast du dann von $c mir was Böses zubeförchten ? warumb hasstest du so lang ? gibe das ganiz fir ganzes 1 sage / vnd sag« von ganzem -Her^ ^ izen: Mein HTrr vnd mem GOT^'- in Du bist gani? mein/vnd ich bin gany dein. Bnd wessen solte ich mehr aigen seyn/a!< meines Erschasser vnd Erlösers? Als best sen/welcher/damit der vnwerchest« Knecht nicht zu Grund gienge/nicht grzweifflechol sich selbsten gänzlich zuvernichten/vnv ßk selben den grausamesten Todt außzuD hen. 4. Bemlaube dich endlich von alka Geschöpffen/vnd befleiffe dich fnrohin d<« emsigen Belieben vnd Wohlgefallen Gcb t«s gänzlich zu widmen. Lstl Skt H w> ab, Lic I. a» t<£ h to D ^5a5 2 4J Am Sarnbfiag. tcu/ 3nü ARwöge / welcher Massen die seeligiste nch ^Iungfraw / indeme sie jener Trauer, est? sollen Begräbnuß Ehristi beygewohnet/ >l!iz chails dem Heil. Iosech von ^rimsrkis, von chittls auch denen übrigen Anwesenden s» mb wohl mit Räch i als Hnlff beygestanden für siye. Luff gleiche Gestalten/ wann du Christum bey der Heiligen Commumon !T'. m deinem Hertzen Geistlicher Weiß be, sein- grabest/bitte dsselbe/baß sie auch dir ein so /all Heiliges Werck gezimmem j» vollziehen t4 würcklichen Beystand laisten woll« / du recht aber indessen/stelle dir vor Augen ;m emb« that sigen Nachfolg äst jenen Andacht«vnd > für Liebs-Lyffer / welchen bis« gebenedeyteste Inngftaw nicht allein bey diser/ sondern auch bey jeder Geistlichen Begräbnuß ih- O» res geliebsten Sohns / da sie denselben in , k« der Heil. Communion nachmahls in ihr Geb rainestes Hertz eingesetzet / .erwisen hat. Deswegen L» ix Vor 244 Vor der Heiligen Lommunion. I^Ekrachkc/ wie sorgfältig dieselbe den ^-^Hciligisten Leib Christi/ vnd all seine heiligiste Wunden mir Zähern gewaschen; mit wie vilfälkigen Kuß vnd Vmbfahun« gen vmbarmet; mit vnterschiedlichen Spe« zereyen/ insonderheit aber der innbrüirstigi« sten Liebe gesalbek / vnd bestrichen habe. Eben Visen befleisse dich embstgist nachzu« folgen: Lasse herab lausten ein Zaherbach/ vnd lasse nicht stillschweigen deinen Aug- apsscl. Vermenge deine Thränen mit den lebendigen Brnnnquellen deines Erlösers/ vnd wasche darmit zugleich seine Wunden vnd deine Sünden * Mahl ab. So dann küsse vnd vmbfahe öise seine Liebs-Wllnden Mit innbrünstizerLiebs-Anmuthung. End' lichen in Abgang wohl.riechender Tugend« ^ Spezereyen/ bitte die gebencdeytiste Jung«! fraw/daß sie von dem Vberfluß Ihrer D>« 1 genden dir etwas darleyhen wolle ; OpD Christo auff all vnd jeden Tugend-Geruch seiner allerliebsten Mutter / vnd habe <#« riges Verlangen / da es in deinem Gewalt vnd Krafftenwäre/ mit eben denselben D heiligisien Leib zubeftraichen. 7 ab ge hu op bil D da Po © 5 P C tv, nc den Nach der Heiligen Lomnmnion. ;iw ^s>Ach Cmpfahung deß allerheiligisten m; ■* ^Sakraments /ernewere vnd verdoppelt -in- all vorige Lieb vnd Andachts - Bcwögrrn, M gen; widerhohl alle Küß vnd Vmbfa, lgb hungen der heiligisten Wunden Christi; rbe. opffere dich demselben gänzlichen anst/ vnd bitte/ daß Er dich gleichwie seine geliebste ich/ Mutter in seiner Lieb bestattigen wolle/ausf a>^ daß fürohin keine Begebenheit vnd JuM dw von seiner Lieb dich absondern möge« hil «den lDen Nützliche Vbung/sich stündlich : n i), zu versamblen. cnO/ Genommen auß denen Gehaimönvssen deß ^ Leydens Lhristi. £«' 1 Gemüths, Versamblnng wird vor ffcrc ^allen bequcmblichist geübel in Erwö, arch gnng jenes Gehaimbnnß/ welches selbe yffo Grund/ da dir dich im Geist erhohlest/Zeit, vall wahrenden Leydens Christi zugetragen hat/ icili nach vorgeschribner Außkhailung der Stirn, L z den. HZ -4- M- den / wie hernach folgen wird: In Er. j wögung deß Gehaimbnuß sollen herzliche Bewögnngen der Danckbarkeit/ vnd gäm. iicher Auffopfferrmg ftrner selbst zu Göttli, chen Dienst grübet/ vnd endlich bey Er. haischung übriger Zeit eine Tugend/welcht jjcncw vorgestellten Gehaimbnuß gleichför. rnig/ begehrt «erden. J?wr Dancksagung mögen dienlich seyn folgende Grellen Göttlicher Schriffr/ welche von ein zur anderen Wochen können anßgewechslet werden. Die erste Wochen. AAs Lamb welches für mich mü Backenstraichen geschlagen worden / oder gegaißler worden (nach Unterschied deß crwognen Gehaimbnuß) hat zu empfahen die Macht vnd Dottheik/re. Apoc. c. 5. Die andere Wochen. AEncdeyung vnd Ktarheü/Weiß- heie vnd Danckfagung / Ehr/ Krasse vnd Seärcke sey zu ewigen Zeiten GDtt/welcher für mich dem Mörder Barradä ifi nachgesetzet worden/ re. Apoc. e.7. Die dritte Wochen. AIch O JTSV sollen alle Engel vnd ^Heilige anketten / loben vnd groß machen in Ewigkeit. Der gantz« Srdkraiß soll« dich anketten / preisten/ vnd deinen Heiligen Nahmen Lokfingen O HERR/ weiten du zu diftr Stund für mich ge- ereuizigec worden, re» Damit aber dise Vkung desto nutzlich- vnd eyffriger von statten gehe / wird sonders zur Sach dienen / dafern rrächstkom- mende Erwogungen öffters mit Auff- Merchambkcit gelesen werden. L 4 Erst« GZ-48ZK Erste Betrachtung. DieGedächtnuß deß Leydenö Christi jede Stund zu widerhohlen. XdRwöge/ daß dein gutigister Erlöser/sb ^Er schon dein König vnd GOtt selbsim «st/jedoch an dich den vnwurdigisten kfa aigncn nicht allein zu allen Stunden/son, dern jeden Augenblick zu gedencken sich würdige / vnd zu dem Ende die Wund, Mahlen seiner Leydens in Ewigkeit vn, außgeloschcn erhalten hab wollen/aufs daß Er deinen Nahmen in seinen Handen ach gezaichnet vnablaßig vor Augen hatte /vnd in de,sen beständiger Ablesung deiner im, merdar gedencken möchte. Gleichwie Er bey iiaia bezeuget mit folgenden Worten: Kan je auch ein Weib vergessen ihr Kind / daß sie nicht Erbcirmnvß habe mit dem Sohn ihres Leibs * vnd wann auch vife feiner vergessen solle werde doch ich deiner nicht versessen. t r. ön, < sie tm/ fort . mi >iscs, Ln. ! mit selb, löset -sten hme dm dein , eben: __ M *n ZU __ Leben auffznopffern höchste Schuldigkeit tragest; ja wann du auch tausend Leben hattest/- vnd deren jedes taustndmahl dar, geben kundtest / in all discr Dienstfcrtigkeit deine Danck'Pflichk erfüllen kundtest? #***#(£•* Dritte Betrachtung. Von Frucht vnd Nutzbarkeit diser Vbung. ^Tdencke/daß dise Vbung dir so wohl in ^Lebs,zeiten ein Menge der Verdiensten/ als nach demselben die Cron ewiger Freu, den zu verschaffen vermöge. Dann so ferne nach Meynung Anfangs gcmcldkcn Alberti Magni , ein ainzig andächtiger Gedanckcn von dem leydendcn Heyland vor GOkt schaybar-vnd verdienstlicher ist als ganye Jahrwürdige Fasten vnd täzli, ches Gaißlen biß anff das Bluer/was für einen Schar;-Kasten wird sich derjenige in wenig Jahren müssen zusammen tragen vnd einfassen / welcher nach Anweisung diser Vbnng nicht nur einmahl an das bitter _ M 'm ZO- _ _ bitter Leyden Christi bloß grdencket/sondem bie täglich ja stündlich ein ftlches sich vor den Augen stellet/ desselben Gutthat ernstlich zu wa Hermen fastet / vnd / gleichwie in Beschau, vn! ung dises allgemeinen Tugend, Spiegel- ülji unfehlbar gefthihn / öffeerS mit eyjftiger ^ Machftlg verehret? M Erwöge zrrm andern/was grossen Fried vnd Herzens-Ruhe im Leben , was Der, slW l gnugen vnd Sicherheit im Tode eben bist bis« Dbung dir gebühren werde. All dem wa Ende/ da es geschehen sölke/daß erwan ein M allzuhaffkiger Antrieb vnd Begicrd zmn W Spielen / Studieren / Reichthrnnen / oder ale anderen Eyrelkciten von selbiger dich end V! ziehen chate/follest knt alsdann in gewohnt cherGewissens-Erforschirng/oder;n anderer begtremlichcr Zeit/ da du deines Thun vnd ■ Lassens dich erinnerst / dich folgender mas, sen ermimkern vnd anftischen'; so ist es dann meine Serl mit vnfcr Thorheit so weit kommen/ daß wir vor Viele der Kim derpossen vnd eytlen Possen, werck/ daran die ganyt Ewigkeit ausser zu Straff vnd Peyn der Seelm niemahlen gedencket wird/ di< _ _ M _ em die allem vergnügliche Ruhe vnd Zuftie- Aox denhcit/welche weder die Welt/noch alles" was in der Wett ist/ geben kan/zu erlangen M vns beschwüren / oder selbe zu verkehren. c,z also leicht ansser acht kaM. Sollen wir dann so heylloß seyn/daß wir jenen frucht« bahren Acker/der so hauffig vnd vollkomb« icö neFrüchten kragt / nicht besäen/ oder den !cr, außgeworffenen Saamen von Vnkrartt bist biser Lytelkeiien bestecken lassen? Dann em was seynd nach Zeugnuß Göttlicher cin Wahrheit fclbsten alle Rerchkhumben/ attt Wollüst vnd Eytelkciteii diser Welt anders/ >ver als Dörner / vnd Bnkram / welche chren :nfr Pflanzern manchen Stich versehn / vnd ali- offtermahlcn gar blutige Wunden crer zufügen, ind ^ ras- ! es s° 'in- ran end ffolä« Folgt ein kurzer Emwurff von Au^ thailung der Smnden/die in bequemer Betrachtung deß Leydens Christi mögen außgcchailt werden. Bbrzaiger deß Leydens Mißt. t>TMb 7. Dhr Abends waschet Christus ^seinen Jüngern die Fuß / vnd setzet ein das allerhciligiste Altar-Sacramenc. Dmb 8. Dhr beurlaubt Er sich von seinen Jüngern. Vmb 9 . Dhr gehet Er in den Garten QecKlemani. Vmb 10. Dhr bittet Er seinen Himmlischen Dauer/daß/wann es möglich/der Kölch seines Leydens von Ihm hinweg gehe. Dmb i i. Dhr schwitzet Er Bluct W Angst vndTrawren biß in den Todt. Dmb ir. Dhr wird Christus von Jude» verrathen/vnd gefangen. Dmb i. Vhr wird Er vor Annas geführt/ füh schl lau Kn ach last na vn gest na ger gar du ' p ! fort/ führt / vnd in fein Göttlichs Angesicht geschlagen. Dmb 2. Vhr wird Er vor Taipha fälschlich angeklaget. Dmb z. Vhr von Peer» dreymal ver- laugnet. Vmb 4. Vhr wird Sr von den Henckck, Knechten verspyen/ verhöhnet/ vnd verachtet. Vmb s. Vhr wird Er als ein GottS, laßerer zum Todt verurehailt. Vmb 6 . Vhr Pilaeo übergeben. Bmb 7 . Vhr zn Herodes geschlaipffer. Vmb 8 . Vhr den Mörder Barrab« nachgesetzet. Vmb Vhr mit Gaißlen geschlagen/ vnd mit Dörnern gccrönet. Vmb io. Vhr wird Er dem Volck für, gestellte/ vnd zum Creutz verdammet. Vmb ii, Vhr schlaipffet Er fein Creutz» Vmb i2, Vhr wird Er an selbes ange. Naglet. Vmb i.Vhr beeret Er für seine Peyni, ger/vnd verhaissee dem Mörder den Ein, Sang deß Himmlischen Paradeyß. Vmb Dmb 2. Vhr übergibt Er seinem lieb«»! ^ Jünger Johannes Mariam ;n ftina! $ Mutter/beklagt sich / daß Lr von seinem I Rätter verlassen worden / vnd ruffet «uff; m( ES dürstet mich. , % Dmb z.Vhr besticht Er seine Seel i# sie Hand deß Varrers / vnd gibt in selbe U m,ff seinen Geist. > f Dmb 4. Vhr wird mit einem Speer i ~ ftine Seyten durchstochen. j f DmbVhr nimmer man Ihn M W dem (Stetiß herab. i Vmb 6. Vhr wird Sr begraben. ; S gCX? LLVtMSÄQY . 8« I na Andächtige Seuffzer vor vnd nach! M der Heil. Beicht. ! de, Anmmhungen deß Glaubens. i ÄkkLEr bist mein JESB / der du da am ’i 3 ( ^Cre«ß stirbest? bist dann JED? > ^ das ist/mein Erlöser; mein König 5 mct« | m HErr v wie soSe ich glauben daß du für ! mich vcrwinfflichcn Menschen/vnd nich' l ier eigen Erdwurmb so gar an- dem schmäht re chen 1 kboi Hm Creiltz dein vnschuldiges Leben dar, rim gebest? Je, - Aber iss deine also / mein gecremzigter GOw/ diewetlen es deme Wahrheit ge, offcnbahrrt sdie Apostel vnd Evangelisten bezeugen haben/ vnd deme Kirchm mein ^ > Mittler also lehret/ ja der glücksieligeMör, ■ mta der am Creuy schriet mit Heller Stimm: v \ In Wahrheit vifer Mrifth wäre m der Sohn GDttes- ^ ErfiatmetihrHimiml/GOktist ander . Säulen gegaißkec; GOkt ist mir Dörnern W gecrönet; GOkt ist an das Crenh ange- ! naglet worden ; GOtk stlbsten stirbek in Itich Mitte zweyer Mördern. Wer hak jemahl ^ dergletchen gehöret/oder gcfthcn? j Aber was hast du gesündigt O süßester l ailk 1 JEfir/ daß du also geurthailet wirst? WaS ^ iß der Verdienst vnd Vrfach dtses dein so £j bittern Todtes? i für I Ach! fliestet ihr Aaher; erhellet ihr Seuff« aich'! ier; mein Hcry zerchringe vnd verfchmach, ahl>> re vor Leyd, Wesen 1 dann ich bin die chr" Wtlnden Wunden deines Schmeri-ens $ Ich bin f«. Schuld deiner Marter, Ich bin dteVen, dienst deines Todes ? Was ich gesündigt > habe / das büsser ab mein GOTT; O' Wunder. Sachk D vnb^reiffliches Ge.i haimbnuß! Wer kimdte es glauben/wamr ^ dein wesentliche Wahrheit O mein GOtt > «in solches nicht selbst geoffenbahret hatte/ derowegen glarrbe ich was vnglariblict) schei. nct/O wahrhaffter JTsn / vnderblaicht von Beschaiuing meiner Missethaten vor deinem Göttlichen Angesicht. Ach schmerz hasste Mutter/ verzeyhe a»lch du meiner! Schuld / ich bekenne es gani; verschämet/! daß ich dein allerliebsten Sohndurch meint > Sunden hingerichtet habe^. Anmmhung ver Hoffnung, l lall W tvei .Th Hof all; Ge^ schl vn! i» mc, tvc< den den geil Ke m nicht dir mein gecreuizigter IEsu ein Zuflucht/ Stattvnd Frcyung für die wer jedweden Sünder ? dann wer fliecht vor ‘ dem Angesicht deß erzninten GOms ? Du stai hast ja empfangen vnd behalten deine mei Wunden / aussdaß der büßende Sünder d.ei Hoffnung fassetc Gnadenreicher Nach, Au lassiin) ^ i Die, 3c» digl I Ol Ge, | mn Ost! tu hei, ichr vor ertz, ner \ttf killt für oor m ine der ch, lNK lassung seiner Schulden? dein allerheiligiste Wunden seynd vnser Hoffnungs-Ancker/ weilen sie der Sitz deiner Gottheit/ vnd . Thron der Gnaden seynd / daß auff selbe hoffe / wer recht hoffet / vnd der auff dich allzeit hoffet / nicht zuschanden werde. Ob nun derowegen mein sundhaffkes Gewissen mich ängstige vnd micke; Ob schon der Höllische Feind auff mich laure vnd krachte in Abgrund derVerzweifflung ru stürizen / werd ich doch der Wunden meines HErrn mich erinnern / vnd vnbe, wcglich stehen / gleich als ein Felsen. Christ,ts mein getreuestcr GOtt hat denen Büßenden Vrrzeyhung ihrer Sun, den verhaisscn; Für mich ist Er am Creuq gestorben/ wie soll ich dann vcrzweiffien? Keine Wunden der Seelen ist so cödciich/ die durch seinen Todt nicht könne geheiler werden. Mein ganize Hoffnung vnd Zuversicht staiffck sich auff den Todt vnd Wunden meines Erlösers *, dise seynd meine Ver, d-enst/ meine Zuflucht/mein Leben/mein Anfferstehuna. Es wird mir niemahl an Ver, m ^ M Verdiensten ermangie» /so lang GOtt der Barmherzigkeit lebet. Ich Habe zwarschwarlich gesündigt/ke- kenne es / vnd weist mich schuldig vieler schwarer Mißhandlung / verzweifle doch nicht, dann wo überhand genommen die Boßheit / hat sich auch die Gnad vcrmeh- ret z wer ob Verzcyhrmg seiner Sunden ver;weiffb:t/ verlaugnck die BarmherMei- tm deß getreuesten GOnes. O fchmenihaffte Mutter; O Mutter -er hcylsamen Hoffnung; stärke / vnd bestatt,ge du mich in staiffer Zuversicht/ Amen. Anmmhung der Liebe. sitze lost i I O S verwnndter ILSV! O,ier- G? 2 64 O sterbender JE SB ! was für ein Liebs« Wunder bist du wie solle ich dann nicht lieben ? So wahr ich lebe / heue der dich nicht liebt/soll verbannt seyn. Ich liebe dich £> allersüssesterJESB/ weilen du wahrer GOtt vnd vnendliches Guech bist /dessentwegen liebe ich dich auß ganzen nreinem Hermen über alles ; vnd weilen ich dich liebe / liebkose ich auch dci« nen vcrwundten Füssen; deinen durch« stochnen Handen; dein drrrchspeerter Sey« rcn/vnd mit Dornen gccröntcn Hciligisien Harrpk. O wie anncmblich ist discs Auß« sprechen ; wie süß ist es / IESBM am Crein? ansehen; wie anmllthig seine Wnn« den küssen; vnd wie lieblich IESBM lieben! Wer ist der vns forthin absondert von der Liebe Christi ? vielleicht Bedrangmiß/ oder Aengsten ; Hunger oder Bloßhcit; Gefahr oderBerfolgtmg; oder das schnei« denke Schwerdt ; Ich halte für gewiß/ daß weder Todt/ noch Leben/weder Engel noch Fürstenchumb/ oder Krassem / weder Gegenwärtig/ noch Zukünftiges/ weder Slärckc/ A E L-f M ebs« icht | Dieß j » 3 / : auß vnd dei- rch« 5cw ijftn lich am Sun» ZM m Ulß/ | )«M i inci* , viß/ I ngel >eder j rcf(/ 1 Starcke/ Hochheit oder Tieffe/ noch ein anders Geschöpff von der Liebe GOues/ welchem Christo JWi vnsern HErrn ist/ Ais abändern wird können. O schmerchaffce Mutter! eine Mutter der schönen Liebe/ vmb jenes Verlangen wegen / vor welchem du brinnest / daß dein Iicbstcr^Sohn von allen Menschen «der alles geliebt werde/ verschaffe auch mir Scraxhinische Liebs-Flammen/ Amen. Anmüihige Rew-vnd Leyds- Scuffzer. Schmerlenwem wird ich dar 'Lcyd meines Heryens klagen dörffen? O Elend/so mit blutigen Zähern bcwaynet soll werden ! meinen gecremzigten ILsum/ meinen GOtt/das höchste Grieth/ die ohn» endliche Gute hab ich mit vicl/vndschwäh, ren Sünden verleset; so viel haben bey mir vermocht die betrügliche Welt/ das iärtliche Fleisch/vnd Höllischer Feind / daß sie mich abgesöndert von der Liebe Gottes/ welche ist in Christo IEsu/ vnd mehrer bann disen geliebel habe. Komme über M mich M -66 mich die Verschämrlng / vnd bedecke mein Angesicht; entziehe die Ssnn ihr« Liecht, Strahlen /auff daß ich in Finsternuß v«r, grabe meine Sünden/ vnd Mißhandlung beweyne. Wer derowegen wird meinem Haupt Wasser/vnd meinen Augen Zäher-, FlD geben / daß ich alle Rächt hindurch mein Ruhe. Beth benetz vnd meine Ligcrstaü mit Zähern befeuchte wegen der Schwähre meiner Sünden? Wer wird mir mein Her?-zerknirschen/ »Utss daß ich ein zerknirscht / vnd verdewü« ihigkes Hertz erlange in Beschmirtzunz meiner Sünden? O JEsu jener grarrsame Hammer/wel, cher die Nagel durch deine Hand/ vnd Fuß gedrungen hak/ diser zerknirsche mein Hertz/ vnd zertrenne es in Staub vnd Pulver/wett ich gejundiger/ vnd übel ver dir gehandlek habe. Ich berewe O mein verwrmdtir JEsu/ ich berewe von gantzem meinem Hermen/ ich bedarrre/ daß ich von erster Kindheit an/ an/ wei sies Hu mö sch. belc i«g den haf irre rvu geb ent Jcl rat scr, zey ve» M dti Kitt cht. i KU mz 1 «pt m Kitt lall m M **7 ZU- _ an/biß auff dise Sttmd jrmahl gesimdiget/ weilen dich hierdurch mein Gott/O höchstes Guerh/ O Bnimt vnd Drfprung alles Gurten beicydiger hab. Ware es doch möglich / daß ich durch mein Bittet ver, schaffen kimdte / daß ich dich «iemahlen beleydjgu hätt« i ich wäre bereit alles dar, iugebe« / gleichwie du alles biß aujf den ütztm Tropffm sm mich »ergossen hast. M ^ O mein gecrnttzigter Hirt/ erkenne dar lvü« irrende Schäßiein / ich komme zu dir »er, unz kvundket / dn kanst mich hevlen; als «in Blinder / d»t kanst mir das Gesicht wieder web geben. Ich komme zu dir gani; todt vnd vnd entgeistert/du kanst mich lebendig machen; nein Ich kome als ein Dmainer/ dit kanst mich vnd, rainigcn; deine Trbärmbnnssen siynd grösi ver ^ sir/als meine Boßheit. Dtr kanst mehr »er, : reyhen/als ich Übels begehengderowegen dan M verwerff« mich nicht/vnd sihc nicht an die ?en/ Menge meiner Sünden / sondern die Völle dhtit deiner Barmherzigkeiten ; dein bittere- an/, M i Lev- Leyden; dein kostbahres Blrret; Sihean ^ deine Heiligiste Wllnden; dein gransame- ^ w - sten Todt/vnd erbarme dich meiner! © O schmerchaffce Mltkter / du bitterer ^ all Meer der Betrangren i durch all dein Trau» -N ren vnd Leydwcsen ; durch deine Thränen vnd Klagen bitte ich dich / du wollest mir dei ein berewet/vnd verdcmüthigtesHery/vud Gi Verzeyhtmg meiner Sünden erlangen/ Amen. mi Anmuchung staiffen Fürsaßes. ^ Durohin mein JEsu/ wird weder Fleisch ' ^ U noch Trüffel / noch Welk mich von dir W absöndern. Dann alles was ausser dir/ ist minder gegen dir/ als «in Tropfflem i ra j gegen dem vnergrnndlicherr Mecr; als ein m Sandkörnlein gegen dem höchsten Gebürg $ ; © als «in Züncklein gegen der grossen Feuer, > Bmnst. Dr» bist alles / vnd vnendlich . mebr als alles. Forthin werd ich nicht : ^ so K innstoß seyn / daß ich mich vmb aini, ^ ger Sach willen von dir absöndern / oder m abwendig machen lasse. \ tu O ILSV du Mann der Schmerzn! > ^ mi | was habe ich im Himmel vnd von dir; W" was hab ich wollen ausf Erden ? mein ^ See! wird dir in Ewigkeit Lobsingen/ vtifr ttii ' alles was in mir ist / deinen heylwerrhen aw -Nahmen. ncn Verflucht seye die Sünd/weilen sie lästert mir deinen Nahmen/ vnd deiner vncndlichen vnd , Güte widerstrebet. en/ Die Sund ist/ mein IESV! die dich mir Ketten gefäßlet / zu den Richter ge» schlaipffet; ins Angesicht geschlagen ; an ' der Säulen gegaißlec; mit Dörnern ge« «önet; ans Creutz genaglet; zwischen den - ^ Mördern entleibt hat; vnd wie soll ich dir/ lieben können? das ftye fern von mir O mein IESV ! Ich verfluche vnd ^ verwerffe alle/ so wohl läßlich/als tödtliche uSl i Sunden ; alles was dich hasset/vnd was ;U ^ 1 du hassest/ verwerff/ vnd verfluch ich. E - Damit du die Sunden vertilgest / hast Mk - dir die Marrer deß Lreuyes auch gelitten/ «»* das seye weit von mir / daß ich erneuere/ was dil mit so bittern Schmerzn vernicht ^ tek hast; ehe daß ich dahin mich verliehre/ ' will ich ehe den bittersten Todt erwählen, «w* M z Eben Eben dises bitte ich dich O schmal . ^ hasste Mutter/ O ministe Mutter /ehe will ^ ich sterben/ als in Sünden leben/Amrn. > ™ Xlad> fleißiger Erforschung deß Gewis- ßbns / vnd Berewung der Sünden / begebe dich in den Beichtstuhl / vnd nackdeme va alte wissentliche Sünden sämbr dero unterschiedenen Gattungen / vnd Anzahl wehr» heryig gebeichtet / die «äfferlegte Lveß ( vmd damit das heilige Sacrament nickt i unergäntzet bleibe ) verrichtet hast / sä« i GGtt schuldigen Danck r wann beliebt/ feu f genver Gestalten. i ni »r de ss nti streckten Armben / daß du mit selben mich vmbfangen hast. M Ich dancke der Wunden deiner eröffne- B ren Septen/ mit welcher du mir memnr bei Ruhe,Siy arlffgeschlossen hast. , all Für als/ vnd alles sage ich dir vnab- lob küßigenDahck. Zum Pfand meines Danck-wöllendm ^ G Gemüths opffere ich dir auff meinen Leib/ ■ Scel /alle Kraffteu / mich ganiz vnd gar; ! Aber wer bin ich ? was ist alles das Mei, ! nig ? In Wahrheit nichts anders/alöeiN s 0 pur lauteres Nichts ; derowcgen opffere > ich dir auff/ was du mir gegeben hast / das ! bei ist/ dich selbsten. Dann mir bist du ge, ! sie! bohren; mir auß der Iungfrawlichm ! de> Schooß Maria gegeben worden. Mei, ^ neewegen bist du an dem Crerm gestorben; ■ w< Indem« ich mich dir wieder gebe/ verliehre ! de> ich dich nicht / vnd da du dich von mir > sch .empfangest/ kansi von mir nicht mehr er, j K t . fordern. , -7Z AALS- fordern. Ach gib« mir ein glücksecliges chc.i ; Hinschaiden von diser Welt / auff daß ich dir in Ewigkeit danckbahreS Lob singen ßge- !, möge. »ich Konrme auch du mir zu Hnlff O , Mutter der Barmherizigkeitdurch die -siie- Bilttrkeir deiner Schmerlen ; drrrch jenes um dein innbrünstiges Verlangen/ daß ich/vnd i alle Menschen deinen Sohn in Ewigkeit rab- ; loben/vnd dancken. dch l Goktseclige Anmmhungen vor der ctb/ l Heiligen Communion. ar; ! ^ Vöung deß Glaubens. eilr t ^DOhlan meine Seel/vnkerwcrffe deinen fere > ^Verstand dem Gehorsamb deß Glau, das ! bens/ dieweilen so hoche Gehaimbnussen ge- ! sich fürstellen/die nicht der Verstand/son- Heu j dem ein lebhaffker Glarrb begreiffcn mag. ?ei- ^ Dann nimme gewahr/ die Himmel cn; werden sich eröffnen ; der Sohn GOttes !hre deß Allerhöchsten ; der HTrr aller Herr, mr ! schafften/vor deme zittern welche die Welt, er- ? Kugel tragen; dessen Siq der Himmel/ rn. . M f vnd __ vnd dessen Fnßschamel die Erden ist; distt wird sich auff den Altar herunter lassen/ daselbst für dein / vnd der ganzen Welt Missethaten vnrer den Gestalten Brodk/ vnd Weins/ seinem-Himmlischen Dann sich auffopssern. O Wunder/welches die Fimmel erstaunen soll machen ! Wisse mein« Seel/daß eben diser Gölt- > liche Sohn nach gemeldt seiner Aussopffe- ! rung dein Gast/dein Speiß/vnd Brauch -amb seyn werde. Er wird dich erquicken mit der edlesten j Gpeiß/ mit der Spciß deß ewigen Leben-/ welche fein lvstbahres Fleisch vnd Bluct selbstcn ist. Er wird dich seine Braut mit ewiger Lieb vmbfaheli; O wundersames Würdigen der vnbegreifflichen Hochheit! EinmahlO IEsi« hast du dich zu einem blutigen Opffer dargegeben/ aber vnfazlich sfft gibrfi du dich für vns als ein vnbluti- -es Opffer auff dem Altar. O vnver- -lcichlichesOpffer! Dein selbst heiligister Leib / welchen dir cinsten- ei Sl d. n % ai V! ritt h ic « ! Wer/ O wunverbahrlicher GOtk/wer lUi« winde dsscs glartbcn / wann es dein vnbe- ^ trüzliche Wahrheit nicht ftlbsten grossen, ! bahrn hätte? darnmben dann so stimme nil ich distr Wahrheit krässciglichen bey/ ob eS lurl Don die Fähigkeit meines Verstands übersteige ? dann deine Weisheit vnd All, >§imlischen Vakter für mein/ vnd der gan- > du MWelt Sünden / vnd Missethaten durch lent ^ die Hand deß Priesters zur Gedächrnuß ! jenes _ HZ 276 M _ t jenes blutigen / vnd vormahls an dem «Lreutz vollbrachten OpsterS geschlachtet wird; ' DiseS vnbltttige Opffer hast du selbst in dem lcizken Abendmahl mit aigncn Hanken ' geopfferr / allda nachdem d» die Gestalten deß Brodt vnd Weins in deine Heil. Händ j genommen; deine Augen gegen dem Himmel erhoben/Danck gesagt/ vnd gesegnet/ besagtes Brode / vnd Wein in dein Heilt- gisten Leib vnd Blnee verwandlet/ vnd ! deinen Jüngern dargereicht hast/sprechcnt: ^ Nemmet vnd esset/ diß ist mein Leib/ trinckct auß disem Alle / dann diß ist mein Blnkk deß Newen Testa- \ mentö Match. «. r 6 . | Difts Opffer hast du auch wollen/von denen Priestern gewandlek werden/ da du befohlen: Äiseö thut zu meiner Gt- dächmuß. Lucä c.zi. Ich glaub ausser asten Zweiffel/ daß in disem Opffer gantz« Wesenheit deß Brod! vnd Weins in deinen Leib vnd Bluct verwandlet werden/daß arrch -« wahrer Gott vnd v V! n E n ifc g L tt f< S b s b h b r i c l l l — cm )(« i« Jen ' ttN I >nd !M* Utl :ili* »id | nt: [ M . d'ß! wn i DU ßill soM »er* 3 ö« vnd M-77ZK vnd Mensch vnrcr jeden Gestalten dich leb« hasst gegenwärtig einstellest / vnd folgendS vnker den Gestalten deß Brodes dein Leib Wehe todt ohne Blnet / vnd ohne deine Seel/weder vnker den Gestalten deß Wei, nes das von dem Leib abgesonderte Bluet/ sondern daß vnker beeden Gestalten du gaiih/vnd mithin dein Fleiseh vnd Bluet/ Leib vnd See!/deine Gort, vnd Menschheit wahrhaffkig empfangen werde. Ich glaube/ daß vnker denen gewandte, ken Gestalten weder die Wesenheit deß Brode noch Weins / sondern allein die blosse ausserliche Gestalten / nembliciM die Färb/ der Geschmack/ vnd Geruch rc. übrig bleiben. Dises alles glaube ich festizlich O wahr, haffrester IEsu/weil du/welcher nicht kanst betrogen werden / es geoffenbahrer/ dann du die ewige Weißheit bist/ der du nicht betrügen kaust/ weil du die vnbegreiffliche Wahrheit bist. Ich glaube es so festig, lieh/ daß ich ehender mir das Her« auß dem Leib / vnd die Secl auß dem Hermen wolt trennen lassen / als von disem Glau, beus- i?2 brns-Arncul abweichen: Dn allein mein süffefier IEsu erbarm« dich meiner/ vnd komme zu Hükff meiner Schwachheit im Glauben / anff daß ich in diftm Glauben seelig hinscheyde. Stehe auch du mir bey O flandhaffreffe Mutter/ welche du weder an dem Gruß deß Engeks/weder in der Armuth deß Beth, lemitischen Seallö/weder in der Egypkischcn Fluche / noch vncer dem Ereui? ariff dem Ealvan«Berg jemahlm im geringsten an lebhaffren Glauben gewanckec hast/Amen. Annmthung der Hoffnung. ITsir! meine Hoffnung vndZuflnchk/ ^ wie fest ich mich nicht verbergt» vmer den Schatten deiner Fküglen ? der du für mich anff deinem Heil- Lreniz, Altar ein Dcrsohn-Opffcr worden bist? dc ge e vl dl 3 er m E ni dc § ai ja er i>i dc d f« Ich hoffe mein grtrcwester Trlöscr/vnd ^ vertrawe anff die Verhaiffungen deiner ' « Güte / dann du bist wrfcntlrch geuew/ ^ d __ ' *79 _ ( j n deme vnmöglich ist verfprechen/vnd nicht md geben. Ich hoffe Berzeyhung meiner' ^ Sünden; ich vertröste mkch deiner Gnad/ fM , vnd eines heiligen HinschaidenS/ dieweilen du gesprochen hast: Ich will nicht den Todt deß Sterbenden, sondern daß *5 1 er zurück kehre vnd lebe. [2 Derowegen soll mich nicht verdammen , ^ ! meine Boscheit / dene so theuer erlöstt dein ' Billigkeit, In meinem Elend werd ich nicht vergehen / Vene dein höchste Gnad aB darauß entzogen hat; dann was ist für n ' Nutzbarkeit in deiner Erlösung/ da ich hin, f ab staige zu meiner Zerstöhrung? Du hast ja nicht vergebens die Menschen« Kinder i)U j "löset. tu« 1 Du hast mich erlöset O HErr IESV! für ^ durch deinen Todt; Du speistest mich mit «in dein aignen Fleisch vnd Bittet; wie wirst ^ du mich von deinem Angesicht vcrwerf« fen? wrt ■ Wann du mich nicht erlöset hattest/ iutt ' müßte ich zu Grund gehör; vnd speysctcst tw/ j du mich nicht/ wurde ich verschmachten. itMt j Ieizt östvff ich inich erheben/ dir vor An, gcsichk tretten /vnd sagen: Was mißt es/ dc daß die Liebe dich vermocht hat zu meiner . dc Erlösung dilrch dein bitteres Lcyden/vnd zu i 'wl speissen mit dem Gehaimbnuß deines Fleisch ■ ■ sie vnd Blucks/ wann ich nichts desto minder ; m in meiner Bosheit ;w Gnrnd gehe ? Be» 1 cke straffe mich dcrowegen nicht in deinem de> Grimmen/sondern lösche auß meine Sün, ich den / nach der Diele deiner Barmherzig, keiten. m Lasse dich bewögen O barmhertziqister JTslldeine Erbärmnuffcn zu Erwerbung meines Heyls/welchen du vmb so theure» Werth erkauffet hast/welchen du ernährest mit so außerleßner Spciß. Dsse deim Barmherzigkeit hat dich vermocht zur Er, lösirng desjenigen / der da5» Grund gan, gen; den zu ergikicken/welchcr allbereit ver, schmachtet war. Ach laß dich bemaistem zur würcklichen Heylmachung deiner Lieb/ die dich bewogen hac zu heylcn vnd zu er, quicken / die auch dcrmahlen nicht abge, kürtzet ist; dann die Liebe sechsten bist du/ vnvcranderlich von deiner Wesenheit. S'ht me D 3 föt drc Ac voi tig vn. S, _M LSI M_ !ln, Sihe mich derowegcn an mit den Augen ($1 deiner Barmherzigkeit; vmbsahc mich mtt mr . den Armben deiner wunderbahrilchen Lieb; wasche mich mit deinem kostbahrcn Billet; isch > starcke mich auff dem Werg deß Heyks der mit deinem Fleisch jener Speiß der Star« 8« 1 cken/auffdaß ich ohne Ermüdung besteige ;cm den Berg deiner Herrlichkeit. Discs hoffe ün» ich von dir mein Erlöser, jig. Komme mir -zu Hulff O gütige Hekffe, rin Maria» dir schmerchaffte Mutter; ster weinen Abgang erseire der Aberstuß deiner mg l Verdiensten/Amen. ! Anmmhung eines zerknirscht vnd ( tnt | vertemllkhigten Herzens. I txTrr JEsu Christe/du Sohn deß leben« M ^ z ötjcn GOttes / sthe ich armer Bettler rett ^ komme;,, deinen Rcichthlimben; Ich Be« keM i drangter komme zir deiner Barmherzigkeit. kbl Ach laß mich nicht leer vnd verachrek dar« l er« von gehen. bgn ^ Von dir verlange ich Hungerigcr ersat« du/ j tigek ;n werden. Ach verstoße mich nicht ! vngcsvcistek/ob ich schon nicht verdiene dein 5iht Speiß. Vor m -»r M Vor dir mciit IEsu / vnd vor drin« schmerchafftm Mutter beichte vnd bekenn! ich meine Dngerechtigkeiten. Ich bin in Sunden cmpfangen/vndgebohren worden/ i du aber hast mich abgewaschenz mich selb- sten habe ich von Sannen mit fchwährcm Missethaten beschmier; viel vngezimliche ^ Ding habe ich zugelassen; meine Dbcb ' thaten habe ich überhäuffee/ eben da ich Sicselbe berewcn hätt sollen. | O fanffkmüthigisier IEsn! Ich beken-! ne / daß mein Sund die Scheydel meines! Haupts überstiegen ( vnd gleich einer schwahren Bürde über mich geladen wor, j den seynd. Ich habe vor dir vnd in den | Himmel gesündiget/ vnd bin nunmehr» > nicht würdig dein Kind genennst tu wer- j den. Erbarme dich meiner O barmherziger ITsu/vacy der Grösse deiner Erbärmbde/ vnd twcl) der Diele deines Mirleydens lösche auß meine Mistrthak. Es rewrt mich von Hermen/ daß ich ge- fündiger / weilen ich hierdurch dich das ^ höchste Guerh beleydiger habe; Du bist! » » H i\ ih ic ui 0 ! W E b- d< al d! re la C f" A ist fl. ■in« tntu n in mi \ selb» vcrtt licht, )bcb 1 ich ims ■ in« vor, ixn chro wer- bde/ ^ X»S ^ -gc, daS! bist! M _ MZ -8z M mein GOtt/ das Meer aller Güter; Dar, umb dann habe ich dich beleydiget? war, »mb hab ich vurecht gchandler wider dich? Ich will bewm'nm meine Sund nach ihrer Viele vnd Grösse; mir Zähern will ich meine Ligerstatt befeuchten / nicht dar, umben daß ich den Himmel verlohren/ oder die Höll verschuldet habe/sonder allein/ dieweil ich dich meinen GOtt das höchst« Durch beleydiget habe» Ich bitte dich O IEsu durch dein kost, bahres Bluec/ welches du auff dem Akrar deßTremes sirr mich vergossen hast * durch alle Angst vnd Beirübnuß deiner vnker dem Crem; stehenden Mutter. Ach ver, reiche mir/vnd wasche ab meine Sunden; lasst mich in meinem Bnheyi nicht zu Grund gehen/ dieweil«» du mein« Erkö, sung mir so theuren Werth erworben hast. Ach erkenne vnd sihe an in mir was dein ist/vnd lösche auß was nicht dein ist;B«, tleydr mein Seel mit dem Hochzeitlichen Kleyd e§§ 284 Kleyd deiner Liebe/ auff daß sie bey gegenwärtiger Heiligen Communion vor deinen Augen würdig erscheinen möge. Dises erbitte du mir OlitbreichesteMutter/durch jene Lieb/ mit welcher du deinen am Ereil? sterbend Göttlichen Sohn vmbfangen hast/ Amen. Hertzliche Lükö-Scuffzen ^)Eme Seel/ die du nach dem Ebenbild ^^GOtkeS geformet/ vnd mit dem kost, bahren Bluet Christi erlöset bist ; Sihe dein JEsirs wird nunmehr» von dem ho, hen Himmel sich auff dem Altar dawider lassen / auff daß Er dich jxcisse mit feinem Fleisch vnd Bluek/auff daß ErdieScha? seiner Gnaden / vnd Abgrund der Liebe dir eröffne. Ach liebe du hingegen deinen so inn, brünstigen Liebhaber / dann Er ist deine Belohnung? dein leistes Zihi r deinHeyl; -ein höchstes Gncth ; dem alles. Liebe auch sein schmerchaffte Mmter/die Er über alles liebet. Mas du immer lieben kaust/ alles das findest fin der me 1, vn ( f!sl . wa ger I vn ! jen ; dis M der fiel sch Gi dir in las K erl A 7 findest du in Jhme; alle Freundseeligkeit nm der Menschen ; alle Schönheit der Mu- ifö men *, alle Süsse der Fruchten; aller Gold ,Kfj i, vnd Silber,Adel; aller Werth der Edclge> will ( siain; allen Glantz der Sternen/ vnd alles^ äst/ was liebwerth/hat Er von keinen empfangen/ sondern Er ist selbst discs alles / Er ist i vnendlich besser vnd vollkommncr. Von ^ jenen derowcgen allen wende dein Liebe zn ^ disem/ vnd seiner über alles liebrcichesten § Mmer. , Liebe diseu deinen ICsum/ der dich von |T, ! der pfitzigen Erden vnd Abgrund der Müh- seeligkeitcn herauß gefuhret. Liebe sein m schmcruhaffke Mutter / die dir ein sothane Gnad erbettelt hat. dir Ihne erkiese zu deinem Freund/Er wird dir vnrer allen der getrcucste seyn. Wann nn- j in deinem Gterbstündlein dich alles vereine ; lasset/wird Er bey dir beständig verharren; Dann wie kan ein Mutter ihres Kinds vergessen / daß sie sich nicht wer i erbarme über ihren leiblichenSohns Mann aber auch bije ihrer Leibe- best * Frucht m -T6 M Frucht vergessen foü/ so werd Ich doch ohne vnterlaß auff dich gedenken. Also bezeugt diser Liebhaber vm sich selchen bey Isa. c. 4?.». 40. £> gotrewer Fmmd t 0 über alles Leb. werthester Freund JEfnö/vnd Maria Leben/ daß sie wieder gclirbet werden; sie Wilsin/ daß diejmige von denen sie entgegen geliebt werden/ durch die Lieb feelig mu ix». S>he nun meine Seel/arrss dem Altar findet sich schon gegenwärtig ein dein JE« siis ; dem Liebhaber; dein Frermdz dem Braniigamb; dein Erlöser; deine Leb. Jetzt fange an denselben zu Leben; Eröffn« vnd erweitere mir Liebe dein Hertz \ O mein IEsu verbannet seye / der dich nicht liebet. Ich liebe dich mein JEsu auß ganzen meinem Hertzen; auß ganizer meiner Seel; auß all meinen Krafften; vnd nach dir liebe ich deine Schmertzen«volle Mutter. Wann an mir noch ein Harlein wär«/ da- das ach lrn« l«l «ict tall ncr als vnd Sil Dir mit gcl'i zöge vnd 8 M *»? m Lc- ! um stricht ' iö , .«fett K»/. cbs» mir | nn« ®t# ' dein euch j ; t icn / itc» ncm vilst z dtt rdü ?lich -ich abe; hab« r was ich bin ? O Liebe /entflamm^ mmir < erschwinget euch empor ihr snsse- sie Liebs-Flammen; Entzündet/ verzehret/ vnd zerschmelyet m,ch gany / daß ich in meinen ILsum zerflresse; daßichmikIEsu eines/Ihm gany verbunden vnd Leibaigen werde; daß ich nichts höre / nichts sehe/ nichts rede/als allein JEsum. Gehe nun hinzu meinSeel/gehe hinzu/ sihe JEsus erwartet deiner; Er verlanget deiner; gibe Gehör seinen Begierden; Er ruffet : Gibe mir dein Hertz. Eröffne dasselbe/vnd raich es Ihm/ daß Er sein Der, bleiben in dir nemme/ dann seine Frewd ist mit den Menschen - Kindern zu seyn § beglcittc du mich O süffeste Mutter! Mithin tvrittc hinzu zu Lmpfahung der itzeil. Lonimunion mit verdemäthigten^er«- tzcn/ vnd brennender Liebe. Bilde dir vor/ du empfahest eben den>enigen / der für vns Diner gefcbwiyet har/ oder gegaißlet/ oder gecronet ist worden / vnd stelle dir auff dem ltveeg ein sonder« Gehmmbnuß deß Lex- den« Christi vor Augen / da du eben vq« Hochwürdige Gueth genießen willst. Sprite nicht so >ehr mit dem Mund alsHeryen; O HErr ich bin Nicht würdig/rc. N Vbung 2A0 Vbung der Andacht nach der Heil. Commuirron. ^JEsni mein Verlangen / mein Lieb/ ^ vnd Lriosung/ zu dir ruffevnd seiche t ich von dem Innerste» meines j Ich bitte dich durch deine allerheiligiße - Wunden; durch dein kostbahnsttSBlu«; i durch die Fürbitt deiner schmerchafften ^ Mutter/ gehe ein in meine Seei / rainig/ vnd heilige dieselbe; fülle sie an mit deiner Gnad; schmtreke sie auß mit Tugenden/ auff daß sie zu deiner würdigen Wohnung ' «erde. ! O ITsu dn Liebe der Süßigkeit / vnd Süßigkeit der Liebe ! mein« Seel hat dich nunmehr genosfin/O daß sie mit derSD deiner Liebe angefüllet wurdr/vnd ein gu«S Wort von dir außspräch«; dists erbitte du mir O Mutter der schönen Lieb«! O mein gecreutzigrer JSSV! meint Liebe/ verschaff« / daß ich in dir wachse; dn bist mein Leben / das mich beseelet; d» bist mein Hoffnung/ der ich anhanget du der Ml W Se ver> tun alle der vnl sche joni in! steh ini B. S alle ter Nk eil. \6l »fhc nss M stet» mi in« xn / an« 1 i vn»j dich m. mi ! M j tcit« Ds ^ lischrnBegierden/anff daß sie von hinnen t t. abfliege in die Wohnung deiner Heiligen/ £ vnd wohne in deinem Heil. Gezcllt z all Vor, ^ ren dich liebe; dich lobe; an dich allein gc, ^ dcnck«/vnd von dir alleinig rede. m O mein GOtt / wie groß scynd deine ^ ^ Gutthaten gegen mir t du hast mich er, . schaffen zn deinerGleichnußvndEbenbild; ! du hast mich vom ewigen Dniergang er, - rettet; dir speissest mich mit dein aigenen . Fleisch vnd Bluer. O Grosse deß Werths ^ meiner Erlösung! Ich sage dir Danck mein sanfftmuthiz, , ster IEsu / vnd nach dir deiner Heil igsten * Mutter / für all vnd jede Gutthaten/ so viel ich tan / nicht so viel ich verpflichtet bin; dann bist meine Pflicht werd ich niemah, ) * len erfüllen können. ' Ich sage Danck deinem Fleisch vnd ^ Bluee jener Speiß der Starcken; dem Brodt der Enzlen / vnd Wein so Z«"ä' / stawen > ° tn stamm gebührt / daß du hiemit mein Scel erlustigc/ersatrigk vnd erquicket hast. Ich sage Danck/ auß gantzem Gemüth deinem allerheiligistenHertzen ; jenem Ruhe, Bett der Gottheit vnd Ehren, Sitz der Liebe/ welches mir zu Nutzen mit dem Speer durchstochen ist worden. Ich bitte dich / du wollest gütigist verleyhen / daß meine See! in dise Wunden sich vrrschlicsse/ darinn nach dem Vberfluß deiner Süßigkeit ihr Wohnung tumttui Ich sage Danck deiner allmächtig gerechten Hand/ jener Würckerin aller Wun, der / die für mich mit dem scharffen Rage! durchgrabcn ist worden z die mich erhöcht - in dero das feurige Gesatz der Liebe; die Langwierigkeit der Tagen der glückseeligen Ewigkeit wohnt. Dise Hand hat mich vmbarmet/ vnd wird mich auch hoffent, sich vmbfangen / vnd neben dir zur Ruhe sitzen/wann ich von hinnen schaiden werd. Ich küß vnd verehre diselbe auß gangem meinem Hertzen. Ich sage Danck deiner feeligisten lincken Hand/meiner getrewesten Beschützerin/die N j mich x *94 , ; mich anß vielen Erfahren entzogen; all rergtfft« Pfeil drß Zcinds gleich als ein li unüberwindlicher Schild znmck abgekehrt; 1 « für mich ans Tren? genaglet ist worden/ ^ ^ damit das Schwerdk ergrimmter Gerecht $ «igkeit mich nicht hinrichtete $ jetzt hat fit i ^ fich mir vnttrkeget/mtff daß ich nicht falle/ n und ju Gnmd gehe; ich küsie vnd ver, d ehre difelbein demürhigistcrAnmuchung. ‘ a h Ich fageDanck dein allerheiligsten rech, A ren Friß / jener «nbewögkichen Gründ, d S.äule meiner Hoffnung vnd Zuversicht/ tz< difer ist mchr dann dreyßig Jahr für mich ' mit unzählbar harten Tritten brfchäffkigt 2 geweftn/vnd endlich an dem sthmahlichen, E Lreutz für mich durchnagtet worden. Di, > t< str hat mir den Weeg rum Himmel ge, ^ v bahnet; difer hak feine Fußstapffen mit - di Bllret besprenget ; difer hak meine Friß; d «uff einen Felsen gest,;«/ vnd meine Tritt n geleikhct auff den Weeg deß Friedens;! 6 Ich küsse vnd verehre denselben gantz inm j brünstig/vnd von ganzen Herizcn. t< Ich ^ €§ »95 M «0 Ich ftge Danck deinem allerstarckistctt ein linckenFuß/jener zierlichsten Säulen dc'i- hre; ; nes allerheilizisten Leibs jenes Göttlichen ,en/ , Tempels/welcher die Meer bctretten; die nd, ^ diftn mit tieffister Naig«mg meines Her, chl/ uch 'tigt hm D>- ge, mit m :ri« 's; m Ach tzens. Ich sage dir Danck mein verwundrer JEsu für all deine Arbeit / vnd Schwaiß/ Schmach vnd Wunden/Straich/Mar, ker vnd Peyncn / für all dein« Aengsten vnd granjambsien. Todt. O daß ich für dise vnd all andere vnzahlbare Gnaden dich lieben / loben / vnd preissen kundte nach der Maaß/ vnd Würdigkeit deiner Güte. Atkch dir sage ich Danck O jnsseste M«r, ter! daß du dein vnd meinen IEsnm 9)4 mir M r-6 M. .... — ■ ■ « v w y rMirempfangcn/gtbohren/Md erzogenhast/ j .der da mich mir seinem Zkejsch tzydÄlutt erlöset hat. . Ich opffere dir auss O gccrcunigttr ILsu/ vnd dir O schmerchafft« Mutter Mine Gedachtnuß/Verstand vnd Willen/ all mein so wohl inner, als ausierliche Sinnen / all Gliedmassen meines Leibs/ Leib vnd Srel / mich gany vnd gar; diß wird fürohin mein einzige Arbeit seyn/daß ich Euch lobe / vnd alles was in mir ist/ Euere. Heilige Nahmen preisse. Gebtt mir Gnad / daß ich dises vollziehe/, vstein seeliges Hinschaiden von disem rerganglichen Leben erlange/ Amen. . -t Folgt» ^ 257 ZD> , . 5/ j ? 1 Folgen hundert gar kurtze Bettach- ^ tungcn vom ganzen L s Lepden JEsuLHrtstt. cht ! vic>x^c^v»L>2r>rL>?c^c^c^vsc,?c'Z^v^L>?e/» bs/ diß JTsuo von Naharerh/ ein Köni^ »aß ! der Juden. W/ bet I * n- ; l^Estts Vermög deß Gestüts / isset das ^Oster- Lamb mit seinen Jüngern. Er war dem Gesa«? nicht pmerworffen / »nd hielte es gleichwohl: Ä>aö folte dann mehr thun ich Vmerworffner? O JTftt/ meine Augen selten billich zur Quelle der Zähern werden/wcil sie dein Gesa? nicht haben gehaltet». 1 Er wüsche seinen Jüngern / auch dem Amacher Juds die Fusse/ vnd kussete sie. Das chaee Er der HErr seinen Knechten/ N 5 der M rs8 M _ du Meister seinen Jüngern/dann Er iv§r Äjj nicht kommen Ihm dienen ;u lassen / son- ^ Lern selbst zn dienen. Sage an litt ^ ^>off«rtig«r, bist vu Knecht über den ^ ^> JTsn/ mit deiner Dcmuch hast du meine Hoffarch überwunden' ßx z. sie Von Iuda wird Er verkanfft vmb kie! dreißig Silberking/ der doch kommen war die Sünder mit feinem Blnek zn erkauffen; Nimb wahr/ wie hoch G^tt dich w geschätzee; willst aber wissen / wie H hoch du Ihn achtest i vmb einen 3 geringen Wollust darffst du Ihn I beleydigen vnd verkauffen. ve O JLsn / wie leyd ist mir/ daß ich dich ^ so esst verkanfft habe. Ich will hinfürö lieber taufend vnd aber ta»rftndmahl sterben/ als dich beleydigen. d> 4. he Für ein Kennzaichen der Setnigen/be, g> fahle Er seinen Jüngern die Liebe; weil j - ' . M M ......... . ^ brnrmblich dir Lirbr selber/ vnd wessen tü! voll/ daß fein Mund herauß gäbe w vnd redete; Wer keine Liebe hat/ver- meynest du/ Er werde ihn erkennen ^ für seinen Jünger i du O JTsil mein Lieb / warrrmb hab ich so st-ach angefangen dich vnd meinen Nächsten m lieben? Ich liebe/ vnd will dich Mb lieben ewiglich. m s. .Er verwandleke Brode in feinen feib/ vnd verließ es vns zur Speisse; so häffkig verlcnrgere Er sich mir vns zu- verainigen; "ln Auß dem wird erscheinen / ob du Ihn herwieder liebest / so mit du „ verlangest mittelst diser Speiste dich g «»3hmv.--.am.gm. sttt« O ISfu/sollt ich nicht lieben dich/ der du so liebest mich ? Ach / daß dein aller- 1 heiligifter Fronleichnamb meine Ersätti, /bt, gungsey. weil. L. Mein M 300 ZK- 6 . Wein verwandele Er in sein Bl>«t zu vn£(i> M w M_ mit . O ITsu / durchstiche mein Fleisch mit deiner Furcht / vnd stärcke meinen Geist/ " damit ich für deine Ehr vnd meiner Seelen ttiv Heyl wachtfamb sey / dann vnstr Wider- >ar- sacher gehet herumb / strchend wen er »er, \ st schlingen möge. mi rr. HA Cö begierig war Er/dem ewigen Dat-l tct zu gehorsamen / vnd für vns Menschen zu leyden/ daß Er seinen Feinden entgegen gienge/vnd selbst sich ihnen in die Hände lieffem. Wann ein Gehorsam nicht ^ willig/ so ist er nicht gültig; Wie ist M dann der meinige f O JEsn/lehre mich allezeit deinen vnd deines ewigen Vatters Willen also thun Ztf vnd vollbringen j daß ich dem Göttlichen lber Gesa,; willig vnd gern gehorsam«, ine 1Jt ich Judas der Berröcher gehee daher / der nd HErr lastet ihn zu: Der Tropsf bietet Ihm M/ einen Gruß an/ der HErr schlaget ihn nicht anß *, auch einen Kuß/ den nimbt Er «uch an/helßt ihn noch darzuseinenFreund: fa Wann _ MZ;o4ZN _ Wann ich nicht auch Meine Feind kle tiebe/ so ist Christi Liebe nicht in mir. wi O JTsu/ nimb allen Haß auß meimm Hermen t damit ich niemanden Böses mit . / Bösem vergelte/sondern auch meineFeinde i inniglich liebe. Er will mit Pem Schwerdt nicht ver, « fochten werden; Warumb das? damit ^ Er den Kelch deß Leydms trüncke/wckchen A Ihn der Vatter gegeben hatte. Wie ^ trincke aber ich den Kelch / welchen > mein G-Vkt mir zusendet < ^ O JTsn von deiner Hand will ich am C nehmen Gutes vnd Böses; Suffes vnd Sarrres; zu einem so willig / als zum an« in dem/ vnd will deinen Nahmen loben vnd jer benedeycn. Ki if. sey Er heylete Makcho sein Ohr wieder an/ reg welches ihm St. Peter abgehawrn hatte ; Wem? dem Diener deß Hohenpriesters seines Feindes ; Vnermesten ist dit V Liebe Christi; vnd meine <0 wie V _ _ E t°f M _ nd klein ist sie / die vmt> keine Feinv ir. wissen will/ ist ihrer nicht fähig. n ”j O JEstr/ verleyhe mir/ daß ich difer ^ , deiiier Liebe nachfolgen/vnd allen meinen Feinden Gutes ch»n möge/ damit ich t>cu. tut Liebe nicht vnwürdig werde. er, r6. Er wird gefangen vnd gebunden; Wer ? • der HErr aller Dingen; Wammb? da, mit Er mich von meinen Sunden, Ban, den..laß machen / vnd Ihme verbinden ^ mochte; Solle dann ich leine Liebs- Banden zeneiffen / vnd mich mit w Sünden-Banven widerverstrickens nö O JTfu/ wie vnglückfeelig war die Zeit/ in welcher ich zum Bösen frey war! Ach nd zerbriche dise Banden/damit ich nicht ein Knecht der Sünden / sondern dein Diener sey; dann Dir dienen ist herrschen vnd lN/ regieren. 17 . tr f Da Tr gefangen / warde Er verlassm; Sie Wer? der allcrgröste Gutthaker ; Von >ie Wem? Von den Seinigcn/ denen Er ein sich 506 DA E, sich erst kurs zuvor zu einer Speisse gegr, den hatte y Weßwegm? aus Furcht. Eben also verhake auch ich mich w gegen meinen G-Ott / wohl eine m Schand t da O JTsu / verleyhe mir Gnad / -aß ich ^ mich von deiner Nachfolgung nicht ab, wl schrecken lasse; die / welche wann sie den -i -Leib geködttt/ hernacher nichts mehr mir zu schaden vermögen/sondern daß ich dich vn förchte vnd folge/ der du Leib vnd Scet in vc> bie-Voll schicken kanfl. de! rS. Er wird in die Statt gezogen vnd gt, schleppet wie ein Mörder / daß Er soll gt, ^ richtet werden; Marumb das?Nemblich £ weil ich Ihr» mit meinen Sunden dar;« ^ gebracht/ vnd annoch nicht auffhöre. ^ O JTsu / ziehe mich nach dir / dir ju h, dienen nach deinen Gebotkm ! Ach war, umb hab ich dich belcykigek ? Ach hätt« d< ich es nie gethan/ vnd thäte es nimmer« Z mehr i »t ij>. Er Z — M?°7 M ry. ^ cht. Er fichet vor Hanna als ein Vbelrha, ^ rer vor dem Richter. Ich bin derje- M mge/welcher grfünkngtt; was hak das vnsschuldige Lamb gethan? ich Wann der Anschuldige so gerichtet A wird/ wie wird es dann mir Schulden digen ergehen t mir O JEsir/ verlchhe mir/ daß was ich »ich vnrechk gethan/ich zuvor verbessere /ehe ich litt vor Dem Gericht erscheinen muß z dann - ^ deine Drchail förchte ich gewaltig. 20 , a 0 Man fraget Ihn vmb seine Junger/ L wer vnd wo sie seynd ? Er schwaigtt; Warumb da6 ? nemblich / weil Er nicht E Gutes von ihnen reden kund« / wolte Sr re, Mich nichts Böses. And ich hab ein so freche vn bändige Jung / ein so ■ß - böses Maul. w# £> IEsu/scqe meinem Mund enre Hrret/ fo« damit ich mich nicht versündige mit meiner up Arng. Zweymahl sollen meine Morr zuvor anff die Waag / als einmahl anff die Er Zimg kommen. Man -GZ?c>3 |j rr. ' Man fraget Ihn vmb seine Lehr. Er antwortet: Er habe nicht heimblich s fom Lern öffentlich gelchrer das verschwiegt Er nicht/sondem sagte JEsu/wie fuß ist dein Geist! damit ich dein sey/lehre mich/ daß ich nicht wit' der malcdeye/wann man mich malcdeyet; nicht drohe/wann ich was keydcn muss. rz.Mau Ja! klar vns tva i du lieb jutii für d sich m Itr red L Ki! cha, ergc rieh _ MZ zo? W- — -Z. - Matt führet Ihn zu Caipham selbigen ^ Jahrs Hohenpriestern / Ihn dorr anz»e- , klagen! Warumb? weit Er nemblich in ^ unsern Sünden gefangen ist ;' Lrgö § "" »ch gesündrget/ soll Er büffen! jch O IEsu/ soll ich nicht lieben dich / der du so geliebek mich ? solt ich nicht dir zu * m lieb auch was lcyden i der ich so viel go il sündiget ? O IEsu / würdige dich / mich kttl ^ w< & lcyden zu lassen. , ‘ ' 24. 1 Er wird fälschlich verklagt/entschnldigee ich/ ^ über nichts; weil Ihn nemblich meine I( j (; Sünden anklage«»: Änd ich so vie-» ler Sünden schuldig / darff mich >och Rechtfertigen! ch" O wir armbe elende Adams - vnd Eva, ich Kinder / die wir so hurtig seyn vnsere Vn- thaten zu entschuldigen-! wie wird es vns mi Y • »gehen / wann der wird. kommen vns zu richten/ der vmb allesvnd jedes weiß? , et . - 25. ' Er bekenne« sich für den Sohn Gottes/ r« * _ M ZG- _ __ der Er war; vnd man sage: Er lasier« m( j GOtt; O grosse Vnbild t Er knndtt t£ , ^ rächen/woltr aber nicht. Meine kanich i ^ nicht rächen/ woire aber gern« - \ ßch O mem GOtt/Du hast gesagt-: Mer. ^ lasse man mir die Raach / ichwillsvcr« s gelten ; So sey dann fern von mir / daß * Ich mich derselben an Massen wolle. i Man schreyec i Er ist deß Todes schr^ .«l, dig; Weß Ärsachen halber? Er # " bee sich auß snr GOtkes Schn ^ Sollt ^ wohl nicht vielmehr ich deß Todtes schuldig seyn, der ich/da ichein Kwd m G-OTLes war / mich selbst M lest Lcuffrlö-Kind gemach« habe i Abe O JEsu/ durch dein bitterS Leyden vnd ; Sterben zersiöhre in mir was ich gemacht/ ' auff daß wieder in mir verbessert werde/ w was d»r gemacht. . Man speyet Ihm ins Angesicht; War, W nmb das? So verächtlich haben Zhn wa meint sthj ' cm meineSimden gemachte Vnd ich ttatff *5' noch so hoffattigseynl lch ^ O JEsu / wie strncket die Hoffare / wa sich die Göttliche Majestät demüthiget/ vnd ein armer Erdwrrrmb sich auffbiehet. y Ma« gibt Ihn einen Backmstraich ' vbcr den andem; vnd Er / als ward Er ein Gclav/sagt nichts darzu! Vnd ich . tvoite Schläg mit Schlägen ixu 2 Selten i warlech ich versiehe mich JL woht nichr auff Christi Geist , kv-« ^ ITsu / wie -so gar vnähnlich bin ich Dir! wann d« dise Schlage weiche Du ^ von meinetwegetl c mpfangrst/ an mir wol- M rächen / wie ich ihm; O wehe mir! Aber ach verschone meiner. vnd 2j-. Man verbindet Ihm die Augen / vnd schlaget Ihn ins Angesicht/ sprechend: Prophe;ry/rathe/wer ist/der dich geschla, gen hat! Grosse Lästerung war das; Er Man ieydtt sie doch meinetwegen ! Vnd ich/ Zhn wann ich sündige/darff sagen : Wer meint sihn es i L> __<§§ ;i2 M _ O JEsu/du siehest vnd erforschest aller ^ • ' Menschen -Hermen ; wo will ich mich hin verbergen vor dem Angesicht deinesZorn-; > ^ vmbsonst v-rbirge ich mich vor dem / der Ic,c alles sihec. ;e>. ) PemiS laugnttdaß er Christinn ftrnt; Er kennet« Ihn wohl ain Abendmahl / da " k er bereit war für Ihn 511 sterben / vnd P f jei?t in Banden kennete er Ihn nicht! So handele auch ich mit Christo. O JTsu / sihe wie schlecht meine Lieb ch bestellet ist; So lang es wohl hergehet/ folge ich dir; wanns übel hergehet/ so vcr« ^ lasse ich dich! der liebet nicht recht / web eher nicht allezeit liebet / gehe es wie da wolle. , ;r. Petrus laugnet znm andernmahl/vnd schwöhret darzu; wo hat Pernrs sich si ' -0 verschlimmert ? vncer schlimmen Leuchtn; . dal Es gehet harr daher/ daß «in Böstt i hü! dey Bösen nicht noch ärger wird; Jft die Erfahrnuß Meß. V __ E Zr? DA- _ ^ . O ZEsu/laß meine Firß nicht wandern ^ den Weeg der Gottlosen ; was nutzet/ daß L. , man sich anffhalttt bey denen/ da man s<» M leichtfallet, Petrus verlaugnet zum drittenmahl/ «nd velschwöhree sich so hoch vnd theuer/ / M « habe Chrisi>rm nie gekcnnet; woher der K) schwähre Fall Petri? Ach / wer vom jcht s ersten Fall nicht bald wieder auffstehek / der 0 , fallet immer tieffer. Ach/ wo werde . ich etwa noch hinfallen i / P 2Esu / komme mir Fallenden ;u C wt Hülff/vnterwirffe mir deine Hand/ damit ich nicht gar in die Ticffe hinunter fallt/ ie da Wff* ,>östt r hülfflich seyn! Ach wie groß ist »ird; JEsu Güte/ vnd hergegrn meine ^ Voßheit'. S - O OJE- _ M m M _ -OITsu/ in Wahrheit willst du den dick Todt deß Sünders nicht/ sondern daß er gess fich bekehre/ vnd lebe; Schawe auch mich an/daß ich mit wahrem Lyffer -er Seelen ^ Heyl entzündet werde. Je» ; 4 . m Nach Christi Gnadenreichen Anblick $ n j grenz Petnrs hinauß / vnd beweyneee seine Sund bitterlich: SchawttmichChw ^ stus in meinen Sünden nicht ojft q gnädig gnng ane' wo seyn die Rew- < Zäher i wo bleibet die Bueß i auf O ITsuV in Wahcheit lassest du die den Sonn auffgehen über Gute vnd Böse; Sitze mich an / vnd lasse nicht zu/daß ich , in der Treffe deß Sünden > Lebens stecken bleibe. $f. zu Die übrige Nachtzeit verbliebe der HE» ^ ZEsits viuer der Soldaten Muchwillen/in *>n der Stille bettend für vns Sünder; Dud G, ich schenkte diselbe köstliche Zeit do vn nen Wollüsten. H O ILsn / wie so fiarck liebest du mich, G der dn meiner allezeit gedenckest; vnd ich no den dich so schwach/ der ich -eurer jö bald ver, i «r sesse» lich ytf. ilen In aller Frühe ward Er über die Gasten Jerusalems gebundener zu Pilamm hinge, zogen/ dorr ließ Er viel Zaichen seiner Liebe M vndGedukr sehen ; Ich deß -äsen Fernen« des Gebundener lasse überall Zai-> ^ chen meiner Boßheie auff denm Gaffen Babylons sehen. ew-> O JEsu / zerbrich« dift meine Banden/ auff daß ich dein Gebundener werde Mit > dit denen Banden der wahren Liebe. ?s £ ’ 37» Md) Er warde verklaget / hätte das Dslck anffgewiegelr; verborren dem Kayftr Amß zu geben : Er / sich auff seine Dnschuld )Dr verlassend /schwiege / dann wo Er -gangen n/>n vnd gestanden/ hatte Er denen Lemhen Luv Gutes gethan; ihre Kranckheiren geheyler/ Vü vnd befohlen dem Kayftr zu geben was' deßKayftrs ist. Mich überzeuget wein uch, Gewissen / entschuldige mich dan- > ich noch. dich O r OJE- M M O JEsn / wie vnschuldig bist du / ss schuldig bin ich / vnd kan doch nicht er, dulden/ daß man mich beschuldiget: Ach/ wie groß ist meine! Z8. Man fraget Ihn/ ob Er ein Koniz sey ? Er antwortet ja; aber sein Reich sey nicht von diser Welt. IÄus will kerne Gememschaffr haben mit diser Welt/ vnd ich -in derselben so be< gierig t O IEsu/ mache daß ich nicht sey von diser Welt / welch« dein Tröster straffet wegen der Sünde/ sondern daß ich sey anß der Zahl deren/ die dir von der Welt erwählet hast. Obwohl Er gany ermüdet / gehet Er doch willig zu Herodem hin / auff daß Er mich erlöse von dem / welcher herumb ge - 1 her/suchend wen er verschlinge. Ach wie langsam- bin ich zum Äienff G-Skte-/pnd wie Hurtig zum Eö- sen! OJTsul _ __ M 317 M __ / ss O IEftr / alle deine Tritt schreyen wie k er, du mich liebest ; wie solte ich dann dich {§! nicht wieder lieben? Ach zu wünschen , wäre/ ich hätte dich allezeit geliebet/ vnd liebere dich noch immerdar! 'nie < 40. L‘9 Herodes fraget JEsum viel Dinges/Tr .f 8>bt ihm aber kein Antwort. Vorm Dolck tfit tym Er/ vorm König schweiget Er; fa« warumb das? Ex wolre das Heiligthmn nicht denen Hunden vorwerffen! -O m meine Zung / m vnbehmsam bist •1P hu! auf £> JEsu / die Zung bemacklet den gan, [ w ' yen Leib; Bewahre derowegen meineWeeg/ damit ich lerne/ wann Zeit zu reden/vnd ^ wann Zeit jum schweigen ist. iS 41. , 1 Die ewige Weißheit / der Konig aller Königcn/vnd Gottes Sohn wird für einen a Narren anßgelachet/vnd Er gedttltet es; »I Ich aber hab so gern / daß man mich ehret'. P 0 ; O O ITjir/ wie bin ich noch so weit vm deine» Weegen; weh mir / der ich ft» liebe die Eytelkeiten; Bekehre mich / daß ich U nicht scheue von deinetwegen veracht« M sct werden» 4^ ft Er lasset sich vnmenschkicher Weise füh, £ rm/ ziehen/schleppen / wohin oder her die Jüdisch« Granfambkeit mrr immer will; w Ich werde von der gütigisten Hand cx G-Okke- si, süßiglich gefühm/ vnö darff widerstreben. O JLsu / du- gehorsam^ Lämblein/ ch mmb hinweg von meinem Her?en die hi> Hartigkeit/ vnd meinen Vngchorssrmk. 4 ). JEsus wird neben Darraba eint« w Mörder fürgefchkagen / gedulket / daß man £ Ihn demselben gleich schabet/ damit Er mich gewinne; Was erdulde ich von E pmekwegen^ ^ O mein IElu/ ich hak erwählet verwert ferrzu sey» nr deinem Hanß/ vnd alles wir P den Staub der Erden geachtet / damit ich ^ M dich gewinne. 44 - de _ _ M V9 M- _ vm 44. lick Das Volck will IEfnm todt / Barra, ich bam loß haben. Wohl ist Er d rnd bereit; wann du mich liebest/so züch« > rige mich. ger 47. Mi Er wird feiner Kkeydem entblösset / blei» Mi bet allein mit seiner Bnschukd bedecket/ schämet sich sehr; Ich werde der Gnad/ Gerechtigkeit / Verschuld entblösset / vnd seit schäme mich nicht. Ach wehe mir seit zu der Hochzeit deß Lambs wird ble niemand zugelassen / der nicht rm fa> Hochzeitliches Kleyd an har. Ich kehre wieder $u dir mein Braut!« de gamb JEsu; Ich hab gesündigec in den Himmel vnd vor dir : Bitte/ gibe mir -<> wieder das erste Kleyd der Vnschuld / da« ‘ sey mit die Schand meiner Blesse nicht er« bei scheine. gie ! 48 . : Man bindet Ihn an eine Sauf; wohl redlich _ _ (<(/ redlich als «in vnbewegliche Gaul sicher 0 feine Liebe/ die nicht wancket. Achvnd 0 ich bin wie (in vnbeständiges Uicb* m kes Rohr / welches ein jedes Windei lüiD der Eyrelkeie hin vnd her wehet, ich, O ITsn / binde meinen wanckelmüchi, gen Willen an deine Sank / «uff daß ich mit Wahrheit sagen möge - Wer wird >lei» mich schaiden von der Liebe Gottes? kei/ 49. ad/ So hälftig wird Er gegaisselt/daß von >nd seiner Fußsohlen an/ biß zu der Schattet ir ! seines Haupts / kein gesundes Orth ver, ird bleibet; Kein Wundcr/dann so grau- kirr famblich haben Gottlose Leüth ihren Muthwillen an Ihm verübet/ uki« deren ich ver Erste bin t den Das erkenne ich/vnd lebe dannoch nach w denen Gelüsten deß Fleisches! O JSsn iw ’ sey mir gnadig/vnd durch dise deine W»n, er, den vertilge in mir alle vnznchligt Be, gierden. oh' Man löset Ihn wieder ab vön der ich O f Sank/ _ M)rr M _ Sank/ nicht zu der Rtche/sondern zu sufy ret vnd grösserer Mareer; Bnd damit man sich nicht verweyle / suchet Er fein Gewandt selbst rnsammm; Ach weht mir/ mich Krdee man zum Guten/ vnd ich verweyle mich so gern. O JEsu/ muntere mich auff/ damit meine Füsse so hurtig vnd schnell werden pim Guten/ als sie bißher gewesenM Bösen» 5r. Man zöge Ihm sein Kleyd wieder ab/ (O mir was Schmer,;«»/) vnd krön« Ihn mit Dörnern; weil nemblich meine Gelüsten die Rostn schon darvon abgeruB hatten; Will ich dann mit denen Gottlosen auch sprechen: Wü wölkn vns mit Rosen krönen. NeM O mein IEsu/ nicht also; Es ' fiehee nicht wohl/ vnd ist ein Schand / ein blutiges Haupt vnd zart« Hand. f*. Man hänget Ihn einen alten Purpur- Mantel an / das ist httt GOtteö meines HErrn w a, p, eil! di> R In ic! U\ ch icl dc vt r ftl v> h _ __ M m ZU _ >4' /) Irren Pracht. MtyNkfi du / Er S werde dich irr Purpur/ Gold / vnd ffa anderer köstlichen Kleydern Herein- L prangenden kennen i L> JEsu / ist dann die See! nicht mehr als der Leib ? was ;iehre vnd schmucke ich Visen/ jene (vV|f< ich ohne Ziehr. E Für einen Scepter gibt man Ihm ein Rohr in dir Hand % wie ein vnempfind, sicher Stain, Felsen keydee er es! Vnd toi« ich erzeige mich so empfindlich/daß «in« ich gleich Vnbild mit Vnbild rö- pssk chenwill. rten O ITfu/ verleyhe mir die Gnad / daß Fü ich durch dein Exempel auch kerne von deiner Liebe wegen Vnbild zu übertragen. D 54. ein Gpottwerß knyet man vor Ihm nider/ vnd bettet Ihn als einen König an. Für Tribut giber man Ihm Backenstraich/ M speytt Ihn an ; vnd verspottet G-Ott inet Vnd die Welt / vnd mir solre sie es irrn besser machen. MZ;r4ZG _ O JEsu/ der Knecht ist nicht grösser ^ dann sein HErr; Laß die Welt meiner * nur spotten / wann nur du mich erkennest . 1 für deinen Knecht. < 5s' i In solchem Schmuck/ in solcher Zierd/ stellet Ihn Pilatus dem Volck für/ spie, t chend: Lccs b1c>.^o : Gihe sttt 4) * Mensch Visen Menschen / vnd seine j 1 Werck: Hergegen aber siehe auch ! i dich selbsten an vnd deine Werck. Ach ich bin nicht mehr wie dir mich cn * schaffen / so unschuldig / so gerecht vnd ' ftomb/rc. Wehe aber mir! Aber O ' mein gütigister HErr JEsu/mit deinem ‘ theuren Bluet ernewere mich wieder/ damit meine Sund vnd Missethat nicht zu nicht« mache/ was dein allmächtige Güte erschaß l fen hat. I z sei. . ; Dem Volck gierrg discS klägliche Schau, . spiel nicht zu Hermen; wohl ein1l>nbarm, heriziger Po'fel! Vnd noch grausamer ! « bin ich/wann mich da- nicht bewegt ; dir nachzufolgen. <0 scr .er re, i 0 nt ch (U nö 9 ein nit D« aß ni, m, ick lgt 0 _ MZ ;rf M O JEsu / warnmb soll ich dir nicht nachfolgen ? wer dir nachfolget/der wan, dert nicht im Finstern: -Hilffe meine» Schwachheit. 57. Das Volck will Ihn gecrem-iget vnd todt haben/Er aber sie zum ewigen Leben! <ö wie gütig ist IEsvswie böß« der Pöfel/ vnter dism gehöre auch ich O JEsu/dermasscn liebest d« das Creruz/ daß du dein Leben darumb gibest : Ver, leyhe mir / daß auch ich das Ereutz über mein zeitliches Leben liebe / damit ich würdig werde ewig zu leben. 5 ». Pilams/ damit er deß Kayfers Freund tliebe/vermchailet den vnschuldigcn HErrn zum Todt; O That! damit er einem Menschen gefalle/ will er Gott mißfallen! <ö das thu ich wohl auch! O JESR / fo ich nur trachte denen Menschen zu gefallen /kan ich dein wahrer Diener nicht seyn z will derowegen gern denen 3*6 Sfk* denen Menschen / der West/dem Fleisch/ demTeuffel mißfallen/ damit ich nm dir allem gefalle ^ 5?. ! ü> Da man Ihm das Creutz herkraäfft/ , Ä erfrewete Er sich dessen über die mästn/ R »imbflenge vnd kirstre es. Wie folte ich Christi Freund seyn / wann ich ein 8' Feind deß Creme» bin t tt O JEsu/ das sey fern von mir / daß ich mich rühmen oder erfrewen wolle / dann nur allein m deinem Srcutz. Drrrch discS I tt sey die Welt mir gccrenyigrk / vnd ich der st Welt/ damit ich dein sey. So. Er rrnge sein Crerri? drrrch Jerusalem zrrr Stadt hmarrß. Sein Jünger kan ich nicht seyn /ich nehme dann auch mein Creutz auff mich/ vnd folge Ihm nach. So wollen wir dann / O IEsrr / auß lc der Eyrelkeit der Welt hinauß gehen/ vns ( der Verachrlichleik deß Creukcs gar nicht L schämen. sc 6i, Bitter oi _M M-_ 6l. Vnter dem fchwähren Last deß Creutzesi fiele Er zu Boden; Weil nemblich der überschwahre Last vnserer Sünden vnd Missethaten arrff Ihm .läge; Vnd Ich wolle das Creutz verachten t Du/ O mein JTst»/ hast meinen Last getragen / hinfüro will ich dein Joch auch tragen/ damit wir einer deß andern Last tragende drin Gesay erfüllen» < 52 . Da Er sich wieder aufgerichttt/begegne, re Ihm fein liebe Mutter; Ach mit was für Mitleyden sahe Sie Ihn an/ wün, sehend / für oder mir Ihme zu leyden. Klage dich an bey der Mutter wegen deiner Sünden-Kall / vnd bitte / daß Sie dir mitleydentltch zum Wider- auffstehrn wölle verhüiffttch seyn. O Mutter/alles dists deines Hermen, leyds bin ich Vrfach; Eya Mutter der Liebe / lasse mich auch was empfinden von deinem Simeonis- Schwerdc / damit ich fambt dir Mitleyden trage; du mir aber in allm Nöthen MütterlichzrrHülff komefi. M Z-8 6;. Er fallet vnrer dem schwahren Creu? noch einmahl; daran seyn schuldig meine sündliche Wider.Falle: Ach/daS weiß vnd erkenne ich / gleichwohl gelüstet mich zu sündigen! O IEsil / ich nimme mir kräfftig für/ hinfüro nicht mehr zn fallen; stehe mir -ein Göttliche Gnad bey / ohne weichlich nichts vermag. 64« Er nimbt Simon Cyrenenm vor einen Gespan vnd Mitgehülffen an / sein ßrcits zu tragen ; O wie gern nähme Er auch dich an/ wann nnr du daran wölkest'. Er ruffck dir wohl/hast aber keinen Lust darzu. O IEsll/wcr fein Crentz nicht auff sich nimbt/vnd dir nachfolget / der ist deimr nicht werth / sagst dl«; So will ich dir dann mit meinem Creuiz nachfolgen / da, mit ich dich erraichc; Ich will dir nach« gehen/damit ich zu dir komme. 65. Vc, für , mik ! gen M G» du i vml Sil VNd «n Jer> schu über solc G. nick L Da I Qu< HZM 65. Veronica reichet Ihm ihren Schkeyer für ein Schweiß »Tuch/ den begäbet« Er '"5 - mit seiner Bildnuß. Vmb einm so gerin, O l gen Dienst einen so reichen Lohn! O Mensch/für feine so vilfältigc grosse Gnadettvnd Gutthaten/wie gibess lir/ du Ihm so kleinen Danck. nie O JEsn / was muß ich dir widergelten ich vmb alle deine mir verliehene Wolchaken l Sihe / mich felbsten schencke ich dir ganL vnd gar. im 66 t :us Au denen Ihn beweynenden Frawen ich wendet Er sich/vnd spricht: Ihr Töchter st i Jerusalems/weynet nicht über mich (Bn» W schuldigen) sondern weynet über euch vnd über ewere (schuldige) Kinder; sü^ber ;ch solche Zäher / vermryne ich / sey vor n( J ©-Ote nichts köstlicher- / vnd dir dir nichts nützlichere, da, Ö JEsn / wer gibet meinem Haupt ch, Wasser / vnd machet meine Augen zur Duclle der Zähern/meine Sünden genug 8c, zu MM _ zubeweynenz dann so man das thut an Dir grünen / was wird an mir dürren werden? * 7 . « Vneen am Berg Talvarire fallet Ä A «bermahl mit dem Cmriz; Ach wie ei« ick schwährer Last seyn meine Sünden! fei Christum »wcfen sie zu Boden/ mich/ so ich nicht darvon abstehe/ . werdende zur Höllen hinab drucken' O JMi/raiche mir deine Hand/ damit ^ ich fein bald wieder auffstehe/vnd mchk in den rieffen Abgrrmd- hinab stelle 63 . Er richtet sich wieder auff/ vnd staigee m den Berg Ealvari« hinanff; Seine Liebe m zerfallet sich durch so viel Falle nicht / fon- 3 dern raichek von einem Ende biß justv an- n , der» starck vnd mächtig. Ast meint jr Liebe auch so beschaffen t Nichts weniger mit was ftir Zagen vnd Klagen/ thu ich mein Creutz tragen.. ^ 0 JEfu/ mir ist keyd vmb meine »w vollkommene Gedult; Brenne/ schneide/ ' martere mich wie du wilsi/verschohne n»r meiner in Ewigkeit; Geschehe in allem » dein Göttlicher Wille. ^ Er wird in die Höhe auffgesiellet/ damit ^ jederman sehe was Er j>r thun habe/ das ac ewige __ M M_ p ewige Leben zu erlangen. .Ach / ich stht ches tö wohl. inen O JEsu / wann dn selber also leyden ba- Mistest in dein aigenes Reich zu kommen/ wie wird es dann mir ergehen / der ich so wenig Gutes chue/vnd kein Böses grdul, tzige <>S lcyde. Ve, 74- Nacket vnd bloß hanget Er amCreuiz; Fehle jetzt / wann du kanst / seine Wun- ket/ den/ die Er von deinetwegen empfangen; An dir was für eine kan Er zehlen/ ‘J die du von seiner- oder von der Welk X wegen empfangen haste O IESÄ / wie verlcithet ist mir die en, > /wann ich dich so nacket am Creutz ^ , hangen siehe. tut; ^ , 7f. Er hanget zwischen zweyen Mördern; bchcuck sich nicht vnter die zu hangen/ für welche Er kommen war zu sterben, nit Wilsi du Christo gefallen / so ver- >as achte dir Sünder nicht, tge O Zu« M m ZR- * O gütigister ILsu / warumb wüste ich w rriche lieben die du so inniglich liebest/ vud wj . vnker ahnen auch mich seibsien? 76 . ! Oben an dem Creui wird Ihm der res Tittul angehaffcet: JEsus von Wazarech Hu «in König der Juden. Den Königlichen Hu Tittul welcher: Er sonst gcffohen/nimbtEr ^ am Lrentz an; Da lehrn«/ der ist tw wahrer Kömg/welcher der Welt/M ^ dem die Welk gecreutzigct ist. j S(h O JEsil / richte meine Hand wohl ai ^ rum Strolk/vnd meine Finger zum Krieg/ damit ich meine böse Naigungen jWren/ * ihrer Mister / vud also ein König werden möge. 77-. G(j Gr bittet den Rätter für ferne Verfolger, ma Was Er andere mahl mit Worten / das ^c, lehret Er nun mit dem Exempel; Kanst da, du das nicht/ so bist auch nicht g<- L schickt-um Reich GDmo. kür OJTs»/ E, _ MZ Ns M __ ,. O JEsu/ damit.ich dermahleins von dir höre: Komm« her ihrGebmcdeyre/so ^ willich dir benede-en/ die mich maledeyen. 78. Man schrey« Ihm W1 Bist du Got, der tesSchn/jbsteige vom Crcn^hcrab; Er rech thttk es ntdx : Dann ein gehorsames Kind chen Hut nichts wider den Willen seines Bat, tTr mZ . Das thust aber du -um 6ff- tttn / vnd wslttst ritt Kind GDtttS feyni O IEsu/wann dir es gefall« / -so will . . ich lieber alle Marter leyden/als nicht dem '' 7 . Kind siyn. ml 79 . Der böse Schacher sagt zu Ihm : Bist ^ dn Gottes Sohn/ so hiisfe dir selbsten/ vnd vns«, Er überhöre« die Spott-Rede mir Gedtlle/ -war Ihm-nur leyd vmb deß ar« lger. men Menscheirs vnd sein Verderben z das Ich zu meinem vnd anderer Leurhen anst darff lachen. ^ gr- OIEsu/ laß mich nicht ewig verderben/ für den du wölkest leyden vnd sterben. ' |; Es»/ 80, Der _ dig/vnd verzeyhe mirs. <^de 8i. Der gute Schächer hak zu Ende feinet Lebens sich noch bekehret / vnd das Para- deyß erhalten. Keine Bueß oder M kehmng ist ;u spath / die von Hen tzen gehet; Ader selten gehet di< spathe Bueß recht von ^-ertzen. O IEsu / indem du die Magvalenam ru dir bekehret / vnd deß Schächcrs Bill erbe« vcr. Neb Lie ale vc» fiel __ MZ w M _ TT erhöret. hast du mir auch mein Hoffnrrnz ,, -vermehrt: Laß mich ohne Bucß nicht -v«' sterben. M! 8r. er; M Es ward ein Finsternuß über den gan- ;ann V» Erd,Kraiß \ Solche Vnchak begien, -ell die Menschen / indem sie Christum E. rreußigeten / daß auch die Sonn nicht zu- seyn. ^ schawen möchte. Wunder / daß vnr die Sonn auffgehen vnd leuchten mag/die wir Ihn mit vnfern Sün- 0os< den so ofit wieder ereutzigen. her. ^ O JEsn/gibe Gnad/daß mich dieSon, g„L ^ ne nie anders finde als nur in der Bueß oder am Ereui;. r;. nB seinen affergröffesten Schmerlen >ar^ vergaffe Er nicht seiner lieben Mutter/ die , neben Ihm vnterm Cretttz stunde; Sise w Liebe bin auch ich Maria schuldig/ als die mir überal beystehet; Vnd vergesse doch Ihrer fo offt/ sonderlich wann mir wohl ist. P OJS di< ncttn Bi-l __ ??8 O JSsn / ist) An nicht werch/ein Sohn ^ deiner Mutter genennet zu werden / mache > mich zu einem Ihrer allergeringsten Scla-! ! ven vnd Leibaigenen Diener. j A 84. ! ' Damit seine Mutter nicht verlaß» blieb« / verordnete Er Ihr an seiner stall Iohannem/vnd dich/rc. Damit jeman-! . wäre / der Sie versorgele; Wie verfor« > gest du aber Sie. O IEsu / es ist ja biüich / daß Hinfürs , alle meine Sorgen vnd Gedancken dahia zchlcn / daß ich deine vnd deiner Mulls Liebe/ Lob/ Preiß vnd Ehre befördere. ; 85 . Damit er distn Dienst nicht vmbfonst von Johanne begehret« / noch von vns/bc< fahle er ihn (vnd vns in Ihme) herwieder | der Mutter *, Wüst du / daß Sie steh gegen die er;arge als eine tt bet/daß du. mir so gar auch dein« Mutter da, 1 gefchencke^ Sole« ach dann nicht dich vnd > Sie so viel lieben / daß ich mich selbst«» ' euch gantz völlig wieder schenckre. 86 , Er mffet: Mein Gott / mein Gott/ tvarmnb hast dir mich verlassen? So Mt fchwühre Sach ist es / durch Sündigen GDtt vertu ssm / daß deßwe- ürs M Christus von feinem ewigrn ,h,a Vaner ist verlassen worden. »ttik O ILsu/jahle mich nicht mit gleicher Mnny; Ich hab gesündtger in demen Datier/vnd wider dich. Sev allejeitwein -Velffer/ vnd verlasse mich nicht. onS 87. / bc< Damit die Schrifft erfüllet wrrrde/ ruf» jeder fctc er: Mich dürstet; Wer GOlt dem sich HErrn so gehorsamb ist / daß er von fei» twi nem Gesatz keinen Buchstaben übertritt/ rr empfangen / was für eine Vnbilligkeit ist nicht das / so du ihn der Welt/ dem Fleisch/ vnd dem Trüffel empfehlest i O JEft,/ damit ich meinen Geist sterbend gewiß dem Bauer empfehlen mög«/ empfehle ich ihn nnn lebend dir r Du bewahre ihn also/daß ich ihn nicht verliehre. -r. Da Er sterben wolte / naigeie Er fei» Dr Haupt/. 34 ? §§^_ - Haupr./ zum Zaichm / daß Er dem Äaica ' gehorfamb war biß in den Todt; Du jj höbest deinen Kopff in die Höhe * mist «vas muß ich dann von dir; * gcdenckrn vnd fugen i i O ILf«/ dein Jach ist ja iuss/vnd'dciir . las! welchen du vns auffladest / leicht * Solcetch meinen Rucken nicht niderbicge» ° «s zu tragen ? Wette Gott / ich hätte er ' von Jugend auff getragen ! Ar. , Er ftirbee / vnd wschek den Schuld, . v Briefs anss/ welcher vns fd ssarek zuwider * war; Wem fokl nun billicher ich 5 UUttt der Wett/ dem Fleisch / dem $ Teuftet/ oder Christo -t Aiser ist 11 prr mich gestorben; was haben D< " Mr mich gethan i 11 OIEfir/alrß raufend Vrfachen gehöre ich dir zu; Rimb mich zndir/dein bin i# dein bleibe ich; Dir w,Ü ich leben vnd ster, n ben/ O JEfu ! Da Er-gestorben / erbebet, die Erd; dir « Helfen -M 34? M _ E frlfctt zerspringen; die Gräber thun sich Dr» - ^ ist den halber geschehen sey / vnd dan« 4)1 abgewendet 1 sihe / nun kehre ich endlich ster« wieder zu dir; Ach verwüste mich nicht. ^ 95- So groß war seine Liebe gegen mir/daß dir v mich auch noch nach dem Todt liebere; Ist» P 4 So!« _ M 344 M _' Solches zu erzeigen/ließ Er Ihm die Seiten vnd das Her,? mit der Langen durch- flössen; Wann ich deßwegen nicht j mein Hertz mir dem Seinigen ver» : ainige so bin ich je kein Mensch. , O JEsu/nimb mein Hertz / vnd ver- | ainige es mit dem Deinen / damit ich nichts liebe dann nur dich. §§. . Es Messet Bluet vnd Wasser darauf , meiner Seelen ein Hcyl-Bad darvon z« ^ inrichten ; mit dem Bluet vnsere erkaldt« ' Liebe zu entzünden ; mit dem Wasser die Welk, Liebe abzulöschen; Hast nicht auch du dtse- Bad vonnötheni O IEsu/ was stlche ich meiner Seele» , Heyl ausser dir ? Sihe in deinem Httycii , hast du ihr den wahren Heyl, Brunnen < »ltgerichtec. , 97. Micodemus nimbt Ihn vom Creri?/ selbst wölke Er nicht herab stamm; -Dar» < auß lehrnr / wann dich GDtt vnd t anbktt MZ 34s' W- __ ftp andere von einem Creutz erledigen? rch- so ist es dein Hryl; wirffefi du es Icht selber von dir/ so schawe auf dich. D grrtcs Creutz/nimb mich zu dir/auff dass durch dich mich wieder empfange/ der vch mirty dmch dich erlöset hat. ich - 98^. Gleichwie Er lebendig in keiner andern/ als in der Jungfrawlichen Schooß fttner liebsten Mmer / also wolee Er auch todter |f j tt in keiner andern / als eben in derselben em, J! psairgen werden. Was für Arewd m solle Er haben an vnzüchtigen Her- ^ tzcn i O IEsn/du begehrest die keusche Her, !lcn pn darzubieten; ich weiß aber daß ich 3 {n nicht keusch scyn kan / wann du es nicht nc» gibest. So gibe dann was du befilchest t vnd befilche was dir wilst. 99. m ' In rainer Leinwar wolt Er von Joseph m eingewickelt seyn; Vnsauberketten mag nd Er allch todter so gar nicht geduleen'; ktt P 5 <0 __ §§£ ; -O Mensch/ vu mottest «in vnfläck ! ges Hertz haben, vnd IEsum darin- tun empfangen. O IEstt / erschaffe in mir ein rame- Her,; - vnd erneuere in meinem Ingeweit einen gan? rainen Geist. 102 , Begraben wird Er in einem frembben Grab- dann Er auch so gar kein aigeneS Grab in diser Welt haben wölke, weil Er nicht war vsn diser Welk. Au aber , , hast fo viel von diser Welt/ vnd sol« 5 lest du nicht von diser Welt seyn i j Aberach'.L) ITSD-d», hast mich von dissr Welt erwählet / was hab ich dann in der Welt tu Pechen? *§####$* v ; 1 Rofett- Rösen-Kräntzlctn/ derseettgsten Jungfrawm Mnffmahl abgethatlct/ m mtt dem Leben vnd Wandel I E SV Christi schön gezrchrck. c&c^eT' « mm MM gcbohrnen die Engel gani; frolockend denen girren verkündiget/selben lobende mit frö, lichen Stimmen denen Menschen «ine- guten Willen den Frieden gesungen haben; Bitte für vns/ vnd bringe vns zuwege»/ -aß wir deinem su,festen Sohn JESB Christo gefallen / vnd Ihne vnd Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/Amen. 6 . Der Hmen Anbclten. Gegrüßt seyest da Maria/ rc. O gütige /O Liebreiche Iungfraw Ma, ria! befriedige den Allergütigsten vnsern Erlöser JEsum Christum/ welchen die Hirten eykends hingehend in Bethlehem/ so in dem Krippclein gelegen war / gefum _ Jtt _ den/vnd Jhne mit fast grosser Verwunderung vnd Frewd angekettet haben; Bitt für vns/vnd dringe vns zuwege« / daß wir deinem jußisten Sohn JESV Christo gefallen/vnd Jhne vnd Dich in demHimel iiu schen verdienen/ Amen. T* Are Befchneidung Christi. Gegrüßt seyest öu Maria/ rc. O gütige/ O Liebreiche Jungfraw Maria! befriedige den Allergntigisten vnsern j Erlöser JEsum Christum / welcher dem achten Tag von seiner Geburch sich ge«. würdiget hat / das rainiste Bluet für vns zuvergiessen/ beschnitten / vnd zu vnftrcn Trost JEsus genennr zu werden \ Bitte für vns/vnd bringe vns znwegen/daß wir deinem süßisten Sohn JESV Christo gefallen/vnd Jhne vnd Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/ Amen. 8 . Anbcttung von den drey Königen. Gegrüßt seyest vu Maria/ rc. O gütige/ £> Liebreiche Jungfraw Maria! befrir- 554 IW- keftiedige dcnAllergürigisten vnftrn Erlöser JEsiun Thristum/ wekchm die Weisen »om Aerffgang der Sonnen kommende/ Gotrsförchtigllch gesucht/ vNd mit großer Fremd übergössen durch Führung deß Sterne in Bethlehem gekommen feyM vnd alldomn drmüchiglich Jhne anbei, tend/. Gold/Weyhrauch/ vnd Myrrhe» Jhme andächkiglich geopfferet Habens Bitte für vns/ vnd bringe vns zuwegen/ daß wir deinem füßistcn Sohn JE SB Christo-gefallen / vnd Jhne vnd Dich i« vrm Himmel tu sehen verdienen/Amen. Ale Apfferung Christi Lm Eemprk. Gegrüßt seyest d« Maria/ rc. O gütige/O Liebreiche Jungfraw Mer, na! befriedige den Mergütigisten vnseren Erlöser JEsnm Christum/ welchen du am vierzigsten Tag in den Tempel/ dem Gchtz nach/ gewagen/durch ein Opffer der Armen erlöset/ vnd GOtt dem Himmlischen Vat, ter mit angenehmisten Hermen arrffgeopffett hä we Ch der ria Er alt ». in «i ftv vn © vn dir £ Lo »tk liefet hast; Büke für vns / vnd bringe vnö zu- Seifen wegen/daßwir deinem sufiistrn SchnJesu nde/ Christo gefallen / vnd Ihn« vnd Dich in- rosser dem Fimmel zu sehen verdrrnm/Amen. ynd/ »bei, rhe» en z gen/ SV ht« Na, eren am ' cfrtz UM )aü tfett rssr 10 « Dle Flucht in Egypten. Gegrüßt seyest du. Maria/rc. O gütige/O Liebreiche Iungfra« Mir, ria! befriedigt den Mergnkigifien vnftren Erlöser ITfum Christum / welchen Du als ein geereweste Mutter wegen Forche »eroöör dmch Ermahnung deß Engels in Sgypken grpstehntt / vnd leirtlich Ihm wieder in die Statt Nazarech zurück go» nagen hast; Bitte für vnö / vnd Dringe vns nrwegen / daß wir deinem jußisten Schn IEfu Christo gefallen/ vnd Ihn« vnd Dich'in dem Himmelzu sehen verdienen/Amen. ^Ob fty der Heiligiflen Dreyfaltigkcit/ ^dem Bauer/Sohn Md Heiligen Geist. Lob sey der Hciligisten Iungftaw Maria/ m vnd zu aller Zeit/Amen. Der MZ5<5ZV- — ^ '»V •vU' -Js -vtr -*V '*£*■ \t*' -*Xjt '*&*' %t*“ »iJf f .flB^SSSJKööyöSB WWWWWL'LS JL DerAnver Theil. , ^ Vattervnser. Ave Xflwia/ic. j rtiC ii | § Bitte für vns / vnd bringevns znwcgen/ ptl- daß wir deinem süßisten Sohn J E SA Christo gefallen / vnd Jhnevnd Dich in m 1 dem Himmel jn sehen verdienen/ Amen. eren D« *3* »öl- j Tauff Christi. [W/ Gegrüßt seyest vu Maria/rc. ^ O milde/ D süffe Jungfraw Maria? be, b friedig« den Allcrgükigistm vnscrcn Erlöser Ibir ^Esum Christum / welcher im dreißigsten )ich 2 ahr seines Alters in dem Fluß Jordan ' demüthig von seinem Diener Johanne hat . wollen gctaufft werden/ da Er doch das anschuldige Lamb GOms nicmahlen ein t- ! Sund begangen hak; Bitte für vns/vnd bringe vns zliwegcn / daß wir deinem süßi, flen Sohn JESD Thristo gefallen/vnd Jhne vnd Dich in dem Himmel zu sehen ^ veroienen/Amen. 14* M Z58 ZK. lg. »r Fassung Chnsti m v«r Wüfim. fei Gegrüßt seyest du Maria/ac. , | ^ O milde / D süsse Jlingfraw Maria! ; befriedige den Allergütigisten unseren Er- Isser ZTsum Christum/weicher in der ^ Wüsten vierzig Tag vnd Vierzig Nacht > nichts essend gefastet / vnd also der HEv Himmels vnd der Erden mir dm wildes Thieren gewohntt hat; Bitte für m$J vnd bringe vns zuwegen / daß wir deinem süßrstcn Sohn JCstl Christo gefallen/vnd be Jhne vnd Dich in dem Himmel zu sehe» lö verdienen/Amen. E if. ^ Versuchung Chrissi vom TeuM ^ Gegrüßt seyest du Maria/ rc. (X O milde / Osüsst Jungfraw Maria! ^ befriedig« den Allergütigisten vnfcrm ^ loser JCsum Christum / welcher nicht «i- dernainee von dem Tenffel versucht;» werden / vnd wie vns gebühret den Tcussel zu überwinden/ gezaigtt hat; Bitte für «ns/ ^ _ MZ m M _ vns/ vnd bringe vns zuwcgen/ daß wir M. deinem süßisten Söhn JEsu Christo gefallen/vnd Ihne vnd Dich m dem Hunel ., 1 jii sehen verdienen/Amen» ma! ; * I ^chr Prägung Christ» / vnd Beruffmig )Lv der Aposteln. ^ Gegrüßt seyest da Maria/ rc. »nett» O milde / O süsse Jnngftaw Maria! /vnd befriedige den Mergüngiflm vnseren Er, fthea lösn IEsum Chrrstum / welcher dnrch die Stäkt/ Lörff.vnd Schlösser wandermd das Evangelnnn deß Reichs der Him- mt* mein fleißiglich geprediger; Ja alle Arbeit vnd Abmanung deß Leibs wegen vns gern ertragen hat ; Bitte für vns/vnd bringt aria! vns zuwege» / daß wir deinem süßisten , Sohir JEsn Christo gefallen / vird Ihn« )t «b vnd Dich in dem Himmel zu sehen ht;» verdimen/Amen. ^lissel tefnr VNS/ I?. Das * 7 . Aas Wachten vnd Christi Gebetk. Gegrüßt seyest du Maria/ rc. O milde/O süssc Jungftaw Maria! k> fticdige den Allergütigisten unsern Erlöser IEsum Christirm / welcher offk ein ganize Nacht in dem Gebe» verharret/vnd H,in, gcr/ Dnrst/Kalte/Hiy/vnd vnterschicdliche Berfol'znngen mit sanfftmüthigcm Hermen vnsertwegen ertragen hat; Bitte für vns/ . vnd bringe vns ;«iwegcn / daß wir deinen füßisten Sohn IEfu Christo gefallen / vnd Ihne vnd Dich in dem Himmel ;u sehen [ verdienen/Amen. 18. Die Barmhertzigkeir Christi gegen denen Sündercn / vnd Wunder- . Werck. ) Gegrästet seyest da Maria/ rc. O milde/ O füffe Jungftaw Maria! befriedige den Allergütigisten vnfern Erlöser > IEsum k IEsilm Christum / welcher wohnend vnker denen Menschen allen Betrübten barm- hcryiglich ist ;n Hülff kommen / auch , mächtig viel Zaichen gewürckck / Mari« , Magdalen« vnd anderen Sündern wahr, ! lich vnd trewlich «ylfertig Verzeyhung ge- geben/vnd sich Ihnen einen Freund erwisen hat; Bit« für vns/vnd bringe vns zuwe, gen / daß wir deinem süßisten Sohn JEsn Christo gefallen/ vnd Ihne vnd Dich in dem Fimmel ;u sehen verdienen/ Amen. Die Erklärung Christi auff dem j, Berg. I Gegrusset styest do Maria/rc. O milde/O süsse Jungfraw Maria! be, friedige den Attcrgütigisten vnsern Erlöser ZEsnm Christ,:m / welcher in Beyseyn drey Discipnlen auff dem Berg Thabor ) erkläret in Angesicht wie die Sonnen ge, scheinet/vnd die Bortrefflichkcit deß Glor, würdigen Leibs prachtiglich erzeiget hat; Bitte für vns / vnd bringe vns zuwegen/ daß wir deinem süffesten Sohn JTSÄ ' Q Christo __ 3<> 2 __ Christo gefallen/ vnd Ihne vnd Dich m dem Himmel zu sehen verdienen/Amen. »s. Christi Eingang in Hierusalem. Gegrüßt seyest da Maria/ rc. O milde/ O süsse Jnngfraw Maria! beftiedige den Allergueigisten vnseren Cr, loset JTsirni Christum / welcher kommend auff Hierusalem/ auff daß Er für vnö ley' dere als ein demüthigervnd sanffemüthiger König auff einer Eselin gesessen ist / auch vmer dem Lob.Gesange/djeJhme von dech Volck gesungen wurden / da Tr sahe die Stadt/die Zäher vergossen hak; Bitte für vns/vnd bringe vns zuwegen/daß wir dci, nem süßisten SohnJTsu Christs gefallen/ vnd Ihne vnd Dich in dem Himmel j>r sehen verdienen/ Amen. OOb sey der Heiligifien Dreyfaltigkeit/ ^dem Vatkcr/Sohn vnd Heiligen Geist. Lob sey der Heiligisten Jnngfraw Maria/ M vnd zu aller Keit/Amen. Der in )6z IM +9+ *9r '»*#• \Ar «i$r Ur «ilr ztt hat; Bitte für vns / vnd bringe vns zuwegen/ daß wir deinem süßisten Sohn JTSB Christo gefallen / vnd Jhne vnd Dich in dem Himmel $ti sehen verdienen/Amen. rZ. Aa Christus zum Leyden gienge/ vnd der Kuß Jud». ^ Gegrüßt seyest du Maria/ rc. O demüchige/O sanffteJungfraw Maria ! befriedige den Allergüngstcn vnsern ErlöserJEsumChristum/welcher seinen ^ Fein- ! Feinden entgegen gangen/sich Ihnen frey, , willig ergeben/vnd von Juda dem Ver- ' rächer den Kuß anzunehmen / nicht vernai, ^ n«t hat; Bitte für vns / vnd bringe vns zuwegen / daß wir deinem sußiflen Sohn , IESV Christo gefallen / vnd Ahne vnd x Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/ t Amen. 1 - 4 . ! Die Gefängnuß Christi/ vnS dessen t 3 Bündmng. 'l Gezrkßt seyest du Maria/ rc. ; O demnthige/O sanfft« Inngfra« Ma« , ria! befriedige dem Allergüeigsten vnfern Erlöser JTsum Chrisium / welchen Gott, koseMäimer vnchrbar gefangen/vnd gleich i als einen Vbelchäecr vnd Mörder mit har, «»Banden schmählich gebunden haben; r Bitte für vns / vnd bringe vns zuwege»/ daß wir deinem Misten Sohn I E @3 » Christo gefallen / vnd Ihnevnd Dich in r dem Himmel zu sehen verdienen/ » , Amen. * i r;. Die M M- *s. DieFührung Christi zu dem Hohm Pricster/vnd der Backenstraich. Gegrüßt seyest dwMaria/ rc. O deMchige/OfanKe Jimgfraw Maria f befriedige den Allergütigisten vnseren Er» lostr IEjüm Christum / welcher gebunden mir Schmach-Worten zu den Hohen, Priester geführt worden/ vnd von einem dessen Diener einen erfchröcklichen Backen, strarch empfangen hat; Bitte fürvnsvnd bringe vnd Zliwegen / daß wir deinem snßi« firn Sohn JESV Christa-gefaüen / vnd Ihne vnd Dich in. dem Himmel zu sehe» verdienen/Amen-» r demüchige/O sanffteIrmgfrawMana! beftite 3^9 _ befriedige den Allergükigisten vnftm Erleset JEsiim Christum / welcher in dem Hauß keß Richters' vnchrbar entklösset / an die Salti vnbarmhertzig gebrinden/mit Strai, chen grausamblich zerfetzet/vnd mit seinem aigncn Billet armbftliglich blutig gemacht Worden y Bitt für vns / vnd bringe vns zuwcgen / daß wir deinem süßistcn Sohn JESRCHristo gefallen / vnd Ihn vnd Dich in dem Himmel' zu sehen verdienen/ Amen.. 3 ®* > SKCrönungChnsii mü Dörnern. Gegrüßt seyest du Maria/rc. O demüthige/ O sanfftt Iungfraw Ma, ria! befriedige- denAllergürigsten vnsern Er, löfer JEsum Christum / welchen die Gott, losen Menschen mit einem Prrrpur.Mantcl p> eimm grösseren Gespött haben kekleydet/ mit spitzigen Dörnern gecront; mit vn, nützen Geschwätz angebekttt vnd verspottet; abschmlich verfvryet / vnd mit harten Ba, rkenstraichm geschlagen y Bitte für vns/ vnd bringe vns zuwegen / daß wir deinem Q 5 süßlsten ?7o AR- fnßisten Sohn ILsu Christo gefallen/vnv Zhne vnd dich in dem Fimmel;« sehen verdienen/Amen. QOb sey itt Hciligisten Dreyfaktigfcit/dem ^Vatter / Sohn vnd Heiligen Geist. 5ob sey der Heiligifien Jnngfraw Maria/ jetzt vnd z« aller Zeit/Amen. Der Dtttdte Theil. Vattervnstr. Ave Maria/rc. «X*C'3l/3C'5COM>C/3C/S MCOCOCOS/Jt/JlOtO«! .DirFürstellung Christi zudem Volck. Gegrüßt ftyefk du Maria/ rc. Mitleydente / 0 holdselige Jungsratv ^ Maria! befriedige den ÄÜergükigisten vnseren Erlöser JEsrim Christum / welcher tragend ein Dornen« Lron/vnd ein Pur, pur,Klcyd/auß deß Richters Hauß vom Pilaro hervor geführt / vnd denen Ju^en gwisen / vnd von ihnen zir dem Todt mit grossen vnd verwirrten Geschrey begehrt worden; M ZK !k»d worden; Bitt fürvnS/vttd bringe vns.zu» ) ftj mit fast großer Peynigung gedultiglich ge» M tragen hat / vnd worden ein Schmach der >ee Menschen/ vnd Bcrwerffnng deß DolckS xu - demüthig auff dem Berg Calvari gangen irr ' ist; Bitte für vns/vnd bring« vns zuwegen/ en daß wir deinem süßistrn Sohn I E S B iik Christo gefallen / vnd Ihne vnd Dich in ,rt dem -Himmel zu sehen verdienm/Amen. n . ZZ' Aa ,_ M m M _‘ Da Christus mit verbitterten Wem getranckl vnd erruiztgrt ist worden. Gegrüßt seyest da Maria/ rc. O mitleydenee/O holdseelige Inngfra« Maria! befriedige den Allergükigstcn vnsern Erlöser ILsum Christum / welcher anst dem Berg Calvari mit verbitterem Wein» Gctranck schmählich an den Klcytcrn ent» blößt/ anhand vnd Füssen grimmiglich durchbohret / vnd gecreuPgec ist worden; Bitte für vns/vnd bringe vns zuwegen/kaß wir deinem süßisten Sohn JTsu Christo gc» fallen/vnd Jhne vnd Dich in demHimel $u sehen verdienen/Amen. Z4« Das Leyden Christi am Creuß. Gegrüßt styest du Maria/ rc. O mitleydente/ O holdseelige Iungfta» Maria ! befriedige den Allergütigistcn vn» serenErlöser JEsum Christum/ welcher «ntblösset/ rerwundttk vnd verachtet am -ol? deß CreutztS gehangen / dir biteerist« Schmer» _ jrnmjm _ Schmerizen übertragen / vnd fein kost bahr. lichesBluck für vns vergossen hat; Btt'id- für vnS/vno bringe vns znwcgen/daß wir deinem süßisten Sohn ITSD Christo gefallen/vnd Ihnc vnd Dich in demHim. mel zu sehen verdienen/ Amen. 3s. Gcbttk Christi für die so Ihn gecreuMec haben/ Gegrüßt seycli vr> Maria / «. O mitleydentt/O holdstligeJnngsraw Ma, ria! befriedige den Allcrgütigisten vnfern Erlöser JTfnm Christum / welcher / als Er mitten zwischen zweyen Mördern an dem Creuy, hange« / von den Juden ver. spottet/ vnd mit lästerlichen Werten an. gethan wurde/ die demüthigiste Gedult er, rviscn hat; vnd über das für feine Laster, hafftige Creuistger den Himmlischen Äae. - ker gcberten ; Bitte für vns/ vnd bring« vns zuwege» / daß wir deinem süßisten Sohn JEsu Christo gefallen/ vnd Ihn« vnd Dich in dem Himmel su sehen ver. dienen/Amen. z6.Wt- M 574 ZO Wider Versöhnung deßMörders^ GegrLßp seyest du Maria/ rc^ Omttlchdsntt/O'holdMgeJnngfrawM, ? 6 ria befriedige den Allergürigistcn vnftre« [, Erlöfer JZfum Christum / welcher den be» z rewcnden Mörder alle Sund barmherzig, lich geschcnekec vnd vergeben/auch die Freu» den deß Paradeyßfreygabigkich versprochen hat; Bitt ftir vns / vnd bringe'vns zu, wegen / daß wir deinem fußisten Sohn JESB Christo gefallen / vnd Jhne vnd Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/ Amen. ? 7 . ^ Christus btfihlct fein liebe Mutter dem Jünger. Gegrüßt seyest du Maria/rd. O mikseydence/O holdselige InngfrawMa, ria ! befriedige den Allergütigsten vnfcrn Erlöser JEsum Christum / welcher mit Dir feiner gelicbtisten Gebahrerm/ da Dir vruer dem Creni; gestanden/vnd bitterliche Schmerzn gecragen/innerlichstMitkeyden gehabt m ZA- _ gehakt harz vnd dich Johann« seinem Jün, ger anbefohlen/ a««ch Dich deme vnd'vnK allrir zu einer Mucker geben hat; Bitte für vns/vnd bringe vns mwcgen/ daß wir deinem süßisicn Sohn JEsir Christo ge- fallen/vnd Jhne vnd Dich in dem zusehen verdienen/Amen. j Bv OieVerlassung vnvLieb Christs am Ereutz. GegMt sehest du Maria/ xc O lNitschdenke/ O holdselige Jungfraw Maria! befriedige den Allergürtgisten vnsc, ren Crlöstr JTsrnn Christum / welcher sein Leyden ohne ainige Lcichternng eines 6c# findlichen Trosts ertragen hak / dahcro Tr andeukent die Schmähte seiner Peynignng/ daß Er verlassen scyr/ mir.grosser Stimm auffgcschryen hat; Bitt« für vns / vnd bringe vns zuwegcn/ daß wir deinem füßi, sten Sohn JLSD Christo gefallen/vnd vndJhne vnd Dich in dem Himmel zusehen verdienen/Amen. z§. Chri- E ^ 19 . Ehnstus ivirVmirEßrg vnv Gallen Kerranckct. Gegrüßt" seyest du VftMiA/iC.- O mielchdenee / O holdselige JungfrM Maria-! befriedigenden Allergtttigistcnvw scren Erlöser JTsum Christum / welcher Bluee>loß an dem Ereutz hangend/ daß Jhne fast durstet / bezrugre hat; aber mit Eßig vnd Gallen in der leisten jener Mnh, seeligteik gttränckt ist worden ; Bitte für vnS/vnd bringe vns zuwcgen/ daß wir dei, > V nem süßesten Sohn JTsu Christo gcfal, , len/ vnv Ihne vnd Dich in dem Fimmel zu sehm verdienen/Amen. 40« ^ Iuffgebung deß Gcrfi Chrißi an dem Creutz. Gegrüßt seyest da Maria/ rc. * O mielrydente/ O holdsecligeIungfraw Maria ! besriedige den Allergukigisten vn, > seren Erlöser JEsum Christum/ welcher nächst dem Todt feinen Geist in die Hand 1 seines „'S ^1 _ M 577 ' ZW- _ ssims Himmlischen Batkcrs befohlen / vnd> nach schon vollendkcn Werchvnsercr Er, Mmg alö-ein guter Hirt.dieSccl für seine ^ Echaaff auß lauter Lieb gefitzt hat; Bitte ' für vns / vnd bringe vns zrnvegen / daß wir deinem füßissen Sohn JTftr Christo grfallcn/vnd Ihn« vnd-Dichin dem Himmel zn fihcn verdienen/ Amen- HOb. sey der Hriligisten Dreyfalngkefi/ ^dcmVaucr/ Sohn/vnd' Heiligen Geist. Lob sey der HeiltglstenIungsmw Maria/ ) jetzt vnd zn aller Zeit/ Amen- Der Fünffte Thetk: Vaiter vnfir. Gegrüßt seyest. Vu-Maria/rc.. 4l- ^ Christus stcigetab zmVor-Hvll. Gegräßk seyest dir Maria/rc. Glortvnrdige/O TrvssrcichcInnqfraw ^ COiiiriivt befriedige denMcvgntigisteN vnfirenErlo'fir ITsnm Chrisinm/wclcher/ nachdem DA )?8 DW> __ nachdem Er den Todt am Creui? fürvns verfircher hat/zur Hollen (der See! nach) gestlgen/vnd seine Außerwahltr mit Macht hermO genommen; Bitte für vns / vnd , bringe vns zuwegen / daß wir dein«» füßisten Sohn IEs» Christo gefallen / vnd Jhne vnd Dich in dem Himmel zu sehe» verdienen/Amen» 9 4-. st Eröffnung der Seyken Christi mir ^ der Lantzen. g Gegrüßt seyest dl» N7ar»a/rc. ) \ O Glorwürdige/O Trostreiche Jungfrat» ^ Maria i befriedige den Ailergütigiften vn- J feren Erköstr IEfirm Christum/ dessen Heil. ' Seytcn in Gegenwart deiner mit einer * Langen eröffnet / vnd das liebreiche Hertz verwundect worden/woher vns Purpurfarben Bittet vnd heylsämeL Wasser ist ge- rtmnen; Bitte für vns/ vnd brMgevnS i zuwegen / daß wir deinem Misten Sohn IESD Christo gefallen / vnd Ihn vnd 1 Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/ j Amen. 43« Chri- 43 . Christ«- wird vom Creuß abge- ; nommen. Gegrüßt seyest du Maria/«. O Glorwürdiqe/O Trostreiche Iungfraw Maria ! befriedige den Allergütigisten vn- ftren Erlöser JEfiim Christum / welchen Dll./ ^ da Er van dem Criir« abgenommen worden / in deine Schooß (wie wir fromb glauben) aissfgenommcn / überstußig. mir ) Zähern kefenchtttvnd liebhafftgelussethast; Biere für vns/vnd bringe vnet zuwegen/daß wir deinem Misten Sohn JEstl Christo gefallen/vnd Jhne vnd Dich in demHimel itti schor verdienen/ Amen. 44 - Begrabnuß Christi. I Gegrüßt seyest du Maria/ rc. O Glorwnrdige/O Trostreiche Inngfraw Maria! befriedige den Alingurigisten vn, streu Erlöser ITsnm Christum / dessen Hnligisten Leib Jostph vnd Nicodenms an, däch« E ;8o M dächkiglich mit Gewirrt? balsamiret/m ein fast feine Leinwar eingewrmden/vnd in das Grab gelcger haben; Bitte für vnS/ vnd bringe vns zuwegen/ dass wir deinem süßi« sien Sohn JEsu Christo gefallen / vnd Ihm vnd Dich in dem Himmel zu sehen verdienen/Amen» 45 . SieAufferstehunz Chnsti. Gegrüßt seyest d« Maria/ rc. OGlorwürdige/O TtostreicheIungftaV Maria! befriedig«, den Allcrgutigisten vm stten Erlöser JLsmn Christum/welcher am dritten Tag mist dem versthlossimn- vnd verffgleren Grab hervor gchend mit- aigner Tugend von den Todten erstanden ist/vnd Dict) fein geliebte Mrcker /auch die übrig« seine Freund mit erwlinschester Frewd lnstiget hat; Bitte für vns-/ vnd bringe vns zuwege» / dich wir deinem süßrstcn Sohn JEsü Christo gefallen / vnd Ihnk vnd Dich in dein Himmel zu fchcn verdienen/Amen.. 46- ein das t*n# W , end hm . 1 » > m M ner nd >g< nr fit M Z8r M _ 43C-3C»3C/3CO£>3&3&3C<3C/3lM Zum Beschluß folgen etliche i i Schuß, Erbettle. i ^Mb deine- Nahmens willen/D > HErr/ sey gnädig meiner Mist ! ^ stthae! dann ihrer ist viel. I 2.- HErr/ sthe den du lieb hast/ « , der ist kranck. ?. IEsu/ du Sohn Davids/tt- barme dich meiner. 4 HERR v erbarme dich über mich armen Sünder. f. HEr^/HErr/sih^auffmich/ ^ vnd sey mir gnädig/ dann ich bin einsamb vnd elend. 6 . Vaeeer ich hab gesündigek in den Himmchvnd vor dir/ vnd bin fort- _M $9 ZU-_ ,* forthin nicht mehr werth / daß ich I dein Sohn heiffe. 7. HErr/gehe nicht ine Gerichr 2 mit deinem Knecht; kann vor dir wird kein Lebendiges rechtfertig ftpn. . 8 Ach'-wer verstehet die Sund/ O HErr / mach mich rein von meinen ist heimblichen behüte auch deinen Siener für den srcmbdrnSünden. «/ i 9. HErr/ vor dir ist all mein ' f Begierd / vnd mein Sruffzen ist dir nicht verborgen. ^ lo. HErr / gcdencke nicht der Sünden meiner Jugend/ vnd mei-> >tk «er Unwissenheit. ii. Ld du barmhertzigerGL^tt/ wende dein Angesicht ab von mei- ^ ^ nen Sünden. i r.. HErr/ brenne vnd schneide M hie / wann du nur meiner in Cwig- ken verschonest. s.a ug.stiaus. t- E A E. g * D6er die Materien dtfeS Büchleins. «eBlofuNgEhristi vomEtttt!?. rr ^ÄllgemcMeWeiß / viuerschiedkiche An> Milthungcn in Betrachtung deß Ley» Vens Christi zu erwecken. 62 AußdcmGcbekt Christi im Garten recht betten zu lehrnm. roi Auß der Ankiagnng Christi vor Annas/ «Nehme die Sanfftmruh. ras Andächtige Weiß/ das Leyden Christi zu betrachten. 15* Anmllthung zu dem gecreuizigttnHeylanK Anmuchung für den WeegderRaimgimg rrr Anmmhtmg-fur dmWeeg derTrleuchkung rr; Anmil, _____ Ai>muthung deß Weegs derDerainigrrng. rrS Andächtige Seuffzer vor vndnach der Heil. Beicht. rs8 Anmnchnng der Hoffnung. r6» Amnurhnng der Liebe. »6r Anmuchige Rcw. vnv Leyds.Scuffzcr. 265 Anmuthitng stechen Zürßr^es. -68 Anmmhnng der Danckbarkeit nach der Beicht. 270 Anmuthungen vor der Heil.Lommunion. - 7 ? Anmllthung der Hoffnung. 278 Anmukhung eines zerknirscht vnd verdemü, chigccnHcrlrcns. rsr Backenstraich im Hauß Annä. ir Begräbnis Christi. 41 Btntschwihrrng Christi im Garten. 6- Creumgiing Christi. 20 Krönung Christi. z; Creutzschlaiffnng Christi.' ; 6 Christus wird im Garten gefangen. 4; Christus wird vor Caipha angeklagt / vnd zum Todt vrrurchaitt. 4s. 75 ChriÄrs wird dem Mörder Barrabas nachgescfit. 47 Register. Christus wird nach der Gaißlung dem Volck fürgestcllk. 49 Christus fallet in seiner Crell^iehilng zm Erden. sr ? Chbisto wird sein Heil. Seyten eröffnet. ;6 ChnstriS wird vor Anna ;u Gericht gestellt. 7 * Christus wird vor Herode angeklagt. 86 Christus wird in dem Vorhast Pilari gc» gaißlek. 9i Christus von öcm Landrichter Pilato ver, schimpftet/ lehret die wahre Demuth. * uz Christus wird gebunden vor Annas zirEe» ^ richt gestcllct. i;z Christus wird im Hältst Caipha iNs Angt^ sieht geschlagcn/vnd vcrspycn. v >4 Christlts wird zrr Pilato geführct. i?7 Christus wird von Herode verspottet. 14Ö Christus wird von Pilato zum Todt m * dambt. 14} ' Christi Verlassenheit an dem Creu?. 146 Die Verspottung Christi vor Hcrodes / ist ein Lehr, Schuht den Hochmuth zu dampften. u 6 Die __ Register. _ nt Die schmerrhastte Crönung Christi in dem W RochoffPilati/ ist ein Antrieb die Be« m gicrlichkcit deß Fleisches zu zäumen, n- sr ? Erwägung deß amCrerly Hangenden Hey, ;6 landS. ;8 llt. Entwirrst der Gleichförmigkeit deß Mensch, 72 lich, mit dem Göttlichen Willen. if<* 86 Entwirrstaigner Verdemüchigung. i6r ze» Tntwmst wahrhaffter Armrrkh deß Geists. 51 146 er, Entwurfs ernstlicher Verlaugnung der ch. ; sinnlichen Lieb. ' ' 166 12 Emwurst Christlicher Sanffkmuch. 16 ? ?c» Etliche Denck,Spruch vom Leyden Christi. ;r 174 S<^ Entwirrst deßSeelen-Enffers. l8g 34 Erklärung deß Heil. Altar . Sacrammes. 37 194 0 Ermumernng;n stündlicher Vbung der (U > Danckbarkeit. 249 43 > Etliche Schrrß-Gcbettle. Z88 46 Frucht vnd Nutzbarkeit der Dbung. -s? ist Gebektle für die Abgestorbnen- 384 5 » Gebckt zu vnstr Lieben Frawcn. 385 16 Hertzliche Liebs-Scustzer. 284 )ie R 5 Huri* Register. Hundert kmtze Betrachtungen vom Leyden Christi. i 97 Hoffnung. Danckfagung. 64 Lieb«. Rewvnd^Leyd. 6s Liebs.Enrwurffin Christo dem Gecreutzig- tcn. 181 Mariä Schmerzn / ;ur Zeit deß Leydenö Christi. 6o Nützliche Weiß / das Atlrrhciligste Altar- Sakrament andächtig ;u empfangen. \fo Nützliche Vbung sich stündlich zu verfamb- len. »4s Aofcnkrantzle der fiel. Inngfraw Maria. 347 Seelen,Tyffer. Mkleyden. Nachfolg. 66 .Todes,Angst Christi. r/ Don Linfttztmg deß Heiligen Atrar-Sacra- mentS. 9 DerlaugmmgPetri. J 4 Don der Gaißlnng. r6 Dermthailnng Christi. ^ Derfpottung im Harrst Caivhä. 3 ° VerachtltW im HoffHerodiS. i l B«l«»rnderuug. 6j Don Register. >cn VonderschmerchafftenCreuirigungChrijU. S4 j Von der Todt-Angst Christi im Garten. ig, ■ Vorstellung Christi vor Pilaw/in Gestalt 8l eines Wer. Königs. 174 n6 Vorbereitung zu Empfahung deß Heiligen io Saeramems. 196 w Dhrzaiger deß LcydensThrifii. r6s in, Vbung der Andacht nach der Heil. Com. 8- > munion. z?o ,b, l Was sich zugetragen in dem Vorhoff ^ Pilati. 79 ,a. Wahre Bezäumung der Begierlichkeit der qj Augen. 1Z4 i6 Würckliche Weiß erster Bereinuig, 106 2/ Wtdcrhchlmrg der Gedächcnuß deß Lcydcns a, Ehristi. 9 ENDE. 24S 6 ; 0» ‘ ' J-js >: ' .r'.uD m rt n-.T ^ 3 j«j.. '>:* VCf? ?•>$ ; T’i /t >">$& Mf» m. ilsi^. ^Z HttuHEuvL >:; pirmmxk-.'^ r >-1 : .L . 5 - :::*%-•&. M,: *#*•,;. i£ 7 Ti ,<.:n: 4 T? c«. Jto;::ii-:t 'fv^öS? '.’tvC M7 iWj 4«>W ^7 .nf.lt(p r* ir-V 5 M irjrm-JrAP v B i 1 ,n *■:;■■£.' 2 ; . "i.; ’£■ : 7 ,,'j‘P tz'.SHinuli?i»/Gv1(r;u^»ÄLK «, r - . . Mäl.. ^ <7. f ’ > f Ä r- P* >E '=V:'"/n l - ; ■ Kr iM}i1