'L Kleiner atechismus In Krage, und Antwort für junge Kinder beschrieben Durch k>. k>L1-KO!VI 8oe. Mü» §s. l'treoloZIiL OoAorem. Erka bnist drn dern, tz,t!pruckr Ul.o zu ft ve„ im HurjU. e-vNSl). St. Gatttü- »784. -iijjotkek 6aIIan ABLDEFGH a b c d e f g h LKLMNOPQ i k l m novq Aabcdeffffi fighiklllmn opqrrssssflstßtuvwryztz. pbhlbtnmuvxrreoca wkqygitzzfffssssßfiflsi. a e i o u. §. ä ö ü. ch. ck. r»Z456789 IV. Rrue/ Dann o mein HErr, und GStt! Ich liebe dich über alles, aus ganzer M iner Seele, aus ganzem meinem Gemüth , und aus allen meinen Kräften, Ich hoffe und traue ftiftglich auf dei- ne grundlose Barmherzigkeit: Ick glaube an dich nach deinem heilig n Wort, und Lehre? Ich habe auch einen gurey st ff n Fürsatz mein sündliches L bea forthrn zu btssern, und dich meinen HErrn, und GOtt, nimmerm hr zu beleidigen ; und iprrche mit dem offnen Sünder : O HErr ÄOtt; sey gnädig mir armen Sünder: Ach! sey mir gnädig, und verz ih mir meine Sünden, Und Missethaten, durch die hohe Verdienste des bitrerr. Leider-S, und Sterbens, und durch das kostbarltche Blut deines Sohns JEsti Christ» meines getreuen Heilands und HErro, Amen. Kur- Kurze Uragen, und Antworten dieses kleinen, und recht Katholischen Katechismi. Wrffkn Giauben« bist du 'j kAch bin ein Katholischer Christ. Wer ist ein Katholisch t Christe Der ists, welcher, nach dem er getauft ist, durchaus glaubt, und bekennet, was die alte, Katholische, Rö, mische Kirche glaubt, und bekennet; es sey eben in der Bibel geschrieben, oder nicht. 2. Tessal. 2. Bey was Zeichen erkennet matt einen Kaths. llschen Christen t Bey dem, daß er sich bezeichnet mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes, und daß er meide alle Ketzereyen, und Irrthümer, so die Prälaten, und Lehrer der Katholischen Kirche einträchtiglich verwerfen, und verdatnen. Matth. 18. Wie beuichnet sich dann ein Katholischer Christ? Er bezeichnet sich mit dem heiligen A z Kren, Kreuze, und spricht mit Andacht also; Im Namen G0tt des Va 1- ters , und des So-j-hnS, und des heilige» Gei-t sts, Amen. Wieviel sind Hauptstücke des katholischen Christen« thums/ so einen, jeglichen ju wissen e Diese Fünf: Das erste: Der wahrhaft Christliche Glaube. Das -werte : Die heiligen Sakra- meoten. Das dritte.- Die zehn Gebothe. Das vierte: Das Vater unser mit angehenktem heiligen englische» Gruße. Das stmste: Die Christliche Gerecht tigkeit. Von dem Lhristlichen Glauben. Welches ist das erste Hauptstück der Christlich - Katholischen Lehre? er Glaube; denn ohne den Glaus ben ist nicht möglich, daß ma» Gott gefalle, Christlich lebe, und selig sterbe. Heb. n. Mas Was soll dann ein jeder Christ glauben? WaS die lieben Apostel in den zwölf Artickeln des Christlichen Glaubens verfasset haben. Welches sind die zwölf Artickel des Christi«, chen Glaubens, r. Äch glaube in GOtt Vater allma'ch, ttgea Schöpfer Himmels , und der Erde. L. Und in JEsum Cchristum seinen einigen Sohn, unsern HErrn. z. Der empfangen ist von dem heiligen Geist, gebohrev aus Maria der Jungfrau. 4. Gelitten unter Pontko Pikato, ge, kreuziget, gestorben und begraben. 5. Abgestiegen zu der Hölle, am drik, ten Tag wiederum auferstanden von den Todten. 6. Aufgefahren zu den Himmeln, sitzet zu der Rechten GOttes des allmächtigen Vaters. 7. Von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen, und die Todten. 8. Ich glaube in den heiligen Geist. 9. Eine Heilige, Allgemeine, Christ, liche Kirche, Gemeinschaft der Hei, ligen. A4 Iv. Ab- ,o. Ablaß der Sündem n. Avferstchung des Fleisches, ir. Und «in ewiges keben, Amen. Worinn steht der Jnnhalt diestr zwölf Haupt Attictel t Ja dem, daß ein Christenmenfch mit dem Herzen glaubt, und mtt dem Munde bekennet- daß nur ein GOtt sey in seiner Substanz, und Wesenheit, und auch zugleich Drenfachin ven Personen, als nämlich: GOtt der Barer, «in Schöpfer aller Dinge. GOtt der Sohn, ein Erlöser der fündigen Welt. Und GOtt der heilige Geist, ein Tröster aller frommen Lhristgla'ubiaen, welche er in der wahren katholischen Kirche heiliget, und durch geordnete Mittel selig machet, r. Ioh. z. ^ ^ Von den heil. Sakramenten. Welches ist das zweyte Hauptstück der Christlich-Katholischen Lehre? AS sind die heiligen hochwürdigen Sa- ^ kramenten. , Was ist ein Sakramente ES ist ein sichtbarliches, kräftiges Zeichen von TOtt selbst«« eingesetzt, dadurch wir unsichtbarlicher Weife Gnaden/ und innweadige Heiligung empfangen. Wie viel sind Sakramenten? Es sind Sieben? Welche? Das erste: Der Tauf. Das zweyte: Die Firmung. Das dritte: Der Fronleichnam unsers HErrn JEsu Christi. Das vierter Die Buße. Das fünfte: Die letzte velung. Das sechste: Dre P iesterweihe. Das siebende: Die Ehe. A; WaS WaS ist der Lauf? Der Tauf ist das erste nothwendig- ste Sakrament, darinn ein Mensch durch das Wasser, und Wort Gottes von allen Sünden grreiniget, und in Christo, als eine neue Creatur zum ewigen Leben wieder gebohrev, und geheiliget wird. Match. 28. Was ist die Firmung? Die Firmung ist ein Sakrament, in welchem der getaufte Mensch durch den heiligen Chrisam, und das göttliche Wort von dem heil. Geist in Gnaden gestärkt wird, damit er seinen Glauben stavdhaftig bekenne, unv demselben desto fleißiger nachkomme. Akt. 18. und lv. Wa< ist unsers HErrn Fronleichnam? Es ist das Sakrament des AltarS/ ja der wahre Leib, und Blut unsers HErrn IEsu Christi, der unter den Gestalten Brods und Weins, mit sammt seiner Seele, und Gottheit, wesentlich, und vollkommentlich gegenwärtig da ist, alsbald ein ordentlich , geweihter Priester Brod, und Wtin auf dem Altar wandelt, und (VkP tonfecnret. Matth. 2^. Luc. 22. i. Lorinth. n. Was ist die Büßet Die Buße ist ein Sakrament, dadurch ein ordentlicher Priester an Gölte- statt die Sünden nachläßt, und verzeiht, wenn der Sünder im Herzen Reue, und Leid hat; seine Sünden mit dem Munde beichtet/ und eine rechte Buße wirken will. Johann, so. Match. » 8 . Was ist die letzte Qelung - Die letzte -vekung ist ein Sakrament, darinnen durch das heilige Oel, und Christi Wort die Gnade Gottts den Kranken zur Wohlfart der Seele, und etwann auch des Leibs gegeben wird. Iakob. 5. Was ist die Priesterweihe? Die priesterliche, oder geistliche Weihe ist ein Sakrament, dadurch ein ge»str sicher Gewalt, Und sonderbare Gnade den Priestern, und andern Dienern der Kirche gegeben wird, daß sie ihren Dienst und geistliche Aemter recht und wohl verrichten mögen. Johann. 20. v. Ll. 2. Timorh. i. 6 . A 6 Was Was ist die Ehe? Die Ehe ist ein Sakrament, durch welches zwo ledige Christliche unver- Arochene Personen, Mann und Weib, sich ordentlicher Weise zusammen ver- heiratheo; dazu ihnen GOtt durch die, ses Sakrament Gnade giebt, daß sie in ihrem ehelichen Stande bis in Tod gottselig verharren, und ihre Kinder Christlich auferziehen. Von den zehn Gebothen Gottes. ««-««» Welches ist das dritte Hauptstück der Christ r Katholischen Lehre? /xs sind die zehn Gebothe Gottes, von welchen Christus sagt: Willst du zum iLebeo eingehen, so halte die Gebothe. Match. rs. Welches sind die zehn Geböthe? DaS erste r Du sollst allein au einen GOtt glau, den. DaS Myte r Du sollst den Namen Gottes nicht eitel nennen. DaS dritte: Du sollst denlSonn - und Feyertag heiligen. DaS vierte: Du sollst Vater- und Mutter ehrem Das fünfte: Du sollst nicht tödten. Das sechste: Du sollst nicht Uakeuschheit treiben. Das siebend«: Du sollst nicht stehlen. Das achte: Du sollst nicht falsche Zeugvnß geben. Das neunte: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hausfrau. DaS tchnte: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut. A 7 Wo- Worinn steht der Jnnhalt dieser lehn Ge. boihe Gottes e In dem: Du sollst GOTT deine Herrn lieben aus ganzem deinem Herzen , aus ganzer deiner Seele, aus ganzem deinem Gemüthe, und aus allen deinen Kräften; das ist das erste, und größte Geboth. Das andere aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen zweyen Gebothen steht und hangt das ganze Gesatz und die Propheten. Marrh. 22. Luc. is. Wie viel sind Gebothe der H. Christlichen Kirche t Lürnämlich sunfe: Das erste: Die ausgesetzte Fepertage halten. Dasiivryte: ' Alle Sonn - und Fepertage die heil. Meß mit Andacht hören. Das dritte: Die vierzigtägige Fasten; die vier Huatemper,und andere gebothenrFast- tage halten, auch am Freytag, und Samstagvom Fleischessen sich enthalten. DaS Das vierte: Jährlich zum wenigsten einmal feinem verordneten Priester beichten, und um die österliche Zeit das Hochwürdigste Sakrament des Altars empfangen. Das fünfte: Zu verbotheoen Zeiten keine Hochzeit halten. Warum soll man die Erböthe der Kirche halten? Darum: weil ein Christ in Kraft des vierten göttlichen Geboths schuldig ist/ so wohl der geistlichen als der weltlichen Obrigkeit Gehorsam zu leisten. Welcher aber die Kirche nicht höret, oder ihre gute Ordnung rund Satzungen verachtet, der soll für einen Hey- den, und Publicanen ( wie Christus sagt) gehalten werden. Marrh. 8. Vom heil. Vater unser. ^--z» Welches ist das vierte Hauptstück der Christlich Katholischen Lehre. ^s ist das heil. Vater unser, mit an- ^ gehenktem englischen Gruße. Wie wie lautet dasselbe? Vater unser, der du bist in den Himmeln. ». Geheiliget werde dein Name. 2. Zukomme uns dein Reich, z. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erde. 4. Gieb uns beut unser tägliches Brod. 5. Und vergieb uns unsere Schulden, als wir auch vergeben unsern Schuldigere 6 . Und führe uns nicht in Versuchung. 7. Sondern erlöse uns von dem Uebel/ Amen. Der englische Gruß. /zregrüßt seyst du Maria voll der Gna- ^ den, der HErr ist mit dir, du bist gebenedeyt unter den Weibern, und gebevedeyt ist die Frucht deines Leibs JEsus. Heilige Maria Mutter Gottes bitt für uns arme Sünder, jetzt, und in der Stund unsers Absterbens, Amen. was ist die Summa oder Innhalk des ganzen H. Vater unser? Wir bitten hier um die ewigen, geistlichen, und leiblichen Güter, Seele, und Und Leibs damit zn erhalten; begehren aued, baß uns GSrr vor Sünden, Anfechtungen/ und allem U bel dies scs / und des zuküpft'gen Lebens erlrs Vtgen/ Und erhallen wolle. Warum wird ncbm dem tzater unser der en« glische b>ruß gcsprochm t Darum / damit unser Gebeth im Vas ter unser d»sto kräftiger fty/ weon wir Christum unftrd HErtn, und seinen hochwürdigen Namen dabey melden, auch GOtt in seiner liebwerrhen Muts ter loben, und durch sie dir göttlichen Gnaden begehren. Ist es auch genug/ daß ein katholischer Christ die vier vdgemrldtr Stücke wisse, und bekenne! Es ist nicht genug, sondern er muß auch die Christliche Gerechtigkeit mit dem Werke erzeigen: Denn ein Knecht, der seines Herrn Willen weis/ und den nicht thut, der wird mit vielen Streichen geschlagen werden. Luc. iL. Von Von der Lhristlicherr Gerechtigkeit. Welches ist das fünfte Hauptstück der Christlich-Katholischen Lehre? Es ist die Christliche Gerechtigkeit. Was gehört dann t»r Christlichen Gerechtigkeit? Diese zwey Stücke: Das ein christ- gla'vbiger Mensch durch die Gnade GOttes das Böse lasse, und das Gute wirke: Denn wer schon durch den Glauben gerechtfertiget ist, der muß auch durch gute Werke noch gerechter werden. Psalm. zz. Ila r- Jak. a. Was Döfts soll man am meisten lassen, oder fliehen? Die Sünden, und Laster, die den Menschen um Ehre, Gut, Leib, und Seele bringen, ihn von GOtt, und allem Guten abscheiden und ewiglich verdammen. Welches sind die schädlichsten, oder verdamm» lichsten Sünden? Die Tod - oder Haupt - Sünden ; dir die Sünden in den heiligen Geist; die Sünden, welche in den Himmel schreye en ; die fremden Sünden, und andere dergleichen, bieder Liebe Gottes, und des Nächsten widerstreben. Wie viel sind Tod. oder Hauplsünden , Sieben. i. Hoffart. s. Geitz. Z. Unkeuschheit. 4- Neid. 5. Fraß, und Völlerep. 6. Zorn. 7. Trägheit. Von den Todsünden steht geschrieben : Die solche thun, werden das Reich GOttes nicht erlangen, sondern des ewigen Tods sterben. Marrh. z. und 7. Wie viel sind Sünden in den heiligen Geist? Sechs. Zum ersten: Vermeffentlich aufGot- tes Barmherzigkeit sündigen. Zum zweyten: An Gottes Gnade verzweifeln. Zurr, Zum dritten! Der «kalkten Christlichen Wahrhrtt widerstreben Zum vierten : Semem Bruder UM der göttlichen Gnade Willen mißgünstig, Und nervig s yn. Zum fünften: W'der heilsame Ermahnungen ein verstocktes Herz haben. Zum sechsten: In der Unbußfek- tigkeit vorsetzltch verharren. Diese Sünden werden in dieser, und jener Welt gar nicht, oder schwerlich verziehen werden. Wie viel sind Sünden, die in den Himmel schreyen? Derer find vier. r. Vorsätzlicher Lodtschlag. s. Die Stumme, oder sodomitische Sünde. z. Unterdrückung der Armen, Wittwen, und Waisen. 4. Und wenn man den verdienten Liedlohn den Arbeitern, unv Laglöh- nern aufhält, und entzieht. Unv solche Laster werden von GStt allzeit erschrecklich gestraft. Wie viel sind der ftemden Sünden, Derer sind neun. r. Zu ». Zu der Sünde rathe». r. E n n andern heißen sündige». z. Ja and rer Su de verw-lsige«. 4 Andere zur Sünde anreihen. 4. Anderer Sünde lobe». 6. Dazu stillschweigen. 7 Dieselbe übersehen, 8 Derselben sich theilhaftig machen. 9. Dieselben v kkhättgkn. Denn also werden wir an fremden Sünden vor GOtt scbuld'g und theil, hastig, alK ob wir sie selbst persönlich begangen hätten. Ist auch genug, das Bist lasten, und die Sünde meiprn i ?7letn? Denn ein jeglicher Baum, der nicht gute Frucht bringt, der wird auSqe, hauen, »rv in- Feuer geworfen; wer aber den Willen d s Vaters thut, der wird eingehen in das Reich der Hnys Mel. Ma^rh. 7. Waö Eures soll dann ein Christ thun, oder wich», Er soll nückter, gerecht, und gotts selig, vor SOtt, und den Mensche« ' le, leben, und mit guten Werken feinen Christlichen Beruf zieren, und gewiß machen. Timors. 2. Wie »ielerlev sind der guten Werke? Fürnämltch drexerlcx: r. Bethen, r. Fasten, z. Almosen geben. Wvt» nutzen, und dienen nnj die guten Werket Aus den guten Werken, und nickt aus dem Glauben allein wird der Mensch gerecktftrtiget, und erlanget die Krön der Gerechtigkeit. Und wer da thut die Gerechtigkeit, der ist gereckt. Die gutes thun, wer, den eingehen in das ewige Leben, die aber Böses thun, in die ewige Peine. Marrh. 15. Wie viel sind leibliche Werke der Barncherjigkeit? Sieben: r. Die Hungerigen speisen. s. Die Durstigen tränken, z. Die Nackenden bekleiden. 4. Die Fremden beherbergen. 5. Dir 5. Die Gefangenen erl'digen.' 6. Die Kranken besuchen. 7. Die Todten begraben. Von diesen sagt Christus Matth.5. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Wie viel sind geistliche Werke der Barm, Herzigkeit l Sieben: r. Die Sünder strafen. 2. Die Unwissenden lehren, z. Den Zlveifelhastrgen recht rathen. 4. Die Betrübten trösten. 5. Das Unrechte geduldig leiden. 6. Denen, so uns beleidigen, gern verzeihen. 7. Und für die Lebendigen, und Todten GOtt bitten. Mit was Maaß wir aber ausmef- fen, mit demselben wird uns wieder ein- gemessen werden. Luc. 6. Welches sind die acht Seligkeiten l Es sind die, so Christus in dem Anfang seines .oangelischen Gesetzes gejährt hat, da er sagt: i. Se- r. S-kiq sind die Armen im Geist, denn ihr ist das Reich per Himmel. r. Selig si d die Sanftmüthi- gen, denn sie werden das Erdreich besitzen. ?. Selig si d, die da Weinen, und beid tragen, Penn sie werden getröstet werden. 4 S-liq si ch die huogerig, und durstig si v nach der Gerechtigkeit, denn sie werden ersitttiget werd n. 5 Selig sind dre Barmherz'gen, denn sie werden Barmherzigkeit langen. 6. S l'g sind, die eines reinen H-rzen sind, denn sie werden GOtt anschan-'n, 7 G lig sind die Friedsammen , denn sie werden Kinder GÖrnS ge- Nenner werden. 8. Seiig si h die Verfolgung lei, den um der Gerechtigkeit Willen, denn ihr ist baö Ruch der Himmch Marrh. z. Wie viel find evangelische Räthe ? Derer sind sirrnämttch drey? i. Frey- l r. Freywillkge Armuth. s. Sta'te Keuschheit. z. Vollkommener Gehorsam unter einem geistlichen Obersten. Welches sind die vier letzten Dinge des Menschen t r. Der Tod. 2. Das letzte Gericht, z. Die Hölle. 4. Das Himmelreich. Gedenke dann, 0 Mensch! in allen deinen Werken deiner letzten Dinge, so wirst du ewiglich nicht sündigen. Eccles. am 7. Lap. «»eM E es;kW «A M r» Wxamen. Der jenigen Kinder/ so um die österliche Zeit beichten, und eommuniciren sollten« 64-SS» Dur heiligen Weicht. Wie alt bist mein Kinde ^urch die Gnade GQttes bin ich ohngeführ neun, zehn, oder eilf Jahre alt. B Was B Was kannst du bethen? Das heil. Vater unser; Ave Maria; den Apostolischen Glauben; die zehn Gebothe Gottes;die sieben H H. Sakramenten; die fünf Gebothe der katholischen Kirche, und die offene Schuld? Wie viel find Götter - Es ist nur ein GOtt. Was ist GOTT? GOtt ist ein unendliches, ewiges, unbegreifliches Wesen, welches alle Vollkommenheiten in sich begreift; das höchste , und allerbeste Gut in sich selbst , und gegen alle seine Geschöpfe. Wie sieht Er aus? Er hat keine leibliche Gestalt, sondern er ist der reineste und vollkomen- ste Geist, der an allen Orten ist, alles sieht, alles kann, und vermag; aste Dinge aus Nichts erschaffen hat, alles durch seine Weisheit regieret. Wie viel sind göttliche Personen? Drey r GOtt der Vater, und der Sohn,Md der heil- Geist. Und diese drey göttliche Personen werdtn sämtlich die heiligste Dreifaltigkeit genannt. Welche aus diesen göttlichen Personen ist größer, wes, chc älter, welche weiser / und mächtiger? Sie sind alle Drey gleich groß, gleich Als, gleich weift, uud mächtig. Hin? Sind sie dann drey Eöttert Nein. Weil sie alle nur eine göttliche Natur, und Wesenheit haben. Wer hat dich erschaffen k GOtt der Vater: Ihm sey Lob, und Dank gesagt. Warum bat er dich erschaffen k Daß ich ihm diene, und durch sei* ne Gnade ewig selig werde. Wer hat dich erlöste GOtt der Sohn; Ihm sey auch Lob, und Dank gesagt. Wie hat er dich erlöst ? Er ist Mensch geworden, und für mich am heiligen Kreuze gestorben. Wer macht dich Heilig? GOTT der heilige Geist, wie ich gänzlich hoffe. Wie macht er dich Heilig, Durch die heiligen Sakramenten r erstlich der Taufe; und wenn ich darnach sündige, wiederum durch daS heilige Sakrament der Buße. Wie viel gehören Stücke ju diesem heiligen Sakrament i Diese fünf: i. GOtt um Gnade anrufen. 2. Das Gewissen erforschen, z. Reue, und Leid erwecken, mit einem steifen Fürsatz, nicht mehr zu süa- Vs Vi- dkgen. 4. Ordentlich beichte». 5. Die auferlegte Buße verrichten. Wie rufst du GOtt um Gnade an ? Ich knie vor einem Crucifix nieder, und bethe also: «Nein gekreuzigter IEsu! ich bitte dich ^ durch dein Leiden, und Sterben, gieb mir alle meine Sünden in Sinn, damit ich sie recht bereuen, und durch die Beicht ab mir legen könne. Wie erforschest du dein Gewissen / Ich besinne mich alsdann mit allem Ernste, was ich gesündiget habe, und wie oft ein jedes geschehen sey. Wie erweckest du Reue und Leid? Isch mein GOtt! wie habe ich so übel ^ gefehlt! ach hätte ich dich mein höchstes Gut nicht erzürnet: Ich bitte dich um Verzeihung, 0 gütigster Vater : Ich habe gesündiget, es reuet mich von Hexzen: ich will es den Tag meine- Lebens nicht mehr thun. Warum sagst, daß dir Leid sey? Weil ich GOtt erzürnet habe. Womit hast du ihn erjörnct 5 Mit vielfältigen Sünden? Was ist eine Sünde? Mas ich Unrechts gedenke, rede, y, der der thue, das wider die göttlichen Ge- böthe ist. Wie vielfach ist die Sünde? Zweifach: Die tödtkiche, und läßliche. Was ist die todtliche Sünde? Eine große Beleidigung GOtteS? die mit der Hölle gestraft wird. Gieb mir ein Exempel solcher Sünden? Sonntag, oder Feyertag die heilige Messe verabsäumen; am Freytag, oder Sambstag Fleisch essen ; wissentlicher Weise falsch schwören; den Vater, o» der die Mutter schlagen, stehlen das viel antrifft, rc. Was ist eine läßliche Sünde ? Eine kleinere Beleidigung GOttes, welche mit dem Fegfeuer gestraft wird. Gieb deren ein Exempel? Eine Schimpf« Luge thun, in der Kirche schwätzen; den Aeltern nicht gehorsam seyn. Schadet es dir etwas, wenn du GOlt erzürnest? Ja erschrecklich viel: Ich verliere damit den Himmel, und verdiene, daß mich GOtt mit dem Tode, Fegfeuer, oder gar mit der Hölle strafe. Wenn es dir nichts schaden würde? So wäre es doch nicht recht GOtt Bz zu zu erzörnen? weil er mein Vater ist / und mich herzlich liebet. Wie vielfach ist die Reue, und Leid ? Zweyfach : Die Vollkommene, und die Unvollkommene. Welches ist die Unvollkommene? Wenn mir leid ist aus Furcht, GOtt strafe mich zeitlich oder ewiglich. Welches ist die Vollkommene? Wenn mir leid ist, nicht wegen meiner, sonder» wegen GOtt allein, daß ich diesen gütigen Vater erzörnet habe. Wie willst du beichken ? Ich will in den Beichtstuhl hinein kniccn, das heil. Lrevz machen, und dann sagen: Ehrwürdiger Herr Beichtvater ich bitte um den geistlichen.Segen, daß ich meine Sünden vollkomen deichten könne. Alsdann will ich alle meine Sünden erzählen, die ich gethan habe. Zu letzt will ich sagen :» Diese und alle meine Sünden sind mir leid von Herzen, daß ich GOtt das höchste Gut erzörnet habe; will mich itzt mit der göttlichen Gnade ernstlich bessern: bitte also um eine heilsame Büß, und göttliche Absolution. Mußt Mußt du alle Sünden beichten? Ja, die tödtlichen alle, sonst wäre die Beicht nicht gültig, wenn ich wissentlich eine Todtsünde verschweigen würde. Mußt du dann thun, was dir der Beichtva» ter auferlegt? Ja, und das fein andächtig, sobald es möglich ist, oder es der Beichlva- ter befiehlt. Was nützet dich aber das Beichten i Der Beichtvater läßt mir an Gottes statt die Sünden alle nach, und unser lieber HErr GOtt ist alsdann nicht mehr über mich zornig, sondern ich bin ihm wieder ein liebes Kind. Dur heiligen Wommuriion. ^^ Was empfängst mein Kind/ wann du communicirest t (7>as allerheiitgste Sakrament des Altars. Was ist dieses? Der wahre Leib, und Blut unsers HErr» JEsu Christi. B 4 Was Was ist der wahre Leib, und Blut ? Es ist der lebendige Christus, wie er auf der Welt gewesen, und itzt im Himmel ist. Ist dann dieselblze Hostie nicht weisses Brod? Nein: Es hat zwar das Ansehen, als wenn es weißes Brod wäre, es ist aber nickt mehr Brod, sondern Christus sechsten. Was mußt du thun, wann du recht komm« mciren willst - Diese drey Stücke: i. Muß ich ohne tödtliche Sünde seyn, und darum zuvor beichten. 2. Muß ich Nückter seyn, also daß ich kein Brosamlein Speise, und kein Tröpflet» Trank, von Mitternacht an gegessen, oder getrunken habe. z. Muß ich sonst wohl da, zu gerüstet seyn. Wie rüstest du dich dazu i Ach bekleide mich ehrlich, und gehe in eine heilige Messe; falle nieder auf die Knie; hebe die Hände auf, und bethe ganz andächtig, bis man mich gleich itzt communiciren will. Alsdann übe ich mich in dem Glauben, in der Hofnung, und in der Liebe. Wir Wie übest du dich im Glauben e Ich bethe also: ZEsu mein Erlöser! Ich glaube, daß du wahrhaftig seyst in dem hochheiligsten Sakrament des Altars; und wenn ich dich schon bannn nicht sehen kann, glaube ich es doch so kräftig, daß ich darauf sterben wollte ; denn du hast selbst gesagt: Das »st mein Leib; das ist mein Blut, und was du sagst, das ist wahr. Wie in der Hofmrng? O HErr ich bin nicht würdig/ daß du zu mir kommen sollest; weil du aber selbst so gütig bist/ und kommen willst, so hoffe ich ftstiglich, du werdest meme arme Seele speisen / und tränken, und sie so reich, und schön machen, baß sie dir gefalle. Wie in der Liebe? O mein JESU! ich liebe dich von ganzem Herzen, und wünsche mehr nicht, als überall dein eigen zu seyn. Komm liebster HERR ! und nimm mein Herz si lösten ern ; mache damit , was du willst ; hiemit ist es nickt mehr mein, sondern dein: Ja dir allein soll es leben, dich höchstes Gut über alles lieben, loben / und ehrea B 5 in w Ewigkeit. Komm! o mein JESU komm Was thust du alsdann ? Ich knie zu dem Altar, und sage mit höchster Demuth dem Priester nach dreymal diese Worte: HErr ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach/ sondern sprich nur ein Wort/ so wird gesund meine Seele! Was thust du alsdann noch weiter-l Ich knie gar zu dem Priester an daS Ort/ wo er commumcirt; lchaue das heilige Sakrament liebreich an; eröffne den Mund, und lege die Zunge auf die Lefzen, damit dasselbe könne darauf gelegt werden/ und ich nicht dar, auf beiße, sondern es fein sanft hinunter schlucke. Was thust du nach der heiligen Communion So bald ich das heilige Sakrament empfangen habe/ rede ich in dem Herzen mit Ihm. Was redest du mit Ihm / Ich gedenke also: Itzt Mein liebster HErr; H§rr; sey mir wivkomm zü tausendmal : Dir sey unendlich Lob, und Dank/ daß du zu mir kommen bist ; o werthe, ster Gast meiner Seel! ich habe dich jtzt, bleib doch bey mir/ bis ich dir gefalle / recht diene / und dich genießen kann in Ewigkeit, Amen. WaS giebt dir der Meßmer? Wein, damit mir nichts von dem heiligen Sakrament in dem Munde klebend verbleibe, dasselbige mcht et, wann alsdann ausspeye, und entun, ehre. Wir lang darfst du darnach nicht ausspeycn i Ohngefähr eine viertel - oder halbe Stunde lang. Was hast du weikers tu thun? Ich bethe noch eine Zeitlang mit Andacht, was mich GOTT ermähnet : Bringe auch denselbigen ga >zrn Lag/ so viel möglich/ mit dem heili, gen Gebethe in der Kirch«' zu, mit Uebung der Tugenden/ und hüte mich vor aller Leichtferngkeit rc. Aiso ist nicht nützlich an den Ma kr Tagen zu beichten, und zu commuaiciren, weil B 6 man man alsdann der Andacht nicht rechte abwarten kann. Was nützet dich das Commlmiciren 1 Daß ich allezeit GStt lieber, und angenehmer wird, so oft ich würdig communicire. Alsdann habe ich GOtt sechsten in mir; was wollte ich mehr wünschen? WerGOtt hat, hat alles, hiemit auch ein seliges Ende. Folgen schöne Morgen - Segen, und Gebethe, so man Aufsteht. In dem Namen GOtt des Va-f»» ters, und des So^hns, und des heiligen Geilstes, Amen. Namen meines gekreuzigten ->) HErrn JEsu Christi stehe ich aus, der mich erlöset hat mit seinem kostbar, lichen Bl-ut: Derselbe wolle mich vor allem Uebel behüten, und bewahren an Leibe, und Seele; wolle mir auch geben, was mich befördern, und be, sichtigen möge in allem Guten zu dem ewigen Leben, Amen. Ein Ein anders Morgen, und Abend- Gebeth, wiver alle Gespenster, und Z-uidmy sehr nützlich. e hochh-iligste Dreyfalk«gkeit,Gott Vierer, GOtr So^ hn, und GO't heiliger Gt'j'-st, d r Fried, und Gegen' rwsers HErrn JEsu Christi, undd»e Kraft seines heilt «ev Leidens: Das Zeichen des heiligen Kauzes: Die Unbefleckte Empfangnißder glorrviüdi, gen Mutter GOttes Markä: Der Segen aller Heiligen: Der heilige Schutz- Engel : Die Verdienste, und das Gebeth aller Auserwählten GSttes stehen für mich, für die Meinigen und für alles was unser «st; wider alle meine Feinde , sichtbare, und unsichtbare, itzt diesen Tag, (diese Nacht,) und in der Stunde meines Absterbens, Amen. Morgen-Gebeth. himmlischer Vater allmächtiger e- ^ wiger GGtt, ich sage dir herzlich Lob, und Dank, daß du mich >n dieser Nackt, und alle vorig- Z iten unter deinem Schutze, und Schirme erhalten , und so gnädiglich bewahret hast. Ich bitte dich durch deine grundlose Barmherzigkeit, v rlrih mir m t dem B 7 itzt ißt angehenden Tage Mehrung des wahren Glaubens und der Liebe gegen dick, und meinen Nächsten; Besserung d.s Lebens und Reinigkeit deS Ge, wissen s. Segne, o HErr! alle meine Gedanken, Worte, und Werke, auf daß sie dir gefallen: Ich opfere dir auf itzt, alle Grunde, und Augenblicke, mein ganzes Leben, und Sterben; mein Leib und Seele, und alle derselben Wirkungen und Bewegungen, demüthig dich bittend, du wollest alles richten zu deiner Ehre, und zu meiner Seelen Seligkeit: Durch JEsum Christum deinen lieben Sohn unsern HErrn, welcher mit dir, unv dem heiligen Geiste, sey gelobt in Ewigkeit, Amen. Zu unsrer lieben Frau. du allerheiligste Jungfrau, und wunderbarliche Mutter GSttes Maria: in deinen gebenedeyten, und sonderbarlich-n Schutz, und Schirm, und in die Schooß deiner Barmherzigkeit befehle ich heut, und alle Tage, Stunde und Augenblicke, mein Leib, und Seele; all meine Hoinung, und Dost; meine Angst, Trübsal, mein ganzes Leben, und Sterben überge, ve ich dir, auf daß durch deine heilige Fürbitte , und sehr groß- Vcrdlevfle, all mein Thun, und Lassen, meine Gedanken, Worte, und Werke, nach deinem und deines allerlrebsten Sohns, JEsu Christi Wohlgefallen, und nach meiner, und der ganzen Kirche Nothwendigkeit gericht, und vollbracht werden/ Amen. Zu dem heiligen Schutz-Engel. Mein heiliger Engel / und Nertünder/ Wollest bitten für mich armen Sünder / Behüt mich vor dem dösen Geist! > Vor Sünde / und Schande allermeist/ Daß ich in der Geduld/ und Liebe GOttcs lebe/ Daß mir GQti die ewige Giory gebe/ Amen. Mend-Segen / und Gebeth, so man schlafen geht. Das walt GOTT der va f eev Gd'bhne und heil. Ge^ist/Amen. Mch danke dir himmlischer Vater, durch JEstrm Christum deinen Sohn, meinen HErrn, daß du mich diesen Lag so gnüdlglich behütet hast: Bitte dich/du wollest mir vergeben alle meine Sünden, und mich diese Nacht gnädigltch behüten: Denn in deine Hün- Hände befehle ich meine Seele, Leib, Und Albs, das deine ewige Majestät mir gegeben. Dein heilrger Engel sey mit mir, daß der böse Feind keine Gewalt, noch Wirkung an mir habe,A- men. Vater unser , Ave Maria / Ich glaube in GOrt, rc. Wann die Uhr schlagt. GOtt, verleih uns eine selige Stun- ^ de zu leben, und zu sterben, durch ZEsum Christum unsern HErrn,Amen. Gebeth vor dem Essn. himmlischer Vater, benedeye, und ^ segne uns allen die Speisen, und Tränke, so wir von deiner großen Güte empfangen werden: Gieb uns Gnade und Gcdr yen dazu, daß wir es alles dw zu Lob, und uns zur Wohlfart gebrauchen auch von deiner Liebe nimmer abgeschieden werden. Durch JE- jum Christum unsern HErrn, Amen. Gebeth nach dem Essen. himmlischer Vater , wir danken ^ dir, daß du uns Unwürdig? speisest, und deiner Gnaden väterlich theil, haft hastig machest/ auch nimmer aufhö, rest, uns deine Wohlthaten gütigiich mitzutheilen. Lob, und Ehresey G0tt im Himmel; Fried deo Menschen auf Erden ; Gnade unsern Wohlthätern, die ewige Ruhe allen abgestorbenen Christen, und nach diesem zugänglichen Leben zukomme uns die ewige Freude, und Seligkeit, Amen. Gebeth am Donnerstage/wann man die Angst Chrrstt läutet. D» mein lieber HErr JEju Christ/ Traurig an Oelberg gangen bist/ Denn du erkanntest in deinem Hertzen / Daß du müßtest leiben grosse Echmertzen. Den Vater bathest mit Begier / Daß er nehm diesen Kelch von dir/ Du sprachst: O lieber Vater mein! Nicht mein Will q'scheh / sondern der dein. Wie du in Angst also thätst bethen / Da ist ein Engel zu dir trrtten / Herab von, Himmel ward vermerekt / Der dich in deiner Schwachheit stärckk. Des Todes Furcht auch mit dir rang / Zum drittenmal zum Bethen zwang: Nor Angst des Tods ward dir so beiß/ Daß dir ausgicng der blutig Schweiß. Und wie du solchen überwunden / Hast deine Junger schlafend g'funden; In Unmuth traurig sie da lagen / Thatest zu ihnen sanfrinüthig sagen r Wachen/ und bethen sollet ihr/ Daß kein Versuchung euch verführ. 8A JESU Christ / b» höchstes Gut / Ich bitt dich durch dein Fleisch/ und Blut/ Und durch dein dreyfaltigs Gebeth / Wann solche Angst auch auf mich geht/ Und auf mich fallt die Lobes,Pein/ Daß ich auch setz den Willen mem / In deinen Willen allezeit / B's ich auch mein Fleisch überstreit. Und mann ich werd schwach/ und zaghaft / Eo stärck mich GOtt/ und sey mein Kraft/ Daß ich nie mit den Jüngern dein / In Versuchung werd g'führet ein: In Glaub/ Lieb/ Hsfnung standhaft bleib/ Bis sich scheid d'Seel von meinem Leib/ Amen- Gebeth am Freytage/ wann man die Scheidung Christi läutet. I2 S sind Finsternisse geworden / als ^ die Juden den HErrn JEsum gekreuzter hatten. Und um die neunte Stunde schrie der HErr JEsus mit lauter Stimme: Mein GOtt ! mein GOtt! warum hast du mich verlassen? und mit geneigtem Haupte gab er den Geist auf. Derohalben/ O HERR JEsu Christe / wir bethen dich an/und loben dich; denn durch dein heiliges Kreuz / durch dein bitteres Leiden / und unschuldiges Sterben / hast du uns/ und die ganze Welt erlöset. Gebeth. O HErr JTsu Christe: Durch die ^ Bitterkeit deines heiligsten Leidens, so du um unser willen am heiligen Kreuze gelitten hast, sonderlich iu der Stunde, da deine edle Seele von deinem Leibe abgeschieden ist, bitte ich, du wollest dich über meine arme Seele erbarmen, absonderlich, wann sie von meinem Leibe wird scheiden, auf daß dein Kreuz, und Marter an mir, und andern Sündern nicht verloren werde, Amen. O 3§fu, dir lebe ich. O JEsu / dir sterbe ich. O JEsu, dein bin ich todt und lebendig, Amen. Schulgcbeth. 6>omm heiliger Geist, erfülle die Her- ^ zev deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe, der du die Völker aller Zungen in Einigkeit des Glaubens versammelt hast, Amen. Gebeth. HErr allmächtiger GOTT! hilf ^ gnädigljch, daß bey uns sey, und woh- wohne dein heiliger Geist, der uns erleuchte, und lehre alle Wahrheit; auch beschütze, und stärke in allen unsern Thun, und Lassen, in Widerwärtigkeit, und Wohlfart. Durch Christum JEsum unsern HErrn, Amen. Wann man Morgens, Mittags, und Abends zu dem Englischen Gruß läutet. r. Der Engel des HErrn bracht Ma- riä die Bothschaft, und sie empfieng von dem heiligen Geiste. Darauf sprich: Gegrüßt seyst du Maria, rc. s. Sieh / ich bin eine Dienerinn des HErrn, mir geschehe nach deinem Worte: Gegrüßt, rc. z. Und das Wort ist Fleisch geworden, und hat in uns gewöhnet: Gegrüßt, rc. Gebeth. Mir bitten dich o HErr! gieß bei, ne Gnade in unsere Herzen, auf daß wir, die da Christi deines SohvS Menschwerdung auf des Engels Verkündigung erkennet haben, durch sein Leiden, und Kreuz zu der herrlichen Auf, erstehung gebracht werden. Durch JE/ sum Christum unsern HErrn, Amen. Das Salve Regina. gegrüßt seyst du Königinn, Mutter ^ der Barmherzigkeit, des Lebens Süßigkeit, und unsre Hofnung sey gegrüßt : Zu dir schreyen wir elende Kinder Lvä: Zu dir seufzen wir Trauren- de, und Weinende in diesem Thal der Zäher. Eja unsere Fürsprecherinn, kehre deine barmherzige Augen zu uns, und nach diesem Elende zeige uns JE- fum die gebenedeyte Frucht deines Leibs: O gütige! o milde! o süsse Jungfrau Maria. Die sieben Freuden unsrer lieben Frau. 1. Da der Engel Gabriel ihr den Gruß gebracht. 2. Da sie über das Gebürg gangen/ und hat Elisabeth gegrüßt. z Da sie Christum den HErrn ge- bohren hat. 4. Da sie gesehen hat, daß die heilige drey Könige ihren liebsten Sohn an- gebethet, und das -Opfer gebracht haben. 5. Als 5 - Als Christus nach feiner Urständ- ihr erschienen ist. 6 . Da sie gesehen hat Christum gen Himmel fahren. 7. Da sie mit ihrer heiligen Seele gey Himmel geführt worden. Die sieben Schmerzen unsrer lieben Frau. Der erste ist, den sie gehabt hat/ da Christus beschnitten worden. 2. Da sie bey der'Nacht in Egypteo- land mit ihrem Kinde geflohen ist. z. Da sie IEsum verloren, und drey Tage gesucht hat. 4. Da sie ihn gesehen hat das Kreuz tragen. 5. Da sie Christum an dem Kreuze hat sterben gesehen. 6 Da man ihn wieder vom Kreuz- herab genommen, und todt auf ihre Schooß gelegt hat. 7. Als sie ihren lieben Sohn hat helfen in das Grab legen. Die sieben Blutvcrgießungen Christi. 1. Än der Beschneidung. r. An dem Oelberge. z. In der Geißlung. 4 N 4. In der Krönung. 5. In Abzichung der Kleider bey de« Kreuze. 6. In der Annaglung au das Kreuze.' 7. In der Eröffnung seiner H. Seite. Die offene Schuld. L>°ch armer Sünder widcrsage drm -v) bösen Feinde/ all seinem Eingeben'/ Rath/ und That. Ich glaube in GOtt den Walter/ in GOtt den Solhn/ in GOtt den heiligen Gellst. Ich glaube gänzlich / was die allgemeine Christliche Kirche befiehlt zu glauben. Mit diesem heiligen katholischen Glauben beichte ich/ und bekenne GOtt dem Allmächtigen ; Mariä seiner hochwürdigen Mutter/ allen lieben Heiligen. Und gebe mich schuldig/ daß ich von meinen kindlichen Tagen an/ bis auf diese Stunde/ oft und viel gcsünviget habe/ mit Gedanken/ Worten/ und Werken / auch Unterlassung vieler guten Werke. Wie denn solches al- les geschehen ist heimlich / oder offen lich, wissentlich, oder unwissentlich wider die zehn Gebothe, in die sie^ ben Todtsünden, an den fünfSin nen meines Leibs, wider GOtt wider meinen Nächsten, und wide das Heil meiner armen Seele. Solj che, und alle meine Sünden sin mir leid von Herzen. Bitte darur^ demüthiglich dich ewigen barmherzig gen GOTT, du wollest mir dein göttliche Gnade verleihen, mein Le den fristen so lang, bis ich hie alls meine Sünden möge beichten, un büßen, deine göttliche Huld crwertz den, und nach diesem elenden Le.^ ben die ewige Freude, und Seligj keit erlangen. Derohalben klopfe ich, an mein sündiges Herz, und sprecht ' mit dem offenen Sünder: O HEr GOtt sey gnädig mir armen Sünder , Amen. sririssisl-iornLk - N D E.