Mit tt Mein- Bestehend in Ahnst Katholischen Uugends-Mbungen, Mit denen sieben Worten des sterbenden Hcylands AI» Sieben Sigillcn imterZeugnnß Mariä der Jungfräulichen Mutter, des H. Schutz-Engels, und Heiligen Patronen vekraffliget ^ Im Leben / «od Sterbe» höchst rrvI- Uch Z» gebrauchen. Samt Eiuem kmtzru UnMicht , wie mau dtp Sterbenden bey Abgang eines Geistlichen bestehen - und zusprechen solle. Die neundte Auflag. Mit Erlauönus der Oberen. SZ -D D- --- Ä"- - -D -7IS 7-7 Ä -- Gedruckt/ und zu finden nn Sürjtl. EQttshauß St. Gallen/1766. Daß ist das ewige Leben, daß sie Dich den wahren erkennen, und den du gesandt hast, JEsum Christum. (t)^ Unmerckung. LU -44 H- 44' ! T Eilen die wahrhaft Chrifl- 44 » 4) Catholische Tugends - Ue- ^bung nicht in viele, oder Zierd der Worten / sondern im Geist/ und Wahrheit bestehet/ als kann selbe/ nach vorhergehenden deren vollkommenen Begriff und Uebung/ wiederum mit einem einzigen Wort/ oder Zeichen erneuert werden ; dann es stehet geschrieben: Der HErr bar das Verlangen der Armen erhöret/ und dein Ohr hae die Vorbereitung ihres Hertzens vernommen, //. A L Für 4 Für ein dergleichen Zeichen / o- ! -er Erncuerungs - Wort wird ein- ' gerathen/und auf selbes nachgesctz- ^ ' ter Bund aufgerichtet : GOrr Al- I lern / aus dem Grund aller wahren ' Lugenden / besonders der drey The- I alogischen/ Glaub/Hoffnung/und Liebe/ welche auf GOTT Allein I müssen gerichtet seyn. Dieses GOre l Allein ist der beste Theil/ welchen l Maria erwählet/ und nimmermehr - ' von ihr wird genommen werden. : Hat auch der liebste Hcyland die l sorgfältige Martham Dahin angc- ' wiesen: Du bekümmerest dich um l Vieles/ und ist nur eines von- nötben. In diesem GOre > Allein crlustigte sich die unvergleich- l liche Esther: Du weist es feststen > O GOtt/ daß ich mich niemahlen j- l erfreuet habe/ als allein in dir mei- ! nem GOtt / und HErm. < Der heilige Ertz-Vatter Benedi- l ctus in seinen von dem Geist GOt- tes i M t ) rM 5 tes angegebenen heiligen Ordcns- Satzungen will von denen angehenden Geistlichen nach seinem Bey- spihl/ 8o1l OL0 placere cupienz, vor allem haben/ daß selbe wahr- hafft / und GOTT Allein suchen. r. /F. Der Seraphische Natter Franciscus fände in diesem einzigen Eines / Alles/ wie die alteIsrae- liter in ihrem allen Geschmack/ - und Süßigkeit: Mein GOce/und Alles. Sein Jünger der seeltge Bruder Aegidiusschätzte denjenigen allein für glückseelig / welcher nur einem zugehörte: Unus uln! Einem Allein! GOtt Allein! Und schließ- lichen ist daß der letste Wunsch des in Tod eylenden Sohns GOtteö unsers Heylands IEsu Christi: Daß ist das ewige Leben / daß sie dich den wahren GOtt Allein erkennen/ und den du gesandt hast / JEsum Christum. v- A z Es 6 M ( t ^ Es hat beyneben nicht ohne Ur- fach be-iebet/ durch Wahlen jeder nachgesetzter Christlicher Tugend ihre absonderliche / und verdienstliche Uebungen anzuzeigen / damit selbe von jeden / besonders den Lrancken/ leichter begriffen / und ohne deren Beschwärde können unterbrochen werden; welchen letsteren auch / wann andere Umstände nicht ein anders erforderen/ alle nachfolgende Tugenden / und heilige Anmukhun» gen verständlich ohne Geschrey/ und sittsam müssen vorgetragen werden. ^ ( t ) A' 7 !8 Erster Meil. Geistlicher Bund Mit IW RlleiN/ Durch Ahnst- Katholische Tugends- Uebungen. Im Namen GOtt des Vat-fkers/ und des Sol'hns/ und des heiligen Ge-kists/Amen. «HLL» , L» SestS ^ZMRneuere ich armer Sünder je- ne Heil. Meynung/ nach wels ^r mich die Christ-Carholi- sche Kirch m dem heiligen Taust Gott A 4 Al- 8 ^ (-t) rK Allem hat aufgeopfferet / und zu seinem Dienst übergeben. 2 . Wiedersage nochmalen dem bösen Feind/ allem seinem Pracht/ und bösen Wercken / und verspricht GOTT Allein zu leben / Gott Allein zu sterben/ und so wohl in der Zeit/ alsE- wigkeit/ GOtt Allein eigen zu seyn. Z. In diesem Allerheiligsten Namen / in welchem ich getaufft(oder so wieder »erhoffen ein Fehler unterloffen wäre/ noch getaufft zu werden eyftrigst verlangte) mache ich diesen unaustößlichen Bund / und verlobe in jenem Glauben/ Hoffnung/ Liebe/ auch anderen Lugenden zu leben/ und zu sterben/ welche mir durch die Gnad des Heil. Geists in dem heiligen Laufs feyvd emgegossen worden/ dero Erneuerung/ und Besta'ttigung unter Zeugnus Ma- riä der Jungfräulichen Mutter Gottes/ meines heiligen Schutz-Engels/ und aller Aussrrwa'hlten in dem Wört- lein 9 lein GOtt Allein? von jezt biß an das End meines Lebens will verstände» haben/ Amen. I. Anbettung GDttes. i. W Lh bette dich an/ S allerheiligs ^ ste Lreyfaltigkeit / GSU Vats ^trr / So-j-hn/ und Heil. Greift / drey Personen / einiger GOtt Allein, s. Ich werffe mich nieder in den Abgrund meiner Nichtigkeit vor das Angesicht deiner göttlichen Majestät, z. Ich erkenne / und bekenne / das du G Ott Allein der erste Ursprung meines Lebens nach der Natur/ der erste An- , fang meiner Wieder - Geburt / und ! Heiligmachung durch die Gnad / das leiste Zih! / und End meiner Seelen / und Endlich meine wahre / und höchste Glückfteligkeit in der Glory seyest. II. Glauben. r. ^ Allerheiligste Dreyfaltigkeit! ^ ^ glaube/ und bekenne nach A 5 der ro A ( -t ) G der Lehr deiner allgemeinen Kirchen alles / was du gesagt, und geoffenbah- ret hast / weil du GStt Allein die ewige unfehlbare Wahrheit bist. 2. Dessentwegen verfluche ich alle Irrthum / Ketzerey / und Anfechtungen wieder deinen Heil. Glauben/ und verlobe zu leben / und zu sterben als ein gehorfam- meö Kind in der Schooß der allein see- ligmachenden Kirchen / welche ich für meine wahre Mutter / und Lehrmeisters erkenne, z. Durch diesen heiligen Glauben verlange ich alle meine Bedankten/ Wort/ und Merck heilig / und verdienstlich zu machen / auch durch gleichförmiges Leben / und Sterben der Wahrheit dieses Glaubens Zeugnuß zu geben. 4- Ich wünsche auch von gantzem Hertzen durch mein Leben/ und Tod die Ausbreitung dieses allein seeligmachendeo Glaubens zu beförderen / damit alle Menschen erkennten dich wahren GStt Allein/ und den du gesandt hast/ IEsum Christum. IH. Hoff- m. ri Hoffnung. r. Allerheiligste DreyfaltigkeiL! ich untreues Geschöpfs weiß / wie unwürdig mich deiner Gnad / und Barmhertzrgk it die unendliche Boßheit nmner unzählbaren Sünden gemacht; jch weiß aber auch/ das du meiner Seelen Heyl mehrers verlangest / und suchest/ als ich sechsten; wie auch dir die gröste Ehr machest / des armseligsten Sünders zu erbarmen: Derohalben wem gantze Hoffnung auf dich GOtL Allein fetze/ vergwißt/ das ich in E- wigkeit nicht werde zu schänden gehen. s. Denen so grossen Unbilden / mit welchen ich undanckbarister Sünder dich meinen G-Ott / und HGrrn belediget / will ich niemahlen die allergröste hm zu setzen/ und zrveisten an deinem -aufrichtigen Willen/ mir alle/ und jede Sünden vollkommen nachzulassen / steure mich auf dein Heil. Wort/ und Versprechen : So wahr ich leb / ich will nicht den Tod des Sünders/sondern das er sich bekehre/ und lebe. z. A 7 DaS tL A ( -i- ) U- Das Pfand dieser meiner unerschüttli- chen Hoffnung ist ZEsus/ welchem du nicht verschonet/ sonderen für uns alle dargeben / und mit ihme alles gejchen- cket / auch durch ihne die Anforderung zu machen an alle mir nothwendige Gnaden/ und endlichen Besitz deiner ewigen Güteren in dem Himmel. 4. O mich unglückseeligen Menschen! wer wird mich auflösen von diesem sündhaffs ten Leib/ als deine Gnad durch JE- sum Christum? O wie verlange ich bald in jenem Srth mich einZufinden / welches mir mein Heyland hat Zubereitet/ dich alldorten S höchstes Gut! ewig zu gemessen. IV. Liebe G-Ottes. r Z Allerheiligste Drepfaltigkeit! ^ ich sage dir mit der Christ Ca- tholischen Kirchen Danck um deiner grossen Glory willen. 2. Ich erfreue mich ab deiner ewigen Glückseligkeit; und das du bist / der du bist / an Macht / Weiß-und Gütigkeit Allem unendlich gross M ( t ) N rz grosser HErr / und GStt. z. Ich wünsche von gantzemHertzen/ das dein allerheiligster Will von allen / in allem/ und über alles vollkommen erfüllt werde. Wann solches geschieht / da bin ich voll Trost/ und Freud n; wanna- ber du von mir / oder anderen entun- ehret/ oder beleydiget wüst / so ist mir übel/ und wehe / bis solches abgewendet/und zernichtet ist. 4. Dann mein GOtt und alles ich liebe dich wegen deiner unendlichen Würdigkeit über alles aus gavtzem Hertzen / aus gantzer Seel/ und aus allen meinen Krüfften/ und darum bin ich auch bereit zu halten alle deine/ und deinerKirchen Gebott/ nicht aus Forcht der Straffen / oder Hoffnung einer Belohnung / sonder allein/ weil du das höchste/ unendlich / und allerliebrvürdigste Gut bist. 5. Ich verfluche / und verwirffe mit höchstem Abscheuen alle frembde Lieb / welche mich von deiner Heil. Lieb trennen kön- te/ und verlasse mit Freuden alles/ ja mich sechsten/ damit deine Liebe allein in mir herrsche. 6. Die Seeligkeit / welche ich hoffe nach meinem Tod zu erlangen / verlange ich forderist darum/ A 7 da- -4 D(t)W damit ich aussrrt aller Gefahr seye aufhören zu lieben / sonderen in alle Ewigkeit Vollkommen dich lieben müsse. V. Liebe des Nächsten» r. W Allerh-iliqste Dreyfaltigkeit ! ^ in / und wegen dw allein liebe ich alles/was von dir herkommet / und dir zugehört; ich liebe alle deine Geschöpft/ besonders aber die jenige / so nach deinem Ebenbild erschaffen / und durch ZEsum als Mit - Erben fähig worden dich ewig zu loben/ und zu lieben. 2. Nachzufolgen aber deiner vollkommenen Vätterlrchen Liebe / mit welcher du Gute / und Böse umfangest / liebe ich alle meine Feind in dem Her- tzen IEsu Christi/ nach dessen Willen/ vndBeyspihl / auch in Vereinbahrung seiner unendlichen Liebe / ohne Auswähln alles / und also verzeyhe/ wir ich verlange/ daß du mir auch verzey- hest. z. Ich schencke ihnen nach deinem Göttlichen Wohlgefallen mit meinem sterbenden ÄEfu all meinGebett/ D ( t ) U -§ und Verdienst im Leben / und Sterben / auch nach dem Tod / was zum Trost meiner armen Seelen geschehen möchte/ damit selbe deiner Gnad / und Barmherßigkeit allhier zeitlich / und dort ewig theilhafftig werden. 4. Und weilen ich aber andere vielmehr beky- diget/ und betrübet/ als bitte ich alle hiemit durch die Liebe ZEsu Christi de- mükhigist / und mit wahrem Hertzen um Verzeyhung / und bin bereit durch mich / oder die Meintge allen und jeden vollkommene Genugthuung zu thun / mit hertzlichem Wunsch / daß wir alle in dir/ -0 Drey - einiger GOtt! Eines werden. vr. DanÄsagung. r. Wi Allerheiligste Dreyfaltigkeit / ^ was ist mein gantzes L ben / als von Augenblick zu Augenblick es unaufhörliche Folg / und Ordnung deiner Gnaden / und Gutthaten? Ich sage dir dann unendlichen Danck wegen je- »6 G ( t ) E jener unverdienten Lieb/ mit welcher du mich aller unwürdigsten von Ewig- keitumfangen/ und so unzählbar anderen vorgezogen hast/ welche dir ey- feriger wurden gedienet/ und dein Ehr/ und Glory vergrößeret haben. 2. Ach sage dir Danck/ daß du mich durch die Würckung deiner Göttlichen Allmacht erschaffen / erlößt durch die U bermaß deiner Liebe / sorgsam geleitet durch die Ordnung deiner Vorsichtigkeit/ gehei- liget durch Eingiessung deiner Gnaden/ ausserwählt zu der Gemeinschafft deiner ewigen Glory / und Herrlichkeit in dem Himmel, z. Ich sage dir Danck/ daß du mir jene zur Mutter gegeben / welche mein ZEfus für sich sechsten zur Mutter erwa'hlt / wie auch um den Englischen Schutz / und so viel Wohlthaten/ welche mir verborgen/ und unbe- kandt seynd; absonderlich / daß du die Verdienst / und Früchten unser üher- flüßigen Erlösung in ZSsu Christo mir so häuffig zugeeignet / durch so viele gute Einsprechungen/ heylwürckende Sa- - cramenten / Wort GOttes / und durch > die unschätzbare Gnad des wahren al- ^ lein seeligmachenden Glaubens. 4- -O i mein M (-L ) ^ -7 mein GOkt! wie soll ich dir vergelten alle diese deine Gnaden/ und jene unendliche Liebe/ welche dich angetrieben selbe wir / auch bey Vorsehung alles Undancks/ und Mißbrauchs zu erwi- ftn. Ein Ewigkeit ist viel zu kurtz / auch um die wenigste Gutthat schuldigen Danck zu sagen. 5. dick ! besitzte ich ein Leben/ welches eines unschätzbaren Werths wäre/ um solches dir schenckrn zu können! ja so viel dergleichen Leben/ als ich bereits Augenblick in der Welt gelebt/ so wolte ich mit Freuden alle zu deiner Ehr allein schlachten/ und aufopfferen. 6. Ach? hätte ich jezt auch in meinem Gewalt / das Leben aller deiner Feinden auf dieser Welt/ oder in der Höll/ welche nicht wollen/ oder wissen dir Danck zu sagen / ich wolte alle diese an/und aufwenden/ dich allein zu lieben/ und alle mir erzeigte Gutthaten zu vergel- ten. 7. Und wann ich unsterblich wäre/ so wolte ich mir/ L) grosser GOttk den Tod als eine Gnad auskitten/ um dich durch Aufopferung meines Lebens zu verehren / und meine Erkanntlrch- keit zu bezeugen. 8. Verschmähe nicht/ 0 18! M ( t ) rW O unendliche Barmhertzigkeit.' den girren Willen deines Dieners/ welcher dir willig darbietet sein einziges unvollkommenes sündhafftes Leben. Ich opft fere dir dasselbige/ so armseelig es an sich ist/ in Veretnbahrung des grossen Opffers/ welches unser höchste Priester JEsus auf dem Creutz-Altar voll- bracht / und unblutig durch sein heilige Kirchen in dem allerheiligsten Altars-Sacrament erneueret/ als em Zeichen meiner unsterblichen Danck- barkeit. VII. Neu, und Keyd. i. Allerheiligste Dreyfaltigkeit ? ^ Ich hab gesündiget in den Himmel/ und vor dir l M hab gesündiget/ und deine höchste Wohlthaten / welche du mir erwiesen / auch allein zehlev- und dem Werth nach schätzen kavst / durch mein gantzes Leben mrt unendlicher Untreu/ Undanck/ Boßheit/ unzählbaren Sünden / und Lästeren vergolten. s. Aber dannoch/mein HErr/ und A ( t ) U undGOtt! je grössere Schand es mir ist / dich unendliches Gut also grob / und so oft beleydiget zu haben / desto grössere Ehr/ Ruhm / und Glory ist es dir solches alles mir allergnüdigist zu verzeyhen / und dein Barmhertzig- keit über alle deine Merck zu erheben» z. Darum komme ich zu dir mit dem verlohrnen Sohn / und nihme meine Zuflucht zu deiner unendlichen Liebe / und Barmhertzigkeit/ mit schmähliches Reu/ und Leyd eines demüthig-und zerknirschten Hertzens/ daß ich dich so lange Zeit beleydiget/ so spath erkennet/ und so wenig geliebet habe. 4. Du H mein GOtt! der du bist/ und allzeit bleiben wirst/ aller Liebe werth/ und dannoch niemahlen wirst genug geliebet werden / du bist allein die Ursach/ warum ich bereue/ verfluche/ und hasse alle Sünden meines Lebens / weile» selbe deiner höchsten Heiligkeit zu wieder seynd. z. Ich verfluche diese meine Missthaten um eben der Ursachen willen / warum mein ZEsus selbige von feiner heiligen Menschwerdung bis an das Schmertz, volle End seines Lebens/ besonders in seinem blutigen Schweiß/ SS U ( 2 ) U Verdrus/Forcht/und Todts r Angst I I auf dem Oelberg verfluchet hat. 6. Ja l dein unendlicher Haß / O allerheiligi- , ster GOttmit welchem du jede Sünv i verabscheuest / sollen die Ursach seyn ! , meines Haßes gegen derselben. Ach! ! i uimmermehr / nimmermehr sündigen / tausendmal lieber sterben / als dich be, j leydrgen/ und eben darum willig / und mit Freuden sterben / damit ich gebrechlicher Sünder durch deine Gnad allen Gefahren der Sünd entzogen werde. 7. Q könte ich alle meine Missethaten vollkomen zernichten iOkönte ich alle Augenblick zurück nehmen / welche ich nicht in Erfüllung deines Heil. Willens/ und schuldiger Lieb hab zuges j bracht / ich wolle alle heiligen/ und verdienstlich machen durch die Meynung/ und Verdienst meines Erlösers JEsu Christi. 8. Zu ersetzen aber alle verlohrne Zeit/ auch die höchste Un- bild / und Schwachen / so ich deiner unendlichen Majestät durch meine Sün- j den zugefügt / opfere ich dir auf die ! Liebe aller Ausserwähltm/ Mariä der i Jungfräulichen Mutter / die jenige be- ! sonders / mit welcher mein Heyland ! JE- ^ A t ^ -r ZEsus / und du dich sechsten von Ewigkeit her geiiebet hast / und noch lieben wirst. 9. Ich nihme an von deiner säuerlichen Hand alle wegen meinen ^ Sünden verhängte Straffen an Leib/ ! und Seel/ besonders den zeitlichen Tod als ein armer Sünder/ der sich an dei- - ner Göttlichen Majestät vergriffen / ! und darum von dir allerbilligkst zum ! Tod verdammet ist. io. Und weilen ! in meinem Leib kein Theil ist / welcher ' dich nicht erzürnet/ deßwegen bin ich ! wohl zu frieden / das alle Theil auf alle dir beliebige Weis genug thun / so wohl durch die vorgehende Kravck- heiten/ und Schmutzen als durch die - nachfolgende Zerstörung aller meiner i Sinnen/ und Verwerfung meines Leibs z zu Staub / und Atchen/ d> ssen U rmäst , stgkeit/ und böst N »gingen Ursach/ ! und Unterhalt so vieler Sünden gewes ^ sen. 1 r. Es erfordert eb"nfahlö deine heilige Gerechtigkeit / daß meine Seel j durch Forcht / Angst / Verdruß / Hef- l tigkcit der Anfechtungen / äuss.ste ! Verlassenheit/ und andere Strassen in ! der Zeit und Ewigkeit genug thue; derohalben küsse/ anbtttt/ und umfange L2 W ( t ) U ge ich alle deine heilige Urtheil vor/und 1 nach dem Tod/ absonderlich aber er- ^ freue mich in Verkarst meines Verstands/ freyen Willens/ und Vergessenheit in aller Menschen Gedächtnuß/ weilen ich dich so wenig erkennet / deiner so vielmal vergessen / und meinen boßhafften Willen deinem allerheilig- sten Willen vorgezogen. 12. Allein alles daß/ O allerhMgste Dreyfaltig- keit! ist gar nicht erklecklich eine vollkommene Genugthuung dir abzustatten ; dahero erkennend meine unend- ; liche Armuth / begehre und bitte ich als ein unwürdiges Glid der Christ- Catholischen K'irch! durch die Gemeinschafft der Heiligen / theilhafftig zu werden alles Gebens / und Verdiensten IEsu Christi/ feiner wunderbar- tichen Mutter / auch aller Ausserwähl- ten ! der unschätzbaren Reichthumen aller heiligen Meß - Opferen / und Wür- . ckungen der heiligen Sakramenten / be- > sonders der Hei!. Ablassen / so viel der- j selben fähig bin zu gewinnen / damit ich ! nach meinem Tod ohne Anstand zu je- > ner allerreiaesten Lieb gelangen möge / > welche allein in dem Himmel auf daß r voll- (-t) LZ vollkommneste gegen dir / L) GOtt! in alle Ewigkeit grübet wird. VIII. Ergebenheit in den Göttlichen Willen. r. Wi Merheiligiste Dreyfaltigkeit / ^ damit ich mit deinem liebsten JEsu mich demüthige / und gehorsam werde bis in Tod / und den Tod des Creutzes / auch von selbem niemahl absteige/ biß du selbst mich abzulösen würdigest / verlange ich meinen Will mit deinem Göttlichen so vollkommen zu vereinigen/ daß ich alles das jenige mit tiefister Ehrenbiethigkcit / und kindlichem Danck anbette / liebe / und umfange / was du von Ewigkeit gegen mir / und alle deine Geschöpfs beschlossen/und gewürckct/ auch jezt in dieser Zeit/ von einem Augenblick in den anderen würckest / und was du würcken wirst ewiglich in dem Himmel durch deine Barmhertzigkeit / oder in der Höll durch deine Gerechtigkeit. Ja Vatter! dann also ist es wohlgefällig gewesen vor -4 vor dir. 2. Absonderlich verlange ich in mir zu empfinden / was in Christo JEsu; und ist mein einziger und Irrster Wunsch / daß ich mit diesem Blutschwi- tzenden JEsu in meiner Tods - Angst ollen eigenen Willen ausschwitze / und mit Wahrheit ihme nachspreche: vat- tee/ wannduwilst/ so nihme diesen Reich von mir/ doch nicht mein/ sonder dein Will geschehe. IX. Gute Meinung. M Allerheiligiste Dreyfaltigkeit! G-Ott Vat'j'ter / So^hn / und Heil. Greift / mein GStt / und Alles ! Ich oMre dir auf in Vereinbarung der cillerheilrgisten Meinung/und Verdiensten JEtu ChrijÜ/ Mariä seiner Jungfräulichen Mutter/ und aller Aufferwählten / wie auch aller heiligen Meß - Spfferen / und heylwürckenden Sakramenten für alle Zeit / und E- wigkeit/ für die Unvermöglichkeit aller Verdamten/ für die Schuldigkeit aller Sünder/ in der Vollkommenheit aller < > i l 1 1 l 1 A ( 2 25 Gerechten/ Leib/ und Seel/ Gedan- cken / Wort / und Merck / Leben / Leyden / und Sterben zu deiner grösseren Glory- und ewigen Wohlgefallen/ zur Erkanntnus deiner höchsten Macht/ und Herrlichkeit/ zur Gedächtnus aller Geheimnussen IEsu Christi / besonder feines bitteren Leydens / und Sterbens / zu Ehren / und sonderbahren I Freuden der ohne Mackel empfangenen j Jungfräulichen Mutter GOttes Mas 1 rtä / der Heil. Schutz - Englen / und Patronen / auch aller Ausserwähltm GOtres. Zur Dancksagung für dein grosse Glory / für alle deine Heil. Verordnung/ und uns erzeigte unzählbare Gutthaten / zur Vermehrung der Gnaden/ besonders letster Behaglichkeit / zur Genugthuung aller Sünden / und Erlangung der Ablassen / für Erhöhung deiner Heil. Kirchen / und Wohlstand unsers allerheiligsten Vatters / und obristen Hirten/ für -ried/ und Einigkeit der Christlichen Fürsten / und Ausrenkung aller Irrthum und Ketzer reyen/ für das Heyl aller Lebendigen/ und Abgestoch »en / du ch denselben unsern HErr- ILsum Christum Amen. B Be- 26 t ^ Beschluß. ^ r. M Allerheiligste Dreyfaltigkeit ! ^ dje du auch die blosse Begier- den/ und Vorbereitung der Hertzen ^ nicht verachtest / würdige dich anzunehmen diesen meinen Bund / welchen ich armseeliger Sünder mit dir meinem GOtt aufzurichten unterstehe / aus wahrem Willen mein Lieb in dir allein zu bestätttgen; wann dann die Sinn meines Lerbs/ und die Krüfften meiner Seel sich vermehren werden / so bitte ich demüthigst / und verlange / das alle Schmertzendes Leibs / alle Seuffzer meiner Seel / alle Bewegungen meines geängstigten Hertzens seyn eine Erneuerung / und Bekrüsstigung aller vorhin geübten Christlichen Tugenden. GOtt Allein ! GOtt Allein seye aller ftlber Begriff/ und Bestütkigung. 2. Arafft diests Worts bezeuge vor dir ' meinem GOtt und Richter/ auch mei- ^ nem Heil. Schutz r Engel/ und allen Aosserwahlten/ daß ich in meinen let- st n Zügen keine andere G-dancken an- nchmen/ oder zulassen will / als welche dem wahren Glauben der Chriff- Cakho- 27 Catholischen Kirch gemäß seynd. Auch keine andere Begierden/ oder Anmu- thungen gestatten werde/ und einwilligen/ als allein der Hoffnung aufdein unendliche Barmhertzigkeit / und vollkommene Liebe gegen deiner Göttlichen Güte. z. Sollen aber aus menschlicher Schwachheit/ wegen grosse dee Schmertzen/ Gewalt der Versuchungen / oder Bitterkeit des Tods / wieder alles Vermuthen andere Gedans cken/oder Anmuthungen/ dir meinem GOtt zuwieder/ in mir entstehen/ s- verfluche/ und wiederspriche selbe bey meinem guten Verstand in jenem Eifer / in welchem mein IEsus die Anfechtungen des Satans verworffeo/ und zernichtet hat. 4. Und ist mein ernstlicher unveränderlicher Will/ das an meinem End die letste Bewegungen meines Hertzeos sollen seyn wegen GOtt Allein ein Erneuerung der voll- vollkommoesten Liebe IEsu/ Mariä/ und Joseph/ und aller Ausserwählten/ in welcher sie ihren allerhetligsten Geist aufgegeben/ in Namen GOTT des Vat^ters / und des So-j-hnö/ und des Heil. Gei ^ sts / Ameo. GOtt B2 Al- 28 M ( 't ) ^ Allein/ GOtt Allem / GQtt Allein, j "Ich glaub in G witEßrg/ und Gall bistgeträncktwor- ^ den; Ach JEsu! verleyhe mir armen j Sünder/ daß ich in meinem Sterb- ^ Stündlein alles bittere gehorsam an- » nehme/ auch mit dir mein/ und aller Seelen Hyl/ besonders aber mehr Creutz / und Leyden nach deinem aller- heiligsten Willen/ und Meynung dürste / und mit selben möge erquicket werden/ Amen. vakter Unser/ As ve Marra. 6 . Es ist vollbracht Johann- v- ?o. HCrr JESU Christe / wahrer? , ^ GOtt/ und Menschder du am 1 Stammen des Heil. Creutzes/nach dem du alles erfüllet / was dein himmlischer Vatter befohlen / und über dich be- ^ schloßen hat/ in deiner erschrvcklichen dreystündigen Tods - Angst aufgeschry- en: Es »st voltdrachr. Ach IEsu! j verleyhe mir armen Sünder/ daß ich dem Willen deines himmlischen Vat- , ters/ ' ^ (-t ) ^ ?3 ters/ sowohl/ was er mir befohlen, als auch über mich verhänget, also ^ nach meinem Stand möge Folg, und f Gehorsam leisten, damit an meinem j leisten End alles vollbracht seye zu deiner grösseren Ehr, und Glory, auch < meinem / und aller Seelen ewigen ! Heyl/ damit ich deiner vollbrachten überflüssigen Erlösung vollkomen theils l haffttg werde / Amen. Varrev Un» fer, Ave Maria. 7 - Vatter, in deine Händ besthle ich meinen Geist, kuc. v. 46. W HErr JESU Christe / wahrer GOtt, und Menschder du am Stammen des Heil Creutzes nach vollbrachten drey und dreyßig Jahren / nach ausgeschütteten allen Zäheren, Schweiß, und Blut, nach aufg'w^nd- ten allen Kräffken, und Lebens»Geisteren in äussersten Schmertzen Leibs, undder Seel/ auch erschröeklichen Verlassenheit den lctstenHertzens Stoß empfangen , mit grosser Stimm aufscbrey- end : Vartex, rn deine Händ befihle B 5 ich 34 A 2 ) Ut ich meinen Geist. Ach JEsu! verleihe mir armen Sünder/ daß ich j?zl- und/ und besonders in der erschröckli- , chen Stund meines Absterbens mir nichts also lasse angelegen seyn/ als mein einzige köstlich-und unsterbliche Seel/ welche ich von nun an ohne aus- nahm dir vollkommen überlasse / und anbefehle / damit selbige in deinenschwe- reu Seuffzeren bereuet/ in deinen Zäheren/ Schweiß/ und Blut abgewa- fchen/ mit deiner Heil. Meynung/ Verdienst / und Gehermnussen geheiliget / sich möge in deine allmächtige Händ aufopffrren / und den ietsten Hertzens- Stoß in vollkommener Heil. Lieb / und Vereinigung mit deinem Göttlichen Willen empfangen/ dir nachsprechend: Varter! m derne Händ befiyle iH j memen Geist! Amen. Varter Unser/ Ave Maria. Aettgnuß, und Uebergab dieses mit ? GOtt geschlossenen Bunds, durch die Hand Mariä, des H. Schutz- i Engeis/ und HH Patronen- AfLlerseeligiste Jungfrau- und Mut- ^ »rv t-x G-Ottes Maria/ emAuflucht j aller Al -t ) U Z5 aller deren/ so rvahrhafftig in dich vertrauen; unzählbar seynd deine Gna- den/ und Gutthaten / mit welchen du mich allerunwürdtgftes Kind durch mei» qantzen Lebens - Lauff zu seegnea gewürdiget hast. Ach allerliebste Mutter ! kröne alle selbe mtt der sonderbaren Gnad/ daß du zu Ehren der aller- herligisten Dreyfalttgkett diesen auf GStt Allein gegründten/ und aufgerichteten Bund/ mit jenen allerreini- sten Händen unterschreiben/ und aufopferen wollest / mit welchen deinen liebsten Sohn JEsum Christum in den Tempel getragen / seinem himmlischen Vatter vorgestellt/ und Simsen übergeben hast/ damit ich durch deine mächtige Fürbitt / und Verdienst gestärckt/mit dir rvahrhafft GQLt Allein suchen/ und finden möge. Besonders aber/ O Maria! erneuere in meinem Sterb - Skündlein für mich diesen Heil. Bund / und trage selben mit meiner See! für das Angesicht GOttes / so werde ich mit Freuden dem alten Simeon nach singen können: HErr nun lastest du deinen Die- B <5 ner Z6 ^ ( -L- ) ^ »er nach deinem Wort in dem Frieden fahren/ dann meine Augen haben gesehen deinen Hey- land. W Heiliger Schutz - Engel / H. H. ^ Namens-Pfarr-und-Schutz-Patronen/ die ihr so ciferig GOtt Allein gesucht/ und glücklich gefunden / zu Vermehrung der Göttlichen Ehr würdiget euch dieses meines geschlossenen Bunds / Zeugen und Beschützer zu seyn. Versaget mir nicht duse Gnad / durch welche ich hoffe mit euch GOtt Allein in alle Ewigkeit zu loben/ und zu lieben / Am?«. GOtt Allem, GOtt Allein, GOtt Allein. f I K «> V Um Z7 -» 4 - - 4 " 4 - Mnderter N-eil. Wie man in Abgang eines Geistlichen bey denen Sterbenden sich verhalten, und selben Christ-- Eiferig zusprechen solle. Unmerckung. i. Ä^Ollen denen Sterbenden das Heil. Creutz/ Rosen» krantz / und tzewcyhte brennende Kcrtzen in die Hand gegeben / oder gehalten werden. 2. Solle öfters der Sterbende / und sein Bcthlein mit dem Heil. Weyh-Was- ser besprengt/ seyn Stirn/ Mund/ B? und Z8 A ^ und Hertz mit dem Heil. Creutz be- zeichmt/ auch ihme das Heil. Vat- ter Unser/ Englische Gruß / und Christliche Glauben / neben öfterer Wiederholung der Heil. Namen IEsus/ Maria / Joseph / vor- gebettet werden. ?. Muß das Aufrechen auf der Seiten / und etwas ob dem Haupt des Sterbenden ohne Geschrey / sanffk / allgemach / und unterbrochen geschehen. 4. Die Umstehende aber sollen, sich von allem unnützen Geschwätz/und Getümmel hieten / sondern eiferigst die geängstigte See! GOtt/ durch das Heil. Gebett des heiligen Ro- senkrantzcö / Cron Christi/ und Li- taneyen von der Mcrhochheiligsten Dreyfaltigkett/ Namen-und Lcy- den IEsu Christi/ und der Mutter GOttes/ anbefehlen. N ( t Weil. Unmuthungcn für die Sterbende zu der Kllerheiligsten Neysaltiakeit. i. WNdächtiger! Wir wollen den let- K»- stev Streit anfangen in dem Namen der allerheiligsten DreyfaltigkeiL GOtt Vat-j-ter/ So-j-hn/ und Heil. Ge-j-jstö / in Bedenken/ daß der Streit krutz / die Belohnung aber groß / und ewig in dem Himmel. r. Wi Allerheiligste Dreyfaltigkeit! ich erneuere mein Heil. Taust/ und verlobe in deinem allerheiligste« Namen zu leben/ und zu sterben. 2. Ich wiedersage dem bösen F^ind/ allen seinen bösen Eingebungen/ und Wercken. GOtt allein / will ich eigen seyn! z. Ick glaube in dich / S allerheilig- ße Dreyfaltigkeit! Ich hoffe auf dich/ H allerheiligste Dreyfaltigkett! Ick liehe 4S A ( t ) rM He dich / O allerherltgste Dreyfaktigs keit! Was soll ich dem HEun vergelten um alles/ was ermirgeg ben hat? Ich will den Kelch des HE ren empfangen/ und null den Namen des HErrn anrüsten 4- O allerheiligste Dreyfaltigkeit r in Vereinbahrung jener Reu / und Leyd/ welche mem JEsus von seiner allerheibgsten MrnfchM'rdung bis an das End ftines Schmertz vollen Le- Lens für meine Sünden aufgeopferet / bereue / und verfluche ich alle nmne Sünden wegen dir meinem G-OTT allein! 5. O allerheiligste Dreyfaltigkeit ! erbarme dich meiner nach deiner grossen Barmherßigk'it/und nach der Menge deiner Erbarmnussen / vertilge alle meine Missethaten. 6. O allerheiligste Dreyfaltigkeit! in deiner göttlichen Lieb vrrzeyhe ich allen meinen Feinden/ damit wir alle in dir eines werden. 7. Heiliger GStt / erbarme dich meiner! Heiliger starcker GStt/ erbarme dich meiner! He,lrger unsterblicher GOtt/ erbarme dich meiner. 8 . 0 M ( -t ) U 4r f 8. O gütiger Vatter ! verwirffe Mich nicht das Geschöpfs deiner Hänsen, sondern um deines väterlichen Namens willen sey mir gnädig. 9. -0 IEsu du guter Hirt! lasse mich dem Schäflein nicht aus deinen Handen / um deines Heil. Namens willen sey mir gnädig. io O heiliger Geist! du wahrer Tröster / verachte mich nicht in meiner Verlassenheit/ um deiner Liebe willen feye mir gnädig. Lr. s allerheiligste Dreyfaltigkeit! erbarme dich meiner/ und bestättige / was lm in mir gewürcket hast ! Dich preise/ dich ehre/ dich lobe / dich ao- bette/ und sage dir Danck um deine grosse Giern- «2. O allerheiligste Dreyfaltigkeit! wie d- r Husch verlanget zum Wasser- Brunnen/ also verlangt mein See! zu dir/ O mein GOtt/ und Alles! rz. H ewiger Vatter! ich bitte dich durch das Leben / und Tod deines liebsten Sohi-s/ verleyhe mir/ daß ich in dem Guten beständig verharre / und in deiner Gnad sterbe. Ö gütiger JE- su l ich bitte dich durch deine leiste Wort/ 42 A t ) rM Wort/ mit welchen du deinen Geist deinem Vatter anbefohlen / nihme auf meinen Geist in dem hetligistes Hertz/ und Wunden. -O heiliger Geist ich bitte dich ' erfülle das Versprechen ZE- su/ und seye mein Tröster/ Amen. 14. O allerheiligste Dreyfaltigkeit! O daß ich mit dir eines werde durch Erfüllung deines heiligsten Willens ! Dein Will geschehe wie im Himmel/ also auch auf Erden. II. Zu IEsir dem Gecreußigten. A^Ndächtiger! Betrachtet/ und se- het an den Anfänger / und Vollender unsers Glaubens ZEsum Christum den gecreutzigten. Sehet an daS Lamm Gottes / welches hinnimmt die Sünd der Welt. Hoffet auf unseren Fü sprecher bey dem Vatter ZEsum Christum den Gerechten. i. U Trauriger ZEsu! tröste mich/ -O verwundter ZEsu! heyle Mich / O schwacher ZEsu! stärcke mich/ O A s t ) G 4Z O verlassener JEsu! beschütze mich / O sterbender JEsul erlöse mich/ und führe mich zu dem ewigen Lrben ! O JEsu! löse mich auf/ und lasse mich bey dir seyn. 2. JEsu du Sohn Davids/ JE- fu du Sohn Mariü / JEsu du Sohn GOttes erbarme dich meiner. O JEsu/ seye mein JEsus/ und mache seelig mich! z. S JEsu/ seye gnädig mir armen Sünder! ein demüthig / und zerknirschtes Hertz wirst du uiemahlen verachten. 4. -O JEsu! setze zwischen dein Gericht/ und meine arme Seel deine unendliche Verdienst/ mit welchen ich mein Leyden/ und Sterben vereinbah- re/ und durch dich deinem Himmlischen Vatter in der Liebe des heiligen Geists aufopfere. 5. Christus überwindet -j- Christus herrschet i- Christus gebietet ^ sehet ihr verdammte Geister das heilige Creutz JEsu / und weichet ab von meinem Tod Bethlem. 6. Durch dein letste Angst / und schwäre Verlassenheit / verlasse mich nicht/ 44 M t A nicht / O gütigster JESU! in der Stund meines Absterbens. 7. Durch das Zeichen des heiligen Creutzes erlöse mich / S IEsu ! von meinen Feinden. 8^ S IEsu gedencke nicht an die Sunden meiner Jugend/ und an meine Miss thaten / sey meiner eingedenck nach demer Barmhertzigkeit. 9. W-r wird mich scheiden von der Liebe IEsu Christi? weder Trübsal/ weder Angst/ weder Schmertzen noch Sterben. In diesen allen überwindet die Lrebe IEsu Christi. 10. Q IEsu ' in jenes allerheiligu sten Meynung/ in welcher du unser Leyden mit deinem Leyden deinem him- lischen Vatter aufgeopftret/ leyde / und sterbe ich/ O IEsu! alles zu deines grösseren Ehr/ und Glory. rr. O mein IEsu k vergib mir meine Schulden/ als wie ich auch vergibe meinen Schuldigeren / und ihnen in deiner Meynung/ und Liebe mein Leben / und Sterben schencke. 12. s Bllltschwitzender IEsu! in deinem Eifer verlang? ich allen eigenen Willen auszuschwitzen / dir nach- spre- ^ A 45 j sprechend: vattee/ wann du wilss/ ! so nchme diesen V^elch von mir ; doch nicht mein/ sondern dein Will geschehe ! s JEsu! durch die Kraft des allerheiligst-n Altars-Sakrament lasse mich mit dir vereiniget sterben / .Lind ewig leben» m. Zu der Jungfräulichen Mutter G-Ottes, Heil. Schutz-Engel , und Patronen. Ak Ndächtiger! Lass t uns Hülff su- ^ chen bey Maria, welche IEjus ihme selbsteo zu einer Mutter erwählet/ und sterbender an dem Creutz uns zu einer Mutter vermacht. Lasset uns auch eifrig anrnff n die H. Schutz- Engel/ welchen GOtt befohlen/ daß ! sie uns beschützen auf ab n unseren , Weegen / und aufih-ea Handen unsere Seelen in den Hmimel tragen. Er- ! neuerer euer Vertrauen gegen die je- Nlge Heil. Parken/ de- o Namen ihr in dem HeN. Tauff zu kragen gewürdigt worden/ oder lonsten zu eueren, Schutz I 46 D ( -t ) U- Schutz io dem Sterb-Ständlern erwählet haben. i. Merreiniste Jungfraudeine unbefleckte Empfängnus glaube / und bekenne ich. Ach! opfere auf für mich deine Reinigkeit/ und Unschuld deines Gespons des heiligen Josephs/ und erhalte mir/ daß ich ge- reiniget werde in dem Blut JESU Christi. 2. Heilige Maria! dein heiliger Nam seye mein letstes Wort / und bleibe allzeit in meinem Hertzeo. L) Maria voll der Gnaden / erhalte mir die leiste Gnad! z. S Maria.' in deinem vollkommenen Glauben/ Hoffnung, und Liebe leyde/ und sterbe ich; zernichte alle Anfechtung durch alle deine Sieg über den bösen Feind. 4. S Maria! mit deinen Schmer- tzeu/ und Zäheren bereue ich alle meine Sünden. Ach ! versöhne mich mit deinem Sohn/ befihle mich deinem Sohn/ fürstelle mich deinem Sohn. L> Maria ! unter deinen Schutz/ und Schirm fliehe ich / verschmähe nit mein ( < l ! I I ! M 5 47 mein Gebett in meiner äussersten Noth/ wende deine barmhertzige Augen auf mich/ und zeige mir dein gebeuedeyte Frucht JEsum. s. O Mutter der göttlichen Gnaden ! lasse mich Gnad / und Barmher- tzigkut durch dich bey GOtt finden/ sn meinem leisten End. 7. O Maria! Mutter der Barmher- tzigkeit / ln die Viele deiner Gnaden verseuche ich mich / in dein mütterliches Hertz befihle ich mein Leyden / und Sterben. 8. s Maria ! nihme mich auf unter deine Kinder / wie du Johannem den geliebten Jünger von dem sterbenden JEsu aus l und angenommen. 9. Q Maria ! erkenne mich für dein Kind an dcm Heil. Rosenkrantz/ und Heil. Scapulier. Ver^eyhe mir mein Undanck / und HinläWkut- Mache mrch rheilhafftig aller Gnaden/ und Ablassen/ durch JEsum Christum deinen liebsten Sohn. rv. O Maria.' mein See! mache mit dir groß den HErrn/ und erfreue sich in GQtt ihrem Heyland n. O Maria! du Zuflucht der Sünder/ 48 D ( t ^ der / vergifte meiner nicht/ der ich dich so vielmal gegrüßt! Ach lasse jeztund sehen / wie starck / und mächtig deine Jungfräuliche Fürbitt seye. ir. O Mutter GOttes! vereinige mein Will mtt dem göttlichen Willen / durch jene allerheiligiste Wort: Siehe , ich bin ein Dienst - Magd des HErrn / geschehe mir nach deinem Wort. iz .-0 mein Heil. Schutz-Engel? j O mein getreuester Freund bis in Tod! > Ach verlasse mich nicht! streite für mich/ I liebe für mich / und opfere auf mein Leben mit und in dem Tod JESU meines Erlösers. 14. o starcker Engel! durch den Sieg JEsu Christi zernichte allen Gewalt der Hollen/ und-lasse an mir nicht zu gründ gehen dein so viele Jahr getreu geleisteten Schutz/ die Heil. . Sacramenten / daß für mich vergossene Blut JEsu Christi. 15. O Lieber Schutz Engel! führe Mich an das jenige Ort / welches mir mein JEsus vorbereitet: ihne mit dir allborten in alle Ewigkeit zu loben / und zu lieben. 16. Hei- A (t) 49 16. Heiliger Joseph/Joachim/und Anna ! nehmet auf in euere Hünd / mit welchen ihr so vielmal JEsum getragen/ meine geängstigt« Seel. Ver- schliesset mich in das Liebvolle Hertz ZEsu und Mariä/ lasset mich in ihrem/ und euerem Namen seelig sterben. r?. -O ihr meine heilige Namens- Pfarr-und Schutz-Patronen/ bettet/ und streitet für mich Tod-schwachen Sünder! setzet zwischen das Gericht G-Ottes/ und meine arme Seel alle Geheimnus/ Verdienst/ und Opffer IEsu Christi/ und seiner heiligen Kirchen/ in ders Schooö ich leben und sterben will. Zusprechen bey denen leisten Zügen. r. MCHeide / O Christliche Seel / ^ von dieser Welt / im Name» GOtt des Vatters der dich erschaffen/ im Namen GOkt deß Sohns -j- der für dich gelitten/ im Namen GStt des heiligen Geists der dir in dem Heil. Tauffist eingegössen worden. 2. Gott Allein glaube ich! GOtL C Al- 5o ^ t ) N Allein hoffe ich! GOTT Allein liebe ich! O allerheiligste Drepfaltigkeit! erbarme dich meiner. z. IEsu! ach IEsu / sey gnädig meiner armen See!! durch deine leiste Angst/ und schwäre Verlassenheit/ L) gütigster IEsu! verlasse mich nicht in der Stund meines Absterbeos. 4. Zch glaub in GOtt Vatter/ rc. Vatter Unser/ Ave Maria. 5. JEsus! Maria! Joseph! 0 ÄS- su mir ist leyd ! bis gnädig mir armen Sünder! 6 . Vatter! in deine Händ befihle ich meinen Geist. JESU! in dein Hertz befihle ich meinen Geist. Heili- aer Geist ! in deine Lieb befihle ich meinen Geist! 7. GOtt Allein ! O allerheiligiste Dreyfaltigkeit! seye mir gnädig! JE- su ! Maria! Joseph! in euere Händ befihle ich meinen Geist! JEsus! Maria! Joseph! s Dem Dem König der Ewigkeit / dem unsterblichen/ unsichtbaren sey Ehr, und Glory in alle Ewigkeit. i ! Lr Kür- Rürtzere Mbung ' Der Vomehmst-und Nothwendigsten ugende-n Morgens , und Abends, wie auch unter dem Opfer der heiligen Meß, und Empfangung Der heiligen SacramenLen zu gebrauchen. SarnbL Beygesttzter Glaubens - Be- kanntnus, Litaney, und Gesang von der Ullerheiligften rcyfaltigkeit. R: cs) U 5? Rürtzcrc Z-»gmds-Nebmgen. I. - ^RCH Rette dich an/ s allerheilig- W) ste Dreyfalligkeit GStt Varter/ Sohn / und heiliger Geist / drey Per- . fönen / einiger Gott allein. 2 . Ich werffe mich nieder in den Abgrund meiner Nichtigkeit / vor das Angesicht deiner göttlichen Majestät. z. 3ch glaub/ und bekenne nach der Lehr deiner allgemeinen Kirchen alles / was du gesagt/ und geoffenbahret hast/ weil du die ewige Weisheit / und unfehlbare Wahrheit bist. 4- Ich hoffe / und verlange von deiner unendlichen Barmhertzigkett / nach deinem getreuen Versprechen / durch die Verdienst IEsu Christi/ und meine Mikwürckung / Verzeihung der Sünden / kräfftige Gnad / und dich mein höchstes Gut in dem Himmel e- wig M gemessen. Cz 5- M 54 5. Ich erfreue mich ab deiner greifen Glory / und ewigen Glückseligkeit: und liebe dich meinen HCrrn / und i GOtt wegen deiner unendlichen Gü- i tigkett über alles / aus gantzem Her- tzen / aus gantzer See! / aus gantzem Gemüth / und aus allen meinen Kräff- ten; und darum bin ich auH bereit zu halten alle deine / und deiner Kirchen Gebott / nicht aus Forcht der Straffen / oder Hoffnung der Belohnung/ sondern allein / weil du das höchste / unendliche / und allerliebwürdigsteGut bist : In und wegen dir sechsten liebe ich auch meinen Nächsten/ besonders meine Feind/ und was du zu lieben defihlest. Bereue / und verfluche alle ! Sünden/ und was wieder deinen hei- ^ ligen Willen ist/ deme ich mich voll- , kommen überlasse zezt / und in Ewigkeit. ' Vor der Heil. Beicht. - All-rheiligste Dreyfaltigkeit! ich glaube lmit deiner Heil. allgemeinen Kirchen / daß mein Heyland Christus IEfus/ daß Heil. Sakrament der M ^ 55 der Büß zum Trost aller Sünder eingesetzt / und dem Priester solchen Gewalt s ertheilt/ daß/ was er auflöse auf Erden/ solle auch aufgelößt seyn in dem Himmel. Ich glaube auch / daß alle Kraft/ und Würckung dieses Trost-vollen heiligen Sakraments herfliesse aus dem unschuldigen Blut/ und unendlichen Verdiensten JESU Christi des Lamm Gottes / welches hinweg nimmt die Sünd der gantzen Welt. Weilen dann meine arme sündige See! nach der Meynung/ und Einsetzung JEsu Christi dieses Heil. Sacraments verlangt theilhasstig zu werden/ mir aber ohne deine Gnad unmöglich ist/ sol- i ' ches würdig ru empfangen/so gibe dann himmlischer Vatter mir deinen heiligen ! Seegen / schencke mir / O JEsu! dein , bis in Tod betrübtes Hertz ; heiliger j Geist.' mittheile mir deine nothwendi- i ge Gnad, damit ich alle meine Sün- " den vollkommen erkenne/ schmertzlich bereue / demüthig beichte / und be- > harrlich für selbe genug thue / auf daß l an mir armen Sünder erfüllet werde: , Also wird Freud seyn im Himmel ü- ! ber einen Sünder / mehr dann über C 4 neun/ 56 A t ) rK neun/ und neunzig Gerechte/ die der ! Büß nicht bedörffen. Reu, und Leyd. ! Des gottseeligen Kardinals Sfon- l drati, von St. Gallen. HErr allmächtiger ewWer GOtt/ barmhertziger lieber Vatter! ich armer elender Sünder komme zu dir mit dem verlohrnen Sohn/ und lege mich gantz demüthiglich mit zerknirschtem Hertzen vor deinen Füssen nider/ sprechend: Vatter/ ich hab gesündiget in den Himmel/ und vor dir: Ich hab gesündiget / und dich meinen HErrn / GOtt/ und höchstes Gut von meinen kindlichen Tagen an / bis auf gegenwärtige Stund mit vielen bösen Ge- dancken/ Worten/ und Wercken beleidiget ; Cs ist mir aber unendlich / und hertzlich leyd. Ach barmhertziger GOtt/ und gütiger Vatter! Ich bitte dich Kindlich/ umfange mich mit den Armben deiner grundlosen Barmherzigkeit/ und nihme mich armen reuenden Sünder wiederum zu Gnaden auf/ und an. -z Dann l l - l . ,l i I Wr (-j-) ^ 57 Dann Q m in HErr^ und GQtt/ ich tl.be dich über Altes/ aus gantzer m in?r See! / aus ga^tz m mnn/m Gemüth, und aus alt n mein n K äf. ten. Ich hoff? / und traue vestkglich auf deine g. undios Barmhertzrgkeit! Ich glaube an dich nach deinem heilis gen Wort/ und Lehr: Ich habe auch einen guten sterffsn F irftatz/ mein sünd- lkches Leben forthin zu b sseren/ und dich meinen HErrn/ und GOtt nimmermehr zu beleydtgen/ und spriche mit dem offnen Sünder: O H?rr NOtt/ bis gnädig mir armen Sünder! Ach seye mir gnädig / und verzeihe mir meine Sünden/ und M.ff.thaten/ durch die hohe Verdiensten des bmeren Ley- den / und Sterben / und durch das kostbarlich für mich vergossene Blut deines Sohns IEsu Christi / meines getreuen Heylands, und HErrn/Amen. Unter der Heil. Absolution. Damit alle deine gute Merck- und gedultiges Lenden durch die Kraft des heiligen SacramcntS zu vollkommener Genugthuung für deine Sünden/ erhoben werden / so detle mit dem Priefter: As Leyden unsers HErrn JESU C 5 Chrr- ZF W! ( t ) R Christi/ die Verdienst Mariä dersee- ligsten Jungfrauen / und aller Heiligen/ und was ich Gutes thun/ oder Uebels gedultig leyden werde/ solle mir seyn zur Genugthuung der Sünden/ Vermehrung der Gnad / und Gewinn des ewigen Lebens / Amen. Nach der Heil. Beicht. M Aüerheiligste Dreyfaltigkeit! ich ^ge dir unendlichen Danck/ daß du mich unwürdigsten Sünder durch das Heil. Sakrament der Büß in dem unschuldigen Blut des Lamm GOt- tes von allen meinen Missethaten abgewaschen / auch wiederum zu einem Kind GSttes/ und Mit r Erbe» IEsu Christi auf-und angenommen. Nun dann mein G-Ott/ und Alles! will ich mit Maria Magdalena viel lieben / weil du mir viel verziehen hast. In deiner Lieb will ich überwinden alle böse Anmuthungen/ Gewöhn-und Gelegenheiten/ welche ich von gantzem Hcrtzen hasse / und verfluche. Ach ! nimmermehr fündigen/ lieber sterben/ slö dich mit emer etozigen vorschliche« Sünd D ( -t ) ^ 59 Sünd beleydigen. Dresea meinen Fürsatz opfere ich dir auf m dem Lieb, vollen Hertzen/ und Wunden JEfu meines Erlösers. Und nthme mrr kräftig vor selben alltäglich zu erneueren/ auch durch die mrr vorgeschriebene Mittel in dem Werck zu erfüllen; darzu mir aus- bitte deine herlrge Gnad durch die Verdienst IEsu Christi/ Mariä seiner ohne Mackel empfangenen Jungfräulichen Mutter/ und aller Ausser- rvählten/ Amen. Bey dem heiligen Meß-Opfer/ und heiligen Kommunion. W Allerheiligiste Dreyfaltigkeit! da JEsus wußte / daß sein Stund kommen war/ daß er auß dieser Welt zum Vatter gienge / dieweil er die Ser- nige geliebet hat/ welche in der Welt waren/ so hat er sie bis zum End ges liebet/ und ihnen in dem Lieb-vollen Altars-Sakrament übergeben sein al- lerheiliqstes Fleisch / und Blut/ Leib/ und Seel/ GOtt-und Menschheit/ samt allen feinen Verdiensten zu einem vollkommmen Opftr dir/ O unendljs C6 chr 6o che Majestät! alle schuldige Chr / und Glory zu geben/ für alle empfangene Gutthaten zu davcken/ für alle Sün- den genug zu thuen / und dein Gnad/ Und Barmhertzigkeit in der Zeit/ und Ewigkeit zu erlangen. Nach dieser Meinung/ und Einsetzung IEsu Christi verlange ich mit der Christ-Catho- lischen Kirch diesem unblutigen Opfer/ in jenem Glauben/ Hoffnung/ Liebe/ Anbertung/ und Mitleyden beyzuwohnen / und mein IEium durch würckli- che/ oder geistliche Communion zu empfangen/ in welchem auf dem Calvari- Berg dem drey ständigen blutigen Creutz Opfer Maria dje'schmertzhaffte Mutter mit denen übrigen getreuen Heiligen sich eingefunden/ und dessen Frücht zu erst thcilhaffrig worden/ durch denselben unseren HErrn IEsum Christum/ Amen. i. O HErr IEsu Christe/ wahrer GOtt/ und Mensch! Ich glaube nach d- imm heiligen Wort dein wahrhaff- te Gegenwart in dem allerheiligsten Altars Sacrament/und hoffe deines unfch!bahr° n Versprechens theilhaftig zu werden: Seelig seynd / die nicht A t ^ 6r gesehen haben / und haben doch geglaubt. In Vereinbahrung dann deiner grossen Begierd/ mrt welcher du auch bey Vorsehung unendlichen Un- dancks/ und Bosheit dieses Gnaden- volle Geheimnuß eingesetzt/ verlange ich.armer Sünder eifrigst dich/ mein JEsu / zu empfangen/ damit nicht mehr ich/ sonder du allein in mir lebest. 2. O HErrJEsu Christe/ wahrer GQtt/ und Mensch ! in Bereu bah- rung deiner unendlichen Demuth/ welche du vor Einsetzung dieses erschrecklichen Geheimnuß in der Fußwaschung deiner Jünger/ besonder des verrathe- rischen Iudä geübet/ demüthige / und bekenne mich aus allen deinen Geschöpfen das unwürdigste / dich meinen GQtt/ und HErru zu empfangen ; wasche mrch dann in deinem Blut / und Zäheren/ und aus Liebe deiner demü- thrgsten Mutter bereite in mir eine reine Wohnung/ damit ich in tieffester Demuth ihr nachsprechen dürste: Siehe ich bin ein Vtenst-Magd des HErrn/ geschehe mw nach deinem Wort. z. S HErr JEsu Christe / wahrer C? GOtt/ 62 A ( t ) G GStt/ und Mensch ! weilen du bey, Einsetzung dieses allerhestigsten Glaubens- Gcheinwus befohlen: Daß thut zu meiner Gedächtnus ; will «ch bey Empfangung dieses herlkgen Sacra- ments mitschmertzlichem Mitleyden ern- gedenck seyn deines bitteren Leydens/ und Sterbens / damit durch die Kraft deines heiligen Fleisch / und Bluts mein Willen mit deinem Göttlichen im Leyden / und Sterben vollkommen Vereiniget werde. 4. 0 HErr IEsu Christs / du Sohn des lebendigen GOMs/ der du aus dem Willen deines Vatters durch Mit- würckung des heiligen Geists / durch deinen Tod die Welt lebendig gemacht hast/ erledige mich durch diesen aller- heiligsten Leib / und Blut von allen meinen Sünden, und von allen liebten/ und mache/ daß ich in deinen heiligen Geborten wandle/ und von dir niema! abgesönderet werde. Der du lebst/ und regierest in alle Ewigkeit/ Amen. 5. Die Niessung deines Leibs / S HErr ZEsu Christe! welchen ich unwürdiger ZU empfangn verlange/ geirrt- A t6z reiche mir nicht zum Gericht / und Vers dammnuß/ sonderen nach deiner Gütig- keit sey sie mir ersprieslich zum Schutz/ und Schirm des Leibs/ und der See!/ und zum ewigen Leben/ Amen. Nach der Heil. Kommunion. AAIe See! Christi heilige mich / Der Leib Christi erhalte mich / Das Blut Christi träncke mich/ Das Wasser der Seiten Christi wa- sche mich / Die Marter Christi stärcke mich / L) gütiger ZEsu/ erhöre mich/ Laß nicht von dir abscheiden mich/ Vor dem bösen Feind bewahre mich / Zur Stund des Tods beruffe mich/ Und he,sse zu dir kommen mich/ Daß ich mit allen Heiligen dich Könne lieben / und loben ewiglich. i§kn GOtt/ und Alles!in Verein- " bahrung jener Anbettung/Glauben/ Hoffnung/ Liebe/ unbDancksa- gung/ mit welcher deine Jungfräuliche Mutter nach deiner allerheiligstea Empfüligmrs dich umfangen/ an bette/ glau- 64 (t) ^ glaube/ hoffe/ liebe dich / und sage von gantzenr Hertzen Danck / Jhro nachsprechend: Mein Seet machet groß den HErrn / unv mein Geist froiocket in GOrr incmem verland. Dann in dir, O IEsu/ habe Ich altes ; durch dich O ÄEiu, begehre ich alles ; mit dir. O IEsu/ verernbahre ich alles/ Leben / L yden/ undSrer- ben/ welches rch mit deinen unendlichen Verdiensten der allerheMgsten Drey- faltigkerr in deinem göttlichen Hertzen durch dick selbst aufopfere / für mein und aller Seelen Heyl/ besonders der in GOtt ruhenden Christglaubigen, welchen nach deinem heiligen Wrllen/ und Austheiluag all meine Genugthuung fchencke/ damit selbe erlöset / mit allen Heiligen dich für mich ewig loben/ und lieben Amen. JÄHr sey GOtt in der Höhe / und ^ auf Erden Fried den Menschen / die eines guten Willens ftynd. Wir loben dich, wir betten dich an / wir preis n dich , wir dcwcken dir von wegen deiner grossm Glory/ und Herrlichkeit ; HLrr GOtt himmlischer König/ M ( t ) ^ 6 5 nrg / GOtt allmächtiger Vatter / HErr JEsu Christe du eingebohrner Sohn. HErr GOtt du Lamm GOltes/ ein Sohn des Vatters/ der du hinnihmst die Sänd der Welt/ erbarme dich unser. Der du Hirn ihmk die Sund der Welt/vihme aufunser Gebete. Der du sitzest zu der Rechten desVatters/erbar- me dich unser. Dann du allein bist Heilig/du allein bist der HErr/ du allein bist der Allerhöchst / JEsu Christe / mit dem heiligen Geist in der Glory / und Herrlichkeit GOtt des Vatters / Amen. Glaubens-Bckanntrius des Heil. Athanasij. M^Elcher begehrt seelig zu werden / pgx allem vonnöthen/ daß er den Catholischen Glauben habe. Welcher aber diesen nicht gantz unverletzt halten wird/ der wird unfehlbar auf erv'g zu Grund gehen. Diß ist aber der Catholische Glaub/ daß wir ein GOtt in der Dreyfaltig- reit / und die Dreyfaltigkeit in der Einigkeit verehren. Doch die Personen nicht vermischen/ noch SS Wr(t)G noch die Weesenheit/ und Substanß ! von einander zertheilen. Dann ein andere Person ist des Vat ters/ ein andere des Sohns/ ein an dere des Heil. Geists. Allern/des Vatters/und des Sohns/ und des heiligen Geists ist ein Gottheit/ gleiche Glory/ und gleich ewige Majestät. Wie der Vatter/ also der Sohn/ also der heilrge Geist. Unerschafien ist der Vatter / uner- fchaffen der Sohn / »«erschaffen der heilige Geist. Unermessen der Vatter/ »«ermessen der Sohn/ unermessen der Heil. Geist. Ewig der Vatter/ ewig der Sohn/ ewig der heilige Geist. Und dannoch feynd nickt drey ewige/ sondern nur ein ewiger GOtt. Gleich wie nicht drey »»erschaffene / noch drey unermässene Götter/ sonder ein unerschaffener/ ein unermesse- ner GOtt ist. Also ist der Vatter GOtt / der Sohn GOtt/ der heilige Geist GOtt: und dannoch seynd nicht drey Götter/ son/ deru nur em GOtt. Al- vx XX D (t ) U 67 Also ist der Vatter HErr/ der Sohn HErr/ der heilige Geist HErr: und dannoch ftynd nicht drey Herren/ sondern nur ein HErr. Weilen/ gleichwie wir ein jedwedere Person als HErren / und GOtt von der Christlichen Wahrheit gezwungen werden zu bekennen/ also ist es uns Kraft des Catholischen Glaubens verdorren/ drey Götter und HErren zu nennen. Der Vatter ist von keinem gemacht/ noch erschaffen / noch gebohren. Der Sohn ist vom Vatter allein / aber auch nicht gemacht/ noch erschaffen/ sonderen gebohren. Der heilige Geist vom Vatter / und Sohn/ aber nicht gemacht/ noch erschaffen/ noch gebohren/ sondern ausgehend. Ist also ein Vatter/nicht dreyVät- ter/ ein Sohn/ nicht drey Söhn/ ein H. Geist/ nicht drey heilige Geister. Und in dieser Dreyfaltigkeit ist nichts vor / oder nach/ nichts erstes / oder letstes / grössers oder kleiners / mehr oder minder / sondern alle drey Personen seynd einanderen gleich ewig / und gleich. Also 68 Also daß durchaus/ wie schon vorgesagt/ die Einigkeit in der Dreyfal- tigkeit/ und die Dreyfaltigkeit in der ' Einigkeit zu verehren ist. Welcher derohalben will seelig werden/ der glaube also von der Drey- faltigkeit. Allein ist zu der ewigen Seeligksik vonnöthen/ daß ein jeder die Menschwerdung unsers HErrn IEsu Christi auch treulich glaube. Ist also der rechte Glauben / wann wir glauben/ und bekennen / das unser HErr ZEsus Christus der Sohu GSttes/ GOtt/ und Mensch seye. GOtt ist er aus der Weesenheit / und Substantz des Vatters von Ewigkeit her gebohren / und Mensch ist er ^ aus der Weesenheit / und Substantz / der Mutter in der Zeit gebohren. ! Ein vollkommner GStt/ und voll- ! kommner Mensch / aus einer vernüns- I tigen Seel / und menschlichen Fleisch ! bestehend. ! Dem Vatter gleich der GOttheit nach / minder als der Vatter der > Menschheit nach. - Welcher/wiewohl er GOtt ist/ und > Mensch/ A ( t ) ^ 69 Mensch / fty!.d dam'vch nicht zwey / sonder nur Un Christus. Einer aber nicht Lurch Derkehrung der Gottheit in das Fleisch/ sondern durch Annchmung der Menschheit zur GOtthett. Einer überall/ nicht zwar aus Vermischung der Substantz/ und Wesenheit - sondern wegen Ewigkeit der Person. Dann gleichwie die vernünfftige Seel/ und das Fleisch nur ein Mensch > ist / also ist G0tt und Mensch / nur ein Christus. Welcher gelitten hat für unser Heyl/ ist abgestiegen zu der Hollen / am dritten Tag wieder auferstanden von den Todten. Aufgefahren zu den Himmler» / sitzet zu der Rechten Gottes des allmächtigen Vatters/ von bannen er kommen wird zu richten die Lebendigen/ - und die Todten. Zu dessen Ankunsst alle Menschen mir ihren Leideren wieder auferstehen müssen / von ihren eignen Wercken R?chenschafft zu geben. Und die Guts gethan/ werden ringe- 7 -, A ( 5 ) U gehe» in das ewige Leben / die aber böfts gethan / in das ewige Feur. Daß ist der Catholische Glaub / wer diesen nicht treu / und vestiglich glauben wird / der wird nicht seelig werden. Ehr sey dem Vatter/ und dem Sohn/ und dem heiligen Geist. Als er war im Anfang / jetzt / und all- weeg/ und zu ewigen Zeiten/ Amen. § § LiLaney von der Allerheiligsten reyfaltigkeit. LMie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe höre uns. Christe erhöre uns. GOtt Vatter vom Himmel/ Erbarme dich unser. GOtt Sohn erlöser der Welt/ Erbarme dich unser. GOtt Heiliger Geist / Erbarme dich unser. Hei- ^ /TS er? /Dr M 5 ) rA 7r Heilige Dreyfaltigkeit ein eini-^ ger GOtt/ ! Wahre / und einige Dreyfal-I tigkeit/ I Heilig/ und unzerthcilte Einigkeit/ i Einigkeit in der Wesenheit/ und Dreyfaltigkeit in den Perfo- nen/ Einige/ und gleiche Majestät/ .Ungebohrner Vatter/ > Eingebohrner Sohn/ Heiliger Geist ausgehend von beyden/ Heiliger GOtt/ ^Heiliger starcker GOtt/ Heiliger unsterblicher GOtt/ O GOtt/ der du alles aus nichts erschaffen hast / Der du alles wunderbarlich erhaltest/ Der du alles zum besten deiner Aussenvählten ordnest/ Allmächtiger GOtt/ Aller- Erbarme dich unser. 72 ^(t) Allermeistster GOtt / Unendlich gütiger GOtt/ O GOtt dessen Barmhertzigkeit über alle deine Merck / i Dessen Gerechtigkeit heilig/und erschröcklich in ihren Urtheilen/ Dessen Vorsichtigkeit in ihren unbegreiflichen Anordnungen niemahl fühlet/ I Ewig durch dich selbst allein! glückseliger GOtt/ ) Ewig dir selbst allein vergnügli-1 cher GOtt/ Ewig von allem allein unabhan- j gender HErr/ und GOtt/ ! O GOtt/ der du unsers Guten nicht vonnöthen/ In dem wir leben / würcken / und seyn/ Aus deme / durch denne/ und in deme alles / In allen Worten/ und Versprechen getreuer GOtt/ Alle Erbarme dich unser. Ast ) U 7z Alle geringste gute Merck ewigi belohnender GOtt/ Alle auch kleinste Sünden er-) schröcklich straffender GOtt/I Heil. Dreyfaltigkeit/unser Lieb/ ^ Heil. Dreyfaltigkeit/ unser Hoff- > nung/ I Heil. Dreyfaltigkeit/ unser Anfang/ letstes Zihl/ und End. ^ Bis uns gnädig/ Verschone m O HErr. Bis uns gnädig/ Erhöre uns/ HErr. Von allem Uebel/ Erlöse uns/ HErr. Von allem Unglauben / uM Ketzerey/ ! Von allem Mißtrauen / und > Verzweifflung/ j Von Uebertrettung deiner heili- ^ gen Gebotten/ i Von Bcgierlichkeit der Augen /» Von Begicrlichkeit des Fleisches/ I. D Von Erbarme dich unser. ^ D D Erlöse uns / Von der ewigen Peyn / und Beraubung deines Heil. An- gesichts/ Durch dein unendlich Göttliches Weesen / I Durch die Majestät deiner un-j endlichen Glory, Durch die Reichthum deiner e- wigen Glückseligkeit/ Durch die Viele deiner Erbarm- nussen/ und Liebe/ Durch alle Geheimnuß / Verdienst/und Opfer unsers Erlösers/ und seiner Heil. Kirchen/ Durch die Fürbitt der Jungfräulichen MuttcrGOttcsMariä/ und aller Ausserwählttn. Wir Erlöse uns/ V HErr. A ( t ) N 75 ' Wir arme Sünder / Wie bitten dich/ erhöre uns. . Daß wir erkennen dich wahren GOtt Allein / und den du gesandt hast ISsum Christum/ Daß wir unseren Verstand gefangen geben in den gehorsam t des Glaubens/ . Daß wir in allen Anfechtungen/ : Trübsaal / und Kleinmütigkeit uns erinneren deiner Lieb/ und Barmhertzigkeit/ - Daß wir in Freud / und Lcyd > ein wahre Lieb aus allen Kraff-^ » ten dir eifrig erzeigen / i Daß wir durch ein demüthig / und zerknirschtes Hertz/ welches du niemahl verachtest / . würdige Frücht der Büß bringen mögen. Daß wir unseren Willen im Leben/ und Tod / mit deinem heiligsten Willen vollkommen j. vereinigen / D» Daß Wir bitten dich / erhöre uns. 76 Daß wir mit allen Heil. Sacra-' menten/zudem leisten Tods- Kampff gestärcket werden/ Daß wir unsere Seelen in deine allmächtige Hand aufgeben, können / j. Daß wir in deinem heiligsten Namen dieses zeitliche enden/ und das ewige Leben anfangen mögen / Heilige Dreyfaltigkeit unser GOtt/und Alles/ 1 Z «-r O du Lamm GOttes / welches du hinnihmst die Sünd der Welt / Verschone uns/ E> HErr. O du Lamm GOttes / welches öu hinnihmst die Sünd der Welt/ Erhöre uns / O HErr. O du Lamm GOttes/ welches du ' hinnihmst die Sünd der Welt/ Erbarme dich unser/ OHErr, Christe höre uns. Christe erhöre uns. HErr s A (-i-) rA 77 HErr erbarme dich unser. Christe erbarme dich unser. HErr erbarme dich unser. Vatter Unser / rc. Gelobt bist du O HErr GOtt unser Vatter. Und über alles erhöhet zu allen Zeiten« Lobet den Vatter / und Sohn/ sambt dem Heil. Geist. Lobet/ und erhöhet ihn zu allen Zeiten. HErr erhöre unser Gebett. y-. Und unser Ruffcn komme zu dir. Gebett. EMlmachtiger ewiger GOtt/ der iW du deinen Dieneren geben hast/ in der Erkanntnus des wahren Glaubens die Glory der ewigen ^reyfal- tigkeit zu erkennen / und in Macht der Majestät die Einigkeit anzubet- Dz ten: 78 A k, ten : Wir bitten / das wir in Beständigkeit deffelbigcn Glaubens von aller Widerwärtigkeit allezeit be- . wahret werden. i , O GOtt / dessen Eigenschafft ist ^ ^ unser allzeit zu erbarmen/wir bitten dich demüthig durch die äusserste Verlassenheit/ und Tods - Angst deines j liebsten Sohns IEsu Christi/ durch ^ das Mirleyden / und bittere Zäher feiner schmertzhaffken Mutter / auch aller Heiligen / besonders welche ge- ! treu unter dem Heil. Creutz gestan- , den / daß du uns arme Sünder in j dem leisten Augenblick unsers Lebens nicht verlassen / sonder alsdann durch unsere Heil. Schutz - Engel zwischen deinem Gericht/ und unsere Seel setzen wollest / seine unendliche Ver- ^ dienst/ welche wir deiner ewigen Majestät in dem allerheiligsten Meß- ! !! Opfer vorstellen / und durch dero !! Krafft verhoffen / unsere in dem un- ! ; schuldigen Blut IEsu/ und Zähe- i A ^ 79 ren Maria gereinigte Seelen in deine Vätterliche Händ aufzugeben. Durch denselben unseren HErrn IE- sum Christum/ deinen Sohn/ welcher mit dir lebt / und regiert / in Einigkeit des Heil. Geists/ wahrer GOtt von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Lob/und Lieb-Gesang Von der hochheiligsten reysaltigkeit. In der Melodep : Aus Lieb verwundter JEsu mein! Allem! WdAch auf mein Hertz/ steh auf zu GOtt'. Erheb dich auß dem Erden - Koth ! Sing Lob / und Ehr in Ewigkeit / Der heiligen Dreyfaltigkeit! D 4 ». Ähr 80 Wr (-t) ^ 2 . Ihr Liebs r entzündte Seraphim / Ihr Engel 5 Chor/ ,hr Cherubim Singt Lob mit mir m Ewigkeit Der heiligen Dreyfaltigkeit! Z. Ihr Sonn/ und Msnnd/ihr Ster- ' nen all / ^ Ihr Thier / ihr Wässer / Berg / und > Thal/ , Erschallt/ und lobt in Ewigkeit Die heilige Dreyfaltigkeit / 4- Ehr fey dem Vatter/und dem Sohn/ ! und Heiligen Geist im Himmels- Thron; ! Ehr von nun bis in Ewigkeit / Der heiligen Dreyfaltigkeit! > 5. An dich/ an dich allein glaub ick/ ' Wiedurch demKirch gelehrt hast mich: Für Visen Glauben/ höchstes Gut/ Setz ich mein Leben/ Leib / und Blut. 6. Und so ist auch all Hoffnung mein / Auf dich/ OGStt gegründt allein: Sey ich todt / oder lebe ich / ; Nichts soll von dir abwenden mich. 7. Du / du mein Alles bist allein / Mein Hertz/ mein Seel/ mein Lieb ^ solff seyn' O! daß ich ehre/liebe dich Hier zeitlich / und dort ewiglich! 8. Al- ^4 §T 8. Mein wie spath ist all mein Lieb/ Der ich so vielmahl dich betrübt: Wie spath/ OGQrt- kehr ich zu dir/ Der du so lang schon rüstest mir! 9. Ach GOtt! es reu't mich inniglich/ Daß ich so oft erzürnet dich : Verflucht sey jene Red/ und That/ So mich von dir geschieden hat! 10. Nun aber ist der Schluß gemacht/ Der ich vom Sünden-Schlaff erwacht : Nunmehro will ganß änderst seyn/ Will lieben dich mein GOtt Allein! 11. Sih/ mein Gedächtnuß/ und Verstand / Mein Will leg ich in deine Hand: Ach! nihm doch all das Meine hin/ Nur dich allein gib mir zum G'winn. 12. Nihm hin mein Ehr/ mein Haab/ und Gut / Mein See!/ mein Leben/ Leib/und Blut: Nichts/ nichts/ dann du mein GOtt Allein / Soll künsttig hin mein eigen seyn ! iz. Mit einem Wort: all's/ was da mein/ Soll dem hinfüro seyn allein: D? All 82 D ( t ) ^ All Wort/ und Merck/ all's waS ich denck/ All s dir allein von Hertzen schenck. 14. Nun mach mtt mir/ um was du > wilst/ Mich freut allein/ was du befihlst: . Allzeit was du / niemal was ich Begehr / daß gschehe ewiglich. 15. Willst/ daß rch sey g'suud/ oder kravck? Ich will es auch / und zwar mit Danck: Willst mich in Freud/willst mich inLeyd? Dein Will gescheh / ich bin bereit. 16. Und O! daß ich solt würdig seyn / Für dich zu leyden Schmach / und Peyn: Für dich mein GOtt/ will allen Spott/ Will leyden willig tausend Tod. 17. Und so leb ich nun nicht mehr mein/ Du, du mein Leben bist allein: Dir lebe ich/dir sterbe ich/ Nurdu/meinGOtt/verlaßnichtmich/ ? 18. Absonderlich in jenem Streit / An welchem hangt die Ewigkeit: Sih an / O Vatter / mich dein Kind / Und nicht / als Richter / meine Sund! 19. Alsdann in meinem leisten End/ Nihm auf mein Geist in deine Hünd: , AIs- G ( ^ ) rLr 8z Alsdann führ mich bey deiner Hand / Aus dieser Welt ms Vaterland, so. Und Ö! daß ick den Augenblick / Zerreißen könt all Band / und Strick/ Die noch von dir abhalten mich / Daß aicht karr ewig g'niessen dich! Lr. Dann ausser dir ich nichts mehr will/ Du / du bist ja mein einig's Zihl: Du bist mein Freud/ mein Trost mein Ruh/ Nichts ausser dir mehr wünschen thu. sr. Und wie der Hirsch zur Wasser- Huell/ So dürst nach dir auch meine See!: Zu dir mein Hertz erschaffen hast / Ohn dich hat es noch Ruh / noch Rast. LZ. All's was es hat/ macht es nit sät/ So lang es dich sein GOrt nit hat: Ms ist zu wenig/ all's zu klein: Dann du sein HErr, und GOtt allein. »4. So kom mein GOtt/und fülle daß/ Mit dir allein mein Hertz nun an: Sih/ ich bin dein / und du bist mein/ Ach! laß mich ewig b'y dir seyn. 25. Gib/ daß ich lobe/ ehre/ dich/ Anbette/ liebe ewiglich: H! einige Dreyfaltigkeit/ Dreyfache/ wahre Einigkeit! D6 Ge, 84 mbett zu GWtt, Welches die Christliche Ueel Täglich betten kan, anzuzeigen was für Gedancken sie verlange zu haben in ihrem letsten Uteröstürrdlein. Diefts Gebett begreifft in sich alle Uebungen der vornehmsten Tugenden, absonderlich einer wahren Reu, und Leyd über seine Sünden, und einer voll- kommen Liebe gegen GOtt, rc. H^Ein GOtt/ und mein HErr! «M in der Ungewißheit/ in welcher dir gefallen/ daß ich leben soll/ so wohl wegen der Zeit/ als des Orts / und der Weiß meines Tods/ komme ich anzuketten die Verordnungen deiner Vorsichtigkeit in al- D ( -t ) ^ 85 lem demjenigen/ so dir gefallen hat deßwegen schon von Ewigkeit her anzuordnen; und weil ich nicht weis/ was alldorten für Meinungen und Gedancken mein See! haben möchte/ verrichte ich anjetzo dasjenige/ so ich will/ und verlange/daß alldort in selber Stund verrichtet werde/ und bitte dich/ du wollest annehmen und gukheissen für selbige Stund dasjenige/ so ich anjetzo gegen dir mich erkläre/ und dir anjetzo verspreche» So sage ich dir dann Danck/mein GOtt/ und meinHErr! in diesem Augenblick/für jenen leisten Augenblick meines Lebens / an welchem ich vielleicht zu meinem grösten Unglück des Verstands/ und der Sprach beraubet / weder reden/ noch an dich wird dencken können. Ich sage dir Danck/ (sprich ich) Erstlich / daß du mich hast lassen gebohren werden/ da du mich hattest können in meinem Nichts lassen» Andertens/ daß du D 7 mch 86 D ( t R mich hast lassen gebühren werden kn einer Christlichen Z -r / und Land/ da du doch mich hatt st in einem ungläubigen Land und Zeit können lassen gebühren werden. Drittens daß du mich hast lassen wieder gebohren werden durch den heiligen Tauff/ da du mich hattest können ohne denselben (wie so viel andere) lassen im Mutter-Leib sterben. Ich bette dich an / O Anfang meines Lebens in der Natur/ und Anfang meiner Wiedergeburt durch die Gnad! O lttstes End meiner Seelen/ und mein endliche Glückseligkeit in der Glory ! Du bist die erste Wahrheit/ und deßentwegen glaube ich vestiglich alles dasjenige/ so du geossenbahret hast. Du bist die höchste Treu/ und deßwegen hoffe ich beständig alles dasjenige/ so du versprochen hast. Du bist die höchste Güte/ und deßwegen liebe ich/ und verlange einig und allein zu lie- D ( s H 87 den das/ was du bist. Du O mein GOtt/ Vatter/ Sohn/ und heiliger Geist/ einig in der Wesenheit / und Dreyfach in denen Personen / du bist derjenige/ so mich erschaffen hat / durch die Wirckung deiner Allmacht; der mich erlöstt hat/ durch ein Uebermaß deiner Güte; der du mich geheiliget hast/ durch die Ein- giessung deiner Gnad ; der du mich bißhero geleitet hast/durch die Anordnung deiner Vorsichtigkeit; und der du mich bestimmet hast / daß ich theilhasstig werde deiner Glory r Deßwegen hast du mich aufgenommen in die Schoos der Kirchen deiner Gespons/ und alldort mich erleuchtet mit deinen hell-sten Erleuchtungen. Du bist mir vorkommen mit deinen heiligisten Gnaden. Du hast mich beweget mit deinen zärtlichsten Bewegungen. Du hast mir bereitet deme gröste Sakramenten. Alldort hast du mich gespeifet mit dem 88 D ( t ^ heiligisten Leib IElu Christi deines einigen Sohns/ meines Erlösers / und alldort hast du so oft über meine Seel ausgcgosscn die Gnaden und , Gaaben deines göttlichen Geists. ^ O was für ein grosse Liebe und ü- I bergrosse GutthatenO was für ! grosse Freygebigkeit und Gunst! O was für grosse Gnaden und Barmherzigkeit haft du dich gewürdiget meiner armen See! mitzutheilen. , Welche dannoch so viele Gutthaten/ (deren Zahl/ und Werth dir allein bekannt ist- welche du ihro die gan- tze Zeit durch / so lang sie sich auf dieser armsceligen Erden befindet / ge- rhan/ ich mit nichts anders vergolten / als mit Gottlosigkeit/ und An- ' treu/mit Undanckbarkeit/Schand- i thaten/ und Lästeren/ so die Zahl meiner Haaren / und Tagen weit ° übertreffen. ? Aber O mein GOtt! ist vielleicht » s nicht wahr? daß je grösser meine » Schand M ( t ) ^ 59 Schand ist/ daß ich dich beleydiget/ desto grösser deine Glory seye/ wann du mir verschonest ? und daß vor so unzählbare Sünden/ wie diemeini- ge ftynd/ nothwendig seye eine unendliche Barmhcrtzigkett/ wie die dei- ru'ge ist? JaO mein GOtt/ und mein HErr! zu dieser deiner unendlichen Barmherzigkeit nimme ich mein Zuflucht/ indeme ich bereue; daß ich dich so lang beleydiget/ so spat erkennet/ und so wenig geliebet: Und wann ich nur noch diesen Augenblick hatte / so wolle ich solchen a -wenden/ dich zu lieben/ O höchste Güte! weilen du bist derjenige / der du bist/ und weil du allein verdienest die Liebe / und die Anbettung aller dein.r Crcaturen. In Ansehung deiner O ewige Liebedie du beständig liebreich / und nicmahlen genug geliebet bist/ verfluche ich alle Sünden meines Lebens/ weilen solche zuwieder seynd deiner anbei- 9 des Glaubens deiner Kirchen / daß ich keine andere Bewegungen wolle/ als der Hoffnung auf deine Verdienst/ und der Liebe gegen deiner Güte. Wann etwas diesem zu wieder in mir anzutreffen/ so wiedersage ich / und wiederruffe es / und verlange / daß die letste Bewegung meines Hertzcns eine Bewegung seyn solle der Anbcttung / mit welcher ich dir ein Opfer verrichte meiner Wec- senheit/ weilen ohnedem solchemeh- rers dein ist/ als mein / und zugleich solle solche auch seyn eine Bewegung der Liebe/ wormit ich dich wegen dir allein liebe / und zu lieben verlange durch die gantze Ewigkeit. Nichts desto weniger / O mein , GOtt! ist dannoch wahr/ daß ich mich hefftig förchte/ weilen meine Sün- A ( t ) 9Z Sünden so schwär scynd/ und deine Urtheil so erschröcklich; dannoch ist auch wahr/ daß ungeachtet dieser meiner Forcht/ ich mehrers hoffe / weilen du die Barmhertzigkeit bist / und verschonest; weilen du eine grosse Barmhertzigkeit bist / und viel verschonest; weilen du eine unendliche Barmhertzigkeit bist/ und ohne End verschonest; weil du eine lautere Barmhertzigkeit bist/ und alles verschonest. Voll dieses liebreichen / und süs- sen Vertrauens/ welches ich auf dich habe / hoffe ich deine Güte zu sehen in dem Land der Lebendigen/ deren Leben / und Auferstehung du bist; und deßwegen/ nachdeme ich auf das neue angebetet habe deine Allmacht / die mich erschaffen / deine Güte/ so mich erlöset / deine Weisheit/ so mich erleuchtet/ deine Vorsichtigkeit/ so mich regieret / deine Barmhertzigkeit/ so mir so viele / 94 M ( t ) U und viele Sünden verziehen/ so bette ich auch an deine Gerechtigkeit / und übergibt mich solcher anjctzo vor jenen Augenblick/ in welchem solche bestimmet hat mich zu richten / und überziehe mich solcher mit diesem Vertrauen/ daß mich niemahls verlassen werde deine Güte/ daß solche für mich antworten werde nach deinem Gericht/ und daß ich lobsingen werde deine Barm- bertzigkeit in Ewigkeit/ AMEN. Alles zu grösserer Ehr GOTTES. E I»8 h, Sci-)« Register. ^Eistlicher Bund mit GOtt Allem/ ^ durch Christ - Catholische Tu- gends-Uebungen. fol. 7. Avbettung GOttes. 9. Glauben. 9. Hoffnung. Liebe GOttes. Liebe des Nächsten. Dancksagung. Reu / und Leyd. 11. 12. 14. Ergebenheit in den Göttlichk Willk.sz. Gute Meinung. 24. Beschluß. 26. Sieben Sigill/ des mit G-Ott Allem aufgerichteten Bunds/das ist: Die heilige sieben Wort deS sterbenden Heylands JESU Christi. 28. Zeugnuß / und Uebergab drefes mit GOtt geschlossenen Bunds / durch die Hand Mariä / des Heil. Schutz-Engels/ undH. Hemge Anmurhungen für die Sterbende zu der allerheillgsten Dreyfqltigkeit. zs, Zu IEsu dem Gecreutzigten.' 42^ Zu der Jungfräulichen Mutter GOt- . tes / heiligen Schutz-Engel / und Patronen. 45 . / Zusprüch bey den leisten Zügen. 49. - Kürtzere Tugends-Uebungen. 5 Z. Vor der heiligen Beicht. 54. Reu und Leyd/ des gottseeligen Car- dinals Sfondrati/ von St. Gallen. 56- Unter der heiligen Absolution. 57. Nach der heiligen Beicht. 58. Bey dem Heil. Meß-Opfer / und heiligen Commumon. 59. Nach der heiligen Communion. 6 z. Glaubens - Bekanntnus des heiligen ^ Athanasij. 65 Litaney von der allerheiligsteu Drey- falttigkeit. 70. . Lob/ und Lieb-Gesang von der hoch- k heiligsten Dreyfaltigkeit. 79 « > Gebett zu GOtt/ welches die Christ- .l liche Seel täglich betten kan / x anzuzeigen/ was für Gedan- 4 cken sie verlange zu haben m ih- 1 rem leisten Sterbstüudlein. 84-4 >',«srr . .. ^ ^ ^ UM