* ^-^L- A/*r. ^ »Hr«' , /./ / . ^ l r n Malmt, Lwige Mnbethung des allerheiligsten >lMS in dem Geist, und in der Wahrheit: zu öffentlich-und feyerlich -imerwähte,ndem Gottes-Dienst für die löblichen Jungfrauen-Klöster der Fürstlich-St. Gallischen Landen; * auch zu allgemeinem Trost, und Nutzen aller andächtig-und eifrigen Verehrer dieses hochheiligen Geheimniß, eingerichtet von P. R. P. Jso Walser, Ord. des heiligen Bened. Kapital, des Fürstl. Stifts St. Gallen. . -— «k» Zweyter Theil. Sechs und zwanzig besondere Stund-Andachten, sammt vier allgemeinen Anbethungen. Mit Geiichrirhaltuiig der Obern. Gedruckt, und zu finden im fürstl. Gotteshaus se St. Gallen» i^88. H! Vorbericht. ^Mjeunderbarlich ist die allweise FürsichL Gottes,welche zu Ausführung ihrer Bestimmungen öfters schwache Werkzeuge erwählet; und die widrige Anschlage durch Mittel, so dem Schein nach unkräftig sind, zernichtet. Es ist keine Klugheit, kein Nathschluß wider den Herrn: seinem Willen kann Niemand widerstehen. Die Anbethung des allerheiligsten Sakrament des Altars ist in der katholischen Kirche allzeit eine der Glaubens-Lehre übereinstimmende, und hochgepriesene Andacht gewesen. Es scheint aber daß die mehrere Ausbreitung, und die glänzendere Hendl 2 lich- IV lichkeit dieser gottseligen Uebung in diese spätere Zeiten vorbehalten sey. Die Irrlehre, welche die wahre Gegenwart des Leibs und Bluts Khrtsti im heiligen Sakrament laugnet, ist schon im sechszehnden Jahrhundert von dem allgemeinen Kirchenrath zu Trient verworfen, und verdammet; entgegen die uralte Lehre der katholischen Kirche bestätiget worden. . Gleichwie nun der göttliche Erlöser nach seinem heiligen unfehlbaren Versprechen, bis ans Ende der Zeiten, in dem heiligsten Sakrament des Altars, wahrhaftig gegenwärtig verbleibet, und in so viel tausend Kirchen Tag und Nacht bey, und unter uns wohnet; also ist dieses unergründliche Geheimniß, diese so tiefe Herablassung des Gott-Menschen, vielen "gottsfürchtigen Dienern Gottes so eindringlich zu Herzen gegangen, daß sie mit allem Eiser Mittel gesucht, diesem höchsten Geheimniß die möglichste Ehre zu erweisen. Un- V Unter diesen war der ehrwürdige Priester Joseph Helg, gebürtig von Ltnggens 'wil, emer Pfarrey der Fürstl. St. gallischen Landschaft, gebohren im Jahre 1721. welcher im Jahre 1787. den 27. April, in seiner neuerrichteten Pfarrey Allerheiligen im Rücken, der Grafschaft Doggenburg, an der Einsiedler Wall- fahrts-Strasse, gottselig gestorben, und in dasiger neuen von ihm erbauten Pfarr- kirch den zo."» April begraben worden ; nachdem er allda in seiner Krankheit den 22. April, am zweyten Sonntage nach Ostern , über das Evangelium : ( Ich bin der gute Hirt,) von dem Glauben, Hoffnung, und Liebe, als dem besten Trost der Sterbenden seine letzte Predigt gehalten, und an St. Marcustag, schon todkrank, in der Kirche die letzte heilige Meß gelesen hatte. Dieser fromme Diener Gottes ernährte in seinem Herzen, schon da er noch dem Studiren oblag, und noch mehr in den ersten Jahren seines Priesterthums, eine besondere Hochschatzung, Liebe, und Anst z dacht Vl dacht zum hochheiligen Sakrament des i' Altars, welche er erzeigte in öfterer Be- suchung desselben, und in dem heiligen ^ Meßopfer, das er mit besonderm Eifer und Auferbaulichkeit entrichtete. Da er zu Mosnang als Kaplan, der Seelsorg oblag, hat er getrachtet eme neue Pfarrey zu Libingen durch seine Obern zuwege zu bringen; welches auch erfolget ist. In dieser Kirche hatte er Gelegenheit , seinen Eifer für die Ehre des heiligen Sakraments zu verwenden. Die immerwährende Gegenwart Jesu Christi ' wollte er mit der öffentlichen ewigen An- dethung geehret wissen. Er hat aber , durch mehrere Jahr große Beftbwärden, und Hindernissen gefunden; unsägliche Mühe und Arbeiten hat es ihn gekostet, . bis er im Jahr 1754. endlich die Andacht ' der ewigen Anbethuvq angefangen, und die Bestätigung derselben in einem neu- i gestifteten Kloster Ord. St. Benedicts, von dem Hochwürdigsten Fürsten in St. Gallen 11 als Ordinario . des Orts im Jahr 1760. erhalten hat. ' In , VII In dem Vorbericht des ersten Theils dieses Werkes ist die Fortpflanzung der ewigen Anbethung zu lesen: welchem noch beyzusetzen, daß zwar die ewige Anbethung schon in Frankreich, und andern Orten , vor dieser Einsetzung in Deutschland, zu Ende des vorigen Jahrhunderts, gehalten worden ; aber mehrentheils nur in der Stille: Unser Eiferer Joseph Helg wollte sie auferbaulich, öffentlich , mit lauter Stimm, Tag und Nacht, ohne Unterbruch, mit bestimmten auserlesenen Andachten gezieret, und herrlich haben. Zu diesem Ende war er immer bedacht, an allen Enden diese Andacht auszubreiten ; nicht allein in der Nahe suchte er dieses zu bewirken; wie auf dem Berg Sion im utznacher Gebieth in einem neuen von ihm errichteten Kloster, auf dem Berg Thabor, unweit Nheinau; zu Wunnenstein in Appenzellerland: sondern auch hat ihn sein Eifer in entlegene Ort getrieben, wo er viele Mühe angewendet, die ewige Anbethung einzuführen; obwohlen ihm viele Schwürigkeiten seine Begierden entkräftet haben; wie es ihm A 4 zu VIII zu Rom begegnet ist, allwo er zwar ein neues Jungfrauen-Kloster erbauet, und die ewige Anbethung zur Bewunderung der Römer eingerichtet, und einige Jahr fortgesetzet hat: welches Werk aber durch unterschiedliche Zufalle wieder eingestellet worden. Der gottselige Mann hat sieb ganz ruhig, und nnt wunderbarer Geduld m diese Schickung Gottes ergeben, und die allweise Fürficht angebetbet. Er kehrte von Rom zurück in sein Vaterland, und bearbeitete sich, in den äußersten Gränzen des Doggenburgs, an einem abge- > legenen Ort eine neue Pfarrey zu stiften, welches er endlich mit vieler Mühe, und Widerstand vor seinem Tod erlanget hat. Den großen Trost hat er erlebt, daß nicht allein sein Institut von der ewigen , Anbethung in dem ersten Kloster, so her- . nach nach Glattburg, und zwar an das , Geburtsort selbsten, da er das erste Tag- licht gesehen, übersetzet worden, den Fortgang !X gang erhalten; sondern auch durch hohe Verordnung, und Zuthun des hochwür- digsten Fürsten von St. Gallen, in allen Frauen-Klöstern der fürstlich St. Gallischen Landen, derer sieben an der Zahl sind, wirklich mit öffentlicher Feyer- lichtest blühet: wie dann, den andern Klöstern auch das lobl. Gotteshause St. Scholastica Ord. St. Franciscus, zu Rorschach am Bodensee, sich vor einer Zelt im Jahr 1786. in der ewigen Anbe- thung beygesellet hat. Da nun in gedachten Klöstern die oft erwähnte ewige Anbethung immer fortgesetzt wird, verlangten die ewige Anbeterinnen, neben den schon gedruckten 24. allgemeinen Stund-Andachten, noch andere besondere, für die höhere Festtäg, und heilige Zeiten durch das Jahr, samt einigen allgemeinen Anbethungen, für die mehrere Versamlungen der Klosterfrauen. Diesem Begehren zu entsprechen, ist gegenwärtiger zweyter Theil verfasset, und mit Genehmhaltung der Obern zum A 5 Druck X Druck befördert worden. Es wird in diesem Theil die nämliche Ordnung, und Anbethungs-Wesenheit beobachtet, wie in dem ersten; zwey Stücke ausgenomen. Erstlich wird die Gemüths-Erhebung der Anbethung vorgesetzet, das Herz durch die Betrachtung des vorkommenden Geheimniß zur Anbethungs - Andacht vorzubereiten: und weilen eben die Anbethung auf das Geheimniß gerichtet ist, hat dieses eine etwas unterschiedene Art und Weis gefedert. Uebrigens bleibt die bestimmte Verfassung, welche in der Ge- Gemüths - Erhebung , in der Ande- thung, in der reumüthigen Abbitt, und in einer Haupt - Andacht bestehet. Zweytens ist in jeder Stund ein Lobgesang aus den Psalmen eingemischet; andere Lobgesänger sind nicht eingerücket worden, weil die ewige Anbetherinnen sich selbsten solche wählen können; andere a- . ber in dem stillen Gebrauch dieser Andachten dieselbige ohne dem auszulasten pflegen. Wenn XI Wenn die Andachts - Uebungen in einigen Stunden für den öffentlichen Gottesdienst zu lang scheinen, da nicht alle gleiche Zeit brauchen, kann man füglich einiges hinweg lassen, und dieselbige abkürzen, fo viel die Zeit der Stund erfordert. Ich bin übrigens angegangen worden, diesem Werk auch einige Stunden von den Heiligen Gottes einzuverleiben. Ich erachtete aber, die ewige Anbethung sey verordnet zw Ehre des allerheiligsten Sakraments, und der Geheimnissen unsers Erlösers Jesu Khristi, welche auch in den Festtagen der göttlichen Mutter einstießen, für welche deßhalben besondere Stunden in diesem zweyten Theil zu finden: Für andere Festtage der Heiligen erklecken die Stünden von allen Heiligen, und der heiligen Engel, sammt den Kirchen-Gebethern, für jedes Fest des Jahrs, welche in allen Stunden können gebraucht werden, und in dem ersten Theil zu.Ende angesetzet sind. >» Es XU Es kann also dieses Anbethungs- Werk für vollständig angesehen werden, theils weil selbiges 50. Stunden begreifet, als im ersten Theil 24. allgemeine, und in diesem zweyten Theil 26. besondere für die Festtage, und heilige Zeiten; theils weilen mit sonderet Absicht hier alle Andachten angebracht werden, welche das Herz eines wahren Ahristen mit Gott, und unserm Erlöser unterhalten können. Von den allgemeinen Anbetungen giebt der Vorbericht des Anhangs in diesem Theil die Anleitung. CSSS. Erste Brste Wund. Zur heiligen Adventzeit, von dem Geheimniß -er Menschwerdung des ewigen Worts. ^err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, Und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. lebenedevt und gepriesen sey in Ewigkeit die unendliche Güte Gottes» welcher sich des in die Sünd, und in das äußerste Elend gefallenen Menschen erbarmet. O anbekhungswürdiger und unergründlich- wei- 2 weiser Rathschluß! durch welchen Gott seinen ewiqen Sohn auf die Welt gesandt hat, daß er unser Fleisch annehmen, und als Gott und Mensch auf Erden erscheinen sollte. Ein Geheimniß, das so viele tausend Jahr verborgen , von den Propheten vorgesagt, von den Patriarchen erwartet» nur den Heiligen ist offenbar geworden: Welchen Gott die Reichthums» seines Herr* lichen Sakraments in den Völkern bekannt gemacht hat, welches ist Christus Jesus, die Hoffnung unsers Heils. Das Wort war lm Anfang, und das Wort war Gott; alles ist durch das Wort erschaffen : das Wort ist Fleisch geworden, und hat in uns gewöhnet, voll der Gnad und Wahrheit» in der Glory des eingebohrnen Sohns von dem Vater. Die Himmel haben herab gethauet, und uns den Gerechten gegeben: die heilige Erde hat uns den Heiland hervorgebracht. Gebenedeyte Jungfrau, von Gott auser- wählet! dir hat Gott durch den Engel dieses Geheimniß angekündet. Du bist gebenedeyt, Unter den Weibern! Gebenedeyt ist die Frucht deines Leibs Jesus , der aus dir gebohren, mit Gott - und Menschheit» nun in dem heiligen Sakrament gegenwärtig ist. O Je>u» du Sohn des ewigen Vaters» und der heiligen Jungfrau Maria! du Heiland der Welt» Z Welt, der du dich mit Leib und Seel in dem Geheimniß des Altars uns schenkest! Dir sey ewiges Lob, und Danksagung für deine Menschwerdung, für deine Ankunft, und für deine immerwährende Gegenwart! o unendliche Güte ! o ewiges Wort! du hast dich erniedriget» und bist uns Menschen gleich geworden , du hast die Gestalt eines Knechts ohne Schaden deiner Gottheit angenommen. Mnbethung. ^ie Welt hat dich nicht erkennet, weil du die Glory deiner Gottheit unter dem Schleys er der Menschheit verborgen hast. Jene, für die du als ein sterblicher Mensch auf die Erde gekommen bist, haben dich nicht angenommen, sondern deine Liebe verachtet. O Jesu in dem Licht des Glaubens bethe ich deine vermenschte Gottheit an, mit deiner heiligen Mutter Maria, mit dem heiligen Erzengel Gabriel, der deine Ankunft verkündet, deinen heiligen Namen genennet, und dich den Sohn Gottes erkläret hat. Du bist zwar dem Menschen in allem gleich geworden, doch ohne Verminderung deiner Gottheit, in welcher du mit dem Vater einer Natur und Wesenheit verbleibest. * Darum solle dich Himmel und Erden , alle Engel und Menschen ewig anbethen : mit welchen ich deinen Thron der Herrlichkeit, deinen Scepter der Gerechtigkeit verehre. Al- 4 Alles ist durch dich gemacht; du bist der Herr» dessen Macht und Weisheit alles reqiret, alle Dinge hangen von dir av» und nichts bei stehet ohne dich! wer soll dich nicht in tiefer Ehrfurcht anbetken? Deine Majestät ist in dem heiligsten Sakrament desto wunderbarer, als in demselben deine Allmacht, und Güte hervorleuchten. Ich widerhole mit den Engeln: Heilig, Hei-. lig, Heilig ist der allmächtige Gott z der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Fürchte dich nicht Maria, du hast Gnad bey Gott gefunden: Sieh, du wirst empfangen in deinen; Leib, und einen Sohn gebühren, und feilten Namen wirst du Jesus nennen : der wird groß seyn, und der Sohn des Höchsten genennet werden. ' Aus dem 8. Psalm. H-x Herr, unser Herr! * wie wunderbarlich ist dein Namen auf der ganzen Erde. Aus dem Mund der Kindern hast du dein Lob volr 5 vollendet wegen deinen Feinden:* damit du den Feind vertilgest. Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest?' oder des Menschen Sohn» daß du ihn besuchest? Du hast ihn weniger als die Engel gemacht* und dennoch mit Herrlichkeit und Ehr gekrönet. Du hast ihn über die Werk deiner Hände erhoben: ' und alles seinen Füssen unterworfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn» und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg» und zu ewigen Zeiten, Amen. Wcumüthige Mbbitt. Ms ist die Völle der Zeit angekomen; die Pro- ^ phezeihungen sind erfüllet; der Heilige der Heiligen ist gesalbet, das Wort ist Fleisch geworden; daß die Sünb ein End nehme, die Gottlosigkeit getilget, und die Gerechtigkeit eingeführet werde. Deine Ankunft göttlicher Heiland in dem Fleisch » hatte wie die Sonn die Finsternissen, alle Sünd entfernen sollen! Du bist der wahre Emmanuel, Gott mit uns! du bist der heilige Israels in Mitte unser! Deine Gegenwart o ewiges Wort, in dem Fleisch, und in dem heiligen Sakrament, welche Ehrfurcht, Liebe, und Heiligkeit fordert sie von uns. Ewige Allbeth. l l.TH. B Und 6 Und dennoch muß ich mir deinem Diener Daniel seüfzen und bekennen, großer Gorr! der ou allen, so dich lieben, und deine Gesätze halten, Barmherzigkeit erweisest» wir haben gesündir get, wir haben Böses gethan» wir sind von dir, und von deiner Liebe abgewichen. Du bist heilig und gerecht, barmherzig, und bey dir ist die Versöhnungwir aber sind deiner Stimm nicht gefolget; deine Geheimnisse haben wir nicht geachtet; deine Gnaden vernachläßiget. Du bist selbsten gekomen» uns aus der Dienst- barkeit zu retten, du hast unsre sterbliche Natur angenommen, deine Gott-und Menschheit uns zum ewigen Heil in dem Geheimniß des Altars verborgen. So erhöre bann unser Gott das Gebeth deiner Diener; zeige dein liebreiches Angesicht über dein Heiligthum, über deine Kirche; Laß dich versöhnen , und nimm gnädig auf meine reuvolle Abbitt, wegen allen Sünden, und Entehrungen deiner gegenwärtigen Majestät. Verschone gütigster Heiland! wende von uns ab die verdiente Strafen, zieh unsre Herzen an dich, damit wir in der Völle des Glaubens, und der Andacht rufen: Angebethet, gelobt, und geliebet wer- * de ohne End, Jesus Christus der Sohn des Vaters, und der Heiland der Welt im heiligsten Sakrament! 7 Andacht der katholischen Kirche/ über die gnadenreiche Ankunft des Sohns Gottes in dem Fleische. sz>Z-—---jS I. Aus dem Propheten Jsaias. Der Herr wird euch ein Zeichen geben : sieh! eine Jungfrau wird empfangen, und gebühren einen Sohn, dessen Namen Emanuel, Gott mit uns, seyn wird. Isat. 7. ^obet den Herrn alle Völker; denn feine Barm- Herzigkeit ist über uns bestattet worden! Lobet den Herrn in den Himmeln, lobet ihn in der Höhe, lobet ihn alle Engel! Gebenedeyt sey der dreyemige Gott, der Gott Israels der zu Erlösung feines Volks, seine Barmherzigkeit angewendet hat. O ein herrliches Zeichen der allmächtigen Güte Jesus, Gott und Mensch! Maria eine Jungfrau und Mutter! Christus Emmanuel! Gott mit uns im Fleisch! Gott mit uns i« heiligsten Sakrament! Br Lob- 8 LL-KLL Lobgesang des Propheten Isaias. will dich loben o Herr! denn du wärest »x) über mich erzürnet : dein Grimm hat sich geändert; und du hast mich getröstet. Sieh! Gott mein Heiland, in Vertraulichkeit wird mich nicht fürchten :' den meine Stärke , und mein Lob ist der Herr, der mir zum Heil geworden ist. Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen, * aus den Brünnen des Heilands. An jenem Tag werdet ihr sagen, * lobet den Herrn, und rufet an seinen Namen. Machet bekannt bey den Völkern seine Erfindungen : * gedenket, daß sehr hoch sey sein Namen. Singet dem Herrn, denn er hat herrliche Dinge gemacht: * verkündiget dieß auf der ganzen Erden. Frohlocke, und lobe Gott du Wohnung Si- ons:" denn groß ist in deiner Mitte der Hei- , lige Israels. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Sieh! der Namen des Herrn, das Wort des Vaters, kommt von der Ferne, und sein Glanz erfüllet den Kreiß der Erden. Thauet herab ihr Himmel» und ihr Wolken regnet den Gerechten! Die LL-KLL 9 Die Erde eröffne sich, und bringe den Heiland hervor! Lasset uns bethen. Mecke auf, o Herr! deine Macht, und kom; ^ damit wir durch deinen Schutz von den vorstehenden Gefahren unsrer Sünden errettet ; und durch deine Erlösung selig gemacht werden- Eingefleischtes Wort, du wohnest in Mitte Sions, in dem heiligen Sakrament! und bis aus Ende der Zeiten wird es wahr seyn: Gott mit uns ! verleih gnädig, daß deine wunderbare Gegenwart uns zu mächtigem Schutz, zu trostvoller Erlösung von allem Uebel, und zum ewigen Heil gereiche; der du lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. Jeremias. Gott hat ein neues Wunder auf Erden erschaffen, eine Jungfrau wird einen Mann umgeben. Jerem. zi. In jener Zeit wird ich machen, daß David eiire pflanze der Gerechtigkeit hervorbringe. Jerem. zz. In jenen Eagen wird Iuda selig werden, und Jerusalem wird im vertrauen wohnen: und dieß ist der Nanien, den sie ihm geben wer- Vz den: 10 den: der Herr unser Gerechte. Je- rem. Lz. Zz. Geheimniß, welches den alten Zeiten, und ^ Geschlechtern verborgen, anjctzo den Gläubigen geoffenbart lst ! Großer Gott! du hast die Schätz der Herrlichkeit dieses Geheimnisses uns bekannt gemacht, welches Christus ist, dre Hoffnung des ewigen Lebens. Du hast uns dem Gewalt der Finsternissen entrissen, und uns in daS Reich deines geliebs testen Sohns übersetzet. Himmlischer Vater, wir sagen dir ewigen Dank; denn du hast uns theilhaftig gemacht ) des Glücks, und der Gnade der Heiligen, in dem Licht des Glaubens, an Jesum Christum: >, In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Nachlassung der Sünden. ^ Durch ihn und in ihm ist alles erschaffen im t Himmel und auf Erden : er ist Fleisch qeworr » den; und durch ihn wird alles versöhnet in , dem Blut seines Kreuzes. Christe Jesu! wahrer Gott und Mensch! der , du deine Gott und Menschheit, unter den Gestalten des Brods, für unsern Trost verr » birgst: welche Hoffnung solle dieses zweyfache s Geheimniß in unsern Herzen nicht erwecken, ' und ernähren? " Jesu du ewiger Sohn des Vaters, du Sohn . Mariä der Jungfrau! meine gänzliche Zuver- . stcht stehet gegen dir; meine Hoffnung wird . nicht ' n nicht wanken; weil du mein Gott und Erlöser bist. Lobgesang des Propheten Ierenrias. Störet das Wort des Herrn ihr Völker, * und verkündiget es in den entlegnen Inseln. Saget ihnen : er wird Israel versammeln," und wie ein Hirt seine Heerde beschützen. Denn der Herr hat Jakob erlöser, * und von dem Gewalt des Mächtigen erlediget. Sie werden kommen, und auf dem Berg Si- on den Herrn loben ; * und sich zu den Gütern des Herrn versammeln. Ihre Seel wird seyn wie ein blühender Garten : * und weiters keinen Hunger leiden. Alsdann wird die Jungfrau im Chor sich erfreuen; * ihre Tram wird ich in Freud verwandeln. Ich wird sie trösten; * und ihren Schmerz Mit Fröhlichkeit ersetzen. Die Seel der Priester wird ich mit innerlicher Salbung erfüllen: * und mein Volk Mit meinen Gütern bereichern- Ehr sey dem Vater rc. AIs er war im Anfang rc. Sieh! es wird kommen Gott und Mensch, aus dem Haus David, in dem Thron zu sitzen > Alleluja. )^. Thauet herab ihr Himmel, und ihr Wolken regnet den Gerechten! B 4 Die 12 LL-KLL Yc-. Die Erde eröffne sich , und bringe den Heiland hervor. Lasset uns bethen. Mecke auf, o Herr! unsre Herzen, die Weg deines eingebohrnen Sohns vorzubereiten: damit wir durch dessen Ankunft, mit gereinigten Gemüthern dir zu dienen tauglich werden. Herr Jesu Christe, der du in dem heil. Sakrament , mit Gott - und Menschheit, als in einem Gnadenthron sitzest, und als der wahre König deine Kirch regierest: ertheile uns deine Himmels-Gaben, die Süßigkeit deiner Tröstungen; damit deine Ankunft, und das hochheilige Sakrament uns zu dem ewigen Heil gereiche: Amen. Ezechiel. Ich wird über sie einen Hirten erwe- r cken, der sie weide, meinen Diener David: er wird in ihrer Mitte drr ^ Fürst seyn in ewigkeit. Ezech.Z4. und Z/. DQie der Prophet» also hat der Engel Ga- briel dein ewiges Reich vorgesagt, Jesu Christe! du bist der wahre König, dem der > Vater allen Gewalt gegeben hat im Himmel, und auf Erden. Wir iz Wir erkennen deine Herrlichkeit als des ein- gebohrnen Sohn Gottes» welche der Vater in deiner Menschwerdung dir mitgetheilet hat. Alle Anbethung, Treu» und Untertänigkeit ' erweisen wir dir» göttlicher Heiland! du bist voll der Gnad» und der Wahrheit; Erleuchte uns, in dem Licht des Glaubens» und hersche über unsre Herzen, durch die Kraft der Liebe. Lobgesang des Propheten Ezechiel. wird ihr Gott seyn: * und David mein o) Diener ihr Fürst in Ewigkeit. Einen Bund des Friedens werde ich mit ihnen schließen: * einen ewigen Bund werden sie haben. Meine Heiligung will ich geben * in ihrer Mitte in Ewigkeit. Meine Hütte wird unter ihnen seyn» * ich werde ihr Gott» und sie mein Volk seyn. ^ Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. i Ueber dem Thron David, und über sein Reich ;. wird er sitzen in Ewigkeit: Alleluja. Thauet herab ihr Himmel, und ihr Wol- ^ ken regnet den Gerechten! Die Erde eröffne sich , und bringe den ' Heiland hervor! . B 5 Las- 14 Lasset uns bethen. ir bitten dich, o Herr! ertheile unserm Ger ' beth ein gnädiges Gehör; und erleuchte mit der Gnad deiner Heimsuchung die Finster- nisten unsers Gemüths. O Jesu, du König der Herzen! welche du an - dich ziehest im heiligsten Sakrament, und durch die Liebe mit dir verbindest: du guter Hrrt, der du deine Schäflein ernährest mit deinem heiligsten Leib und Blut: regiere mein Herz dui ch deine allmögende Gnad nach deinem heiligsten Willen; und labe meine Schwachheit mir dem Brod des Lebens; der du lebst, und regierst in Ewigkeit; Amen. Daniel. Giebenzig Wochen sind abgekürzet über die heilige Stadt, daß die Uebertretung verzehret, dieSünd geendet, die Bosheit getilget, die ewige Gerechtigkeit eingeführet, die Prophezeihung erfüllet, und der Heilige der Heiligen gejalbet werde. Daniel. 9. ^viertausend Jahr schmachtete die Welt in ih- ^ rer Armseligkeit. Die göttliche Barmherzigkeit hat die Zeit abgekürzet; und du 0 göttliches Wort hast dich von deinem Thron erhoben , ben» und bist in dem Fleisch als der wahre Messias auf Erden erschienen. Welch unendlichen Dank sind wir dir schuldig» Christe Jesu! du vist angekommen» dem Unheil ein Ende zu machen; das Elend aufzuheben. Deine heiligste Gegenwart hat sich wider die Sünde gesitzet» für welche du das Versöhn- Opfer geworden bist; auf daß in der Welk nicht mehr die Sünde, sondern die Gerechtigkeit heiMe. Heilige uns, o Heiliger der Heiligen, in der Wahrheit! durch deine Gegenwart in dem Fleisch, und in dem heiligsten Sakrament! Stärke uns, du Gesalbter des Herrn, durch die Kraft deiner hohen Geheimnissen. Lohgejang aus dein Propheten Daniel. /Zrebenedeyt bist du o Herr, Gott unsrer Vä- ^ ter: ' gebenedeyt ist der heilige Name deiner Herrlichkeit. Gebenedeyt bist du in dem heiligen Tempel deiner Glory: * gebenedeyt auf dem Thron deines Reichs. Benedeyet den Herrn ihr Himmel: * lobet, und erhöhet ihn in Ewigkeit. Benedeye die Erde den Herrn: * sie lobe, und erhöhe ihn zu allen Zeiten. Er hat uns errettet von der Hölle: * und von dem Gewalt des Tods erlöset. Lobet 16 Lobet und preiset den Herrn: * denn seine Barmherzigkeit dauert in Ewigkeit. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Der Herr wird ankommen: gehet ihm entgegen , und saget: großer Anfang, und seines Reichs wird kein Ende seyn: Gott, der Starke , der Herrscher, der Fürst des Friedens: Alleluja. Thauet herab ihr Himmel, und ihr Wolken regnet den Gerechten! Yc-. Die Erde eröffne sich, und bringe den Heiland hervor. Lasset uns bethen. M)ecke auf» o Herr! deine Macht» und kom, springe uns bey mit großer Kraft, damit durch deiner Gnade Hilf, das gütige Nachsehen deiner Versöhnung bald darstelle, was unsre Sünden verweilen, und verhindern. Jesu Christe, du bist gekomen von dem Himmel, und bleibst bey uns im Heiligthum; laß uns die Wirkungen deiner Ankunft, und Gegenwart empfinden, damit wir nicht der Sünde dienen, sondern in wahrer Heiligkeit leben» durch deine Gnade; der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. II. . 17 n. Aus dem heiligen Evangelium. i. Der Engel Gabriel ward von Gott gesandt in die Stadt Nazareth, zu der Jungfrau Maria, aus dem Haus David. Luc. i. /Zrnadenvolle Bottschaft, welche der Engel ^ der reinsten Jungfrau gebracht hat! Da die Welt nicht daran dachte, verkündest du ihr, gütiger Gott, durch einen Engel das höchste Geheimniß der Erlösung» die unbegreifliche Gnade der Ankunft des Heilands! Alle haben gesündiget, und haben nöthig die Glory des Erlösers» den du qesetzet hast zur Versöhnung» durch den Glauben, in seinem Blut, zur Erklärung deiner Gerechtigkeit. Gebenedeyt sey Gott, und der Vater unsers Herrn Jesu Lhristi, der Vater der Barmherzigkeiten, und Gott alles Trostes; der uns getröstet hat in unsrer Armseligkeit. Der Engel des Herrn hat der Jungfrau verkündet: Y-?. Und sie empfieng von dem heiligen Geist. > Ge- ,8 Gebeth. Weisheit, welche du aus dem Mund des ^ Allerhöchsten ausgegangen, von Ende zu Ende hinreichest, und alles stark und süß anr ordnest: komm uns zu lehren den Weg der Klugheit. 2 . Der eingetretene Engel sagte zu ihr: sey gegrnjstt du voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebe- nedeyt unter den Weibern. Luc. i. /göttlicher Sohn ! du hast die reinste Jung, ^ frau zu deiner Mutter auserkiesen! welche Erniednqunq für den ewigen Sohn Gottes! welche Gnade für eine zarte Jungfrau! welcher Glanz, und Werth der jungfräulichen Reinigkeit ! O Maria, gebenedeyte Jungfrau ! auser- wählte göttliche Mutter! du allein hast in göttlichem Licht, das Geheimniß der Einfleischung des 'Sohns Gottes, die erste mit Erstaunung bewundert. Dir allein, als voll der Gnaden, hat Gott diesen Vorzug bereitet. Ein Gott, und ein Mittler Gottes und des Menschen, der Mensch Christus Jesus ; der sich selbsten für Alle zur Erlösung gegeben hat. -9 Der Engel des Herrn hat der Jungfrau verkündet. h. Und sie empfieng von dem heiligen Geist. Gebeth. Adonai, und Führer des Hauses Israel, der du in dem Feyer der Flammen des Dornbusches dem Moyses erschienen, und ihm das Gesatz auf dem Berg Sina gegeben hast, komm Uns zu erlösen, mit ausgestrecktem Arm. Z. Fürchte dich nicht Maria ; den»; du hast bey Gott Gnad gefunden. Luc. i. Hfdam hat durch die Sünde die Gnad und Gerechtigkeit, für sich und alle Menschen , verloren: du o gebenedeyte Jungfrau hast sie für uns gefunden, durch deinen Sohn Jesum, unsern Erlöser. Unendliche Gnad! welche offenbar geworden, durch die Erleuchtung unsers Heilands Jesu Christi, so den Tod zernichtet, das Leben aber erkläret hat. Es ist erschienen die Gnade Gottes unsers Heilands allen Menschen, und wir erwarten die selige Hoffnung , und Ankunft der Herrlichkeit unsers großen Gottes, und Heilands Jesu Christi. so Der Engel des Herrn hat der Jung« frau verkündet: Und sie empfieng von dem heiligen Geist. Gebeth. Wurzel Jesse, der du den Völkern zum Zei- ^ chen bist, über welchen die König ihren Mund schließen, und die Völker anrufen wer« den ; komm uns zu erlösen » verweile nicht mehr. 4 . Sieh ! du wirst in deinem Leib empfangen, und einen Sohn gebühren, dessen Name du Jesus nennen sollest. Luc. i. Ewiges Wort des Vaters, wahrer Gott, und eine Wesenheit mit dem Vater! so hast du dich herabgelassen, da du die Gestalt eines Dieners angenommen hast, und den Menschen gleich geworden bist! Also hat Gott seinen Eingebohrnen in die Welt eingeführet! alle Engel, und alle Menschen sollen ihn anbethen! O Jesu im heiligsten Sakrament, von dem heiligen Geist empfangen, aus Maria der Jungfrau gebohren, von dir sechsten in dem heiligen Sakrament verborgen! Dein heiligster Name zeiget, daß du unser einzige Erlöser seyst! ich bethe dich an in tie- fester 2i fester Demuth ; in lebendigem Glauben; hoffend auf deine Erlösung ; in zärtlichster Liebe! o Jesu, du Sohn Gottes, und der remen Jungfrau Marra! Im Namen Jesu sollen sich alle Rnie biegen im Himmel, auf Erden, und unter der Erden! und alle Zungen sollen bekennen, daß der Herr Jesus Christus sey in der Herrlichkeit des Gott Vaters. Der Engel des Herrn hat der Jungfrau verkündet: Und sie empfieng von dem heiligen Geist. Gebeth. Schlüßel Davids, und Scepter des Haus ^ ses Israels; der du öffnest» und niemand schließet; schließest»und niemand öffnet: komm, und führe den Gebundnen aus dem Kerker, der in Finsternissen, und in dem Schatten deS Tods sitzet. 5 » . Er wird groß seyn, und der Sohn des Allerhöchsten genennet werden: der Herr Gott wird ihm den Thron Davids seines Vaters geben, und Ewige Anbeth. t l. Th. K er 22 er wird in dem Haus Jakoh ewig regieren ; und seines Reichs wird kein Ende seyn. Luc. i. t^esu du Sohn Gottes ! du bist groß in dei- ner göttlichen Majestät ; groß in deiner göttlichen, und wunderwirkenden Menschheit! in deinem hochheiligen Geheimniß des Altars! in tiefester Ehrfurcht erkenne ich deine Hoch- heit, und bethe dich an, als meinen König, der du die ganze Welt beherrschest! Deine heilige Kirche ist dein Reich; und dein Thron ist das heiligste Sakrament! führe dei-. nen Scepter, uns zu beschützen: ertheile uns deine Gnaden-Huld, damit wir dich lieben: es glänze über uns deine herrliche Krön, damit wir dich fürchten. Lasset uns mit vertrauen zum Thron der Gnade Hit,zugehen, damit wir Barmherzigkeit erlangen, und in bequemer Hilfdie Gnade finden. Der Engel des Herrn hat der Jungfrau verkündet: Yc. Und sie empfieng von dem heiligen Geist. Gebeth. Aufgang, und Glanz des ewigen Lichts» ^ und die Sonn der Gerechtigkeit, komm » und »r und erleuchte die, so in den Finsternissen, und im Schatten des Tods sitzen! 6 . Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Rraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum was heilig aus dir gebohren, wird der Sohn Gottes genennet werden. Luc. i. Unbegreifliches Geheimniß, das alle Kraft ^ der Natur übersteigt! glorreiche Jungfrau, deine See!, und deinen jungfräulichen Leib hat der heilige Gerst vorbereitet» damit du eine würdige Wohnung des Sohns Gottes wurdest ; ach ! daß ich deiner Gnaden theilhaftig werde! O Jesu ! alles ist heilig an dir : heilig in deiner Gottheit! heilig in deiner Menschheit! heilig in deinem Sakrament! heilige mich durch die Kraft deines heiligen Sakraments. Heilig, heilig, heilig ist der Herr allmächtige Gott, der war, und der ist, und der kommen wird! Der Engel des Herrn hat der Jungfrau verkündet Und sie empfieng von dem heiligen Geist. «4 Gebeth. König der Völker, und ihre Begierb, und der Eggstein! der du Beyde eines machest: komm, unv erlöse den Menschen, den du auf Erden gestaltet hast. 7 . - Sieh ! ich bin ein Dienerinn des Herrn: es geschehe mir nach deinem Wort. Luc. i. ' /Aebenedeyte Jungfrau! du hast eingewilliget ^ in die Empfänaniß des Worts des Vaters! du willst eine Mutter Gottes werden» und eine Jungfrau verbleiben ; von dem dich dee Engel versichert hat. O Maria ! welchen Dank sind wir dir schuldig ! durch deine Einwilligung bist du der armseligen Welt zu Hilfe gekommen. Jesus Christus ist uns geworden die - weisheit von Gott, die Gerechtig- ' keit, die Heiligmachung, und die Erlösung. Der Engel drs Herrn hat der Jungfrau verkündet: . r-. Und sie empfieng von dem heiligen Geist. Gebeth. Emmanuel, unser König und Gesäßge- »5 herdie Erwartung der Völker, und Erlöser! komm uns selig zu machen, unser Herr und Gott, Amen. Beschluß. Herr Jesu Christe, dessen Menschwerdung ^ wir durch des Engels Verkündigung erkennet haben, gieß deine Gnade in mein Herz, welche du mit dir auf die Erde gebracht hast. Du hast die reimste Jungfrau für deine wunderbarliche Mutter auserkiesen: ertheile mir deine Liebe, damit ich ohne Sünde und Mackel leben, die Würkungen deines heiligsten Sakraments, und die Früchte deiner Menschwerdung immer in mir empfinden möge, Amen. Angebethet sey ohne End das heiligste Altars-Sakrament, A. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigm ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen. LZ Zwey- Zweyte «Ztund. Von der Geburt unsers Herrn Jesu Christi. ^err eröffne meine Lefzen, ^ So wird mein Munv dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: ' Als er war im Anfang, jetzt, und allweq, Und zu ewigen Zelten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erheblmg. )k sey Gott in der Höhe; Fried, Trost, und Freüd den Menschen auf Erden.' welche der Engel angekündet hat, da der Welt- Heiland gebohren worden. In einem elenden Stall hast du gebenedey- te Jungfrau uns den Erlöser gebohren: ein kleines Kind, aber großen Gott; einen sterb, lichen Menschen, aber zugleich den ewigen Sohn Gottes. O LLä« 27 O unendliche Barmherzigkeit! 0 Gnad, und Liebe» der höchste Gott hat zum Heil der Menschen» aus einer Jungfrau» als ein Kind, in die Welt einzugehen sich gewürviget! Der wahre Gott» von dem Vater gebohren, ist vom Himmel herabgestiegen» und damit er uns sichtbarlich wurde» hat er das menschliche Fleisch angenommen» aus der remesten Jungfrau , und ist auf Erden gekommen als Gott und Mensch» das Licht und das Leben, der Schöpfer der Welt. In lebendigem Glauben erkenne ich»0 mein Jesu dich in der Gottheit dem Vater gleich» in der Menschheit mit unsern Armseligkeiten umgeben ! Wie kleiner du dich gemacht hast in der Demuth , desto größer erzeigest du dich in der Güte. Du Kömg der Himmel! du hast dich ge- würdiget, aus einer Jungfrau gebohren zu werden, damit du den Verlornen Menschen zu dem himmlischen Reich zurück bringen möchtest : dadurch ist das ewige Heil dem menschlichen Geschlecht erschienen. O großes Geheimniß » und wunderbarliches Sakrament! 0 Jesu! du herrschest als Gott im Himmel, und liegst als ein Kind in der Krippe! Ich bethe dich an in deiner Armuth» in deiner Demuth, und Erniedrigung, mi t unsterblichem Dank» mein Gott und Heiland! O süßer Trost! 0 Gnad und Ltebsgewalt! C 4 al- 28 also hast du Allerhöchster allen zu Theil werden wollen! deine Liebe und Barmherzigkeit gegen den Menschen hat es gethan. Du hast die Gnad mit einer neuen verdoppelt, da du in dem heiligsten Sakrament uns deine Gegenwart geschenket hast. Denn du sakramentalischer-Jesu, bist eben derjenige Sohn Gottes, den uns Maria ge- bohren, und in die Krippe gelegt, den die Hirten mit Augen gesehen, und verehret, die drey Weisen angebethet, und mit reichen Opfern beschenket haben! Dir sey ewiges Lob, Ehr, Liebe und Danksagung von allen Engeln und Menschen, und eine immerwährende Anbethung! Unbethung. Afnbethungs - würdiger Heiland aller Men- schen, eingebohrner Sohn des ewigen Vaters, liebreichester Sohn der reinesten Jungfrau und heiligsten Mutter, ich werfe mich zur Erde vor deinem heiligen Altar. Ich glaube und bekenne, daß du ohne den Himmel zu verlassen, wo du zur Rechtendes Vaters auf dem Thron der Herrlichkeit sitzest» hast wollen auf die Erde Herabsteigen, allda den Thron der Liebe zu errichten, und bis zu Ende der Zeiten unter den Menschen zu wohnen, sie mit deinen Gnaden zu erfüllen. Deine gnadenreiche Geburt» durch den Willen des Vaters, mit Mitwirkung des heiligen Geists, bat uns deine Gegenwart geschenket: Um Unter den schwachen Gestalten, die meine» Äugen nur Brod vorstellen, verbirgst du deinen heiligen Leib, den du aus Maria angenommen hast, der für mein Heil an das Kreuz geheftet worden, der durch die Auferstehung über den Tod gesieget hat, und nun m den Himmeln mit Herrlichkeit umgeben glänzest. Deine heiligste Seele, das vornehmste Werk Der Allmacht, das Heiligthum der Gnad, der' Schatz der Weisheit, und Heiligkeit Gottes, beseelet deinen Leib im heiligsten Sakrament. Die göttliche Natur, welche dir mit dem Vater, und dem heiligen Geist gemein ist, ist da mit deinem Leib und Seele vereiniget, und macht dich würdig aller Anbethung. Deine göttliche Person, in welcher deine göttliche, und menschliche Natur unabsönder- lich vereiniget bestehen, ist gleichfalls gegenwärtig in dem anbethungs - würdigsten Sakrament. Ich bin überzeuget durch deine deutliche Wort: Das ist mein Leib, von deiner wahren Gegenwart, von den Wundern deiner All- Mwcht und Güte. Welche Ehrerbietigkeit, welche Ehrfurcht, und Anbethung fordert von mir die Gegenwart deiner höchsten Majestät! welche Erkenntlichkeit, welche Liebe, und Andacht bin ich deiner Gütigkelt schuldig? Allmächtiger Gott! Herr alles Erschaffenen! mein liebster Heiland! ich bethe dich an aus der Tiefe meiner Nichtigkeit, mit dem ganzen C 5 Um- z» Umfang meiner Seele» mit allem Eifer meines Herzens» das dich liebet. Ich übergebe» und heilige dir» aus Pflicht meiner Unterwtrfiqkeit, mem ganzes Wesen» dir als memem Gott! Meine Seele mit allen ihren Kräften, mein Leib mit allen Sinnen» sind dein wahres Eigenthum : herrsche über mich, nach deinem Gefallen ; du bist der Herr. Ich rufe zu deinem Thron» mit den Sera- l phinen: Heilig, heilig» heilig ist der allmächtige Gott» der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Lhristus ist gebohren: der Heiland ist erschienen : auf Erden singen die Engel; es erfreuen sich die Erzen- ! gel: die Gerechte frolocken: Ehr sey Gott in der Höhe! Aus dem 97. Psalm. ? finget dem Herrn ein neues Gesang: * denn ' ^ er hat Wunder gethan. Seine Rechte hat uns selig gemacht: * und fein Arm hat feine Allmacht gezeiget. Der Herr hat seinen Heiland bekannt gemacht : * in dem Angesicht der Völker hat er seine Gerechtigkeit geoffenbaret. Er zr Er hat sick seiner Barmherzigkeit erinnert,* und seiner Wahrheit dem Haus Israel. Alle Gränzen der Erden, * haben das Heil unsers Gottes gesehen. Singet mit Freuden vor dem König unserm Herrn: * das Meer und seine Volle soll sich bewegen, der Erdkreiß, und die in ihm wohnen. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. . Weumüthige Ubbitt. Aiebreichester Jesu! die Engel haben in deis ^ ner Geburt mit Frolocken und Singen dein Lob verkündet; die Hirten deine Gegenwart mtt Verwunderung und Ehrfurcht geehret; die drey Weisen Mit kostvarem Opfer dich kniefällig anqebethet. Du hast aber vorgesehen den Undank der Juden » die Verfolgung des Herodes, die Unbilden und Beschimpfungen deiner göttlichen Person , bis zum schmählichen Kreuztod. Und dennoch hast du dich gewürdiget, unsre Schwachheiten in der Geburt anzunehmen » und deine Hoheit so großen Entehrungen auszusetzen. O Uebermaaß der Liebe! mit welcher auch du bis ans Ende uns geliebt hast da du dein heiligstes Sakrament hast einsetzen, und in selbigem bey uns bleiben wollen! Was A2 Was soll ich mehr verwundern, die Größe deiner Liebe, die du uns da erzeigest, oder die Unempfindlichkeit der Menschen, solche zu end gelten? Deine Liebe steiget bis zum Wunder; und wie weit geht unser Undank? Viele Unglam bige erkennen dich nicht in diesem Geheimniß : viele Irrgläubigen lästern es. Ach! viele Gottlose entheiligen deinen heili- gen Leib, und treten ihn mit Füssen, den du für ihr ewiges Heil angenommen hast. Wie viele Sünder durch unwürdige Genie- ßung kreuzigen dich» da du ihnen ein göttliches Leben mitzutheilen verlangest? O Liebe! also wirst du aushandelt! soll dieß nicht mein Herz durchdringen, mit innerstem Schmerz? Schließet euch meine Augen, damit ihr nicht sehet jene Unehrenbietigkeiten, jene unnütze und sündhafte Unterhaltungen in dem Heiligthum; welche dich mein Jesu beleidigen! . Es schmerzet mich inniglich, mein Gott deine Verachtung in dem höchsten Geheimniß der Liebe! ach könnte ich selbe genugsam beweinen! In tiefester Demuth, zu einem geringen Ersatz, werfe ich mich zu deinen heiligen Füssen, und bitte um Barmherzigkeit, um Gnade, und um Versöhnung. O Jesu ! du bist unendlich gütig, geduldig» barmherzig, und viel barmherzig! nimm mich auf als ein zerknirschtes, und demüthiges O- pfer , das Opfer einer verächtlichen Creatur, die zz ;e die sich zu deinen Füssen leget, dich zu ehren , ie anzubethen, zärtiglich zu lieben, und alle Unkt bilden abzubitten. Ach ! ich preise deine Wunder, deine Schä- d tze der Weisheit, und Güte, welche du in dem u heiligsten Sakrament immer wirkest. : Ich lobe das heiligste Geheimniß deiner Allmacht, und Liebe, mit unsterblicher Danksa- i- gung» mit wahrer Begierde: u Angebethet sey ohne End» ^ Das heiligste Altars - Sakrament! ß i. " Andacht » der katholischen Kirche, ; über die Geburt Christi: ^ ----Lo» ; mit den heiligen Engeln, der göttli- - chen Mutter, und den froni- , men Hirten. ' r. Aer König des Friedens ist in seiner Er- , niedrigung verherrlichet worden: dessen 1 Angesicht alle Erde verlangte»ist in der Menschs - heit, als der Heiland der Welt, erschienen. , Er ist gebohren aus Maria der Jungfrau, nicht Z4 nicht wegen unsern Werken der Gerechtigkeit, sondern aus seiner unendlichen Barmherzigkeit! Himmel, und Erde, das Meer und alles was darinn istssrolocket, und lobet vlch allmächtiger ewiger Gott, der du in Gestalt eines kleinen Kinds» auf diese Welt gekommen bist! Ehre sey Gott in der Höhe, und Friede auf Erde den Menschen. Göttliches Wort du hast durch die Engel deine gnadenreiche Geburt verkündigen lassen? v große Freud, o unschätzbares Heil, das allem Volke widerfahren ist! Der Heiland ist uns gebohren, er ist in Windeln gewickelt, in eine Krippe gelegt worden. Wir loben dich o Gott! mit den himmlischen Heerschaaren» und benedeyen dich in Ewigkeit. Du hast deinem Volke die Erlösung gesendet ; es ist uns das Licht in den Finsternissen aufgegangen. Wahrlich bey dir, o Herr ist ' Barmherzigkeit! Von Sonne Aufgang bis ans Ende der Erden lasset uns loben Christum den Fürsten des Friedens, den Sohn der Jungfrau. Der Schöpfer der Welt hat einen knechtli- chen Leib angenommen, damit er seine Geschöpfe erlösete. Ehre sey dir o Herr» der du aus einer Jungfrau gebohren bist, samt dem Vater, und dem Heiligen Geist, zu ewigen Zeiten, Amen. , Z5 2 .0 unbegreifliches Geheimniß! das du unS zu lieb, gütigster Gott! gewürket» und geof- fenbaret hast. Im Anfang war das Wort, und Gott war das Wort. Das Wort ist Fleisch geworden / und hat in uns gewöhnet. Auch in der Krippe haben wir o Jesu! deine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des Etngebohrnen vom Vater, voller Gnad und Wahrheit. Da Maria deine jungfräuliche Mutter, von dem heiligen Geist überschattet, dich in dem Stall zn Bethlehem gebohren; die Hirten gesehen , und ihre Erzählung vernommen; behielt sie alle diese Worte, und erwog sie in ihrem Herzen. Niemand kann begreifen die hohe Gesinnungen deiner übergebenedeyten Mutter in Betrachtung ihres göttlichen Sohns. Ich folge ihr nach, und mit der katholischen Kirch In tiefer Ehrerbietung bethe ich dich an, o göttliches Kind; du bist mein großer Gott und mein Herr, der Himmel und Erde regieret, auch da in der Krippe liegst! Q großes Geheimniß/ und wunderbares Sakrament/ daß die Thiere dich den Herrn gebohren sahen/ liegend in der Krippe. Ein Ein kleiner Sohn ist uns gebohren, und er wird der starke Gott genennt! O zarte Liebe, welche das Herz der göttlichen Mutter entzündet, da sie dich vor ihr liegend gesehen! O holdseliger Jesu, der schönste unter den Menschenkindern, in dessen Lefzen die Gnade «usgegossen ist! ich schenke dir mein Herz, und liebe dich inniglich; denn du bist mein Gott, und mein Heiland. Meine Seele macht dich groß, und mein Geist frolocket in dir, meinem Heil und Trost! wie gütig hast du unsre Armseligkeit angesehen, da du für uns in sterblicher Natur gebohren worden ; o großes Werk der Barmherzigkeit! o wie heilig ist dein Name! o Jesu dir sey unendlicher Dank! Maria wickelte dich in Windeln, und legte dich in eine Krippe. Die Allmacht wird gebunden, und der im Himmel herrschet, wird aus das Heu, und in die Krippe gelegt. Welche Erniedrigung für dich o großer Gott! in der Demuth hast du dein Leben angefangen in der Krippe: in Verachtung und Schmach hast du es geendet an dem Kreuz! ach das deine » i- e- n e d » rr o r >s >n i) i- Z7 ne eigentliche Tugend, die Demuth o Jesu allzeit m mir wohne! Ich rühme mich in meinen Schwachheiten, und erkenne meine Nichtigkeit, da ich Staub und Asche, und ein Sünder bin , den in den Himmel zu erheben, du auf die Erde gekommen brst. z. O allweise Fürsicht Gottes! Jesu du hast zu deiner Erkenntniß zu erst einfältige Hirten berufen. Der Engel und die himmlische Heers schaaren weckten sie auf, dich zu suchen. Sie gehen bis gen Bethlehem, und kommen eilends, sie finden Mariam, und Joseph, und das Kind irr der Krippe liegen. O Uebermaaß der Freude, so die Hirten überfallen, da sie dich den Heiland der Welt angesehen ! da sie die Zeichen der englischen Verkündigung in einem Stall gefunden. Welche Freude auch für mich, da ich durch den Glauben erkenne, was ich mit Augen nicht sehe! Jesu ! du bist mir gebohren als der Erlöser! der ich ohne deine Geburt keine Hoffnung des Heils hatte. Jesu! du bist die Freude der ganzen Welt! benedeye meine Seele den Herrn, und vergiß niemal seine Erbärmnissen. Ich glaube festrglich, daß du der wahre Heiland seyst, der auf Erden erschienen ist. Dieß Ewige Airbech. l t Th. D gvo- Z8 ^ große Geheimniß deiner Geburt, gründet mev : ne unbewegliche Hoffnung: und deine liebreiche Gegenwart bewegt mein Her; zur härtesten Liebe» mit der ich dir mein Bestes, mein Herz opfere. Lasset uns bethen. g^erleih allmächtiger Gott, daß uns die neue ^ und wunderbarliche Geburt deines Emges bohrnen im Fleisch von der Armseligkeit erledige » die wir unter der alten Dienstbarkett der Sünde schmachten ; mache durch die Gnad Je- > su Christi, daß wir zu einem neuen Leben der Gottseligkeit wieder gebohren werden! Amen. II. M «dacht, zum neugebohrnen Heiland im heiligsten Sakrament. I. In dem Namen Jesu sollen sich alle Knie biegen l und alle Zungen sollen bekennen, daß der Herr Jesus Christus in der Glory des Vaters sey! HUie geheimnißvoll deine zeitliche Geburt ist, so wunderdarlich erkenne ich in dem Glauben, ,9 ben, deine Gegenwart, o Jesu Christe! in dem heiligsten Sakrament auf dem Altar. Eine Jungfrau hat dich gebohren, durch die Kraft deiner Allmacht» und deine Gottheit blieb verborgen in der Gestalt der Menschheit. Deme göttliche Wort aus dem Mund des Priesters, verwandeln das Brod» und den Wem in deinen heiligsten Leib» und in dein Blut : du bist wahrlich gegenwärtig, unter den Gestalten verborgen, eben derjenige, den Maria gebohren, und m die Krippe gelegt hat. O Wunder der Weisheit und der Allmacht Gottes ! o Jesu du erscheinest klein in der Ger stall eines KmdS; aber noch kleiner unter den Gestalten des heiligen Sakraments! doch wenn hast du deine Größe mehr bewiesen, als in diesen Geheimnissen? , Verborgener Gott! ich biege meine Knie in deinem heiligsten Namen, vor dem heiligsten Sakrament, und bethe dich av mit lebendigem Glauben: denn du bist hier, der du zugleich in der Herrlichkeit des Vaters bist. Ich liege auf den Knien vor deinem Gna- denthron, voll der Verwunderung, mit ewigem Lob: Angebethet sey ohne End Das heiligste Altars - Sakrament! u. Im Namen Jesu sollen sich alte Knie biegen, und alle Zungen be- D 2 ken- 4 <> kennen, daß der Hen Jesus Christus in der Glory des Vaters sey. Du hast dich unendlich herabgelassen» du Sohn des lebendigen Gottes! du hast dich veroemüthiget» bis zum Stall» bis zur Krip- pe, bis zur äußersten Armuth. Und wie unbegreiflich ist deine Erniedrigung in dem heiligsten Sakrament! du willst ein immerwährendes Opfer seyn für die Sünden der Welt» den Vater unendlich zu ehren» und den Menschen mit ihm durch deinen gehetmmßvok- len sittlichen Tod zu versöhnen. Du lägest in dev Krippe» zu dem blutigen Opfer des Kreuzes schon bereitet : nun liegst du auf dem Altar» das Kreuz-Opfer erneue- rend; die herrschende Hoheit des Vaters zu erkennen» und uns die Huld und Gnaden seiner Majestät zu erwerben. O süßer Trost für uns Armselige! o gründliche Hoffnung der Versöhnung für den Sünder ! o Jesu! ich biege meine Knie» in tiefer Anbethung, mit unbeweglichem Vertrauen auf die Kraft deiner Versöhnung» auf den Werth deines Bluts, das für uns um Barmherzigkeit rufet. m Im Namen Jesu sollen sich alle Knie biegen, und alle Zungen be- ken- 41 kenne»/ daß der Hen Jesus Christus in der Glory des Vaters sey. Holdseliger Jesu! göttliches Kind, aufdem Arm deiner jungfräulichen Mutter, deine Gottheit» und liebvslle Heiligkeit reihet ihr Herz zur zärtlichsten Liebe. . Kann ich dich , mein Gott und Erlöser, in , dem heiligsten Sakrament betrachten, geqen- ^ wärrig anbethen, und nicht zu wahrer Liebe ^ bewegt werden? , Du schenkest uns deine wunderbarliche Gegenwart, zum ewigen Trost, Heil, und Nutzen, deine göttliche Schönheit, deine in einer i kleinen Hostra uneingeschränkte Gütigkeit, er- t wecken in mir die eifrige Liebe» welche immer " zu dir seufzet: ^ O Jesu! mein Gott und Heiland, mein Ge- liebter, und einzige Trost im heiligsten Geheimniß ! ich liebe dich aus ganzem Herzen; du bist >- hier verborgen, wann wird ich dich klar sehen» ,< damit ich dich noch mehr, und ewig liebe? :r Ehr sey Gott m der Höhe! und dir o In if su auf Erden alle Glory, und die tiefeste An- h bethung ohne End im heiligsten Sakrament! ^ Beschluß. ^ Göttliche Mutter! wer kann sich vorstellen e- ^ deine Verwunderung, Andacht, und Lie- Dz be 4 » Se in der Geburt deines göttlichen Sohns Jesu Christi. Du hast zu Herzen genommen, und wohl behalten, was du von den Hirten gehört» und gesehen hast, niemal hast du diese Geheimnisse in Vergessenheit gesetzet. Die fromme Hirten giengen zurück, und lobten den Herrn in allem» was sie nach dem Wort des Engels erfahren hakten. Da ich nun auf eine Zeit von deiner Gegenwart, o mein Jesu» Mich entferne» wie kann ich dich, deine Liebe» vergessen ? ich schenke, und opfere dir mein Herz» dich ewig zu lieben, und dein ganz eigen zu seyn, bis ich dich, mein Heiland! im Himmel sehen, und anberhen werde, Amen. Angebethet sey ohne End das heiligste Altars-Sakrament, A-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, tzc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen. Drit- 4? Tritte Mund. Von der Beschlleidutlg unsers Heilands Jesu Lhristi. ^err eröffne meine Lefzen, So wrrd mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang» jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. t^n dem Nameu Jesu sollen sich alle Knie bie- gen, derer so im Himmel, auf Erden, und unter der Erde find; Alle Zungen sollen bekennen, daß unser Hsrr Jesus Christus in der Herrlichkeit des göttlichen Vaters ist. Er ist der hohe Priester, heilig» unschuldig, D4 von 44 von aller Sünde entfernet, und über alle Himmel erhöhet; obwohlen er von dem Abraham abstammend, aus der Zunft Juda, aus dem königlichen Geschlecht David »Hrs menschliche Fleisch angenommen hat. Nur die Natur» nicht aber d«e Erbsünde, hat er von den Menschen empfangen ; ein Erb der väterlichen Gütern, und oie relneste Frucht der allzeit reinen Jungfrau» ohne Mackel. Und dennoch o göttliches Wort» die Heiligkeit sechsten, hast du in dem Fleisch dich dem Gesatz unterworfen» welches für die sündige Söhne Abrahams gemacht w^Lden. Der achte Tag nach der Geburt hat dieses Wunder der Erniedrigung und Demuth gesehen; da der Sohn Gottes, als ein Sünder, und Erb des Adams hat wollen angesehen werden. Jesu du hast dich verdemüthiget, und gleich im Anfang deines Lebens bist du gehorsam worden , das Zeichen eines Sünders in der Be- schneidung anzunehmen; der du kommen bist, alle Sünde zu tilgen, unlr alle Sünder zu erlösen. Darum hat dich der Vater erhöhet, und dir den Namen Jesus gegeben, welcher über alle Namen ist. Heilig und schreckbar ist dein Name, als ein Name des Erlösers von den Sünden, trost- voll für die Merfschen ; als ein Name des göttlichen Sohns erschrecklich den höllischen Geistern. An dem Kreuz bist du unter dem Schein ei- ^ nes 45 nes Sünders, ein blutiges Opfer für die Sünder qeworoen: In dem heiligen Sakrament bist du immer das wunderbare unblutige Schlachtopfer für die fündige Welt; das Blut, das du in der Beschnerdung, und an dem Kreuz vergossen hast, ist m diesem Altars Geheimniß immer das Mittel der Versöhnung, und der hohe Wertn unster Erlösung. Göttlichst Lamm! das du hinnimmst die Sund der, Wett, dir sey alle Ehr, und Dank in Ewigkeit. Mnbethüng. Aas alte Besatz hatte nur den Schatten der ^ zukünftigen Gütern; und dessen Opfer, durch welche die Sünden nicht nachgelassen wurden. waren eine Vorbedeutung jenes heiligen Opfers, welches du o Iesu wahrer Gott, und wahrer Mensch, in deinem Le»b dem Vater entrichtet hast, die viele Sünden der Welt zu erschöpfen. Du hast dieses blutige Opfer angefangen in deiner Beschneidung ; darum hat dir der Vater einen sterblichen Leib gegeben, darin» zu leiden und zu sterben. In deiner Geburt, da du in die Welt eingetreten, sagtest du: sieh, ich komme, im Anfang des Buchs ist von mir geschrieben, daß ich» o Gott, deinen Willen erfülle. D 5 In 46 In diesem Willen sind wir ßeheiliget worden durch das blutige Opfer deines Leibs. O unendlichwürdige Anbethung, welche du in deiner Menschheit dem ewigen Vater, in deiner Geburt, und in deiner Beschneidung erwiesen hast. Den Anfang des Jahrs heiligest du mit deinem Blut, mit deiner Anbethung, mit deinem Opfer, da du dich dem Willen des Vaters gänzlich ergiebft. Herr Jesu Christe, du bist zugleich Mensch und wahrer Gott; dem ich die Huldigung und tiefe Anbethung schuldig bin. Nicht allein den Anfang meiner Tagen, sondern mein ganzes Leben soll ich dir wldmen und heiligen; du hast es mir gegeben» dich zu erkennen als das höchste Wesen; dich anzubethen als meinen Gott; dich zu lieben als das unendliche Gut; deinen Willen zu erfüllen als meines einzigen Herrns. O anbethungswürdige Majestät meines Gottes! verborgener Gott im heiligsten Sakrament , vor dem zu erscheinen sich unwürdig schätzet alles, was im Himmel und auf Erden groß seyn mag; was kann ich thun in deiner Gegenwart, als schweigen» und dich ehren m tiefester Zernichtung meiner Seele? Ich bethe dich an, heiliger Gott, und entrichte meine schuldigste Huldigung deiner höchsten Herrlichkeit, vor der sich alle Knie biegen; in dero Vergleich alle Macht nur Schwachheit, alles Licht nur Finsterniß ist. Dir Dir allem , großer Gott, König aller Zeiten, unsterblicher alleiniger Gott, dir allein gebüh« ret alle Ehr und Glory, denn du bist allem heilig, allein der Herr» allein der.Allerhöchste, Jesu Christe, mit dem Vater, in Einigkeit des heiligen Geists, Amen. Sein Nam war Jesus genannt; und kein anderer Nani unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, m dem wir sollen selig werden. Aus dem zz. Psalm. will den Herrn benedeyen zu allen Zek- -x) ten: * sein Lob soll inuner in meinem Munde seyn. Meine Seele soll den Herrn loben: * die Fromme sollen hören, und sich erfreuen. Machet mit mir groß den Herrn: * lasset uns feinen Nam gemeinsam erhöhen. Ich habe den Herrn gesucht, und er hat mich erhöret: ' und aus allen Drangsalen hat er mich errettet. Nähert euch zu ihm, er wird euch erleuchten : * eure Angesichter werden nicht verschmähet werden. .Fühlet, und sehet, daß der Herr mild und süß sey: * selig ist der Mensch, der auf ih» hoffet. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Reu- 48 Meumüthige Ubbitt. !^ie viele Jahr sind verflossen von der Zeit, ^ da du o Jesu! als der wahre Messias, auf diese Welt gekommen» das Werk der Erlösung mit Vergießung deines Bluts angefangen, und vollendet hast! Welche Gnaden hast du uns erwiesen in deinem Leben, in deinem Leiden, nach deinem Tod, durch deine so lange Gegenwart im heiligsten Sakrament! Aber welchen Undank hat gegen dich ausgeübet die böse Welt, durch so unzählige, grobe Sünden , mit welchen sie deine Liebe beleidiget, deine Hohheit aushandelt hat ! Wir haben gesündiget in deiner Gegenwart» wohl wissend, daß die Sund dir misfalle; wir haben deine Gnaden misbrauchet, die du uns immer ertheilet hast. Ach mein Gott, mein bester und geduldiger Vater, nimm gnädig auf meine reumüthkge Abbitt,mit welcher ich um Verzeihung, Gnad, und Barmherzigkeit, deine Gütigkett anflehe. Besänftige demen gerechten Zorn, verzeih, und strafe uns nicht, nach der Schärfe deiner Gerechtigkeit. Jesu! du hast dich im heiligsten Sakrament immer einen Heiland, durch deine immerwährende Gegenwart, durch deine Gnaden, durch deine unüberwindliche Geduld, und Liebe erzeiget: ich bereue, und verabscheue die undankbare Bosheit der Ungläubigen, der hartnäki- gen 49 gen Irrgläubigen, der bösen Christen, mit welcher sie dich in diesem Lrebs-Geheimniß schor» so viele hundert Jahr entehret, und beschimpfet haben. Ich opfere dir auf, zu einem Ersatz» allen Glauben» Anbethung, Andacht, und Liebe, mit welchen dich die heilige Kirch, unzählbare und fromme Seelen, in diesem heiligsten Sakrament brshero verehret haben. Wegen diesen, mehr aber durch deine unendliche Barmherzigkeit, verschon? der sündiger» Welt', erleuchte die verstockte Sünder, bekehre sie zu dem Licht der Wahrheit, daß sie dich erkennen, und anbethen, den uns der Vater gesandt hat, als den einzigen Heiland in deinem heiligsten Blut: daß wir alle in einem Geist wiederholen: Angebethet sey ohne End, Das heiligste Altars-Sakrament! Erneuerung des Lebens nach der Gnad des Heilands, vor dem heiligsten Sakrament. Es ist erschiene» die Gnade Gottes nn- 5» SLrKLL unsers Heilands allen Menschen/ die uns gelehrt/ daß wir der Bestzeit, und den weltlichen Gelüsten absagen, und nüchtern, gerecht, und gottes- sürchtig in dieser Welt leben. ri. Allmächtiger Gott, der du den Mensche» ^ zu deinem Ebenbild, zu deiner Ehre» für das ewige Leben erschaffen, und ihm eme unsterbliche Seele gegeben hast, ich erkenne dich als meinen Schöpfer, und emzigen Herrn, den ich in der Tiefe der Demuth mit Ehrfurcht am betbe. Dir, dem unsterblichen König aller Geschöpfe, dessen unsichtbares Wesen, ewige Kraft und Gottheit, aus den Werken der Schöpfung erkennet werden, sey Ehr und Herrlichkeit! Als der Mensch, der dich seinen Gott erkannte, dich nicht nach dem Licht geehret, sondern in seinen Gedanken eitel, und dir ungehorsam geworden; hast du deinen ewigen Sohn, als das Licht zur Erleuchtung, und als den Heiland zur Erlösung» in dem Fletsch auf die Welt gesendet. Ewiger Dank sey deiner Güte, himmlischer Vater, der du die Welt also geliebet hast, daß du ihr deinen eingebohrnen Sohn gegeben. O wunderbares Sakrament! der Schöpfer des menschlichen Geschlechts, 5 » fthlechts, einen bestellten Leib annehmend, hat steh gewürdiget, aus einer Iungftnu gebohren zu werden : und von einer Jungfrau ausgehend, hat er mw seine Gottheit mitgetheilet. s. Mit deiner vermenschten Gottheit, o Jesu , ist die Gnad des Heils auf Erden erschienen ; sie ist ein übernatürliche Gabe Gottes, aus deinen unendlichen Verdiensten: durch welche wir den alten Menschen ablegen, und den neuen» nach der Gerechtigkeit und Wahrheit, anziehen. Jesu! du bist der Heiland, in deinem heiligsten Namen» durch deine Kraft, werden unsre Tage erneuert, und wir fangen ein neues Leben an, in aller Gottseligkeit, nicht nach den Trieben der Natur, sondern nach dem Licht der Gnad. Da ich allein zum ewigen Leben, zur Anbe- thung, Liebe, und Lob meines Gottes im Himmel erschaffen bin, sage ich ab der sündhaften Eitelkeit der Welt, der schädlichen Sinnlichkeit ; nach der Anleitung deiner Gnade, in wahrer Gottesfurcht zu leben. Jesu! du hast dich selbst für uns gegeben, auf daß du uns von aller Ungerechtigkeit erlöstest , und dir ein Volk reinigtest» so dir wohl- gefiel, und den guten Werken ergeben wäre. Leite mich dann durch dein Gnaden-Licht, und 5» und stärke meine Schwachheit, damit ich in Uebung der Tugend, warten möge auf die selige Hoffnung, und Ankunft der Herrlkchkett Gottes, und der Glory memes Heilands. Da duwunderbarlich aus emerIung- frau gebohren worden, wäre»; die Schriften erfüllet: Me das Thau auf das Feld bist du herabgestiegen, das menschliche Geschlecht selig zu machen ; und deine Gnade ist über uns ausgegossen worden. Ewiges Lob» ewiger Dank sey dir großer Gott, unser Seligmacher Jesu Christe: dessen Name heilig- und voll der Gnade ist. z. Dein hochheiliges Sakrament, Herr Jesu Christe, solle mir ein heiliger Antrieb seyn zu" einem neuen Leben in wahrer Heiligkeit: es ist von dir eingesetzet, als das beste Mittel zur Heiligung der Seelen. Dein heiligster Leib und Blut sollen nur mit reinem Herzen, mit heiliger Andacht empfangen werden. O Jesu! welche Unschuld des Lebens, welche Demuth, welchen Eifer und Zärtlichkeit der Liebe, solle dieß Geheimniß in mir wirken? Göttlicher Erlöser! ich knie vor deinem heiligen Gnaden-Thron, ich bethe dich an in tiefer Erniedrigung; und bekenne mtt reumüthigenr Herzen, daß ich bishero nicht nach dem Ziel 5Z in meiner Erschaffung, nicht nach dem Werth e« meiner Erlömng» nicht nach dem Trieb deiner ll Gnaden gelebt habe. Ich bereue aber meine Vergebungen: tilge meine Sünden, und du verzeih mir alle Untreu, gütigster Gott und Zr Heiland! te Erschaffe in mir o Iesa ein reines Herz, und u erneuere in meinem Innersten den rechten Geist, 1 der mich zur Tugend, und zu deiner Liebe an- leite. " Ach daß deine Gnad alle Tage meines Le- 2 bens heilige! und bey dessen Ende ich würdig erfunden werde, zu der ewigen Anbethung mit allen Engeln, und Heiligen in den Himmel ?r einzugehen! § Sieh! Maria hat uns den Heiland ge- bohren, den als Johannes gest- ", hen, rufte er auf: sieh das Lam § Gottes, sieh jenen, so die Sünden ,r der Welt hinnimmt! d i- 4. Jesu! du bist das Lamm Gottes, weil 1 du das unschuldige, und blutige Opfer für uns ^ Sünder geworden bist, und in dem heiligen lx Meßopfer durch Darstellung deines Leibs, und Bluts uns die Versöhnung» und die Gnader- wirbst. ' Dein heiliges Sakrament sey mir die voll- >l A^ne Nachlassung meiner Sünden, und die Kraft zu Erneuerung meines Lebens- Es ge- Ewige Anbeth. »«. Th. E lan- 54 LL-KLL lange mir zum ewigen Heil, zur Reinigung meines Herzens, und zu Entzündung der göttlichen Liebe! O Jesu! ach daß nicht mehr ich, sonders du in mir lebest! denn ich lebe in dem Glauben des SohnS Gottes; ich glaube an dich, nach deiner Lehre, und deiner heiligen Kirche. Ich. verwerfe alle Sünde, und ergebe mich der wahren Gottseligkeit, und verlange nach deinem heiligen Wohlgefallen mein Leben künftig einzurichten. Darum sey mir dein heiliges Sakrament du Schutz des Glaubens, die Stärke der Hoffnung, die Vollkommenheit der Liebe, die Erneuerung des Geists, und die wahre ^Heilig- machung. Verschaffe o Heiland» durch deine siegende .Gnad, daß ich dir meinem Gott, und König getreulich diene, und bis.zum Ende meines Lebens in deiner Liebe unbeweglich geharre! Bis ich dich, o Jesu! von Angesicht zu Angesicht im Himmel sehe, und ewig lobe, den ich nun verborgen in dem heiligsten Sakrament demüthigst anbethe. Beschluß. Endlich o gütigster Jesu! in deinem heiligen ^ Namen sey all unser Hilf! dein Herz iß voll der Zärtlichkeit für uns, deine Hände voll der Gnaden; laß mich genießen die Kraft deines heiligen Namens. Wem F ' 55 Wende mir an die Verdienste deines Lebens w und Todes; damit ich dich im Himmel möge anbethen in Ewigkeit, rn w Anqebethet sey ohne End das heiligste ), Altars-Sakrament, >e. 2n Ewigkeit, Amen. ch )^. Herr erhöre mein Gedeih, ch Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. 5 Und die Seelen aller Christqlaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes un Frieden, ' Amen. g- Von der « Erscheinung unsers Herrn " Jesu Lhristi. ^^err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkün- ! ^ digen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. ^ Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Es Als 5 - Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, Und zu ewigen Zelten» Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. /Zrebenedeyt sey Gott und Vater unsers Herrn ^ Jesu Christi, welcher uns aus dem Gewalt der Finsternisse entrissen, und in das Reich seines geliebten Sohns übersetzet hast. Er hat uns geoffenbahret das Geheimniß, welches den vorigen Zeiten und Geschlechtern verborgen war. Er hat uns bekannt gemacht die reiche Herrlichkeit dieses Sakraments unter den Völkern, welches da ist Christus Jesus, unsre Hoffnung, und ewiges Heil. Den Hirten haben die Engel, den drey Weisen in Morgenland der Wunderstern den Heiland der Welt verkündet. Jesu du bist der König nicht allein der Juden , sondern aller Völker, Himmels und der Erde, den die Weisen zu Bethlehem gefunden, und als den wahren Gott erkennet haben. Herrliches Opfer, welches sie demer Gott- und Menschheit in dem Golde, Myrrhen, unv Weyhrauch abgelegt haben! Also hat Gott seinen Eingebohrnen als den Heiland der Welt geoffenbaret. Also bist du in der Gestalt eines kleine« KindS '57 l» Kiiws erschiene»» der du mit dem Vater» und > heiligen Geist einer Natur» in dem Himmel herrschest! du hast in der Krippe deine Gott- heit verhüllet» welche die drey Weisen durch das innerliche Licht des Glaubens angebethet haben. Ewiger Dank sey dir großer Gott, der du uns zur Erkänntniß» und Anbethung Christe !N durch die aus dem Evangelium hervor leuch- m tende Wahrheit, als durch einen Stern ge- S führet hast. ' Wunderbarliches Geheimniß! Jesu du lägest )» in der Krippe» und rüstest die Weisen aus Mor- m genland : verborgen in dem Stall, wurdest du erkennt an dem Himmel, und in kleinen Glie- 'v dern als der große Gott angebethet! In deiner Geburt glänzte ein neuer Stern, z, in dessen Tod die Sonne verdunkelt worden. Er zeigte deine Ankunft auf die Welt, als ei- n> nes Erlösers, der für die Menschen sterben N- würde. Zu dessen Gedächtniß hast du dein heiligstes w Sakrament uns hinterlassen, in welchem du ei deine Gott - und Menschheit, unter geringen w Brods - Gestalten verbirgst ; wie du deine n. göttliche Majestät in der Gestalt eines kleinen kb Kinds verhüllet» und den drey Weisen zur An- i,V bethung vorgesetzet hast. Durch das Glaubens Licht erkenne ich dich eii in dem Geheimniß des Altars» wenn schon meine leibliche Augen dich nicht sehen ; du bist en der verborgene Gott» dessen unendliche Weis- E z hett, 58 heit» Allmacht, und Liebe» deine wundervolle Gegenwart wirken. Welche Gnade ist es, daß ich zur Erkannt- mß so großer Wahrheiten berufen» nun den Trost genieße, dich meinen Gott gegenwärtig anzubethen! Lob, Ehr, und Benedeyung sey dir in Ewigkeit! Knbethung. ^ie Weisen haben dich als den König der Iu den, ^rch eine weite Reise, mit viel« Sorg und Mühe begierig gesuchet, und end !ich in einem Stall auf den Knien angebethet Göttlicher Heiland! du König aller Köm ge, du Herr der ganzen Welt! wir müssen dich nicht weit suchen, du bist in unserm nahen Hei ligthum. Wir erfreuen uns von deiner wch ren Gegenwart, Tag und Rächt» auf dem heiligen Altar, zu allen Zeiten. Welches Glück ist dieß für uns! welche Er «iedrigung deiner Majestät! welche Liebe gegen deine Geschöpfe, die du zuvor mit deine« Blut am Kreuz erlöset hast ! Von dieser Wahrheit durchdrungen» durch den Gnodenstern erleuchtet, nähere ich mich- nicht zu einer Krippe, sondern zu dem Altar - welcher dein allerheiltgstes Sakrament mir vorstellet. Ick falle zur Erde, und knie vor dem Thron der Gnaden, den du dir hier errichtet hast: vl> bist der wahre König, , dessen Reichs kein Ende seyn 59 seyn wird; dem der Vater allen Gewalt gegeben hat, im Himmel und auf Erden: jener Kö- niq» der du triumphirend in Jerusalem, mit Zurufen der Juden»mit königlicher Herrlichkeit bist empfangen worden. Du bist der König» der du unter diesem Titel , an dem Kreuz, die Huldigung von den leblosen Geschöpfen, von der Sonn, Mond, und Sternen, von den harten Felsen» von der erschütterten Erde empfangen hast. Du bist der König» der du durch deine Auferstehung den Tod, und die Hölle besieget, und in den Himmel zu deinem königlichen Thron aufgestiegen bist Du bist der König, den nun die ganze Christenheit mit tiefer Ehrfurcht erkennet; da du ansetze in dem Himmel herrschest über alle Königreich der ganzen Welt. Du bist der König der Glory, welche du a- ber im heiligsten Sakrament verborgen haltest, damit wir von dem Glanz deiner Majestät nicht zurück getrieben» mir allem Vertrauen» uns zu dir nähern können. Diesen deinen Thron umgeben die glückselige Geister, dich anzubethen: von dar ertheilest du die Schätze deiner Gnaden, und empfangest die Bitten deiner getreuen Untergebenen. Höchste Majestät! mein Gott und Erlöser Jesu Christe! ich bethe dich an mit den Weisen» in lebendigem Glauben, mit aller Demuth, in tiefer Erkärmtniß deiner herrschenden Hochheit, E 4 und 6) die Völle des Friedens aufgehen: * bii der Mond untergehen wird. Er wird herrschen von einem Meer bis zum andern: * und von dem Fluß bis zu den Gräns zen des Erdkreises. Vor ihm werden die Mohren niederfallen:' und seine Feinde werden sich zur Erde neigen. Die Könige von Tharsis, und aus den Im feln werden ihm Gaben opfern: * die ÄönG aus Arabien, und von Saba werden ihm Ö pfer zuführen. Alle Könige der Erde werden ihn anbei then: * alle Völker werden ihm dienen. Denn er wird den Armen von dem Mächte gen erlösen: * den Armen, der keinen Helft hatte. Sem 6r )0< ige id >nd diS > 7 . rq« Ö bci )tv ft Sein Name sey gebenedeyt zu allen Zeiten:* über die Sonne glänzet sein Name. Ehr sey dem Vater rc. AIS er war im Anfang rc. Meumüthige Ubbitt. ^ie gnädig, liebreicher Heiland! du die drey Weisen, und ihre andachtsvolle Demuth aufgenommen hast; eben so erzeige dich gegen mich barmherzig» da ich vor dir mit Sünden» und voll der Schamröthe erscheine; und reu- wüthig bekenne die viele Missethaten, so die undankbare Menschen wider dich, und dein hochheiliges Sakrament ohne Unterlaß begehen. Es erscheinet in diesem Gehemmiß deine unendliche Güte und Liebe gegen alle, die dich ehren und lieben: und viele verachten deine Gnad! Jesu erleuchte diese Blinde, daß sie dich erkennen, und künftig dir das Gold der Liebe, die Myrrhen der Abtödtung, und den Weihrauch der Andacht zum Opfer bringen. Laß dich versöhnen o Herr! und damit ihnen deine Gnad wiederfahre, ertheile selben ein der rnüthiges zerknirschtes Herz. Bey dem geheiligten Altar bist du das imr merwährenoe Versöhnungs - Opfer» für die Sünden der ganzen Welt»welches dem Vater unendlich gefällt. Aber welche Bosheiten werden in - und bey diesem Opfer täglich begangen ? E 5 O N- O Jesu s sieh an die Liebe und Andacht bei- i ner Kirche, welche diese gotteSräuberische Um i thaten äußerst verabscheuet, und mit tiefer Traur abbittet. Barmherzigkeit, gütig - und ! geduldiger Erlöser! » Dein Fleisch ist wahrlich eine Speis» und dein Blut wahrlich ein Trank; mit welchen du uns in dem heiligen Sakrament ernährest zum Leben der Gnad und der Glory; und dennoch mishandeln viele dein heiliges Lieds-Geheimniß! O Jesu! nimm gnädig auf meine geringe reumüthige Abbttt» mit welcher ich in Betrübniß meines, Herzens vor dir mich einfinde. Dreyfaches Opfer, der Liebe, des Lobs, und der Danksagung, in der dreyfachen Erscheinung Christi. I. Durch drey Wunderwerk geziert, ehren ^ wir diesen heiligen Tag: der Stern hat die Weisen zur Krippe geführt: bey der Hochzeit ist Wein aus Wasser geworden: Christus hat in dem Jordan von dem Johannes wollen getauft werden. Deine Gottheit ist erschienen, Christe Jesu» und 6 ; - und du hast der Welt gezeiget, daß du allÄN , ihr wahrer Heiland seyst! r Dir gebühret das Opfer der Liebe, des Lo- ) bes, und der Danksagung, wie die drey Wessen dir Gold, Myrrhen, und Weyhrauch ge- > opfert haben. r Mein Gott und Erlöser! ich opfere dir die t Liebe meines Herzens; und eben darum meinen ) Verstand, dich zu erkennen; meine Gedächtniß, - immer an dich zu gedenken; meinen Willen, dich ewig zu lieben. e O Jesu! ich erkenne dich als meinen Gott, - und höchstes Gut, in dem alle Vollkommenheiten unendlich, die niemand begreifen, niemand auslprechen kann. i Ich opfere dir meine Liebe, und verlange mit dir ewig vereiniget zu werden: aus dir, durch dich, und in dir ist alles, was mein Herz «sättigen kann; o unendliches Gutwie schön, , und Herrlich, wie mächtig und liebreich ist dem göttliches Wesen! wer wird mich trennen von deiner Liebe? O Gott Himmels und der Erde! o Gott aller Gütigkeit! du begehrest von mir mein Herz, meine Liebe: wer bin ich, daß ich dir gefallen , solle, und daß mein Herz deiner Liebe würdig t sey ? ich schenke dir mein Herz; es ist dein; du , hast es gestaltet; und du allein sollst es besitzen l durch die Liebe, welche ich dir auf ewig widme. l O Jesu nimm gnädig auf das Opfer meiner Liebe, die ich dir schuldig bin» als meinem Er- » loser, der du für mich im angenommenen Fleisch ge- 64 gelitten, und mich durch dein Blut und Tod von dem ewigen Untergang errettet hast. , Dein heiligstes Sakrament ist mir ein ewü « ger Antrieb zur Liebe. Es erinnert mich bei- , nes Leidens, und meiner Erlösung: deine im- i merwährende Gegenwart» dieses Wunder der i Allmacht und Güte, dieser erquickende Trost» j solle er nicht in mir Verwunderung und Llebe / erwecken? j Jesu du bist das Opfer für meine Versöhr j nung ! du ernährest mich durch dein göttliches Brod» im heiligsten Sakrament, zum Leben ? der Gnad, du stärkest mich in meinen Schwach- j heilen. Wie kann ich deine Gütigkeit vergelten, als , mit dem Opfer meiner zärtesten Liebe? < O Jesu! o Gott der Liebe! mein Heil» meir , ne Hoffnung, meine Freud! mein höchstes und , bestes Gut! welches ich nicht von der Weite rvie die drey Weisen» sondern in dem nahen < Heikigthum besuchen» und anbethen kann. < Ich eröffne meinen Schatz» und bringe dir < das beste Gold, die Liebe meines Herzens; , sieh an dieß mein Opfer mit einem gnädigen z Aug»und wirke in mir durch deine Kraft» daß ich ohne Unbeständigkeit dich bis in Tod liebe, j Gott ist die Liebe; ! Yc-. Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, k und Gott in ihm. < Ich will dich lieben o Herr! meine Stärr e ke; , Der Herr ist meine Zuflucht, mein Be- l, schützer. Ge- 6 § Gebeth. ^>err Jesg.Christe» der du uns deine Gottheit durD>IWn Wunderstern geoffenbaret, und unsre WLHng in deiner Geburt angefangen, solche MjW dem heiligsten Sakrament bekräftiget hastrMrleih gnädig, daß wir das heilige Gesatz, dich als unsern Gott und Erlöser von ganzem Herzen zu lieben, mit aller Treu erfüllen mögen; der du lebst und regierst in Ewigkeit» Amen. ik. Lobet den Herrn, und verkündet seine Wunderwerke, durch welche Jesus seine Herrlichkeit der Welt geoffenbaret hat. Jesu es war eine Wirkung deiner Allmacht, da das Wasser in Wein verwandelt worden. Dieß war der Anfang deiner Wunder, durch welche du in so grosser Zahl deine Sendung, und das Amt des Erlösers erwiesen hast. Jesu! du bist der mächtige, starke Herr, der Gott der Kräfte, der allmächtige, der du allein große Wunder thust, dessen Willen allein alles wirket, dem nichts widerstehen kann! welches Opfer sind wir deiner Herrlichkeit schuldig? Lobe den Herrn meine Seele, und alles was in mir ist, seinen heiligen Namen! o Jesu! du hast deine Kraft und Gütigkeit an dem wunderbaren Geheimniß des Altars verwendet! es ist ein Denkmaal deiner Wunderdingen, und ein ewiges Wunder deiner Süßigkeit! Es ist eine reiche, und unerschöpfliche Quelle der himmlischen Tröstungen, mit welchen du 66 du uns übergießest; ewiges Lob sind wir dir . schuldig. b O Gott meines Lebens niemal können wir u deiner Güte würdiges Lob abstatten. -Du bist gebenedeyt o Herr in der Höhe des Himmels! k> du bist gebenedeyt auf Erden in demem Hei- d ligthum! d Wie glückselig sind, die in deinem Hause wohnen, und vor deinem heiligsten Angesicht stehen! wegen deiner unendlichen Glory werden sie dich in Ewigkeit loben. Wann wird meine Seele eingehen in jenen Himmels - Saal, daß ich dich mit den Engeln und allen Auserwählten ewig. lobe: heilig, heilig» heilig bist o Herr.Gott derHeerschaaren! Wie glorreich bist du mein Gott» wie liebreich, wie lobwürdig auf dem heiligen Thron < deiner Gottheit, und auf dem Altar deines ' heiligsten Sakraments! l Die Andacht meines Herzens, mein Gebeth» t und Lobgesang steige auf zu deinem heiligen An- i gesicht, vor den Thron deines Reichs, wie ein l Weyhrauch, deine liebvolle Hochheit zu ehren, l und zu verherrlichen. Jesu mein Gott und König, du bist gebenedeyt, glorreich» und herrlich in deinen wunder- ; baren Werken! l Du bist gebenedeyt in deinen Gaben und ! Gnaden, die wir von deiner Freygebigkeit em- r pfangen! l Du bist gebenedeyt in deinen vielen, und großen Erbärmnissen, die du uns erweisest! ( Du 67. x Du bist gebenedeyt in deiner unendlichen Liebe , aus welcher du uns dem heiliges Blut» c und Leben zur Erlösung, gescheuter hast! ^ Du bist gebenedeyt in dem allerheiliasten Sas ! krament, in welchem du dich zur Nahrung irr - der heil. Kommunion» zum Trost in der beständigen Gegenwart uns mittheilest. ! )^. Ich will dich loben mein Herr und König! ' yc-. Und deinen Namen benedeyen in Ewig- * keit. Meine Seele macht groß den Herrn, r Der mächtig ist, hat mir große Dill- l gtthan. ! Gebeth. s l ^err Jesu Christe! der du durch deine Wun- k der, und hohe Geheimnisse der heiligen Kirche deine Macht und Liebe geoffenbart hast: » verleih uns das helle Licht deiner Wahrheit» - auf daß wir dich immer mehr erkennen, und e« r ivig loven; der du lebst und regierst in Ewigs , keit, Amen. - m. Lobe den Herrn meine Seele, und ver- - giß nicht aller seiner Wohlthaten! der dich mit Barmherzigkeit, und vielen Gnaden krönet. > Der deine Begierde im Guten erfüllet; der gnä- - dig, und barmherzig, geduldig und unendlich gütig ist. - L> Jesu! wir erkennen deine Hochheit und Erniedrigung, durch die Wunder bey deinem Tauf, 68 Tauf, in dem Fluß Jordan. Die Stimm des Vaters erkläret dich seinen geliebten Sohn: die Erscheinung des heiligen Geists» in Gestalt der Taube, zeuget von deiner Heiligkeit in der angenommenen Menschheit: deine Demuth be- reitet uns das Hetlwasser zum heiligen Tauf, und Wiedergeburt in dem Geist und Gnade. Welche Gutthat, daß der alte Mensch in dem heilsamen Taufwasser begraben, und der neue gebohren wirddie Myrrhen ist das Kennzeichen dieses Glückes; und unserer Erkänntniß: und meine Danksagung solle das Opfer seyn» welches ich dir aus dem Innersten meines Herzens vorlege. Jesu! welcher Dank kann genug seyn für jene Gnaden» die uns von deiner Gütigkeit» durch den heiligen Taufe zugekommen, der du uns deiner Geheimnisse theilhaftig, deiner heiligen Sakramente und Gnaden fähig machest? Der hohe Werth deines heiligen Leidens und Tods wird mir zugewendet durch die heklige Sakramente: dein heiliges Blut reiniget mich von allen Sünden; dein unblutiges Opfer versöhnet mich mit Gott, den ich so oft beleidiget habe: deine unendliche Verdienste erwerben mir einen beständigen Zufluß der Gnaden, welche mich erleuchten, stärken, und heiligen: dein heiligster Leib und Blut sind mir die tröst - und gnadenreiche Erquickung der Seele zum ewigen Leben. Mein Gott und Heiland! mein Herz erstattet dir unsterblichen Dank für so hohe und un- zäh- r< d n n v 69 rS zählrqe Gutthaten. Du bist das Leben meiner ie Seele! du bist die Freude meines Herzens! >lt du »ist der Anfang, und die Vollbringung Meter > nes Heils, und alles Guten. Du bist das Lob e-! meines Geistes, so deine Wohlthaten niemal f, vergessen wird. m ie n< j: 1» ^ Preiset den Herrn mit mir; Yf. Und lasset uns seinen Namen erhöhen. Ich will den Herrn allzeit toben; Sein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn. Gebeth. e- » >u !tt i id ;e ch r- et m !l< in »d m t- m Herr Jesu Christe! der du uns mit himmlischen V Gaben erfüllest; verleih gnädig, daß wie durch derer Kraft in der wahren Gottseligkeit immer geharren, und zum ewigen Lebe» gelangen : der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. Beschluß. himmlischer Vater» welcher du deinen ringe- bohrnen Sohn den Heyden durch einen Stern geoffenbaret hast» ich sage dir ewigen Dank für das wahre Glaubens- Licht. Laß deine Gnaden-Sterne immer über mich leuchten, damit ich durch die Erkenntniß deiner Geheimnisse, zur ewigen Beschallung deiner unendlichen Hochheit gelangen möge. Amen. Ewige Anbeth. u.TH. F 7« Angebethet sey ohne Env, daS heiligste Altars Sakrament, Yc-. In Ewigkeit» Amen. -7. Herr erhöre mein Gebeth, ' yc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! A-. Gott sey Dank. j Und die Seelen aller Christglaubigen rus i hen durch die Barmherzigkeit Gottes rm Frieden , Amen- ^ t L rund. Von der Reinigung der seligsten Jungfrau, oder Lichtmeß. c e k ! k ^>err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater» und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. l n ei Oder: 7r Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Arroß ist der Herr» und niemal genug zu lor ^ den in seinen wunderbarlichen Geheimnissen! Wir haben deine Barmherzigkeit o Gott aufgenommen in Mitte deines Tempels, als Maria und Joseph Jesum deinen Sohn, und unsern nengebohrnen Heiland, nach Jerusalem getragen, ihn dir aufzuopfern. Das erstemal bist du mein Jesu in das Heiligthum gekommen, da du in dem Tempel auf den jungfräulichen Armen deiner Mutter erschienen bist. Deine Gegenwart hat den Tempel geheili- get, und vorvedeutet, daß du die Kirche zu deiner Wohnung in dem heiligsten Altars Sakrament bis zu Ende der Zeiten auserkieseu hast. O unendliches FruheDpfer, welches du dem Vater in dir selbsten dargeaeben hast, als ein Vorbild deines künftigen Kreuz-und Altar- Opfers. O Mariawelchen zärtlichen Trost hat dein mütterliches Herz empfunden, da du Gott den Herrn Jesum dein liebes Kind, als das unbe- fl ckte Lamm aufgeopfert hast, dessen Blut emsmals die Welt von den Sünden reinigen würde! F- 2er 7» Jesu du wärest von dem Vater verordnet als der ewige Priester, und zu dem Opfer des Kreuzes und des Altars, nach Ordnung Mel, chrsedechs bestimmet: und eben von Maria nur fünf Sielen ausgelöset, für das Heil der Welt. Der alte Simeon hat in dem Geist dieses Geheimniß erkennet, und da er dich auf seinen Armen hielt, dich zugleich als den Heiland der Menschen, als das Licht zu Erklärung der Völker» und als die Glory Israels gepriesen. Wir haben dich nun gegenwärtig in dem Tempel, unter den Brods-Gestalten, als das immerwährende Opfer, zur Aussöhnung des himmlischen Vaters, und einzigen Tröster der Seelen» in den Armseligkeiten dieses Lebens. Meine Augen sehen dich nicht; aber der Glauben versichert mich von deiner Gegenwart. Welche Erquickung ist es für meine Seele, daß ich dich zwar nicht in meine Armen, wohl aber in mein Herz aufnehmen kann. Du bist mein liebenswürdigster Heiland, der du meine Sünden tilgest, die Gnad vermehrest, und mich mit deiner Liebe vereinigest. Laß mich nicht aus dieser Welt scheiden, bis ich mit dem heiligsten Sakrament gestärket, den Weg in die Ewigkeit antreten werde. Gebenedeyt sey dein Name in dem Tempel deiner Glory, jetzt und zu allen Zeiten, Amen. 7Z kt Unbethung. 6 l- Mch daß ich, wie der alte ehrwürdige Sir a ^ meon, in dem Geist in den Tempel, vor :r deine Gegenwart komme! daß in meinem Herzen, ww in ihm, der Glauben auflebe, und s die Andacht entzündet werde, dich meinen Gott n und Erlöser anzubethen! :r Voll des Trostes, und der zartesten Liebe rr nimmt Simeon das heilige Kind in seine Ar- . men, und bethet es an, als den Sohn Gottes, und den versprochenen Messias. A O Jesu! du bist vor dem Angesicht aller Menschen, in deinem Heiligthum, an unzahl- ^ baren Orten ausgesetzet, damit dir allenthalben die schuldige Andethung erwiesen werde. Mit der heiligen katholischen Kirche, mit Veite ner gebenedeyten Mutter, mit der alten Pro- t. phetissin Anna, nut allen Heiligen bethe ich an :, deine göttliche Majestät, und entrichte dir mei- hl ne Pflicht der Unterwerfung: Du bist mein Gott und Herr! du hast die Herrlichkeit und den höchsten Gewalt über mein ^ ganzes Wesen; ich bin dein Geschöpf»und han- ge von dir ab in allen Stücken der Gnad, und Natur. ^ Benedeye meine Seele den Herrn, in allem l' das er dir Gutes gethan hat; und lobe seinen . Namen, der heilig und groß ist „ Ich bekenne dir o Herr Himmels und der Erde» dein Eigenthum ist alles» was ich bin» und habe: deine allmächtige und freygebige F z Hand 74 Hand hat alles gewrrket» und mir mitaethch let: alles steht in deinem Gewalt; du bist eer Herr» den ich rn ttefer Unterwürfigkeit anbethe, jn seraphischem Geist: Heilig, heilig, herltg ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war un Anfang rc. Die seligste Jungfrau Maria hat das Rind Jesus in denEempel geopfert; und Gimeon voll des heiligen Geistes, nahm es in seine Arme, und bcnedeyte Gort in Ewigkeit. Lobgesang deö Simeons. L^etzt o Herr! laß deinen Diener in dem Frie- den fahren; * wie du es verheißen hast. Denn meine Augen haben gesehen; * den du zum Heil der Welt gesendet hast. Das Licht, welches die blinde Heyden wird erleuchten; * und die Ehre seyn deines Volks Israel. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Mumüthige Ubbltt. err Jesu Christe wie herrlich und glückselig , hast du deine Kirche gemacht, durch die ! Ein- j 75 Einsetzung deines heiligen Sakrament des Al- r tars! > Es ist der Mittelpunkt der Religion, in welchem alle Schatze der Gnaden enthalten sind. e Alle Geheimnisse des neuen Bunds sind in selbigem versammelt. Es ist die höchste Zierde derjenigen, welche in dich glauben, und dich als ihren Gott und Erlöser anbothen. § In diesem Geheimniß besitzen wir die LZuell >. alles Trostes, welchen du o Jesu denjenigen ? mittheilest, welche in ihren Nöthen zu dir ^ kommen, und um Hilf dich anstehen, d Und dennoch wie wahr ist es» was Simeon von dir vorgesagt hat, daß du Vielen zum Untergang, und zum Gegensatz seyn werdest, dem man widersprechen wird? Du leidest in diesem Sakrament von den v Sündern einen entsetzlichen Widerspruch, durch so viele Lästerungen, Entehrungen, Misbrau- " che, und boshafte Mtshandlungen. d O Jesu! so entspricht man deiner unendlichen § Liebe! so vergilt man deine höchste Gutthat, die du uns erwiesen hast. Welcher Schmerzen soll nicht die Herzen deiner wahren Anbether durchoringen? mit innerster Betrübniß beweine ich alle Bosheiten, allen Undank, so du in diesem Liebs-Geheimniß zu erfahren hast. Rette deine Ehr sakramentalischer Gott, >4 nicht mit wohlverdienten Strafen» sondern le durch die Wirkungen deiner geduldigen übergroßen Barmherzigkeit. §4 Er- 76 Erleuchte du wahres Licht die Irrende, daß , sie dich, und deine Gegenwart in diesem Sar l krament, doch einmal erkennen, und in diesem ! Zeichen der Einigkeit, in diesem Band der Lie- 1 be, übereinstimmen, mir deiner heiligen K irche. < Schrecke mit innerster Drohung des Gerichts, alle diejenige, welche ohne Prüfung, 1 unwürdig, dieses göttliche Brod» deinen hei- ! iligsten Leib und Blut zu genießen sich erfrechen, i Halt zurück mit heiliger Ehrfurcht, alle die- I jenige, welche deme Gegenwart mit Frevel i und Unehrerbietigkeit beschimpfen. > Sieh an den Glauben, und die Andacht deiner heiligen Kirche, welche ich dir zu einem i Ersatz aufopfere; und zugleich um Barmherzigkeit und Verzeihung deine unendliche Güte anflehe; mit vollem Eifer wünschend: Angebethet, gelobt, und geliebt werde ohne End, Das allerheiligste Altars-Sakrament! Undacht der katholischen Kirche, zum heiligsten Sakrament des Altars. Unendlich gütiger Gott! wir haben in Mitte ^ des Tempels deine Barmherzigkeit aufge, nom- 77 ß nommen, nicht allein da Maria Jesum aufge» u opfert; sondern auch als dein göttlicher Sohn a das heiligste Altars Sakrament eingesetzet, und :« die K irche für sein Heiligthum und Wohnung auserkiesen hat! Die geheimnißvolle Schau - Brod, das wuns , derbare Himmels - Brod der Jsraeliten, daS is Oss r Lamm, die heilige Bunds - Lade, waren ». nur Figuren und Vorbedeutungen dieses Hochs heiligen Geheimnisses, in welchem du o Jesu !l deinen hetllgsten Lelb und Blut, dich selibsten mu Gott - und Menschheit uns hinterlassen hast. is Du bleibst bey uns bis zu Ende der Zeiten! n wacher Trost, Ehre, und Gnad ist dieß für UnS! b I. Jesus nahm das Brod/ bene- ^ dcyett/ und brach es/ und gabs den Jüngern, und sprach: nehmet hin, und eiset, das ist mein Leib. Matt!-. L 26. Lap. 26. Vers. Verwunderung. ^err! du Haff in Einsetzung des heiligen Sas kraments eine Gedächtniß deiner Wunders dingen gemacht; welche Himmel und Erde in ». Erstaunung setzet. Deine Allmacht, Weisheit» und Liebe haben dieses Wunder gewirket. le Gemeines Brod mit wenig Worten in dei« e, nen heiligsten Leib, gemeinen Wein in dein F 5 hei- ^ 78 heilqstes Blut verwandeln, ist ein Werk allein ! eines allmöqenden Gottes; der uns Menschen ' bis ans Ende geiiedel hat. O Jesu! wie wunderbarlich ist die Erfindung deiner Weisheit! wie erfreulich deine Llebe! daß du dich sechsten uns zu einer Speis und Trank mitzutheilen würdigest! l Antiph. Der erbarmende Herr hat sich ! zu einer Speise gegeben jenen, so j ihn Fürchten, zur Gedächtniß seiner Wunder. ! O Wunderding! es ißt den Herrn ! Yc. Der Arme, der Knecht, und der Geringe. Lasset uns bethen. Gott, der du uns unter dem wunderbar- ^ lichen Sakrament die Gedächtniß deines Leidens hinterlassen hast: wir bitten orch» verleih uns die hochheiligen Geheimnisse deines Leibs und Bluts also zu verehren, daß wir die Früchte deiner Erlösung immer in uns empfinden; der du lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. II Jesus nahm das Brod, und sprach: das ist mein Leib; er nahm den Kelch, und sprach: das ist mein Blut > 79 n Blut des neuen Testaments. Marc. " 14. Lap. 22. und 2z. Vers. ^ Glauben. ^ tZröttlichek Heiland 5 als du aus dieser Welk ^ zu dem Vater gehen wolltest, hast du die- , ses Sakrament einaeietzek» in welchem du die ? Schatz«? deiner göttlich?« Liebe gegen den Menr ) schea gleichsam ausqegossen hast. k Deine heiligste Wort: Das ist mein Leib, Das ist mein Blut, sind deutlich und klar; du bist die ewige unfehlbare Wahrheit, wer wird sich getrauen» daran zu zweifeln? Den Priestern hast du befohlen, durch deine heilige Worte, die Wesenheit des Brods in die Wesenheit deines Leibs, und die Wesenheit des Weins in die Wesenheit deines Bluts zu 2 wandeln. s So bist dann 0 Herr Jesu Christe ganz mit :r Gottheit und Menschheit, mit Leib und Seele, s unter den Gestalten Brods und Weins, wahr- r lich, wirklich» und wesentlich gegenwärtig, in 1, diesem anbethungs < würdigsten Sakrament. , Also glaube, halte, und bekenne ich mit Mund und Herzen, ohne mindesten Zweifel, beharrlich bis in Tod: denn du 0 Jesu, wahr h rer Gort hast uns also gelehrt; also hat die katholische Kirche, die Saul und Grundfeste ^ der Wahrheit, zu allen Zeiten gehalten, gest lehrt, und bekräftiget. Atttiph. 8 « Antiph. Mein Fleisch ist wahrlich eine h Speise, und mein Blut ist wahrlich u ein Trank, wer mein Fleisch jßc, und mein Blut trinkt, wird das ewige Leben haben, sagt der Herr. A )§-. Mit der Engel-Speise hast du dein Volk v ernähret, h lZc-. Und das vom Himmel bereitete Brod le hast du ihnen ohne Arbeit gegeben. v Lasset uns bethen. d L^err Jesu Christe, der du das hohe Geheim« niß des Altars uns mit eignen Worten geoffenbart hast; ertheile mir einen lebendigen Glauben, und eine zarte Andacht zu diesem heiligsten Sakrament, damit dessen tiefeste An« bethung, und standhafte Verehrung mir zu Vermehrung der Gnad, und Erlangung des ewigen Lebens gedeihe; der du lebst und ro gierst in Ewigkeit, Amen. m. Ich habe mit großer Begierde verlanget/ dieß Osterlamm mit euch zu essen, ehe dann ich leide : Luc. 22. Cap. 15. Vers. Hoffnung. Httit großem Verlangen hast du o Jesu mit ^ deinen Jüngern das letzte Abendmahl ge> 8r it halten, um das heiligste Sakrament einzusetzen, und uns das kräftigste Mittel des Heils zu ^ hinterlassen. Denn du willst, daß wir dieses Sakrament genießen, als eine geistliche Speis der Seelen, dadurch wir ernähret und gestärket werden, und leben in dem Leben desjenigen, der gesagt hat: Der mich ißt, der wird auch wegen mir leben. Es ist ein Gegenmittel, durch welches wir von den täglichen Schulden erlediget, und von den köstlichen Sünden vorbehalten werden. w Es ist uns ein Pfand unsrer künftigen Blos en ry, und ewigen Glückseligkeit. Es ist eine Brunnquell der göttlichen Gnaden, welche uns n, von dir, liebster Heiland, häufig zustießen. w Ich setze dann meine ganze Hoffnung auf dich» o Jesu! auf dein heiligstes Sakrament, es auf deine unendliche Gütigkeit, und Liebe,; wel- o cher du deine kostbare Seele zum Werth unsers Heils, und dein heiliges Fleisch uns zur Speise gegeben hast; damit dieß Geheimniß uns sey das Leben der Seele, und die beständige Ge- sundheit des Gemüths; durch dessen Kraft ge- ^ stärket, wir auf dem Weg dieser armseligen r. Wanderschaft, zu dem himmlischen Vaterland gelangen mögen. Antiph. Das Brod, so ich geben wer- >it de, ist mein Fleisch, für das Leben e, der Welt. 8r ^ Eine heilbringende Frucht hat uns der Herr zu genießen gegeben bc-. Zur Zeit seines Tods. Lasset uns bethen. ^>err Jesu Christe, der du in dem Geheimniß << des Altars, als der Urheber der Heiligkeit, die Schätze deiner Gnaden, und süßesten Tröstungen verborgen hast; verleih uns, daß wrr deinen heiligsten Leib und Blut mit solcher Standhaftigkeit in dem Glauben, mit solcher Andacht des Herzens, mit solchem Eifer der Liebe verehren, daß wir dieses göttliche Brod öfters zum Heil und Erqmckunq unsrer Seelen empfangen mögen: der du lebst, und regierst in Ewigkeit; Amen. k« ist che sm B sei ein sen ve> 'st die i v. Vor dem feycrlichen Tag da -Ostern, da Jesus wüste, daß seine Stunde gekommen war, daß er aus dieser Welt zum Vater gicng; wie er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebet hatte, so liebte er sie bis an das Ende. Johann. IZ. Lap. I. Vers. he> I-» A ine lie sch ivi zui Liebe. da du be sAöttlicher Heiland! du hast das heiligste Sas § A ^ krament als ein Zeichen der Einigkeit und i Liebe >er 8Z >iß gr eil > aß! er >er er sd en Liebe in deiner heiligen Kirche hinterlassen; es ist eme Wirkung und Gab deiner unbegreifiis chen Liebe gegen uns armseligen Adamskinder, für derer Erlösung du nicht allein dein heiliges Blut am Kreuze vergossen, sondern auch dich seldsten als ein Opfer der Versöhnung, als «n kräftig - heiltgmachcnde Speis uns ertheilet hast. Deine unendliche Gütigkeit, deine unermes- sene Liebe dringet mir ab eine wahrhafte unverfälschte Gegenliebe: denn du o Jesu, mein Gott und Erlöser! du bist mir alles, mein einzige Hoffnung, mein liebenswürdigster Herr: ist es möglich, daß ich dir meine Liebe versage, die du von meinem Herzen forderst, ohne deinen Nutzen, und Vortheil? O mein Jesu! mein verborgener Gott im heiligsten Sakrament! mein lrebreichester Heiland! nicht allein mein Mund» und meme Worte drucken die Liebe aus; sondern auch »lein Herz, und weine Seele sind in dich verliebt, mit aller Neigung zu deiner unendlichen Hochheit, und Liebe, durch welche du dich mir schenkest im heiligsten Sakrament, und dich würdigest, v großer Gott, in mein Herz einzugehen , und eine Speise meiner Seele zu seyn. Das Zeugniß meiner Liebe solle künftig seyn das ewige Angedenken deines heiligen Leidens, durch welches du mich erlöset hast ; deiner Liede mit welcher du das heiligste Sakrament uns hinterlassen wollen, deiner Gnaden, so du mir diesem Geheimniß ertheilest. Lebe 84 Lebe o Jesu unendlich glückselig, und herrsche in meinem Herzen in Ewigkeit! th Zlntiph. Von deinem Altar, o Herr, L empfangen wir Christum , in welchem unser Geist, und Herz sich erfreuen, ^ Du hast ihnen vom Himmel das Brodz gegeben : ! ^ Yc. Das alle Ergötzlichkeit in sich enthaltet. A Lasset uns bethen. ^>err Jesu Christe ! nach dem Wunsch deiner ke ^ heiligen Kirche, bin ich immer eingerenkt deiner unendlichen Majestät, und deiner so rw ^ begreiflichen Liebe, mit welcher du deine Seel . für unsre Erlösung vorgegeben, und dein Fleisch uns zur Speise immer mittheilest: ver- ^ leih mir die kräftige Gnade, dich wahrlrch nnd ^ zärtlich zu lieben, und in deiner Liebe, ohne »> Wankekmuth und Untreu, bis in den Tod zu ge< A harren - der du lebst, und regierst in Ewig! w keit, Amen. A v. Der Herr Jesus in der Nacht, da er verrathen wurde, nahm das Brod, dankte / brachs/ und sprach n Nehmet und esset/ das ist mein Letb,i ge der j l 85 cv der für euch dargegebeu wird; das thut zu meiner Gedächtniß. r.Lor. n. r, Lap. Lz. Vers. Unbethung. Ms ist zwar dein heiligstes Sakrament, Je- )hz ^ su mein Herr! von dir zur Nießung ein- ! gesetzct; nichts desto minder auch in dem Geist und Wahrheit dich anzubethen : als wahrem Gott gebühret dir die eigentliche Anbethung. Solche erweiset dir die katholische Kirche» da sie dieses Geheimniß mit höchster Feyerlich- ex keit öffentlich in den Bittgängen durch Stras- >jt sm» und Weg herumtraget; zur Beschämung M der Irrgläubigen, und deiner Feinden. »ei In dem Glauben, Demuth, und Eifer die- jg ser heiligen Kirche bethe ich dich an, mein Gott rs und Erlöser Jesu Christe, in dem hochheilige» id Sakrament, und erkenne deine göttliche All- ne macht und Herrlichkeit, der ich mich, und mein ,e- ganzes Wesen dir mit tiefer Ehrfurcht unter- jg! werfe! Antiph. Groß sind deine Geheimnisse , > und deine Wort sind unbegreiflich; ! darum sind unartige Seelen in Irr- " thun; gefallen. ^ Er hat ihnen das Brod des Himmels ^ gegeben: j Ewige Anbeth. u. Th. G 86 kk. Das Brod der Engel hat der Mensch f geessen. ! ° Lasset uns bethen. , ^err Jesu Christe! der du in dem heiligsten l Altars-Sakraruent den Gnadenthron den t ner anbethungswürdjgsten Majestät errichtet hast : verleih gnädig, daß alle, so sich Chris - sten bekennen, durch das Licht der Wahrheit l zur Anbethung dieses hochheiligen Geheimniß geleitet, solches mit lebendigem Glauben, und I rhrfurchtvoller Andacht verehren: der du lebst, > und regierst in Ewigkeit, Amen. > v l- Kötnmet, esset mein Brod / nnd trinket meinen Wein, den ich erlch be- ! reitet habe. Spnchw. 9. Lap. . Danksagung» At>ie groß und herrlich sind, o Herrldeine Wen ke, wie vielfältig deine Gutthaten, welche du zum Nutzen und Trost des Menschen ge- , wirket und ertheilet hast? , Das wundervolle Geheimniß des Altars ist ein Uebermaaß deiner Liebe, und göttlichen Gü- , tiqkeit; welche Güter dieses heilige Sakrament bringt. Wer kann es begreifen, daß du o Jesu! um , ter so geringen Gestalten wahrlich bey uns ' blev 8 ? H bleibest, ohne Unterlaß, bis anS Ende der Zeiten. Ist es möglich» baß du o großer Gott und Mensch» d«ch sechsten uns zur Speise bargiebst, n und unS schlechte Menschen mit deinem heilig- j< ßen Leib und Blut ernährest! et Du erfüllest uns mir Trost und Gnaden zur i, Hellrqung der Seelen; zur Standhaftigkcit in U der Liebe. iß Unsterblichen Dank sind wir deiner unbegreif- ,d lichen Freygebigkeit schuldig; niemal werde ich i, deine Wunder und Wohlthaten in Vergessenheit setzen; und meme Seele wird immer wler herholen: Gebenedcyt und gepriesen sey in Ewigkeit» ^ »Jesu! deine Güngkeit lm heiligsten Sakra- ^ ment. Antiph. (D wie fuß o Herr ist dein Geist, der du deine Milde zu den Rindern zu erzeigen, mit den; süßesten Brod, n so von; Himmel gekommen, die Hung- eb rige mit Gütern erfüllest ! ^ Er hat sie gespiesen aus dem besten Ger ik traid; . yc. Und von dem Felsen hat er sie mit Hör ^ ">g ersättiget. ! Lasset uns bethen. n« I Jesu Christe, dein heiligstes Sakrament " > ^ «st ein Begriff deiner Wunder, die reich» G s Aucl- 8 § Duelle der Gnaden, welche diejenige erlangen, j die selbiges mit reinem Herzen, und würdig' ! empfangen; verleih gnädigllch» daß ich vor der Genießung deines heiligsten Leibs und Bluts allzeit mich prüfe» und also mit wahrer Am dacht von diesem göttlichen Brod des Lebens esse, zum Heil meiner Seele; der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. Beschluß. Maria, dero mütterliches Herz nach der Prophezeihung Simeons das Schwert des Schmerzens durchdrungen hat» als Jesus am Kreuz das blutige Schlacht-Opfer geworden; welchen du in dem Tempel mit heiligster Am dacht aufgeopfert hast; bitte nun ihn im Himmel verherrlichet» daß er durch seine allmögen- de Gnad die Ehre seines hochheiligen Geheimniß auf Erden vermehre; damit er von allen Gläubigen, in seinem Heiltgthum im Geist und Wahrheit angebethet werde; und wir einen reichen Zufluß seiner Gnaden genießen mögen. Amen. . Angebethet sey ohne End das heiligste! Altars-Sakrament, A. In Ewigkeit» Amen. Herr erhöre mein Gebeth» yc-. Und mein Rufen komme zu dir. )§'. Lasset uns den Herrn beneveyen! Hc. Gott sey Dank. Und l» g !k s i- s - ^ 8§t Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. tund. Von dem -reyßigstündigen Gebeth. m ^err eröffne meine Lefzen, ; W So wird mein Mund dein Lob verküm iir digen. w O Gott merk auf mein Hilf, n Herr eile mir zu helfen, v Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und n dem heiligen Geist: d Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, n und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder : Lob sey dir o Herr und König der ^ l ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Nötigster Heiland Jesu Christe! es ist eine ^ Wirkung deiner liebvollen Fürsicht, daß deine heilige Kirch, dich in dem heiligsten Sakrament zur Anbethung und öffentlichem Gebeth den Gläubigen feyerlich fürstellet, nicht allein G z w So in heiliger Bußzeit» sondern auch an den Tagen , wo tue eitle Welt den Ergötzungen nachgehet. Deine heilige Gegenwart in diesem Versöh- uungs- Sakrament ist der Trost der Büßenden, und die Hilf der gefahr leidenden Seelen. Denn bey dir o Jesu! ist Barmherzigkeit, und häufige Erlösung; dein heiliges Blut reiniget uns von allen Sünden; und deine Gnad stärket uns in allen Gefahren. Du bist das göttliche Lamm, so du für die Sünden der Welt am Kreuz das blutige Schlacht-Opfer geworden bist. In dem heiligen Sakrament nach deiner Auferstehung lebendig , aber als wie Todt» zur Gedächtniß, deines heiligen Leidens und Sterbens. Denn du bist getödtet worden, und hast uns in deinem Blut erlöset, und Gott zu einem ewigen Reich gemacht. r Wir erkennen deine Kraft und Gottheit, bei- l ue Weisheit und »stärke: dir gebühret alle r Ehr, Glory» und Benedeyung. a Jesu du immerwährendes Opfer, zur Ver- f söhnung des Vaters, durch welches wir Gnad und Barmherzigkeit erlangen! § Die Sünden und Bosheiten der Menschen li haben sich vermehret über die Zahl der Sand- u körnlein an dem Meer; welche den gerechten li Zorn Gottes zu billigen Strafen reißen. Dein heiliges Blut in dem heiligen Sakra- u ment rufet für uns um Gnad und Verzeihung; Z die yr »r die unendkiche Verdienste deiner Erlösung gebe» h- uns die Hoffnung der Aussöhnung. O Jesu ich knie vor deinem hochheilige» O- h» pfer-Tisch! du bist die Zuflucht der Sünder! n, der Mittler zwischen Gott und dem Menschen; du bist mein Hoffnung, der du mein Leben von f dem Untergang rettest, und mich von dem Sün- ^ den-Last erledigest. rd L) Jesu! opfere dem himmlische« Vater für mich deine Schmerzen, und Tod, deine Wun- ,jx den und dein für mich vergossenes Blut, daß ge er alle meine Sünden tilge, und mich zu Gnaden aufnehme. ch O Jesu, du geheimnißvolles Schaubrod ur auf dem Gnaden--Altar» du göttliche Speis ^ der Hungrigen, du wahres Himmel - Brod, so der Welt das Leben giebt, ernähre mich zur is Stärke wioer alle Anfechtungen! ni O Jesu! du Brod der Engel, du verborgenes Manna, tu Getraid der Auserwählten, ei» du Erquikung der heiligen Seelen; ach erfülle lle mein Herz mit deiner Süßigkeit, damit ich ab aller sündhaften Eitelkeit einen heiligen Ecket er» fasse! ad O Jesudu ewige Weisheit, fürsichtiger Gott, unendliche Güte! wende von mir ab al- en le Gefahren, in welchen ich dich beleidigen, >d» und durch wankende Untreu deine Gnade verteil lteren würde! O Jesu! du Liebhaber der jungfräulichen ra» und reinen Herzen! ertheile uns die himmlische g; Früchte deines heiligsten Sakraments» damit G 4 wir 92 wir alle Schmeicheleyen herzhaft verachten» und in deiner Gnade bestätiget, dir bis in Lod getreu verbleiben mögen. k d Unbethung. F^err Jesu Christe, deine vierzigtägige Fasten hast du, von den Menschen abgeändert,! ^ in dem heiligen Gebeth, in tiefer Betrachtung, k und in Anbethung des ewigen Vaters zuge- ° bracht! « Wider die Anfechtung des Satans hast du li uns die Lehre gegeben: deinen Herrn und Gott sollest du anbethen» und ihm allein dienen. ^ Die eitle Welt ist jener Blinde an dem Weg, § der dich und deine Hochheit nicht erkennet, l sondern nur durch das Glaubens - Licht erleuch- < tet, um Barmherzigkeit rufet: o Jesu du Sohn Davids erbarme dich meiner! , c Welche Armseligkeiten umgeben mich, o gü-> l tigster Jesu! mein böses Herz hat mich verfüh- ? ret, und von deiner Liebe, von deinem Dienst k abgeleitet: ich kehre zurück, dich anzubethen, i und dir mich ganz zu ergeben - Meine Schwachheit macht mich fürchten, i daß nicht die Verblendung des Gemüths, das l Unvermöge des Herzens,in so vielen Seelen- Gefahren mich in den Abgrund des Verderbens « fällen. ( Aber mein Gott und Heiland! ich bin vor » dem Thron bemer Gottheit, und Güte, in < liefester Erniedrigung, dich im heiligsten Sakra- 9Z krament anzubethen, und in dem Geist der Andacht dir mich aufzuopfern. O Jesu unendliche Weisheit, und unfehlbare Wahrheit! ich glaube nach deinem heiligen Wort, mit der katholischen Kirche, deine wahre Gegenwart in diesem Geheimniß des Altars. O Jesu! du bist der Sohn des lebendigen Gottes ! durch den alles erschaffen worden : du bist der Herr Himmels und der Erde! Ich bethe dich an, und im Angesicht deiner göttlichen Majestät werfe ich mich in den Abgrund meiner Nichtigkeit. O Jesu! ich will dich erhöhen mein Gott und König ! und deinen Namen benedeyen in Ewigkeit. Du bist groß, und deiner Größe ist kein Ende. Dir gebühret alles Lob, und Niemand kann deine Hochheit genug preisen. O Jesu ! zu dir erhebe ich meine Seele! welche dich den Herrn groß.machet , und mein Geist frolocket in dir meinem Heiland! meine Augen stehen zu dir, und mein Herz ist dir ganz ergeben. O Jesu! o Gott meines Herzens! meine Zuflucht, mein Trost und Stärke! auf dich setze ich meine Hoffnung, und ehre deine unendliche Güte, und Barmherzigkeit. O Jesu ! erbarme dich meiner, mein Gott, erbarme dich meiner! auf dich trauet meine Seel, unter dem Schatten deines Schutzes will ich hoffen, bis die Zeit der Sünden sich endet. Ach daß ich deine Furcht und Liebe, die An- G 5 dacht -4 dacht und Anbethung deiner Hochheit niemal r verliere. l Wann meine Feind meine See! umgeben» rette mich aus der Gefahr, gieb mir den Sieg s in deinem heiligen Namen. Wann mich die Eitelkeiten blenden wollen, s göttliches Licht! erleuchte meine Finsternisse, , Daß ich von der Anfechtung erlediget, durch Dich meinen Gott alle Beschwernisse überwinde. , Herr! mein Herz ist bereitet, dich immer am zubethen, deine Liebe niemal zu verlassen, som j Dem mit den Engeln dich allzeit zu preisen: Heilig » heilig » heilig ist der allmächtige l Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. * Als er war im Anfang rc. Sieh! wir gehen nach Jerusalem, und alles wird erfüllet werden, was durch die Propheten von dem Sohn des Menschen geschrieben ist : Er wird den Heyden übergeben , verspottet, gegeißelt,ver- jpyen, und getödtet werden. Aus dem 142. Psalm. «f^err erhöre mein Gebeth: * höre mein Fle-> hen, und erhör mich in deiner Berechtig- reit. ' Geh nicht ein in das Gericht mit deinem Die- i ner:' LS-KL* 95 al »er:' denn in deinen Augen wird kein Lebender gerechtfertiget. » Der Feind hat meine Sees verfolget: * er !g hat mein Leben auf Erden verdemüthiget. Er hat mich wie die Todte in Finsterniß ge- , setzet: Mein Geist ist ängstig geworden » unk> , mein Herz verwirret! h Herr ich erhebe meine Hände zu dir: * mest e. ve Seel ist vor dir, wie die Erve ohne Wasser, is Herr erhöre mich geschwind : * mein Geist v jß m Ohnmacht gekommen. Wende dein Angesicht von mir nicht ab : * st damit ich mcht wie andere zu Grund gehe. Laß mich deine Barmherzigkeit zeitlich ersah» ren: * denn auf dich habe ich gehoffet. Ehr sey dem Vater rc. , Als er war im Anfang rc. j Mumüthige Wbbitt» ^ Mrviqes allmächtiger Gott ! den ich in de« - allerheiligsten Sakrament, in dem Geist ^ der Demuth, und Zerknirschung anbethe, wie unendlich ist deine Majestät» wie unergründlich deine Liebe, wie unerschöpflich deme Gmigkeit; Du bist der Herr, der höchste König Himmels und der Erde, deinen heiligsten Besätze» - ist die ganze Welt unterworfen. - Niemand kann deine Gutthaten gegen dem Menschen in eine Zahl bringen; wir müssen bei- - ne Erdarmniffe rwig lobe». Und 96 Und dennoch stehet die sündige Welt wider dich auf; beleidiget deine Majestät mit häßlichen und immerdaurenden Sünden; entgilt deine Liebe und Gnaden mit beständigem Undank, und Bosheit! So gar dein allerheiligstes Liebs-Sakrament muß den Undankbaren zum Gegensatz der Beschimpfung, und Entehrung dienen. Jesu mein Heiland! als du die Büß für die sündige Welt angefangen, und an den Oelberg j gegangen, den bittern Kelch von dem Vater anzunehmen, ist deine Seele traurig geworden bis in Tod: und die entsetzliche Bosheit und Zahl der Sünden hat dir den blutigen Schweiß ausgepreiset. Ich knie vor dem Thron deiner Liebe, und in Bitterkeit meiner Seele bekenne ich die Sünden der ganzen Welt. Großer Gott! liebster Vater! wir haben gesündiget in den Himmel und vor dir! von der Tiefe rufe ich zu dir, Herr! wenn du unsre Sünden zählest und anrechnest, wer wird deinen heiligen und gerechten Zorn ausstehen? bey dir o Jesu! ist Barmherzigkeit, und eine häufige Erlösung. Erbarme dich unser nach deiner großen Barmherzigkeit! Sieh mich an o Jesu! mit deiner Gnad, wie du den büßenden Petrus angesehen hast; und ^ bewege mein Herz zu wahrer Büß, damit ich z meine, und alle Sünden der Welt bitterlich! beweine. Mit der Büßerinn Magdalena werfe ich mich A dk 97 zu deinen Füssen, und bitte flehentlich um i- Barmherzigkeit, Herr verschone unsern Sänkt den! ^ Wir sind mit dem Verlornen Sohn den Eitelkeiten angehangen, und haben dich verlassen, it Verzeih o iiebßer Vater! was wir wider dich y gesündiget haben. Ertheile uns deine Gnad, und zähle unS unter deine Kinder, wie du den bekehrten Za- z chäus zu einem Sohn Abrahams gemacht hast. Herr, du erbarmest dich aller wegen dee ^ Büß; dem Mörder am Kreuz hast du seine h Sünden verziehen, und das Paradies verheis- « sen; durch dein heiliges Blut, durch deinen " Tod tilge unsre Sünden, und gieb uns deine b Gnad, und das ewige Leben. .. Anqebethet sey ohne End Das heiligste Altars-Sakrament! >n n re i- ,e h ke Ä! H Gebeth der katholischen Kirche vor dem hochwürdigsten Gut. I. Für die Erhöhung der heil. Rirche. göttlicher Erlöser! es ist deine gewisse, und ^ heilige Verheißung : auf einen Felsen will ich -r ich meine Kirche bauen 7 und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Du hast deine Kirche geliebt, und dich selb- fien für sie dargegeben, sie zu heiligen, und Durch das Wasser in dem Wort des Lebens zu reinigen, damit sie dir glorreich 7 ohne Macke!» heilig und unbefleckt erschien. Durch das Predigtamt der Apostei sollte sie in der ganzen Welt ausgebreitet, und fortgepflanzet werden. Ich komme dann für den Thron deiner Gnade, liebster Jesu! im heiligsten Sakrament, für deine Kirche zu bethen, und deine Barmherzigkeit anzuflehen. ai u> vl U h' la > d< L ke )f. Herr ertheile deinem Volk Glück und Heil, und segne deine Erbschaft. H-. Regiere sie, und erhöhe sie zu alle» Zeiten. Herr! erhöre mein Gebeth; hc-. Und mein Rufen komme zu dir. di h- scl al Herr Jesu Christe, du hast deine Gläubige, von dem Gewalt der Finsternisse erlediget, und ^ in das Reich deiner Liebe qesetzet; in dem wir, v die Erlösung durch dein Blut, und die Nach-, T' lassung der Sünden haben : heilige deine Kirr ve che, welche du in dem Licht der höchsten Ge- A Heimnisse herrlich gemacht hast, und ertheile ihr die Völle deiner Gnaden, damit sie in Einig- keit des Glaubens, auf dem Weg der Gebo- the wandle, und durch den Glanz aller Tu- . gend deinen Namen verherrliche. ^ - 9 - x Vermehre die Zahl der wahren Gläubigen, auf daß deine Kirche immer mehr ausgebreitet, § und in allen Theilen der Welt dein heiliges E- d vangelium geprediger, und gehalten werde. , ^ Es frolocket dein heiliges Sion» daß du der ,! Urheber der Heiligkeit» in Mitte dessen» in dem heiligsten Sakrament» immer dich einsendest: e laß aus diesem Heiligthum deine Gnaden in r > deine Kirche häufig ausfiießen» damit dein Volk an den Verdiensten» und in aller Heilig- , keit beständiges Wachsthum erlange. , Alle Erde o Herr! soll dich anbethen, und - dich durch ein reines unsträfliches Leben allent- , halben loben! damit wie durch dich alles erschaffen ist, also deiner Herrschaft und Gewalt > > alles ergeben» und unterworfen werde. , , Vater unser re. z. mal. s Ehr sey dem Vater rc. n. ,' Für Ausdeutung der Retzereyen. > i r! ^>eine Kirche o Herr! ist durch deine Verheil- » ^ fung die Saut und Grundfeste der Wahr- , heit; welcher du den heiligen Geist» als den , Lehrer aller Wahrheit» bis ans Ende der e Zrtten versprochen hast: und dennoch ist sie - von vielen Jrrlehrern» von After - Christen be- - stritten worden. - Äa noch rmmer hat sie von ihren eignen Kin- dern vieles zu leiden, welche in Irrthümer 100 verfallen, und von der Wahrheit abgewichen b sind. b Deine heiligste Geheimnisse spotten und lästern die Abtrinnige, welche nur ihrem eigr § neu Sinn folgen, und der geoffenbarten Wahr- d heit widersprechen. b Herr erleuchte ihre Augen, damit sie nicht in der Finsterniß des Unglaubens zu Grunde gehen. H-. Uud sich deine Feinde nicht rühmen können » wider deine Kirche gesieget zu haben. < Herr erhöre mein Gebeth. Yc. Und mein Rufen komme zu dir. Herr Jesu Christe! erhöre das Flehen bei- ^ ner Krrche, daß durch deine göttliche Kraft ^ die Irrthümer aufgehoben werden» und sie dik h mit sicherer Freyheit dienen möge. Laß dein Gnadenlicht über die verführte Ge- ri müther erscheinen, damit sie dem Geist der ? Falschheit absagen, und in die Schooß dein» g allein wahren Kirche zurückkehren. Jesu du guter Hirt! welcher du dein Blut b für deine Heerde aufgeopfert Host» rufe zurück r> die irrende Schäflein in deinen Schafstall, da- § mit alle dich erkennen, und deiner Stimmt l, nachfolgen. b Jesu du bist für alle Menschen gestorben, r- und willst, daß alle zur Erkenntniß der Wahrheit kommen; erbarme dich dieser verblend«» . Seelen, damit sie mit einem Herz, und Mund dich ror n dich und den Vater, der dich gesendet hat» an- betken und ehren. ä- Beschütze deine Kirche wider alle Feind,und gr Betrüg derjenigen, die in Schaaf-Kleidern rs deine Gläubigen in das Unheil, und Verderben zu stürzen trachten. Vater unser rc. z. mal. ,u Ehr sey dem Vater rc. Für Fried und Einigkeit der christlichen Fürsten. . ^>ie Liebe und Einigkeit, liebvoller Erlöser! ^ ^ hast du deinen Jüngern vor deinem Lei« st den anbefohlen; ja ihnen gesagt: Den Frieden tt hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deine heilige Kirche bestehet durch dre Ei- e- nigkeit in der Glaubenslehre, und durch den er. Frieden Gottes, der die Herzen der Glaubten gen vereiniget. Diesen Friede kann uns die Welt nicht gellt ben; er ist eine Gab deiner heiligen Gütigkeit» >ck von welcher die heilige Begierden» die gerechte a- Räthe 5 und die gerechte Werk herkommen, verirr leih, daß unsre Herzen deinen Gebothen ergeben, die Furcht der Feinde gehoben, und uns- >, re Zeiten durch deinen Schutz ruhig seyn. e„ ö. Durch deine Kraft 0 Herr! ertheile uns .y den Frieden, Ewige Aiibeth. li. Tl). H is2 Und die Volle deines Segens in deiner Kirche. «, Herr erhöre mein Gebeth» 5 «f. Und mein Rufen komme zu dir. ^ Herr Jesu Christe! der du die Völker in Eis ^ nigkeit des Glaubens versammelt hast» gieb den christlichen Fürsten» und ihren Räthen den 5 Geist des Friedens, und vereinige ihre Herzen ^ durch das Band der Liebe; damit sie durch § keine Begierlichkeit verleitet werden zu Unten ^ nehmungen» welche deiner göttlichen Ehre, und ' der süßen Ruhe der Kirche zuwider sind. Laß uns genießen, unter dem Scharten den ner Macht und Güte, in den Wohnungendes Vertrauens, die Früchte deiner Freygebigkeit, in dem erwünschlichen Friede, l Erleuchte die Beherrscher dieser Welt»daß sie ihre Untergebne mit Gerechtigkeit regieren, und st mit vereinigten Kräften, selbe zum ewigen Les o, ben mit sich zu befördern trachten; der du lebst und regierst in Ewigkeit» Amen. m Vater unser rc. z. mal. er Ehr sey dem Vater rc. F loi Für die Bekehrung der Sünder. n>< Hsus deiner unendlichen Barmherzigkeit willst H ^ du o Herr! den Tod des Sünders nicht, all sondern daß er sich bekehre, und lebe. ter Du M Du bist gekommen» die Sünder zur Büß zu berufen» und ihnen Gnade mitzutheilen; du zeigest deine Allmacht» und Güte mit verschos nen; und die Viele deiner Erbärmnisse tröstet den Büßenden von deiner Versöhnung. Durch dein heiliges Leiden» und Tod erlans " get er die Gnade der Bekehrung» und von E" dem Throne des heiligsten Sakraments» zu dem ^ er seine Zuflucht nimmt» die kräftige Hilf, den Sündenlast abzulegen» und einen neuen Men- A schen anzuziehen. Bekehre uns o Herr, unser Heiland! ei- Und wende von uns ab deinen Zorn. es Herr erhöre mein Gebeth » it, Und mein Rufen komme zu dir. sie Herr Jesu Christe! erbarme dich der Arms nd seligen » welche durch die Eitelkeit verblen- W det, mit Sünden verstricket sind, und ihre» bß bösen Seelenstand nicht erkennen, sondern im- mer Sünden über Sünden Haufen. Jesu! die du mit dem Werth deines Bluts erlöset hast, werden zum Raub des börm Feinds; dein Kreuz und Leiden ist an ihnen verloren » und sie gehen ewig zu Grund; errette sie durch deine große Barmherzigkeit» daß sie durch deine Gnade ihr Unheil erkennen, und wahre Büß wirken. Gieb ihnen ein zerknirschtes und demütbiges H Herz, daß sie ihre Missethaten bereuen, und t, alle Sünden von sich werfend, zu dir dem Vater der Barmherzigkeit zmuckkchren. H 2 Nach io4 Nach deiner Milde, und großen Barmher«! zigkeit erbarme dich der irrenden Seelen, undljlnd da sie von ihrem Fall aufstehen, eröffne ihnen N die Thür deiner Gütigkeit, daß sie die vollkommene Nachlassung aller Sünden erhalten»durch deine unendliche Verdienste; der du lebst undzeh- regierst in Ewigkeit! Amen. V. Für Erhaltung der Unschuldigen. Gott! du Urheber und Wiedergebet der Unschuld, der du deinen Sohn auf diese Welt gesendet hast, damit er durch sein Leiden im Fleisch die Erbsünd tilgete, welche durch den Adam auf seine Nachkommenschaft gefallen , und in dem heiligen Taufwasser durch den heiligen Geist uns die kostbare Wiedergeburt in der reinsten Unschuld mittheilet: Laß dir gefallen meine flehentliche Bitt, welche ich deiner heiligen Gütigkeit vorlege, für die unschuldige Seelen, welche deine geliebte Kinder sind» und in denen du ein großes Wohlgefallen hast. Deine liebreiche Vorsichtigkeit hat sie den Gefahren entzogen, in welchen sie den großen Schatz der Unschuld wurden verloren haben - entferne sie welters von allen bösen Gelegenheiten, damit sie nicht in die Fallstrick der Sünde fallen; bewahre sie von schweren Anfech-i Lungen, des bösen Feinds, und der Vegierlich- keit, dadurch sie möchten überwunden werden L Her W zetz nle lins L ken der lins riel Llv H den bar Gn 105 »er- lndjind Selig, die ohne Mackel in dem Weg ikn M- ss-. Die im Gesetze des Herrn wandeln. Wachet und bethet, Yc-. Damit ihr nicht in die Anfechtung einlud sehet. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. Der ese Sei- rch als rch ich W ver ab Ze< Zen in >ei< such-! ch en< ! Herr Jesu Christe! du Liebhaber der reinen herzen, der du auch für die Unschuldige dein Wiges Blut vergossen hast, ihnen die kräftige Gnade, und die Beharrlichkeit zu verdienen, »leuchte sie, daß sie den hohen Werth der Unschuld erkennen, und über alles schätzen. Dein hochheiliges Sakrament wolle sie stärkn, daß sie alle innerliche und äußerliche Feinde überwinden, und das unbefleckte Kleid der Unschuld vor dein Gericht bringen, und in Himmel tragen mögen : der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. VI. Für die Gnad der Beharrlichkeit. heiliger und gerechter Gott! du hast den Men- V schen zum ewigen Leben erschaffen, und dennoch kann Niemand» ohne besondere Offenbarung, unfehlbar wissen, daß er der ewigen Gnadenwahl versichert sey. Jesu Christe! du hast selbsten gesagt: Wer verharret bis an das Ende, der wird selig H z wer« ic-6 werden; welches von Niemand anderm kann i( erlang-i werden, als von oir» der du mächtig g bist, den Stehenden fest zu stellen, daß er be« ji harrlich stehe, und den Gefallenen wieder auf, zurichten. Auf deine göttliche Hilf müssen wir festiqlich vertrauen: denn du o Gort der Erbärmniß! wirst das Werk vollkommen machen, das du § angefangen hast. ^ Lasset uns unser Heil in Furcht und Zit- ? lern wirken: ; tz-. In die Hoffnung der Glory wieder ger ' bohren. - X'. Lasset uns streiten wider das Fleisch, die Welt, und Hölle; lX. Damit wir mit der Gnade Gottes üben , winden. , X'. Herr erhöre mein Gebeth, , Hc. Und mein Rufen komme zu dir. Herr Jesu Christe! der du dein heiligstes , Sakrament als die stärkende Wegzehrung in " die Ewigkeit uns hinterlassen hast: verleih mir, , die Gnad der Beharrlichkeit bis an das Ende meines Lebens» damit ich in dem letzten Augen, blick in der Gerechtigkeit erfunden werde. , Durch deine Güte und Barmherzigkeit, durch dein Leiden und Tod, laß mich nicht anders , als in deiner Gnade sterben: starke meine , Schwachheit, alle Anfechtungen zu überwin«> i den; löse die Band meiner Sterblichkeit, da« ! mit ich mrt dir in der Liede vereiniget sey , und ! ich ! 107 ich sicher zur glückseligen Unsterblichkeit gelangen möge durch dich, der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. VII. H Für das ewige Leben im Himmel. >u Mas nutzt es den Menschen, wenn er die ^ ganze Welt gewinnt, an der Seele aber Schaden leidet? dieß hast du uns ermähnet, ^ göttlicher Erlöser! und ebendarum vorderst das Reich Gottes zu suchen gelehret. ^ Es leidet aber Gewalt, und nur durch Ue- . berwindung meiner selbsten kann ich dahin ge- langen» in der Kraft deiner Gnade. Wenn schon ein schmaler Weg dahin führet» " und eine enge Porten selbes öffnet, so stehet doch meine Begierde zum Himmel, mit und bey dir, 0 Jesu! das ewige Leben zu genießen. Eine Gnad habe ich von dem Herrn be- zehrt, nach dieser werde ich immer trachten; ^ hc-. Daß ich in dem Haus Gottes wohnen " > möge, alle Tage meines Lebens. , Herr erhöre mein Gebeth, ^ Y.-. Und mein Rufen komme zu dir. cb Herr Jesu Christe! der du mich von dem :s ewigen Tod zu erlösen, dein heiligstes Leben re am Kreuze dargegeben hast, erbarme dich mei- n< ner» und laß mich eingehen in das ewige Lebem a< Deine Gnad wirke in mir» daß ich durch alle >d Gottseligkeit »durch deine wahre und standhafte H 4 Liebe» io8 ^ Liebe, würdig werde, in den Himmel, rur ewi^ x gen Glückseligkeit berufen zu werden: der du ^ lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. Beschluß. ^>err Jesu Christe! an dem Kreuz Kaff du dich ^ als ein Versöhn - Opfer für alle Sünden der Menschen daraeqeben, und die Erlösung in deinem eignen Blut gefunden: laß uns zu Theil werden die Früchte deines Leidens! In dem heiligen Sakrament bleibst du im ' mer der liebvolle Heiland; spendeff deine G"a< l den aus; tröffest die Bctrangre; und lassest die bekehrte Sünder zu deinem heiligen Tisch, 1 sie mit deinem heiligen Sakrament zu ernähr , ren; dein heiligstes Geheimniß sey uns zum l Trost in diesem, und zum Heil im ewigen Leben. Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars' Sakrament, tz-. 2n Ewigkeit, Amen. )?. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! tzc-. Gott sey Dank. 1 Und die Seelen aller Christglaubigen ru< < Heu durch die Barmherzigkeit Gottes im Frie- > . den, Amen- 109 Mcbcntc Wtund. Von der Buße, oder in der heiligen Fasten-Zeit. ich, >en! >114' r» !stt is err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. L> Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt» und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir 0 Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. strebenedeyt sey die heiligste und unzertheilte ^ Dreyeinigkeit, Vater, Sohn» und heiliger Geist! welche du die große Geheimniße unser- Heils in Christo Jesu uns kund gemacht hat. Deine Stimm, ewiger Vater» ist nach dem Tauf Jesu vom Himmel gekommen: dieser ist H 5 mein no mein geliebter Sohn, in dem ich mein Wohl- r gefallen habe. ^ Heiliger Geist! du bist in Gestalt einer Taube über Jesum herabgestiegen; und hast ihn z mit deiner Gnad erfüllet. r J^.'.du hast die Himmel eröffnet, um den . rer Mensch, allein mit Gott beschäftiget! Das Geschäft der menschlichen Erlösung hast , du mit der Büß angefangen für die Sünden , Der Welt; deine erste Predigt wäre von der > Büß: thut Büß, denn es nähert sich das < Reich Gottes. ! Göttlicher Lehrmeister ! ertheile uns den wahr l ,n jl- ren Büß - Geist , die Sünden zu erkennen, von Herzen zu oereuen, und das Leben zu bessern, u- Dein heiligstes Sakrament hast du eingesetzet >„ zur Gedächtniß deines Leidens und Todes, in welchem du die strenge Büß für aller Menschen ?n Sünden am Kreuz vollbracht hast. >n O büßender Jesu! welch unendlichen Dank et sind wir dir schuldig, daß du für unsre Sünden genug gethan, und unö mir Gott versöhnet t, hast. . ... in Deine vierzrgtägige Unterhaltung mit Gott, . wäre ein immerwährendes Gebeth zum Vater, ir für unser Heil, für die Bekehrung der Sänkt der; deine Demuth, deine Liede» dein unend- II, lich werthes Flehen» hat uns Huld und Gnad ,, erworben. m Noch immer lebst du in dem heiligen Sakrament, bey dem Vater unser Fürsprech zu seyn. er Und obwohlen du nun über alle Himmel erhole den, vertrittst du doch in diesem Geheimniß ß das Amt eines Mittlers. Ach, daß unsre geringe Büß, und schwaches « Gebeth» durch deine unendliche Verdienste uu- k» terstützet, bey dem Vater Eingang findet )r i. Mnbethung. st n ^ Aer Himmel allein weißt es, göttlicher Erlö- -r j ^ ftr! was du vierzig Tag in der verlassenen s Einöde gethan hast. O allerheiligstes Herz Jesudu wärest in der stillen Entfernung girr lrin zum himmlischen Vater gerichtet. O 112 O Demuth, Liebe, und Ergebenheit, mit welcher die ewige Gottheit immer anzubethen, j deine unaussprechliche Freude war. j Laß einen Stral von deinem Licht in mein i Gemüth, und einen Trieb von deiner Liebe in < wein Herz kommen; damit ich dir, als meinem < Gott, die Pflicht der tiefesten Anbethung ab,, ! statten möge. ; Ich verlasse nun alles Erschaffene, und wende mich allein zu dir, mein Gott und Heiland,' , mein verborgner Gott auf dem Altar! ^ In dem Bußgeist bereue, und widerrufe ich > all mein vergehen wider deine anbethungswür- dige Hochheit. Ich erkenne dich mein höchstes Gut, und bethe dich an. Du bist mein Gott, den ich ehre und liebe, dem ich gehorchen, und dienen will : du bist groß, herrlich, und allmächtig, obwohlen unsichtbar im heiligsten Geheimniß ; und bewohnest ein unzugängliches i Licht. Ich bethe an deine Allmacht und Güte, als einen Gott, der mein Erlöser ist, der nicht in> der Herrlichkeit eines allmächtigen, sondern in Gestalt eines sterblichen Menschen, das Blut für mich vergossen, und den grausamen Tod gelitten hat. i Für diese unendliche Gutthat ist all meine Danksagung zu gering: nur mit demüthiget j Liebe, und mit ewiger Treu, mein theurer Hei- ! land, will ich sie erkennen, und dich unaufhör- ' lich loben, dem ich mich, mit Leib und Seele, zu deimem Dienst dargebe. > Meine riz it > Meine begangene Untreuen, und Undank wird , ^ ich ohne End bereuen, und mein übriges Leben solle ein Bußleben seyn: meine Seel solle deis „ ne Erbärmmsse niemal vergessen; sondern dich n als den höchsten Gott, dein unendliches Wett sen, die große Geheimnisse des Glaubens die >, Wirkungen deiner Liebe, m der Stille des Herzens, immer betrachten; und wiederholen: ". Heilig, heilig» heilig ist der allmächtige Gott, ' der Herr der Heerschaaren! h Ehr sey dem Vater rc. - Als er war im Anfang rc. s ' Herr! du bist gerecht, und alte ° deine Gerichte sind aufrichtig/ und ^ alle deine Wege sind Erbarmniß/ und Gerechtigkeit. S' » Aus dem 50. Psalm. t> Wein Gott erbarme dich meiner, * nach dei- d' ^ ner großen Barmherzigkeit. Und nach der Viele demer Erbärmnissen, * e tilge alle meine Missethat, r Wasche mich immer mehr und mehr von mei- ir neu Missethaten : und reinige mich von meiner ^ Sund. , Weil ich meine Missethaten erkenne: * und Mine Sund ist immer wider mich. ! Wider »4 Wider dich allein habe ich gesündiget, und Böses vor dir gethan : * auf daß du gerecht in d deinen Verheißungen gefunden werdest, und in a deinem Urtheil siegest. u Denn tch bin in Ungerechtigkeit empfangen " worden: * und meine Mutter empfieng mich ll in Sünden. Wende dein Angesicht von meinen Sünden « ab : * und tilge alle merne Sünden. b Erschaffe in mir o Gott! ein reines Her;:' 6 und erneuere in mir einen aufrechten Geist ;u dir. § Verwerfe mich nicht von deinem Angesicht:' 4 und nimm von mir nicht hinweg deinen heiln j gen Geist. Ein von der Reu geängstigter Geist ist Gott r ein angenehmes Opfer: * ein zerknirschtes und r gedemuthigtes Herz» wirst du o Herr! nicht c verachten. t Ehr sey dem Vater rc. , Als er war tm Anfang rc. Meumüthige Kbbitt. M gütigster Jesu! dein heiliger Gnadenthron ^ ziehet mich vor dir zu erscheinen, und deine Barmherrigkeit anzuflehen. Es wäre eine Wirkung der Liebe gegen uns, daß du eine strenge Fasten, und so langes Gebeth für die Sünden der Menschen auf dich genommen, Und nh Und dennoch hat das Sündigen kein Ende! in das Herr des Menschen ist bös von Geburt in an; es ist schwach und geneigt zur Sünde» und der Satan, der dich in der Wüste dreyen mal versuchet, füllt den Unvorsichtigen in sein >ch Unheil. Unendlich gütiger großer Gott! erbarme dich en unser, nach deiner großen Barmherzigkeit. Du bist zwar gegen die Sünder, die nach ihrem ' Sinn ohne Besserung leben, ein gerechter rä- zu cheuder Gott; aber gegen den Müssenden ein Gott der Güte, der du deine Macht, und Hochheit mit Verschonen und Erbarmen erst, zeigest. Die Viele und Schwere der Sünden, welche tt wider dich, o Jesu! begangen werden, wurden ,d mich darnieder schlagen, in Furcht und Schreit cken setzen; wenn nicht deine Barmherzigkeit mich tröstete» welche kerne Schranken hat, wenn der küssende Sünder sich in ihre Arme wirft, imd um Gnade bittet. ! Ich nehme dann meine Zuflucht zu deiner i milden Güte und Barmherzigkeit, und flehe dich an, von dem innersten Grunde meines i Herzens, o Jesu verzeih mir meine Sünden , und verschone dem Vaterland; rechne uns nicht " an alle Entehrungen deines allerheiligsten Sa- " kraments, alle Unbilden, die deiner hohen Ge- > gemvart von den Juden, Irrgläubigen, und bösen Christen angethan werden. i-! Sieh an, o liebreichester Heiland! den Glauben , und Andacht deiner Kirche, mit welcher sie n6 sie dein heiligstes Sakrament ehret, liebt, und anbethet. Zu einem Ersatz nimm anfalle Ehrbezeuqung, so dir erweisen unzählbare christliche Herzen in allen vier Theilen der Welk. Welche ich dir demüthigst in der reumükhkgen Abbitt aufopfere; «nd mit aller Innbrunst meines Herzens wiederhole: Gelobt, geliebt, anqebethet sey ohne End, Jesus unser Gott und Erlöser im heiligsten Sakrament ! dt d« E ui Hoffnung ^ einer bußfertigen Seele ^ auf die Barmherzigkeit, und das heilige „ Leiden unsers Erlösers Jesu Christi. ! " Gott! du erbarmest dich aller»und siehst die! ^ Sünden der Menschen nach, wegen der? Büß; ja du wartest unser, dich unser zu erbar-! wen. - Göttlicher Erlöser! du hast die Sünder grm dig aufgenommen, und mit Liebe und Guttha- ten an dich gezogen. I Ich habe meine Sünden bereuet, und nun! ^ setze ich mein ganzes Vertrauen auf deine un- te endliche Barmherzigkeit, und auf dein heiliges oe Leiden, so du für mich dem Vater aufgeopfert! ^ hast. j Deine ny ^ Deine Barmherzigkeit stehet vor der Porten der Hölle» und kernen, so zu «hr die Zuflucht H nimmt, laßt sie in den Kerker werfen, m Zu dir dann, o barmherziger Heiland! wen- ^, de ich mich, und mit bußfertigem Herzen, voll der Hoffnung, flehe ich zu deiner Güte um ^ Gnade und Trost. d»! Aus dem ersten Bußpsalm. Herr strafe mich nicht in deinem Grimm : * und züchtige mich nicht in deinem Zorn. N Erbarme dich meiner, o Herr'. denn ich bin schwach : * heile mich Herr in meiner Verwirrung. Rette meine Seel, hilf mir, und mach mich selig! * um deiner Barmherzigkeit willen, g. Weichet alle von mir, die ihr Böses thut;* mein Gebeth hat Gott angenommen. . Ehr sey dem Vater rc. »es Als er war im Anfang rc. -ttk IM I. liä Jesus am Oelberg. > ^esu; für meine Sünden hast du am Oelberg R >0 die tödtliche Traurigkeit und Furcht gelit- n! ten; und da du in die Tods - Angst gefallen, es den blutigen Schweiß vergossen, mich von den et Sünden - Mackekn zu reinigen. O strenge Büß, die du für die sündige Menr Ewige Anbech. u. Th. I sehen «i8 » schen , die Unschuld, und Heiligkeit selbsten gv - wirket hast. x O Gütigkeit, mit welchsr du den bitte,» Kelch angenommen, und dich in den Kreuz Tod x für mich ergeben hast. d Solle ich nicht auf dich hoffen, und durch« s. deine Verdienste die Verzeihung, die Gnade» n und das ewige Leben erwarten ? Aus dem zweyten Bußpsalm. « Selig sind die, welcher Sünden vergeben»' und derer Sünden bedeckt sind. Meine Sünd habe ich dir bekennet; * und du hast mir die Gottlosigkeit meiner Sünd » vergeben. Du bist meine Zuflucht in der Trübsal;' v meine Freud» erlöse mich von meinen Feinden. " Viel Geißeln und Plagen kommen über den Sünder: * wer aber auf den Herrn hoffet, ^ den wird die Barmherzigkeit umgeben. ^ ^ Ehr sey dem Vater rc. ^ Als er war nn Anfang rc. ' n L. Jesus an der Gaul m der GeLßlung. 5>esu du Haff, an die Saul angebunden, dit schmerzliche Geißlung in tiefem Stillschweige n gelitten. Vermenschter Gott! für mich armen Su>» der "9 e» der hast du die, von mir verdiente Strafe, aus Lrebe ausgestanden. Kau» ich an oetner liebvollen Barmherzigkeit zweifeln, und kleinmüthig werden, da ich deme Wunden, deine Schmerzen» dein verspritztes heiliges Blut betrachte, in welchem meine Sünden gctilget worden ? Jesu! opfere dem Vater deine grausame Me'ßlunq, damit ich vollkommne Nachlassung aller Schuld und Straf erlange. Aus den; dritten Bußpsalm. ,d Herr vor dir ist alle meine Begierde: * und § mein Seufzen ist dir nicht verborgen. Mein Herz ist bereit, meine Kraft hat mich « verlassen; * und daö Licht meiner Augen ist n. nicht bey mir. rn Ich hoffe o Herr auf dich; * du mein Herr und Gott wirst mich erhören. Verlaß mich nicht, o Herr mein Gott! * weiche nicht von mir. Eile mir zu helfen : * o Herr! du Gott meines Heils. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Jesus zum Rreuztod verurtheilt. it Ungerecht, und unbarmherzig bist du unichul " " diger Jesu zum Kreuz verdammet worden 2 2 die !2S die Ankläger und der Richter haben an dir^ ? dem Sohn Gotres diese Unbarmherzigkeit aus- ^ geübet. . Aber eine unendliche Barmherzigkeit ist es ge- ! gen mich, daß du Jesu! das Tods Urtheil fü» Z Mich hast angenommen. ^ Ich hatte den Tod verdienet, und tu hast wollen für mich sterben; soll ich von dir nicht ? ein gnädiges Urtheil hoffen, da du mich nch- s ten wirst? , Aus dein vierten Bußpsalm. Erbarme dich meiner o Gott! * nach deiner großen Barmherzigkeit. * 1 Und nach der Viele deiner Erbärmnissen,' tilge meine Sünden. , Ein reines Herz erschaffe in mir, o Gott!' . und erneuere in meinem Innersten den rechten Geist. i i Verwerfe mich nicht von deinem Angesichts und deinen heiligen Geist nimm nicht von mir. ^ Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. 4 - Jesus mit Dörnern gekrönet. § /Ks ist nicht zu fassen, o Jesu ! deine wunder- § ^ bare Geduld, Stillschweigen, und Gütig- , kert, mit welcher du m deiner schmerzvollen Kro- 121 . l Krönung » die' gottloseste Beschimpfungen , 1,! Spott und Hohn übertragen hast. ^ Du bist der wahre Kömg Himmels und der Erde ; und littest ohne Widerrede die bosr ? hafte Lästerungen, Schläg, Dörner, und " Spötteleyen. « O liebvolles Herz! o unendliche Barmherr ^ zigkeit! soll ich nicht sicher von dir hoffen die ^ Verzeihung meiner Sünden» mit welchen ich ^ deine Majestät beleidiget habe; da ich selbe von Herzen bereue, und verwünsche? Aus dem fünften Bußpsalm. ^ Meine Tage sind dahin gegangen, wie der . Schatten; * und ich bin ganz verdorret. Du,o Herr! wirst dich über Sion erbarmen; * , denn die Zeit ist gekommen, dich ihrer zu ett ^ barmen. ' Der Herr hat Sion aufgebauet: * und wird in seiner Herrlichkeit gesehen werden. ' Er hat auf das Gebeth der Demüthigen ge- ' sehen; * und hat ihr Bitt nicht verschmähet.' Ehr sey dem Vater rc. . . Als er war im Anfang rc. (hristus unter den; Last des Kreuzes. t>esu mein Herz ist mit Hoffnung erfüllet; da ich dich mit dem Kreuz beladen betrachte. ÄZ O 122 O Liebe! daß du für mich den Last des s- Kreuzes auf den Kalvanberg hast tragen g wollen! O Trost! den du auf dem Kreuzwege den v mitleidigen Töchtern Stons gegeben hast; daß sie nicht über dich weinen sollten, als der du wil- h lig für sie sterben wollest, sondern üder sich ^ sechsten» und ihre Sünden bereuen, damit die r Straf Gottes nicht über sie komme. f Liebreichester Heiland! ich hoffe von deiner b Güte die Gnade dich zärtlich, und bis ansEn- ri de zu lieben ; denn du hast deine Brlrmß unauslöschlich meinem Herz eingedrucket, wieder frommen Veronica in ihr Schweißtuch. Aus dem sechsten Bußpsalm. « Aus der Tiefe, rufe ich zu dir, o Herr!' § Herr erhöre meine Stimm, § Ach Herr! wenn du der Sünden gedenkest,* Herr! wer wird bestehen können? r, Aber bey dir ist Vergebung: * und um deines gesetzes willen verlaß ich mich auf dich. h Bey dir ist Barmherzigkeit; * und überflüssige Erlösung. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. 6 . Jesus wird gekreuzigt t. /Anen grausamen Gottes Mord haben die ( ^ Menschen an dir verübet, da sie dich, o Jesu! es su! ohne Barmherzigkeit auf das Kreuz gena, m gelt haben. Wie barmherzig hast du deinen Todfeinden en verschonet. iß Da sie dich am Kreuz in die Höhe erhoben, ,l< hast du aus Muleidev für deine Kreuziget um ch Gaade gebethen r mrdich, o gütigster Zesir! solle >le von dir nicht Gnade und Barmherzigkeit Host fm; da ich dich am Kreuz anbethe, und eben er darum dich von ganzem Herzeubebe» weil du w mich am Kreuz erlöset hast ? er 2ius dem siebenten Bußpsälm. Herr gehe nicht ms Gericht mit deinem Dies ner: * mein Geist ist in mir beängstiget. . ^. Meine Hände habe ich zu dir erhsbenr* meine Seel ist vor dir, wie das Erdreich ohne § Wasser. ' Laß mich bald deine Barmherzigkeit geniest . sen; * denn auf dich habe ich vertraut, b' Lehre mich erfüllen deinen Willen; * denn du bist mein Gott.. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. 7 - Jesus stirbt am Rreuz^ dir Os ist vollbracht; Jesus mit geneigtem Haupt Ze, ^ hat seinen Geist aufgegeben. ^esu l du hast Z 4 das -24 das Werk meiner Erlösung durch den Tod am Kreuz vollendet: Und meine Hoffnung auf dich ist nun unbeweglich befestiget. Herr! auf dich habe ich ge- hoffet, ich wird nicht zu Schanden werden. Wie kann ich deine Gnade» und das ewige Leben verlieren» da du» o Jesu!für mich gestorben bist, damit ich ewig lebe. Bis in Tod wird ich nicht vergessen dein heiliges Leiden» aus welchem ich deine Liebe» deine Gütigkeit» und deine unendliche Barmherzigkeit erkenne. > Bis in Tod wird ich auf dich hoffen; und dein heiligstes Sakrament vor meinem Ende, wird mich in dieser Hoffnung stärken, und be- stättigen. Dem heiliges Blut reiniget mich von der Sünden; deine Wunden heilen meine Schwachheiten ; dein heiliges Kreuz umfange ich, und dem Tod giebt mir ein seliges Ende, und das ewige Leben. ini un V dil de »r en L. Beschluß. ^err Jesu Christe! es ist deine heilige Lehr, , daß der Mensch nicht allein von dem Brod, ^ sondern von dem Wort» das aus dem Mund Gottes ausgehet» lebe; du» o göttliches Wort!, ernährest uns mit dem wunderbaren Himmels , Brod deines heiligen Sakraments : starke v mich durch die Kraft dieses heiligen Brods, s wider alle Anfechtungen meiner Feinde» damit NI e- lege >r- ei- ei- :rr id e, >e- e» ch nd r, ^vi nd t! eile >a- 125 mit ich mit dir versöhnet, künftig dich anbethe» und dir altem diene. Die Engel traten zu dir, nachdem du die Versuchungen überwunden hast, sie betheten dich an, und bedienten dick: ach! daß ich durch deine Gnade meine Seelen-Feinde besiege , und mit den heiligen Engeln dich rm Himmel mg anbethen, und loben möge, Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars < Sakrament, ss-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und die Seelen alter Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen- Wchte Mund. Von dem Einzug Christi in Jerusalem, oder am Palmsoimtagc. Merr eröffne meine Lefzen, Wl- So wird mein Mund dein Lob verkündigen. 25 O O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dein heiligen Geist: Als er war im Anfang» jetzt» und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. H>ein siegreicher Einzug in die Stadt Jeru- ^ salem» göttlicher Heiland! ist ein herrliches Geheimniß, das wir nimmer vergessen» sondern dankbarlich verehren » und anbethen sollen. Es ist erfüllet worden, was der Prophet vorgesagt: Fürchte dich nicht» o TochterSion! sieh dein König kömmt zu dir ganz fanftmüthig» sitzend auf einem Esel. Das große Wunderwerk» das du durch die Auferweckung des Lazarus gewirket hast» zeigte dich dem Volk als den König und wahren Messias. Es gteng dir entgegen, mit Palmzweigen » singend: Hosanna» gebenedeyt sey der König von Israel, der da kömmt im Namen des Herrn! Dein herrlicher Einzug in Jerusalem war ein Entwurf deines Triumphs, den du durch deinen schmerzhaften Tod über die Sund, Höll, und Tod erhalten hast. mit der Iie der kör der l° alt n! in da de eii N dr Ul de L. in de Der 127 Der mit Kleidern des Volks bedeckte, und mit Zweigen von den Bäumen ^' . streute Wege, bezeugte deinen Sieg» und b^ig preißten deine Jünger Gott mit lauter Stimm: Gebener dcyl sey der Könia, der im Namen des Herrn kömmt: Hosanna dem Sohn Davids: gebene- deyt sey das Reich unsers Vaters Davids» so wrr ankommen sehen! Hosanna im höchsten Himmel! O Jesu! so hat man dich in Jerusalem als einen trmmphirenden König empfangen, in mlchem du über^wenig Tage an dem Kreuz als ein Erlöser der Welt sterben solltest. Unbeständiges und undankbares Judenvolk, Kelches dich bey dem Einzug als seinen König erkennet» und etliche Tage hernach verlauqnet, beschimpfet » und mit grausamem Geschrey M Kreuz und Tode begehret hat. Und dennoch, 0 unendliche Güte! ist von dir das allerheilrgste Liebs - Sakrament in Mitte des untreuen Jerusalems, in eben dieser Zeit kinaesetzet worden, zum Heil und Trost der Menschen. Es ist der Thron deines Reichs, welchen du in Sion bey dem Abendmahl errichtet hast, und dein herrlicher Einzug gieng dahin, von deinem Reich Besitz zu nehmen. So sey dann dir 0 König Israels! Glory, Lob, und Ehre, in deinem hochheiligen Sakrament ; gebenedeyt sey dein Reich! Hosanna dem Sohn Davids l 12 ? Mnbethung. jurch deinen Sieg, o göttlicher Heiland! hast du dir einen Namen erworben, der über alle Namen ist, auf daß sich im Namen Ich alle Knie derer, so im Himmel, auf Erde, und unter der Erde sind, biegen müssen. Du bist unser Herr und König» und wir sind deine Unterthanen, die Gott in das Reich seines geliebten Söhns brisen hat, in welchem wir streiten, durch deine'Mad überwinden, und mit dir in Ewigkeit triumphiren werden. Ich entrichte dann dir, o Jesu! du Gott und König meines Herzens! die tiefeste Huldigung, erkenne dich als meinen gebiethenden König, und unterwerfe mich deinem Gehorsam, mit demüthigster Anbethung deiner Gottheit; regiere in meinem Herzen durch deine Gnad, der du mich durch dem heiliges Blut erlöset, und! mit theurem Werth erkaufet hast. Liebreichester Jesu! welch süßen Trost sollt meine Seele genießen, da ich dich immer in dem heiligen Sakrament gegenwärtig habe? dein, heiliges Daseyn erfüllet mein Herz mit himmlischer Labung; ich sehe dein heiliges Angesicht! mit Augen nicht, aber durch den Glauben bin ich von deiner wahren Gegenwart versichert, welche mir zu zärtester Freude gereichet. Mich vor deiner liebvollen Majestät erniedrigen » und in demüthiger Anbethung dich verehren, erquicket meinen Geist. OZe- m k < 12 - »er- su nd ei- n, nd »g, g, nt 'e- er^ l!e^ m in> w ht! in t, O Jesu! dein heiliges Sakrament ist die rei- che Brunnquell alles Trostes» aus welcher immer der Ueberfluß deiner Gnaden stießet. In dir haben wir die Reichthümer, des Heils, den unendlichen Schatz deiner Verdienste» welche du uns durch deine heilige Sakramente anwendest. Dieses hohe Geheimniß des Altars tröstet uns in dem Widerwärtigen; mäßiget uns in dem Glücke; tilget die Sünde; grebt die Gnade; und entzündet die Liebe. O Jesu! du bist uns alles geworden, unser Gott» und Heiland! Ich bethe dich an, und lobe deine königliche Herrlichkeit. O Jesu! du gedenkest über uns nur Gedanken des Friedens, der Erlösung, und der Güte, unser Gott, und Messias! Ich bethe dich an, und preise deine unendliche Liebe. O Jesu! du ertheilest uns die Volle deines himmlischen Segens» unser Gott und Mittler! Zch bethe dick an, und benedeye dein liebvolles Herz! O Jesu! du wirkest immer die größte Wunder in dem heiligen Sakrament, unser Gott, und höchste Priester! Ich bethe drch an, und erhöhe deinen allmächtigen Gewalt im Himmel und auf Erden! O Jesu! du eröffnest deine verborgene Geheimnisse den Kleinen und Demüthigen, unser Gott und Weisheit! Ich bethe dich an, und erhebe deine wunderbare Erniedrigung! L> Jesu! du bist das Lrcht der Welt, das izo Heil des Volks» und unser Gkory und EhreM Ich bethe dich an» und danke ewiglich deiner B barmherzigen Tätigkeit! l Gebenedeyt sey dein ewiges Reich! Hosanna dem Sohn Davids! I x Heilig» heilig, heilig ist der allmächtige Gott» der Herr der Heerschaaren! ^ § Ehr sey dem Vater rc. Re Als er war im Anfang rc. ! ! Glory, Lob/ und Ehre sey dir Lhri- sen ste unser Erlöserl der du triumphtrend l in Jerusalem eingezogen/ unter Zurufen des Volks: Gebenedeyt sey / der da kömmt im Namen des Herrn: Ho- « simna dem Sohn Davids! ^ ^ Aus dem 144. Psalm. L>ch will dich erhöhen 0 Gott und König:' «>) und deinen Namen benedeyen in Ewigkeit. Alle Tage will ich dich benedeyen: * und deinen Namen loben zu allen Zeiten. Groß ist der Herr» und höchst lobwürdig:' und seiner Größe ist kein Ende. Alle Geschlechter werden deine Werk loben: und deine Macht verkünden. Sie werden die Großthaten der Glory deiner slhi bei >>g1 «nl hei ID W ken rzr e!>nek Heiligkeit reden: * und deine Wunder er, er Den. Und die Kraft deiner schreckbaren Dinge werden sie sprechen: * und deine Größe offen, baren. Die Gedächtniß der Völle deiner Süßigkeit werden sie hervor bringen: ' und in deiner " Heiligkeit frolocken. Sie werden von der Herrlichkeit deines Reichs reden: * und deinen Gewalt anpreisen. Damit sie den Menschen - Kindern deine Macht: * und die Herrlichkeit deines mächti, j- zrn Reichs kund machen. id, l- :r Ehr sey dem Vater rc. AIS er war im Anfang rc. Menmüthige Ubbitt. Der triumphirende Einzug in Jerusalem wäre ^ dir»o Heiland! zu großer Ehre» und das Volk lobte dich mit frohem Zurufen: doch die neidige Pharisäer flößten sich daran, mit Be, .i schiinpfung deiner hohen Person; und wollten E deine Jünger schweigen machen. Eben gleiches widerfahret dir, o Jesu! im hei, Wen Sakrament: da die heilige Kirche dich , «nbechet , und mit großer Feyerlichkert dein heiliges Sakrament im Triumph herum traget, . Aern dich so viele Irrgläubige, und entehren ^ dich böse Christen? die doch deinen Namen be, . nnnrn. IZ2 !ka> Als du nach deinem Einzug, in den Temp dich begeben, hast du diejenige ausgetrreben, welche mit zeitlichen Dingen das Haus des»»" Vaters und des Gebeths verunehrten, und z»I y einer Mördergrube machten. ^ ^ ^ O gütiger Heiland! was mußt du erfahren in so vielen dir geheiligten Kirchen, in deinem ^ Heiligthum, auf deinem Altar! Wo ist der lebendige Glauben deiner Gegen-, wart? wo die schuldige Anbethung? wo die!'" Ehrfurcht, Andacht, und Liebe, so dir ge Irament, An allen Orten» von allen Menschen, und 'w A ewigen Zeiten» Amen. >lt!' ,e< ^ MXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXS Andacht des Lhristen über den dreyfachen Sieg des Erlösers. r. g- h- Gieg des Erlösers über die wett. et Desu! du eingebohrner Sohn des Vaters, aus ^ Erbärmniß unsers Unglückes, bist du in r, it ie b- r- re angenommener menschlichen Natur, von dem Himmel herabgestieqen. Die Sund des Adams hat Uns in das Unheil gestürzet, und in die Dienstbarkeit der Welt, der Hölle, und des Tods geworfen. Diese zu überwinden, und uns zu erlösen, hast du das Kreuz erwählet, Und durch deinen Tod unsre Feinde besieget. Ewige Anbeth. u. Th. A Gott rz4 Gott sey ewiger Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum ! Jesu! du hast uns Trost und Muth zugesprochen mit jenen Worten: Trauet, ich habe die Welt überwunden. In der Welt ist Begier- lichkeit des Fleisches, und der Augen, und die Hoffart des Lebens. Dieß alles zu bestreiken» und zu besiegen» lehret uns dem Beyspiel und dein heiliges Evangelium. Deine Gnad hat in der Welt gesieget; die Irrthümer, den Unglauben» die Bosheit zu Schanden gemacht; die Blutzeugen gesta'rket, das Licht der Wahrheit, und das Evangelium in den Welttheilen ausgebreitet. Welche Freude für mich, o göttlicher Heiland ! daß du über die eitle Welt triumphierst, daß dein Reich auf aller Erde herrlich ist, daß in deinem Namen die Knie gebogen § und dein Lob, Ehre, und Anbethung allenthalben befördert werde«! Aus dem Lobgesang: Te Dennr laudamus. Gott! dich loben wir, o Herr! dich er- kennen wir. Dich ewigen Vater ehret die ganze Welt. Alle Engel, die Himmel, und alle Gewaltige darinnen. Die i < - l neu l üb! 8 , Gl Z glai L ßue ütt Z diii cht L leg §«- w- die w die n. nd die r» !t, IM eist. aß !M lt. rZ5 Die Cherubim und Seraphim singen dir mit unaufhörlicher Stimm: Heilig, heilig, heilig, ist der Herr Gott der Heerschaaren: Himmel und Erde sind voll der Majestät deiner Herrlichkeit. Dich lobet der herrliche Chor der Apostel; Dich lobet die löbliche Zahl der Propheten; Dich lobet das hellglänzende Kriegsheer der Märtyrer ; Dich preiset in der ganzen Welt die heilige Kirche; Und bekennet dich den Vater der unermesser m Majestät; Und oemen verehrungswürdigen, wahren » und einigen Sohn; Und auch den Tröster den heiligen Geist. Alles, was aus Gott gebohren ist, überwindet die Welt: und dieß ist der Sieg, so die Welt überwindet, unser Glaub. Wer ist» der die Welt überwindet» als des glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes sey? O Jesu! ich glaube festiglich, du bist Christus der Sohn des lebendigen Gottes, der du «diese Welt gekommen bist. Du bist wahrlich der Heiland der Welt, der du in deiner Kirche das Reich der Gnade erbtet hast, dessen kein Ende seyn wird. Herrsche in meinem Herz, baß ich nicht nach K s dem iz6 dem Geist der Welt, sondern nach dem Geist j der Wahrheit lebe. § Nicht die betrügliche Grundsätze der Welt,! i sondern die heilige Lehre des Christenthums sol-, l le mich regieren, daß ich die Eitelkeit der schad- j lichen Welt - Freuden verachte, und nach den Gütern des Himmels trachte. i 2. Sieg des Erlösers über die Hölle. Mein triumphirlicher Einzug in die Stadt Je- ^ rusalem hat vorbedeutet den herrlichen Sieg» den du, o Jesu ! über die Hölle, durch dein heiliges Kreuz und Tod, erhalten hast. Der Fürst dieser Welt ist hinaus geworfen worden; du hast die Fürsten der Finsternisse ausgeraubet, und ihren Gewalt entkräftet, und sie in dir selbsten besieget. ! Wir waren in die Dienstbarkeit des Satans gefallen, und konnten uns selbsten nicht hei- fen; wir waren unvermögend, die Band bei Sünde aufzulösen, und uns in die Freyhell der Kinder Gottes zu setzen. Jesu! du hast den Schuldbrief getilget, an> das Kreuz geheftet, und mit deinem Blut, als dem Werth der Erlösung, ausgestrichen. Dein hest'Mö Kreuz ist deßhalben als das Siegs ' ZeichUaller Orten ausgestellet; und wil erkennen dich als den Ueberwinder der Hölle- Weil wir aber noch immer zu kämpfen h«u ben mit dem bösen Feind, stärke mich, o Jesu! IZ7 in der Kraft deines Kreuzes, wider seine listige Anläufe: ertheile mir die Waffen des Geists, den Schild des Glaubens, seine feurige Pfeile auszulöschen, damit ich in dem.bösen Tag ihm widerstehen könne. O Jesu ! dein heilig und schreckbarer Nam» dein siegendes Kreuz» deine unüberwindliche Gnade» entkräften seine Nachstellungen, den du am Kreuz schon überwunden hast. Aus dem Lobgesang: Te Deum e< laudamus. I Christe! du bist der König der Herrlich- ^ ^ keit. Du bist des Vaters ewiger Sohn. .. Du hast nicht geschenkt der Jungfrauen Leib, r. daß du Mensch wurdest» und uns erlößtest Du hast überwunden den Stachel des Tor ' des» und den Gläubigen den Himmel eröffnet. Du sitzest zu der Rechten Gottes in der i, Herrlichkeit des Vaters. Ein zukünftiger Richter wirst du geglaubet. ^ Darum, o Herr! bitten wir dich, ^ komm zu Hilf deinen Dienern, die du , mit deinem kostbaren Blut erlöset hast. Durch das Zeichen des Rreuzes er- s löse uns, o Herr! von unsern Feinden. Ein gefährlicher Kampf stehet mir bevor, mein liebster Heiland, in dem Tod! der Sar >! tan begehret meiner, daß er mich reitere» wie K z den < -Z8 den Waitzen. Alsdann, o Jesu! du Ueberwin- der der Hölle, verschaff durch deine Gnade, j daß mein Glaube» und meine Treu zu dir nicht gebreche. , Ich hoffe auf dein heiliges Kreuz, auf deir , nen Tod » durch welchen du die Wuth des drückenden Löwen überwunden hast. Durch dich» o Jesu! will ich siegen, und die > Krön des Lebens erlangen» daß ich mit dir im ' Himmel triumphire. ! Z. Sieg des Erlösers über den Tod. ^ I2s ist allen Menschen das Gesatz gemacht, ^ ^ einmal zu sterben: durch einen Menschen ist die Sund in die Welt, und durch die Sünd der Tod gekommen; der Lohn der Sünde ist der Tod. Gerechter, heiliger Gott! wie fchreckbar ist das Todes-Urtheil, das du über uns gefället hast! Der Mensch ißt sein Brod in dem Schweiß des Angesichts, bis er wieder zu Erden wird,! zu Staub und Aschen. Leib und Seele werden durch den Tod abgesondert ; die Seele geht in die Ewigkeit, und der Leib wird ins Grab versenket. Noch schreckbarcr würde der Tod seyn, wenn er ewig wäre, ohne Hoffnung der Auferstehung. Allein, du o Jesu! du Uebenvinder des Tods, izz ir Tods, du hast den ewigen Tod in einen zeitlichen » verändert. >t Durch dich haben wir die Hoffnung der Auferstehung» weil du durch deinen Tod»und durch ü deine Urstände den Tod besieget hast. Dieß ist der Trost» der rmsern Augen noch e verborgen ist ; deine Verheißung: Ich will sie n von dem Gewalt des Tods erledigen, von dem Tod will ich sie erlösen; o Tod! ich wird dein Tod seyn. Jesu! du hast den Tod zernichtet» da du für uns am Kreuze gestorben» und das Leben erleuchtet» da du glorreich auferstanden. Nun ist unser Sterben nur eine Entschlafung; wer- ' leu du uns wieder auferwecken wirst. Unser h sterbliche Leib wird die Unsterblichkeit anziehen; ^ es lbird die Stunde kommen, daß alle so in den Gräbern sind» deine Stimme hören, und zum st Leben auferstehen werden. 2 Glorreicher Erlöser! du bist der Obsieger des Todes; durch dich erlangen wir das un- ß sterbliche Leben; dir gebühren die Palmzweige» i die Ehrenzeichen deines Siegs. Jesu! welchen unsterblichen Dank sind wir k dir schuldig für das unsterbliche Leben, so du d uns erworben hast? wie stark soll meine Liebe seyn» da deine Liebe gegen mir, für mich den " Tod überwunden, und mir die Unsterblichkeit» ^ für die ganze Ewigkeit» verdienet hat? Ä 4 Aus Aus dem Lobgesang: Te Deum laudamus. Mache, daß wir mit deine« Heiligen in der ewigen Herrlichkeit gezähket werden. Herr mache selig dem Volk, und segne deü ne Erbschaft. Regiere, und erhöhe sie bis in Ewigkeit. Wir loben dich täglich, und preisen deinen Namen in Ewigkeit. O Herr! du wollest uns diesen Tag von Sünden bewahren. Erbarme dich unser, o Herr! erbarme dich unser. Herr'. deine Barmherzigkeit komm über uns, als wie wir in dich gehoffek. In dich o Herr l habe ich gehoffet! laß mich ewiglich nicht zu Schanden werden, Ich weiß, daß mein Erlöser lebet, und an, jüngsten Tage werde ich von der ! Erde auferstehen; ich wird mit wer , „er Haut wieder umgeben werden;> i und in meinem Hleisch wird ich mch! « um Gott sehen. ! Es ist dein göttliches Versprechen, gütigster < Heiland! Wer mein Fleisch ißt, und mein Blut trinkt, bat das ewige Leben, und ich will < ihn auferwecken an dem jüngsten Tage. > Dein heiligstes Sakrament ernähret uns zum § migen Leben; durch dessen Nießung wird um ftk ! ser Leib und Seele nicht allein geheiliget, sondern auch zur glorreichen Auferstehung vorbereitet. )er In deinem heiligsten Leib und Blut, hast du durch den Tod unsern Tod überwunden, eü und das Leben, durch die Auferstehung erneuert ! Ich wird dann» durch dich» o Jesu? ewig seien ben; und dich meinen glorreichen Heiland auch ewig lieben; du bist meine Auferstehung und on mein Leben; ja du lebst in mir» und mein Herz soll oemer Liebe ewig geheiliget und ergeben ich seyn. Es lebe Jesus meine Liebe, es lebe JesuS lch in seiner Herrlichkeit» der glorreiche Ueberwuv der der Welt, der Hölle» und des Todes» Beschluß» id er ei- i; ehl nr e^>ieß ist mein eifriger Wunsch, daß du, o Jesu! ^ von der Welt erkennet, und «»gebethet werdest. Ich lebe und sterbe in deinem Glauben; du bist mein Gott und Heiland» der du mich geliebt, und dich sechsten für mich darge- geben hast. Auf dich setze ich meine ganze Hoffnung, die Gnad und das ewige Leben zu erlangen. Niemahlen werde ich deine Erbärmnisse vergessen , sondern ewig mit Dank erheben; und mein Herz soll deiner Liebe mit ewiger Treue gewidmet seyn. In dir will ich leben, süßester Jesu! in dch K 5 will 142 will ich das Leben enden, deine Güte lobe», und deme Barmherzigkeit ewig preisen. Uebersetze mich endlich aus dieser Sterblichkeit in dem ewiges Reich, wo ich mit allen Heiligen und Auserwahlten in dir, o höchstes Gut! die immerwährende Glückseligkeit geniest sen werde. Amen. Angebethet sey ohne End» das heiligste! Altars-Sakrament, . A-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, H-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhe» durch die Barmherzigkeit Gottes im Friede», Amen. Kennte Mtund. Von der Einsetzung des heiligen Sakraments; und der Tods-Angst Christi; oder: am grünen Donnerstag. ( err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verküw digen. O z> n ti »» r4Z O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. ch, Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und en dem heiligen Geist: es Als er.rvar im Anfang, jetzt, und allweg, H und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder : Lob sey dir o Herr und König, der Ilr ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Aebenedeyt sey deine unendliche Liebe, Herr ^ Jesu Christe! mit welcher du vor dem Anfang deines Leidens, das allerheiligste Sakra- r» - mmt des Altars eingesetzet hast. ,,! Bey dem Abendmahl hast du mit Schlachtung und Genießung des Osterlamms das Ge- . ! satz erfüllet. Und da du wußtest, daß die Stunde angekommen»in welcher du von dieser Welt zum Vater abgehen würdest, hast du die Deinige, so in der Welt waren, bis zum Ende geliebet. O erstaunliche Demuth! da du nach dem A- bendmahl mit Erniedrigung deiner göttlichen Person, den Jüngern, und so gar dem Verräth» Judas , die Füsse gewaschen, und mir der Leinwand abgetröcknet hast. Also wolltest du die Apostel reinigen, und zur Einsetzung, auch zum ersten Genuß des wunderbaren heiligsten Sakraments vorberei- n- ien. O !44 O unbegreifliche Weisheit, Allmacht, und Güte! o Jesu! du hast dich sechsten zum imr sei merwährenden Opfer, deinen heiligsten Leib Le und Blut zur Nahrung uns Menschen geges nr den! , A Du hast das Brod genommen, Dank gesagt, T selbiges gesegnet, und gebrochen; deinen Jüngern gereicht, und gesagt: Nehmet hin und ei esset, das ist mein Leib, der für euch wird' li überliefert werden: thut dieses zu meiner Ge- u ygchtniß. ß Eben so nahmst du den Kelch»sagtest Dank, 3 gabst ihnen denselben ».sprechend: Trinket alle daraus, das ist mein Blut» das Blut des t> neuen Bunds» welches für Viele zur Nachlas 6 sung der Sünden wird vergossen werden. Thut h dieses, so oft ihr ihn trinken werdet, zu mei- b ner Gedächtniß. b Diesen Gewalt, Brod und Wein in deinen! i> heiligsten Leib und Blut zu verändern, hast du! a allen Priestern zu ewigen Zeiten mitgetheilet. O göttliche Erfindung! o unschätzbare Liebe! a v unendliche Gutthat! o Jesu! dir sey ewiges i> Lob» unsterblicher Dank. § Meine Seele, preise deinen Herrn und Gott!, g erkenne seine Tätigkeit, erhöhe seine Allmacht, verkünde ewiglich seine Barmherzigkeit! Mein süßester Heiland! mit zärtestem Herzen, voll der Erkenntniß, sage ich Dank für diese unaussprechliche Gnad! für welche ich dir «ichts anders geben kann, als mein ganzes Herz, meine ewige Liebe. Du en et. ,45 Du hast aber dieses hohe Geheimniß einqe- sehet zur ewigen Gedächtniß deines heiligsten Leidens für die Erlösung der Welt; welchem du nach dessen Einsetzung, an dem Oekberg den Anfang gemacht hast ; da du in die äußerste Traurigkeit bis in Tod gefallen bist. Du hast deine grausame Schmerzen, und den erschrecklichen Kreuztod vorgesehen» und dein liedvolles Herz ward von einer solchen Furcht und Schrecken überfallen, daß du mit blutigem Schweiß die Erde benetzet hast, und in eine Tods-Angst gerathen bist. O Jesu! du ewiges Wohlgefallen des Vaters , du Freude des Himmels, du Trost der Erde! du liegst in Traur und Angst auf deinem heiligen Angesicht, und bethest den Vater, den bittern Kelch von dir zu nehmen! doch aus Liebe des Vaters, für das Heil der Menschen, in den Willen des Vaters ergeben, nimmst ihn an, nnd gehest dem Kreuz und Tode zu! Wahrlich, o Jesu! du hast uns geliebet bis aus Ende! in dem heiligsten Sakrament, und in deinem Leiden hast du uns deinen heiligen Leib und Blut geschenket. Welcher Dank kann genug seyn für solch - unbegreifliche Liebe! Knbethung. Ms dem ewigen Priester nach der Ordnung ^ Melchisedech, ist von dir das erste unblutige Opfer, nach dem letzten Abendmahl, in deinem heiligsten Leib und Blut entrichtet worden: - Das 146 Das erstemal wurden deine Jünger mit bewl iv selben gespiesen und getränket. T Nicht allein dein heiliges Opfer» und der Genuß deines heiligen Sakraments, sondern vc auch deine ununterbrochene Gegenwart, gern- m chet uns zum Heil und Trost, bis an das Em bi de der Zeiten. t In den Armseligkeiten dieses Lebens ist die gi Anbethung deines heiligsten Geheimniß eine G süße Erquickung, durch deme unendliche Liebe, er und durch die Früchte deiner Erlösung. In dieser Hoffnung, Jesu Christe, unser 6> Gott» unser Heiland! bethe ich dich an, in! 2 dem Geist und der Wahrheit, wie die selige dc Geister dich im Himmel anbethen: Amen, Lob, Ehre, und Glory, Weisheit, di Macht, und Stücke sey dir in alle Ewigkeit! A Denn du bist der Herr, der du alles erschafs ^ fen hast! du bist der heilige allmächtige Gott, der da war, der ist, und der kommen wird! ^ Du bist das Lamm, das für uns getör worden, und der du uns in deinem Blut er.v»! set hast! ! Also bethe ich dich an, mit der ganzen triuni« phirenden Kirche» mit allen himmlischen Geir > siern, mit allen Patriarchen und Propheten, mit allen Aposteln und Märtyrern» mit allen heiligen Beichtigern und Jungfrauen, mit dem ganzen Himmels r Chor, welcher mit einem Geist dir im Himmel das ewige Lob singet. Dir allein, o Jesu! gebühret das Lob und die Ehre, als dem Ursprung alles Segens, dieweil m dt ui 747 weil du durch dein Leiden, und heiligen Kreuz- Tod uns von dem ewigen Fluch befreyet hast. ,ex Dein ist die Herrlichkeit auf deinem Thron; rn vor der sich alle Knie biegen müßen im Hirnes, mel, auf Erde, und in der Hölle: denn du bist allein heilig, allein groß, allein der Herr. j Dir gebühret die immerwährende Danksage gung; weilen deine unendliche Weisheit und ne Güte alle Mittel und Hilf uns verschaffet, zur ewigen Glückseligkeit zu gelangen. Dein ist die Macht und Stärke, durch wel- K che unsre Schwachheit die Kraft bekommt, alle in> Beschwärnissen, und alle Feinde zu überwin- gr den. Amen l Ich bethe dich an, o Jesu! und will t, dich anbethen in Ewigkeit! Amen ! ich lobe, I md bestätte alle Anbethung der Heiligen im ^ Himmel, und der Menschen auf Erde. Amen! t, Heilig, heilig, heiligest der allmächtige Gott, l der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. ^ Als er war im Anfang rc. A Nachdem Abendmahl gierig Jesus ,/ mit seinen Jüngern über den Bach Le- n dron, wo ein Garten war, in den er, « und seine Jünger eingegangen. 2lns dein no. Psalm. err! ick will dich loben aus meinem ganzen Her- i4ß Herzen: ' Nach dem Rath und Versammlung der Gerechten. au Die Werk des Herrn sind groß: * außer- dc lesen nach allen seinem Willen. ^ Sein Werk selbsten preiset ihn und macht ihn! ve groß : * und seine Gerechtigkeit bleibt zu allen Zeiten. lie Der barmherzige und erbarmende Herr! bat de eine Gedächtniß gemacht seiner Wunder: * Er> hat eine Speis gegeben denen, so ihn fürchten. §,j Er wird seines Testaments immer gedenken:' ne und die Kraft seiner Werke seinem Volk vm s» künden. ^ . ge Seinem Volk hat er die Erlösung geschickt:' ßE Und sein Testament auf ewig bestelltet. Dessen Namen ist hellig und erschrecklich:' nn der Anfang der Weisheit ist die Furcht des da Herrn. sch Ehr sey dem Vater re. ^ Als er war im Anfang rc. Meumüthige KbbLtt. ne dk! ! ehi kz, du seine Liebe, göttlicher Heiland! gegen hat das große Sakrament erfunden, und > eingesetzet: deine Liebe hat am Oelberg unsrer Erlösung einen schmerzlich - und blutigen An« fang gemacht! . Aber gleich Anfangs hat die Welt dreft m endlich große Gutthaten mit Undank und Bos« heit vergolten. der r! 749 . , Judas hat dein heiligstes Sakrament sogar M deiner göttlichen Hand, mit boshaft-mörderischem Herren unwürdig empfangen, und „ach dessen Genießung dich deinen Feinden verrathen. Die Juden, und vieles Volk, hat dich schimpflich gebunden, und gefangen geführet, dich in den Tod zu liefern. Also geht noch immer die Welt mit dir um» mit ihrem theuren Erlöser, mit ihrem verborg« M Gott im heiligsten Sakrament; welches sie so oft gottesräuberisch behandelt mit unwürdigen Communionen, mit Lästerungen, mit entsetzlichen Entehrungen. O Jesu! es schmerzet mich, und betrübet mein Herz, daß dich zärtiglich liebet, so ein undankbares und ungerechtes Betragen der Menschen gegen deiner liebvollen Hochheit, welche sie tief anbethen, und möglichst ehren sollten. Ach! könnte ich dieß alles verhindern, und deine Ehre rettenkönnte ich die ganze Welt zu deiner ehrfurchtvollen Anbethung, und zur Verehrung deines heiligsten Sakraments bringen! könnte ich dir für so große Unbilden einen Ersatz thun, durch meine reumüthige Abbitt! O Jesu ! ich opfere dir auf, als meinem beleidigten Gott, jene unendliche Ehre, welche du dem himmlischen Vater gegeben hast durch dein erstes unblutiges, aber wahres Opfer bey der Einsetzung des heiligen Sakraments. Ich opfere dir auf jene tiefe Anbethung, so du dem Vater am Oelberg, auf deinem Ange- Ewige Anbech. n. Th. L ficht r^v ficht liegend , mit gänzlicher Ergebung in sei,» rien Willen» und in Kreuztod erwiesen hast. § Ich opfere dir auf, zur Tilgung aller Bosr L Heiken» so die Welt wider dich ausübet» bei« p heiliges kostbares Blut» welches du am Oel- K berg, in deiner Lodsangst» vergossen hast! ^ Ich rufe endlich aus zerknirschtem Herz«! um Gnade, und Barmherzigkeit! mit seW ,, chem Wunsch r ^ Angebethet» gelobt, und geehret werde oh- . ne End, ^ An allen Orten das heiligste Altars r Sa» ^ krament! " iixxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx-m d Anmuthige Betrachtung des göttlichen Erlösers am Oelberg. 'ach der Einsetzung des heiligsten Sakra- ments, nach der langen krostvollen Red? zu den Jüngern» und endlich nach deinem liebreichen Gebeth zu dem Vater, o Jesu Christe!! hast du deinem Leiden , und der Erlösung Del Welt» den Anfang gemacht. O heilige NaG in welcher deine Liebe die helleste Stralen ausgebreitet hat! Ach! baß ich die Wunder, und Geheimnisse dieser Nacht mit zartester Anmuthung betrachten, und verehren möge! ». El- 3 b h d ß v ü d b n L N te «> 151 sei- 2» edr^ ick- iie'.I bei chtl. us-j nisl b!< l. Eine todtliche Traurigkeit hat dein göttliches Herz überfallen, da du dich an den Oelberg begeben. Furcht und Schrecken, Verdruß und Traurigkeit hast du über dich kommen lassen, welches deine eigne Wort erklären: Meine Geel ist traurig bis in Tod! So bitter wäre der Kelch, den du trinken solltest, daß du den Vater dreymal flehentlich gebethen, denselben von dir zu nehmen. Trauriger Jesus! du Freud und Lust der Engel, du Tröster der Armseligen! wie war es möglich, daß du in eine so tiefe Traue verfallen? Die lebendige Einbildung und Vorstellung deines nahen Leidens, des schmerzlichen Kreuz- Todes hat dich mit der Traurigkeit eines Sterbenden erfüllet; sie wäre so stark» daß sie dein heiliges Leben wurde geendet haben, wenn du nicht solches wunderbarlich noch großem Schmerzen, bis zum grausamen Tod am Kreuz vorbehalten hättest. Alle Sünden der ganzen Welt» die greuliche Bosheiten aller Menschen ohne Zahl, hat dir der himmlische Vater aufgeladen, für selbe seiner Gerechtigkeit genug zu thun. O! eine entsetzliche Quaal für dein liebvolles Herz! O! ein Last, dessen du dich nicht erledigen konntest, als durch den Tod. Er hat dich gedrucket, daß du vor dem Vater , dem über die Menschen erzörnten Gott» auf dein heiliges Angesicht zur Erde gefallen. Diese Schwachheit» und äußerste Betrüb- L s niß Z5-r niß hast du, o Jesu! freywillig auf dich genommen ; weil du für uns auch innerlich leiden wolltest; und hast dich in den Willen des Vaters ergeben für das Heil der Welt. O Jesu! daß doch deine Traurigkeit mir die eitle Welt - Freuden , die sündhafte Gelüsten verleide! daß ich einen Eckel fasse über das, so dich bis m Tod betrübet hat! Ich verabscheue und verwerfe die Sünd, so dich so sehr gegualet hat; und tröste mich mit deinem Schmerzen, den du für meine Sünden gelitten hast. Ach! daß mein Herz mit einem bittern Reu- Schmerzen über meine Vergebungen erfüllet werde. Wenn ich in dem Tod mit Schmerzen umgeben werde, und meine letzte Traur - Thränen stießen alsdann, o mein Jesu ! laß deinen erquickenden Trost über mich kommen, den b« mir durch deine Traurigkeit verdienet hast. Furcht und Zittern sind über mich gekommen ; ! kc. Und Finsternisse haben mich umgeben. Ein zerknirschtes und demüthiges Hm > O Gott! wirst du nicht verachten. Gebeth. S>err Jesu Christe! welcher du das heiligste Sakrament zum Trost in den Bedrängnissen dieses Lebens uns hinterlassen» und als die süßeste Labung in den Aengsten des Tods vei» ord- g' L r< rl d ei A di LL-KLX in n-! ordnet hast: verleih gnädiglich» daß ich durch en die Kraft desselben alle Betrübnisse geduldig w ertragen, und die Schmerzen der letzten Krankheit mit ergebenem Herzen zum Hell meiner ie Seele überwinden möge; der du lebst und re- m gierst in Ewigkeit, Amen. ch n, U« et n, L !ll ritt i- ie u. Dein Gebeth, Christe Iesir! am Velberg, wie heilig» wie lehr, und trostreich ist es! In deiner Furcht und Traurigkeit wendest du dich zum himmlischen Vater, Hilf und Trost zu erlangen. Du lehrest mich, daß nicht bey den Geschöpfen, sondern in Gott allein der wahre Trost zu finden. Das Licht in den Finsternissen des Gemüths, die Stärke in der Kleivmüthigkeit, die Gnad in den Anfechtungen ist von dem Himmel zu erwarten. O Jesu! ich begebe mich zum Gebeth, nach deinem heiligen Beyspiel künftig zu bethen. Wie ehrerbietig ist dein Gebeth, da du auf deinem Angesicht liegend auf Erden den Vater bittest, den Kelch von dir zu nehmen. Du bethest eifrig» mit unaussprechlichen Seufzern » mit häufigen Zähren. Du wiederholest das Gebeth öfters, mit Verlängerung und Standhaftigkeit». mit tiefer Demuth, und vollkommnester Ergebung in den Willen des Vaters. . O Jesu ! lehre mich also bethen durch deine Lz Gnad, -54 Gnad, damit mein Gebeth würdig sey , erhöret zu werden. Es scheint, der Vater habe dein so heiliges Gebeth nicht erhöret; aber du hast nur nach!^ dem Willen des Vaters gebethen : es ist seine !ma unendliche Barmherzigkeit - und deine unermes- Ar sene Liebe gegen uns: der Vater will - daß du sterbest - und du, o göttlicher Sohn! willst ster- Sl den für uns - deine undankbare Knecht. M Jesu! du hast erbethen - daß dein bitterer leb Kelch zum Heil so vieler Menschen ersprießlich sey, und unzählbare von dem ewigen Untergang erlöset werden, denen dein heiliges Blut» als we der Werth der Erlösung, zu Nutze gekom- bei wen ist. Du hast deine Liebg nicht geendet- sondern S fahrest noch immer fort in dem heiligsten Sa- D krament, für uns zu bethen; dein heiliges Lei- ter den für uns dem Vater aufzuopfern ; und deine unendlich - werthe Verdienste darzustellen, dic O Jesu ! ich sage dir ewigen Dank, undse- Le He mein ganzes Vertrauen auf deine Gütigkeit» bii und Vermittlung, auf dein Leiden und Sterben. hü Meine beängstigte See! ruft zu dir» o Herr! Erhöre mich, und erbarme dich meiner. Herr! ich will wachen, und bethen; Damit ich nicht in die Versuchung eiw geführt werde. 4 bli au r» -55 Gebethn ks Jesu Christe l der du uns deine übergro- ch!V ße Barmherzigkeit bey dem letzten Abenv- ne l niahl,und am Oelberg erwiesen hast, und unsere ^Armseligkeiten erkennest ; bewahre mich von alr ig lem Uebel, und den Gefahren LsibS und der r, Seele; damit ich in deiner Gnade beharren, und zum ewigen Leben eingehen möge; der du » lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. ii! Geheimniß-volle Tods - Angst, welche du mein Jesu am Oelberg ausgestanden hast! Die natürliche und äußerste Furcht, und Schrecken der bevorstehenden Tormenten des grausamen Kreuz-Tods hat dem Herz bestrit- im, und mit Bitterkeit überschüttet. Entgegen der Eifer der göttlichen Ehre, und die Begierde des menschlichen Heils hat in dir den unüberwindlichen Schluß» alles zn leiden bis in den greulichsten Tod , gewirket. Dieser so heftige Kampf der Anmuthungck hat dich in die Angst des Todes gebracht, welche deinen zärtesten Leib entkräftet, und den blutigen Schweiß aus allen Gliedern häufig ausgedrücket hat. O Jesu! du lägest auf der Erde, in deinem Blut» mit dem Tod kampfend, traurig bis zum Tod, den doch deine Allmacht und Liebe verhindert hat; weilen du noch mehr leiden, M nur am Kreuze sterben wolltest, §4 Dm -56 LL-KLL Den Trost und die Stärkung von dem Engel so dir erschien, hast du demüthig angenommen» weilen du dich als ein wahrer Mansch unsern Schwachheiten hast unterwerfen wollen. Wer kann dich aber ohne Rührung des Herzens betrachten in dieser Angst, in diesem Todes Kampf» in deinem Blut» welches auf die Erde herabrinnet? welche Angst und Furcht hat jemal dem Menschen einen blutigen Schweiß ausgetrieben? O Jesu! ich bethe dich an in deiner tödtlichen Betrübniß» und erstatte deiner Liebe den unendlichen Dank für diese Angst» so du freyrvil- lig gelitten» für das heilige Blut» so du für mich vergossen hast. Ich küsse mit Ehrerbietigkeit» im Liebs- Geist die Erde, welche mit deinem Blut benetzet worden! Mein Gott! ich weiß» daß mir bevorstehet die letzte Angst» in weicher ich dem Tod unterliegen wird. Ist es möglich» daß ich nicht mit Furcht und Schrecken die letzte Stund meines Lebens erwarte? O Jesu! ich bitte dich flehentlich, verlaß mich nicht in dem letzten Streit; versüße mir alsdann durch deinen Trost die Bitterkeit des Todes. Laß mich nicht unterliegen den Anfechtungen, Betrügen und Verwirrungen des bösen Feindes : rette meine Seele von der Gefahr eines unglückseligen Todes, durch deine siegende Gnq- V ge tu rode § de dc E si E de S- in in dc sa 157 Ar M- >ch A. er- !vr >ie tk ,''ß cn Gnade» und durch den Schutz des heiligen Engels , der mich in das ewige Leben führe. Dein allerheiliqstes Sakrament» das ich als die letzte Wegzehrung zu empfangen verlange, wird mir der Trost» und die Stärke seyn für den Weg in die Ewigkeit. Mein Geist wird in mir in Aengsten seyn; tzc . Mein Herz wird in Verwirrung kommen. X'. O Gott mein Zuflucht» und Hell! tzc. Stärke und reue mich in dieser Stunde. Gebeth. f^err Jesu Christe! der du dein heiliges Blut v in der Tods Angst am Oelberg für mich dem Vater als den Anfang des Versöhn Opfers hingegeben hast, welches ich in dem heiligsten Sakrament zum Heil meiner Seele so oft empfange, reinige mich in demselben von aller Sünden Mackel, und entzünde mein Herz in der göttlichen Liebe; damit ich mit dir vereiniget» durch einen sanften Tod zu dir gelangen möge in den Himmel, wo du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen. Beschluß. gütigster Erlöser! Himmel und Erde kann ^ dir nicht gebührenden Dank erstatten» für das wundervolle Geheimniß des Altars: ich sage mit der heiligen Kirche: O wie mild und L 5 süß -58 süß ist, o Herr! dein Geist, der du deine Süßig- M keit gegen deine Kinder zu beweisen , mu dem süßesten Brod vom Himmel die Hungrige mit Gütern erfüllest, die eckelnde Reiche aber leer entlassest. Ertheile mir den lebendigen Glauben und die Härteste Andacht zu diesem heiligen Sakrament, damit es mir im Leben und Sterben zum Heil der Seele, und zum ewigen Leben gereiche! O Jesu»an dem Oelberg traurig bis in Tod, Llutschwitzend, und bethend! durch dein heiliges Blut reinige meine Seele; stärke mich mit diesem Balsam zum letzten Streit; tröste mich vor meinem Hinscheiden, und durch dein letste Angst und Verlassenheit, verlaß mich nicht in meiner Tods-Angst, sondern ertheile mir einen guten, frommen» und ruhigen Tod. Amen. )§-. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars Sakrament, H-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, tzc-. Und mein Rufen komme zu dir. )?. Lasset uns den Herrn benedeyen! Yc- Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhe« durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen. Ich'«- bis -59 lg- em nit eer )ie it» eil LUNd. Von dem Tode Christi, oder: am Lharfreytage» >d, li- ,it in en !e Merr eröffne meine Lefzen» M So wrrd mein Mund dem Lob verkündigen. j) Gott merk auf mein Hilf» Herr eile mir zu helfen, khr sey dem Vater, und dem Sohn» und dem heUigen Geiß: Als er war im Anfang» jetzt» und allrveg» und zu ewigen Zeiten» Amen. Alleluja. Vdev: Lob sey dir o Herr» und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebuiig. f^err Jesu Christe! der du zur Gedächtniß v V deines Todes dos heiligste Altars-Sakra- 2 «ent uns hinterlassen hast; verleih mir deine Gnad, daß ich dein heiliges Leiden mit zarter Andacht betrachten, und verehren möge. Denn wo kann ich einen süßern Trost, und Wrn Grund meiner Hoffnung finden» als bey r6v bey dir,o Jesu mein Erlöser! in deinem Leiden, Kreuz und Tod, den du für mich ausgestanden hast? Ich glaube und bekenne: du bist der Sohn des lebendigen Gottes, der du die menschliche Natur angenommen» und unser Erlöser dur^ deinen schmerzlichen Tod am Kreuze geworden! bist. Aus dem innersten Grunde meines Herzens sage ich deiner Gütigkeit ewigen Dank, für die unendliche Gutthat meiner Erlösung, welche dich so entsetzliche Schmerzen, und den bittern Tod gekostet hat! O Jesu! ich verehre deine Traurigkeit, den! blutigen Schweiß, deine Angst, und Ergebenheit in den Tod am Oelberg: dir sey ewiges , Lob, Dank» und Liebe. ! Durch diese Schmerzen verleih mir die Gnad» daß ich in dem Glauben und wahrer Liebe dir bis in Tod treu verbleibe. O Jesu! ich verehre dein heiliges Stillschweigen» und wunderbarliche Sanftmuth; mit welcher du vor den ungerechten Richtern die schimpfliche Entheiligung deiner göttlichen Person und Unschuld gelitten hast. Dir sey ewiges Lob, Dank, und Liebe. Stärke mich, daß ich mit stiller Geduld falschen Argwohn» Anklagen, Urtheil, und Verfolgungen dir zu Lieb ertragen möge. O Jesu! ich verehre deine heilige Wunden, welche du in deiner grausamen Geißlung empfangen , dem heiliges Blut, so du in dieser Mar- I)k> LZ-KLL r6r Marter vergossen hast. Dir sey ewiges Lob, Dank, und Liebe. Unschuldiger Sohn Gottes! opfere für mich Schuldigen, dem Vater deine Schmerzen, und Blut, zur Aussöhnung, und Reinigung meiner Seele! O Jesu! ich verehre dein heiliges Haupt, welches mit Dörnern gekrönet, mit einem Rohr geschlagen, mit Schmerzen, Spott, und Hohn erfüllet worden. Dir sey die wahre Anbethung, Limes Lob, Dank, und Liebe. Sanftmüthiges Lamm! verwunde mein Herz durch deine Dörner mit durchdringender Liebe» dich meinen Gott und König in zärtester An- Wthung anzubethen. O Jesu! ich verehre deine göttliche Person, welche Pilatus dem Volk ganz verwundet vorgestellet, und hernach, wissend deine Unschuld, M Kreuz und Tod verdammet hat. Dir sey ewiges Lob, Dank» und Liebe. Gütigster Erlöser! da du zu richten kommen wirst, verdamme mich nicht zum ewigen Tod; der du für mich dem ungerechten Urtheil des Pilatus dich unterworfen hast. O Jesu! ich verehre dem liebvolleS Herz, welches mit tiefem Stillschweigen, ohne Verwirrung, ohne Ungeduld, mit vollkommner Ergebung in den Willen des Vaters, das erschreckliche Tods-Urtheil angenomen hat. Dir sey ewiges Lob, Dank» und Liebe- Liebster Heiland! nach deinem Beyspiel ergebe ich mich auch in den Tod, der mir gesetzet ist: r6r Z Na delr L ßer L keb kiel heil haf ist: gern will ich sterben, weil es der Wille» des Vaters ist. O Jesu! ich verehre deine Geduld und Liebe, mit welcher du das schmähliche Kreuz auf deine se; verwundte Schultern aufgenommen, und nach hm dem Kalvariberq getragen hast. Dir sey erv» ges Lob, Dank» und Lrebe. O Kreuz! das Jesus umfangen, und mit seinem Blut geheiliget hat! du best mein Trog! durch dich will ich eingehen in das ewige Leben. O Jesu! ich verehre deinen wunderbare« Gehorsam, Sanftmuth, Stillschweigen, und Geduld» mit welcher du dich auf das Kreuz gelegt, und deine ausgestreckte Füß, und Hände zur schmerzlichen Anheftung dargegeben hast! O heiliges, unendlich < werthes Opfer auf dem m Kreuz - Altar! dir sey ewiges Lob, Dank, und Liebe! Ach! daß auch ich meinem Gott ein vollkommenes Opfer werde durch den Gehorsam und Ergebung in seinen Willen, in demüthig« ster Anbethung» durch unüberwindliche Liebe. O Jesu ! ich verehre und bethe dich an, als meinen Gott, und Erlöser, an dem Kreuz, zwischen Himmel und Erde, an schmerzlichen Nageln hangend, aus deinen heiligen Wun« den Blut triefend, voll der Schmerzen, von der undankbaren Welt verlassen und verhöhnet. O erstaunliches Wunder der Liebe eines für die Menschen gekreuzigten Gottes ! Jesu ! dir sey ewiges Lob, Dank, und Llebe. Ach! ha den te e» vn k! r6z lg' Ach ! daß ich dein Kreuz und Leide», deine Nagel und Wunden, deine Schmerzen und dem für mich vergossenes Blut, niemal vergesse; sondern mit zartem Mitleiden immer beherzige ! O Jesu! ich verehre nicht allein dein langes Stillschweigen am Kreuz, sondern auch deine sieben heilige Worte, welche du bey dicker Finsterniß , zu Ende der dritten Stunde deiner Kreuzigung, geredet hast. O Worte der Gnad, des Trosts, und des Lebens! Jesu dir sey ewiges Lob, Dank, und Liebe! Verzeih mir meine Sünden, führe mich in dein Paradies, durch die Fürbitt deiner schmerzhaften Mutter; verlaß mich nicht, der du mich mlangest selig zu machen» und meine Erlösung m Kreuz vollbracht hast, damit ich meinen Geist im Tod in die Hände des Vaters überleben möge. O Jesu ! Ich verehre deinen heiligen Tod «n Kreuz, da du deinen Geist in die Hände des Vaters empfohlen, und mit geneigtem Haupt aufgegeben hast. Urheber des Lebens, Erlöser der Welk, Gottes Sohn, uns- ie Hoffnung! du bist gestorben für uns, damit wir ewig leben! dir sey ewiges Lob, Dank, «nd Liebe! Sieh ! das Holz des Kreuzes! an welchem taö Heil der Welt gehangen ist. Kommt, lasset uns anbethen» An- r§4 Wnbethung. jein heiliges Kreuz bethen wir an, und dein heiligstes Sakrament des Altars, welches du zu Erinnerung deines Leidens uns gegeben hast. Wir loben deine glorreiche Auferstehung, nach welcher du im höchsten Geheimniß immer lebest! durch das Kreuzholz, und durch das Altars Sakrament ist die Freude in der ganzen Welt ausgebreitet worden. Durch deine heilige Wunden, welche du ini heiligen Sakrament dem himmlischen Vater vorstellest, fließet die Gnad und Barmherzigkeit auf deine Kirche. Du bist noch immer unser Mittler, und Erlöser ; wie tief und ehrerbietig solle unsre An- bethung seyn! An dem Kreuze erhöhet, hast du deine göttliche Kraft gezeiget, da du alles an dich gezogen : sogar leblose Geschöpfe, Sonn und Mond, Berg und Felsen haben deine Gottheit erkennet : und nun bethet die ganze christliche Welt dich an, als einen gekreuzigten Gott, den die Juden und Heyden schmählich behandelt haben. In dem heiligen Sakrament wirket immer deine Allmacht die größte Wunder, welche die Gegenwart deiner verborgenen Gottheit beweisen. So bethe ich dann in allertiefestcr Demuth dich an, mein Gott und Heiland! und mit dem frommen Hauvtmann bekenne ich» wahrlich da bist hi! E er ve de be dr dv de 8 > be> S > Lr-KLL . 165 ! bist der Sohn Gottes, welcher du dich für die ! Erlösung der Welk bis zum Tod des Kreuzes ein erniedriget, und m diesem Altars-Geheimniß >cs verborgen Kaff. ze-> Jesu Christe! König Himmels und der Erde ! unser theuerste Heiland und Erlöser! ich z, bethe drch an, und beuedeye dich, weilen dn ,tt durch dem Kreuz die Welt erlöset hast, und as durch dein heiligstes Sakrament die Früchte W deiner Erlösung uns mittheilest. i« Heilig»heilig, heilig, ist der allmächtige Gott, ^ der Herr der Heerschaaren! ^ Ehr sey dem Vater rc. ^ Ais er war im Anfang rc. ^ Da sie zu Jesu kamen, und ihn schon tt< Todt sahen, hat ein Rrie^sknecht mit ;o< der Lanze seine Seite eröffnet; und >d, gleich floß Blut und Wasser heraus. !N- ^ Aus dem 1Z9. Psalm. !N. ltt )ie eu !th ?iii VU k^err rette mich von dem bösen Menschen: * erlöse mich von dem gottlosen Mann. Die Bosheiten in dem Herze dachten, * haben den ganzen Tag wider mich gestritten. Ihre Zungen haben sie gesprtzet wie die Schlangen: ' ein tödtliches Schlangen - Gift war unter ihren Lefzen. Ewige Anbeth. l 1. Dh. M Be- i66 Beschütze mich o Herr! von dem Gewalt des Sünders: * und errette mich von boshaften Menschen. Herrdu bist mein Gott: * Erhöre die Stimm meines Flehens. Herr! die Kraft meines Heils:' überschatte mein Haupt an dem Tage meines Kampfes. len gen so> knli bei Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. get -ek Meumüthige Ubbitt. Ms ist eine greuliche Bosheit» welche die ^ Welt an dir» o Jesu! ausgeübet hat» da sie dich den Sohn Gottes» den wahren Messias, grausam an das Kreuz geheftet» und getödtet. Du hast deine rächende Hand der Gerechtigkeit inne gehalten» und deine Barmherzigkeit hat die Böswichte ertragen. Deine Gnade und Güte» o Herr! ist unendlich; aber die Bosheit höret nicht auf» auch bey jenen» so dich als den wahren Gott» und Hci- land erkennen. Sünden über Sünden Haufen die Undankbare » weiche du durch dein Blut am Kreuz erlöset hast. So gar das große Geheimniß» welches du zur Gedächtniß der Erlösung eingesetzet hast, entehren sie; sie nähern sich zu dem heiligen Altar» wie die Juden zum Kreuz» mit Hohn und Lästerung, und weichen sie nicht mehr todten die ssel ml T- lic. kc -67 'eS ten können, mishandeln sie mit allen Gattun- Nü gen des Undanks und der Bosheit. Wie groß und erschrecklich sind die Unbilden, dir so man dir meinem Gott zufüget ? Niemand kann dir eine Genugthuung leisten, ttl Doch in tiefester Demuth erscheine ich vor . deiner anberhungs - würdigen Majestät, um Gnade zu bitten: Herr mir haben gesündir get» und verdienen gestraft zu werden ;aoer ich flehe dich an um Barmherzigkeit. O Jesu, im heiligsten Sakrament ! eröffne die Augen der blinden Welt; bekehre deine Feinde, daß sie dich erkennen, und anbethen; ^ sich deiner Versöhnung würdig machen, und ^ mit mir immer wünschen : Anqebethet, geehret, und geliebt sey ohne >et> End Das allerheiligste Altars Sakrament.' ktl! dg 5 ri >st g!« Alldacht einer sronnncn Seele zu dem liebenden, leidenden, und sterbenden Herz Jesu am Kreuz. 8>rey Stund, o göttlicher Heiland! bist du ^ lebendig am Äreuz gehangen, in großen schmerzen, zur Erstaunung des Himmels, und der Erde. r6L O Jesu am Kreuz! zwischen zwey Mördern; für das Heil der Welk! Jesu im heiligsten Sakramentzur Gedächtniß deines Leidens» und Todes! In deiner heiligsten Gegenwart betrachte ich dein heiliges Herz in jener Beschaffenheit» da du an das Kreuz geheftet wärest. Le sen giet mit lict i. (!) liebendes Herz! du wärest mit der,^ Liebe der Menschen immer eingenommen: diez) Wirkungen der Liebe in so vielen Gutthaten und Wundern haben den Ursprung aus dir, o göttlich s Herz! O Jesu! es ist eine Gnad deines liebenden Herzens» die Einsetzung des wunderbaren Altars Sakraments, in welchem du uns die Schätze deiner Liebe mittheilest. Dein sanfttnüthiges Herz hat sich aus Liebe gegen uns in die grausame Tormenten deines Leidens ergeben. Aber an dem Kreuz wie war es beschaffen» da die Schmerzen auf das höchste angewachsen ? so groß war seine Liebe» daß es um Gnade» und Barmherzigkeit für seine Feind den Vater angeflehet; daß es einem bußfertigen Mörder das Paradies versprochen; daß es alles Blut für die Erlösung hergegeben» damit wir das Leben» und zwar überflüßig erlangten. O liebvolles Herz Jesu! o unschätzbares Hei- ligthum der Gottheit» du Wohnsitz der unendlichen Liebe! ich bethe dich an» mit Bewunderung der uneingeschränkten Liebe. Ge- W lich UII Hei l Km A > -69 )ts Gelobt und gepriesen sey deine Liebe, welche du uns am Kreuz bis aus Ende erwiesen hast. H Da er die Semrge geliebt, ^ tzc-. Hat er sie bis an das Ende geliebt. Gebeth. Herr Jesu Christe! ich bitte dich durch ^ d e Liebe deines allerheiligsten Herzens , gieß in mein Her; die Anmulhung deiner Liede, damit ich dich bis in Tod standhaft lieben, lind m«t dir ewig vereiniget werden möge. Jesu am Kreuz! du ewige Süßigkeit derer, ss dich wahrlich lieben; durch die Liebe deines göttlichen Herzens, ertheile mir die Bereuung nmer Untreu» daß ich dich meinen Erlöser sowenig geliebt habe. Jesu am Kreuz! du Heil und Liebhaber der Wenden Sünder! durch die Liebe deines göttlichen Herzens, ertheile mir die voilkommne Verzeihung meiner Sünden, mit denen ich dich «inen Gott, jemals beleidiget habe. Jesu am Kreuz! du tiefer Abgrund der Barmherzigkeit ; durch die Liebe deines göttlichen Herzens, erschaffe in mir ein reines Herz» daß ich alle Sünd hasse, und deine Liebe Allem »erziehe. ,v< rn» ll. O leidendes Herz Jesu ! die grause Kreuzigung, die Schmerzen der Wunden sn Handen und Füssen, und des mit Dörnern M Z Zer gekrönten Haupts, haben auch dein heiliges Hern, gekreuzigter Jesu! getroffen, und mit Bitterkeit erfüllet. Wie schmerzlich fiel deinem Herzen die End kräftung durch das Blutvergießen aus so großen und vielen Wunden! Die Tods Angst hat es überfallen, gequäs let, und endlich entfeelet, daß du deinen Geist aus deinem leidenden Herzen in die Hände des Vaters übergeben hast. So hat dein liebreiches Herz am Kreuz für mich gelitten, o göttlicher Erlöser'. Unendlichen Dank bin ich dir schuldig» den ich nremal erstatten kann; aber doch ewig loben werde dein allerheiligstes Herz, das mich bis zu dem äußersten Schmerzen geliebet, und in der Liebe verschmachtet ist. !>en ,!In! Mi M Leb Sc )?. Nach der Menge der Schmerzen deines Herzens! A-. Haben deine Tröstungen meine Seele erfreuet. Gebeth. Herr Jesu Christe! dessen göttliches Herz ^ ich in dem heiligsten Sakrament anbethe, laß mir das schmerzliche Leiden desselben zum Trost und Heil gereichen : ertheile mir ein zerknirschtes Herz, daß ich meine Sünden mit wahrem innerlichen Schmerzen bereue, und der Früchte deiner Erlösung theilhaftig werde. Jesu am Kreuz! dein gebenedeytes Herz hat mit l° Kr ist de> 171 !Me Schmach und Schimpfungen in der stil- jt Im Geduld ertragen : und es muß noch immer auf dem Altar von den Menschen den größten t-Ddank, und entsetzliche Unbilden leiden: ich 0- werfe mich dir zu Füssen mit demüthiger Avbikt; und mit sehnlicher Begierde, dich Zeit meines k Lebens zärtiglich zu lieben, st Jesu am Kreuz! mein Herr und Gott! mein s Trost und Erlöser! durch die Drangsalen und Schmerzen deines Herzens » richte mein Herz nach deinem Herzen und heiligsten Willen, damit in mir deiner Liebe nichts misfalle. Jesu am Kreuz! dein göttliches Herz im hochheiligsten Sakrament, ist nun der Schmer- tz jzmfrey, und genießt die unendliche Freuden» so von deiner Gottheit Herfließen : gieß aus in mein Herz von dem Ueberfluß deiner Süßigkeiten , daß rch erfahre den Trost der Vereinigung mit deinem liebreichesten Herzen. ir n )- rr n 0- it :r it > l 1. O sterbendes Herz Jesu. Alles iß vollbracht, und du näherst dich zum Ende bemes Lebens, welches du aus freyem Willen dem Vater für uns dargeben willst. Die Augen werden verfinstert, das Angesicht erbleichet, die Kräfte sind aufgezert, das Herz bewegt sich immer schwächer; Jesu! du redest aus deinem sterbenden Herzen dre letzten Worte: Vater in deine Hände befehle ich meinen Geist. Deine heiligste Seele verlaßt das allerhei- ligste Herz, welches mit der Gottheit vereini- M 4 gtt get verbleibt; es stirbt mit geneigtem Haupt; das Herz des einqebohrnen Sohn Gottes, des Heilands der Welt. Es stirbt für uns Menschen, damit wir das ewige Leben erlangen; es stirbt aus Liebe unser in der Lrebe, und es lebet nicht mehr» das uns geliebt hat bis an das Ende. O unendliche Liebe, die durch den Lrcbstod erwiesen wird ! O Jet» ! du hast dich für uns ganz geopfert, derne Freuden, deine Ehr, dem Blut, dem Leben, dein Herz. O unendlichen Dank solle ich deinem sterbenden Herzen erstatten bin aber ganz unvermögend : Mit meiner schwachen Liebe will ich diese unbegreifliche Gutthat vergelten. Ich sehe dich todt hangend an dem Kreuz für mich undankbaren Menschen, und ich preise deine unendliche Gütigkeit. Göttliches Herz, für mich entseeltes, jetzt aber lebendiges Herz im heiligsten Sakrament! wie kann ich deiner Liebe jemals vergessen? Wie kann ich ein Geschöpf wider dich lieben, nachdem du für meine Sünden am Kreuz gestorben bist? O mein Jesu! mein am Kreuz sterbender, nun auf dem Altar lebendiger Erlöser! Ich glaube an dich ! meine ganze Hoffnung ist auf dich gesetzet! mein Herz und mein Lrebe sey dir ganz geherliget! in deiner Liebe null ich leben, und sterben. F. Im Friede, und Einigkeit will ich schlafen und ruhen; y. rr O im im st-ß Im ist. im W ria b dui neu beii in! c stai Fei mit ck auj i»' he Ich -7Z 6 . Weil du, o Herr! mich besonders in die Hoffnung gesetzer hast. s Gebeth. I- s d s N 1S e- >; i- e- > r- b >z ?> Herr Jesu Christe ! welcher du zum Am ^ denken deines Tods, nn heiligsten Sakrament oern verwundtes Her; hinterlassen hast; Wrke durch deine Gnad, daß der feurige und süße Gewalt deiner Liebe mein Herz von allem» was unter dem Himmel, und dir zuwider ist, absöndere; damit ich aus Liebe deines lieb- mchesten Herzens allem absterbe, der du aus Nbe meiner am Kreuz zu sterben, dich gewür- Wt hast. Jesu am Kreuz! durch deine Schmerzen, durch deine Angst und Verlassenheit, durch deinen Tod, erbarme dich meiner in dem Absterben, da mem Geist betrübt, und meine Seel in den Tods? Aengsten seyn wird. Jesu am Kreuz! durch deinen kostbaren Tod stärke mich in dem letzten Kampf, den bösen Feind, die Welt, und das Fleisch zu überwinden; daß ich jetzt der Welt abgestorben, dir allein lebe; und in der letzten Stund nimm auf meine Seel, welche aus dieser Wanderschaft und Elend zu dir ihrem Schöpfer zurück kehren wird. Jesu am Kreuz! dein göttliches Herz ist zwar iu und aus tödtlichen Schmerzen gestorben - buch mit dem Vater mmglich und unabänderlich vereiniget: da die Furcht des Todes, und die 174 die Gefahr meines ewigen Heils mich umgeben wird, tröste und stärke mich durch den Ausfluß deines Herzens, durch die Gnade der Beharrlichkeit, damit meine von dir erlößte Seele Nicht ewig zu Grund gehe. Amen. Beschluß. §>esu! du Sohn des lebendigen Gottes, welcher du durch dein Kreuz den Himmel eröffnet hast, du hoher Priester in Ewigkeit, nach der Ordnung Melchisedechs, ich geharre in deiner Bekenntniß; Mit Vertrauen finde ich mich ein bey dem Thron der Gnaden, damit ich Barmherzigkeit, und die Wirkungen deines heiligen Leidens erlange. In den Tagen deines Fleisches hast du dein Gebeth, mit starkem Geschrey und Zähren dem Vater für uns aufgeopfert, und bist wegen Deiner Würde erhöret worden. Da du dein Versöhn-Opfer an dem Kreuze vollendet haft, bist du uns allen die Ursach des ewigen Heils geworden: dein heiliges Blut reiniget unser Gewissen von den todten Werken, und dein heiliges Sakrament stärket uns, durch die Gnade, dem lebendigen Gott zu dienen. Ach! daß ich durch deinen Kreuz Tod, und durch das Opfer des Altars in das Heiligthum zum ewigen Leben eingehen möge. Amen. ) ? ) ? ) r i dm Air 8 Lh An- 175 en s- «er :le Anqebethet sey ohne End, das heiligste Altars - Sakrament, H-. In Ewigkeit» Amen. )?. Herr erhöre mein Gebeth , h. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! H. Gort sey Dank. er >et er er Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. m t» !Y in m en es ut :r- s» ie- nd Nilfte Mkund. Von dem heil. Grab Christi/ oder: am Lharsamstag. Merr eröffne meine Lefzen, MK So wird mein Mund dein Lob verkündigen. Ü Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Ge- Gemüths-Erhebung. ry6 Mcht allein an dem Kreuze, sondern auch in ^ dem Grab, verehre ich liebster Heiland ! deinen allerheiligsten Leichnam, welcher auch nach dem Tode mit der Gottheit vereiniget geblieben; und welchen du uns in dem heiligsten Sakrament hinterlassen hast. O liebvolles Geheimniß! da dein entseelter heiliger Leib von dem Kreuze abgenommen, bis in dritten Tage im Grab verschlossen gelegen. Mit welcher Andacht haben deine Drener Joseph und Nicodewus denselben von dem Kreuz abgelöset, die Nägel ausgezogen, und in der stillen Traur herabgenommen? O Jesu! wem sollte dieß nicht das Herz bewegen, da man dich seinen Erlöser, für das Heil der Menschen, voll der Wunden, mit Blut überrennen, ganz verstattet, und dem Tod unterlegen betrachtet? Also hast du mich geliebet, also kostbar war in deinen Augen meine Seele, daß du dein Leben für sie gegeben. Allerseligste Jungfrau! wie betrübt war dein Herz, wie zähervoll deme Augen, da du deinen todtverblichenen allerliebsten Sohn Jesum in deine mütterliche Schooß gelegt angesehen! Schmerz, und Liebe haben dich durchdrungen, da du seine tiefe Wunden, sein göttliches Angesicht betrachtet hast. Ach! daß ich mit dir diese unendliche Gutthat L kick me> üb« 3o daj der W es »er c der inu U! der ein« D der im z !ll> tm Hl! der ,77 Hat der Erlösung mit zarter Liebe» mit ewigem Dank, unauslöschlich zu Herzen fasse. in riet litt- er ls er nr >d e- ,s it in ch nr e- in link >! i, n- lt- Wer kann sich Vorstellen, mit welcher Zärt- Wert du deinen «örtlichen Sohn dem frommen Joseph und Nrcodemus zur Begräbniß Übergeben hast? Pilarus hat seinen heiligen Leichnam dem Joseph geschenket: und es war dein Trost, baß er den Juden und Heyden entrissen Worten » damit sie nicht noch an dem Todten ihre Wuth ausüben könnten. Eine Erquickung war es für dein mütterliches Herz, daß sie mit g-oßer Ehre den kostbarsten Leichnam, mrt Myrrhen und Aloe eingesalbet, und in ein reines Leintuch eingewikelt haben. Ich begleite in dem Geist die heiligste Leich- Begänqnrß mit dir, o schmerzvolle Mutterda der heiligste Leichnam von Joseph und Nicodes mus zum Grab getragen wird. Ach! daß auch meine Augen von Traur - und Liebs - Zähren fllessen» daß ich durch meine Sünden die Ursach des Todes Jesu gewesen bin! Bey dem Kalvariberg, in einem Garten, in einem steinernen neuen Grabhaben sie dich, «Jesu! gelegt, und einen großen Stein hinzu gewelzet: welche Erniedrigung des Urhebers des Lebens, unter den Todten begraben werten! O glorreiches Grab meines Erlösers! so du in dir einschließest jenen, so der Glanz des Vaters, die Glory der Engel, die Freude des Himmels, das Leben, Heil, und Glückseligkeit der Menschen ist. O -78 O heiliges Grab, welches du, o Jesu! durch deine qöttliche Gegenwart gcheiliget» die frommen Frauenbilder verehret, die heilige Enge! besuchet, und Gott durch die Wunder herrlich gemacht hat! Ach! daß mein Herz, welches in der heiliger Communion demen heiligsten Leib, o Jesu! empfanget» dernem Grab gleichförmig sey, ganz neu durch die Erneuerung des Geistes, und durch ein reines Leben: durch die Stand- hafttgkeit gleich einem Felsen unbeweglich,» beständiger Betrachtung deines Leidens und Todes; und nach der Communion allen Geschöpfen geschlossen, damit deine Gnad und Liebe immer in mir geharre. du zv' »c! lö Mnbethring. gleichwie die getreue Maria Magdalena, ^ Maria Jakobi, und Salome, mit der zartesten Liebs' Andacht sich zum Grab begeben, deinen heiligsten Leichnam zu ehren, und anzubethen: also komme ich zu deinem heiligsten Sakrament, dir meinem gegenwärtigen göttlichen Erlöser die ehr-und dankvolle Anbethung zu entnchren. Wenn schon deine Majestät hier ganz verborgen ist, wre in dem Grab; wenn deine Gott- und Menschheit in den Gestalten des Brods mit der Dunkle umgeben» wie dein Leichnam mit der remen Leinwand; wenn schon deine Herrlichkeit verschlossen nicht glänzet, so wie du 1-79 du in dem Grab den Augen der Menschen entzogen wärest; bist du, o Jesu! dennoch wahrlich gegenwärtig; und ich bethe dich an in de- Mhigster Unterwerfung, und Ehrfurcht. Du bist der unsichtbare, unsterbliche König aller Zeiten, auch in dem Grab, und heiligsten Sakrament: dir alleinigem Gott gebühret alle Ehre und Glory! Du bist unser Vater, o Herr!, und unser Erlöser; dein Name rst von allen Zeiten: du hast die Himmel durchbrochen, und bist herabgestie- gen;und alle Hochheit muß sich vor dir erniedrigen. Du hast Wunder gethan, die unsere Schwachheit nicht begreifen kann Du bist unser Schöpfer, und wir alle sind Werke deiner Hände; wir müssen dich anbothen, als den Allmächtigen, dessen Sitz der Himmel, und die Erde der Schemmel der Füsse ist, dieses Heiligthum aber der Ort der Ruhe. Aufwemo Gott! wendest du deine AugemalS auf den Demüthigen, der eines zerknirschten Geistes, und voll deiner Ehrfurcht ist? so knie ich vor dir, o Jesu ! in dem hochheiligsten Sakrament ! nimm gnädig auf meine Unterwerfung, Zerknirschung, und Anbethung. or- tt ds nu Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Joseph erhielt den heiligen Leichnam Je- »8er Herr regieret mich, und nichts wird mir ^ abgehen : auf seiner Weyde hat er mich gesetzet. Er hat mich ernähret mit seiner Erquickung r'j und meine Seel hat er bekehret. ! Er hat mich auf die Wea der Gerechtigkeit geführet, * wegen seinem Namen; Wenn ich auch in Mitte des Schatten des Tods wandere, fürchte ich nichts Uebels weil du mit mir bist. Dein Scepter und dein Stab, * haben mich getröstet: Einen Tisch hast du in meinem Angesicht bo reitet, * wider jene, so mich plagen. Mein Haupt hast du mit Oel reichlich begosi sen, * und wie vortreflich ist mein Kelch»der trunken machet! Beine Barmherzigkeit wird mir folgen, allen Tagen meines Lebens. Auf daß ich in dem Hause des Herrn wch nen möge, * in die Länge der Tagen» Tc AI Vl bic Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Mu- bei ivc Hl Un in Sei der ive fal tiq M Nl 2 rZr ieumüthige Ubbitt. ^8 mein liebster Jesu! den ich im heiligsten ^ Altars Geheimniß gegenwärtig verehre, lmd in dem Grab in die drey Tage verborgen betrachte; es war deine Ruhe m dem Frieden, nachdem du der Wuth der Juden, und dem Tove unterlegen. Aber in dem heiliqsten Liebs-Geheimniß des Mars bist du noch immer dem Undank und Verfolgung der Afterchnsten und der Irrglauben ausgesetzet. Du bist der Gerechte, der Heilige, der nach der Vorsagung des Propheten, unterdrücket worden, und es ist keiner, der dieß in seinem Herzen recht bedenke. Du bist voll der Barmherzigkeit, und hast dich deinen Feinden, den Undankbaren zur Versöhnung, und zum Trost in dem heiligsten Sakrament geschenket. Ich will der Erbarmunqen des Herrn immer gedenken , und dich, o Jesu! loben in allen Gütern » welche du uns nach deiner Milde» und in der Viele deiner Barmherzigkeit gegeben hast, und bist unser Heiland geworden. Darum bereue lch die Bosheit der Menschen, welche deine unendliche Güttgkeit nicht erkennen» und deine größte Geheimnisse mishandeln. Ach! daß dir meine reumülhlge Abbitt gefallen möge, und deinen heiligen Zorn besänftige, daß wir Gnad und Barmherzigkeit erlangen ; und mit neuem Elfer, in lebendigem Glauben wiederholen: Ewige Aiibeth. u.TH. N An- I8L Angebethet, gelobt, und geliebt sey ohne End, Jesus Christus im heiligsten Altars-Sa krament! son teil Besuchung da ge( >re des heiligen Grabs k4>Z / v4S mit Vorbereitung zu einer christlichen Begräbniß. i. das sch- Gr Mesu Christe! als du von dem Kreuz abgv nommen, in das Grab gelegt worden, haben drey Frauen Maria Magdalena, Maria Jakobi, und Salome, aus Antrieb der heiligen Liebe selbes besuchet/ dir die letzte Ehre nuten ner kostbaren Salbung zu erweisen. So haben zu allen Zeiten die fromme Chri« sten deine heilige Grabstatt zu Jerusalem besu» chet und verehret. Ich folge diesem gottseligen Beyspiel; und da mir nicht möglich, mich zu deinem heiligen Grc*- zu begeben, komme ich in dem Geist, und mit der Andacht jener Frauen, und der alten Christen, diese Besuchung dir abzustatten in dem heiligsten Sakrament auf dem Altar»in welchem dem göttlicher Leichnam, nicht todt, iom der ank kr! »er den llrk len knh l den L dii L M !>-> I8Z sondern lebendig» doch in Form eines entseelten wahrlich verborgen, und verschlossen ist. O mein liebster Erlöser! Ich bethe dich an mit Zärtlichkeit und Liebe ganz eingenommen: da ich dich gegenwärtig habe, der du am Kreuz gehangen, für mich gestorben, und meine theu- ! re Erlösung erfüllet hast. O mein Jesu! wie hat es geschehen können, Laß der Sohn Gottes für mich armseliges Geschöpf fein Leben gegeben, und mich bis zum Grab geliebet hat? Ach könnte ich deine heilige Wunden, besonders deine so tief verwandte heilige Seite, mit snkMtigem Kuß, verehren! Könnte ich dein heiliges Grab berühren, und umfangen! könnte ich vor demselben mich zur krde werfen, und als deines Tods schuldig, mdemüthigen! O Jesu ! welche Demuth wäre es, daß du bis zum Tod des Kreuzes bist gehorsam geworden! welche Erniedrigung ist es, daß du der Urheber des Lebens, unter den Todten hast wollen begraben, und den Augen der Menschen entzogen werden! Und wer kann deine Herablassung begreifen, >n- -aß du unter den geringen Gestalten des Brods gen -eine Majestät in dem heiligen Sakrament verlud hüllest? ten O glorreich und herrliches Grab, welches in in sich einschließet dich den Glanz des Vaters, iajdie Glory der Engel, das Leben der Menschen! vt, O wunderbares Geheimniß des Altars, in N 2 wel- ett ge< n, ria gen ici< sti« !sü» r84 welchem deine Allmacht, und Gütigkeit hervorleuchtet, da du uns deinen heiligsten Leib und dein Blut zur wahren Speis, und zu beständigem Trost mittheilest! Dein heiliger Leichnam lag im Grab in einem weißen Leintuch eingewickelt, und mit kostbarer Myrrhen zur Unverwesung bereitet: Er ist unsterblich anjetzo im heiligen Sakrament, unter schneeweißen Gestalten; vor dem ich auf meinen Knien liege, in tiefcster Anbethung» mit dankvollem Herzen. le rode B w. N. O Jesu! ich erkenne dich als meinen einzigen Erlöser» und g>a»ve an dich nach deinem heiligen Wort und Lehre. Ich glaube, daß du von Todten auferstanden, und in Himmel aufgefahren»lebst und regierst mit dem Vater in Einigkeit des heiligen Geists, unsterblich in Ewigkeit. Deine unendliche Gütigkeit, welche dein Kreuz und Grab beweisen; deine unendliche Verdienste bey dem Vater, gründen meine Hoffnung, in deiner Gnad zu sterben, und das ewige Leben zu erlangen. Aus deinem Grab, und von dem heiligen Altar bin ich überzeuget von deiner Liebe bis in Tod; und meine Liebe/ solle durch den Tod nicht erlöschen, sondern ewig dauren. «II ö O S Pf rie m vl IN. Ich bethe dich an, und sage dir Dank für alle Mühe und Abmattungen, welche du wegen dem Heil der Menschen übernommen hast. Opfere sie auf dem himmlischen Vater daß dc h- vk re K -85 daß er mir die Sünden verzeihe, und mich in dem Gut.n starke. Ich bethe dich an, und sage dir Dank für alle Unbilden» Verachtung-und Verfolgungen , welche du für mich gelitten hast. Opfere sie dem himmlischen Vater, daß er mir alle meine Beleidigungen seiner Majestät vergebe, und die wahre Ehrfurcht ertheile. Ich bethe dich an, und sage dir Dank für alle Peinen, Schmerzen» und Wunden, welche du für meine Versöhnung ausgestanden hast. Opfere sie dem himmlischen Vater für meine Sünden, daß er mir gnädig verschone, und mich künftig von freywilliger Sünd bewahre. Ich bethe dich an, und danke dir für alle Tropfen deines kostbaren Bluts, welche du in deinem Leiden für mich vergossen hast. Opfere sie auf dem himmlischen Vater, daß meine Seele ^ von aller Mackel gereiniget werde. ^ Ich bethe dich an, und danke dir für alle Seufzer, Zähre, und Aengften deines Herzens, welche dich bis in Tod gedrucket haben. Opfere sie auf dem himmlischen Vater, daß ich in meiner Todsangst deine erquickende Tröstungen genießen möge. Ich bethe dich an, o Herr Jesu Christe? in dem Geist im heiligen Grab, und in der Wahrheit im heiligsten Sakrament; und danke dir ohne Ende aus dem Innersten meines Herzens, für deinen bittern Tod, den du am Kreuz für mich armen Sünder ausgestanden hast. Opfere denselben dem himmlischen Va- N z ter, 186 ter, daß ich eines guten, frommen, und ruhigen Tods sterbe. Sie haben wider mich mit falscher Zung geredet : ! Y?. Und mit hässigen Reden haben sie mich!-, umgeben. !§. Sie haben meine Hände und Füsse durchs ^ boret; yc. Und alle meine Gebeine qezählet. U Sie haben mich aus Kreuz geheftet; H-. Und meine Seite mit einer Lanze eröffs net. ^ Vater in deine Hände befehle ich meinen A Geist! ^ tzc-. Dieß sagend, hat er mit geneigtem Haupt, den Geist aufgegeben. Der getreue Joseph hat den heiligen k Leichnam vom Kreuz genommen. j/ H-. Und in ein reines Tuch eingewickelt,> 7 in ein steinernes Grab gelegt. ^ Gebeth. ^>err Jesu Christe! du Sohn des lebendigen ^ Gottes, der du für das Heil der Welt an den Kreuz - Galgen gestiegen, und dein kostbares Blut für die Erlösung unsrer Seelen häufig vergossen hast: wir bitten dich flehentlich, daß du nach unserm Tod, uns fröhlich die Pforten des Himmels einzugehen erlaubest: der du lebst und regierst in Ewigkeit. il. ilt dii »87 hl^ ! !- Vorbereitung zu einer christliche«; "S Begräbniß. ich dein heiliges Grab, liebster Erlöser! . in dem Geist der Andacht verehre, muß ^ ich an meine Sterblichkeit gedenken, und mich erinnern, daß mir endlich allein das Grab übrig sey. - Die Zeit vergeht; die Jahr und Tage mei- " »es Lebens enden sich; und ich gehe dem Grab zu. Ach mein Gott! so verschwindet das menschliche Glück! o wie eitel und kurz ist al- .. Iks Jrrdische! ' Selig sind die im Herrn sterben, und zu ei- «er christlichen Begräbniß bereitet sind. Du berufest ihre Seelen zur ewigen Ruhe; und ,. ihre Leiber erwarten in der Asche die Aufer "»chmg. i. Jesu im heiligsten Sakrament! in deiner Gegenwart, ergebe ich mich willig in den Tod; ich eröffne mir selbsten das Grab , in welchem ich solle, als ein Christ» auch christlich, beygelegt werden. Jesu! du bist am Kreuz aufgeopfert worden, weil du es selbst hast wollen: auch ich opfere dir mein Leben aus freyem Willen, weil es dein heiligster Wille ist. Mein Gott! ich bethe an dein ewiges Welk» z und gebe zurück in deine Hände das Le- N 4 den 188 ben, so du mir gegeben hast; daß es durch bei, Tov zernichtet werde, wann es dir gesallr. Ich nehme ihn an mit Unterwerfung, in Vereinigung deines Tods, Jesu Christe! in dem Geist der Bußfertigkeit, und in dieser Absicht freuet mich das Sterben. Ich hoffe, daß diese meine willige Annahm des Tods, deine Barmherzigkeit über mich ziehen werde, daß ich diesen schreckbaren Ueber- gang glücklich machen möge. Mein Gott! ich wünsche durch meinen Tod l dir ein angenehmes Opfer meiner selbst zu entrichten ; durch die Zernichtung meines Wesens, deiner höchsten Majestät die schuldige Huldigung abzustatten. Ich verlange» daß mein Tod dir, o mein Gott! ein gefälliges Opfer der Versöhnung sey, deiner Gerechtigkeit genug zu thun für so viele Sünden, mit welchen ich dich beleidiget hake, und darum nehme ich an, was immer der Tov, den Sinnen und der Natur Schreckbares hat. Ich willige ein mein Gott! in die Säuberung meiner Seel von dem Leib, in dre Beraubung meiner Sinnen. Ich will in der Erve verhüllet, und mit Füssen getreten werden. Ich bin zufrieden, daß die Menschen meiner ganz vergessen, und mein Leib in dem Grab zu Staub und Asche werde. O mein Jesu! der du für mich gestorben, und wegen mir das Grab erwählet hast: Laß dir gefallen das Opfer meines Lebens , als ein Op- Ol re< w ich ka lic C ui ni E n r> h 8 r89 n Opfer der Gerechtigkeit» und der Liebe, mit ler >ch mich ganz in deinen Willen ergebe. ^ 2 . So habe ich mir selbst das Grab eröffnet» ^ m welches ich christlich will gelegt werden. Denn " ich lebe und sterbe als em Christ, in der Ber känntnrß deines heiligen Namens, in der Hoff, " liunq deiner Verheißungen, in der Liebe mei- " nes göttlichen Erlösers. " Mein Grab soll seyn» unter den wahren Cnnstglaubiqen» welche dich o Jesu! bekennet, d uno geliebt haben ; in der geweihten Erde, dar t' mk das Gebeth deiner heiligen Kirche meiner 5» Seele zu Nuzen komme. In diesem Grab, an dem Ort, das mir deir . ne Fmsicht bestimmet hat, will ich im Frieden m! ruhen; bis du mich zur glorreichen Äußerster iß hunq erwecken wirst; dessen heiligen Leib und !o Blut ich in meinem Leben so oft genossen habe. " Mit dem himmlischen Thau begieß meine " Seele; und mit dem himmlischen Geruch er, quicke meine Seele, o Herr Jesu Christe! best ^ scn Grab ich im Geist dankbarlich verehre» und ^ das heiligste Sakrament in tiefester Erniedrü ^ gung anbelhe. u. er r» > ^ aß Beschluß. s>esu! du hast unsre Erlösung mit dem Grab <>) beschlossen; und ich beschließe diese meine Andacht mit ewiger Danksagung, und mit sehnlicher Bitt, daß ich durch deine Gnad mir selbsten absterbe» und den alten Menschen vergrabe; N 5 da- ! 9 -> damit ich in dem Geist auferstehen, und in einem neuen Leben wandern möge zur glorreichen Ewigkeit. Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, Yc-. In Ewigkeit, Amen. )?. Herr erhöre mein Gebeth, yc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Hc. Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubig-n ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen. tund. Von -er Auferstehung Christi, oder: zu Ostern. v^err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als § - st ü a b 2 st d a st d k § 'st u i9r Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, he, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ;stt ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Attehe auf Sion, rieh an deine Stärke, klei- ^ de dich Jerusalem du Stadt des Heili- gen, mit deiner Herrlichkeit, löse die Bond deiner Gefangenschaft Tochter Stvn! denn Je- lvisus dein Erlöser hat den Tod und die Hölle überwunden; und ist siegveich von den Todte» auferstanden! A! Gütigster Gott! du hast durch deinen eiliger ! bvhrnen Sohn, und durch seine Urstände die > Welt erfreuet, nnd uns den Eingang der glückseligen Ewigkeit eröffnet. I Ehr und Glory sey dir Herr Jesu Christe! der du aus dem Grab erstanden bist, mit dem Vater und heiligen Geist, zu ewigen Zeiten, Amen. Du hast deinen heiligen Arm in den Augen aller Völker erwiesen, da du über den Tod qes sieget: und sehen nun alle Gränzen der Erde dich als den glorreichen Heiland der Welt. Mein Herz erfreuet sich in deiner Herrlichkeit, mit welcher du aus dem verschlossenen Grab hervorgegangen, nachdem deine Seele ' sich mit deinem heiligen Leib wieder vereiniget, und glorreich gemacht hat. Du 192 Du hast in der Auferstehung die fünf Wund« mahlen beybehalten wollen, dir zur Glory, uns zur Gnad, deinen Feinden zur Beschämung. Sie sind anjetzo nicht mehr bluttriefend, sondern so viele Brünnen der Klarheit, und glänze» über die Sonne: sie sind nicht mehr schmerzhaft, sondern so viele Zeichen deiner unendlichen Freude, und heiliger Ergötzlichkeit. Ich verehre mit zärtester Andacht diese heilige Wunden, welche deinen göttlichen Leib in dem wunderbarlichen Sakrament zieren. Ich weiß» daß du mein Erlöser lebest in diesem hochheiligen Geheimniß; denn nach der Auferstehung stirbst du nicht mehr; die Wunden sind die Zeichen deines Siegs über den Tod, und Proben deiner Auferstehung, in welchen ich meine Hoffnung setze, dich m deiner Herrlichkeit in dem Himmel zu sehen, und an- zubethen. Ich verehre, o Jesu! in dem heiligsten Sakrament deine glorreiche Wunden, welche mich immer erinnern deiner Liebe, deines Leidens, und meiner Erlösung; welche du dem himmlischen Vater zeigest» die Versöhnung und Barmherzigkeit mir zu erlangen; und welche mein Herz zur zärtesten Liede meines einzigen Erlösers erwecken. Ich verehre, o Jesu! deine verherrlichte Wunden , welche einstens den Sündern zur Furcht und Schrecken sinn werden, da du rhnen sagen wirst: sehet die Wunden, die ihr mir geschlagen ; sehet die Seite, die ihr mit der Lanzt se k> d r lns ng. vn- >rj- )Ii- m ie- »er inen el- ec n- a- It- n- in r9Z eröffnet habet: mir aber sind sie Brunnquellen des Heils, der Gnaden, und des Trostes. Heiligste Jungfrau, göttliche Mutter! welche Freude hat dein zuvor betrübtes Herz erfüllet, da sich Jesus nach seiner Auferstehung bey dir gestellet, da du seine Herrlichkeit, seine glorreiche Wunden, mit leiblichen Augen die unendliche Schönheit deines Sohns gesehen hast? O Jesuden ich in dem heiligen Sakrament mit den Augen des Leibs nicht sehen kann, durch den Glauben aber gegenwärtig sicher erkenne, mache mich theilhaftig jener unaussprechlichen Freude mit welcher du in dieser Erscheinung deine liebste Mutter übergössen hast. Nach der Viele ihrer Schmerzen, haben deine Tröstungen ihre Seele ergötzet; und sie war ersättiget, da deine Glory ihr erschienen ist. Sollte mich nicht in den Armseligkeiten dieses Lebens deine Gegenwart im heiligen Sakrament, deine verborgene Herrlichkeit erquicken; da ich die süße Hoffnung habe, daß du in der Auferstehung meinen Leib der Klarheit deines glorreichen Leibs gleichförmig machen werdest? Bin ich ein Sünder und schwacher Mensch, so tröstet mich deine Gütigkeit, welche du der büßenden Magdalena erwiesen hast; da du dieser liebenden Büßerinn vor den Aposteln zu erscheinen dich gewürdiget hast. O Jesu! ich werfe mich zu deinen Füßen, im heiligsten Sakrament , in zarter Liebe, m tiefer Demuth, in starker Hoffnung; und lobe deine heilige Auferstehung, mit heftiger Begierde, dich in dem -94 dem Reich deiner Herrlichkeit zu sehen» den ich nun unter den Gestalten des Brods verhüllet anbethe. Ach! daß meine Gemüths - Augen eröffnet werden, deine wunderbarliche Gegenwart in diesem Geheimniß immer mehr zu erkennen, damit mem Herz vor Liebe brenne, wie in jenen zwey Jüngern, mit welchen du nach deiner Auferstehung auf dem Weg geredr» die nur in Brechung des Brods dich erkennet haben! Doch ich lebe unbeweglich in dem heiligen Glauben deiner Auferstehung, und deines unsterblichen Lebens in der Herrlichkeit. O Jesu! du kannst nicht mehr sterben; du lebst» und regierest Himmel und Erde ^ mit dem Vater in Einigkeit des heiligen Gerstes; du lebst in dein heiligen Sakrament» bis an das Ende der Zeiten ; obwohlen du deine Glory verbirgst; t>n lebst in diesem Geheimniß in so vielen Kirchen der katholischen Christenheit, Tag und Nacht, ohne Unterbruch; doch unendlich glückselig; als ein glorreicher Besieger des Tods. Es ist deine göttliche Versicherung: Wer mein Fleisch ißt» und mein Blut trinkt» hat das ewige Leben» und ich wird ihn am jüngsten Tage zum Leben erwecken. Darum erwarte ich die glorreiche Auferstehung: dieses Verwes- liche wird die Unverwesung» und dieses Sterbliche die Unsterblichkeit anziehen. Diese Hoffnung ist in meinem Herzen fest gesetzet. Gott sey ewiger Dank» der uns den Sieg über den Tod gegeben hat, durch dich o Jesu, lik in th re m Ul « E nr t>< m ijj ui st d, w hi d, le llet -95 unsern Herrn, und Heiland! welche Liebe solle „mi in meinem Herzen entbrennen, gegen dir» theurester Erlöser! der du mich vom Tode errettet, und dich selbsten im heiligsten Sakrament zum Unterpfand des künftigen Lebens» und der ewigen Glory gegeben hast? Mnbethung. !IN Au hast dich gewürdiget» nach deiner Aufer- stehung den andächtigen Frauen mit Maria Magdalena zu erscheinen; sie hatten die Gnade sich zu deinen Füßen zu werfen» und mit gröstem Herzens - Trost dich anzubethen. Der Engel hatte ihre Herzen vorbereitet» da er ihnen deine Auferstehung angekündet hat» mit den Worten: Er ist auferstanden, und ist nicht hier. Liebster Jesu! mit welcher Ehrerbietigkeit, und Trost solle ich dich anbethen in dem heiligsten Sakrament, da nicht ein Engel, sondern deine heilige Kirch mich deiner wahren Gegenwart versichert: Er ist auferstanden, und er ist hier! ja so sagst du selbsten, das ist mein Leib» der am Kreuz gehangen» der im Grab gelegen , der von den Todten auferstanden ist. 2ch werfe mich zu deinen heiligsten Füßen, und bethe dich an, als meinen Gott, als den triumphirenden Heiland der Welt. Du bist der König der Herrlichkeit»der du die Sünd, die Hölle, und den Tod überwunden, und in dem Glanz des Sieges, mit der Unsterblichkeit, 196 lvi kei un wiederum unter den Sterblichen dich dargestellet hast. Dir ist aller Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden; weichem ich die riefelte Huldigung erstatte. ^ Mein Herr und mein Gott! ;ufte Thomas auf, als er den Finger in die Wunde der Hand, und die Hand in deine offne Syte eingelegt:!.^ Er hat dich mit lebendem Glauben erkennet,! und als den überminder des Todes angebekhen ^ Selig sind jene» so dich nicht gesehen» md!N dennoch glauben. Jesuich Me dkch mcht, ich> fühle dich nicht im heiligen Sakrament; aber! der Glauben allein erklecket/ mir» und ersetzt!! jkn den Abgang der Sinnen; in welchem ich oir, ^ mein Herr und mem Gott! dle demüthigst!! Andethung erweise. > ge Heilig» heilig, heilig» ist der allmächtig! Gott, der Herr der Hcerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. "" AIS er war im Anfang rc. ^ ' Der Jesum auferwecket hat, wird ^ auch uns mit Jesu auftrwecken. ^ Aus dem 144. Psalm. <^ch will dich erhöhen 0 Gott» mein Königs «>? und in Ewigkeit deinen Namen benedeyen! Täglich werbe ich dich preisen, * und dem^ H Namen ewig loben. ^ ^ Groß ; 197 Groß ist der Herr» und des höchsten Lobes ivürvtg:' und ferne Hochheit hat kerne Schran- ken. ,j Alle Geschlechter werden deine Werke loben: * ^ 7 ! und deine Macht verkündigen. "7 Sre werden von der großmächtigen Herrlich- " keil deiner Heiligkeit reden:' und deine Wun- ' berdrnq erzählen. '' Sie werden die Kraft deiner schreckbarea lü! Werke sprechen: * und deine Größe kund ma, H chen. >ber! Die Völle deiner Süßigkeit werden sie aus N ihrem Herren erinnernd hervorbringen: * und 'tt, über deine Gerechtigkeit frohlocken- O! Barmherzig uNd erbarmend rst der Herr: * ! geduldig, und viel barmherzig. . ! Alle deine Werke, 0 Herr! sollen dich prei- sm: * und deine Heilige sollen dich benedeyen. Die Herrlichkeit deines Reichs sollen sie rühmen: ' und deine Macht loben. Dein Reich ist ern Reich aller Zeiten: * und du herrlchest rn allen Geschlechtern. Mem Mund wird das Lob des Herrn res " den: * und alles Fleisch solle fernen heiligen Namen rn Ewrgkert benedeyen. Ehr sey dem Vater rc. Als er war rm Anfang rc. ^ Mcumüthige Kbbitt. "E" glorreicher Erlöser! obwohlen du deine Auf- . ^ erst hunq mrr vielen Erscheinungen» mit Ewige Andech. n.TH. O Wor- »98 Worten und Werken, mit Zeugniß der Engel erwiesen hast, wollten doch deine Jünger selbe nicht glauben: und diesen Unglauben hat bei, ne Güte ihnen vorgeworfen; thorrecht, hark herzig, ungläubig wurden sie genennt. Aber wie sehr beleidiget dich der hartnäckige Unglauben vieler Christen,die schimpfliche Mis- Handlung deines heiligsten Sakraments, deiner wahren Gegenwart, welche du doch mit den deutlichsten Worten, mit unzähligen Zeugen, mit vielen Wundern bekräftiget haft! Petrus hatte dich dreymal verlaugnet: er hat in deiner Erscheinung seinen Fehler, seine Untreu demüthigst abgebethen. Thomas hat seine Hartnäckigkeit durch kick volle Bekenntniß gebessert. Ach! daß auch s» vielen blinden Menschen, welche deine sakra- nrentalisthe Gegenwart nicht erkennen wollen, die Augen eröffnet würden. Dein unendlichwürdiges Sakrament wird verachtet, deine Liebe wird beleidiget, deine Wahrheit wird entehret! Und dennoch gütigster Heiland! weichest du nicht zurück, du bleibst immer in dem anbeth- ungswürdigsten Geheunmß, Tag und Nacht, in unzählbaren Kirchen» auch ganz allein, und von den Menschen verlassen ! Welche erstaunliche Erniedrigung! welche Güttgkeit eines unsterblichen Königs, und Bewegers der Hölle und des Todes! O Jesu! kerne Verwunderung, keine Dankbarkeit kann genug seyn für eure solche immerwährende Gutthat! Wie »» ja, rir er D B K lv« ei< rh igr is< ier en n, er st ras n, ird ine du lh. )t, ud , -99 Wie tief» und wie reumüthig, solle nicht seyn meine Abbitt des Unglaubens» des Undanks» ja der Bosheit so vieler Menschen gegen dem höchsten Geheimniß! Herr! ich bin nicht würdig» daß ich in deiner Gegenwart erscheine. Doch deine Lrebs erlaubet mir» und es ist eine Wrrkung deiner Milde» daß ich eine kniefällige Abbrtt deiner Barmherzigkeit» für die unartige Menschenkinder, thun dürfe. O Jesu! sieh an den Glauben, die Andacht» die Liebe» und Dankbarkeit deiner heiligen Kirche, der wahren frommen Christen, welche dein heiligstes Sakrament über alles schätzen» vnd mit härtester Gottseligkeit verehren» und welche mit allem Elfer wünschen: Gelobt, geliebt, angebethet sey ohne End Das allerherligste Altars - Sakrament! Trostreiche Hoffnung der glorreichen Auferstehung. Wesu, du König der Glory, und Besieqer deS ^ Tods! deine Gegenwart in der Vorhöll - >hat die Väter mit unendlicher Freude erfüllet: deine glorreiche Auferstehung aus dem Grab der Welt einen allgemeinen Trost gebracht. O 2 Wie en 200 Wie durch den Adam der Tod allen Menschen zu Theil geworden; also werden durch dich alle wieder lebendig werden. Immer sollen wir eingedenk seyn, daß du, Herr Jesu Christe! von den Todten erstanden bist, und deine Auferstehung ist die Hoffnung der Christen: Wenn wir mit dir sterben werden , werden wir auch mit dir leben; wenn wir mit dir leiden, werden wir auch mit, dir glorreich herrschen. > jc i. O süße Hoffnung! welche mich in dein v Armseijflkei5,n erquicket. Mein Gott! ich le- ß be in dem Thal der Zähren, in Sorgen und! h Kümmernissen, in Furcht und Schrecken ; in h Aenqsten und Gefahren: allein der Tod wird diesem Elend ein Ende machen. Jesu Christe ! deine Verheißung, mit dir ewig zu leben, tröstet mich ; ich glaube und erwarte die Auferstehung. Mein Lew wird m dec »Schwachheit im Grab vermodern; aber in der Lrasc wieder auferstehen. Ich wird mit Leib und Seele eingehen in die ß heilige Himmelsstadt Jerusalem, und du» lieb- § ster Heiland! wirst von meinen Augen alle Thrä- j, neu abtröcknen: es wird nichts vom Tod, von Traur, von Jammer, oder Schmerzen beym!! seyn. Die Armseligkeit wird ein Ende haben; und die Freud der Auferstehung wirb sich mchl enden. O Iesti! wie groß ist deine Gntiqkeit, welche in meiner Auferstehung so große Wunder wirken wird ! du mein Heiland! wirst meine» Leib d >1tj )>t n; sor Leib umstalten, und deinem glorreichen Leib gleich machen in dem Glanz, in der Unfähigkeit zu leiden, in der Kraft alles zu durchdrin- gen, und sich m unbeschreiblicher Geschwindigkeit zu bewegen. Anjezo ist der Körper der Seele beschwerlich; in der Auferstehung wird er der Seligkeit der Seele theilhaftig werden. O gütigster Erlöser! unsterblichen Dank werde ich dir sagen, und dich ewig loben. Ich Vene- deye» und preise dich anjezo in dem heiligsten Sakrament, dessen göttliche Kraft meinen Leib heiliget, und zur glorreichen Auferstehung vorbereitet. In dem ewigen Leben werde ich mit allen Heiligen ein neues Lobgesang singen : Du bist für uns getödtet worden, du hast uns in deinem Blut erlöset, und durch die Glory deiner Auferstehung hast du uns Gott zu einem herrlichen Reich gemacht! Gelobt, und anqebethet sey deine Kraft, und Gottheit, deine Weisheit und Starke; dir sey Ehr und Glory, Danksagung und Benedeyung in Ewigkeit! Laß deine Gnad in mir wirken, daß ich in dieser Hoffnung deine Abtödtung, o Jesu! immer in meinem Leib herumtrage, und diesen als ein lebendiges, heiliges, und Gott gefälliges Opfer dargebe! Denn nach der Viele meiner Schmerzen werden deine Tröstungen meine Seel erfreuen. Oz Du SSL Du wirst meinem Gehör Freude geben ; I sä H. Und die Gebeine, die du gedemüthir B get hattest, werden fröhlich auferstehen, ch Gebeth. ^ tvi Gott! qieß deine Gnad in unsere Herzen;! ^ auf daß wir, so auf des Engels Vcrküm A diaung die Menschwerdung deines Sohns Je- ^ su Christi erkennet haben» durch sein Leiden und Kreuz zur Glory der Auferstehung gelangen wögen; der du lebst und regierst in Ewigkeit, ^ Amen. U 2. O Gott! deine Vorsichtigkeit hat es also geordnet, daß unsre schwache Leiber vielen ^ Lrankkerren unterworfen sind : auch deine go ^ treue Diener leiden öfters die schmerzlichste Prü- » fungen: und durch die letzte tödtliche Kranb ^ heit wird endlich die Seele von dem Leib auf- gelößt. In diesem Schmerzen was kann uns besser trösten, Jesu Christe! als die Hoffnung der Auferstehung, die du uns einflößest im heiligsten Sakrament, da du uns deinen Leib und f Blut zum Pfand des ewigen Lebens mittheilest. ^ Wir leiden auf dem Kranken-Bett; wie du, sth o Jesu! am Kreuz gelitten hast: aber unsre m Schmerzen werden in der Auferstehung in hei- hei lige Ergötzungeu verwandelt werden; wie dv kei tu deine Glory eingegangen bist. ler Gleich- r«z er! Gleichwie wir das Bild des indischen Men- ! schen getragen haben ^ also werhen wir auch das »i, Bild des himmlischen tragen» und dir, glorrei- n. cher Heiland! gleichförmig werden. > Es wird die Posaune schallen, und die Todten werden auferstehen unverweslich, und wie werden verwandelt werden. . Denn dieß Berwesliche muß das UnverweS- ' > Nche, und dieß Sterbliche muß die Unsterblich- kett anziehen. ^ O Jesu.' nach deiner großen Barmherzig- ^ leit werden wir in dem Schmerzen des Sterbs 7* Betts wieder gebohren durch die lebendige Hoff- vung zur glückseligen Erbschaft, zum ewigen Leben im Himmel: ,5. Stärke mich also durch den Trost dieser Hoff-r vung, und gieb mir die unüberwindliche Ge- duld, alles Leid zu ertragen; weit alles Lei- 'I, den dieser Zeit nichts zu achten ist, gegen den Freuden der künftigen Auferstehung. Ihr sollt nicht traurig werden? , Wie jene so keine Hoffnung habem sec >er Gebeth. ig- nd fv Gott! der du durch das Leiden, und durch ^ die Urstände deines Sohns, die in Elend >u, schmachtende Welt wieder aufgerichtet hast; sre ertheile mir in den Schmerzen meiner Krank- ei- Heiken die Ergebenheit, Geduld , und Fröhlich- dv keit des Herzens; damit ich nach den Trübsalen dieses Lebens zu den Freuden der glorreis - O 4 che» 204 chen Auferstehung gelangen möge; der du lebst! und regierst in Ewigkeit; Amen. z. Niemal» o mein Gott und Heiland! habe ich mehr Troß und Erqwckung nöthig, als m, Kreiden: da mein Geist den Körper und die Welt verlassen muß. Meine Freunde entfernen 5 sich von mir; und wer kann mir helfen als du allein» mein Jesu! der du mich im heiligsten ^ Sakrament besuchest, und für den Weg in die » Ewigkeit stärkest. ^ Deine Auferstehung giebt mir die sichere und ^ süße Hoffnung, daß ich mit dir glorreich aus dem Grab erstehen, und in das ewige Leben ^ eingehen werde. Dieser sterbliche Leib wird unsterblich wer-! den, und jene ewige Freuden genießen, die kein Aug gesehen, kein Ohr gehöret, und kein s menschliches Her; gefühlet hat. ^ O Trost für mich! der ich den Tod fürchte, d und ohne Schauder an selben nicht gedenken e könnte, wenn ich nicht von der Auferstehung L durch den Glauben versichert wäre; die ich zu« h »ersichtlich hoffe, daß sie herrlich und in dein l, Glanz der Heiligen seyn werde. s O Jesu, du glorreicher Ueberwinder des Tods! wie vielen Dank bin ich dir schuldig! § meine künftige Unsterblichkeit ist eine Wirkung t deiner Auferstehung, in der ich mich höchstens ; erfreue, und mit der heiligen Airch wiederhole:! Ehr sey dir, o Herr! der du von den Todten erstanden bist , mit dem Vater und heiligen Geist, zu ewigen Zeiten, Amen. ö. In 205 bst> In deiner Auferstehung, 0 Jesu Christe! yc. Sollen sich Himmel und Erde erfreuen. Gebeth. Herr Jesu Christe! der du im heiligsten ^ Sakrament des Altars uns die Hoffnung der glückseligen Auferstehung bestärket hast: verleih qnädiqltch, daß ich dasselbe vor meinem Absterben» in wahrem Glauben» Hoffnung» ^ und L'ebe würdig empfange» und in der Herr« ^ lichkeit der Auferstehung, der ewigen Freuden theilhaftig werde. Amen. Beschluß. Endlich göttlicher Erlöser» der du uns den Eingang in die glückselige Ewigkeit durch deine Auferstehung» nach überwundenem Tod eröffnet hast» verleih» daß ich in einem neuen Leben wandle» daß ich nicht indische, sondern himmlische Güter suche; und nach diesem sterblichen Leben, mit dir glorreich zum ewig-glück- seligen Leben auferstehe. Dein heiligstes Sakrament ertheile mir die Kräfte» und Gnad» m welchem du immer lebest , uns zu erquicken» und zur glorreichen Auferstehung fähig zu machen. Amen. Anqebcthet sey ohne End, das heiligste Altars Sakrament, H-. In Ewigkeit» Amen. O5 Herr ekle, ?en !Ng tuen!, »es q! ng ns >e: 2N >en Sv6 Herr erhöre mein Gebeth, yc. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn beneveyen! Gott sey Dank. »er Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen us durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden» l Amen. bai un> Wreyzehnre Mund. Von der glorreichen Himmelfahrt ß« Christi. Hi Hc ^err eröffne meine Lefzen, ' So wird mein Mund dein Lob verküw ^ digen. O Gott merk auf mein Hilf, ^ Herr eile mir zu helfen. ,se> Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, dem heiligen Geist: ^ Als er war im Anfang, fetzt, und allweg, > und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. W Oder : Lob sey dir o Herr und König der in ewigen Herrlichkeit. na, ine so- Gemüths-Erhebung. herzig Tage, Herr Jesu Christe! hast du dich ^ nach deiner Auferstehung noch auf Erden verweilet, deine Jünger von dem Reich Got- >en tes zu unterweisen: :n> Es ist dre Zeit gekommen, von der du gesagt hast: Ich bin von dem Vater ausgegangen» und bin in die Welt gekommen: ich verlasse A wiederum die Welt, und gehe zum Vater. An dem Oelberg hattest du dein Leiden angefangen ; auf diesem Berg bist du in den Himmel aufgefahren. Deine K'irch hattest du erbauet, die Welt erlöset, die Jünger gelehret» bcn Willen des Vaters erfüllet; und in Angesicht der Apostel hat dich deine eigene Kraft in Himmel erhoben. O göttlicher Segen, den du mit aufgehetzten Händen den betrübten Jüngern mitgetheilet hast! sm Sie sahen dich allgemach aufsteigen, bis eine Wolke dich ihren Augen entzogen hat. L> liebster Heiland! wer solle nicht mit heftiger Begierde deinen heiligen Segen wünschen? nd'wessen Herz stehet nicht nach den Himmeln» weche du in der Auffahrt aufgeschlossen hast? g, O König der Glory! der du als ein trmrnr phirender Obsieger über alle Himmel aufgestiegen bist, segne mich mit allem geistlichen Segen >ek in diesem Thal der Zähren: zieh mein Herz nach dir» daß meine Wohnung mehr im Hirn- viel, als auf Erden sey! Wen» 208 Wenn du schon sichtbarlich und wahrhaft mii!W Seel und Leib in Himmel aufgefahren» unüvn allda auf dem Thron zur Reckten des Vaters die sitzest; hast du doch deine unsichtbare Gegen- gei wart uns nicht entzogen. nie Es ist ein Wunder deiner Allmacht und Liebe , daß du im heiligsten Sakrament auf ein« an wahre» doch unbegreifliche Weise, wesentlich bey ser uns verbleibest. In dem Himmel genießest du nun unendliche be Freuden» in jener Herrlichkeit, welche dem ein- re> gebohrnen Sohn Gottes gebühret. Du biß un allda unser Fürsprech bey dem Vater» durch ge deine Wunden, die du ihm zeigest; durch deine Verdienste, die uns die Gnad und Versöhnung erwerben; durch deine Vermittlung, die bei Vater nicht hindan setzet. L O Jesu! du bist der hohe Priester, der i« A die Himmel eingegangen, Jesus der Sohn ^ Gottes: ich halte die Bekenntniß in dem stei- ^ fen Glauben, in der gewissen Hoffnung, mich steurend auf deine allmächtige Fürbitt; daß ich ^ nach diesem sterblichen Leben in die glorreich! ^ Himmelsstadt durch dich gelangen werde. ^ Denn zu diesem Ende schenkest du uns dein? Ie> Gegenwart im heiligsten Sakrament» danik in wir durch dieses Opfer mit Gott versöhnn Le durch dieses Himmel-Brod auf dem Weg « nähret, in der Gnade erhalten » aus biN« ta armseligen Wanderschaft in das glückselige Le sei den eingehen mögen. .. gt Die Wichtigkeit meines ewigen Heils» E mich »09 miß mich dir» 0 Jesu! zu Füssen» dich um Gnad M und Hilf anzuflehen; daß meine arme Seele, ers die du mit deinem Blut erlöset» mit dem heili- im gm Sakrament ernähret hast» nicht des Himmels verlurstig werde. Liv Mich unglückseligen» wenn ich keinen Theil M am Himmel haben, wenn ich ewig ausgeschlos- bey sen werden sollte! O Jesu, du Urheber der Gnad, und des Leiche benS! leite mich auf den Weg des Himmels, ein- rette mich aus allen Gefahren des Untergangs, biß und laß mich der Zahl der Auserwählten bey- ireh gesellet werden! Mnbethung. bei . - Mjie glückselig sind alle Jnnwohner des Him- »k ^ weis, welche dich, 0 Jesu! in deiner Herr- U lichkeit sehen, und in der Uebermaaß des süße- stm Trostes anbethen! Meine Seele ist von der Schönheit»und von dem Ueberfluß der himmlischen Güter ganz eingenommen; wie erquickend ist eS aber» daß . alle Himmels»Geister, alle Heilige» dich den eilt lebendigen Gott, den Erlöser aller Menschen, M in dem Licht der Glory erkennen» dir ewiges >et Lob, und die rrefeste Anbethung abstatten! " O Jesu! in dem Himmel» und auf dem Al- 'stt tar bist du gleicher Anbethung würdig; wenn Lv schon hier die geringe Brods, Gestalten deine .. göttliche Herrlichkett verhüllen. h In sro In dem Himmel loben dich, o göttliches Lak! - so du durch deinen Tod den Tode in dem Auferstehung überwunden hast, alle Heilig sie singen immer ein neues Lobgesang: Du biß für uns getödtet worden, und hast uns aus «x allen Zünften, Sprachen, und Völkern, Gott n in deinem Blut erlöset. " Du hast uns Gott zu einem Reich gemacht;! ^ du bist würdig der Kraft und Gottheit» der Weisheit und Stärke, aller Ehre, Glorv und Benedeyung. Auf dem Altar gebühret dir gleiche Ehrbe-! -eugung; um so mehr, weilen du dieses <8e-^ heimniß zur Gedächtniß deiner Wunder uns sei hinterlassen hast. Darum bethe ich dich an, auf diesem Gnaden- de Thron, mit allen Auscrwählten, mit der katholischen Kirche, in demüthigster Ehrfurcht: d« Gebenedeyt sey deine Herrlichkeit, deinem- . endliche Weisheit in Einsetzung dieses Geheim- Mi niß; deiner Liebe sey unsterblicher Dank; deiner Majestät sey alle Ehre zu ewigen Zeiten, tvi Lobet den Herrn alle Völker, preiset den Erlöser alle Geschlechter; denn seine Barm- «o Herzigkeit wird immer über uns erneuert und Ig destättet. Lobe den Herrn meine Seele; erhebe seine; w- Glory und Herrlichkeit; vergiß ntemal seine un Großthaten, und Erbarmungen; es solle aller Orten erschallen das englische Lobgesanq: ^ Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige ^ Gott, der Herr der Heerschaaren! ik! Ehr sey dem Vater rc. M Als er war im Anfang rc. qeH biß Mit aufgehebten Händen hat er sie ws gesegnet; er fuhr in Himmel, und die ^ Wolke hat ihn den Augen der Jünger hl-j entzogen. bti M Aus dem 8z. Psalm. bt! Nrie lieblich sind deine Hütten» o Herr der tze. Kräfte! " meine Seel ist begierig, und ,„j sehnet sich nach den Vorhäfen des Herrn. Mein Herz und mein Fleisch * frolocket nach en? dem lebendigen Gott. ja< Ein Spatz findet sich eine Wohnung: * und )t: die Tauben ein Nest, ihre Junge hinzulegen. ^ Ich suche, o Herr! deine Altäre * mein Kö- W nig» und mein Gott! >ei< Selig sind» o Herr! die in deinem HauS wohnen» ' sie werden dich in Ewigkeit loben. ,en Selig ist der Mensch» dessen Hilf von dir m- kommt: * in dem Thal der Zähren» da er ge- iib setzet ist, steiget er mit seinem Herzen zu dir. Der Gesetzgeber wird den Segen geben, sie werden von einer Tugend zur andern gehen; * ne lind Gott der Götter wird in Sion gesehen Ick werden. Herr, du Gott der Kräfte» erhöre mein .. Gebeth: * du Gott Jakobs verleih mir ein " snadtges Gehör! Gott rrr» Gott unser Beschützer sieh zu : * und sieh in li, das Angesicht deines Gesalbten! al Ein Tag in deinen Höfen, * ist besser als tausend andere. st Ich will lieber gering seyn in dem Haus d, meines Gottes; * als in den Hütten der Sün- », der wohnen. h- Gott liebet die Barmherzigkeit und Wahr- L heit: ' die Gnad und Giory wird der Her: geben. Die in der Unschuld wandeln , wird er der ^ Güter nicht berauben : ' selig ist der Mensch,l ^ o Herr der Kräfte! der in dich hoffet. ^ ^ Ehr sey dem Vater rc. ni Als er war im Anfang rc. d, i h, Mcumüthige Mbbitt. ^ Aiebreichester Jesu ; der du Jahr auf §k- ^ ^ de unter den Menschen gewöhnet, nun aber in dem hohen Himmel zur Rechten des VarerS fitzest ; ich glaube festlglich deine wahre Genen, fe wart auf diesem Altar, verborgner Gott' Ich erkenne dich unter diesen schwachen Gestalten, Z in Mitte der Engel, welche deine anbekhungS- w würdigste Majestät immer anbethen. Ich geselle mich zu diesen glückseligen Gei« w stern, und vereinige mit ihnen meine Andacht, le wie auch mit aller Anberkung, so jemals den st nem bochherligen Sakrament erwiesn worden, d, Welche Danksagung sind wir deiner unend di li- 27Z lichen Liebe schuldig, o göttlicher Erlöser! für alle Gutthaten, die wir von dir empfangen, als Von, Hnn-l herab steigend, hast tu in unsrer sterblichen Natur für uns gelitten, und durch ,us deinen Tod hast du alle Menschen erlöset; der üw »en zu Neb bleibst tu immer gegenwärtig im heiligsten Sakrament» und bist das tägliche ihr, Versöhn Opfer für die sündige Welt. Ja du giebst uns deinen heiligsten Leib, dich » selbsten , zu einer wahren Speis, auch da wir H dessn nicht würdig sind. Aber welche Erkänntlichkeit zeigen wir deir ner Güte» für so viele und große Wohlthaten? man vergißt deiner Gnaden ; man beleidiget deine Liebe; man mishandelt dieß größte Geheimniß ! Mein Gott! dein anbethungswürdiges Sakrament ist der Thron deiner Gnad, ein Ber griff deiner Wunder, das Unterpfand deiner ^ Liebe: und die Welt sieht es gleichgtltig an. - ers Du hast allda deine beständige Gegenwart M fest gesetzet; und wie Wenige besuchen dich? Du kragst uns in diesem Geheimniß allen e», Trost, Hilf, und Erquickung an, und man O will sich selbem nicht nähern. Alle Ehrfurcht, Liebe, und Anbethung sind ^el, wir schuldig deiner göttlichen Majestät, obwoh- t)t, >en sie nicht unter unsre Sinne fallet» und anbei, statt dessen erfährst du tausend Unbilden, Un« dank, Lästerungen, und Beschimpfungen! und nO, dieses schon viele Jahrhundert, rn allen vier i- Ewige Anbech. l l. Ly. P Welt- 6 214 Welttheilen» an unzähligen Orten, von alle» Gattungen der Menschen! Herr! wer wird meinem Haupt Wasser geben, und meinen Augen Brünnen der Zähren, Tag und Nacht, solchen Undank und Bosheit" zu beweinen? Ich werfe mich zu Füssen deiner beleidigtes u Majestät, mit Traur und Schmerzen meines ^ Herzens, in demüthigster Abbitt, aller Entehrung des hochhetilgsten Sakraments, so jemals die Juden, und Heyden, die Irr - und Ungläubige, die böse - und Afterchristen wider dasselbe ausgeübet haben. Gütigster Jesu! ich verabscheue diese Gott-, * losigketten, den gottesräuberischen Misbrauch;! Undank» und Lauigkeiten: und bitte um Gnad »v und Verzeihung. . r« > d- Weil die Abbitt eines Geschöpfes zu gering! ist, die Beleidigung des Schöpfers zu ersetzen, ei und die Ehre zu retten; opfere ich dir» lieb- n voller Erlöser! auf deine eigne unendliche Ver-> fr Dienste, und alle Ehrbezeugungen» Andachten" st und Liebe aller Engel » Heiligen, und Gerecht ei ten ; mit denen ich allzeit wiederhole: ! . d, Gelobt und angebethet, geliebt und geben«- deyt sey ohne End: >st Das allerheiligste, unendlichwürdige B u, tarL - Sakrament! ri. ge. Die christliche See! A in der Begierde, und Gebeth für den Himmel, vor dem hochwürdigsten Gut. Nk! <»§-§«^ INd t ^ Begierden nach dem Himmel. ^ Deine glorreiche Himmelfart, o Herr Jesu ch;! ^ Christe! zieht mein Herz nach dir ; ich B wünsche dir nachzufolgen, und dort mich ein- , zufinden, wo ich hoffe, mit dir die ewige Freu- ' den zu genießen. in-' Es ist deine heilige Verheißung : Ich gehe, lcn, euch einen Ort im Himmel zu bereuen, und >eb- wo ich bin, soll auch mein Diener seyn; er- !ed> freuet euch, denn eure Belohnuna» wird groß ten^ seyn in den Himmeln; wo eure Namen schon echi: eingeschrieben sind. ^ Sollte ich nicht wünschen, aufgelößt zu werden, und bey dir zu seyn, o liebster Erlöser? ^ Ich habe dich zwar gegenwärtig im heilig- ...l ken Sakrament; allem ich bin un Schatten , ^ und sehe dein Angesicht nicht; ich bin nn Elend, »nd ich bin noch nicht eingegangen in die Freunde meines Herrn. ^ Ps Jer 216 Jesu! dein heiligstes Sakrament ist mir zwar ' S< das Pfand der künftigen Glory ; aber ich werde st nicht ersa'ttiget» und meine Freud kann nicht i" vollkommen seyn» bis ich dein aufgedecktes Aus in gesicht sehen werde. ke Selig sind die Augen» welche deine Herrlichkeit m dem Licht der Glory ewig betrachten, al und selig sind die Herzen» welche von deiner U> Liebe mir cmem Bach der Süßigkeit übergosr E sen werden ! ^ Wenn du im heiligsten Sakrament oft die . Herzen der Frommen mit unaussprechlichen 1 l> Tröstungen erfüllest; welche himmlische Freud wird deine ewige Anbether im Himmel er- st quicken? it In deiner Himmelfahrt hieß es : Stehe auf o Herr ! in deine Ruhe» du und deine Bunds- " lad der Heiligung, deine heiligste Menschheit, ^ welche durch so tiefe Verdemüthigung des v Kreuzes eine unendliche Glory verdienet hat: u ansetze bist du über alle Geschöpfe erhoben» und 8 sitz st zur R chten des Vaters; du machestden u Fürsprech für unsre Armseligkeiten» damit wir aus selben errettet, in dre ewige Freuden über- s setzet werden. ^ Meine heilige Begierden stehen also zu dir, v o Jesu! zu dir verlange ich» dich wünsche ich 4 im Himmel zu sehen, und dich in deiner Glory anzuvethen. ^ 2. O mein Jesu! ich bin durch den Glau- ^ ben, und durch das Vernunft- Ltcht überzeuget, -17 ,ar ' set, daß mein letztes Ziel und Ende kein anders bx sey, als dich meinen Gort nn Himmel ewlgan- cht zuschauen, deiner unenvlichen Gottheit zu grins meßen, und in der Liebe oje ewige Glückseligkeit zu besitzen. ch- Dessen Vorbild ist die heilige Communion, n, allwo die Genießung deines heiligsten Leids ier und Bluts, die ewige Vereinigung mit deiner osr Gottheit in unbeschreiblicher Glückseligkeit, vorbedeutet. djx Da ich nun hier kurz lebe, in Armseligkeiten, ,en inFurcht, und Gefahren» dich mein letztes End u» zu verlieren ; solle ich nicht nach dir seufzen? er- sollen nicht meine Begierden nach dem Himmel stehen ? >uf O Jesu ! mein Gott und Heiland! du bist der hohe Priester, der du die Himmel durch- jt, drunqen hast, Jesus der Sohn Gottes! ich ,e§ halte die Bekannmiß des steifen Glaubens, >t: und der gewissen Hoffnung, mit heftiger Bein» gierde, dich unendlich schönen Gort im Himr ,e„ Mel zu sehen» und in dir ewig zu ruhen, vir In jenem Tag werde ich sagen : Sieh unser er, Gott! ich habe ihn erwartet, und der Herr hat uns ewig selig gemacht ! nach unser Gest, duld werden wir uns erfreuen in dem ewigen ich Heil, und in seiner unendlichen Güte! los O allcrheiligstes Sakrament ! ach! daß ich uach Genuß der letzten Wegzehrung, eingehen wöge in den Himmel, in dle Freude meines ,u- Gottes! elu P z z. O 218 g. O Jesu! wie blind sind jene» welche vier! ! sem zeitlichen Leben also anhangen» daß sie das ewige» das allein glückselige in Vergessenheit setzen! die Zeit ist kurz! die Welt gehet vorüber ! wie thorrecht ist der Hang nach der Eitelkeit ? f Ich erhebe meine Augen zu den himmlischen Bergen» und dahin seufze ich»wo du»mein Je- er! su! wohnest mit den Heiligen, in den ewigen ck« Hütten der unveränderlichen Freuden. da Durch zwölf Pforten, aus allen Theilen der m Welt» ist diese glückselige Schaar dahin ein- ri> gegangen. E O Jesu! du König aller Heiligen! zahle Mich bey dieser gesegneten Gesellschaft! O göttliches Lamm! du bist umgeben von diesen übergebenedeyten Jnnwohnern des Himmels ! dein glorreiches Angesicht, deine liebreiche Gegenwart wird sie ewig ergötzen. Alle Auserwählte und Heilige» die ihr nun in einem Meer der Freuden vertiefet seyd! durch eure heilige Fürbitt erhebet mich aus diesem Jammerthal zu euch» damit ich mit euch ewig loben» und lieben möge unsren allgemeinen Erlöser. < Gebeth für den Himmel. L ri Wie liebenswürdig sind deine himmlische r> Wohnungen» o Herr der Kräfte! § y<-. Meü ier! Yc-. Meine Seele seufzet nach dem Hause as Gottes. eil Herr erhöre mein Gebeth; >rs Hc>. Und mein Rufen komme zu dir. ki- fx du König der Herrlichkeit! der du siegen ^ prangend über alle Himel aufgestiegen ölst; je- erleuchte die Augen meines Gemüths, m»d schien cke einen Stral deines Lichts in mein Herz» daß ich die Glory, und Glückseligkeit des Hinter Kiels erkenne, und ab den Eitelkeiten der Welt n< «inen Eckel fasse; der du lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. ,le Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc» ^ Vater unser rc. Herr was ist mir im Himmel bereitet! , Und was soll ich von dir verlangen-auf Erden. ? )§-. Herr erhöre mein Gebeth, ^ tzc-. Und mein Rufen- komme zu dir. kxerr Jesu Christe! der du uns in dem Himmel unsichtbare Güter vorbereitet, und zu derer Erlangung das heiligste Sakrament deines Leibs und Bluts hinterlassen hast: gieß in unsre Herzen deine Liebe, und die zarte Andacht je ru deinem Geheimniß, damit wir in dessen Kraft, deine Verheißungen, die alle Vegrerr P 4 den L2O den übertrefen, erlangen mögen; der du lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. H Vater unser rc. ^ zu O wie glorreich ist das Reich; H ßc-. In welchem mit Christo alle Heilige sich ^ erfreuen. A Herr erhöre mein Gebeth, ^ Yc-. Und mein Rufen komme zu dir. ^ F>err Jesu Christe! der du uns durch dein ^ heiliges Sakrament wider die Reitzunqen der Welt, wider die Begierlichkeit der Sinnen, und wider die Anfechtungen des Bösen immer stärkest: vermehre über uns den Ausstuß den ner Barmherzigkeit, damit wir durch Anleitung deiner Gnade also durch das Zeitlich! wandern» daß wir das Ewige, und die himmlische Güter nicht verlieren; der du lebst»und regierst in Ewigkeit; Amen. j Ehr sey dem Vater rc. r. Als er war im Anfang rc. ei Vater unser rc. Erfreuet euch im Herrn, und frolocket ^ ihr Gerechte; ^ Und genießet eure Glory ihr Heilige- F. Herr 221 bst! Herr erhöre mein Gebeth; ! yc-. Und mein Rufen komme zu dir. S>-rr Jesu Christe! der du deine Gläubige in dem Liebs- Sakrament» als dem Zeichen ! der Einigkeit» mir dem nämlichen Hnnmelbrod ^ zum ewigen Leben ernährest : gieß in unsre ! Herzen die Völle deiner kräftigen Gnade» dar ! mit wir den Heiligen in der Tugend nachfolgen» ! und in den himmlischen Freuden ihre. ewige Mikgenossen werden; der du lebst und regierst in Ewigkeit; Amen. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. ^ Vater unser rc. ier ei- O Gott meines Herzens! ei- tz. Und mein Theil in Ewigkeit! ch! Herr erhöre mein Gebeth; W tzc. Und mein Rufen komme zu dir. iid Fx"rr Jesu Christe; du ewiges Wort des Var ters, der du meine unsterbliche Seele zum ewigen Leben, als meinem einzigen letzten Ziel erschaffen; und durch dein Blut von dem Untergang erlöset hast: ich bitte dich durch deine unendliche Liebe, die du im heiligsten Sakra- U ment uns erzeigest, heilige mich in Wahrheit» büß ich des Himmels würdig werde; reinige .. mich von allen Sünden, welche mir die Him- r vKls-Thür sperren würden; führe mich durch P 5 den 222 den schmalen Weg, so zu dem Himmel gehabe ertheile mir die Gnad der endlichen Beharrlich- ur keit; und durch deine unermessene Barmherzig« kett» nimm auf meinen Geist unter deine Aus« H erwählte, zur ewigen Seligkeit; allwo ich dich N ohne End loben, ohne Nachlaß lieben, und in dir die unaussprechliche Freude genießen werd« w durch die ganze Ewigkeit; in der du lebst und A regierst mit dem Vater in Einigkeit des heilige» Geistes wahrer Gott; Amen. h, Ehr sey dem Vater rc. AIS er war im Anfang rc. Vater unser rc. ßjebenedeyt sey Gott der Vater, der ^ seinen Sohn Jesum von dem Tode auferr wecket, und zu seiner Rechten im Himmel ge> § setzet hat» über alle Fürstenthümer» Gewalt, ^ Macht, Herrschaft, und alles» was mag ge- nennet werden, nicht allein in dieser Welt, sow dem auch in der zukünftigen! Gebenedeyt sey Jesus, der ewige Sohn 2 deS Vaters, der die Gestalt eines Knechts an« genommen, und gleich geworden ist, wie ein n andrer Mensch: der sich selbst erniedriget» und n dis zum Tode, und zwar zum Tode des Kreu« zes gehorsam geworden ist. » Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat g ihm einen Namen gegeben» der über alle Nw r wen ist : daß im Namen Jesu sich alle Kurt r derer 22Z )k;! derer, die im Himmel, und auf Erde, und ch- unter der Erde sind, biegen sollen: lg< Und alle Zungen sollen bekennen, daß der is- Herr Jesus Christus in der Glory Gottes des ich Vaters sey. i" Gebenedeyt sey der heilige Geist , der 'di Geist der Wahrheit, der Tröster, der feine "o Kirch alle Wahrheit lehret; den Jesus vor sei« ner Himmelfahrt auf die Welt zu senden verheißen hat; und in Gestalt feuriger Zungen über die Jünger herab gekommen ist. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Beschluß. er- ;e> Dun, o glorreicher Heiland! den ich in dem It, ^ Himmel» und auf dem Altar in zärtester p Andacht anbethe, dein heiligstes Sakrament >n, ist mir noch in diesem Iamerthal der süßeste Trost; durch dich hoffe ich» zu dir in den herrlichen Himmelssaal aufgenommen zu werden, hn Niemal wird ich nachlassen» dein hochheiliges m« Geheimniß in demüthigem Glauben zu vereh» ein ren; in wahrem Vertrauen zu besuchen; in auf- nd richtiger Liebe zu empfangen. eu> Mein sehnliche Begierde stehet zu dem Himmel» zu dem Ziel meiner Erschaffung» zum ewi- >at gen Leben. O Jesu! du bist der Weg, durch lw dich muß ich eingehen. Du bist die Wahrheit, nr< die muß mich lehren die Gottseligkeit, das wahs r-4 re Christenthum; du bist das Leben» das mich ewig glückselig machen wird. O König der Glory! schenke mir den Himmel , den du mir durch deinen Tod verdienet hast: gieb mir die glorreiche Auferstehung, damit ich mit Leib und Seele zu dir gelangen möge. Amen. Anqebethet sey ohne End, das he Altars Sakrament, Yc-. In Ewigkeit, Amen. Derr erhöre mein Gebeth, yc. Und mein Rufen komme zu dir. )?. Lasset uns den Herrn benedeyen! Yc. Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubiqm ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. - Wierzchntc Wund. Von dem heiligen Geist, oder auf den heiligen Pfingsttag. v^err eröffne meine Lefzen, t So wird mein Mund dein Lob vertun- c bigen. O i L25 ich O Gott merk aukmem Hilf, Herr eile mir zu helfen, m- Ehr sey dem Barer, und dem Sohn, und nt dem heiligen Geist: >a- Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, >c« und zu ewigen Zertcn, Amen. Alleluja. Oden: Lob siy dir o Herr, und König der ste ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. fxerr Iesu Christe! der du in dem reinsten Leib deiner jungfräulichen Mutter von dem heiligen Geist empfangen, mit dessen sieben Gaben 'w erfüllet worden; ich verehre dein heiligstes Gelt« heimniß des Altars, in welchem du uns, mit dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes, deine immerwährende Gegenwart schenkest. Mit der heiligen katholischen Kirche glaube ich in den heiligen Geist, Herrn und Lebendig- wacher, der von dem Vater und von dir ausgehet, den ich zugleich mit dem Vater und die anbethe in tiefester Ehrfurcht als meinen einzigen Herrn! Eine Wirkung des göttlichen Geistes war deine heilige Lehre, die Einsetzung der heiligen Sakramente» die Errichtung deiner Kirche. Deinen Jüngern hast du den heiligen Geist versprochen, als einen Tröster, und Lehrer i»« aller Wahrheit, der mit ihnen bleiben werde in Ewigkeit. Durch 226 Durch ihn ist deine Kirch eine Saul» und V Grundfeste der Wahrheit, daß alle Hölle«- ß macht sie nicht überwältigen kann. F, Göttlicher Erlöser! unendlichen Dank sind G wir deiner Gütiqkeit schuldig» daß du uns deinen heiligen Geist mitgetheilet hast. nr Dieser ist die göttliche Kraft von der Höhe; A die unsre Schwachheit stänket, unsre Gemüther stt erleuchtet» unsre Herzen in der Liebe und Eifer entzündet.' ve In Gestalt feuriger Zungen ist er über die ur Apostel herabgeflogen» und hat ihnen dieVölle seiner Gaben gegeben. lv O Jesu! wenn ich deinen heiligsten Leib «M A dig empfange» gießest du in mein Herz die Gna- den des heiligen Geistes» welche nicht allein mich heiligen, sondern auch den süßesten Troß A in mir wirken. ni Verschaffe, mein liebvoller Heiland! daß ich se dein heiligstes Sakrament allzeit mit remeni E Herzen» mit wahrer Vorbereitung genieße» und a> dadurch fähig werde, die Eindrücke des HM b- gen Geistes, das helle Licht der Erkenntniß,! z< den Trost der innerlichen Ruhe, und der zarten Andacht» und die Kraft zu allem Guten zu er- 2 langen: daß die Gnad des heiligen Geistes d meine Sinne und Herz erleuchte, und das 3 Feuer deiner göttlichen Liebe in mir entzündet ii werde. Von dir, o Jesu! hat der Prophet Jlajas vorgesagt: Es wirb über ihm ruhen der Geist Z des Herrn, der Geist der Weisheit und des a Ver- 227 M Verstands» der Geist des Raths» und der . !eir- Stärke» der Geist der Wissenschaft, und der Frömmigkeit» und es wird ihn erfüllen der ^ Geist der Furcht des Herrn. Ertheile mir dann von deiner Völle, 0 K5- niq der Glory! und gieb mir den Geist der « Wahrheit, der mich erleuchte, stärke, und trör b' ste in den Armseligkeiten dieses Lebens, fn Göttlicher Geist! mein Herr und mein Gott! der du die gebenedeyte Jungfrau überschattet, d» und die heiligste Menschheit meines Erlösers U Jesu Christi gestaltet hast, durch dich haben wir das anberhungswürdige Geheimniß des ^ Altars»in demselben das übernatürliche Leben, die Heiligkeit, und deine Gaben zu empfangen. ein Heiliger Geist! ertheile mir die Gab der osl Weisheit» ein übernatürliches Licht, daß ich nicht allein Gott» als ein unendliches Wesen, iä seine Allmacht, seine Ewigkeit, Güte, und ein Schönheit in vollem Glanz erkenne, sondern nv auch dessen unendliche Süßigkeit, in der Inn- lln brunst der Liebe, mit zärtester Freude des Herr ß»! ;ens, verkoste, und genieße, en Heiliger Geist! ertheile mir die Gab des Verstands» ein hellleuchtendes Licht» daß ich eS die Geheimnisse des Glaubens, die himmlische as Ding nicht dunkel und in der Finstere, sondern >et in der Helle und Klarheit erkenne» und mein Herz davon ganz eingenommen werde, as Heiliger Geist! ertheile mir die Gab deS ist Raths, ein erleuchtendes Licht, daß ich nicht es allein in Zweifeln und Gefahren das Wahre, und 228 und das Oute erwähle; sondern auch burchl deine immerwährende Anleitung zu meinem W ten Ziel gelangen möge. Heiliger Geist! ertheile mir die Gab der ^ Stärke, ein erquickendes Licht, daß ich nicht ab A> lein alle Beschwernissen auf dem Weg des Heils, § olle Versuchungen großmüthig überwinden; son- ab dern auch »n den Widerwärtigkeiten unbewez- in Ilch in der Treu und Liebe geharren möge. de Heiliger Geist! ertheile nur die Gab der G Wissenschaft, ein lehrreiches Licht, daß,chM allein von allen Sachen ein wahres Urtheil W nc le, sondern auch verachte, was zu verachten, L und liebe, was zu lieben ist. V Heiliger Geist! ertheile mir die Gab der in Frömmigkeit» ein himmlisches Licht, welches an mein Innerstes durchdringe, daß ich nicht ab ni lein eine zarte Andacht, und inbrünstige Neb st, gunq zum Gottesdienst in mir fühle; sondern ge auch die Werk der Gottseligkeit mit Trost des Herzens immer üben möge. ge Heiliger Geist ! ertheile mir die Gab der E Furcht Gottes, ein durchdringendes Licht» das G meine See! in tiefeste Ehrfurcht setze» dann! re ich nicht allein die Sünd, als eine Beleidigung der unendlichen Hochhert Gottes, über alles w fürchre; sondern auch alles meide, so deiner A Liebe zuwider ist. he Durch deine unendliche Verdienste, o Jesu, te im yeiligsten Sakrament! komme über mich die ne Gnad des heiligen Geists, das göttliche Feuer, weiches anzuzünden du auf Erden gekommen dr bist. All- ! 22A >kch> Anbethung. Mdenn nach der Lehr des Apostels Niemand dti ^ saqen kann: der Herr Jesus; als aus ^ Antrieb des heiligen Geists ; wie kann ich dir, >ls, o göttlicher Erlöser ! eine schuldige Anbethung M abstatten in dem geheimmßvollen Sakrament, >ez- in diesem Geheimniß des Glaubens, als in dem Licht» und durch die Gnade des heiligen bei Geists? iclit Drey sind in dem Himmel, welche von deis U mr wahren Gegenwart Zeugniß geben, der cn, Vater» das Wort» und der heilige Geist, der Vater zeuget: Dieser ist mein geliebter Sohn, der indem ich mein Wohlgefallen habe, ihn höret !>e§ an; der mit deutlichen Worten zeuget: Dieß ist ab mein Leib; über den der heilige Geist in Ger leb stalt einer Tauben vom Himmel herabgestie- m gen ist. >es So bin ich dann überzeuget» o Jesu! du ewir ger Sohn des Vaters, von deiner wesentlichen bei Gegenwart auf dem Altar, welche der heilige aL Geist durch den Auöspruch» und Glaubenslehr n>! re der Kirche bekräftiget. a>g Es ist dann die Stund angekommen, da die wahre Anbether dich in dem Geist» und in der ick Wahrheit anbethen. Das göttliche Licht des heiligen Geists» und die Wahrheit deiner Worr u> te, leiten mich zu deinem Hetligthum, dich meir eie nen Gott! in der Tiefe der Anbethung zu ehren. ", Ich bethe dich an verborgener Gott» welcher >en du unter diesen Gestalten verhüllet bist» mein Ewige Anbech. li-TH. Q Herz 2Z0 Herz unterwirft sich ganz deiner Hochheit, un^ erkennet deine gebiethende Herrlichkeit. Du bist das Wort, durch welches alles schaffen ist; du bist der Herr, dem das Meer, ^ und die Winde gehorsamen; dessen Allmach! . dreErweckunq der Todten, die Erleuchtung dn" Blinden, die Herstellung der Lamen, die Aus ^ richtung der Gichtbrüchigen, die Reinigung der"" Aussätzigen» die Gesundmachung der Kranke«,... unwtdersprechlich erweisen. ^ Es ist ein Wunder deiner göttlichen M ^ macht mcht allein die Veränderung des Was ^ fers in Wein ; sondern noch mehr die Ver< ^ Wandlung des Brods und Weins m deinen Heu ligsten Leib und Blut. Hast du nicht deine Gottheit auch an dem ^ K reuz, in deinem Tod gezeiqet» da die Svm ^ ne verfinstert, die Erde erschüttert» die Fels " sen gespalten worden! Allmächtiger Gott, zugleich liebreiches Heiland der Welt! ich entrichte dir die dem rhigste Anbethung, und rufe im Geist und Wahrheit: Heilig, heilig, heiligest der Herr allmächtig § ge Gott» der Herr der Heerschaaren l ^ in Ehr sey dem Vater rc. pk AIs er war im Anfang rc. C Romm heiliger Geist ! erfülle dir Derzeit deiner Gläubigen, und entM ^ Dr in ihnen das Feuer deiner Liebe! -zr ^ Aus dem 66. Psalm. .^sZrott! erbarme dich unser, und segne uns:* >!!» Er erleuchte über uns sein Angesicht, und ^ erbarme sich unser. Damit wir auf Erde deinen Weg erkennen: * ^ und deinen Heiland in allen Völkern. Die Völker sollen dich preisen: * alle Völ- ^ ker sollen dich loben. ^ Erfreuen und frolocken sollen die Völker: * weil du sie in Gerechtigkeit richtest, * und auf A Erde reqierest. Die Völker» o Gott! alle sollen dich erken- ^ neu: * die Erde hat ihre Frucht gebracht. Gott solle uns segnen, unser Gott! Gott 77 segne uns: * und alle Gränzen der Erde sollen ' «»fürchten. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. '"d Meumüthige Mbbitt. ^ Des», mein Gott, und Seligmacher ! da ich ^ mich vor deinem heiligsten Sakrament ein- finde, seufze ich zu dir mir dem büßenden Propheten, wende ab dein Angesicht von meinen Sünden, und tilge alle meine Missethaten! ^ Erschaffe in mir, o Gott! ein reines Herz, . und erneuere in meinem Innersten einen auf- rechten Geist! , Verwerfe mich nickt von deinem Angesicht, ' Q 2 und LZ2 LL-KLL und nimm von mir nicht hinweg deinen heil»! § gen Geist. d Gieb mir wieder die Freude deines Heils» und bekräftige mich mit dem starken Geist. L Die böse Welt» welcher du zum Trost das heiligste Sakrament eingesetzet hast, beleidiget n dein göttliches Angesicht mit unzählbaren Sünden : sie verwirft die Gnadenlichter des rechten Geists» und wie oft empfanget sie dein heiligstes Geheimniß mit unreinem Herzen? - Nicht der Lehre des heiligen Geists, sondern dem falschen Eigensinn folgen so viele; welche die Wahrheit deiner Gegenwart hartnäckig laugnen. Schwache Christen sind es » welche dieses große Wunder» und Liebs - Sakrament kaltsinnig ansehen, ohne Andacht, und Ehrerbietigkeit vor demselben sich einfinden ; und die Antriebe des heiligen Geists außer Acht lassen. Diese Unbilden und Undank abzubitten, werfe ich mich dir zu Füssen» liebster Heiland! und bitte flehentlich, zu deiner eignen Ehre» tilge diese Bosheiten, dadurch dem heiliges Angesicht entehret wird. Sende deinen heiligen starken Geist» dee h diese blinde Menschen erleuchte, ihre Hartnä- ^ ckegkeit durchdringe, und die verderbltche Lau- ck jgkeit durch das Feuer der Liebe aufhebe! Ach! daß sie drch in diesem Geheimniß er- hi kennen, und in dem Geist und Wahrheit an- b> bethen! . . . Daß doch alle Wahrglaubige nur mit reinem re Her- 2ZZ ili,! Herzen, in zärtester Andacht, zur Genießung dieses göttlichen Brods sich nähern! lz, Daß sie in deiner Gegenwart nur mit heiliger Ehrfurcht sich einsenden ! Daß sie alle mit einem Herzen und Mund get wiederholen: ^ Gelobt, und angebethet sey ohne End, ^ Das allerheiligste Altars - Sakrament! Nil Andacht der katholischen Kirche zum ^ heiligen Geist. Inl «sr-— K»- "d In dem Glauben, Hoffnung, und k Liebe. ^iebreichester Heiland Jesu Christe! wie um lck ^ begreiflich ist deine Liebe und Sorgfalt, web I che du für deine Kirche getragen hast? Du hast dich selbst für sie dargegeben, sie zu Nl heiligen, und zu reinigen m deinem Blut durch in die Wassertaufe im Wort des Lebens: Auf daß du dir eine herrliche Kirche darstell- m lest, die nicht einige Mackel, oder etwas der- Q z glei- 2Z4 gleichen hätte, sondern daß sie heilig, und W 80 bestückt sey. M Dieses wirkest du durch den heiligen Geist, Z der uns durch deine Verdienste, in den heiligen tu Sakramenten mitgetheilet wird, dessen Gnadiek uns heiliget» den du auf diese Welt als den 3 Tröster, und Lehrer der Wahrheit gesendet du hast. chei Dieß war der Trost, den du den Jüngern, § vor deiner Absönderung gegeben hast : und dies sch sen fühlen wir noch immer, da wir deinen heis sich jlgsten Leib und Blut genießen , welche die vor Gnad des heiligen Geists, und die Liebe in leu unsre Herzen ausgießen. che> der i. Ich glaube dann mit deiner Kirche an den j heiligen Gerst, den Herrn, Lebendtgmachenden, wir der von dem Vater und dir ausgehet; der mit die dem Vater und dir zugleich angebethet» und ^ glorreich gemacht wird ; und der durch die kra Propheten geredet hat. des O göttlicher Geist ! wie unergründlich iß ben das Geheimniß deiner Wesenheit, und deiner . Person! Du bist der wahre Gott! ewig, allmächtig, bej unermessn , heilig, gütig, barmherzig, und fssj unendlich in allen Vollkommenheiten. ^ Himmel und Erde sind durch dich erschaffen, ^ und deine Weisheit regieret alles : du bist die ^ Liebe, so alle Gnaden ausspendet Deine göttliche Person ist unendlich anbei z thungö - und liebenswürdig, weil sie wahrer Gott 255 W 8ott ist» und einer Natur mit dem Vater, und Sohn. st, Diese ist die Glaubens-Wahrheit, welche >endu uns, Jesu Christe! gelehret hast, die ich ad bekenne bis in Tod. >en Du» 0 Schöpfer aller Dinqe, heiliger Geist! Set du Licht der Wahrheit, du Starke der Schwär chen! erhalte mich in diesem Glauben, n, Die Geheimnisse sind uns verborgen, dun- ie- kel, und unbegreiflich ; wenn aber deine gött- eis liche Erleuchtung uns überscheinet» werden sie die vor unsern Gemüths - Augen also hell und ein- in leuchtend,und machen in unsre Herzen einen solchen Eindruck, daß wir in dem Glauben weder wanken» weder zweifeln, en O göttlicher Geist! deine Stralen wollen m, mir die Finstere des Gemüths benehmen, und nit die Unempfindlichkeit des Herzens erweichen! nd Jesu Christe ! so oft ich dein heiligstes Sa- bie krament besuche, gieß in mein Herz die Gnad des heiligen Geists, damit ich in dem Glau- ist beu, und in deiner Liebe allzeit geharre! 1er Ronmi, 0 Schöpfer heiliger Geist! ig' besuche die Herzen der Deinigen ; er- "d fülle nut der himnilischen Gnad, die Kerzen, so du erschaffet; hast. ^ ss. Schicke deinen Geist, und sie werden. . wieder erschaffen werden; I Und du wirst die Gestalt der Erde er- " neuern. Ä 4 Ger LZ6 Gebeth. un ir> Gott! der du die Herzen der Gläubigen ^ mit des heiligen Geists Erleuchtung ge- E lehret hast: verleih, daß wir in eben diesenr gx Gerst rechte Gesinnungen haben, und uns von feiner Tröstung allzeit erfreuen mögen ; der du § lebst und regierst in Ewigkeit, Amen. h, r. Jesu! es fiel deinen Jüngern sehr ^ schwer, und ihre Herzen wurden betrübt, da - du sie auf Erde verlassen wolltest; sie zu tck A sten, sagtest du: Ich will den Vater bitten, und 5- er wird euch einen andern Tröster geben, daß ^ er mit euch bleibe in Ewigkeit. ^ Auf dich also, göttlicher Geist! setze ich mein " Hoffnung in den Finsternissen, und Armselig- keiten dieses Lebens. Alle Gnaden, die Stärke der Schwachen, " der Trost der Betrübten» kommen von dir: du ^ bist der Urheber, und Ausspender aller hitM lischen Gaben. " Sie sind zwar zerschieden ; aber du wirkest alles in allen, und du theilest sie aus nach deß nem heiligsten Wohlgefallen. ^ Niemand kann sagen: der Herr Jesus, als o in dir, und durch deine Gnad, o heiliger Geist! h unsre Vermögenheit ist aus dir, und ohne dich können wir nicht einmal Gutes denken, ohn! deine Erleuchtung ist nichts in dem Menschen, nichts ist unschuldig. Du waschest was unrein, befeuchtest was trocken, heilest was verwundet, biegest was 2Z7 mbieqsam, erwärmst was kalt, regierest was jrrenv ist. len Zu dir muß ich mich also wenden» heiliger ge- Geist! wenn ich gottselig leben, und mein ewi- m ges Heil erlangen will. »on Auf dich und deine Gnad muß sich meine du Hoffnung gründen, die mir mein Erlöser verdienet hat, und deine unendliche Gütigkeit mit- -kr theilet. ^ Eingebohrner Sohn Gottes! Jesu Christe ^ im heiligsten Altars? Sakrament! eS ist deine Verheißung: Wer mich liebet, wird meine Re- de halten, und mein Vater wird ihn lieben: ° wir werden zu ihm kommen, und bey ihm bleiben. Ich hoffe, deine Gegenwart in meinem Hers zen mit dem Vater, und dem heiligen Geist, weil es deiner Liebe ganz ergeben ist. V» Ich halte mich allein an der Hoffnung der himmlischen Gnad, die der heilige Geist in mir wirket. keß >ei< Du wirst der Tröster genennet, eine Gab des höchsten Gottts, ein leben- als diger Brunn, das Feuer, die Liebe, und die geistliche Salbung. ^ Er hat die Gnad seines Geistes in ih- nen bestattet; ^ Und ihre Herzen mit Verstand erfüllet. >a§ Q 5 Ges sz8 Gebeth. lik bitten dich, o Herr! gieß qütiqlich in unsre Gemüther den heiliaeu Gerst; dklrch dessen Weisheit wir erschaffen sind» und durch dessen Fürsicht wir regieret werden ; durch unfern Herrn Jesum Christum, Amen. g. O göttlicher Geist! von dem Thron aus- d gehend, du hast die Herzen der Apostel unsicht- ji barlich durchdrungen, und mit einem neuen Zei- § chen der Heiligung in der Liebe entzündet. Du bist der Gott der Liebe» ja die Liebe sechsten ; durch dich wird die Liebe in unsre Herzen ausgegossen. Deine anzubetende Gottheit ist der Begriff der unendlichen Vollkommenheiten; du gehst^ zwar aus von dem Vater, und dem Sohn; doch deine unabhangende Ewigkeit, deine um i eingeschränkte Allmacht, deine unermeßliche ^ Gütigkeit sind deine göttliche Eigenschaften. r Deine Kraft hat miit dem Vater, und dein. t Sohn mir das Wesen gegeben, und durch dich! t bestehe ich in der Natpr, und in der Gnad. k Deine unendliche Heiligkeit hat mich geheilt- L get in den heiligen Sakramenten, und deine wirkende Gnaden leiten mich immer zu einem . gottseligen Leben. r Die heilige Antriebe, die Stärkungen, und Trost, so ich in Genießung des heiligsten Sakraments empfange, sind Wtrkimgen deiner * heiligen Liebe. " Du 2Z9 Du bist unendlich liebenswürdig» heiliger Gerst, mein Gott und Heiligmacher! und ich in liebe dlch von ganzem Herzen; mit heftiger rch Begierde, daß in mir das Feuer der Liebe rch noch mehr entzündet werde. ^ Erleuchte mein Gemüth mit deinem heiligen Licht; gieß in unsre Herzen rs- die Liebe, und steife unsere Gchwach- bt- heit des sterblichen Leibs mit bestand!- ^ ger Rraft! . Das göttliche Feuer ist vom Himmel gekommen; he. Und hat die Herzen der Jünger als rei- ^ ne Geschirr gefunden. Gebeth. >; n- heiliger Geist! dessen kostbarste Gab die he ^ göttliche Liebe ist » erschaffe in mir ein reines Herz, und erledige mich von allen eiteln » in, und unordentlichen Änmulhungen; damit ich ch' deiner Liebe fähig, und würdig werde; der du mit dem Vater, und dem Sohn ein emir lü ger Gott regierest in Ewigkeit, Amen. Demüthige und dankbare Erkanntniß ^ der (^nade des heiligen Geists. er! der Gegenwart deines hochheiligen Sakra- ^ menls, o Jesu ! laß ich mich nieder m der tie- S4» ttefesten Demuth»meine Nichtigkeit, und gänzliche Unvermögenheit zu erkennen» und die Gnad deines heiligen Geists in allem zu preisen? jet O göttlicher Geist! was bin ich, als Eitel- „e keil, ganz unfähig zu allem Guten? ich bin ein Schatten des Todes, ein Abgrund der Fin< mi sternisse, eine leere, und unfruchtbare Erden, zer welche ohne deinen Segen nichts hervorbringt, all als Unkraut und Distel, Verwirrung und Sünden, was ich jemal Gutes gehabt, ist von! dir; und was in und an mir Gutes ist» o heiliger Geist! ist deine Gab, und ich habe es von dir empfangen. H Wenn ich jemal gestanden, bin ich durch dich K gestanden: wenn ich gefallen, bin ich durch ^ mich gefallen. Ich würde in dem Koth lie- A gend geblieben seyn, wenn du mich nicht erhe- ^ bet hättest; ich würde wiederum darnieder ge- ^ fallen seyn, wenn mich nicht deine Gnade w H, halten hätte. N So ist mir allzeit deine Gnad, und Barm- Herzigkeit zuvor gekommen; welche mich von ^ Sünden bewahret; und die Fallstrick abge- A schnitten hat. Dir,o göttlicher Geist! muß ich es zuschm Laß das Licht deiner Gottheit ferners über in»I mich leuchten ; laß deine Gnad in meinem Heringen wirken; laß das Feuer deiner Liebe in mir gt, alles Zrrdische verzehren. v» Litaney bz von dem heiligen Geist. .. ZLerr erbarme dich unser! ? erbarme dich unser! A Herr erbarme dich unser! '7 Gott Vater vom Himmel! erbarme dich unser. ^ Gott Sohn Erlöser der Welt! 1 A Gott heiliger Geist. I ^ Heilige Dreyfaltigkeit, ein einiger Gott!l Du Geist der Weisheit» und des Verstau- ^ des; i Z, Du Geist des Raths, und der Starke; j 8 ^ Du Geist der Wissenschaft, und der From- > Z keit ^ 1 ^ Du G'eist der Furcht Gottes; s § Du Geist der Liebe» und des Friedens; « .. Du Geist der Geduld, Langmuth» und "Gütigkeit; 1^ ,, Du Geist der Milde, Sanftmuth, und des 'b' Glaubens; " Du Geist der Eingezogenheit» und Keusch-! hm; ; Hei- 24 » Heiliger Geist, der du bey uns bleibest in Ewigkeit Heiliger Geist, der du uns lehrest alle Wahrheit; Geist der Wahrheit, der du die Welt strafest von der Sund des Unglaubens an den Sohn Gottes; Geist der Wahrheit, der du die Welt strafest von der verachteten Gerechtigkeit Gottes in dem Geheimniß des Kreuzes; Geist der Wahrheit, der du die Welt stra fest von der Geringschätzung des Urtheils Gottes» über den am Kreuz üderwun denen Fü'sten der Finsternisse; Geist der Liebe, durch den die Liebe Got tes in unsere Herzen ausgegossen wird; Geist der Heiligmachung, der du in uns immer widerstrebest dem Fleisch und der Welt; O süßer und Milder Geist; Der Vater der Armen; Dos Licht der Herzen; Die Stärke der Schwachen; Der beste Tröster; Ein süßer Gast der Seele; Ein süße Erquickunq; Die Ruhe in der Arbeit; D'e Milderung in der Hitze; Der Trost im Weinen; O du seligstes L.chr; Von dem Geist des Irrthums , erlöse uns o heiliger Geist. Don V V V V L 1 N L A !O L L L L L L L L Picr 24 ) 1 — Von dem unreinen Geist; Von dem Geist der Hoffart; Von aller Hartnäckigkeit; Von aller Vermessenheit; I Von Widerstrebung der erkannten Wahr- heil; ! Don Streit und Störung des Friedens ; l» Von der Unbußfertigkeit, und Verzweif»!^ lung; ! ^ Von Gleisnerey, und Lauigkeit des Her- i 2 . zens; 7 ^ Von dem bösen» und ewigen Tod; z O Gott der Liebe! Wir bitten dich, erhöre, uns. Z Daß du alle Völker in Einigkeit des kathor Men Glaubens versammelst; > Z: Daß du uns mit deiner Gnad vorkommest, I S begleitest, und bestattigest; ^ 27. Daß du uns die Gnad der wahren Froinr i.S» keit, Andacht, und Gebeths mittheilest;, A Daß du uns die wahre Ruhe und Frieden des Herzens gebest; ! Daß du in uns die zarte und starke Liebe j Gottes erweckest; L) du Lamm Gottes, welches du hinnimmst die Sünd der Welt; schicke in unS den Geist der Wahrheit. L) du Lamm Gottes» welches du hinnimmst die Sünd der Welt; schicke in unö den Geist des Trostes. L> du Lamm Gottes, welches du hinnimmst die Sünd der Welt; schicke in unö den Geist der Heiligung. O» -r -44 Komm heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen; yc. Und entzünde in ihnen das Feuer dein« Liebe. Gebeth. »ir bitten dich, o Herr! laß uns beystehen * die Kraft des heiligen Geists, der unsre Herzen gnädig reinige, und wider alles Widerwärtige beschütze; durch Jesum Christum, unsern Herrn, Amen. du A> Beschluß. ^>err Jesu Christe! der du durch die Sei" düng des heiligen Geists dein heiliges E- vangelium, die Geheimnisse des Glaubens, die heilige Sakramente bestättet hast, und in der Ge- nießung deines Leibs, und Bluts die Gnaden des heiligen Geists in unsere Herzen aus- gießest; verleih, daß ich durch seine Erleuchtungen , in dem Glauben standhaft geharre, und deine Liebe in mir niemal erlösche. Ertheile mir die wahre Demuth» die Reinigkeit von der Sund, und die zarte Andacht znm heiligsten Sakrament; damit ich allzeit fähig sey, viele Gnaden des heiligen Geists, und die Wirkungen deines heiligen Sakraments zu empfangen, Amen. d> Ang-bethet sey ohne End, das beiligßt Altars-Sakrament, O Eh ö. § 245 en Y-. In Ewigkeit, Amen. )?. Herr erhöre mein Gebeth, tx yc. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! H. Gott sey Dank. en re Zi- i» Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. Dililfzehnte W b >ie >e- Auf das Fest heiligsten Greyfaltigkeit. s- h- ei> i)t eit i, stt Merr eröffne meine Lefzen, iW- So wird mein Mund dein Lob verkündigen. Ö Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. vdee: Lob sey dir o Arrr und König der ewigen Herrlichkeit. Ewige Airbeth» u.TH. N Ge- 246 Gemüths-Erhebung. L^n dem Anfang war das Wort, und das Wort war bey Gott, und das Wort wäre Gott ! das Wort ist Fleisch geworden, und hat in uns gewöhnet; und wir haben seine Herrlichkeit als des Eingebohrnen von dem Vater, gesehen ; es ist voll der Gnad, und der Wahrheit. Herr Jesu Christe! du bist dieses ewige Wort, und deine unfehlbare Wahrheit giebt uns Zeugniß von dem wundervollen Geheimniß des Altars, baß wir in selbem deinen heiligsten Leib und Blut, deine Seele, mit der Gottheit vereiniget, anbethen. Das Wort ist Fleisch geworden, und dem Fleisch ist wahrlich unser Speis, und dein BIlit ist wahrlich unser Trank. Du bist der eingebohrne Sohn» in der Schooß des Vaters, den uns Gott zu erkennen gegeben » den Niemand gesehen hat. Nach demer Lehr glauben wir einen Gott i« ab der Natur, und drey göttliche Personen, d Vater, Sohn, und heiligen Gerst; unddieiwl se drey sind Eines in der Wesenheit. . ^ Du bist von dem Vater gedohren; dein! E- Werk sind Werk des Vaters ; deine Lehr ls die Lehr des Vaters. ^ Der heilige Geist gehet von dem Vater lm i)ir aus ; von dir hat er empfangen die M A der Wahrheit, die er uns gegeben hat. O unbegreifliches Geheimniß der unzerthe« ten 247 lmDreyeinigke^, daß du uns, 0 Jesu! geofs senbaret haft. Drey Personen in einer göttlichen Natur. Der Vater, Sohn, und heilige Geist, ein wahrer» höchster Gott, einer Natur, einer Wesenheit, einer Allmacht, einer Güte» einer Ewigkeit; drey Personen in einer höchsten Gottheit. Diese göttliche Lehr hast du, 0 göttlicher Lehrmeister! den Aposteln überaeben, und zu verkünden befohlen; daß sie alle Völker taus. fen sollen im Namen des Vaters, des Sohns, und des heiligen Geists. Dem dreyeinigen Gott, dem unendlich voll- kvmmnen heiligen Gott, dem Schöpfer aller Dinge, dem Herrn aller Geschöpfe, durch den Alles, aus dem Alles, und in dem Alles, gebühret alle Ehr, und Anbethung in Ewigkeit! Darum» 0 Jesu! wahrer Gott und Mensch in einer göttlichen Person, hast du das wun- derbarliche Geheimniß des Altars eingesetzet, als ein unendlich-würdiges Opfer zur Ehre der de» »Ilerheiligsten Dreyfaltigkeit» und als ein iniers W wahrendes Sakrament, in demselben den drey- einigen Gott durch deine Gegenwart bis ans MEnde der Welt anzubethen und zu ehren. Ewiges Lob, unsterblicher Dank sey drr gütigster Jesu ! für dre unendliche Wohlthat, für dieses wundervolle Geheimniß, durch welches ^wir der heiligsten Dreyfaltigkeit eine würdige Ehr erweisen können. O allerhejligste Dreyfaltigkeit! dich Gott den Rs um ige ebt illl! M Vtt ei» lui t' -48 ungebohrnen Vater, dich den eingebohrnen Sohn, dich den Tröster den heiligen Geiß, die heilige unzertherlte Dreyfalttgkett bekenne, tobe» und benedeye ich, aus ganzem Herz und Mund ; dir sey Ehr und Glory in Ewigkeit. S> n> bi § Ehr sey dem Vater, und dem Sohn» und dem heiligen Geist ; als er war im Anfang, jetzt und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Ehr sey dir ewiger Vater, allmächtiger Schöpfer Himmels' und der Erde; der du deinen Sohn auf die Welt gesendet hast, uns zu erlösen ! dem Vater der Barmherzigkeit, und Gott alles Trostes» dem Gott der Liebe, der du uns deiMn Kindern ewige Güter vorbereitet, und verheißen chast. Ehr sey dir eingebohrner» dem Erlöser aller Menschen; der du unir" Natur angenommen hast, und iru^Lp' Fln. rschienen bist; durch dessen Blut rviLWe Erloiung haben, und Nachlaß der Sünden nach den Schätzen deiner Gnad ; dem hohen Priester, der du unter den Gestalten Brods und Weins dich zum Ver> söhnopfer gegeben hast. Ehr sey dir, heiliger Geist ! unserm Heiligma- cher, dem Geist der Wahrheit; den der Vater und Sohn in feurigen Zungen über die A- postel geschickt hatte, der du die Kirche alle Wahrheit lehrest ^ dem besten Tröster; durch den die Liebe Gottes in unsern Herzen ausge- gossen/vrrd. j Hertraste Dreyfaltigkeit» ein einiger Gott . Utiersorschliches Geheunmß ! vas lch festiglich glau- , u hl ai u> iv al di iil 8! rv bi C rii bk E G bi- hi -49 es e, nv l. sd glaube. Unser Hoffnung, dessen ewige Ge- nießÜng ich zuversichtlich erwarte. Unser Lier be» von der mich kein Geschöpf trennen wird. Dir sey alle Anbethung, ewiges Lob, und Danksagung! heiliger Gott! starker Gott! unendlich vollkommner Gott! g, n. >ös en !N id tk ei< er es -h h- er :n r> a- !l- le ch e» - Unbethung. Herr, und Heiland Jesu Christe!- durch deine Offenbarung haben wir das Ger heimniß der heiligsten Dreyeinigkeit erkennet. Durch dich wissen wir, daß wer dich sieht, auch den Vater sehe ; weil du in dem Vater, und der Vater in dir ist, und der heilige Geist, wegen Einigkeit d^ Wesenheit, von dir un- absönderlich ist. Deine göttliche »Fist, du ch eine wunr derbarliche Weis> nttt"6er Menscheit unzertren« lich vereiniget, und weil du mit Gott und Menschheit in dem heiligsten Sakrament gegenwärtig bist, so betM wir mit dir in demscl« bigen , auch den Vater und den heiligen Geist an. O höchstes aMthungswürdiqstes Geheim« t"ß! wie tief, und unterthanrg solle meine Anbethung seyn, die ich dir meinem Gott und Erlöser zu entrichten scl uldig bin ! Mein Geist erkennet durch das Licht des Glaubens deine Hochheit; Heiu Christe.' du M allein heilig, allein der Herr, allein der «ochste» mit dem heiligen Geist, ln der Hcrr- R z lich- 270 lichkeit des Vaters ! ich unterwerfe mich yi aller Demuth deinem herrschenden Gewalt. Dein unendliches Wesen, deine Ewigkeit ohne Anfang, deine Allmacht ohne Schranken, deine Weisheit ohne Zweifel, deine Heiligkeit ohne Schatten» deine Güte ohne Mangel, deine Barmherzigkeit über alle Werk, setzen mich in Verwunderung, und ich bethe dich an, mit allen Engeln, und Heiligen des Himmels, welche deine Herrlichkeit ewig-Ioben Denn deine Werk, oIesu, mein Gott! sind groß, und deine Weg sind unergründlich. Welche Kraft in der Schöpfung der ganzen Welt! welche Barmherzigkeit in Erlösung des Menschen ! welche Liebe in Einsetzung des heiligsten Sakraments ! Ich bethe dich an, mit innerste! Danksagung, für alle Wunder, und Gutthaten, von Herzen rufend : Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater :c. Als er war im Anfang rc. Dank sey dir o Gott! Dank sey dir wahre und eine Dreyfaltigkeit, eine und höchste Gottheit, heilige und eine Einigkeit. Aus dem 24. Psalm. Ou dir, 0 Herr: habe ich meine Seel echo« ke de S 8 m d< ur g< n< § n, d> C Sl ei- ich Till S, inl> Zel« It! m ien ler )i'r ilie eu * -51 ken:' mein Gott, auf dich traue ich, und ich wird nicht beschämet werden. Meme Feind sollen meiner nicht spotten: * denn alle, die auf dich hoffen, werden nicht zu- Schanden werden. Herr zeige mir deine Strassen : * und deine Fußweg lehre mich. Leite mich in deiner Wahrheit, und lehre mich: * denn du bist Gott mein Heiland, auf den ich immer hoffe. Gedenke o Herr! an deine Erbarmungeu; * und an deine alte Barmherzigkeiten. Gedenke nicht an die Sünden meiner Jugend ; * weder an meine Unwissenheiten. Nach deiner Barmherzigkeit gedenke meiner ; o Herr! wegen deiner Gütigkeit. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Meumüthige Ubbitt. HAelch ein misfälliger und gehaßter Ge- genstand, o Jesu ! müssen vor deinem göttlichen Angesicht seyn so viele Sünden, weiche auch in der Christenheit, wider die Ehre des hochheiligsten Sakraments begangen werden. Du hast dich widsr die Juden beklagt: Ich ehre meinen Vater, und ihr habt mich entehrt ! wie billig ist deine Klag wider die Chris 6en, welche nach so vielen Wunder-Gnaden, R 4 der- * 252 deine Gegenwart in dem größten Liebs-Geheimniß des Altars beschimpfen und beleidigen! Du ernährest sie mit deinem heiligten Leib und Blut» und erhöhest sie zur Gnad^er Kinder Gottes; sie^aber verachten, und lästern dein heiligstes Sakrament! O allerheiligste Dreyeinigkeit! welcher Greuel der Bosheit, und des Undanks ist dieses vor deiner höchsten Majestät! Deine Allmacht, deine Weisheit, deine Gütigkett wird andurch beleidiget, und deine Liebe, o Jesu' wird mit gottesräuberischen Sünden vergolten. Aus dem tiefen Abgrund meiner Nichtigkeit, ganz beschämet, aus betrübtem Herzen rufe ich zu dir» o gütigster Heiland! wende ab dein heiliges Angesicht von so vielen, und schweren Sünden, die ich mit zerknirschtem Gkist bereue, und wünsche, solche gänzlich tilgen zu können. Ach ! daß sie alle in deinem unschuldigen Blut, o göttliches Lamm! versenket, und zernichtet werden. 4 a si d n si e O Jesu ! du bist der König der Herzen, und hast in deinem Gewalt, in deinen geheiligten Händen, alle Herzen der Menschen; leite sie durch deine Barmherzigkeit, durch die Kraft des Vaters, durch die Gnad des heiligen Geists, zur Eikänntniß der Wahrheit deinee Gegenwart, zur Hochschätzunq, und Liebe deines heiligsten Altars Geheimniß» zur tiefe sten Verehrung desselben nach meinem ewigen Wunsch: si u rr n n a An- L5Z Angebethet, gelobt, und geehret sey ohne End, Das allerheiligste Altars - Sakrament! Uebung der Andacht zu dem höchsten Gott, aus seinen unendlichen VollkomenheiLen. ieß ist das ewige Leben, daß sie dich den ^ wahren Gott erkennen, und den du ger sendet hast Jesum Christum. O göttliches Licht! erleuchte mich, daß doch der Schatten sich von meinem Gemüth entfern ne» und ich durch die Erkenntniß deiner Majestät und Herrlichkeit» zu deiner wahren und eifrigen Liebe, nach so vielem Bitten, und Seufzen gelangen möge. O Jesu, im heiligsten Sakrament! du bist so lange Zeit mit uns, und wir haben dich, und deinen Vater noch nicht erkennet! Laß» o Jesu ! aus deinem heiligsten Sakrament die Stralen deiner Gnad und Liebe auf mich he> vordringen , daß in meinem Herzen jenes Feuer aufbrenne, welches anzuzünden, du auf die Erde gekommen bist. R 5 I. Die I. Die Wesenheit Gottes. Gott! höchstes Wesen, unendliches Gut, ^ einfaches, untheilbares, vollkommenes Wesen! Ewiges, unabhangendes, unbegreifliches, unaussprechliches Wesen ! Du bist der Schöpfer des Himmels, und der Erde! der Ursprung aller sichtbaren, und unsichtbaren Dinge! Ein unergründliches»uneingeschränktes Meer unendlicher Vollkommenheiten! i Großer Gott! unendlich-herrliche Majestät! ^ «us dir, durch dich, und in dir ist alles! denn r>u allein bestehest durch dich sechsten» o ewiges unerschaffenes Wesen! alle übrige Ding stnv Durch dich gemacht, und hangen von dir ab. s« n 8 r r ! c > l Glauben. So erhebe dich dann meine < Seele! und erkenne deinen Gott, der dich er- r schaffen hat, deinen höchsten vollmächtig gebie-> « thenden Herrn! das unendliche Wesen, seiir wirkliches Daseyn, von dem Himmel und Er- l De, das dir eingedruckte Licht seines Angesich- e tes, und er sechsten unwidersprechliche Zeug- i niß geben. i ! Es ist ein Gott ! ein höchster, ewiger, l unsichtbarer Geist, ein Anfang aller Dinge, > c ein unsterblicher König aller Zeiten. ' i Also glaube ich, also bekenne ich mit HM r und 255 und Mund. O ewige Wahrheit! du hast dich selbsten geoffenbaret. Dieß ist der Grund meiner tiefesten Anbethung, die ich dir entrichte. Benedeye meine Seel den Herrn» und alles , »g was in mir ist, seinen heiligen Namen. O Jesu, im heiligsten Sakrament ! du bist r mein Gott, dessen wahre Gegenwart mein Trost und Erquickung ist, dessen Allmacht» Weisheit, und Güte, ich mit aller Demuth verehre. !t'.' Nil! es lid ne ir- ie-> in' h- S- rr II. Die Einheit Gottes. Dur einer ist der allmächtige und höchste Schö- ^ pfer, dem allein der geheiligte Weyhrauch» und die Anbethung gebühret. O allerheiligste Dreyfaltigkeit» Vater , Sohn, und heiliger Geist, drey Personen, aber nur ein Gott! nur eine Wesenheit» nur eine Allmacht» nur eine Weisheit, nur eine Herrschaft! L) unbegreifliches Geheimniß, das ich an- bethe, da ich in drey Personen die Majestät eines Gottes erkenne. Unser Herr, und Gott ist nur einer, dessen Vollkommenheit, Größe, Macht, und Herrlichkeit unvertheilet ist. Anbethenswürdigster Gott! die Gesinnungen meines Herzens überzeugen mich, daß ich an dir nur einen Gott habe, dem ich die An- belhung, Liebe» und Unterwürfigkeit schuldig bin. L5§ Du bist der einzige Gott, der Himmel und Erde beherrschet; der in allen Theilen der Welt angebethet wird; einziger allgemeiner Herr, dem allein die Himmels-Geister, und die Menschen huldigen. Anbethung. Mein Gottes ist die Glaubenslehre : Nur ein Herr , ein Glaube, ein Tauf: Ein Gott, ein Vater Aller, der über Alle ist , und durch Alles, und m uns Allen! Ich bin getauft «m Namen des Vaters, des Sohns, und des heiligen Geists: nach dem Glauben soll ich dich einigen Gott» und Herrn anbethen in dem Geist und Wahrheit! Dich allein, mein Gott! bethe ich an in der Tiefe meiner Erniedrigung vor deiner unendlichen Majestät. O Trost meines Herzens ! daß ich nur einen Gott habe, dem ich mich ergebe, den ich liebe, dem ich mich ganz widme, den ich an- bethe. O Jesu, im heiligsten Sakrament! ich vertheile mein Herz nicht, da ich dir sammt dem Vater, und heiligen Geist meine Pflicht der Anbethung entrichte; denn du lebst und regierst mit dem Vater in der Einigkeit des heiligen Geists ein einiger Gott in Ewigkeit. G D Nil gr se> o st- de se! S- dl vk g> N di ka rv ve ne III. Die Ewigkeit Gottes. ^on Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o großer «o Gott! >3. ! vv 257 nb >er >er nd Gott! du bist der Ursprung und Anfang aller Dinge ; du allein hast keinen Anfang. Ein unerschaff nes Wesen hat eine göttliche unbegreifliche Ewigkeit! ir- in er 1! eS Von den Geschöpfen kann man sagen; ES sey eine Zeit, wo sie nicht waren ; dir allein, 0 Gott ! ist die Ewigkeit eigenthümlich. O unbegreiflicher Abgrund eines ewigen höchsten Wesens! wer kann dich fassen ? Woher ist dein Daseyn ? du bist »»erschaffen, von dir selbsten, und eben darum ewig. er Alle Geschöpfe sind aus dem Nichts hervor gezogen worden durch deine allmächtige Hand: du wärest allzeit der ewige glückselige Gott, ohne Anfang; 0 ewige Wahrheit, 0 unergründliche Ewigkeit! Demuth. O ewiger Gott! mein ganzes Wesen ist wie Nichts vor dir: die Tage des Menschen sind kurz ; und wie eingeschränkt ist die Zeit meines Daseyns auf dieser Welt! Wo ist die Tiefe, in der ich mich versenken kann, in Betrachtung deiner ewigen Gottheit? wie kann ich mich erheben» wie soll ich mich verdemülhigen, 0 allerhöchster Gott! vor deiner ewigen Majestät? O Jesu, im heiligsten Sakrament! in der Kit hast du dieses Geheimniß eingesetzet; aber von Ewigkeit her hat deine Gottheit selbes bes mlnnit: bis anS Ende meines Lebens wird ich es 258 es anbethen, deine ewige Gottheit in tiefest» Demuth zu verehren. IV. Die Allmacht Gottes. Wichts ist bey dir, o Gott.' unmöglich; tu ^ kannst was du willst; und deine Kraft und Macht hat kein Zkel. In der Erschaffung der ganzen Welt, aus Nichts, ohne Hilf, allein durch deinen Willen hast du deine Allmacht erzeiget. Du allein thust große Wunderding, ohne Mühe, mit einem einzigen Wort: o wunden barliche Allmacht, dem sich nichts widersetzen kann! Der schöne Himmel, die fruchtbare Erde eil bö be E> die große Meer, die zerschiedene Gattunqen der Geschöpfe sind Wunder deines allmögem den Willens. Großer Gott! deine allmächtige Hand iß noch nicht abgekürzet» weder geschwächet: tv wirkest noch immer wie ein allmächtiger, da d» den Last der Erde mit drey Fingern haltest! und die Himmel in der wundervollen Ordnunz bewegest. Ist nicht das heiligste Altars? Sakrament! deine Gegenwart, göttlicher Heiland in demselben, unter den blossen Gestalten» ein iniim währendes Wunder deiner Allmacht? > du V in er H al Ehrfurcht , und heiliger Schrecken voß S deiner Majestät ist meine Pflicht, da ich nui un ein st« tu in» >u§ cn» hne )kl! de, zen iß k« v« esti WZ nt, eiL S B lt 259 ein Werk deiner Hände bin; und in deinem höchsten Gewalt stehe. Alles, was ich bin und besitze, habe ich von dir empfangen: Allmächtiger Schöpfer Himmels und der Erde! ich bethe dich an, und verdemüthige mich unter deiner gewaltigen Hand. O Jesu, im heiligsten Sakrament! du ehrest durch dein unblutiges Opfer die Allmacht des Vaters: und ich opfere dir mein Leben, bis in Tod dich als meinen allmächtigen Gott zu erkennen» und zu lieben. V. Die Weisheit Gottes. Allwissender Gott! wie unergründlich sind die ^ Schätze deiner Weisheit und Wissenschaft? wie uubegrelstlch sind deine Rathschlüsse und Urtheile, wie unzugänglich deine Wege, durch welche du alles erkennest, was im Vergangenen, Gegenwärtig - und Zukünftigen geheim und verborgen ist? Alles ist offenbar deinem göttlichen Aug; und nichts kann sich deiner unendlichen Weisheit entziehen. Du durchgingst alles lebhaft auf einmal und ewig. Du siehst alle Gedanken, und die tiefeste Heimlichkeiten des menschlichen Herzens, ja alles, was nur möglich ist. Du allein bringst in eine Zahl die Viele der Sterne, die Sandkörnlein am Ufer des Meers, lind die Regentropfen, so vom Himmel fallen. s6s O anbethungswürdige Wissenschaft» die um einem Gott eigen ist, welche von Ewigkeit her A klar und hell erkennet alle Gedanken aller Enr ge! und Menschen von Erschaffung der Welt, <>li durch die ganze Ewigkeit. .. Anrufung. O allwissender, unendlich weiser Gott! wohin kann ich fliehen von deinem Angesicht? all mein Thun und Lassen ist immer vor deinen göttlichen Augen. . Ach! daß es dir gefällig und angenehm sey! Ich bin unwissend» und mit Finsternissen umgeben ; du» o Vater der Lichter! verleih mir die wahre Weisheit; sende sie vom Himmel, wo du deinen Sitz hast; sende sie herab von deinem höchsten Thron» daß sie^bey mir bleibe, und mit mir arbeite an dem Werk meines Heils. O Jesu» im heiligsten Sakrament! du bist zwar verborgen in deinem Hcilrgthum : doch siehst du unser Betragen vor deiner Gegenwart» die innerliche Andacht unsers Herzens: erleuchte mich» daß ich erkenne dein hochheiliges und verborgenes Geheimniß deiner Liebe. vo C! e Li da he be he sst m he he ke !e lir VI. Die Heiligkeit Gottes. heiliger Gott! die Heiligkeit selbsten »und ^ der Ursprung aller Heiligkeit! alles ist an dir unendlich heilig. Heilig deine Allmacht; heilig deine Größe; heilig deine Gerechtigkeit; 5 Ivi r nur her Eil! elt, M M mek dir iel, von be, ind an t! in -6r heilig deine Barmherzigkeit: du bist heilig in allen deinen Werken, die Völleder Heiligkeit. Niemand ist heilig, wie du» o Gott! und allem von dir kommt die Helligkeit aller Heiligen, du bist der Anfang, und das Vorbild der vollkommenen Heiligkeit, welches uns Jesus Christus zur Nachahmung vorgestellet hat. Unendlich ist der Haß, mit welchem du die künd verabscheuest; und unermcssen ist die Liebe, mit der du die Tugend liebest: du willst, daß wir in deinem Angesicht unbefleckt, und heilig seyn sollen ^-weil du heilig bist. Eob. Mit den himmlischen Seraphinen lobe ich dich, o Herr ! und wiederhole: Heilig, heilig, heilig bist du, o Herr Gott der Heer« schaaren! Es loben dich alle Heilige; Himmel und Erde sollen dich preisen, und deinen heiligen Namen benedeyen! L> Jesu, im heiligsten Sakrament! uns zu heiligen hast du dieses Geheimniß der Heiligkeit eingesetzet: Verleih, daß dein heiligster Leib und Blut mich von aller Sünd befreyen» und zu wahrer Heiligkeit führen. VII. Die Schönheit Gottes. A Gott! wie betrügen sich die sinnliche Men- ^ schen, welche nichts für schön achten, als u>ns den leiblichen Augen gefällt, und annehmr Ewige Anbech. 11. Th. S sich 262 lich vorkommt. Deine Schönheit, 0 Schöpfer aller Schönheiten! ist unendlich, wenn du schon ein purer, aber unendlicher vollkommener Geist drst. Das Licht der Glorv zeiget den himmlischen Geistern , und allen Auserwählten dein unenltt lich schönes Angesicht: sie werden es ewig bei schauen» mit unbeschreiblicher Ergötzung, lind Inbrunst der Liebe. Der herrliche Glanz deines göttlichen M sens, welches sie ohne Unterlaß betrachten, ist die Freude der Engel rm Himmel. O ewige Schönheit ohne Mackel! du bistuneist hen nd< der >ß .bei! zu elli - >n« -64 Gütiger Gott! in meinen Drangsalen finde ich bey dir den wahren Trost; in memen Schwachheiten die Stärke, und in meinen Sun- den'chulden die übergroße Erlösung, und Barmherzigkeit. Meine ganze Hoffnung setze ich auf deine unendliche Güte, und grundlose Barmherzigkeit, welche mir durch die hohe Verdienste Jesu Christi» alle künden verzeihen, und. mich in das ewige Leben aufnehmen wird. O Jesu, im heiligsten Sakrament! dein Geheimniß des Altars ist eine Wirkung deines erbarmenden Herzens, welche mich in der Hoffnung bestattet, und das Mistrauen von mir entfernt. IX. r n f. s. n Z a 5 h ß Z ti Die Gerechtigkeit Gottes. bist gerecht» o Herr! und gerecht sind dei- ^ ne Urtheile! du belohnest die Heilige, und krönest ihre Verdienste : du strafest die Sünder, welche hartnäckig im Bösen verharren. Du, gerechter Gott! urtheilest ohne Unterschied der Personen, und vergiltst jedem nach seinen Verdiensten. Jene die Gutes gethan, werden in das ewige Leben gehen: die aber Böies qewirket, wirst du in das ewige Feuer verstoßen. .... O schreckbare aber heilige Gerechtigkeit! o strafender Gott! wer solle dich nicht fürchten, und vor deinem Richterstuhl nicht zittern? bey dem di ni ti lil ß 8 d, h. rn vi IN d, lv 265 dem alle Gedanken, Wort, und Werke, genau untersuchet, und das Böse auf das schärfest? abgestraft wird. Allein die Büß, und die Genugthuung, besänftigen dich, 0 gerechter Gott! Die Hölle, in der so viele blinder ewig brennen ; das Feqfeuer, in welchem auch deine Freunde unsäglich leiden; der Kalvariberg, auf dem dein geliebter Sohn den grausamen Kremtod für fremde Sünden ausgestanden hat, sind unlaugbare Zeugnisse deiner strengen Gerechtigkeit. Furcht. Meine Seele, 0 Herr! ist mit Furcht und Schauder durchdrungen! ich fürchte deine gerechte Urtheil. Ich bin ein Sünder, und habe Böses vor dir gethan. Deine heilige Gerechtigkeit kann mich strafen; ich Habs verdienet. Aber, 0 gütigster Gott! gehe nicht zu Gerichte mit deinem Diener; Niemand kann vor deinen Augen stch rechtfertigen. Du bist gerecht und getreu; du hast dem Buffer Gnad versprochen; ach! ich fürchte; doch mit Hoffnung auf deine unendliche Barmherzigkeit. O Jesu, im heiligsten Sakrament! der du mein Heiland bist, und dem Blut für mich vergossen hast, bewahre mich von der Klein- Muth, und ertheile mir eine kindliche Furcht, dich zu beleidigen, und von dir gesöndert zu werden. S z X Andere Vollkommenheiten Gottes. anbetbungswürdigster Gott! wer kann alle ^ deine Vollkommenheiten sich vorstellen oder begreifen? der erschaffene Verstand muß unterliegen» wenn er sich zu gänzlicher Beschallung Deiner unendlichen Gottheit erheben will. Du bist g^oß, und hast kein Ende; dein göttliches Wesen ist wirklich und cwiq alle immer mögliche Vollkommenheit; alle Engel und Menschen werden sich die ganze Ewigkeit in Bewunderung deiner unendlichen Wesenheit beschäftigen, aber selbe niemal genug erkennen. Deine unendliche Gottheit ist unermeffeti, sie «st aller Orten gegenwärtig: in dir, o Gott! haben wir unser Wesen, unser Leben, und Bewegung. Welche Ehrerbietigkeit, und Liebe bin ich dir allenthalben schuldig? Deine allweise Vorsehung regieret alle Dinge; sie berühret stark von einem Ende bis zum andern, und ordnet alles sanftiglich; alles ist ihr unterworfen; nichts kann ihr entgehen. Ich überlasse mich deiner väterlichen Obsorg, und bethe an deine heiligste Anordnungen, mit Lollkommner Ergebenheit in deinen Willen. Denn du bist die Güte selbsten, welche uns mit Wohlthaten überhäufet; die uns wohl will, und ihre Gnaden über uns ausgießet.. Großer Gott, der du allein große Wunder wirkest; dessen Macht und Stärke über alles !e r g n ^ d n it >. - er >e !e s s !' ,t s )l v l- -67 leS ist r wie tief muß ich mich vor deiner Majestät verdemüthkgen! Du bist der gebiethende Herr über Himmek und Erde; die du erschaffen hast: und vor deiner höchsten Herrschaft muß alles die Knie biegen; welcher ich willig zu allem Gehorsam Mich unterwerfe. OIesu, im heiligsten Sakrament! mit Gott- und Menschheit wahrlich gegenwärtig!. dessen unendliche Gottheit ich aUertlefest andeche. Gelobt, und ewig gelobt sey deine Hockhekt. O Gott, mein Herr und mein Schöpfer 5 ein zweyfaches Opfer entrichte ich dir zur Erkenntniß deiner Gottheit: Rm, und Liebe durchvringet mein qerührtes Herz. Ein betrübter Geist, ein zerknirschtes Herz, ist dir ein Opfer: und ich bereue mit innerlichem Schmerz, mit äußerstem Abscheu» alle meine Sünden» welche ich wider dich» v höchster Gott! begangen habe- O Dlmdheitund Undank, welche ich wider dich ausgeübet habe! Das aufrichtigste Liebs-Opfer bin ich die schuldig, liebenswürdigster Gott» und höchstes Gut! ach! meine Seele liebet dich, meinen Schöpfer» den unsichtbaren, den unendlichen, den unbegreiflichen. Ich opfere dir mein Herz, zur ewigen unsterblichen Liebe; kern Geschöpf solle mich mehr von deiner Liebe trennen können; mem Gott, Mem alles! ich liebe dich bis in Tod: ich wird dich lieben durch die ganze Ewigkeit; allwo ich sagen werde: S4 Ich -68 Icb sehe nun, was ich verlangt; ich besitze nun, was ich gehoffet habe: ich bin im Himmel vereiniget mit demjenigen , den ich auf Erden mit aller Andacht geliebt habe. Beschluß. und Glory sey dir heilige und gleiche ^ Dreyeinigkeit» eine Gottheit, vor allen Zeiten, jetzt, und in Ewigkeit! Lob und Danksagung sey Gott dem Vater» und dem Sohn, und dem heiligen Geist, zu ewigen Zeiten, für das unendliche Gnaden- Geheimnlß des Altars! O Jesu! verschaffe, daß dein heiligstes O- pfer, in deiner Kirche, zur Ehre des dreyeini- gen Gottes, bis an das Ende der Welt, mit größter Andacht, mit heiligstem Liebs-Elfer entrichtet werde! Verleih, daß alle Christglaubige dieses Sakrament der Heiligkeit mit würdigem Herzen, mit tiefer Ehrerbietigkeit empfangen, und die Früchte deiner Erlösung genießen mögen. Amen. Anqebethet sey ohne End, das heiligste Altars- Sakrament, In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und h« d< i § c 8 c r l - 6 - Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden , Amen. ZZechszehnte Mund. Auf das Fest des heiligsten Fronleichnams. Merr eröffne meine Lefzen, ^ So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Chr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Preise meine Zunge das große Geheimniß des ^ glorreichen Leids, und des kostbaren Bluts, welches Jesus der König der Völker» der Sohn der jungfräulichen Mutter, für die Erlösung der Welt vergossen hat. S 5 Uns 270 Uns war er gegeben, für uns qebohren aus der reinen Jungst au; in der Welt hat er unter den Menschen sich aufgehalten, und nachdem er sein Evangelium gepi-edtget» hat er sein Leben mit einem wundervollen Geheimmß geschlossen. An dem letzten Abendmahl hat er das Gesatz erfüllet, mit Genuß des Osterlamms. Alsdann hat er das neue Lob und Versöhn- Opfer des Altars, das allerheiligste Sakrament, in seinem Leib und Blut, unter den Gestalten Brods und Weins eingesetzet, und seinen Jüngern mitgetheilet. O heiligstes Opfer, welches den höchsten Gott unendlich ehret, und versöhnet! den Himmel eröffnet» und die Völle der Gnaden uns herab ziehet! O heiligstes Sakrament! du sichtbares Zeichen der unsichtbaren Gnad, ja des Urhebers der Heiligkeit sechsten, von Christo eingesetzet, zur Heiligmachung unsrer Seelen.' In welchem nicht Brod und Wein, sondern uur unter den Gestalten der wahre Leib und Blut des Gott -Menschen, Christus als Gott und Mensch wahrhaft, wirklich, und wesentlich enthaltenist. O kostbares und wunderbarkichcs Gastmahl, voll des Heils und aller Süßigkeit , in welchem uns Christus sechsten zur Nicßung vorgestellet wird! Lasset uns ein so vortreffiches Geheimniß in zartester Andacht verehren, und anbethen. § m G te su G d, st C ir t 3 n n L P n g s. o II d v I g -7k ,s iis )< n er ir u er l- n lr s §s weiche das alte Gesatz mit seinen Opfern und Schaubroden» dem Heiligthum des neuen Gesatzes! nicht das Fleisch der Kälber» sondern der unendktchwürdige Leib und Blut Jesu Christi wird uns da mitgetheilet. D-n Abgang der Sinnen ersetzet der heilige Glauben» der unsern Verstand erleuchtet» und die schwache Herzrn stärket» allen Zweifel abzulegen von der Wahrheit der Gegenwart Christi » die uns Gott selbsten geoffenbaret hat. Mein Herr und Gott, liebster Heiland Jesu Christe! wie unbegreiflich ist deine Weisheit, welche dieß wunderbarliche Geheimmß erfunden hat; da durch wenige» aber göttliche Wort, Brod und Wein in deinen Leib und Blut verwandelt » dem Menschen zur Speis und Trank werden! Jesu! du nenntest dich selbsten den guten Hirten; du wolltest nach der Aussage des Propheten, deine Heerde wie ein Hirt weiden: wer aber wäre dein Rathgeber, wer hat dich gelehrt, wer hat deinem Geist geholfen, dieses unerwartete höchste Geheimniß zu verordnen ? Du bist die ewige Weisheit» die von einem Ende zum andern reichet, die alles durch- , dringet» und wirket; die allein ein so wunder- 1; volles Sakrament bestimmen können, t Ewiges Lob sey dir anbethunqswürdige .! Weisheit; und ein ehrfurchtvolles Sklllschwei- j gen in Bewunderung deines unergründlichen '.! Satramenlö! Es syr Es übersteiget alle Kräfte; nur deine M macht kann ein solches Wunder schöpfen, Brod und Wein m deinen heiligsten Leib und Blut verändern, und dich den großen Gott mit deiner Menschheit unter den kleinen Gestalten verbergen. Ewiges Lob sey dir uneingeschränkte Allmacht ; und die tiefeste Erniedrigung meines Geists in dem Glauben deines hohen Geheimniß ! O Gütigkeit, und unendliche Liebe, welche dein göttliches Herz bewogen hat, zum Troß und Nutzen des Menschen dich felbsten so wun- derbarlich, bis an das Ende der Welt, zu einer wahren Speis mitzutheilen! Ewiges Lob sey dir liebreichere Güte, und die unsterbliche Danksagung meines Herzens in Betrachtung deines immerwährenden Ltebs- Sakramcnts! o! ini ive H> G an ve sei be du sch lie V N!l Knbethung. deiner heiligsten Menschheit, als in der ' wahren Bundslad des neuen Gesatzes, Jesu Christe! wohnet, durch die wunderbare Vereinigung in der Person» die Völle der Gottheit, mit allen Schätzen der Gnade und Herrlichkeit. Du bist unser K önig, und Herr! in Mitte deines Volks. Die sakramentalische Gestalten verbergen deine Gegenwart unsren Augen des Leibs, aber nicht des Glaubens. . Ich si« de ru dc de de al 275 Ich erkenne dann dich wahrlich gegenwärtig, o Jesu! und bethe dtch an als meinen Gott, mit jenen Gesinnungen der Ehrerbietigkeit, mit welchen dich die Heilige, und Engel in dem Himmel anbethen. Kommet alle Gattungen der Menschen » Große und Kleine, Reiche und Arme! bethet an in tiefer Ehrfurcht euern König und Gott, verherrlichet seinen Namen ! bewundert mit mir seine Hochheit, und die Reichthum seiner Liebe ! lobet seine Allmacht, verkündet die Erfindungen seiner Weisheit; preiset alle Vollkommenheiten des liebvollen Erlösers ! Israel erfreue dich in deinem Schöpfer! Si- vn frolocke in deinem Heiland! heilige Kirch schätze dich glückselig» einen so mächtigen, und liebreichen König in dir anzu'ethen, der sein Volk so zärtlich liebet! bezeuge ihm den innigsten Dank für alle seine Gütigkeiten! Göttlicher Erlöser! wie billig stellet deine heilige Kirch einen so herrlichen Triumph an, mit deinem allerheiligsten Sakrament» welches ste unter Lobgesangen» mit jubekvollen Freuden-Zeichen, in den Gassen und Strassen herumtraget ! Du bist wahrlich die Glory und Krön, das Leben und Heil, die Freud und Reichthum» das unschätzbare Glück deines Volks! du bist der Heilige, der in Mitte unser wohnet» und deine Herrlichkeit breitet ihre Stralen aus, in alle Theil der katholischen Welt. Ich entrichte dir die demüthigste Huldigung, und -74 und bethe dich an als den König der Glory , dem ich alle Treu, mein Leib und Seele, mein Leben und Kräfte widme, zu deinem heiligsten Dienst, und wiederhole mit den Sera- phinen: Heilig» heilig, heilig, ist der Herr allmächtige Gott, der Herr der Heerschaarcn! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Der ewige Priester Jesus «tbristus, nach der (Ordnung Nlelchjsedech, hat Brod und N)ciu geopfert. Aus dem 1Z4. Psalm. ^obet den Namen des Herrn: * lobet den Henir ihr Knechte. Die ihr stehet im Haus des Herrn : * in den Vorhäfen des Hauses unsers Gottes. Lobet den Herrn, den der Herr ist gut: ' finget Psalmen seinem Namen , denn er ist süß. Den Jakob hat der Herr auserwähiet:' D rael zu seiner Besitzung. Ich erkenne daß der Herr groß ist; * und unser Gott vor allen Göttern. Alles, was er immer gewollt, hat der Herr gethan, * im Himmel» auf Erde, im Meer, und in allen Abgrüuden. Gebenedeyt sey der Herr aus Sion, * der in Jerusalem wohnet. Ehr LL-KLL 275 Ehr sey dem Vater rc. Als er war rm Anfang rc. Meumüthige Mbbitt. AI Jesu, du Sohn des lebendigen Gottes! jch erinnere mich jener entsetzlichen Unbilden, und Beschimpfungen, welche du in den Gassen der undankbaren Stadt Jerusalem ertragen hast» da du mit Strick und Banden, als ein Uebelthäter, von einem Richterstuhl M andern herumgezogen worden. Welche Entehrung deiner Heiligkeit und Unschuld, deiner Liebe und göttlichen Majestät» die du von den Menschen gelitten hast ! zu einigem Ersatz so großen Hohns» hat der himmlische Vater durch seine Fürsichtigkeit den herrlichen Triumph verordnet, in welchem die katholische Äirch dich in dem heiligsten AltarS- Sakrament, mit einem prächtigen Umgang in den Gassen und Strassen, mit andachtvoller Verehrung herumtragt. Liebster Erlöser! mein Herz frolocket, da ich sehe, daß die ganze katholische Kirch übereinstimmet» dir zur Danksagung alle mögliche Ehe r» erweisen. Aber meine Seel ist betrübt, da ich zu Gemüth führe jene Unbilden, und Lästerungen, M welchen dein heiligstes Geheimniß von den Irr- »76 Irrgläubigen, von bösen Christen das ganze Jahr hindurch entehret wird! Drey unschätzbare Gutthaten Haff du uns erwiesen in der Einsetzung des heiligsten Sakraments : das hochheiligste Opfer des Altars, die wahre Gemeßung deines Leibs und Bluts in der Communron» die immerwährende Gegenwart in der heiligen Hostie, 'auf dem Altar, in dem Tabernackel, in so vielen Kirchen, Lag und Nacht. Und diese unbegreifliche Gnaden, wie wenig werden sie von Vielen geschähet, mit welchem Undgnk und Bosheit erwiedert? O Jesu ! nimm gnädig auf meine demüthige Danksagung, welche ich dir im Namen der. heiligen Kirch erstatte, für die Einsetzung dieses hochheiligen Geheimniß ; ach! daß dir Himmel und Erde Dank sage, und dich ewig lobe! Laß dir gefallen meine tiefe und reumüthige Abbitt, so vielen Undanks, so großer Unbilden, welche du leidest in dem lieb - und anbechungs- würdigsten Sakrament: das ich immer preisen werde: Anqebethet sey ohne End, Das heiligste Altars-Sakrament! An allen Orten, von allen Crearuren, und zu > ewigen Zeiten, Amen! ( d. k> ck le se gl in L ll! A lö lo rii fö sp tv lic -77 Jubel des Herzens/ in der Ehre und Lob des heiligen Altars-Nakrament. n, >'g in göttlicher Erlöser! billig und heilig ist der ^ Gebrauch, den deine Kirche verordnet hat, daß dein hohes und anbethungswürdigstes Sakrament alle Jahr an einem besondern feyerki- chen Tag, mit Frolockung der Herzen, mit glitt Ehrerbietigkeit verehret werde. litt e- ,e i- u Durch öffentliche Wege, Gassen, und Straft sen, solle es mit ehrvoller Feyerlichkeit herum- gttragen, und von allen wahren Christen alS in einem Triumph begleitet werden. Den lebendigen Glauben von deiner wahren Gegenwart bekennen sie, besonders an den heiligen bestimmten Tagen, mit außerordentlicher Andacht; dich den allgemeinen Herrn und Erlöser mit dankbarem Herzen zu preisen, und zu loben; in Erinnerung deiner großen Geheimnisse» mit welchen du uns zum ewigen Heil beförderst. Dein heiligstes Sakrament ist eine unaussprechliche und göttliche Gutthat, mit Welcher du deine Kirche glückselig und herrlich machest. Ewige Anbeth. u. Th. T >, Niemand kann es begreifen, und nur ein Gott konnte der Welt ein so wunder, und gnadenvolles Geheimniß mittheilen. «Hern Herz frolocket, und mein Geist ist mit ^ Jubel eingenomen, da ich dich meinen Heiland im heiligsten Sakrament betrachte; bek du deine Gott - und Menschheit uns schenkest. Lobe meine See! den Herrn, lobe ihn alle Lage deines Lebens, und singe deinem Golt ein ewiges Lob! Lobe Jerusalem den Herrn, lobe Sion deinen Gott 1 denn er hat in dir deine Kinder gesegnet ; und mit der Völle seiner Güter überhäufet. O wunderbarliches Geheimniß! in welchem ich durch den Glauben entdecke» was nur Großes und Herrliches in Gott ist. In dir» o Jesu, vermenschter Gott! wohnet alle Völle der Gottheit: und alle Schätze der Weisheit find in dir verborgen, in diesem heiligsten Sakrament. In diesem hast du uns ein Gedächtniß aller deiner Wunder hinterlassen» o barmherziger, und unendlich - gütiger Herr! O göttliches Werk, unendlich vollkommen; in welchem deine Allmacht, Wersheit, uno Barmherzigkeit alle Wunder vereimget hat- O Jesu, Gott und Mensch l unter den Ge, Dl- ir ir tr »l !l< er je tt !i< >« IX ^ h- tzt m >« r, n; nv -7S stalten beS Brods, wahrlich eine Speis,durch welche wir ernähret werden zum ewigen Leben! O Jesu, Gott und Mensch! unsichtbar und verborgen , und dennoch wahrlich und wesentlich gegenwärtig! O Jesu, Gott und Mensch! ganz und uns zertheilt, auch in einem Partickl des gewandelten Brods ohne dessen Wesenheit O Jesu, Gott und Menschunleidbar und unsterblich, und dennoch in den Gestalten, die verwesen und verzehret werden ! Solche Wunder wirkest du immerdar, uns M Heil, und Trost, in diesem armseligen Leben. Gebenedeyt sey in Ewigkeit» liebreichester Heiland! deine unermessene Gütiqkeit, welche mein Herz mit süßester Freud erfüllet, da ich dich auf dem Altar anbethe, und verehre. Heiligstes Sakrament! du bist die Herrlichkeit, die Ehre, und die Ergo- tzung deines anserwählten Volkes! Singet fröhlich Gott» der unser Helfer ist: * singet mit Freuden dem Gott Jakobs. Nehmet die Psalmen, und gebet her die Paus cken:' die süße Psalterspielen mit den Harfen. Blaset die Posaunen an dem herrlichen Tag unsers Festes : * denn solches ist «in Geboth in Israel. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist! L 2 Lob 280 Lob und Danksagung sey dir, Erlöser in Ewigkeit n. Der Sieg und Triumph deines Tods wird vorgestellt m dem hochwürdigsten Altarssakrament. ch dr e« sa ?)sm Kreuz hast du dich willig in Tod erge- ^ den» uns das Leben zu erwerben: mtt Ster- den hast du den Tod überwunden, und bester get; und in deiner glorreichen Auferstehung den herrschen Triumph gehalten. Du stirbst nicht mehr, und der Tod wird über dich keinen Gewalt haben; du lebst unsterblich in dem heiligen Sakrament; und der dein Fleisch ißt, und dein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und du wirst ihn zum glorreichen Leben auferwecken. Deine immerwährende Gegenwart ist das untrügliche Zeichen, daß deine Liebe unsterblich, daß dein Sieg über die Hölle und Tod vollkommen sey. So lebe dann und triumphire, o Jesu, du König der Glory ! herrsche in deinen! Reich» in dem Glanz deiner Majestät ; da nun der Vater deine Feinde dir zum Schemmel deiner Füße gelegt hat. In dem Jubel meines Herzens wiederhole ich: Es lebe Jesus! und glorreich sty das Reich seiner Herrlichkeit! er te C ur tr di kr di ne ur iic IN s n es rs es !ll d 1S s ll s )S d !S n n is § S 281 O Jesu! dein göttliches Himmelbrod, mitwel- chem eu uns ernährest, ist das wahre Vorbild der Gnaden, welche wir in diesem Sakrament empfangen. Dir sey ewiges Lob, und Danksagung ! Es lebe Jesus ? und glorreich sey das Reich seiner Herrlichkeit! O Jesu ! dein unblutiges Opfer ist eine unendlich-würdige Danksagung für alle Gutthaten, welche uns der Vater durch dich semen Sohn erweiset. Dir sey alles Lob, und Bene- deyung in Ewigkeit! Es lebe Jesusund glorreich sey das Reich seiner Herrlichkeit! O Jesu! immer wird ich deiner gedenken, und meine Seele wird in mir zerfließen, in Betrachtung der Uebermaaß deiner Liebe, welche du uns, wie am Kreuz, also im heiligsten Sakrament erzeigest! Lob, Ehre, und Dank sey dir in Ewigkeit! Es lebe Jesus! und glorreich sey das Reich seiner Herrlichkeit! O Jesu! durch die heilbringende Kraft deines heiligsten Leibs heilest du alle Krankheiten unsrer Seelen : und die Süßigkeit dieses göttlichen Brods stärkt uns auf dem Weg zu den T z himm- 28L himmlichen Bergen. Gebenedeyt, und gelobt sey deine Güte in Ewigkeit! Es lebe Jesus! und glorreich sey das Reich seiner Herrlichkeit! Es lebe Jesus! und glorreich sey das Reich seiner Herrlichkeit! O Jesu» großer Gott aller Heiligkeit! du würdigest dich, mir zur Speis zu werden, und in mir zu bleiben. O Wunder der Barmherzigkeit ! o erstaunliche Wahrheit! der Glauben allein überzeuget uns. Ewiges Lob, und Danksagung sey deiner Liebe, und Gü- tigkeit! d d r O Jesu! durch die Schmerzen deines heiligsten Leibs, und durch den Werth, deines kostbaren Bluts hast du uns erlöset: und die Früchte deiner Erlösung werden uns zugewendet durch dein heiliges Sakrament. Ehre, Lob, und Danksagung sey dir in Ewigkeit! l, st Es lebe Jesus! und glorreich sey das! Reich seiner Herrlichkeit! O Jesu! die viele und große Unbilden, st dir im heiligsten Sakrament widerfahren» machen dich nicht zurück weichen: du bist bey uns bis ans Ende der Welt. O Wunder! o M duld! o Liebe ! dir sey ewiges Lob, und Danksagung ! . . Htt- -8Z s Heiliges Sakrament! du bist die Freude unsrer Herzen, die herrliche Zierde des Heiligthums, und die Ursach unsrer ftöhlichen Feyerlichkeit! Singet dem Herrn ein neues Lied r * sein A Lob sey in der Gemeinde der Heiligem Israel soll sich in demjenigen erfreuen, der A ihn gemacht hat: * und die Töchter Sions , seyn fröhlich über ihren König. ' Sie sollen seinen Namen im Reihenqesang loben: * mit Paucken und Harfen sollen sie ig ihm spielen. Chr sey dem Vater, und dem Sohn, und ^ dem heiligen Geiste Benedeyung und Herrlichkeit sey dem, der ... suf dem Thron sitzet, und dem Lamm! , Die siegende Wahrheit triumphirek über die Lug, und den Irrthum, da rs! die Kirche das heiligste Sakrament mit frohlockendenEhrdezeugunge herumtragt r st und deine Feinde, o Jesu! müssen durch 'a« solchen Glanz und Feyerlichkeitge- ns schwächt,, und schamrot!) werden, leid Aeine deutliche Wort, o ewige Wahrheit > ^ erklären, deine wahre Gegenwart in, dem L 4 hei, -84 heiligen Sakrament» und wir glauben sicher, da wir uns auf deine unfehlbare Aussag s! gründen. 6 Da du von dem Brod gesagt: Das ist l> mein Leib ; wer soll sich getrauen, daran ru r zweifeln? und da du so standhaft gesagt: Das ist mein Blut, wer solle zweifeln und sagen, es sey nicht dein Blut? . Z Zu Cana in Gaiitea hast du das Wasser in t Wein verwandelt: und dich sollen wir des Glau- ; bens nicht würdig schätzen» daß du den Wein j in dein Blut verändert habest? , Jenes war ein Wunder ; und dieß ist noch ' ein größers» da wir mit aller Gewlsheit deinen Leib und Blut genießen. Es ist nicht ei- . tel Brod und Wein» was wir empfangen; son- ' der« dein Leib und Blut: die Sinn widerspre- , eben ; aber der Glaub bestärket es, und macht j uns gewiß. > Dein klares göttliches Wort wirft die Lug, , und den Irrthum zu Boden ; und deine heili- i ge Kirche» von dem Geist der Wahrheit gM ret, und durch deinen Beystand versichert»über« ^ windet die Pforten der Hölle» und beharret unbeweglich auf dem Glauben, von deiner wahren Gegenwart in dem heiligsten Altars-Sa^ krament. Herr ! dein Geheimniß ist groß, und unbegreiflich ; darum haben eigensinnige und verführte Seelen gejrret: und die Gottlosigkeit < hat sich selbsten belogen, das Licht der Wahr- - heil verkästen» und tst in den Irrthum gefallen, l Del- k, 'S st lU s - 1 , in in lr i- er' "i >, !>- h- N! -85 Deine Wahrheit bleibet ewig; dein heilig- steS Sakrament des Altars wrrd Himmel und Erde rmmer bewundern ; und ich mit deiner heiligen Kirch in lebendigem Glauben ewig verehren» und anbethen. Das Engelbrod wird den Menschen zur Speis ; und macht den alten Gin- bildern ein Ende. V Wunderding! wir Armselige genießen den heiligsten Leib und Blut unsers Herrn und Gottes ! Ich will dir danken» o Herr! * von ganten meinem Herzen. Ich will dir Lob singen vor den Engeln:* und dich in deinem heiligen Tempel anbethen. Ich will dir danken wegen deiner Barmherzigkeit : * denn du hast deinen Namen über alle Namen herrlich gemacht. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Heilig» heilig, heilig, ist das wunderbare Sakrament: Es sey gelobt und gepriesen in Ewigkeit. ° Beschluß. Aas Geheimniß des Altars, Jesu, mein r» Erlöser! ist eine ewige Gedächtniß aller l>'l deiner Wunder; du haft die Kranken gesund T 5 ge- -86 gemacht; durch deinen heiligen Leib heilest du die Schwachheiten unsrer Seele: die Unwissende hast du gelehrt; und deine innerliche Gnaden des Sakraments lehren uns die wahre Gottseligkeit. Du hast uns erlöset von dem ewigen Tod; dein heiliges Sakrament wendet uns an die Früchte deines Leidens und Tods. O wunderbarliches Sakrament! o göttliches Werk, in welchem die Weisheit, Allmacht, und Güte Gottes alle Wunder vereiniget hat! o unendliche Liebe! ja bis an das Ende hast du uns geliebt, mein Gott und Heiland ! die Erlösung, so uns dieses heilige Sakrament vorstellet; die Heiligmachung, so es in uns wirket; die Glorreichmachung, die es uns verheißet , sind die Gnaden, die mein Herz zn deiner ewigen Liebe verbinden; die ich dir gänzlich widme» und bis in Tod in aller Treu halten werde. O Jesu! wer wird mich trennen von deiner Liebe, mein Erlöser, mein Heiligmacher, mein ewiges Heil auf Erden, und im Himmel! Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste. Altars-Sakrament, " Yc-. In Ewigkeit, Amen. > t )?. Herr erhöre mein Gebethn ! '« Yc-. Und mein Rufen komme zu dir. j n Lasset uns den Herrn benedeyen! >- g Yc. Gott sey Dank. !' d Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen > durch die Barmherzigkeit Gottes nu Freden, ^ Amen. Sie- > - 8 ? Miebenzehnte Urund. Auf die Erfindung, und Erhöhung des heiligen Kreuzes. g^err eröffne meine Lefzen, V So wird mein Mund dein Lob verkünd digen. L> Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. *> Gemüths-Erhebung. > f>err Jesu Christe! der du zur Erlösung des ^ Menschen den Tod des Kreuzes auser- > wählet, und dieses mit deinem kostbaren Blut l' geheiliget hast; ich verehre mit christlicher An-- >'dacht, und dankbarem Herzen dein heiliges n, Kreuz, durch welches die Freud in alle Welt ,, gekommen ist. ! ' DaS -88 Das heiligste Sakrament, in welchem ich dich anbethe, ist das immerwährende Denkzei- chen unsrer Erlösung, weiche du an dem heiligen Kreuz vollbracht hast; des unendlich werthen blutigen Opfers, m welchem du dich selb- sten dem Vater für die Sünden der Welt bar- gegeben hast. O heiliger Kreuz'Altar, auf.welchem das Lamm Gottes für das Heil der Menschen geschlachtet worden; das wir, wieder lebend, auf dem Altar des heiligsten Sakraments anbekhen. Es geziemet sich, daß ich meine Ehr unv Glory setze in dem Kreuz unsers Herrn Jesu Christi» in dem unser Heil, Leben, und Auferstehung ist. Ich verehre dann, o Jesu! dein heiliges Kreuz, das du durch deinen herliasten Leib und Blut» in Ansehung deiner, höchst ehrwürdig gemacht hast. Du hast diese Verehrung bestättiget durch jene Wunderwerk, welche in der Erfindung j und Erhöhung deines Kreuzes geschehen sind. O großer Schatz, der aus der Erde ausge- graben in die herrliche Kirche übersetzet, und> zur Verehrung ausgesetzet worden! ' O gebenedeytes Kreuz, welches allein würdig gewesen» den König der Himmel, den Herrn» den Erlöser der Welt zu tragen! O heiliges Kreuz! welches aus dem Gewalt deiner Fernde entrissen, mrt herrlichem Triumph zu Jerusalem wieder erhöhet worden! und welches dir in deiner K reuzigung zum Schimpf diene muß- 28- ich eir llir err wl ,e-! uf n. 1 » ! wußte, ist nun zum Thron der Herrlichkeit geworden; und glänzet nun über alle Sterne, in den Kirchen, auf den Altären, in der ganzen katholischen Christenheit, zu deinem ewigen Lob, und Ehre! Welche Freude und Trost für mich, o Jesu! ist dein heiliges Kreuz» das ich im Geist zärtlich umfange, und kvße; dir meine dankbare Liebe zu bezeugen, welche ich dir meinem gekreuzigten Heiland schuldig bin. O schöner Kreuzbaum» gezieret mit dem Purpur und Blut meines Königs» auserwähr let» die so heilige Gliedmassen Jesu zu berühren. Selig bist du, o heiliges Kreuz! an dessen es Armen der höchste Werth der Welt gehangen 'd ist; durch welchen wir dem Gewalt der Hölle >g entrissen worden! Sey gegrüßt und geehrek, o heiliges Kreuz! ch Mine einzige Hoffnung! durch die Verdienste >s Jesu Christi vermehre mir die Gnad, und gieb mir Schuldigen die Verzeihung meiner Sün- e< den. j O Jesu, im heiligsten Sakrament! ich bethe eben dich an»und verehre dich meinen am Kreu- " re Hangenden Gott; da ich dein heiliges Kreuz " mit gebognen Knien, mit niedergelassenem i Haupt andächtig verehre, lk Die Erinnerung deines Leidens, deiner Kreu- ligung, deines heiligen Todes am Kreuze, wer- , fm mich darnieder vor diesem wunderbaren Zei- , chm 29 » «den des Heils, dadurch uns der Himmel w öffnet worden. Jesu! du hangest nicht mehr an dem Kreuz; aber das Geheimniß des Altars ist die ewige Gedächtniß deines Kreuzopfers; du bist doch immer der Erlöser» der für mich am Kreuze gestorben; an den ich glaube. Du bist der Hei« land, dessen heilige Wunden meine Hoffnung! sind: du bist meine gekreuzigte Liebe, die ich j bis in Tod nicht verlassen will. O Kreuz Christi» o. heiliges Sakrament!! beyden widme ich meine Andacht, so lang i^ lebe. Amen. , Mnbethung. jie Erfindung, und die Erhöhung deines hti< ligen Kreuzes» liebster Jesu! leiten meint Seele zu tiefester Anbethung deines allerheG sten Sakraments. Die Heyden wollten das Andenken deine- Leidens tilgen, und das Kreuz war viele Jahr verborgen, in der Erde vergraben; die Götzen^ bilder wurden auf dem Platz angebethet. Diel Erfindung hat die christliche Andacht erwecket. Nach der Erhöhung wurde es von WahW> tern besucht, und verehrt. Wenn deinem geheiligten Kreuz solche Ehre gebühret; welch tiefe Anbethung solle ich dir erweisen, gekreuzigter Erlöser, in dem aller- heiligsten Sakrament? . .j Durch das Blut des Kreuzes bist du m dar Her, E 291 er. t! Heiliqthum eingegangen, und hast unsre ewige Erlösung gefunden: derer wir theilhaftig werden durch die Kraft des heiligsten Sakraments. Alle Anbethung, Lob, und Danksagung sey, liebster Jesu» deiner immerwährenden Güte! Erhöhet an dem Kreuz ziehst du die Herze» der Gläubigen an dich, zur ewigen Liebe» mit welcher ich dein heiligstes Liebs, Geheimniß ehrerbietigst anbethe, und die Gutthat meiner Erlösung niemal vergessen werde. Christe Jesu! du hast deine Kirch geliebet, und dich selbsten am Kreuz für sie dargegeben; sie zu heiligen» und zu reinigen durch das Wasser in dem Wort des Lebens: du hast deine Kirch glorreich gemacht, da-du dein wundervolles Sakrament ihr hinterlassen, in welchem du bis zu Ende der Zeiten den Thron der Gnad qesetzet hast. O Jesu'. ich erscheine vor deiner liebreichen Majestät, in lebendigem Glauben, in tiefestec Demuth» dich anzubethen; und in deinem heiligsten Namen die Knie zu biegen, mit öffentlicher Bekenntniß: der Herr Jesus Christus, einstens am Kreuz erhöhet, im heiligen Sakrament verborgen, ist nun in der Glory GotleS des Vaters! Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige vvkt, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Ais er war im Anfang rc. Es »92 Es sey von nur entfernt, mich zu rühmen als in dem Rreuz unsers Herrn Jesu Christi, in dem unser Heil, Leben, und Auferstehung ist. tz<> H lig K> im de Aus dem 69. Psalm. B /Zrott merk auf mein Hilf: * Herr eile mir zu ^ helfen. Jene, so meine Seele suchen , * sollen bv dj, schämet, und mit Ehrfurcht erfüllet werden, ne Die mir Böses wollen, ' treibe zurück, daß sie sich schämen müßen. B Alle, so dich suchen, sollen frohlocken und in ^ dir sich erfreuen: ' und welche deinen Heiland ^ lieben» sollen den Herrn groß sprechen. ^ Ich aber bin arm, und nvlhdürftig: * 0 Gott laß mir deine Hilf angedeihen. Du bist mein Helfer und Erlöser: * Hm verweile nicht, mir zu helfen. ^ Ehr sey dem Vater :c. H Als er war im Anfang rc. ^ - ie, Meumüthige Ubbitt. A §8 Gott, dessen Natur die höchste Güte» dessen Willen die Allmacht, dessen Werk G die Barmherzigkeit leidsten ist; du hast uns Ve das herrliche Geheimniß» welches Christus ist, m unsere Hoffnung, bekannt gemacht! 2 Durch ihn hast du die Küche mit den Schar tzen ^ L 5 LX 29; ;u tzen der Gnad erfüllet: die Brunnguellen des Heils, die heiligen Sakramente »zu unsrer Hei- , !ligung , mitgetheilet ; Christus Jesus am "e Kreuz, und auf dem geheiligten Opfer-Tisch im heiligen Sakrament, ist der hohe Mittler, der die Schuldschrift der Sünden in seinem Blut getilget hat; er ist der Urheber der Gnad, künftig die Sünd zu meiden, l" Und dennoch höret die so begnadigte Welt nicht auf zu sündigen; die höchste Geheimniß, die Mittel des Heils, misbrauchet sie zu dei- . ner Beleidigung. ^ Christe Jesu! du leidest, mit unendlicher . Barmherzigkeit, in dem heiligsten Altars-Ge- heimniß, die größte Unbilden, Irrglauben» Lä- stcrungen, und Entehrungen. O undankbare Welt, für deine unendliche Liebe! > Konnte ich diesen Undank, diese Unbilden „ tilgen, und ersetzen! 0 Jesu! nimm gnädiglich auf meine reumüthige Abbitt; ach! daß dir gefallen möchte mein zerknirschtes und betrübtes Herz! ich flehe dich demüthigst an um Barmherzigkeit : bekehre durch deine mächtige Gnad j jene, die nicht nach dem Licht der Wahrheit, sondern nach den Gesinnungen des verderbten Herzens wandern. !» Verschone den Sündern» in Ansehung des :k Glaubens und der zartesten Andacht deiner s heiligen Kirch, welche ich dir zu einem Ersatz 1, und Ehrenrettung aufopfere; und aus ganzem ^ Herzen wiederhole : Ewige Anbeth. l i. Th. U An- 1 294 Angebethet, und geehret sey ohne End, Das allerheiltgste Altars - Sakrament! Kli-acht cmcs christlichen Herzens vor dem Kreuz unsers Heilands Jesu Christi. S>ie Erfindung deines Kreuzes, Herr Jesu ^ Christe! welches du mit demem göttlichen Blut geheiliget hast, brachte der Welt Trost und Freude. Der Schatz ward entdecket, den die Heyden vergraben hatten, die Gedächtniß deines Leu dens zu tilgen. Dein heiliges Kreuz, an dem du drey Stum den gehangen, stellet uns vor dein schmerzlu ches Leiden und Tod» durch welchen du uns «rlöset hast. Wie billig ist es erhöhet worden, und glänzet nun tn der christlichen Welt als das trmmphm lrche Zeichen deines Sieges über die Sund unv die Hölle; als das Zeichen deiner Liebe, mit welcher du die Erlösung der Welt vollbracht hast. O Jesu! am Kreuz erhöhet» ziehest du mein Herz zu dir,- ich lasse mich nieder vor deinen» Kreuz, K gil dii ivl er u> 2 N B te vc lai de ! re llii 295 Z Kreuz, in zarter Andacht mein Herz auszu- gießen, und dich meinen gekreuzigten Heiland durch das Glaubens - Licht, in voller Hoffnung, mit unabänderlicher Liebe zu umfangen. Ich bethe dich an im heiligsten Sakrament wahrlich gegenwärtig, dich sechsten» der du für mich am Kreuz angeheftet gelitten, und mich erlöset hast. I. il n Lasset uns aufsehen an den Anfänger, und Vollender des Glaubens Jesum, welcher mit Verachtung der Schande das Rreuz erlitten hat. Hebr. 12. Weine tiefe Anbethung, mit der ich dich ver- n ^ ehre, ist die Wirkung des Glaubens, mir ir welchem ich dich als den ewigen Sohn Gottes, und den einzigen Heiland der Welt erkenne. Jesu! du hangest am Kreuz zwischen den >< Mördern ; beschimpfet und verachtet; voll der s Wunden; mit schmählichen Nageln angeheftet ; mit grausamen Schmerzen durchdrungen; t von den Menschen verlassen, von Gott ver- - lassen! > Und dennoch bist du das Wort des Vaters, t mein wahrer Gott, der mich erschaffen, von t dem mein Leben, und all mein Heil abhänget. i Ach! ich glaube und bekenne, du bist der wahr , u Messias, der Sohn des lebendigen Gottes; ^ Mein Herr und mein Gott. Us ES -96 Es irret mich nicht die Schmach des Kren, zes; es schwächer meinen Glauben nicht bei» greulicher Krem-Tod. Ich bethe dich an, als meinen Gott: ich verehre dich als meinen Herrn: ich umfange dich als meinen Erlöser. Du bist Jesus der Sohn Gottes, und der junqfräulichen Mutter Maria, den die drey Welse im Stall erkennet haben ; den die Seraphim im Himmel in göttlichem Glanz anbei then. Ich bethe dich an, an dem Kreuz» auch da du dein Haupt neigest. Ich ruhe unter dem Schatten deines Kreuzes, und sammle dessen süsse Früchten, von deiner Schwachheit die Starke, von deinen Wunden daS Heil, von deinem Tod das Leben. L) Kreuz! sey gegrüßt, o Geheimniß des Glaubens r Du hast getragen den verborgnen Gott, den Erlöser Israels, den Werth der Erlösung! Ach! daß ich durch dich erlange» die Vermehr rung der Gerechtigkeit, und die Nachlassung der Sünden! II. ! Der seinem eignen Sohn nicht verschonet hat, sondern ihn für uns alle dar- d. ih L ta ke C w st in L. vi it d st ei li 3 u v st e eiv ei» -97 dargegeben; wie hat er nicht auch mit ihm uns alles geschenket? Rom. 8. ich >er ey dv d» M en >ie ll- h> ig ! le Jesu, mein göttlicher Heiland! in deiner heiligen Gegenwart in dem höchsten Altars Geheimniß, erkenne ich zwar deine Gütig- keit gegen uns Menschen: Doch mit Angst und Furcht wegen meinen Sünden, und wegen meiner Schwachheit: Ich werde vor deinem Gericht erscheinen; und ich fürchte» meine Sünden seyn nicht getilqet. Ich habe zu kämpfen mit meinen Feinden, und muß beharren in deiner Gnad bis ans Ende: ach ! werde ich nicht unterliegen? wird meine Schwachheit durch deine kräftige Gnad in dem letzten Augenblick gestärkt werden ? O heiligstes Sakramentdu erinnerst mich des heiligen Kreuzes, an welchem du, o Jesu! für meine Sünden gestorben, und mir die Gnad erworben hast. Meine Zuflucht, und Hoffnung ist dein heiliges Kreuz, dein heiliges Leiden und Tod, die Verzeihung der Sünden, und die stärkende Gnad zu erlangen. O heiliges K reuz! meine Liebe! ich küsse und umfange dich in dem Geist; in deinen Armen verlange ich zu sterben; in Hoffnung der Versöhnung» und der endlichen Gnad. O Jesu ! der himmlische Vater hat dich uns geschenkt» für unsre Sünden genug zu thun, seine heilige Gerechtigkeit zu zeigen; aber als ein Vater der Barmherzigkeit sich unsv r» er- U z bar- 298 barmen, damit wir durch dein heiliges Blut die Versöhnung erhalten. Du hast unsern Schuldbrief getilget» und an das Kreuz geheftet; du bist mit deinem Blut in das Heiligthum eingegangen, und hast für mich die ewige Erlösung gefunden. Auf dich dann, liebster Erlöser! setze ich meine ganze Hoffnung; ich nehme dich, o Eingebohrt ner des Vaters» dein Kreuz, dein Leiden,dein Blut, und Tod, und gebe es dem Vater für mich, daß ich Barmherzigkeit und Gnad fim den möge. Bin ich ein armer Sünder, so hast du, o Je- su! am Kreuz hangend, als ein allwissender Gott» an mich gedenket, dein Leben für mich aufgeopfert, deine unendliche Verdienste für meine Sünden dargegeben, welche mir durch den ne heiligen Sakramente zugewendet werden. Bin ich voll der Schwachheit, so zeigest du dich und deine heilige Wunden noch immer im Himmel dem Vater, damit mir aus diesen Brünnen des Heils Gnad und Stärke zufließe. In diesem Vertrauen bin ich vor dem Kreuz deinem Gnaden-Thron, daß mir Barmherzig« keit, Hilf und Trost zukomme; durch den neu« en Weg der Heiligen, durch dein Fleisch söge« litten, durch dein Blut so vergossen worden, in das ewige Leben einzugehen. O Kreuz! sey gegrüßt j o meine einzige Hoffnung " Ich A ar g< b< ei sc ü k> d ß s> d d f e r » ut llt ür ne >rr in üc lv er § ir r. -! i- c -99 Ich fliehe zu dir» und ergreife dich als den War des Heils, und der Sicherheit. Ach daß mich Jesus gnädig ansehe» mit ausgespannten Armen» den reumülhigen zur Nachlassung aufnehme! in seinem Blut reinige! und durch den Balsam semer Wunden heile» und starke! Da er seine Erlösung vollendet, ist er allen, die ihm gehorsamen, die Ur- fach des ewigen Heils geworden. Hebr.5. Herr Jesu Christe! daß du uns geliebt hast ^ bis ans Ende, beweißt dein heellgstes Sakrament, ein vollkommenes Liebs Geheimniß; dein heiliges Kreuz, an welchem du aus Liebe für mich gestorben bist. Mit innerlichen Augen sehe ich an dir die Wunden» an denen du hangest ; das Blut des Sterbenden,das herabfließt; das göttliche Herz» so verwundet offen steht Da ich diese Liebs-Werk bedenke» und in der Wag der Liebe abwege, kann wohl mein Herz so hart seyn, daß es nicht mit Liebe durchdrungen werde? . Mein ganzes Herz ist dir ergeben» der du für mich ans Kreuz geheftet gestorben bist, 0 ein Werk der Liebe ohne Beyspiel» eine Gnad ohne Verdienst» eine Liebe ohne Maaß ohne Ziel! U 4 Lieb- zoc> Liebster Erlöser! o Gott meines Herzens! was hast du doch an mir geliebt, und also geliebt, daß du für mich hast sterben wollen? Ich gebe, und opfere dir meine Liebe nach meiner Pflicht; meine Liebe für dein Leben; mein Liebe für den Werth deines Bluts! mit dem du mich erlöset hast. Wem habe ich mein ewiges Heil zu danken, das ich hofft und erwarte, als deiner Liebe, o Jesu ! deinen Wunden, deinen Schmerzen, deinem Tod am Kreuz? Wie kann ich dieß alles vergelten, als mit unsterblicher Liebe bis in Tod ? ach! daß dieses heilige Feuer der Liebe auf dem Altar mei- nes Herzens immer brenne, und alle andere eitle Liebe aufzehre! O mich armseliges und undankbares Geschöpf, wenn ich nicht im Innersten meines Herzens, aus allen Kräften Jesum liebe, meinen aus Liebe für mich sterbenden Erlöser! O Jesu, am Kreuz erhöhet ! ziehe M zu dir, mit den Banden der Liebe, und vereinige mich mit dir durch die zarte und starke Liebe. Du bist durch deinen Liebs - Tod mir die Ur- sach des ewigen Heils geworden : ewig liebe ich dich meinen göttlichen Erlöser; weder die Welt, weder ein Geschöpf, weder der Tod selbsten soll mich von deiner Liebe trennen. O mein Jesu ! du hast dich ganz mir gegeben ; und ich übergebe mich ganz deiner Liebe. Auf deinem liebvoUen Herz, in deinen heilig in 3 . be tic m di in di d< Ni lis ZOl ligev Wunden, will ich durch die Liebe, uud in der Liebe leben, und sterben. O Kreuz» o Tod ! o Liebe meines geliebten Jesu! entzündet mein kaltes Herz in der Liebe, daß ich niemal vergesse» daß ich allzeit zär- tiqlich liebe denjenigen, der aus Liebe für mich gelitten hat, und zwar greuliche Schmerzen ; der für mich gestorben ist, und dieß am schmählichen Kreuzgalgen, der mich erlöset hat, und zwar vom ewigen Tod; und durch den unendlichen Werth seines Bluts. O meine Unvermögenheit! daß ich nicht mehr,nicht starker dich, o Jesu! liebe» dem ich die ganze Liebe meines Herzens schuldig bin! Jesu, mein Heiland im heiligsten Sakrament ! du begehrst von mir die Liebe, und würdigest dich meine Liebe aufzunehmen, da ich dich mit leiblichen Augen nicht sehen kann; da ich dich am Kreuz leidend und sterbend, nur durch den Glauben mir vorstelle, wie kann ich meine Liebe änderst als im Geist beweisen ? Ich sage dir unendlichen Dank für deine unvergleichliche Liebe, mit der du mich geliebt hast: für deine unsägliche Schmerzen, so du für mich gelitten, für deinen Tod, den du für mich ausgestanden hast. Ich küsse aus Liebe mit Ehrerbietigkeit beide für mich durchgebohrte heilige Füß und Hände, deine heilige Wunden: in der Dölle der Liebe bethe ich an dein heiliges Herz welches mir zu Lieb mit der Lanze ist eröffnet worden. Ich umfange dich mein gekreuzigter Er- U 5 lö- Z02 löser! mit aller Demuth, und widme dir dir unverbrüchliche Treu meiner Liebe in Ewigkeit. O Kreuz! sey gegrüßt, o Altar meiner gekreuzigten Liebe! Du bist geheikiget durch das unendlichwerthe Liebs - Opfer» so Jesus an dir 'für das Heil der Welt entrichtet hat. Ach! daß die Liebe Jesu in mir entzündet werde, so oft ich dich ansehe, und den an di» sterbenden Liebs - Gott betrachte! IV. Die Erbärmnisse des Herrn will ich erinnern , und meine See! wird in mir zerfließen. Herr Jesu Christe! der du am Kreuz niei- ^ ne Erlösung vollbracht» und mir den Himmel eröffnet hast; ich erinnere mit Andacht dein heiliges Leiden» mit dankbarem Herzen; und bitte dich, erbarme dich meiner, und laß mich eines guten Tods sterben, der du für mich am Kreuz gestorben bist. i. Christus am Oelberg. Jesu ! traurig bis in Tod, - - im Gebeth ^ auf Erden liegend, - - in Willen des Vaters te g< g' rc v> u Z z u n v n 1 1 j i ters ergeben, - - in der Todsanqst mit blutigem Schweiß überrennen, - - von dem Engel gestartet, - - von Judas durch einen Kuß verrathen, - - von deinen Feinden gebunden, -- von den Jüngern verlassen, - - dem Annas und Caiphas vorgestellet, - - von falschen Zeugen angeklagt» - - von dem Knecht in das Angesicht geschlagen, - - des Tods schuldig ge- mtheilet, - - in das Angesicht verspien, - - mit Unbilden und Lästerungen entehret, - - von dem Petrus verlaugnet. All dieß Leiden, opfere ich dir auf für meine Sünden» und sage dir Dank; erbarme dich meiner. Christus ist für uus gehorsam geworden bis in Bod des Kreuzes. Geim Namen sey gcbenedeyt in Ewigkeit l 2 . Christus vor den Richterstühlen. Jesu! dem Pilatus übergeben, - - von ^ den Juden angeklagt, - - wunderbar stillschweigend , zum Herodes geschickt, - - von ihm verachtet und verspottet» - - mit weissem Kleid als ein Thor beschimpfet, - - zum Pilatus zurück geschickt. All dieß Leiden opfere ich dir auf für meine Sünden, und sage dir Dank, erbarme dich «reiner. Lhri- Z04 Christus ist für uns gehorsam geworden bis in Tod des Rreuzes. Sein Namen sey gebenedeyt in Ewigkeit! Christus im Gerichtshof des Pilatm O Jesu ! zur Geißlung verurtheilet, - - an die Saul angebunden, - - mit Geißeln grausam geschlagen» - - am ganzen Leib verwundet »und mit Blut verstattet» - - mit Dörnern gekrönt, - - mit einem Mosrobr als ein König verspottet, - - in dieser. Gestalt dein Volk vorgestellet» - - zum Kreuz nut großem Geschrey begehrt, - - dem Barabbas nachgesetzt, - - zum Kreuz Tod verdammet, - - dem Willen der Juden übergeben All dieß Leiden opfere ich dir auf für meine Sünden; und sage dir Dank; erbarme dich meiner. Christus ist für uns gehorsam geworden bis in Cod des Rreuzes. Sein Namen sey gebenedeyt in Ewigkeit! .Christus aus dem Kreuzweg. ^ Jesu ! mit dem Last des Kreuzes beschwert , - - wie ein Lamm zur Schlachtbank !a de dc ?°5 in S. !ir r< in m in es dank geführt, - - unter dem Kreuz unterliegend » - - dreymal zur Erde gefallen, - - von den Töchtern Sions beweinet»- - mit blutigem Schweiß überronnen, - - in dem Schweiß- Tuch der Veromca abgedrucket, - - von dem Simon geholfen, - - todtschwach den Berg besteigend. All dieß opfere ich dir auf für meine Sünden ; und sage dir Dank; erbarme dich meiner. Christus ist für uns gehorsam geworden bis in Tod des Areuzes. Sein Namen sey gebenedeyt in Ewigkeit! 5 . Christus auf dem Lalvariberg. Jesu ! auf das Kreuz ausgespannt, - - ^ an Händ und Füssen mit Nageln angeheftet, - - mit erschrecklichen Schmerzen gekreuzigt!, - - an dem Kreuz in die Höhe erhoben, - - zwischen zwey Mördern, - - häufiges Blut vergießend, - - von den Menschen verspottet» und gelästert» - - in grausamen Schmerzen den Vater für deine Feind bittend, - - dem büßenden Mörder das Paradies versprechend, - - deiner betrübten Mutter den Johannes alS einen Sohn übergebend, - - von dem Vater verlassen, - - mit Gall und Essig getränket» - - nach dem du alles vollbracht, - - den Geist in die Hände des Vaters empfehlend, - - mit geneigtem Haupt zc>6 Haupt sterbend, - - mit einer Lanze durchsto« eben, - - aus der Seiten Wunden Blut und Wasser fließend,— von dem Kreuz abgenommen , und begraben. . All dieß Leiden opfere ich dir auf für meint A Sünden; und sage dir Dank; erbarme dich ^ merner! ^ Christus ist für uns gehorsam geworden bis in Tod des Rreuzes. Sein Namen sey gebenedeyt in Ewigkeit! Beschluß. H>er Beschluß meiner Anbethung, liebster Je- ^ su! solle seyn die unveränderliche Treu und Liebe, welche ich widme deinen hohen Geheimnissen des Kreuzes, und des Altars. Dein heiliges Kreuz ist meine Hoffnung, die Nachlassung der Sünden, die gänzliche Versöhnung zu erlangen. O gekreuzigter Jesu! sey mir gnädig! Dein heiliastes Sakrament ist meine Liebe, in der ich die Wegzehrung in die Ewigkeit empfangen will. O Jesu, im heiligsten Sakrament ! führe mich in das ewige Leben. Amen. L )?. Anqebethet sey ohne End, das heiligste Altars Sakrament, > H-. In Ewigkeit, Amen. )?. .Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. ss. Last 1 307 kasset uns den Herrn benedeyen! tzc- Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden» Amen. OAMMMMMMMxMMMOMMMMM Achtzehnte Mund. Auf das Fest Maria Empsängmß. >err eröffne meine Lefzen» So wird mein Mund dem Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf» Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater» und dem Sohn» und dem heiligen Geist: Ais er war im Anfang» jetzt» und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir 0 Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. allerhe liqste Dreyeinigkeit! ich lobe und ^ preise deine unendlich - gütige Vorsichtigkeit» go8 keit, welche für das Heil und für die Erlösung des menschlichen Geschlechts» das höchste Geheimniß der Menschwerdung des ewigen Worts bestimmet hat! Ewiger Vater! gebenedeyt sey in Ewigkeit deine Allmacht, welche deinem Sohn eine so würdige Mutter in der Jungfrau Maria gegeben hat! Eingebohrner Sohn des Vaters! gebene- deyt sey in Ewigkeit deine Weisheit, durch welche du dir einen so heiligen Tempel vorbereitet hast! Heiliger Geist! gebenedeyt sey deine Liebe welche Maria mit so herrlichen Gnaden und Gaben ausgezieret hat! Hochheiliges Sakrament! welchem den Anfang gegeben hat die unbefleckte Empfänglich der göttlichen Mutter, die uns den allerhei- liqsten Leib und Blut Jesu Christi gebohren hat; den wir in dir anbethen! Maria die unvergleichliche Jungfrau hat ver-, dienet zu empfangen und zu gebühren dich,^ Jesu Chrrste! welcher du keiner Sünde fähige wärest: Darum hat sie durch deine Vorbehallung über die Sünde gänzlich obgesieqet, ist niemal mit der Mackel der Erbsünd beflecket worden, und hatte keinen Theil an der Sünde des ersten Menschen. , Glückselig ist der erste Augenblick, m welchem durch dich, o ewiges Wort! Maria aus dem Nichts hervorkommend, ganz schön ohne Made m de m ge bl ge so se de rii dr al de ch A de de ge 1 Z09 ln-j er- °» ial n,^ er- el- us nt Mackel der Sund, vor den Augen ihres Schöpfers erschienen. Jesu Christe! du hast sie durch eine absonderliche Gnade befreyet, und von dem allgemeinen Gesatz ausgeschlossen: sie hat den Kopf der Schlange zerknirscht, weilen sie in ihrer unbefleckten Empfänglich dem Blß der Schlange entzogen worden. Du hast sie beschützet von dem ersten Augenblick chres Lebens; du hast deine Wohnung geheiliget; und deine künftige Mutter mit einer solchen Reinigkeit begäbet, daß man kein grössere sich einbilden könnte. Jesu, du göttliches Lamm! du hast die Sünden der Welt hinweg genommen; aber in Maria auch der Erbsünd keinen Zutritt gestattet: du bist allein der Heilige, so Mariam heiliget; allein der Herr» so Mariam regieret; allein der Allerhöchste, der Mariam krönet. Gelobt sey dann deine Gütigkeit, mit welcher du die seligste Jungfrau allzeit rein » allzeit ohne Mackel, allzeit heilig erhalten hast Gelobt sey das allerheiligste Sakrament des Altars! gelobt sey die unbefleckte Empfänglich der Jungfrau Maria, welche empfangen worden ohne Erbsünd in dem ersten wirklichen Augenblick und Anfang ihres Lebens! Unbethung. ^ie angenehm war dir, 0 göttlicher Heiland ! die tiefeste Anbethung» weiche deir Ewige Anbeth. l l. Th. X ner rier Hochheit die heilige Jungfrau und Mutter erwiesen hat? von deiner Geburt an wie oft hat sie dich ihren wahren Gott angebethet? sie vergaß nicht die Wort des Engels, der »hr vorgesagt : Den Heiligen, so aus dir wird ge-wh- reu werden» wird man den Sohn Gottes nenen. Sie behielt und überlegte in ihrem Herzen die große Geheimnisse, welche sie gehört, und mit Augen gesehen hatte; und mit lebendigem Glauben bethete sie dich an, als den wahren Sohn des ewigen Vaters. Die unbefleckte Reinigkeit, diezärteste Andacht, die tiefe Demuth gaben dieser Anbe- thunq den größten Werth. Ach ! daß ich dir nach dem Beyspiel der rei- ncsten Jungfrau eine würdige Anbethung abstatten möge! Ich glaube festiglich deine wahre Gegenwart in dem allerheiligsten Sakrament; und unterwerfe meinen Verstand deiner Wahrheit, die uns dieses Geheimniß gcoffenbaret hat. Ewiges Lob und Dank erstatte ich deiner unendlichen Güte, mit welcher du uns dieses trostvolle Geheimniß als das kräftige Mittel deö ewigen Heils gegeben hast. Wie wunderbarlich ist deine Liebe, mit welcher du zu dir rufest alle Bedrängte, und Nothleidende, denen du Hilf und Erquickung antragest ; bey dir finde ich allezeit den süßesten Trost» in den Armseligkeiten dieses Lebens. O Jesu! mein Gott und Heiland! vor dei- mr unendliche» Majestät, erkenne ich meine Nichr >ft sie >n h- n. en rd m en n< ^e- !i< b- w id k, ZU Nichtigkeit, und in tiefester Demuth verehre ich deine Allmacht und Herrlichkeit. Du bist mein Herr! den ich anbethe in aller Unterwürfigkeit: dessen Dienst und ewiger Lies be ich meine unsterbliche Seele widme und ergebe. Jesu, du Sohn Gottes ! unsterblicher König aller Zeiten! du Beherrscher der ganzen Welt! ich werfe mich zu dem Fuß deines Throns. Allmächtiger Gott! unendlicher Gott! ewiger Gott! heiliger Gott! unbegreiflicher Gott! die ganze! Welt ist vor dir, wie ein Stäublein, wie ein Tröpflein des Thaues, so auf die Erde fällt, wie ein Sandkörnlein des Meers: alle Geschöpf sollen dich anbethen, und mit ewigem Lob erheben : Ich bethe dich an in dem heiligsten Sakrament, so deine Gottheit und Menschheit enthaltet; und wiederhole mit den Himmels - Geistern: h- a< en ne Heilig, heilig» heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Durch deine heilige Jungfrauschaft, und unbefleckte Empfängniß reinige mein Herz: den du bist ganz schön, und keine Macke! ist in dir, o heilig X2 ste ZI2 sie Iunctfrau und gebcnedeyte Mutter nreines Heilands Jesu Christi! Aus dem i2o. Psalm. L^ch habe meine Augen auf die Berg erhör «x) ben, * von dannen mir Hilf wird komen. der Himr Mein Hilf ist von dem Herrn, mel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht bewegen lassen;' der dich beschützet, wird nicht schläfern. Sreh' er wird weder schläfern weder schlar fen, * der Israel beschützet. Der Herr beschützet dich, der Herr ist dein Schutz : * über deine rechte Hand. Den Tag hindurch wird dich die Sonne nicht brennen, * weder der Mond die Nacht hin/ > durch. Der Herr beschützet dich von allem Uebel: deine Seel wolle der Herr beschützen. Der Herr beschütze deinen Ein - und Aus/ gang, * von jetzt an bis in Ewigkeit. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Mcumüthige Ubbitt. heilige und unbefleckte Iungfrauschaft! mit ^ welchen Lobsp/üchen solle ich dich erheben. welche du allzelt ohne Mackel einiger Sünd gewesen, und denjenigen in deinem , l l l l ziz 0 - v IN >t >, ^ chen Leib getragen, den die Himmel nicht fassen konnten; der sich leidsten in dem heiligsten Sakrament eingeschlossen. Maria! du bist gebenedeyt unter den Weibern , welche du allein ohne VÜnd, dem Aller- ! höchsten gefallen, und aus deinem reinesten Leib Jesum Gott und Mensch gebohren hast. O Jesu! ich muß mit dem Propheten seufzen, in der Erbsünd hat mich meine Mutter empfangen und gebohren. Deine Gnad hat mich zwar in dem heiligen Tauf geheiliget; aber meine angebohrne Neigung zur Sund » in welche Irrwege hat sie mich geleitet? Mein Gott! du weißt meine Thorheit, und meine Sünden sind dir nicht verborgen. Dein heiligstes Altars-Geheimniß, dessen hohem Versöhnopfer ich von meinen ersten Jahren an sooft beygewohnt, und dessen Genie- ßung mir so oft zu Theil geworden , hatten mich in deiner Ehrfurcht erhalten, und mit dir ' in der Unschuld, und Liebe immer mehr ver- i einigen sollen. Ich bekenne meine Untreu, meine Sünden, gegen deiner anbethungswürdigen Majestät, und liebvollen Gütlgkeit; welche ich mit zerknirschtem Herzen bereue, und bey oem Altar deiner Barmherzigkeit in tiefer Demuth um ^ Verzeihung bitte. O Gott der Liebe! mein Jesu im heiligsten ' Sakrament! reinige meine Seel in deinem heiligsten Blut von allen Sünden-Mackeln; laß T z dei> deine Erbärmnisse über mich kommen, zu qänj-> H licher Tilgung meiner Schulden, aufdaß ich mit dir versöhnet, mit trostvollem Vertrauen^ und mit härtester Liebe, in deiner Gegenwart mich einfinde, und die Schätze deiner Gnade» erlangen möge. Welche Schmerzen aber durchdrinqen mein Herz, da ich weiß, wie grausam die Welt mit deinem unendlich. würdigen Sakrament umgehe. Es ist ein Wunder deiner Liebe; und es wird gehaßt: Es ist ein Werk der göttlichen Allmacht, und es wird verachtet: Es ist das> i größte Geheimniß der Religion, und es wird ' beschimpfet : Es ist die Wahrheit deiner Of- l fenbarung, und es wird geläugnet. ! O Jesu! weiche Blindheit und Undanks l welche Vermessenheit, und Entehrung hast du « zu leiden von Heyden, Juden, und bösen Chn- I sten ? Ich bedaure mit bitterm Herzens - Leid l l diesen gottesräuberischen Umgang mit deinem anbethungswürdigen Geheimniß : dessen ungeachtet , entziehst du uns nicht deine heilig !- verheißene wahre Gegenwart, sondern bleibst bey uns bis zum Ende der Welt. Ach ! könnte ich deine Ehre retten, und einen hinlänglichen Ersatz thun für so viele und > ^ grobe Unbilden! nimm doch auf meine demüthi- j ! ge, und reuvolle Abbitt; da ich imer rufe: ! Anqebethet und gelobt sey ohne End, Das allerheiligste Altars-Sakrament. ! ' Z75 Nf ,rt Undacht vor dem j, heiligsten Sakraments ^ widcr die Erbsünde, und ihre er, Wirkungen. ii- is j Ewiger Sohn des Vaters, Jesu Christe! der rd du aus Maria der reinesten Jungfrau hast >f- wollen gebohren werden, und deinen heiligsten Leib und Blut in dem heiligsten Sakrament ^ uns hinterlassen hast; ewiges Lob und Dank )U erstatte ich dir, für alle Gnaden, mit welchen n- du deine heiligste Mutter, von dem ersten Au- id^ genblick ihres Lebens an, ausgezieret hast. ", Durch dich, und deine Auserwählung ist sie jq i. ganz schön, ohne Mackel, voll der Gnade, ei- ,a ne allzeit reine Jungfrau, eine dreymal wun- derbarliche Mutter Gottes. Die vollkommene ,j, Befreyung von der Erbsünd wäre der Anfang, ^ und Ursprung aller Hochheiten der übergebe- nedeyten Jungfrau: Da die Sund des Adams durch die ererbte Mackel uns der Unschuld beraubet» der Begier- lichkeit unterworfen, und des Todes schuldig gemacht; bist du, o Jesu! durch die unbefleckte jungfräuliche Mutter unser Heiland geworden » X 4 und Zl6 und dein HMgstes Sakrament ist das heilsam« Mittel, uns in der angebohrnen Armseligkeit zu helfen. i. Reinigkeit der Seele. se Iio al ch ur Jesudu Eifernder Gott der Reinigkeit, ^ wir sind in deinem Blut von den Mackelr der Erbsünd durch die Gnad der heiligen Taufe, gereiniget worden, und unsre Seelen haben allda das Kleid der ersten Unschuld empfangen : Denn du liebest vorzüglich die Reinigkeit,^ und willst, daß wir von aller Mackel der Sünden rein seyn, wenn wir deinen heiligen Augen^ gefallen sollen. Unsre Seele soll rein seyn i»! ihrer Liebe, und in ihren Gedanken, in ihm, Neigungen» und Begierden. Unser Gebeth! soll aus reinem Herzen aufsteigen, und nur reine Hände sollen wir gegen den Himmel erheben. Weil aber Niemand auf Erde ohne Gebrechlichkeiten lebt, Niemand der Schwachheiten befreyet ist , und Niemand das volle Licht der Gnad allzeit besitzet; wohin sollen wir uns wenden , als zu dir, o göttlicher Heiland? Deine Gnade entdecket uns, was in unsrer Seele unrein ist» und deinen Augen misfallet; dein Liebs Eifer verzehret in uns alle Unrei- nigkeiten; und du ernährest in uns den heiligen Haß und Abscheu von aller Sund. In - d> m te s- s f keil In deinem heiligsten Sakrament empfangen wir diese Gnad, diese heilige Liebe, und diese Furcht, dir zu Misfallen. Es ist das heiligste Geheimniß des Altars von dir eingesetzt, als eine geistliche Speis der Seelen, durch welche wir zum übernatürlichen Leben ernähret, und gestärket werden; als ein Gegenmittel, welches uns von täglichen Fehlern erlediget, und von köstlichen Sünden bewahret. Verschaffe dann, o reinester Gott! daß ich dieses Brod der Engel mit großer Begierde, mit tiefer Demuth, mit lebendigem Glaube, öfters würdig genieße, und meme Seele dadurch immer reiner werde; damit nicht die Sünde, sondern deine zarte Liebe in meinem Herzen re- ^ giere. Wasche und heilige meine Seele in deinem e/ reinesten Blut, das du für mich vergossen hast. th! Das Thau deiner Gnad reinige mein Herz von ^ allem, was unordentlich ist; damit ich von je- nen sey, die du wegen Reinigkeit des Herzens selig gesprochen hast; die allein würdig seyn werden, Gott anzuschauen, j O Jesu» mein Herr! ich darf nicht sagen : er Ich bin unbefleckt, und von aller Sünde ger „r reiniget; meine tägliche Vergebungen verrathen an mir die Wurzel der Sünde, so ich von ^ dem Adam ererbet habe. Aber eben dieß ist » r- was ich bereue, mit wahrem Vorhaben, nach e,, der Reinigkeit meiner Seele mit möglichem Et- fer zu trachten. X 5 Sieh Zi8 Sieh das Lamm Gottes, welches hinnimmt die Sunden der Welt, deß sen Blut uns gereiniget von allen Sünden, und unsre Herzen heiliget von den todten Werken, dem lebendigen Gstt zu dienen, und zu gefallen. beii kra 5 II. Ueberwindung der Begierlichkeit. zu! rce d« lin> du dri heiliger Gott! du hassest nichts an deriM gen, welche durch die Taufe wieder gebaren worden; denn es ist nichts Verdammllch-s! in denen, so durch das heilige Lauf-Wasser! mit Christo im Tod begraben worden, die nichts nach dem Fleisch wandeln, sondern den alten Menschen ausgezogen, und den neuen angelegt! haben, der nach Gott erschaffen ist; welchem! schuldig, unbefleckt, rein, und Gott lieb worden sind, Erben Gottes, Mlterben ClM! stt, also daß sie gar nichts von dem Eingang des Himmels hindere. Aber dennoch, o gerechter Gott! bleibt auch in den Getauften die Begierlichkeit, oder der Zundel der Sund ; diese ist zwar keine Sund; kommt aber von der Sund her, und neiget zur Sünde. Sie ist uns zum Mampf hinterlassen, und zur Krön, wenn wir überwinden. Wer giebt uns aber den Sieg, als du, o Jesu! und deine stärkende Gnad, welche wir durch deü tet de ch' di, fa iz re! lic si. N zu ii, tv ur tu u> Ut )es 'ess in- >en vtt ser, e"! gtt >e^ 219 deine Verdienste, und durch deine heiligen Sakramente erlangen. Mit dieser Armseligkeit behaftet, seufze ich zu dir: Wer wird mich von dem Leib dieses Todes befreyen? wer wird in mir das widrige Gesätze, so ich in meinen Gliedern empfinde , dem Gesätze meines Gemüths unterwerfen? und da das Fleisch wider den Geist streitet, durch wen wird ich die Begierlichkeit unterdrücken ? O Jesu ! ich bin mit dir ans Kreuz geheftet, und deine Abtödtung trage ich immer in meinem Leib herum. Deine Liebe tödte in mir den alten Menschen; deine kindliche Furcht mache mich hassen die Begierlichkeit der Augen » die Sinnlichkeit des Fleisches, und die Hof- fart des Lebens. Liebster Erlöser! dein heiligstes Sakrament lösche den Zundel der Sünde in meinem Herzen ; und deine Süßigkeit in Genuß deines heiligsten Leibs ersticke in mir allen Lust nach den sinnlichen Eitelkeiten. O Herr! du bist immer bereitet, durch die Wirkung deines Geheimniß meine Schwachheit zu erquicken, und mir diese Speis der Unsterblichkeit mitzutheilen; du rufest mich zu dir, und willst mich in der Mühe des beständigen Streits, unter dem Last der druckenden verderbten Natur stärken. Dein heiligstes Sakrament wird mein Trost» und die Arzney seyn, meine Wunden zuheilen» und die Verlorne Kräfte immer herzustellen. wie Z20 ? wie ein Hirsch Verlangen tragt zu der den Brünnen der Wässer, also sehnet^ sich nach dir, o Gott! meine Seele,d sie dürstet nach dir, o starker lebendig ger Gott! wann werde ich kommen A für dein Angesicht, und von dir ge- 1 stärket werden. her de 111. ein Linderung des schreckenden Tods. ^ kül <^>urch einen Menschen ist die Sund in die liq ^ Welt eingegangen, und durch die Sünvt in der Tod; und also ist der Tod über alle Mmj de> schen gekommen, welche alle in dem Adam ge« sündiget haben. ^ dei Der erste Mensch, da er dein Geboth, o-Ich Gott und Schöpfer! im Paradies übertreten, we hat nicht allein die Heilig-und Gerechtigkeit, di, in der er erschaffen war, verloren; sondern auch ne deinen gerechten Zorn über sich gezogen» md Le den Tode, den du ihm angedroht haltest. So ist dann der Tod die verdiente Straf der Erbsünde, dem wir alle unterliegen müssen 6 Du allein» göttlicher Erlöser! hast durch den de nen Tod, und deine Urstande, den Tod über- U wunden, und den ewigen in einen zeitliche» Ei verwandelt: und wenn wir schon sterben mch sen, hast du seine Bitterkeit also gemindert^ und das Schreckbare also benommrn, daß nm der Z2k zu der Tod der Gerechten in den Augen Gottes ^kostbar, und mehr eine Entschlafung zu nen- « ^en ist. '/i Es tröstet uns deine heilige Verheißung» ^denjenigen zum Leben zu erwecken, der dem eil Fleisch ißt, und dein Blut trinkt, je« Unendlichen Dank erstatte ich dir, o Jesu! herrlicher Besieger des Todes! durch dich wer, de ich in das ewige Leben eingehen, und nach einem seligen Tod, deine zum neuen Leben rufende Stimme erwarten. Dern heiliges Sakrament ist das Pfand der I künftigen Glory; und so gewiß wir demen hei- >ie Iiqsten Leib genießen mit reinem Herzen, und de in deiner Gnade geharren, eben so gewiß wer- den wir dich im Himmel ewig anbethen. je« Liebster Jesu! ich muß und will sterben; > deine Erlösung , deine Verheißung, und die o letzte Wegzehrung in die Ewigkeit, so ich hoffe, n, werden mich auf dem Krankenbett trösten, und t, die Furcht des Todes mäßigen» daß ich in dei- >ch ner Gnade, in der Ruhe, die Tage meines üb Lebens ende. af N)ir haben das Vertrauen, mit den n> Heiligen in das Leben einzugehen durch ej, das Blut Christi, der uns den neuen ?r- Weg eröffnet hat durch seinen heiligen s" h.eib, der uns in der Gnade stärket. i- Z22 Beschluß. Herr Jesu Christe! welcher du deiner M zeit reinen jungfräulichen Mutter die Volle der Gnade eingegossen; und jene, die eines reinen Herzens sind, selig gesprochen hast; wirke in mir durch dein heiligstes Sakrament, daß meine Seele von allen Sünden gereichet werde. Ertheile mir die Starke deiner Gnad, daß ich doch einmal ohne Sund lebe, und deiner Heiligkeit gefalleu möge, in der Zeit und N rvigkeit. Amen. , Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, I>. In Ewigkeit, Amen. )?. Herr erhöre mein Gebeth, Yc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! h. Gott sey Dank. l O Eh Und die Seelen aller Christglaubigen ruhe« durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden,j Amen. i ! ge ! sei ' de l de Neun- R ?2z all, ök !nes -st; !Nt, lgit vaß im E- rße Meunzehnte Ntund. Auf die Geburt -er seligsten Jungfrau. T8err eröffne meine Lefzen, W So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder : Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. st» HVine Geburt heilige Gebährerinn GotteS und Jungfrau! hat der ganzen Welt die I Freude verkündet; denn aus dir ist aufgegan- i gen die Sonn der Gerechtigkeit, Christus un- ! ser Gott» der den Fluch aufgelößt, und unS den Segen gebracht; der den Tod überwunden, und uns das ewige Leben geschenket hat. Göttlicher Heiland ! in der Geburt deiner Mutter hat das Glück und Heil der Welt an- ge- 8-4 gefangen. Alle Völker sollen dich, o ewiges Wort! loben, und preisen, durch dessen Weis- hx heil, Allmacht, und Güte, wir eine so trefli« che Gab in Maria empfangen haben. In der Geburt dieser remesten Jungfrau hat, o Jesu ! deine glorwürdiqe Geburt den Anfang genommen; und mit ihr die so lang erwartete Erlösung. O Gott! du hast Mariam geheiliget, noch in Mutterleib: sie ist heilig in dieser Welt erschienen , voll der Gnaden; als eine Königinn der Engel und Menschen; als unsre Mittlerinn durch ihre Fürbitt; als die Glory, Trost, unb Leben der Kirch: gebenedeyt sey deine unendliche Gütigkeit, welche Jesu Christo eine so würdige Mutter vorbereitet hat. au lio T ni hc G ur Ich lobe und benedeye dich, o Jesu! dn Sohn Gottes, und der gebenedeyten Jungfrau, in deiner heiligsten Mutter: Ihre Hochheil und Würde verherrlichet deine Gnad, und erhebet deine Auserwahlung, durch welche sie in der Völle der himmlischen Eigenschaften der Welt gebohren worden. Wie wunderbarlich bist du, o Herr! in deiner übergebenedeyten Mutter. Welche Wunder hast du in ihr und für sie gewirket? welche auserordentliche Gnaden hast du ihr mitgetheilet ? m welcher Heiligkeit hat Maria durch deine Gnad ihr Leben angefangen, und fortgesetzet; Ö Jesu ! den ich im heiligsten Altars 'Geheimniß gegenwärtig erkenne, ich bin rn der Sünde gebohren, aber aus dem Heilwasser und G kr ur dr i»te C iv st> ar in d« he kr ui 6 Z25 eis- efli- rail den! W> err rnd dli- ür- dll au, >eil er- sie der )ei^ W> che )e>- )ei« ver !ser > und heiligen Geist wiedergebohren, zu einem heiligen Leben von dir verordnet worden. Welche Gnade für mich wäre dieß? aber auch welche Pflicht» dir zu dienen in der Heilig - und Gerechtigkeit vor dir, in allen meinen Tagen! Ach! daß ich nach meiner Heiligung niemal eine Mackel der Sünde mir zugezogen hatte! daß meine Seele die Zierde der ersten Gnade» vor deinen heiligsten Augen, allzeit unbefleckt erhalten hatte! Jesu! du erneuerst in mir das Leben des Geistes» durch die Kraft deines heiligsten Sakraments , so oft ich selbes würdig empfange; und mein Willen ist» in einem neuen Leben, durch deine Gnad, zu wandern zu meinem letzten Ziel, zu dem ich allein erschaffen bin. Gebenedeyt sey immer dein heiligstes Altars- Geheimniß, dieweil ich in selbigem die Stärke wider meine Schwachheit, die himmlische Tröstungen in meinen Armseligkeiten finde. Liebster Heiland! mein Vertrauen setze ich auf dich in den Gefahren meines ewigen Heils, in denen ich von meiner Geburt an lebe; doch deine Gültigkeit hat mich geleitet, deine Barmherzigkeit war mir gnädig» dem heiliges Sakrament wird mich wider meine Seelen-Feinde unüberwindlich machen. Unbcthung. Mn tiefester Demuth bethe ich an, dich mei- ^ nen Gott und Erlöser, den ich wahrhaft Ewige Anbeth. l l. Th. Z) ge- zr6 gegenwärtig glaube, in dem unergründlichen m Geheimniß des Altars; Ijj er Wenn schon meine äußerliche Sinnen dieser Wahrheit widersprechen, so halten mich in den, Glauben unbeweglich deine göttliche Offenbar! m rung» deine deutliche Worte» und die alte bv w ständige Lehre der heiligen allgemeinen Kirche, bc Herr ich glaube, stärke mich in dem Glauben, dem ich meinen Verstand gefangen gebe. Nach deiner göttlichen Verheißung, hat jener, der dein Fleisch ißt, und dein Blut trinkt, das ewige Leben, und du wirst ihn an dein jüngsten Tage zur Glory auferwecken. Meine zärtliche Andacht» und Liebe» mit welcher ich dein heiligstes Sakrament öfters genießen will, w geben mir die Zuversicht, dich in dem Himmel in deiner Herrlichkeit auch mit leiblichen Augen anzusehen: Weiche übermäßige Erquickung wird es als-, dann für mich seyn, dich von Angesicht zu An- vl gesicht anzubetheo, und in die Freude meines! vt Herrn einzugehen? . I ^ Deine glorreiche Wunden werden mich erim; ra nern der unendlichen Liebe, aus welcher buj dein Blut und Leben, für meine Erlösung dar- gegeben hast. Welche zarte Liebe wird mein! Herz entzünden gegen dich, meinen theuren; Heiland! O Jesu! wann wird dieser ewig < glückselig! Lag anbrechen? wann wird sich der Schatten ^ verlieren, und das Licht der Herrlichkeit er- , scheinen ? wann wrrd ich bey dir seyn? M 2 mlch G Z27 en, ill, uel zeii mich nach dir, und führe mich ein in das himmlische Sion» wo ich mich in dir mit allen Aus- erwählten ewig erfreuen werde. Da ich aber noch in der Dunkle, im Elend, und in dem Thal der Zähren mich befinde, was soll ich anders thun, als dich meinen verborgenen Gott im heiligsten Sakrament öfters besuchen, im Geist und Wahrheit anbethen, und deinen Leib und Blut mit demüthiget Liebe genießen, mit dem ich ewig werde vereiniget werden. Ach! ich werde indessen auf dem Berg der Myrrhen dein heiligstes Leiden betrachten, und auf dem Hügel des Weihrauches, bey deinem heiligsten Sakrament» mein tägliches Opfer der Andacht in lieb - und demuthvoller An- bethung entrichten. Ich verachte die Eitelkeit der Kreaturen, welche meiner Liebe und Anbethung nicht würdig sind; du allein, mein Jesu! bist mein Gott, den ich anbethe, und dem ich mein Herz und Leben widme; und von dem allein ich sagen kann: Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! ... Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. A Herr erneuere meine Tage, wie im er, Anfang: erschaff in mir ein reines ich 6erz, und gieb mir den rechten Geist. ' Y L Aus Z28 Aus dem 125. Psalm. ?! du, A>a der Herr die Gefangenschaft Sions abge» ^ ändert, ' sind wir getröstet worden. nia Alsdann ward unser Mund mit Freude er» füllet; * und unsere Zungen mit Frolockcn. Da werden sie unter den Völkern sagen:' der Herr hat mit ihnen große Ding gethan. Ja der Herr hat mit uns große Werke ge» macht: wir sind frölich geworden. Kehre, o Herr! unsre Gefangenschaft^lvitj ein reißender Bach durch den warmen Wind gehoben wird. Dre mit Zähren aussäen, * werden mit Freu» den ernärnten. Sie giengen davon, und weinten : * ihre, Saamen ausstreuend. Sre werden aber mit Frolocken zurück kom» men ; * ihre Garben tragend. ren unk niß der ivl! thi Ar rer Lic bei läi Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. erl be> zu> Memnüthige Mbbitt. ^ c7>eine immerwährende Gegenwart in dem he?I Ilgsten Altars« Geheimniß, 0 Herr Jesu^ Christe.' sollte dre ganze Welt heiligen, unvj alle Herzen der Gläubigen an sich ziehen. ^ Dre Kirchen sollten immer von deinem rov ^ ertönen, und die geheiligte Altäre mit An» ^ bechern umgeben seyn. , Z29 ^ge- er, >. n. ge, ivitj lind 'rühre >e>,' lllV! 'oö ln, Welche Gnad und Würdigung ist es, daß du, ohne Unterbruch bey uns bleibst, und dich nicht zurück ziehst! Ihr Engelschaaren kommt von dem Himmel herab, dem vermenschten Gott auf den Altären Ehre und Anbethunq zu erweisen ; da die undankbare Menschen dieses unendliche Geheim- liiß vernachlässigen, und wenig achten. Allmächtiger Herr! mein König und Gott! dein Heiligthum ist unser Zufluchrö Ort, wo wir nicht allein deine höchste Majestät ehrerbie- Ihigft anbethen sollen, sondern auch m untern Armseligkeiten Hilf und Trost, m den Gefahren die Sicherheit, in den Finsternissen das Licht, in unsern Nöthen die Schätze deiner Gnaden suchen können. Und dennoch wie oft ist dieser geheiligte Ort deiner Gegenwart, verlassen, da man den Palästen der Könige von allen Seiten zulaufer! Er wird sogar entheiliget mit großen Unehr- erbietigkeiten: dein göttliches Gnaden und Le- bensbrod wird von bösen Christen unwürdig zum Tod der Seele genossen-, und deine Heiligkeit mishandelt. O ein Greuel des Undanks! keine Genugthuung kann solche Unbilden ersetzen: nur eine tiefeste Abbitt ist mir übrig, deine beleidigte Maj-stät um Barmherzigkeit anzuflehen. Gütigster Jesu! sieh an den Glauben, die Andachr» Dank und Liebe, mit welchen deine heilige Kirche das anbethungswürorgste Geheimniß des Altars verehret! laß dir gefallen Y z ih- ZZ0 ihre Treu und Sündhaftigkeit, mit der sie sich Cr an deinem Wort haltet, und die Wahrheit dei^ hei ner Gegenwart lehret und bekennet. sis Sieh an ihre Betrübniß, mit der sie die Irr« ne thümer der abtrinnigen Kinder, die Entehrm rre> gen deines heiligsten Sakraments bedauert! -u Im Namen dieser heiligen Kirche werfe ich he mich nieder, in dem Geist der Zerknirschung, er vor dem Altar deiner Hochheit, mit demüthig« H ster Abbitt so vieler Unbilden, welche dir von allen Gattungen der Menschen angethan werden, gsi O Jesu! deine mildeste Gütigkeit, deinem de «gründliche Barmherzigkeit» laß mich Gnad,« B und Versöhnung finden bey dem Thron deiner di verborgenen Gottheit! verzeih» durch dein hei« sch liges Leiden» den blinden Sündern ; daß sie dich erkennen, daß sie dein heiligstes Sakra« vi ment in Ehrfurcht und Liebe verehren: Angebethet sey ohne End, j A Das heiligste Altars - Sakrament! ^ je Erneuerung , r>< -er heiligen Taufe, vor dem N ai b. hochwürdigsten Gut. /Zrebenedeyt sey Gott, und der Vater unsers ^ Herrn Jesu Christi! der mich in ihm vor rr Err sich Erschaffung der Welt auserivählet Hai, daß ich )ch heilig, und unbefleckt würde in seinem Angesicht ; der mich berufen, und nicht aus weich« nen Werken der Gerechtigkeit, sondern nach fei- W ner großen Barmherzigkeit mich heilgemacht hat, ! durch das Wasser der Wiedergeburt in dem ich heiligen Tauf, durch den heiligen Geist, den g, er in mich ausgegossen» durch Jesum meinen ig< Heiland. on Niemal wird ich aufhören Dank zu sagen, in. gütigster Erlöser! für die unschätzbare Gnad in« der heiligen Taufe, in welcher ich aus dem d, Wasser, und heiligen Geist wieder gebohren , >er die Nachlassung der Sünde erhalten, abgewann schen, geheiliget und gerechtfertiget worden, sie O Gnad! die ich nicht verdienet, und die so an vielen tausend andern nicht zu Theil geworden. Jesu, mein Gottdu hast deinen Aposteln ! befohlen : Gehet hin, lehret alle Völker, tau- ! fet sie im Namen des Vaters, des Sohns, und des heiligen Geists. O unverdientes Glück «> daß ich in der wahren katholischen Kirche dieses heilige Sakrament der Wiedergeburt em- ^ Pfangen habe. Du hast es betheuert, daß Niemand in das Reich der Himmel eingehen könne» der nicht aus dem Wasser, und heiligen Geist wiederge- bohren ist. O Gnad ! daß mir durch die Taufe der Himmel eröffnet, und ich ein Kind Gottes geworden bin. s O Jesu! dir habe ich diese göttliche Gutthat >e ru verdanken : in deinem Blut bin ich gerecht- ZZ2 get, und des Himmels fähig geworden. Ach! daß ich dieses Schatzes der Unschuld niernal verlurstig wäre geworden! daß die Wirkung und Kraft dieses Sakraments in nur erneuert werde. Liebster Heiland ! laß dir gefallen meine Begierde, und Andacht; da ich in deiner Gegenwart , den heiligen Tauf, so viel in mir ist, mit deiner Gnad erneuere. I. ' Vorbereitung. Hwaria die reinste Jungfrau, und göttliche Mutter hat an ihrem Geburtstag ihr heiliges Leben angefangen, in der Volle der Glich und Heiligkeit- Den ersten Augenblick war ihr Herz zu dir, o Gott! gerichtet, durch die zärkeste Liebe, mit anmüthiger Danksagung für ihre Erschaffung , und Äuserwählung zu jenen Gnaden, mit welchen du sie erfüllet hast. Großer und gütiger Gott! du hast mich durch die Schöpfung aus dem Nichts hervorgezogen ; mein ganzes Wesen, und mein Da« seyn ist von dir ; und nur durch dich bin ich: kann ich meinen Geburtstag ohne dankbare Erkenntniß meines Schöpfers Vorbeygehen lassen? habe ich den ersten Augenblick meiner Vernunft dir nicht gewidmet, und dir mein Herz nicht geopfert in dem Glauben, Hoffnung, und ?ie! nen bei! gur iiN dir liek ver stei bei bei H da ne tk st s< -h! nal lNg eu- )e- kill te, ei- >d, r, e, zf- i, ich >r- ^a- -s- :r- rz av zzz riebe; so thu ich es anjetzo, da ich dich meinen Gott, Schöpfer» und Herrn tiefest an- bethe, und die schuldige Pflicht der Danksagung abstatte! Ich bin von deiner Allmacht erschaffen, und in die Welt eingeführt worden» dich zu ehren, dir meinem Gott zu dienen, und deine Güte zu lieben. Mein übriges Leben will ich zu diesem verwenden, und bis in Tod dir meinem höchsten Herrn getreu seyn. Das Ziel, und Ende meiner Erschaffung ist das ewige Leben, dich im Himmel in dem Licht der Glory anzuschauen, ewig zu lieben, anzu- bechen, und zu loben: dahin zu gelangen, wird mir die erste und letzte Sorge seyn. Darum habe ich in dem heiligen Taufe die Heiligung, und deine Gnaden empfangen. Ach! daß diese in mir wiederum erwecket, und erneuert werden! Votlkommne Absagung dem bö- 4 sen Feind. Danksagung sey Gott! und dem Vater, der uns gewürdiget, und zu dem Erbtheile der Heiligen im Lichte geschickt gemacht hat: . welcher uns von der Gewalt der l Finsterniß errettet, und uns in das N 5 Reich ZZ4 Reich des Sohnes seiner Liebe hinüber gesttzet hat: In welchem wir die Erlösung, und die Vergebung der Sünden haben. Ko- loss. i. Kap. 12. iz. 14. Vers. ^err Jesu Christe! durch dich sind wir erle- diget worden von der Dienstbarkeit, und Gewalt des bösen Feinds, den du durch deinen Tod überwunden, und dessen Herrschsucht zernichtet hast. Durch die heilige Taufe bin ich aus dieser Gefangenschaft erlöset: wie ich damals dein Satan, als Gottes und meinem Feind, völlig abgesagt habe. Du bist mein Gott, und Herr! und ich erkenne keinen andern; in dieser Treu widersage ich dem bösen Feind, aller seiner Hoffart, und Mlen Mer^Werken; ich verwerfe alle seine U liWWMff, und Betröge: dir allein, 0 Ie- Hu, mein Erlöser! will ich anhangen. ^ O Gott, mein Erschaffet, und Heiland! der / du mich mit dem heiligen Licht deines Ange- f sichts bezeichnet, mit dem theuren Werth des Bluts deines Sohns erlöset, und durch die . Taufe in der Kraft des heiligen Geists zur Hoffnung des Lebens wieder gebohren hast: s Ich bestättige meine erste, und diese wiederhol- i te Absagung: verschaff durch deine Gnad, daß » ich mit wahrem, vollkommnen, und ganzem Herzen , kräftig und im Werk in dieser Wiedersa- gung gut üd< Pfe an dir ker L E A 8 ' sc p! c Ü st n k ZZ5 bet ntz lo- r!n ind Wg beharre; den Satan verachte; er aber über mich keinen Gewalt ausüben könne. Wirke in mir, daß ich an dich meinen Schöpfer, an Jesum Christum deinen Sohn, und an den heiligen Geist getreulich glaube, und mit dir vereiniget, bis ans Ende mit guten Werken m deiner Bekenntniß unbeweglich verharre. III. iw ser ein liig er- rge lnd ine Ze- Ser ge- »es die l: ol- er-. sa- i Verwahrung wider die Nachstellungen des bösen Feinds. Ziehet euch an mit der Bewaffnung Gottes, daß ihr gegen den listigen Anlauf des Teufels bestehen könnet. wir haben zu kämpfen wider die Fürsten, Gewaltige, und Regenten der Finsternisse in dieser Welt,1wi«r die' schalkhaftige Geister in den Lüften. E- phes. 6. Kap. n. 12 . Vers. * ^>err Jesu Christe! dein heiliger und schrecket barer Namen ist bey ver heiligen Taufe über mich angerufen worden, wider alle Nachstellungen des Satans; damit er keinen Gewalt über mich habe, auch mir nicht schaden könne. O Jesudein heilvoller Namen sey mir allreit zum Schutz in allen Anfallen des Feinds! das zz6 das heilige Krem» an dem du die Hölle über-«st wunden hast , dieses heiliqe Zeichen mache von« mir weichen alle teuflische Nachstellungen. ^ ^ Treib von mir ab in Kraft deines Geistes, durch deine Gegenwart» alle Anfälle meines fu! Widersachers; zerreiß in mir alle seine Fallstricke , und entferne von mir alle Blindheit des Herzens. Deine Liebe» o Jesu! gebe mir den Sieg j« allen Anfechtungen : deine Demuth lehre mich, alle Betrüge des falschen Geists weislich fliehen : deine Wahrheit leite mich, mit aufrichtigem Herzen vor dir zu wandeln. Der kräftige Segen deiner Barmherzigkeit beschütze mich wider alle meine Feinde, bis zu Ende meines Lebens. sen IV. Bekenntniß des Glaubens. wer da glaubt, und getauft wird: «der wird selig werden. Marc. i6. Kap. i6. Vers. Herr» ein Glaube» eine Taufe! zu die- ^ sem Ende hat man bey der Taufe, in meinem Namen, den wahren christlichen Glaube bekennet. Ohne Glauben ist es unmöglich dir, o Herr! zu gefallen. O Jesu! vor dir im heiligsten Sakrament, hetz u 8 ZZ7 ek-Mttige ich diese Glaubens-Bekenntniß; in vM ick leben und sterben will. ^ Im Namen des Vaters , und des Söhnst >s,f»nd des heiligen Geistes -j-. Von dir, o Je- >es sü! nehme ich das Zeichen deines heiligen Kreu- rir zes auf meiner Stirne» und auf dem Herzen, es auf daß ich deine Lehre, deinen Glauben öffentlich bekenne, und im Herzen erhalte; auch i« nach deinen Gebothen lebe, und in meinen h, Sitten zeige, daß ich ein Tempel Gottes , ir- und eine Wohnung des heiligen Geistes bleich- ben wolle. eik zu p. Ich glaube in Gott Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. Ich glaube in Jesum Christum» seinen einigen Sohn, unsern Herrn ; der aus Maria gebohren, für uns gelitten, und uns erlöset hat. Ich glaube in den heiligen Geist; eine heilige allgemeine Airch ; Gemeinschaft der Heiligen. Ich glaube die Nachlassung der Sünden, Auferstehung des Fleisches, und ein ewiges Leben. fe- ei- be -r, t, Heilige Dreyfaltigkeit, Vater, Sohn, und heiliger Geist! deine göttliche Allmacht wolle mich regieren, und bestärken ! deine göttliche Weisheit lehren , und erleuchten ! Deine göttliche Güte meinem Glauben hels fen, und selben vollkommen machen! Damit ich denselben rein und ganz in der Stun- ZZ8 Stunde des Todes» mit vielen Verdiensten für O dein heiliges Angesicht bringen möge. üiit V. Geistliche Erneuerung der Tauft. dir jUN Auf welchen du wirst sehen den Geist herab steigen, und bleiben, derselbe ists, der in dem heiligen Geiste taufet. Joann. i. Kap. zz. Vers. ^>err Jesu Christe! nach deiner göttlichen Verordnung ist nur eine Taufe zu Nach- lassung der Sünden: und kann diese niemal wiederholet werden. Doch durch die Busse, und durch die voll- kommne Liebe, kann die Gnade und die Wirkung derselben wieder erwecket, und erneuert werden. Ach Gott! sollte ich das heilige Tauft Sakrament nicht gültig empfangen haben, an dem ich doch mcht zweifle; so nähret mein Herz die heftigste Begierde, und Willen, in dem heiligen Taufwasser durch den heiligen Geist abge- waschen zu werden. O Jesu, höchster Priester! du bist es, der in dem heiligen Geist taufet. Erneuere in mir durch den Geist der Liebe die Gnade der heiligen Taufe. Deme göttliche Hand wolle mich aufnehmen, mit der Gnade erfüllen, und beschützen. Eröffne iiiii wa die bei l>a sch m M z au ga B au al! ric ZZ9 e. Ibe el. jffne mir die Thür deiner Milde, damit ich nit der Weisheit begäbet, von aller indischen Negierlichkeit befreyet, und durch den süßen Geruch deiner Gebothe, in deiner heiligen Kirch dir diene, und von Tag zu Tag in der Tugend jlinehme i Ertheile mir, o Jesu! das Salz der Weisheit» und den Geist des Verstandes» damit ich dich, meinen Gott und Heiland erkenne, und wahrlich liebe. Durch die Kraft deines heiligen Kreuzes bewahre meine äußerliche Sinne, daß ich nur die Stimme des guten Hirten befolge» zu den heilsamen und süßen Wayden des ewigen Lebens. Gütigster Jesu! schreib meinen Namen in das Buch des Lebens, daß ich meine Erbschaft und Theil finden möge unter den Aus- erwählten im Himmel. Nun dann mein allerliebster Jesu, mein Schöpfer und Heiland ! der du mich geliebt» und erlöset hast, sieh! ich bereue aus wahrer Liebsreu alle meine Sünden des ganzen Lebens; ach! tilge sie' durch deine Barmherzigkeit! Ich liebe dich meinen Gott, wahrlich und aus ganzem Herzen, weil du mein höchster, alleiniger» vollkommnester Gott! und mein einziger Erlöser bist. Versenke mich ganz in die unergründliche Tiefe deiner Barmherzigkeit! Ueber- Z4o Uebergieß mich mit den heilsamen Wässern deiner Gnade, welche meine Seele von allen Mackeln der Sünde« reinige! Taufe mich in deinem Tode, in deinem heiligen Blut, durch welches du mich erlöset hast. In dem Wasser deiner heiligsten Seite wasche ab alle Sünden Mackel, mit welcher ich die Unschuld der heiligen Taufe jemal verunreiniget habe. Erfülle mich mit deinem Geist, und besitze mich ganz in der Reinigkeit Leibs und der Seele. Endlich mein Gott und Vater, der du mich aus dem Wasser, und heiligen Geist wieder gebohren hast, ertheile mir heut vollkommne Nachlassung aller Sünden, durch die Salbung des heiligen Geists : Mache mich das süße Joch deiner Gebothe aus Liebe willig tragen» und das Geheimniß des Gekreuzigten tief in mein Herz eindrucken. Damit ich das erste, oder wieder erlangte, Kleid der Unschuld, heilig und ohne Mackel, in die glückselige Ewigkeit bringen möge. O Jesu, im heiligsten Sakrament! durch deine Gnad mit dir ausgesöhnet, stärke meine Schwachheit, daß ich an dem heiligen Geburtstag deiner unbefleckten Mutter» ein neues Leben anfange in der Gerechtigkeit und Wahrheit. Amen. Be- L bo S ry ib S scl be A h- iv ch «v In h> in in 34r äs- al- eni set gr ich lass >er >ch >er ne he >ß n. e, ch ne e- >r- Beschluß. Maria, du allerreineste Jungfrau, welche du ^ rn der Völle der Gnaden auf die Welt gebaren worden, und anjetzo deinen göttlichen Sohn in dem Himmel auf dem Thron der Glor ry anbekheft ; erhalte mir die Gnad, daß ich ibn in dem Schatten des Glaubens, mit zärtester Lrebs5 Andacht» in dem hochheiligsten Sakrament, bis ans Ende meiner Wanderschaft, anbethe; und durch die Wirkung desselben in das himmlische Vaterland zur ewigen Anbethung gelangen möge. Herr Jesu Christe! der du dich gewürdiget hast, aus Maria der Jungfrau gebohren zu werden ; und zur Gedächtniß deines schmerzlichen Kreuzopfers, deinen heiligen Leib, und Blut in dem heiligen Sakrament, uns hinterlassen hast; verleih gnädiglich, daß mir dein heiligstes Geheimniß zu Vermehrung der Gnad in dem Leben, und zur kräftigen Wegzehrung, im Sterben gereiche, Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, he. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth,, he. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! he. Gott sey Dank. Ewige Anbech. U-Th. Z Und Z4- Und die Seelen aller Christglaubigen rm hen durch die Barmherzigkeit Gottes im Friv den, Amen. Zwanzigste Wtund. Auf Maria - OpferungS - ^err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gorr merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. ^>err Jesu.Christe! du hast deine Kirche mit dem neuen Opfer des Altars verherrlichet, in welchem nicht das Blut der Thiere, sondern dein heiligster Le»b und Blut dem wahren lebendigen Gott aufgeopfert wird. di se> sei dc sei m so § m d, sti Lr-KL* Z4Z w iip nd Nit et, >n- O unendlichwürdiqes Opfer, durch welches die Majestät Gottes gebührend geehret» für seine Gutthaten der schuldige Danck erstattet, sein gerechter Zorn besänftiget, und seine Gnaden erlanget werden. Höchster Priester nach der Ordnung Melchi- sedech! der hohe Werth, und die Kraft dieses unblutigen Opfers kommt her von dem Opfer, so du am Kreuz, in deinem Blut» durch den Tod, zu Erlösung der Welt» vollbracht hast. Es ist dessen eine geheimnißvolle Erneuerung, auf eine unblutige Art, da du dich sechsten , durch deine Work, in dem Mund des Priesters , täglich dem ewigen Gott aufopferst. O Gnad, und Geheimniß ! das alle englisch- lind menschliche Vernunft übersteigt! welch unsterblichen Dank sind wir schuldig, deiner un- crmaßlichen Gütigkeit, für diese wundervolle Gutthat! O Trost und Süssigkeit! die uns immer aus diesem heiligsten Opfer zufließt» und uns mit den Schätzen der Gnade bereichet! O Jesu! dir sey ewiges Lob, Dank, und Herrlichkeit! Himmel und Erde sollen dich preisen» da du auf dem Altar, in tiefcster Erniedrigung, als ein wahres Opfer liegst ! Wir sind dem höchsten Gott die tiefeste An- bethung, und ein wahres Opfer schuldig: durch dich allein» o Jesu! bey dem Altar können wir solches entrichten; wie es unsere Pflicht erfordert. Doch wie angenehm wäre dir das Opfer, wel- Z 2 ches tz Z44 ches die reineste Jungfrau Maria, im dritten Jahre ihres Alters, im Tempel zu Jerusalem, geopfert hat? Dieses wäre das größte Opfer, so jemal ein pures Geschöpf deiner göttlichen Majestät vorgestellet hat. Maria hat dir ihr Herz, Leib und Seel, alle rhre Kräfte, sich ganz in dieser Aufopferung dargegeben. Nicht allein zum Dienst des Tempels, sondern auch zu immerwährender Andacht in dem Heiliqthum, in welchem sie die mehreste Zeit des Tags zubrachte, hat sie sich aufgeopfert. Wie wohlgefällig wäre dir, großer Gott! da sie durch das Gelübd der ewigen Keuschheit öffentlich und feyerlich , eine ewige vollkommene Jungfrauschaft verlobt, und aufgeopfert hat. O Maria! du Glory und Zierde der Jungfrauen , du Lehrmeisterinn der Jungfrauschaft! wre wohl war dein so reines und heiliges Opfer , aufgenommen? wie haben Gott gefallen die Anmuthungen, und heilige Begierden deines jungfräulichen Herzens, so du allein der Liebe Gottes gewidmet hast? O Jesu! durch dieses reineste Opfer hat Maria sich vorbereitet, deine jungfräuliche Mutter zu werden, aus welcher du den heiligsten Leib angenommen hast, den du uns in dem hochheiligsten Sakrament hinterlassen, unv schenken wollen. O gebenedeytes und unschätzbares Opfer! ach! daß ich dem so heiligen Beyspiel der seligsten lie re> de be sei Lc de V fa ick G kv P § rr v, ih L L di I, y d Z45 !en ßen Jungfrau nachfolge, und mich dir, o lieb, sa- reichestec Erlöser! gänzlich übergebe, allein in deinem Dienst» in deiner Liebe mein übriges Leben zuzubringen. O Jesu! du opferst dich täglich dem himmlischen Vater für mich auf dem Altar, als ein Lob - und Versöhn - Opfer: Maria hat sich in dem zärtesten Alter, auf die vollkommneste Weise, gänzlich aufgeopfert. Laß dir auch gefallen mein zwar unvollkommenes Opfer, da ich mich deinem Dienst, meinen Willen dem Gehorsam, mein Herz der Andacht und Liebe widme. Herr! ich bin dein eigen, und nach den Pflichten der Heiligkeit will ich künftig Leben. !kt t! er >ie es be at rt- en in O . i g- Mribethung. Mis auf daS fünfzehnte Jahr des Alters hat ^ die heiligste Jungfrau, in dem Heiligthum zu Jerusalem, dir» o höchster Gott! täglich die vollkommneste Anbethunq abgestattet. Die unbefleckte Reinigkeit, die Erniedrigung ihrer Demuth, die ehrerbietigste Anmuth der Liebe haben dieser Anbethung den höchsten Werth gegeben. Göttlicher Heiland! du machest diese Kirch durch deine Gegenwart zu einem wahren Hel- Itgthum» welches ich so oft einzugehen die Gnad habe; dir in dem heiligsten Sakrament die Anbethung zu entrichten. Allerhöchste göttliche Majestät! hier in dem Z Z bei- 3^6 heiligsten Geheimniß wahrlich gegenwärtig! du bist mein Gott, der einzige Schöpfer und Beherrscher der ganzen Welk, der Anfang meines Wesens, und das letzte Ziel meiner Glückseligkeit! Ich bethe dich an mit aller Demuth, und gänzlicher Unterwerfung, mit Ehrfurcht und Liebe, welche ich dir meinem Gott und Erlöser , meinem Seligmacher in dem anbethungs- würdigsten Sakrament schuldig bin. Du bist der Herr Lebens und Todes! du hast mir das Leben gegeben, und meinen Tod bestimmt. Die Frucht und das Zeichen meiner tiefen Anbethung solle seyn meine freywillige Unterwürfigkert, mit der ich mich gänzlich ergebe, in deinen gerechten und heiligen Willen, -u sterben, und diese Welt zu verlassen. Ich bin bereitet» o Herr! gern will ich sterben, durch meinen Tod, deine Herrschaft über mich zu ehren, und deine Majestät zu verherrlichen, da ich in Staub und Asche im Grabe liegen werde. Meine Verwesung solle deine unsterbliche Gottheit erheben. In den Tagen meines Lebens hast du mir große und immerwährende Gutthaten erwiesen; und mich so oft mit deinem allerheiligsten Fleisch und Blut gespeiset, und getrautet. Dre ganze Ewigkeit ist nicht genug, deiner unendlichen Gütigkeit den schuldigen Dank;v sagen: so solle dann meine Zernichrung dieses Körpers eine dankbare Anbechuna deiner liebvollen Hochheit seyn» bis ich nach meiner Aus- 347 rrstehung, kn der Herrlichkeit des Himmels, dir ewiges Lob, mit erleuchteter Anbechung, »statten wird. ES solle aber auch meine jetzige Anbechung nicht ohne Liebe und Zärtlichkeit seyn. O mein, Jesu! ich bin in deiner heiligen Gegenwart; und betrachte dich als meinen höchsten Gott, civig und allmächtig» meinen unendlich - liebenswürdigsten Schöpfer; meinen gütigsten krlöser» der du für mich dein kostbares Blut vergossen, dein Leben bargegeben» nnch von »ein ewigen Untergang zu erledigen: ich erkenne dich als den Seligmacher meiner Seele» da tu so oft dich sechsten im heiligsten Sakrament mir geschenket hast. O Gott der Liebe! ich opfere dir mein Her;, und liebe dich von ganzem Herzen, mit aller Zärtlichkeit» welche mir dein so wunderbares Liebs - Sakrament einflösset. O Jesu ! daß diese meine Liebe» gegenwärtige Anbethung dir angenehm und gefällig mache; mit der ich immer wiederholen werde: ,jr Heilig, heilig, heilig» ist der allmächtige i; Gott, der Herr der Heerfchaaren! Ehr sey dem Vater rc. AIS er war im Anfang rc. Gelobt seyst dn Herr Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! dein ist die Größe, und Gewalt, Herrlichkeit und Z4 Sieg: 848 Sieg: dem ist das Reich, und du bist ien erhöhet über alle Fürsten. ^rie Aus dem 95. Psalm. finget dem Herrn ein neues Lobgesang:' ^ es singe dem Herrn alle Erde. Singet dem Herrn, und benedeyet seinen Namen: * verkündet von Tag zu Tag seinen Heiland. ^ Verkündet unter den Völkern seine Herrich sti keit: * in allen Völkern seine Wunderding. re> Denn der Herr ist groß, und sehr lobwür- ha dig ; * und über alle Götter erschrecklich. Alle Götter der Heyden sind Teufel: * der ne Herr aber hat die Himmel gemacht. de Lob und Zierde sey in seinem Angesicht:' Heiligkeit und Großmachung in ferner Vw! ehrung. Bringet dem Herrn ihr Völker* bringet dein Herrn Glory und Ehre. T ar glitt Bringet dem Herrn Herrlichkeit in seinem er Namen ; * nehmet die Opfer, und gehet in seine Vorhöfe. Bethet den Herrn an in seinem heiligen Vor- Hof; ' die ganze Erde werde vor ihm bewegt^ Sagt in den Völkern, * der Herr ist von dem Kreuz der Beherrscher. Denn er hat den Erdkreis verbessert; * der nicht wird bewegt werden. Er wird mit Gerechtigkeit die Völker ri ten: «n m dc re be te 349 ist ten: * die Himmel sollen sich erfreuen, und ^ie Erde frolocken. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Weumüthige Kbbitt. Mie groß war^ Jesu Christe! die Ehrerbie- ^ tigkeit, und Andacht» so deine schon bestimmte Gebährerinn» in dem Tempel» bey ihrem Opfer» der göttlichen Majestät erwiesen hat? Wie entsetzlich aber ist die Entehrung» so deiner Hochheit in dem heiligsten Sakrament, bey dem geheiligten Opfer des Altars, bey dem Tisch deines heiligen Leibs und Bluts, deiner anbethungswürdigen Gegenwart » von den gottesrauvenfchen Christen widerfahrt? O Herr! die Zahl dieser Sünden ist unendlich, die Bosheit abscheulich, der Undank unerträglich , sie erfüllen meine Seel mit Bitterkeit , und Schmerzen; mein Angesicht mit Schamröthe. Ach Himmel! man lästert denjenigen, den du in der Herrlichkeit ewig lobest: man sündiget, und sündiget ohne Unterlaß, wider denjenigen» denn du in ewiger Liebe anbelhest! O Jesu ! was kann ich anfangen, deine Ehre zu retten ? ich werfe mich nieder vor deinem beleidigten Angesicht, und bekenne mit betrübtem Herzen, die Ungerechtigkeit aller Mishand- Z 5 tun- Z5V lungen deines heiligsten Sakraments » so iürer auf der ganzen Erde täglich geschehen. Herr! du bist die Heiligkeit, der alle Ehre und Glory gebühret: die Menschen-Kinder, Die undankbare Menschen, sind die Boshafte, so ich verabscheue, und ihre Blindheit bedaure. O Gott der Liebe, und der Barmherzigkeit! ich entrichte dir, anstatt ihrer, eine de- tnüthigste Abbitt aller Unbilden, alles Undanks, und aller Beleidigungen deiner höchsten Majestät. Da aber meine Erniedrigung nicht würdig ist» deiner Hochheit zu gefallen, und deine Gnad zuerwerben, so bitte ich doch um deine Barmherzigkeit, deiner Kirche zu verschonen, und die wohlverdiente Strafen abzuwenden. Gedenke o gütigster Jesu ! an deine Liebe, mit welcher du für das Hei! der Menschen am Kreuz gestorben bist. Gedenke an deine Liebe, aus welcher du dat heiligste Sakrament zum Trost der Menschen eingesetzet hast! Gedenke an die unbegreifliche Gütigkeit, mit welcher du in diesem Geheimniß immer bey uns verbleibst. O Jesu ! sev uns gnädig, und barmherzig! Z! ste mi Lei sch tin bik Anqebethet, gelobt, geliebt, und gepriesen sey ohne End, Das allerheiligste Altars-Sakrament. Geist dei Tl rer Z5r Geist der Andacht, in den Uebungen der Gottseligkeit. n- b- >s ie !» Nl ,r n it Y Mmacktiger ewiger Gott! der du alles er, ^ schaffen hast, durch dessen Willen alles bestehet , was erschaffen ist! Du thust große Dinge, die nicht zu erforschen » und Wunder, die nicht zu zahlen sind. Deine Gottheit ist erhöhet, und unter dir müssen sich biegen alle Geister des Himmels, und alle Menschen der Erde! Dir gebühret die tiefeste Anbethung, alle Verehrung» ewiges Lob, und Verherrlichung deiner unendlichen Hochheit. Wir sind deiner Majestät alle Gottseligkeit schuldig, drch mit zärtester Andacht zu ehren, als unsern Gott und Schöpfer; und unsre Herzen dir zu heiligen in liebvoller Unterwerfung. Andacht zürn Gottesdienst. (r>ie heiligste Jungfrau hat sich im zarten Al- ^ ter zu deinem Dienst, o großer Gott! in dem Tempel aufgeopfert; es war ihr einziger Trost, dich in dem Heiligthum anzubethen. Die- 352 Dieses heilige Vorbild treibt mich an, deine,W> Liebe und Verehrung, mit voller Andacht, wichtig gänzlich zu ergeben; denn du bist der Gen ? meines Herzens, in dem allem ich die Riihtunl meiner Seele finden kann; von dem allem mein den Wesen und Daseyn abhänget. ( An Dein hochheiliges Sakrament in Mitte bei, „es Tempels, ist der Gegensatz unsrer Andacht, ^ Der Mittelpunkt der Religion: der geheilig« Altar ist der Opfertisch, auf dem nicht allei» < Das unendlich würdigste Opfer deines heiligsten A Leibs , und Bluts der göttlichen Majestät ent- richtet wird ; sondern auch unsere Herzen, hei- liqe Begierden, und Anmuthungen wie ei« ^ Weyhrauch in deinem Angesicht aufsteigen. O Herr Jesu! wie lieblich sind deine Wch! uungen, o Herr Sabaoth! wie heilig deine Äir>i chen, in welchen du auf dem Griadenchron M mer gegenwärtig bist! Meine Seele verlanget und begehret bey dii. zu seyn, und sich mit dir zu unterhalten in zärtv ster Verehrung deiner Geheimnisse. Mein He,j und meine Sinne erfreuen sich in dir, o Ick, mein Gort! der du immer lebest in dem heiligen Sakrament. Deine Altäre, o Herr, mein König und mein Gott! sind es, dahin ich meine Andacht Opfer lege, deine anbethungswürdige Hoch- heit zu ehren, und zu loben. Selig sind, die in deinem Haus wohnen,, und dir Lag und Nacht dienen; dein heiliges Wort A fta de so len ha ha ich be> sch Z5Z mKort anhören, und durch deine Geheimnisse verquicket werden. !vtl Ich will dann öfters in dein Haus eingehen, uheind dich in deinem heiligen Tempel anbethen, Meinen heiligen Namen preisen. Gieß» o Herr! in mein Herz den Geist der . Andacht ; es «st bereitet, in wahrer Gottse, ^>,gkeit zu deinem heiligen Dienst sich anzu« ^ wenden, gre ei» O Jesu ! daß meine Seele aus der ik° wüste zu dir aufsteige, wie ein gera- ^ -er Rauch, wie eilt Geruch von Myrr- hm, und weyhrauch! n Alldacht des Gebeths. Die angenehm war dir, o Gott Israels! bii ^ das heilige Gebeth der reinesten Junge tv, stau» welches sie» ohne Mackel, voll der Gna< erj de, und des heiligen Geists» so viele Jahr, il,! so viele Stunden, in dem Tempel zu Ierusar >Ii> lein, vor deiner göttlichen Majestät verrichtet hat. »d Was du, göttlicher Heiland! gelehret, das hat deine Mutter» durch den heiligen Geist, - lchon zuvor erfüllet: sie hat den Vater ange- bethet m dem Geist, und in der Wahrheit, i'l Von dem heiligen Geist erleuchtet, der sie es schon in der Empfänglich geheiliget hatte, rvuß, te Z54 te sie, daß Gott ein Geist sey» ein ewiger, allmächtiger, anbethungswürdiqster Geist, den man nur im Geist, und Wahrheit anbethen müsse. Also war beschaffen die Andacht, das Gebeth , o Jesu! deiner jungfräulichen Mutter > im Tempel, immer hat sich diese Andacht vermehrt durch deine Gegenwart, durch deine Lehre, durch deine Beyspiel, durch deine Gnaden, in den zz. Jahren deines heiligsten Lebens! Ach ! daß mein Gebeth nur einen Theil dieser Anbethung im Geist und Wahrheit hätte. O mein Jesu ! ich knie vor deinem heiligsten Sakrament. Solle deine wahre Gegenwart in mir nicht erwecken den Geist der Andacht, da ich mein Gebeth vor deiner liebvollen Majestät aufopfere? Ich kann ja nicht besser bethen, als du mich gelehret hast. Ich vereinige meine Kräften der Seele, und im Geist und Wahrheit bethe ich zu dir mein Gott und Herr: j bei vei ew 'Y ül, nei bo> Hi all> dei dir Vaterunser, der du bist in denHiim! mein! O Schöpfer, Vater, und Ernähren der du uns deine Kinder erschaffen hast zur ^ ewigen Seligkeit in den Himmeln, wo du dei- A ne Majestät in dem Licht der Glory herrlich erzeigest! "" Geheiliget werde dem Nam ! da wir deine Gottheit auf Erde klar nicht sehen, son- khe dern durch den Glauben unfehlbar den Namen bei- 355 deiner Wesenheit, und Eigenschaften erkennen, verschaffe durch deine Gnade, daß wir dich den heiligen Gott anböthen, und verehren, durch ewiges Lob preisen, und deine Ehre und Glo, ky immer befördern. en m> Zukomme uns dem Reich! regiere mein ch Himmel mit dir eines Willens sind. Gieb uns heut unser tägliches Brod, alle nothwendige Nahrungs r Mittel Leibs und .der Seele, ohne welche wir nicht leben, und ^ dir nicht dienen können. Vcrgieb uns unsre Schulden, als „ wir auch vergeben unsren Schuldnern, jj Verzeih mir meine Sünden, die mich hindern ch von dem ewigen Leben : wie ich aus Liebe deiner allen verzeihe, die mich beleidiget haben. ic Führe uns nicht in Versuchung! web u che mich von dir trennen, und in die Sünde >i fäl- Z56 fällen will, deine Gnade erhalte, und M mich; daß ich nicht überwunden werde! Sondern erlöst uns von dem Uebel! zeitlichem und ewigem, von Unglück, von dn Sünde, und ewigen Tod. Amen ! ach l alles geschehe durch deine Allmacht, und vL terliche Gütigkeit. Also bethe ich, mein Gott! in dem Geist und Wahrheit, und Hoffnung der Erhörung! denn alles, was ich bitte, ist heilig, und ß! meinem ewigen Heil ersprießlich. Du aber, o Allerhöchster! bist unendlich gL tig, und erbarmest dich deiner Kinder, so dich! in Wahrheit, und Demuth anrufen. dai dei Al G> füi in Herr, o Gott meines Heils! Tag miü Nacht habe ich zu dir gerufen: laß mein Gebeth bey dir eingehen, und Gnadl finden! m. G> nia O! dei ne> lig Andacht der Anbeehnng. Bi ge nei Lei jemand hat, höchster Gott ! deig unendll ^ ches Wesen besser erkennet, und zu Her" zen gefaßt, als die gebenedeyte Jungfrau, un sie sich im Tempel deiner Majestät aufgeopfert und täglich allda dich angebether hat. ^ Wie brünstig, heilig, und voll der Ehren l bietigkeit war das Opfer, da sie ihren reinstes " Z57 Geist, ihr zartes Herz, ohne Vorbehalt die dargestellet hat, zur Erkänntniß und Anbethung deiner höchsten Herrschaft, deiner Allmacht, und Hochheit? O Jesu, mein Gott und Erlöser! auf dem Altar, in dem sakramentalischen Thron deiner Gottheit, wahrlich und wesentlich gegenwärtig ! Ich verlange dir die Anbethung, als die fürtreflichste Uebung der Religion» abzustatten, in dem Geist und in der Wahrheit. Deine heilige Majestät ist unendlich ; deine Gottheit ist ewig und unbegreiflich ; deine Allmacht ist unermessen und unaussprechlich; dein Obergewalt «st allgemein, und unabhängig ; deine Hochheit ist über alles erhoben, und unzugänglich. Großer und einziger Gott! Ich bethe dich an in tiefester Erniedrigung, mit inner - und äußerlicher Ehrfurcht ! in meiner Nichtigkeit, in Erkänntniß meiner Armseligkeiten , und gänzlicher Abhängigkeit. Ich bethe dich an» o höchstes Wesen! in Bezeugung meiner Dienstbarkett, und huldige dir, o Herr! mit freywilligem Opfer meines Geists und Herzens, meiner Seele und Leibs; meines ganzen Wesens. O Gottder du durch deine Allmacht alles erschaffen hast, Himmel und Erde, das Meer, und alles was darinn ist: alles ist dein, alles ist in deinem Gewalt; du bist der Herr; und alle Völker sind vor dir nichts. Du bist mein Gott, mein Erschaffer » mein erster Anfang» und mein letztes Ziel! Ewige Anbeth. u. Tb. A a Nun Z58 Nimm auf» mein Gott! die Anbethung deis nu ues Geschöpfes, des Werkes deiner Hände,! welches zu dir, als dem ersten Ursprung zurück j„ kehret, und dich als die Urquelle aller Gütern, der Natur» der Gnade, und derGlory, dach barlich erkennet. Ich berhe dich an in Demuth, und in möglichem Elfer meines Geistes, mit Maria der demüthiqsten Jungfrau, und heiligsten Mutter; m>t allen Heiltgen,mit allen englischen Geistern, mit allen seligen Himmelsburgern; mit welchen ich wiederhole: Amen, Lob, Ehre, und Glory, Weisheit, Macht, und Stärke sey linsem Gott in alle Ewigkeit! Andacht des Opfers. Wicht allein die Anbethung» sondern auch ein ^ wahres Opfer, allmächtiger Gott! M wir deiner Hochheit schuldig; deine Herrschaft und unsre Unterwürfigkeit zu bezeugen. In dem alten Gesatz hast du sechsten mehre» re Opfer in dem Tempel zu Jerusalem verordnet. ! Maria hat denselben mit zärtester Andacht in dem Geist der Demuth beygewohnet, B daran Theil genommen. O Jesu ! du höchster Priester nach der Ordnung Z59 nung Melchisedech, von dir ist das wundervol, le, und unendlichwürdige Opfer des Altars in deinem heiligsten Leib und Blut eingesetzet worden. In deiner heiligen Kirche, durch die ganze katholische Welt, wird dieses heiligste unblutige Opfer täglich, ja stündlich wiederholet: an allen Orten wird deinem Namen dieses reinste Opfer aufgeopfert. Deine göttliche Majestät wird dadurch unendlich geehret; die sündige Welt mit dir ausgesöhnet , und die Schätze deiner Gnaden uns mitgetheilet. Liebreichester Erlöser! unsterblichen Dank erstatte ich deiner Liebe für dieses unschätzbare Geheimniß, welches deine Kirche herrlich machet » und ihr.heilbringender Trost ist- Auch diese Uebung der Religion, und Gottseligkeit verlange ich dir, mein Gott', zu erweisen ; durch solche dich zu verehren, die Versöhnung , und die Gnaden deiner Barmherzigkeit zu erwerben. , Kann ich nicht allen heiligen Meßopfern persönlich beywohnen ; so will ich doch alle in der ganzen Welt, durch die geweihte Priester, deiner Majestät aufgeopfert haben: in meinem Namen sollen sie bey dem Altar stehen, und den heiligsten Leib und Blut deines eingebohrnen Sohns Jesu Christi dir opfern, zur Ehre deiner höchsten Gottheit, für die Hoffnung meines Heils, und meiner Wohlfart. Dir, o ewiger und lebendiger Gott! stelle Aar ich z5-, ich vor meine Bitt, daß alle diese heilige Opfer nur gereichen zu Nachlassung der Sünden» Vtt< Mehrung der Gnad , und zum ewigen Leben. Ich opfere dir in dem Geist, durch die Prie< ster dieses heilige Lob Opfer; und will aller heiligen Messen theilhaftig werden: Auch für mich, o großer Gort ! nimm allenthalben auf dieses reine heilige Opfer, dieses heilige Brod des ewigen Lebens» und den Kelch des ewigen Heils; auf daß ich mit allem himmlischen Segen, und Gnad erfüllet werde. Wie sich nun Maria die seligste Jungfrau im Tempel geopfert hat; also ergebe ich mich,- Gort! deinem heiligen Dienst, durch das Gebeth , demüthige Anbethung, und immerwch rcndes Opfer ; die Pflichten der Religion, und Gottseligkeit zu erfüllen, Amen. Beschluß. mein Herr Jesu Christe! der du aus kiv be des Menschen, Tag und Nacht, im heimsten Sakrament zugegen bist, und voll der Gütigkeit, alle so dich besuchen, erwartest, be< rufest, und aufnimmst; ich glaube deine wahre Gegenwart; ich bethe dich an aus dem M gründ meines Nichts; ich danke dir für dies ses heiligste Sakrament» und alle mir erwiesen! Gnaden. Ich grüße dein heiligstes liebvolles Hei« zur Danksagung für dieß heiligste Altars-G- h.iMttlß ; zu einigem Ersatz aller Unbilden,!» hu Icl ivl bl! NI< A di! rede du Ai A. ( fer !er< riv >ei- !ch, ses ivi- >s; > s ib- llS iv lkii >er b« )« ,v st z6r tu in demselben leidest; zur AnketKunq an allen Orten der ganzen Welt, wo deine Gegenwart weniger verehret wird. Von ganzem Herzen dich liebend, opfere ich dir auf mein übriges Leben zu demem Dunst; meinen Verstand dich zu erkennen; meinen Willen dich zu lieben; mein Lew uno Seel , dich anzubethen, und zu ehren; dein ganz eigen zu seyn» nur ertheile mir die unschätzbare Gnad der Beharrlichkeit bis an das Ende, Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars Sakrament, he. In Ewigkeit, Amen. 5^. Herr erhöre mein Gebeth» yc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedcyen! hc. Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes «m Frieden, Amen. Win und zwanzigste Wund. Auf die Verkündigung -er seligsten Jungfrau Maria. ^^err eröffne meine Lefzen, So wird mein Mund dein Lob verkündigen. Aaz O 3 - del 362 O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. Oder : Lob sey dir 0 Herr und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. ine de 3 > stehe Anfang war das Wort, und das Wort »x) war bey Gott, und Gott war das Wort. Das Wort ist Fleisch geworden , und hat i» uns gewohnt, voll der Gnad und der Wahrheit. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des Eingebohrnen von dein Vater. Dieses ist das Geheimniß der Güte, und Liebe Gottes, so in dem Fleisch geoffenbart, in der Welt geglaubt, und in der Glory aufgenommen worden. Maria! du bist die auserwahlte Jungfrau, welcher Gott, durch den Engel Gabriel, das unbegreifliche Geheimniß der Menschwerdung verkündigen lassen. Du hast bey Gott Gnad gefunden, ohne Verletzung der jungfräulichen Reinigkeit, einen Sohn zu empfangen, und zu gebäbren, Jets fü au ft< sch sv! eir de G rn rii sch he E gl id er ri i» !k» N! ,d t, i- r, !!- >, Z6z I,s»m den großen Sohn des Allerhöchsten , dessen Reichs kein Ende seyn wrrd. O Jesu , in dem heiligsten Altars? Sakrament wahrlich gegenwärtig! du bist das ewi- geWort, der eingebohrne Sohn des Vaters, der vermenschte Gott, der aus Maria der Jungfrau die menschliche Natur angenommen hat. O unendliches Geheimniß, das allen Verstand übersteiget; das Himmel und Erde ewig bewundern, und anbethen werden. Du allein, o allerheiligste Dreyeinigkeit! hast es können, du hast es wollen, du hast es erfüllet. In einem Augenblick hat der heilige Geist aus dem reinsten Geblüt der heiligsten Jungfrau einen Leib gestaltet» eine Seele barem erschaffen, und zugleich beyde mit der andern Person der heiligen Dreyfaltigkeit wesentlich vereiniget. Ö Jesu! du bist dieses unbegreifliche Wunder der Allmacht und Weisheit Gottes! o Gott ein wahrer Mensch, ein wahrer Gott ! zwo Naturen, die göttliche und menschliche in einer Person vereiniget, ohne einige Vermischung der Naturen! Göttliches Wortdu bist von den Himmeln herabgestiegen, und hast dich erniedriget, bis zu den menschlichen Müheseligketten, und die Gestalt eines Knechts angenommen. Du hast durch diese wunderbare Vereinigung den Menschen erhöhet bis zu der Gott- Aa 4 heit, Z64 heit» und aller göttlichen Vollkommenheiten theilhaftig gemacht! Und dieß alles dem Menschen zu lieb, und für unser ewiges Heil; durch deine Erlösung, in einem sterblichen Leib » der beleidigten Majestät genug zu thun» und uns Armselige aus dem Abgrund der Uebel zu erheben. Gebenedeyt sey der Herr Gott Israels, der sein Volk heimgesucht, und erlöset hat. Er hat uns die Völle des Heils errichtete dem Haus Davids; wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten vorgesagt hat. Ewiger Dank» ewiges Lob, Glory.und Herrlichkeit sey dir, o Jesu Christe! der du dich gewürdiget hast» als ein Mensch auf die Erde zu kommen. O übergeoenedeyte Jungfrau! der heiliqr Geist hat dich erleuchtet, das hohe Geheimniß der göttlichen Menschwerdung zu erkennen. Welchen Dank sind wir dir schuldig» daß du in tiefester Demuth eingewilliget hast, eine Mutter unsers Erlösers zu werden? O Wort des Trostes! es geschehe mir nach deinem Wort! auf welches das ewige Wort» durch die Uebm schattung des heiligen Geists» durch die Kraft des Allerhöchsten» ist Fleisch geworden! O Jesu! du hast Mariam verherrlichet, du hast große Dinge in ihr gewirket, und sie mit allen Fürtrefiichkeiten gezieret» da du sie zu deiner Mutter auserkiesen hast. Gebenedeyt sey dein heiliger Namen! gelobt sey deine unendliche Barmherzigkeit, dir uns ne Hai dei rve koj zui gkl fra der K> gei re lvc be> un dir irr dei be> dk! eii id a- is er in >d >d >u ie ie lir U ie rt !! r> ft u it u e- ie Z65 lins in Maria eine Königinn des Himmels, unv der Erde» eine Pforte des Himmels, eine mächtige Mittlerinn unsers Heils gegeben hat; welche alle Zeitalter selig sprechen werden. Unbethung. Allerliebster Heiland ! von dem hoben Him- mel bist du herab gestiegen, Mensch zu werden, und uns deinen heiligsten Leib, dein kostbares Blut in dem heiligen Sakrament mitzutheilen : Aus der Schooß des ewigen Vaters bist du gekommen in die reinste Schooß einer Jungfrau ; von dem Himmel in einen Stall; von dem Thron der Glorp an den Galgen des Kreuzes, und zu dessen Gedächtniß unter die geringe Gestalten des Brods. O verborgner Gott, Jesu ! den der größere Theil der Menschen nicht erkennt! ich aber wahrhaft gegenwärtig glaube und bekenne! Ich bethe dich an, als meinen Herrn und Heiland! Ich erkenne, 0 Herr! deine große Majestät! und meine Armseligkeit, und fürchte mich vor dir zu erscheinen: du bist das Wort des Vaters, durch welches alles erschaffen ist! du bist der König aller Welt, dem wir dre tiefesteAn- bethung, und Unterwerfung schuldig sind. Um den Menschen zu erlösen, hast du den jungfräulichen Leib nicht gescheuet, und in dem sterblichen Leib hast du dem Tod unter- Aa 5 lie- z66 liegen wollen: aber die Kraft des Vaters hat in dir gewirket, da er dich von den Todten auferwecket, und zu seiner Rechten im Himmel gesetzt. Ueber allen Gewalt» Kraft» und Herrschaft, über allen Namen, so genennet wird nicht allein in dieser» sondern auch in künftiger Welt; Alles hat er deinen Füßen unterworfen, und dich das Haupt über die ganze Kirch gegeben, welche du regierest» durch deine Gnaden» aus dem Mittelpunkt der Religion, dem allerhei- ligsten Sakrament. Vor diesem Thron der Gnad liege ich in Demuth der Anbethung, m>t vollkommner Ergebung in deinen Gehorsam, und Liebe, so dir meinem Gott und Erlöser gebühret. Ich opfere dir auf mein Leben, o Jesu! daß nickt mehr ich, sondern du in mir lebest, durch deinen Geist, durch deine unveränderliche Liebe ; mit der ich wiederhole: Heilig» heilig» heilig» ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Der Herr ist gilt denen, so auf ihn hoffen, und der Seele, so ihn suchet. Es ist gut, in Stillschweigen auf des Herrn Hilf und Heil warten. y- seii es sUl chl th te te l d> a h Ä n Aus o a !l§ )dr NX st, .'in nd », us eile, >e- >ir >ß ch !t- zt n t. s 367 Aus dem 104. Psalm. stöbet den Herrn» und rufet seinen Namen an: * * verkündiget seine Werke unter den Heyden. Singet ihm» und lobet: * verkündiget alle seine Wunder. Erfreuet euch in seinem heiligen Namen; * es erfreue sich das Herz derer, die den Herrn suchen. Suchet den Herrn» und seyd getrost: ' suchet sein Angesicht allezeit. Gedenket seiner Wunderwerke» die er gethan hat: * seiner Wunderwerke» und Gerichte seines Munds. Er ist der Herr unser Gott: * seine Gerichte sind in allen Landern. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Weumüthige Ubbitt. Unbegreifliches Geheimniß der Menschwer- ^ düng! das menschliche Geschlecht war durch die Sünd des Adams in das äußerste Elend gefallen : Niemand konnte ihm helfen, als du allein, barmherziger Gott! du hast die Menschheit angenommen, damit du in selber für die Menschen leiden und sterben könntest, und ein wahres Versöhn - Opfer werden. O tiefe Erniedrigung des göttlichen Worts! v unendliche Gültigkeit ! welche Gnaden sind aus dieser Quelle hergeflossen ? Je- Z68 Jesu Christe! du hast es vorgesehen, das eine so wunderbare Wohlkhar nur undankbaren Menschen erwiesen wurde ! Sollte nicht die ganze Welt dich ihren einzigen Erlöser immer anbethen, in zärtester Liebe zerfließen» und unablässig loben. Das heiligste Altars-Sakrament ist eineqe, heimnißvolle Erneuerung deiner Verdemüthj- gung in der Menschwerdung. Deine Maie- siätrst verhüllet unter den Gestalten des B>o"s: und deine Liebe» dein göttlicher Verheißen hal, tet dich immer bey uns» Tag und Nacht bis uns Ende der Zeiten. Aber anstatt der schuldigsten Verehrung,m fahrest du immerwährende Unbilden» und Beschimpfung : Man verschließt dich in den Kirchen» in dem Tabernackcl, und würdiget sich Nicht» dich zu besuchen» und anzubethen. Man erfrechet sich» dein heiligstes Sakrament mit todfeindlkchem Herzen zu empfangen, zu höchster Beleidigung deiner Liebe. O Jesu! welche Betrübniß, welches Leid sollte mein Herz überfallen» in Betrachtung so entsetzlicher Mishandlung deines hochselW Geheimntß? O Welk! schäme dich» wegen so häßlichem Undank gegen deinem vermenschten, und bir zu Lieb immer gegenwärtigen Gott! O Jesu! laß mich, anstatt der Undankbaren » dir zu Füßen fallen» und in tiefester Demuth in Bitterkeit meiner Seele, solche Unbilden reumüthlg addltteo. Hett! lob Hit rrir § kri ( wa vn! hcii ZU gel bi sct reg O qe> H ije^ 's: al, »s er, ir, li- '» n, !!l> nz eo '« >ir >v Iiv 369 Herr! dir gebühret alle Anbethunq, Ehre» tob, und Danksagung! du bist gebenedeyt l« Himmel von allen Engeln, Heiligen, und Aus- erwählten! Es benedeyen dich alle Menschen auf dee krde» die du in das wunderbarliche Licht deS Glaubens berufen hast, zur Erkenntniß deiner hohen Geheimnisse! Es benedeyet dich meine Seele, und alles, ivas in mir ist; und in der Tiefe der Ehrfurcht und Anbethung» erhebet mein Geist die Höchst deiner Geheimnisse, mit vollem Wunsch: Angebethet, gelobt, gepriesen sey ohne End, Das allerheiligste Altars-Sakrament! Von allen Kreaturen» an allen Orten,.und zu ewigen Zeiten! Amen. Demüthige Ergebenheit in dm heiligsten Willen Gottes. geheimnißvolle Wort! Wort der heiligen ^ DemuthWort der vollkommensten Ergebenheit in göttlichen Willen: Sieh , ich bin eine Dienerinn des Herrn; es geschehe mir nach deinem Wort! So rvunderbarlich dte Verkündigung de- Ln, ! 37 ° Engels, eben so unbegreiflich ist das Geheimniß der Menschwerdung des Sohns Gottes. Trauend auf die Alimacht Gottes, sich gänzlich überlassend der aliweisen Fürsicht des Höchsten, erqiebt sich Maria» die zarte Jungfrau, in den Willen Gottes. Jesu! du Sohn des Vaters hast diese heiligste Jungfrau für deine dreymal wunderbar- liche Mutter auserkiesen; wunderbarlich, weilen sie ohne Mackel der Erbsünde empfangen ; weil sie mit der Gnade erfüllet; und weil sie zugleich eine Jungfrau und Mutter! Sie hat dir gefallen durch die tiefeste Demuth, da sie von ihrer Reinigkeit versichert, ohne weitere Sorg, sich dem Wrllen des Herrn und des ewigen Vaters überlassen hat. Du, o göttlicher Erlöser! hast uns die heiligste Lehr dieser Tugend gegeben, daß wir nach dem Wohlgefallen des Vaters in allem unsre Herzen richten ; und immer zufrieden seyn sollen, daß uns nach seinem heiligsten Wille» geschehe. I. r derj N.e es, kein ser W< uns ist' W. den die un! Ge thu He die! W Ge höchster Gott du bist der Hen, und« dein Willen ist heilig, und gerecht. r. hast deinen Thron im Himmel bereitet., und!' , dein Reich wird über alle herrschen. ! Denn du hast alles erschaffen, Himmel und! ^ Erde, und alles was darinn ist; alles ist dein A Eigenthum; dein ist das ewige Recht, miti s allen Geschöpfen nach deinem Willen zu verordnen. Und INI! s. lnz- >ch- ru, -klar- >ei- ru- >nv )e- ttf rrn ig- ich sre »n e» ab« )l>! ab id in iit> Z?r Und wer wird der Stärke deines ArmS widerstehen? das Herz des Königs, und aller Menschen ist in der Hand des Herrn; er neigt es, wie er will; es ist keine Weisheit, und kein Rath wider dich, o allmächtiger, allweiser Gott! Deine Augen sind immer offen über alle Wege der Adamskinder; du brst größer als unser Herz, und weißt alles: kein Geschöpf iß unsichtbar in deinen Augen: du richtest die Welt in der Gerechtigkeit» und die Völker in deiner Wahrheit. Dein Mitten ist heilig und gerecht; du bist die Heiligkeit sechsten, und alles, was du willst, und verordnest, muß heilig seyn. Du bist die Gerechtigkeit, und kannst Niemand ein Unrecht lhun. Wer solle dich, und deinen heilig - und gerechten Willen nicht mit Ehrfurcht anbethen? Herr gieb meinem Herz die Stärke, daß ich dich m allen Zufällen verehre, und deinen Willen erfülle mit großem Herz, und willigem Gemüth. Ich ergebe mich, mein Gott und Herr! deinem anbethungsrvürdjgsten Willen; mache mit mir» was in deinen Augen gut ist. Du sollest von mir gebenedeyt seyn» in allen deinen Verordnungen; denen ich mich in der niedrigsten Demuth unterwerfe. Herr! dein Will geschehe! du bist der Herr, dessen ich eigen bin; dein Will ist heilig, und gerecht! ich umfange ihn mit kindlicher Liebe. O 97 - Ki es O mein Jesu» im heiligsten Sakrament! schon in deinem Eintritt in die Welk, sagte dein heiligstes Herz: sieh! ich komme, deinen Willen, o Vater! zu erfüllen. Im ganzen Leben auf dieser Erde, war es du deine Nahrung, den Willen desjenigen zii'tee thun, der dich gesandt hat. j ! Vor deinem Leiden, in Ansehung des Wem jede Kelchs» wärest du ganz ergeben : Vater, nicht ive mein, sondern dein Well geschehe! und was haltet dich immer gegenwärtig unter den Gestalten im heiligen Sakrament, als das Wohlgefallen , und der Willen des Vaters? Also solle der göttliche Willen in allem mein Herz besitzen, und leiten; meine Entschließung ist : Wie es der Wille im Himmel ist» also soll es geschehen. O Gott! mein Herz ist bereitet. II. vd Zie ist me dei die dei sor dei ^>enn du bist der Vater, und dein NH ^ len ist gütig und liebreich. Was solle mich zurück halten, mich deinem Willen zu ergeben, da ich dich als meinen liebvollen Vater erkenne? Mein Daseyn, meine Seele, mein Leibund A Leben habe ich von dir; du hast mich nach dei- W ner Gleichheit erschaffen, und deine Fürsicht,! o Vater! traget Sorg für mich, immer zeigest mir deine väterliche Liebe, da du das M se von mir abwendest, und mich mit so vielen ^ Gutthaten überhäufest. O 2 Z7Z O Vater! dein Will ist gütig und liebreich, und eben darum väterlich: du hast mich an Kindesstatt angenommen; und welche Liebe ist es, daß ich dein Kind bin, und genennet wird? du hast mir deine Erbschaft der Kinder Gottes schon bereitet. Deine Gnaden zeigen es, daß dein väterliches Herz mir Gutes will: und deine Werke beweisen , daß du mich liebest. Wenn du mir Kreuz und Leiden verordnest, oder zulassest; geschieht es, mich an dich zu ziehen, die Verdienste zu mehren, und mich sicher in das ewige Leben zu führen. Vater! ich ergebe mich deinem Willen; er ist nur Gütigkeit und Liebe; auf welche ich mein ganzes Vertrauen setze, sicher bin ich in den Armen eines so gütigen Vaters. ,O Jesu, im heiligsten Sakrament ! du ernährest mich mit deinem heiligen Leib und Blut; die Kraft deines Geheimniß erhaltet mich in deiner Gnade, daß ich von dir nicht getrennet, sondern ewig mit dir vereiniget werde. Ich überlasse mich deinem heiligsten Willen; denn ich weiß , daß du ein gütiger, und liebvol- ler Vater bist. Es geschehe mir nach deinem Willen und Wort! III. A Gott! du gedenkest von mir Gedanke«; des Friedens , und nrcht des wid- Ewige Anders). l l. Th. B b n- z-74 eigen Willens, Gedanken des Heils» und nichl M des Untergangs : «ma Du willst Mich deiner Güter, und des «„„i gen Lebens theilhaftig machen; du verlanaeß mein Heil, nicht zum Schein, sondern in Wahr- wo heit und Ernst. §h Dreß ist das Ziel meiner Schöpfung ; dar < rum hast du mrr deinen Sohn zur Erlösung gv ner geben; durch dessen Tode, und Verdienste ich ijH die Gnade der Kinder Gottes empfangen hck r>je Du heiligest mich durch die heilige Sakramente , damit ich drr gefalle» und du stärkji mich durch deine Gnaden, damit ich deiner^ de getreu verbleibe. ? Welches Mrstrauen auf deine Gütigkeit,! ' kann dann in meinem Herz Platz finden? i es deine Freude ist, mich mit Wohlthaten U ' überhäufen? ? Wie gut» o Gott Israels! bist du gegen die, welche eines aufrichtigen Herzens find? welch! her sich deinem heiligsten Willen unterwerfen? der Ich bethe an deine liebreiche Vorsehung, na! Verordnungen » welche ein väterliches Hey M zum Ursprung haben, und ich ruhe auf beim ^ göttlichen Herzen, o mein Jesu im heiligste« Sakrament! welches mich in allen Furchte», und Gefahren tröstet und erquicket. Beschluß. ^ err Jesu Christe! du hast deine M ^ durch die unergründliche Geheimnisse dem» Mensch- Z75 >«eji abe kriv 'kkji eil biki Menschwerdung, und des Altars glorreich gemacht : sie sind der Anfang, und das Ende unsrer Erlösung : in Verwunderung, und Andacht verehre ich selbe: Das Wort ist Fleisch geworden, und das heiligste Fleisch und Blut Jesu Christi ist unser göttliche Nahrung geworden. Ewigen Dank will ich mit allen Heiligen deiner unermeffenen Güttgkett abstatten; mit sehnlicher Bitt, daß ich die Früchte, und den Trost dieser Geheimnisse immer genießen möge» Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, tzc-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Yc- Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen rühm durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen- I«! nq ist« teo> iwey und zwanzigste Mund. Auf die Heimsuchung ^ der seligsten Jungfrau. H^err eröffne meine Lefzen, filj ^ So wird mein Mund dein Lob verkünde digen. h- Bbr O < Z?6 O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. jbig Ehr sey dem Vater» und dem Sohn, und ^ dem heiligen Geist: kei> Als er war im Anfang» jetzt» und allweg» stn und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. suc Oder - Lob sey dir o Herr, und König der ! ewigen Herrlichkeit. K> Al Gemüths-Erhebung. „o> de! oDein Gott» und Heiland Jesu Christe! deß ^ ^ sen Gegenwart im heiligsten Sakrament altzekk wunderbarlich» allzeit unser Trost in den sf(j Armselrgkelten dieses Lebens ist» ich komme zu ^ deinem Heiligthum» deine Majestät anzubethen, ^ Und bey dir Gnad zu finden. >,g Es ist eine unbegreifliche Sach» da du heiln ger, großer Gott! ohne Unterbruch, unter den, sakramentalischen Gestalten bey uns verbleibst^ G nur deme unendliche Gütigkert» und Liebes G dem Menschen» kann dieß bewirken. ! lni Ach Je'u! du fitzest »n dem Himmel zur Rech- ten des Vaters, m göttlicher Herrlichkeit, und zugleich würdig st du dich, an so viel tausend » Orten» auch in schlechten Küchlein» schon st ' viele Jahr» Tag und Nacht, auch ganz allem, so wunderbarlich als wesentlich bey uns zu seyn! Himmel und Erde muß erstaunen üoer ölest ^ Erniedrigung deiner Majestät» über diese He- rablassunq deiner Hochhert, über diese Ueber- ^ Maaß der Gütigkeit. 577 Du bist nämlich immerdar bereitet, jene gnädig aufzunehmen, die dich mit Glauben und „h Andacht besuchen : dem liebvolles Herz ist ber kettet, die Schatze der Gnaden jenen nützlichere § lea, die mrt Vertrauen zu dir kommen, und " in ihren Nöthen bey dir Hilf und Erquickung suchen^ >tt O gütigster Heiland! der du für mich am Kreuz das Leben dargegeben» und mir auf dem Altar deine Gegenwart schenkest; ich stelle mich vor dir, dkch in liebvoller Ehrerbietigkeit zu besuchen, und dein heiligstes Sakrament mit lies ^ j fer Anbethung zu verehren. "i AIs nach deiner Menschwerdung deine jung- t" fräuliche Mutter die Elisabeth besuchet, und begrüßet hat» ist durch deine Gegenwart dein Vorläufer Johannes noch in Mutterleib gehet- ^ z Iiget, und mit Freud erfüllet worden. en > Ach! daß auch ich in deiner sakramentalischen Gegenwart die Kraft und Wirkung deiner zu Gnad empfinde! daß meine Seele geheillget, ! init Trost und Süßigkeit erfüllet werde! ^ Du eingefleischtes Wort hast deine Mutter ^ zur beschwerlichen Reise, über das. Gebürg so nach Hebron» zu Elisabeth aufgewecket, und n, wärest ihre Stärke, und heilige Unterhaltung auf dem weiten Weg. H Jesu im heiligsten Sakrament! deine Gnad ^ wolle mich auf den rechten Weg zum himmli- schen Vaterland leiten» und mich stärken in alr len Gefahren» daß ich sicher zu meinem letzten B b z Ziel, Z78 Ziel, zur ewigen Anbelhung und Liebe im Hi«, ivei mel gelangen möge. lra! Gebenedeyt ist deine heiligste Mutter Maria; du hast sie mit Gnaden erfüllet; durch welche sie mit dir allzeit vereiniget geblieben. Und du, o Jesu! bist die gebenedeyte Frucht ihres jurnp N fraulichen Leibs ; in dir wohnet die Goethe», U und die Weisheit, Gnad, und Völle des götti lichen Segens! Woher kommt dann uns die höchste WO that, daß du unser Gott und Herr, immer,« ^ heiligsten Sakrament, bey uns seyn wellst? Ich lobe und preise deine uneingeschränkte « Liebe; und mein Geist frolocket in dir meine« Heiland! du würdigest dich, unsre Geringheit ^ so gnädig anzusehen, und durch deine immer- ^ wahrende Gegenwart glückselig zu machen! Wahrlich hast du uns große Dinge gethan^ ^ und heilig ist dein Namen, da du dich im hei- ^ c ligsten Altars-Geheimniß den wahren Heiland ^ zeigest. Es ist eine beständige Barmherzigkeit, wel- ^ che uns durch alle Zeiten bis ans Ende der jl Welt, deine Gegenwart schenket. Es ist ein ^ Werk deines allmächtigen Arms, der immer < dieses Wunder wirket; und die Hungrige mit ^ diesem wunderbarlichen Himmelbrod ernähret. Göttliche Mutter! welche du den vom heiln hjg gen Geist empfangenen Weltheiland zur Llck beth getragen haft, lobe und preise für mich < seine unendliche Liebe, die er in seiner Mensch- wer- ter Z79 i- «erbung, und in Einsetzung des heiligsten Sa- jkraments erwiesen hat. -,as lchr du, G m, )lb 'hl- Mnbethung. höchster Gott! du bist dem Moses erschienen ^ in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Dieser brannte mit Feuer , und verbrannte doch nicht. Es war dem Moses n'cht erlaubt, hinzu zutreten, bis er seine Schuh von den Füssen abgezogen; weilen wegen demer Gegenwart der Ort ein heiliges Erdreich wäre. OIesu, ewiger Sohn Gottes! du bist hier verborgen in dem heiligsten Sakrament! unter den schwachen Gestalten des Brods: deine Liebe glänzet hervor, und dieses wunderbarlicke Geheimniß wird bestehen bis ans Ende der Zeiten. Ich erscheine, ja ich nähere mich zu deinem hohen Geheimniß; aber mit Ehrfurcht, in lebendigem Glauben deiner Gegenwart» in Vers demükhigung meiner Nichtigkeit. Wie kann ich mein Angesicht zu dir erheben, anbethungs- würdrgster Gott? Jesu! du bist der wahre Gott, der verheisr sene Messias, den die Patriarchen erwartet, die Propheten vorgesagt, die Apostel verkündiget haben: den die katholische Kirche erkennet, und anbethet. Du bist der Gott unsrer Väter; du bist der KLnrg Himmels und der Erde; dem alles unterworfen ; der alles beherrschet; Du bist wahrs Bb 4 lich Z8-- lich der Heiland der Well; durch dessen Blut, den großen Werth, wir erkauft, und erlöset worden; du bist der künftige Richter der Lebendigen und Todten; dessen Zeichen des Kreuzes an dem Gerichtstage am Himmel erscheinen wird; der du das End-Urtheil über alle Menschen für die Ewigkeit sprechen wirst. Ich bethe dich an, mein Gott und Hm! wein Erlöser und Richter! in der allertiefeste« Demuth; in gänzlicher Unterwerfung; denn ich bin Staub und Asche, dein Geschöpf, und Eigenthum: der ich in allem von dir abhänge; dem ich mein Daseyn, mein Wesen, die Erlösung , und alle Gnaden und das künftige Leben schuldig bin. O Jesuwürdige dich, meine Anbethung, meine Unterwerfung, meine Erniedrigung, mit gnädigen Augen anzusehen, und nach deiner Gütlgkeit, als ein Opfer der Gerechtigkeit und Liebe, aufzunehmen. Da ich wiederhole- Heilig, heilig, heilig, ist der allmächlizr Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater :c. Als er war im Anfang rc. ^ Gebenedeyt bist du unter den Ml bern, und gebenedeyt ist die Frucki deines Leibs. Selig bist du, die di> geglaubet hast. D Hl sei all he eir er H m di u> A ir Uk, >set k- eii- >ei- >Üe n! ien nli >lid -g, nit m Äl lel 'S- Ä tl! )» Das Lobgesäng der göttlichen Mutter. «Nein Seel macht groß den Herrn: * und mein ^ Geist hat sich erfreuet in Gott meinem Heiland. Weil er die Niedrigkeit seiner Magd angesehen : * denn sieh! von nun an werden mich alle Geschlechter selig sprechen. Denn der, welcher mächtig, und dessen Nam heilig ist» * hat große Ding an mirgcwircket. Und seine Barmherzigkeit ergießet sich von einem Geschlecht in das andere: über die, welche ihn fürchten. Er hat in seinem Arm Macht ausgeübet: * er hat die Hoffärtige in den Gedanken ihres Herzens, zerstreuet. Die Mächtige hat ervom Thron abgesetzet:* und die Demüthigen erhöhet. Die Hungerige hat er mit Gütern erfüllet: * die Reiche aber hat er leer hingehen lassen. Er hat seinen Diener Israel aufgenommen:* und ist seiner Barmherzigkeit eingedenk gewesen. Wie er geredt hat zu unsern Vatern, * dem Abraham, und seiner Nachkommenschaft für immer und allzeit. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Meumüthige Mbbitt. ^>err! ein reuvoller Geist ist dir allzeit ein an- genehmes Opfer gewesen; ein zerknirschtes Bb 5 und Z82 und demüthiges Herz hast du niemal verachtet; ^ und wann hat dir nicht gefallen das Gedeih der Demüthigen? He Da ich dem heiligstes Sakrament betrachte, neu und deine Liebe zu Herzen fasse, welche du urs in l durch deine immerwährende Gegenwart erzei- ja i gest ; wie kann ich nicht in Traur und Leid fal, Be ilen wegen dem Unglauben»Irrthümer» Undank L und Unbilden, welche du in dem hohen Altars- big Geheimniß von der Welt zu leiden hast? M O Iesu! mein Geist wird betrübt, und mein Si Herz fühlet einen heftigen Schmerz, da ich fe dich, dein heiliges Sakrament, gröblich be- ste schimpfet sehe. ve> Gütigster Erlöser! keine Liebe, Dank, und tzer Verehrung kann genug seyn, die unendliche , Gutthat deiner wundervollen Gegenwart zu , vergelten. , > Und dennoch entehren die blinde und kose Menschen, mit unzähligen Sünden das an- ^ bethunqswürdige Sakrament! Ach Gott! ich verabscheue diesen Greuel der Undankbarkeit; ich bereue die Bosheit der Uns chnsten, welche sie gegen deinem Lieds - Geheimr nkß ausüben ! > Was kann ich thun zu einem Ersaß solcher Unbilden, als eine reu und demuthvolle Ab- ^ bitt einlegen? O Jesu ! sieh nicht an die End Ehrungen der After Christen, sondern den Elan- xu den» und Andacht deiner heiligen Kirch, mit ^ weicher sie m der ganzen Welt dieses heilige dj, Sakrament anbethet, und verehret. K Ich , Z8Z 'ek; Ich opfere dir auf alle Hochschätzung, Lie- ech le» Anbethung, Liebs - Begierden, so in den Herzen deiner wahren Diener immer aufbringe, mn, alle Ehrbezeugungen, so sie dir erweisen ws in dem hochheiligen Opfer der heiligen Meß , iei-!jn Genießung der heiligen Kommunion, in der fal, Beiuchung dieses heiligen Sakraments. Aik Endlich will ich ern Opfer seyn deiner bekei- rs- digten Majestät, durch die tiefeste Erniedri- , gung, und Zernichtung meiner selbst eignen m Sünden, die ich herzlich bereue, und widerru- ich fe; mit festem Fßrsatz, nicht allein das heilig- be- ste Sakrament allzeit mit zartester Andacht zu verehren, sondern auch dessen Ehre zu beschü- nd tzeri, und zu befördern, ne >u Angebethet sey ohne End, Das allerheiltgste Altars - Sakrament! )se »er! liier ch- it- u- »t Das Lobgesang der göttlichen Mutter in heiligen Anmuthungen. macht dich groß, o Herr! unsern Erlöser, mit den Worten deiner seligsten Gebähre- rinn, die Versammlung deiner Kirche; weil du angesehen hast die Demuth deiner Magd , da dich die heilige Jungfrau empfangen, und die Äirch durch den Glauben erkennet hat; da du Z84 du von jener hervor gekommen bist, und dir- ^ fe erlöset hast. ^ Da die seligste Mutter alle Geschleckter» und ' Völker selig sprechen : und in der Kirche al, hjx le Gattungen der Menschen werden glückselig werden. < N«mm dann auf, o Herr! dein Volk F- „ii rael» und gedenke deiner Barmherzigkeit» der hxj du zu unsern Vätern geredet hast; damit die wm - derbare Erlösung der ganzen Welk» die ErsH da! lung sey deiner göttlichen A^rheißung. „n Irr Bcsuchung des heil. Sakraments, tie sie Meine Seele machet groß den Herrn; und mein Geist hat sich erfreuet in Gott meinem Heiland. ^ i ^>err Jesu Christe! das heiligste Sakrament des Altars ist das große Werk.welches den > ne unendliche Liebe zum Heil der Menschen qe«! "" wirket hat: es ist herrlich, und mit tmmerwäh^ . rendem Lob zu erheben. ! ^ Meine Seele machet groß, und preiset dich ' höchlich, dich den Herrn, der du.wie die Mensch« ^ werdung aus Maria der Jungfrau, also deine ^ wahre Gegenwart auf dem Altar uns gege« ^ den hast. y. Du bist unser Heiland, und die Wirkungen ^ deiner Erlösung genießen wir immer durch die! Kraft dieses höchsten Geheimniß : mein Geist fto- Z85 dir- stolocket in dir, 0 Gott ! der du nicht nachlassest , unser Heiland zu seyn. M Jene unbegl erfl'che Gütigkeit, welche dich in a>< diese Welt gebracht, hat eben dlch in dem hei- ch Iigsten Sakrament verborgen. Meine Seele, voll der Verwunderung lobet F> und benedeyet dich, und alles, was in mir ist, k'er deinen heiligen Namen. Welche Freude»welcher Trost ist es für mich, üb daß lch dich meinen Gott auf dem Altar, TagS und Nachts anbethen kann! In deiner Gegenwart erscheine ich, dich in §. tiefer Demuth zu ehren» und deiner Liebe unsterblichen Dank zu erstatten. Er hat die Demuth seiner Magd angesehen. Göttliche Hochheit! es ist deine Eigenschaft, auf das Niedrige herab zu sehen, und die De- ,, müthige mit deinen Gnaden zu bestralen- ^ Jesu, mein Gott! du bist der hoch und er- ^ habene» der ewige, dessen Name heilig ist; du z wohnest in dem Herligthum, im Himmel unk» h, auf Erde; du machest lebendig den Geist, und das Herz der Demüthigen, y Allzeit hat dir das Gebeth und die Andacht derjenigen gefallen, die ihre Seelen vor dir „ verdemüthigen: sich mich an mit gnädigem Aug, je da ich,n vollkommner Erniedrigung deine Gü- js Weit anflehe. Sieh! de na es 386 Sieh ! es werden mich von nun an, alle Zeiten, und Geschlechter selig sprechen. Selig und qebenedeyt ist deine jungfräuliche Mutter, welche du auserkiesen, und mit NW derbaren Fürtreflichkeiten vor andern herrlich gezieret hast. Du, o selige Mutter, und allzeit reine Jungfrau, glorreiche Königinn der Welt! bitte für mich bey deinem liebsten Sohn, den ich im heiligsten Sakrament anbethe» und in dir ewig loben werde. Lrebrelchester Erlöser! nimm mich auf unter die Zahl der Seligen, welche eben darum selig sind, weil sie immer bey dir sind, und dein heiliges Angesicht ewig genießen. Ertheile mir durch die Wirkung deines hochheiligen Sakraments jene Tugenden, welche du mit deinem göttlichen Munde selig gesprochen , und ihnen das Himmelreich, und den häufigen Lohn verheißen hast. Der Mächtige hat mir große Diw ge gethan; und sein Name ist heilig. G M' ne st< w> lir ne tl di dl de dr ge sei ! Ul Herr Jesu Christe, du ewiges Wort desall-i mächtigen Vaters! durch den alles gemacht ist,! ge du bist der Mächtige, der du deine gebenedeM ni Mutter durch außerordentliche Vorzüglichkeilen! vor Himmel und Erde groß und herrlich M ar macht hast! er Hei- Z87 n, tt- NI- >4- U ei- >'g Heilig ist dein Nam, und heilig ist dein wundervolles Sakrament, in welchem du nicht nachlassest große Dtng zu wirken ; ich verehre es, und bethe dich an, heiliger und mächtiger Gott! Ewiges Lob, ewiger Dank sey deiner Allmacht und Güte! ein großes Geheimmß ist deine verborgene Gottheit unter den geringen Gestalten des Brods: groß und heilig ist dein wahres unblutiges Opfer des Altars: groß und unerschöpflich sind deine Gnaden, welche wir durch dein heiliges Sakrament empfangen. Gelobt und gebenedeyt sey in Ewigkeit deine unendliche Liebe und Herrlichkeit! ei- Gerne Barmherzigkeit erzeigt er von einem Geschlecht in das andere, denen, ^ die ihn furchten. ^ O Jesu ! welche Barmherzigkeit ist es, daß e" du für uns aus der Schooß des Vaters von dem Himmel auf die Erde herabgestiegen? daß du durch dein Leiden und Tode unser Erlöser ^ geworden ? daß du in dem heiligen Sakrament . schon so viele Jahrhundert bey uns bleibest, uns zu ernähren» und zu trösten ? i"! Wer solle nicht mit Ehrfurcht in deiner Ges !i'! genwart erscheinen, und deine Erbärmniffen te nicht ewig preisen? m Du gießest die Schätze deiner Güte über uns er' aus ; und nachdem du uns durch deinen Tod erlöset hast, solle deine immerwährende Gegen- Z88 genwart unser Trost seyn in diesem Thal des Elends! o ewige Llebe! ach! daß ich dich ewig liebe, mein Gott, und meine Barmherzigkeit ! Er hat in seinen; Arme Gewalt erzeiget, und die Hoffartige zerstreuet. Dein mächtiger Arme hat die hoffärtige Geister vom Himmel verflossen, und von deinem heiligen Angesicht in den Abgrund gestürzet. Jesu ! du bist unser Heiland; aber auch der künftige Richter aller Menschen. Jetzt brauchst du mit uns Geduld, und Barmherzigkeit» aber dein starker Arme wird einmal die strenge Gerechtigkeit ausüben wider jene, welche dein an- bethungswürdiges Sakrament verachten» beschimpfen, und gottesrauberisch mishandeln. Gütigster Erlöser! entferne von mir eine» so boshaften Undank! Gieß in mein Herz die zärteste Andacht» und die demüthigste Ehrfurcht gegen deinem großen Liebs-Sakrament. In dem lebendigen Glauben, mit eifriger Lieb, wird mein Geist das hoche Geheimniß des Altars anbethen , und verehren, bis r» Ende meines Lebens. A, er< Er hat die Gewaltigen von dem Stuhle abgesetzt, und die Demüthige erhoben. der un! suc! Heiliger Gott ! es muß dir misfallen aste eit- Z89 >es ich er- D g! >er ^er !e- eitle Erhebung deiner Geschöpfe, die ihre Nichtigkeit nicht erkennen, und dennoch wider deine Majestät sich erhöhen. Dein heiligstes Sakrament ist der Thron deiner Gottheit, von dem du die Demuth deiner Anbether wohlgefällig aufnimmst. Würdige dich, o Jesu, mein Gott und Herr! mich gnädig anzusehen, da ich in der tiefesten Demuth vor dir liege, und deine Hochheit um Hilf in meinem Elend, und um Trost in meinen Armseligkeiten anstehe. Die Hungrigen hat er mit Gütern erfüllet, und die Reichen leer entlassen. ge Die alte Väter, o Jestr, du wahrer Mes- sus! haben nach deiner Ankunft geseufzet; und da du auS Maria der Jungfrau Mensch geworden , hast du uns mit himmlischen Gütern erfüllet. Den immerwährenden Zufluß hast uns in deinem heiligsten Sakrament bestimmet! o Trost! o Gnaden! die dein heiliges Geheimniß uns immer mittheilet. Armselige Menschen! welche die heilige ^uell der göttlichen Süßigkeiten vernachlässigen, und in den indischen Eitelkeiten ihr Vergnügen suchen. V Jesu! nicht die verächtliche Ergötzungen der Welt, sondern die erquickende Gnaden und Tröstungen deines heiligen Sakraments, sind der Gegenstand meiner Begierden. EwLge Anhech.l t. Th. A c O die ein An Z90 O dir! Gott der Liebe! mein Herz seufzet nach Er hat Israel seinen Diener aufgenommen, und ist seiner Barmherzig keit eingedenk gewesen. Ich ergebe mich deinem heiligen Dienst» Jesu mein Gott auf dem Altar! dich will ich am bethen» und ehren» dich will ich lieben und loben bis an mein Ende. Erbarme dich meiner! tilge meine Sünden: stärke meine Seele: entzünde meine Liebe: mehre meine Andacht; und führe mich in das ewige Leben. 8 k>! da re ne gst He l wie er unsern Vätern, Abraham und seinen ewigen Nachkommen verheißen hat. mit der: ge, Wie du deine Verheißung in der Menschwer- ) düng erfüllet hast; also hoffe ich auf dein hei- ^ liges Wort: v Unsre Väter haben auf dich gehoffet; und x sind nicht zu Schanden worden; z ) O heiliger Gott! ? ^ Zu dir haben sie gerufen ; und du hastig erlöset; , ^ O starker Gott! ^ Heiliger und erbarmender Heiland! laß uns d«e Z9r Hidie Wirkungen deines heiligen Sakraments empfinden, absonderlich vor dem letzten Ende! Amen. Beschluß. ier m r- ^1 l>me Gütigkeit, Herr Jesu Christewelche ^ du dem Johannes in der Besuchung der Elisabeth, erwiesen hast»erzeigest du auch uns» da du dich würdigest in der Kommunion in unsre Herzen einzugehen. Heilige mich durch deine Gegenwart, wie du den kleinen Johannes gcheiliget hast; daß ich mich in dir meinem Heiland erfreuen möge! Und da ich diese Gnade so oft genieße, erhalte in nur die wahre Liebe, und Treu, damit ich von dir niemal abgeändert werde, sondern zur ewigen Anbethung im Himmel gelange, Amen. i§ Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, H-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, Und mein Rufen komme zu dir. )^. Lasset uns den Herrn benedeyen! A-. Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. L(2 Drey Z92 dreyund zwanzigste ^tund. Auf die Himmelfahrt -er seligsten Jungfrau. ,^err eröffne meine Lefzen, " So wird mein Mund dein Lob verküiv dlgen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr elle mir zu helfen. Ehr sey dem Vater» und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen, Alleluja. all au rn! chr H- de> in da M W E, M in nci fü. Oden: Lob sey dir o Herr und König dlk ewigen Herrlichkeit. du T, Gemüths-Erhebung. I kd?I e7>''e allerseliqste Jungfrau, und götM ^ ^ Mutter Maria ist in Hrmmel aufqelM wen worden; es erfreuen sich die Engel, jil loben und benedeyen den Herrn. j H, Die heilige Gedährennn Gottes ist erhol!« worden über die Chör der Engel in das huM A, lische Reich. ^ Lei Sie ist nun an dem Ort, m dem der Km Z9Z da aller Könige» Jesus Christus ihr wahrer Sohn auf dem herrlichen Thron sitzet. Gebenedeyt und ewig gepriesen sey deine unendliche Liebe» Herr Jesu Christe! mit welcher vu deine heilige Mutter so glorreich in Himmel erhoben» und herrlich gemacht hast; den aus ihr angenommenen heiligsten Leib ich in dem Sakrament des Altars mit zärtester Andacht verehre. Alle fültrefl'che Eigenschaften» mit denen Maria sezieret war, sind deine Gaben, und Wirkungen deiner Gnad. Die ewige Auserwählung» die unbefleckte Empfängniß» die Würde einer jungfräulichen Mutter» die Völle der Gnad» die Heiligkeit, in der sie alle Heilige übertroffen» haben keinen Ursprung» als dich» oeingefleischtes Wort! für welch alles ich dir unsterblichen Dank sage. Nach deiner Auffahrt, und nach der Sendung des heiligen Geists, da sie noch in dieser Sterblichkeit mehrere Jahre geblieben» welchen Trost genösse deine liebste Mutter? Die brennende Liebe» die öftere Besuchung der heiligen Oerter» die du durch deine Geheimnisse qeheiliget hast» deine vielfältige Erscheinungen » die Genleßung des heiligsten Altars Sakrament» waren ihre Unterhaltung, ihre Erquickung auf Erden, bis sie zu dir in Himmel aufqefahrel?ist. Sre ist zwar entschlafen aus Jnnbrunst der Liebe» welche die Band der Seele mit dein Leib aufgelößt; doch sah sie dich ihren göttli- Ccz chen Z94 -4 chen Sohn mit den englischen Chören ankommen » ihre Seel in die himmlische Glory aufzunehmen. O Jesu! ich weiß» daß ich einmal diesen sterblichen Leib verlassen» und in die Ewigkeit eingehen muß. Ertheile mir die Gnad» daß mich deine Gegenwart in dem heiligsten Sakrament» durch die letzte Wegzehrung» in jener gefährlichen Abreis starke, tröste, und zu dem ewigen Leben befördere. Maria hat dieses zeitliche Leben geendet zu ^erusalem in dem Haus, in welchem du das bendmahl gehalten» und das heiligste Altars- Sakrament eingestellet hast. O großer und edier Speissal» in dem du, o Iefu l dich uns zur heilsamen Nahrung des geistlichen Lebens »Maria aber ihre Seel zum glorreichen Leben dir übergeben hat. O allerheiligstes Sakrament! in dessen Glauben , Liebe» Ehr, und Anbethung» als eines Unterpfands der künftigen Glory » ich verlange aufgelößt» und zu dir» mein Heiland! erhoben zu werden, damit ich in Ewigkeit mit dir vereiniget bleibe. Der heilig-jungfräuliche Leib der Mutter ist zwar ins Grab gelegt » aber in drey Tagen mit der Seel wieder vereiniget, von dir in den Himmel zur herrlichen Glory aufgenommen worden. * O glorreicher Triumph! den du deiner göttlichen Mittler in ihrer Himmelfahrt bereitet hast. Göttliches Wort! welches du aus dem Leib Ma- M bil licl w! ke lig trc all sp' tri ih> gl> § de an fti lll! ra re un fa al kr Z95 Mariä hast wollen Mensch werden, eS war billig, daß er nicht verwesen, sondern verherrlichet» und über alle Chör der Engel erhoben werden sollte. Sie hat dich neun Monat in ihrem reinesten Leib getragen ; und du hast ihn durch die heilige Engel in die himmlische Wohnungen übertragen lassen. Ach daß ich dich in dem heiligen Sakrament allzeit würdig empfange! denn du hast es versprochen, wer dein Fleisch ißt, und dein Blut trinkt» habe das ewige Leben, und du werdest ihn erwecken zur glorreichen Auferstehung, unglückseliger Himmelfahrt. Mnbethung. ll- l» ir i! N! p! -n i< l/ ,b> Uls Maria mit Leib und Seel im Himmel ^ angekommen» und dich auf dem Thron deiner göttlichen Majestät, in der Herrlichkeit angesehen» hat sie sogleich sich vor dir» in tier fester Anbethung» mit brennender Liebe, erniedriget. Die demüthige Dienerinn des Herrn, die zärreste Mutter des göttlichen Sohns, die glorreiche K öniginn des Himmels, wurde vordem unendlichen Glanz deiner Hochhett also überfallen » daß sie in der Demuth der Anbethung alle Engel und Auserwählte übertraf. O Jesu ! der du in dem allerheiligsten Sakrament so wesentlich, als in dem Himmel, gegenwärtig tust, wie tief solle dann meine An- Lc 4 be- Zy6 bethung seyn, welche ich deiner Liebe, und Großmacht schuldig bin ? Ich sehe dich zwar nicht mit leiblichen Au, gen ; aber der unzweifelhafte Glaube versichert mich deiner wahren Gegenwart. Du verhüllest deine unendliche Glory als des Eingebohrten von dem Vater; aber du biß auch hier der ewige Sohn Gottes, der Erlöser , dem aller Gewalt un Himmel, und auf Erde gegeben worden. Ich werfe mich nieder in möglichster Demuth, und bethe dich an, als meinen Gott, und Hei» land, als den König aller Könige, dessen Reichs, kein Ende seyn wird. I Alle Ehr, alles Lob» alle Anbethunq, so dir im Himmel von Maria, und allen seligen Geistern erwiesen wird, solle von nur bestärket seyn; dein Nam werde gepriesen, deine Hochheitan- gebethet»wie im Himmel, also auch auf Erven. O Emmanuel, du Sohn Davids, und Ma< riä der Jungfrau ; du Eingebohrner des Vaters ; dessen Freud ist, bey den Menschen -Kindern zu seyn; du großer aber verborgener Gott; der du immer in dem Altars-Geheimniß bey uns verbleibest ; dir sey ewiges Lob, Ehr uns Danksagung im Himmel und auf Erden ! O Jesu! du guter Hirt, der du deine See! für deine Schaf gegeben hast! du Brod des Lebens, so du vom Himmel herabgestiegen; du Speis der Engel, so du dein Volk ohne Mu> he ernährest; du verborgenes Manna, so v» dem Ueberwmder alle Süßigkeit bringst ; b» Herr E ne be yl de ne de ur te . ?97 M Herr der Herrschenden, der du allein die Unsterblichkeit hast. Dir sey die tiefeste und ewi- rlm geAnbethung von mir, und allen Menschen im Himmel und auf Erden ! denn bet bist O auf Heilig» heilig» heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. th, )ei< chs die lei- Herr! ich habe die Zierde deines Hauses, und den Ort der Wohnung deiner Herrlichkeit geliebt! meine Seele ist begierig dahin zu kommen. >»; am Aus dem i i2. Psalm. PM ihr Diener den Herrn: * lobet den Na- * men des Herrn. Der Name des Herrn sey gebenedeyt:' von nun an bis in Ewigkeit. Von Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergänge » ' sey gelobt der Namen des Herrn. Der Herr ist über alle Völker erhöhet, * seine Ehre ist über die Himmel. Wer ist wie der Herr unser Gott? * der in der Höbe sitzet; Und sieht auf die Niedrigen * im Himmel Und auf Erde. Der den Geringen aus dem Staub aufrichtet ,' und den Armen aus dem Koth erhöhet. C c 5 Daß ;->8 Daß er ihn über die Fürsten setze,' über die Fürsten seines Volks. Der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, * als eine fröhliche Mutter der Ämoer. tig s°I ftl Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Gi Meummhige Mbbitt. ^>err Jesu Christe! großes Leid, und buch dringende Schmerzen hat das zarte Heg deiner betrübten Mutter gelitten, da sie sehen lind hören mußte die Verfolgungen, Wer- Wort, und Unbilden, welche deiner göttlichen Person von den Juden widerfahren. Eben so groß ist anjetzo ihre Freude in dm Himmel, da sie dich in der unendlichen Hm» lltchkeit» von den Engeln und Menschen qeeh- ret und angebethet sieht, und dein ewiges Lob höret. Es wurde aber deine liebste Mutter höchst betrüben, wenn sie in den himmlischen Freuben des Leids fähig wäre, da ihr nicht unbewußt sind die Amtshandlungen, und Entehrungen deß ries anbethungswürdtgen Sakraments. ers ich de AI bei sch do r> ue üb bei les di, bil ' H ! sie Doch wie sie ab aller Ehre, Lieb, und Aiu ^ bethung, so dir in diesem Geheimniß erwiese^ ^ wird, eine besondere Freud genießt; also wüst §n scn ihr, wie deinem göttlichen Herzen» höchst ^ misfallen alle Unbilden» die du in selbigem r» ^ ertragen hast. Und Z99 Und ich, o göttlicher Heiland! solle gleichgil- tig ansehen können, und unempfindlich seyn zu solchem Undank, und gottesrauberischem Verfahren mit deiner göttlichen Person? Der lebendige Glaube von deiner wahren Gegenwart» die höchste Hochschätzunq dieses Geheimnisses» die zarteste Liebe, und Andacht, mit der ich dein heiligstes Sakrament verehre, erfüllen wein Herz mit Leid und Traur, die ich empfinde wegen den groben Beleidigungen deiner unendlichen Liebe, und Gütigkeit in dem Altars-Geheimniß. O Jesu! ich falle darnieder vor deinem Gna- denthron» voll der Schamröthe» daß die Menschen-Kinder also mit dir umgehen» der du doch nur ihnen zu Lieb, ihnen zum Heil und Trost» dich als ein Versöhn-Opfer, als eine wahre Seelen - Spets, als einen Heiland übergiebst. Ach ! mein einziger Wunsch ist, solche Unbilden zu hindern, und mit einer gebührenden Ersetzung deine Ehre zu retten. Laß wenigstens dir gefallen » Gütigster! meine reumüthige Ab- bitt. Verzeih den Büßenden ; bekehre die Hartnäckigen, verschone der Welt, und strafe sie nicht in deinem Zorn! Maria du glorreiche Himmels Königinn! alle Chör der heiligen Engel, alle Heilige und Auserwählte des Himmels» ersetzet durch eure ewige Anbethung» Lob, Ehr und Liebe Jesu Christi zur Rechten des Vaters, was uns auf Erde in dem Schatten des Glaubens mangelt! Anr 42S Anqebethet sey ohne End, Das heiligste Altars - Sakrament. kt -in Heilige Begierden, und Flehen der christlichen Seele m dem Thal der Zähren, über das x Salve Regln«. I. Sey gegrüßt, o Röniginn! Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unser Süßigkeit/unser Hoffnung sey gegrüßt. ^err Jesu Christe! deine liebste Mutter haß ^ du, mit Seele und Leib, aus diesem 2-»» merthal, zu deinem Thron, in die ewige Freuden aufgenommen. Ich ehre sie mit zarter Andacht, als dck heiligste Mutter, voll der Gnade, und Hm Ilchkeit ; erhöhet über alle Ct)ör drr Enge!, und über alle Heilige und Auserwählte« dem Himmel. Ich grüße dich, seligste Jungfrau! und n» Herz, das dich liebet, erfreun t sich ab beino Glory und ewigen Glückseligkeit. AuS dem Gewalt, der von dem Vater der trß 8ü die wa c ren erb M, 'Hi fin! Ivv ru linl suc! ner tes linl dei glii l Gl da, oh, iki SÄ 4«>r Jesu! gegeben worden im Himmel und auf krden, hast du deine Mutter zu einer Königinn der Himmel gemacht. Von dir hat Maria die herrlichste Krön in dem Reich der Himmel; bey dir hat sie den ersten Zutritt vor allen Heiligen; und ihre Fürbttt» nach der Völle ihrer Verdienste, hat die erste Kraft über dein göttliches Herz: denn ,s wirst du deiner liebsten Mutter versagen? In diesem Thal der Zähren, in den Gefahren und Armseligkeiten des sterblichen Lebens, erhebe ich meine Augen*zu dir, o Jesu! du König der Glory, und zu deiner gebenedeyten Mutter! Nur darum bin ick erschaffen, daß ich in Himmel gelange» und in dir das ewige Heil finde. Und weilen keine Sicherheit genug ist, wo. die Ewigkeit in Gefahr stehet, seüfze ich zu dir mein Gott, mein Theil in Ewigkeit! und da ich hier keine bleibende Stadt habe, suche ich mit heftigen Begierden den Ort meiner ewigen Ruhe, die himmlische Stadt Gottes. Ach! daß ich dahin aufgenohmen werde, und vor deinem Angesicht erscheine! wo mich deine unendliche Glory ersättlgen, und ewig glückselig machen wird! ,O Himmel! in dir ist das ewige Leben, daS Gott denen, die ihn lieben, vorbereitet hat: das heilige und unsterbliche Leben» ein Leben ohne Traur, ohne Furcht, ohne Schmerzen, tu unendlichen Freuden! Herr! 402 Herr! in deinen Handen ist mein Glück, ^ ich von qanzem Herzen wünsche, und mitstL ter Hoffnung erwarte. Jesu! ich halte mich an deine Verheißung und tröste mich mit deinem Leiden und Tode, durch welchen du mir die Gnade, die VerB hung, und das ewige Leben verdienet hast. Dein heiligstes Sakrament ernähret mich w mer in deiner Gnade, daß ich den Weg des Himmels nicht verliere; es stärket mich, daß ich den Gefahren entgehe, und meine Feinde überwinde. Maria Mutter der Barmherzigkeit! welche du von deinem göttlichen Sohn erlernet hast, und selbe noch immer in dem Himmel dein mütterliches Herz beybehaltet: laß mich die Wirkungen deiner Liebe genießen» daß ich durch deine Fürbltt des Himmels theilhaftig werde, und durch deine Hilf durch die enge Porte zum Thron deines Sohns eingehe» möge. Denn du bist unser Eeben , in der Gnad und Liebe, in der wir durch dein Gebeth err halten werden. Du bist unser Süßigkeit, die uns erquicket in den Bitterkeiten und in den Schwachheiten dieses Lebens: du bist M ser Hoffnung nach Gott, bey dem wir durch dich Gnade finden, und den Seligen beygescl» let werden. > Göttliche Mutter.' Erbarme dich meiner, und gieb nicht zu, daß ich von dem Himmel aus- seil ;u H> ter tve La rul m Lr da! zu, ive leu ive 40z ^«usgescklossen, und von deinem allerliebsten Mohn ewrg abgesöndert werde, der mich mit ' Hinern Blut erlöset hat. 'gj ii. >eS Zu dir rufen wir elende Rinder Evä: zu dir seufzen wir, Traurende und weinende, in diesen; Thal der Zähre»;. Jesu! wir sind in dem Elend, so lang wie ^ leben» aus dem Paradies, und aus dem Himmel ausgeschlossen, der allein unser Vaterland ist. Die Erde ist das Thal der Zähren, in dem wir unter dem Last der Trübsalen seufzen und weinen! weit entfernt von dem glückseligen Land der Auserwählten. Aus diesem Elend und Zährenthal seufze und rufe ich zu dir» 0 Jesu! eröffne mir den Himmel, den uns der Adam verschlossen hat. Hierunten finde ich nichts als Kreuz, und Drangsalen, Furcht und Betrübniß ; ach ! daß ich von den Banden der Sterblichkeit auf-r gelößt, in die Freyheit der Kinder Gottes, M Genuß der ewigen Güter aufgenohmen werde! Du 0 Gott! tröcknest von den Augen der Heiligen alle Zähre» und erfüllest ihre Seelen mit einer Uebermaaß der süßesten Freuden, welche kein indisches Herz fühlen kann. O 404 O Herr Jesu Christe! berufe- mich zu dreier glückseligen Gesellschaft der Heilrgen, durch die Fürbitt deiner göttlichen Mutter, damit ich der Früchte deiner Erlösung ewig theilhaftig werde. O Mariaich stufte und rufe zu dir, o liebste Mutter! dein mütterliches Herz erbarme sich meiner in diesem Augenblick! reiche mir deine hilfreiche Hand» damit ich zu dir in den Himmel komme! O himmlisches Vaterland ! du selige Stadt Gottes ! welche Pracht und Herrlichkeit ist in dir! wie glückselig sind deine Bürger, und Inwohner ! welche den unendlichen Gott ewig anschauen , und in dessen Liebe einen reichen Stromm der Freude ewig genießen! Jesu ! deine Gnad ernähre in mir einen Eckel ab den irrdjschen Eitelkeiten, und eine heftige Begierde zu den himmlischen Gütern. m. Eja misse Fürsprechen«» ! kehre deine barmherzige Augen zu uns, und nach diesem Elende zeige uns Jesum die gebenedeyte Frucht deines Leibs: o gütige! o milde! o süße Jungfrau Maria! t>esu Christe! der du nach der Erlösung des Menschen, in Himmel aufgestiegen bist- und nun in deinem Reich um dem Vater und Heu 405 heiligen Geist ewig lebst und regierst; deine auserrvählte Mutter hat bey dir Gnad gefunden, daß sie in dem Himmel unsre mächtige Fürsprecherrnn geworden. Es ist dir angenehm, wenn wir zu ihr unser Zuflucht nehmen, und durch ihre Fürbitt den Eingang in den Himmel zu erwerben suchen. Durch sie haben wir dich als den Erlöser von dem ewigen Tode erlanget; laß uns durch diese Fürsprecherinn im Himmel ewig leben. Göttliche Mutter! sieh von dem hohen Hrmr i inel auf unser Elend , Kümmernisse, und Gefahren , und errette uns aus der ängstigen Furcht, den Himmel zu verlieren. O Maria! >der dich findet, wird das ewige Leben finden, zünd das Heil von Gott schöpfen. Wie kann ich dich finden, als durch die zarte und standhafte Liede deines Sohns Jesu, und durch ein kindliches Vertrauen zu dir, o Mutter der schönen Liebe, und der heiligen Hoffnung ? Wenn ich dieses Elend» die Erde, und alles Zerqänqliche verlass'n werde, und vor dein Gericht erscheinen müssen, alSdann, 0 gütige Mutter! 0 Jungfrau voll der Milde und Süs- sigkeit! mache mir deinen Sohn Jesum zu einem gnädigen Richter; versöhne mich mit ihm, bevor er das Urtheil sprechen wird, daß er mich nicht verdamme, sondern in das Reich der Himmel berufe. Führe mich zu seinem Thron, daß ich sein liebreiches Angesicht anschauen, und ihn ewig Ewige Andctl). l l. Th. D d an- 406 anböthen und loben möge, den ick in dieser Sterblichkeit auf dem Altar in trefester Ehr« he furcht anböthe. he Beschluß. !, Jesu! deine Gegenwart im heiligen Sa« krament ist mein Trost und Erquickung in den Armseligkeiten dieses Lebens : aber niei» ne Begierden stehen zu dem Himmel, wo ich dich in der Glory sehen, und in der Völle der Glückseligkeit anbethen werde. Göttliche Mutter! mein Herz erfreuet sich ab deiner Herrlichkeit, und Erhöhung in dem ! Himmel! Ach! daß ich dir nachfolgen möge ! in der standhaften Liebe deines Sohns Jesu Christi, in einem gottseligen Leben, in der Am lj dacht zum heiligsten Altars-Sakrament; und I durch diese Mittel und Weg zum ewigen Leben i gelange. ! Jesu! erhöre die mächtige Fürbitt deiner liebsten Mutter für mich bey dem Thron der Glory, Amen. Anqebethet sey ohne End, das heiligste Altars Sakrament, tz?. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, A-. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! A- Gott sey Dank.. Und 427 's» Und die Seelen aller Christglaubigen ruhten durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieren , Amen. A ^icr und zwanzigste Mtund. ^ Auf das heilige Schutzengel Fest. b" M^rr eröffne meine Lefzen, ge W- So wird mein Mund dein Lob verkündigen. Ö Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Alleluja. vdec: Lob sey dir 0 Herr, und König der ste ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Wniächtiger ewiger Gott, der du zu deiner * Ehre» und Anbethung, eine unbegreifliche sahl der Engel, und heiliger Geister erschallen hast ; welche dein ewiges Lob singen, und Dd 2 dei- 408 deine unendliche Majstät unaufhörlich lieben,«« preisen, und erhöhen! Gebenedeyt sey deine Glory und HerrlichiM >ich W keit, welche aus diesen fürtrcfllchen GeschöpfeNj aus den enqlischen Heerschaaren des Himmels, hervor leuchtet! Der Prophet Isajas sah dich sitzend aufei- nem hohen Thron: die Seraphim umgabenihn, und rüsten : Heilig » heilig , heilig , ist der Herr Gott der Heerschaaren! alle Erde istvoll seiner Glory! AIs du deinen ewigen Sohn durch die ^ Menschwerdung in der Welt einführen wölk ^ test, mußte ein Engel dieses große Geheimniß verkündigen, und da das Wort ist Fleisch geworden , war schon dein Befehl, daß alle deine Engel ihn anbekhcn sollen. Jesu Christe! auch die Engel haben deine Geburt zu Bethlehem angekündet» dich als den Heiland der Welt gepriesen, und das himmlische Lobgesang angestimmet. Deine Gottheit war verborgen in der Gestalt eines kleinen Kinds ; auf der Sckooß der jungfräulichen Mutter» in einer schlechten Krippe: aber die Schaaren der Engel umgaben dich in demüthigster Anbethung. Wenn die Engel von Gott gesendet werden als Hilfsgeister, zum Dienst derjenigen, so die Erbschaft des Heils erlangen; wie viel mehr sind sie immer bereitet gewesen zu deiner Bedienung, und Anbethung ihres Herrn? Da du, o Jesu! im wundervollen Sakrament 409 n,«rnt des Altars dem Menschen deine Gegenwart schenkest» welche Anzahl heiliger Geister cher aufbehalten wird» sich eine große Anzahl dieser oll himmlischen Geister emfindet, ihrem unter den Brods - Gestalten wesentlich gegenwärtigen -ie!Herrn die tiefeste Bedienung zu erweisen; der ^ wundere ich mit ihnen deine unendliche Gütig- keit gegen den Menschen. Nicht die englische, sondern die sterbliche w menschliche Natur hast du uns zu Lieb angenommen : wir haben Gnad bey dir gefunden » und wie der Engel Gabriel vorgesagt» die Sünde ist getilget» die Gerechtigkeit ist angele kommen, und der Heilige aller Heiligen ist in dir durch den heiligen Geist qesaldet worden. Du bist zwar in diesem Geheimniß der verborgene Gott, koch allzeit der Allerhöchste, derAnbethungswürvigste; Wer ist wie Gott ? mich ,n dem Fleisch, auch unter den Gestalten des Brods? O unendliche Liebe! daß du nicht allein durch dein Leiden und Tod uns erlöset hast, sondern auch zur Gedächtniß, zum Heil und Trost» dieses heiligste Sakrament hinterlassen wollen! Billig sollen wir nach der Ermahnung des Engels Raphael» dich den Gott des Himmels Ddz lo- ne 4io loben, und dir vor allen lebendigen Mensche» danken; denn du hast mit uns deine Barmherzigkeit gethan ! wir sollen dich loben, und alle deine Wunderwerk verkündigen. Knbethung. de> hö S sieh! das Brod der Engel ist eine Speise 5 der Menschen geworden, in der Wanderschaft zum Himmel! wahrlich ein Brod der Kinder ; so den Unwürdigen mcht zu geben! Jesu ! dich anschauen ist die Begierde, und Freud der Engel im Himmel: in dir genießen sie alle Elgötzung, durch dich sind sie ersüttiget, und ewig glückselig! Nicht minder finden sie die zärteste Erqui- ckung in deiner Anbethung in dem hochheiligsten Sakrament. Deine in der Menschheit erniedrigte Gottheit, deine verborgene Majestät, deine wunderbarliche Liebe, und Herablassung gegen den Menschen, überfallen diese erleuchtete Geister, und versenken sie in die Tiefe der Anbethung. Und ich unwürdiges Geschöpf, das du zwa^ durch dein Blut erlöset hast, doch aber mit> Finsternissen, und Sünden umgeben bin, wie> tief solle ich mich verdemüthigen vor deiner liebvollen Hochheit» mit welcher Ehrerbietung dich «rnbethen! Herr! ich bin nicht würdig, daß ich vor dci- nem Angesicht erscheine! nicht du von mir, sondern ich von dir solle weichen, weil ich ein Sünder ue hä ke l chen her- alle k>er- kiiir Aid >eh ui- ig< kräh ng ch- >er ar iit )ie !b- L2 4n der bin. Doch ich erhebe meine Augen zu dir, höchster Gott» der du in dem Heillgthum des Sakraments wohnest! Es ist doch meine Pflicht, daß ich dich, meinen Gott und Heiland ! anbethe, deine unabhängige Herrschaft» und meine Nichtigkeit erkenne. Ich huldige dir, mein Gott und Herr! von dem ich mein ganzes Wesen empfangen habe: du bist mein Heiland, der du mir alle Gnaden verdienet, und durch deinen Tod den Himmel eröffnet hast: ich bin dein todt und lebendig ; deinem Dienst, deiner Liebe widme ich mein Leben. O Jesu ! du König der Engel, in derer Angesicht ich dieß mein Opfer entrichte, und dich in deinem heiligen Tempel anbethe, ich lobe und preise deinen heiligen Namen. Ach! daß ich mit englischer Reinigkeit, Demuth, Eifer, und Liebe dein heiligstes Sakrament allzeit verehre und anbethe! Heilige Engel, die ihr allzeit das Angesicht des Vaters im Himmel ansehet, und unser Gebeth, Begierden» und Andacht vor Gott traget, die ihr in der Wüste nach überwundener Anfechtung hinzugetreten, Jesum zu bedienen ; bekräftiget durch eure Fürbitt diese meine Anbethung, damit sie meinem Gott, und Heiland angenehm werde; da ich mit euch wiederhole: . Heilig, heilig, heilig, ist der Herr allmächtige Gott» der Herr der Heerschaaren! Dd 4 Ehr 412 Ehr sey dem Vater rc. Als er war rm Anfang rc. Durch Jesum den Sohn Gottes ist alles erschaffen , was im Himmel und auf Erde ist, das Sichtbare und Un- sichtbare, es seyn die Thronen oder Herrschaften, die Furstenthnmer oder die Mächte; alles ist durch ihn erschaffen. Aus dem Lobgesang des Tobias. vobet den Herrn alle seine Auscrwählten:' ^ habet fröhliche Tage, und lobet ihn. Jerusalem du Stadt Gottes; * der Hm hat dich gestrafet um der Werke willen deiner Hände! Lobe und danke dem Herrn in deinen Gütern : * und benedeye den ewigen Gott. Daß er in dir seinen Tabernackel wieder aufbaue : * und alle Gefangenen zu dir zurück rufe, und du dich ewiglich erfreuen mögest. Du wirst glänzen von einem hellen Licht:' und alle Ende der Welt werden dich verehren. Die Völker werden von Ferne zu dir kommen ; * sie werden Gaben bringen. . Sie werden den Herrn in dir anbethen: sie werden den großen Namen in dir auruftn. Ehr li d r l l < 4lZ Thr sey dem Vater rc. Als er war. im Anfang rc. 'S Isl Mmnüthige Kbbitt. lind llw Ie^u ! da du bey Anfang deines Leidens oder ^ ln Traurigkeit, Verdruß , und in schmerz- ^ liche Angst gerathen, ist ein Engel erschienen, ' » dich zu stärken, und zu trösten. Die Vorsehung der Schmerzen, Schmach, und Unbilden des Äreuztodes hat dir» so gar den blutigen Schweiß verursachet» und du hast >. dich gewürdiqet, von einem Engel eine Labung anri,nehmen! W um ;ii- !>. Was wirken in dir, gütigster Erlöser! so greuliche Unbilden, MiShandlungen, und Lästerungen deines heiligsten Sakraments» welches du doch zum Heil der Welt, hast eingesetzet ? Die Irrthümer widerstreben deiner Wahrheit, verdrehen deine heilige Worte: böse Christen erfrechen sich, mit Wissen deinen heiligsten Leib, und Blut mit unreinen Herzen zu empfangen: dein heiligstes Opfer des Altars wird verachtet, mit sträflichen Werken entehret, und deine immerwährende Gegenwart undankbar außer Acht gelassen. Deine Majestät wird beleidiget, deine Gegenwart beschimpfet» deine Liebe zum Zorn gereitzct. Vater der Barmherzigkeit, und Gott olles Trostes! wie geduldig und gnädig ist deine Gü- Dd 5 te. 4l4 te, welche immer den Boshaften verschonet;« und den frommen Herzen die Süßigkeit bei/ himmlischen Tröstungen durch dieses Geheim, A uiß ertheilet. I Welchen Ersatz für die Unbilden, undwel-, chen Dank für die Gnaden kann dir die mensch, ltche Schwachheit geben ? o Jesu! wir sind W , vermögend! ich werfe mich zu deinen heiligen Füssen mit der küssenden Naqdalena, ich be- H reue mit betrübtem Herzen, allen Greuel der ^ Bosheit, und des Undanks, so du im heilig- ^ sten Sakrament jemal gelitten hast. Meine! demüthigste Abbitt solle eingelegt seyn anstatt aller derjenigen, so dein hochheiliges Geheim, ruß entehret haben. Heilige Engel! alle himmlische Geister, die ihr im Himmel und auf Erde, Jesum den gött, lichtn Sohn anbethet, und mit immerwährendem Lob erhebet; versammelt euch in jenen Kirchen, in welchen das heiligste Sakrament ganz verlassen aufbehalten wird» und anstatt der Menschen, entrichtet unserm Gott und Heiland alle Ehre; lobet und preiset seine unendliche Liebe, die er ohne Unterlaß, durch seine Gegenwart, durch seine Gnaden, den Menschen erweiset. Anqebethet, gelobt, und gepriesen sey ohne End, Das allerheiligste Altars - Sakrament! l Die 415 der »eim-Die ewige Anbethltttg im Himmel, das Vorbild der ewigen Anbethuilg auf Erde. Hesu Christe! du bist der Erstgebohrne von den Todten, ein Fürst aller Könige auf Erden: Der du uns geliebet, und von unsern Sün« den mit deinem Blut gewaschen hast : du hast uns zu einem Reich gemacht; wir bethen dich an auf dem Thron des Altars; dir sey Ehre und Herrlichkeit in Ewigkeit! Du wärest todt, und lebest nun im Himmel in göttlichem Glanz; es bethen dich an alle Inwohner der himmlischen Stadt, sie loben, und preisen dich in Ewigkeit. O allerheiligstes Sakrament! in welchem Jesus Christus wahrlich gegenwärtig» eben derjenige, den alle himmlische Geister anbethen. Ich folge ihnen nach, und meine Andacht soll der himmlischen gleichförmig seyn. wel- M- lgkir betn illgr eine lalt W die Nt- en- >ci> nit rtt ei- d- ne ^esu Christe» wahrer Gott und Mensch ! ^ du sitzest im Himmel auf dem herrlichen Thron: Es umgeben dich die vier und zwanzig Alte, und i 416 und die vier Wunderthiere, welche ohne Ruhr ' immer sprechen: Heilig» heilig, heilig, istEvrtleg der Herr, der Allmächtige, der da war, undtb« der da ist» und der da kommen wird. dic Die vier und zwanzig Aeltesten fallen vor Kk dem Thron nieder, und bethen dich an» wer-j fen ihre Kronen vor den Thron» mit Sprechen : Herr unser Gott! du bist würdig Preis sd und Ehre zu empfangen. v Göttlicher Heiland ! du bist der nämliche b« Gott, wie im Himmel, also auf dem Altar! § das hochheilige Geheimniß ist dein Gnaden- Thron, welchen du auf Erden errichtet hast, ai wunderbarlich, und uns zu unbegreiflichem d, Trost. § Du setzest deine Allmacht immer fort, und! wirkest alle Stund, Tag und Nacht, die größte Wunder in dem heiligsten Sakrament, dir Niemand fassen, oder aussprechen kann. Welche Ehrbezcugung, welches Lob, und Danksagung kann genug seyn» deine unendliche Hochheit uiid Liebe zu pressen ? In unsern Kirchen ist das wahre HeiligthM in welchem du der Heilige der Heiligen, der Urheber aller Heiligkeit wohnest. Ntemal können wir genug wiederholen: Heilig, heilig, heilig, ist der Herr allmächtige Gott, Jesus Christus, unser Erlöser undHei- ligmacher! O Jesu ! wir bethen dich an in tiefester Unterwerfung : wir geben dir alle Herrlichkeit, , Ehre» und Benebeyung! Nicht !ch Hell uns vvr seo W 'eis 4l? Nicht unsre Kronen» sondern uns selbsten legen wir vor deinem Thron nieder, in untertäniger Demuth deine Majestätzu ehren» und dich als den Urheber alles Erschaffenen zu erkennen. II. f^esu Christe! du bist nicht allein der Allmäch- tige» und der Schöpfer aller Dinge; sondern der Erlöser aller Menschen durch deinen Tode. Du bist der Löw, der du überwunden Haff, aus dem Geschlecht Iuda» die Wurzel Davids, das Wunderbuch zu eröffnen, und seine sieben Siegel zu erbrechen. Wie ein Lamm, als wäre es getödtet» stehst du vor dem Himmels-Thron; und durch dein Blut hast du uns das Buch des Lebens eröffnet. Die Auserwählte fallen vor dir nieder; sie ehren dich mit ihren Harfen» und mit goldenen Schalen, voll gut-m Geruchs» des Gebeths der Heiligen: sie singen dir ein neues Lied; in Gesellschaft vieler tausend Engel. Jesu» du Heiland der Welt! du verborgener Gott im heiligsten Sakrament! du göttliches Lamm» welches du die Sünden der Welt hinwegqenommen hast! Du lebst nun unsterblich» und dennoch scheinest du in diesem Geheimmst wie todt, zur Gedächtniß» daß du uns durch deinen Tod das Leben gegeben hast. Mit 4i8 Mit dankvollem Herr bethe ich dich au,okar Jesu» mein Erlöser! ich opfere dir meine gerne, ringe Andacht, und alles Gebeth der Heiligen e im Himmel, und auf Erden. Ach! daß eskor zu dir gefällig aufsteige wie ein angenehmer unl Weihrauch. Te Ich stimme dir an das Lobgesang aller hei-v! ligen und englischen Geister: Herr! du bist de> würdig das Buch zu nehmen, und seine Siegel aufzuthun: de. Denn du bist getödtet worden, und hast uns un mit deinem Blute Gott wiederum erkaufet, aus allen Geschlechtern, Zungen, Völkern, vn und Nationen; und hast uns unserm Gott zu ih einem Reich gemacht. Göttliches Lamm! du bist würdig die und Gottheit, die Weisheit und Stärke, die Ehre, Preis, und Benedeyung zu empfangen. O allerheiligstes Sakrament! alle Kreaturen, die im Himmel und auf Erden» und unter der Erde» und die im Meer, sollen dich anbethen, loben, und benedeyen in Ewigkeit! m. Wicht allein die Heilige bethen dich, o Jesu! ^ im Hnnmel an, sondern alle Auserwahlte, der ganze Hrmmel, jene große Schaar, welche Niemand zählen kann» aus allen Heyden un» Geschlechtern, und Völkern und Zungen, welche vor dem Thron, und vor dir, o göttliches p Lamm! ( 4l9 o ! geigen es !Mer hei- bist Äe- uns 'tt, rn, ^aft bie !kN. kU- UM ich it! Lamm! stehen, weiß gekleidet, und mit Palmen in ihren Handen. Sie sind aus großer Trübsal in Himmel gekommen ; sie sind nun vor dem Thron Gottes, und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel: Gott wohnet unter ihnen; und du, o Lamm Gottesregierst, und leitest sie zu den Wasserbrünnen des Lebens. Sie schreyen mit lauter Stimme: Heil sey dem, der auf dem Throne sitzet, unserm Gott, und dem Lamm! Alle Engel helfen dieser gebenedeyten Scham, und fallen vor dem Thron auf ihr Angesicht; ihre Anbethung ertönet: und ich wiederhole mit ihnen» vor dir, o Jesu! im hochheiligen Sakrament: Amen! Benedeyung und Klarheit, Weisheit und Danksagung, Ehre und Kraft, und Stärke sey unserm Gott von Ewigkeit zu E- wlgkeit» Amen. Großer Gott! da dich der Hinunel also ehret» und mit tiefer Anbethung ewig lobet; wünsche ich von ganzem Herzen, daß die ganze Welt dich den höchsten Gott» den allgemeinen Erlöser erkenne» und aller Orten dir die ehr- surchtvolle Huldiguiig und Anbethung erstatte. L) Jesu! ich halte es mit der unzählbaren che himmlischen Schaar; ich erniedrige mich vor dir nl> auf die Erde, nicht würdig» mein Angesicht zu eb erheben; sage dir ewigen Dank für die Schör es pfung, Erlösung, und für dieses unendliche Geheimniß des Altars. Ich 420 Ich heilige dir meinen Leib und Seele zur! „ ewigen Liebe; und nichts soll diese in mir aus-> löschen können; Lob, sey dir in Ewigkeit! Ehre, und Benedeyung! m IV. dsuf dieser Welt ist dein ewiges Reich ^ Jesu Christe! ausgebreitet worde ki ' o Hell p worden. Ich ^ sage dir Dank, o Herr, allmächtiger Gott! daß A du deine große Kraft angewendet hast, und nun in deiner Kirche herrschest! ^ Es ist der Tempel Gottes eröffnet, und man sieht die Bundslade deines Testaments, und in solcher haben wir dich das wunderbare Brod, so vom Himmel herabgesttegen ist; welches uns das ewige Evangelium aller Orten verkündet hat. Ach! daß ich dich, o Jesu, du göttliches Lamm ! auf dem Berg Sion, mit jenen unzählbaren Jungfrauen, so deinen Namen an der Strrne tragen, würdig loben, und das eigne neue Lobgesang anstimmen möchte! Groß, und wunderbarlich sind deine Werke, allmächtiger Herr, du König aller Zeiten! wer soll deinen Namen nicht groß machen ; der du allein der Gütige bist? alle Völker werden kommen, und in deinem Angesicht anbethen. Saget Lob unserm Gott alle seine Heiligen, und die ihn fürchten, Kleine und Große: denn der allmächtige Herr, unser Gott herrschet nun auf seinem Thron; lasset uns «hm die Ehre e zur aut su»i he,i A w!>/ 421 re geben; der uns zum Abendmahle des Lammes berufen hat. Sieh! der Tabernackel Gottes mit den Menschen » und er wird bey uns wohnen: wir werden sein Volk seyn, und Jesus wird unser Gott mit uns seyn. Dein heiliges Geheimniß ist der Baum deS Lebens» von dem wir die süßesten Früchte immer genießen: es ist der herrliche Sitz deiner Gnad; dein heiliges Angesicht werden wir in dem Glauben beschauen, deinen Namen ehren, und dich mit allen Engeln ewig anbethen. Beschluß. oer< hei m- 'ke, oer du W )et wie gütig, und süß ist, o Herr! dein Geist, ^ und deine Liebe» welche zu beweisen, hast du uns ein himmlisches Brod bereitet, durch welches du die Hungrige mit Gütern erfüllest. Dein heiligster Lerb unter den Gestalten deS Brods ist diese göttliche Speis, die wir genießen mögen, zur Stärke in den Schwachheiten dieses Lebens. O Jesu! welches Wunder, welche Liebe , welche Gnad ist dieses ! du mein Gott» und Heiland ernährest mich mit deinem Fleisch und Blut! In diesem heiligen Genuß, ach! daß meine Seele in Trost und Süßigkeit versenket werde ! daß mein Herz in Demuth und Liebe, o ^esu, in deiner Gegenwart zerfließe! Du sechsten göttlicher Heiland bereite, durch Ewige Anbeth. l l. Th. E e dei- 4-r LX L* deine vorkommende und siegende Gnade, euch e> Her», daß ich dich allzeit nicht allein würdig, Andern auch in zärtester Andacht empfange. § Heilige Engel! die ihr den Tisch des Herrn > umgebet, erleuchtet mich mit heiligen Einsprv chungen, und führet mich in dem Geist der Gottseligkeit zu dem heiligen Abendmahl, das uns Jesus Christus bereitet hat, Amen. )§-. Anqebethet sey ohne End, daS heiligste! Altars-Sakrament, Y?. In Ewigkeit, Amen. >?. Herr erhöre mein Gebeth, ^ Ye. Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! ^ H. Gott sey Dank. E Und die Seelen aller Christglaubigen ruhe» durch die Barmherzigkeit Gottes im Friede», Amen. 3 fi Uürrfund zwanzigste Wirnv. k Auf den Festtag aller Heiligen. , err eröffne meine Lefzen, ,,. So wird mein Mund dein Lob verkM r dtgen. ^ l 4-r «netzjx, Gott merk auf mein Hilf, dig»! Herr eile mir zu helfen. >e. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und >mi> dem heiligen Geist: lpro Als er war im Anfang, jetzt, und allweg» der und zu ewigen Zeiten, Amen» Alleluja. dgj Oder : Lob sey dir o Herr und König der ewigen Herrlichkeit, ick Gemüths-Erhebung. hl» eil, ss>en König aller Könige, Jesum Christum ^ unsern Herrn lasset uns anbethen ; denn er ist die Krön aller Heiligen! jener großen Schaar, die Niemand zählen kann» aus allen Völkern, Ständen, und Geschlechtern» welche vor dem Thron des Allerhöchsten sich befindet. Jesu Christe! du Urheber aller Heiligkeit, wie groß ist deine Herrlichkeit in Mltte so vieler tausend Heiligen, welche dich als ihren Gott, und Heiland erkennen, anbethen, und loben? Durch deine Gnade haben sie die Hölle, und die Welt überwunden, und sich deiner Liebe gänzlich ergeben: sie legen die Kronen zu deinen Füssen, weilen sie durch dich. über alle Feind gesieget haben. Ewig glückselig sind nun alle» und ihrer ist nun das Himmelreich, in welches du sie aufgenommen hast. Ee» O 4-4 O wie glorreich ist die Belohnung, mit welcher du ihre Tugend und Verdienste im HMI krönest ! du haft sie in deine eigne Freute ein» geführt, und sie werden in der Glory glän- zen m alle Ewigkeit. O Jesu! der du das heiligste Opfer und Sakrament des Altars zur Heiligung der Menschen eingesetzet hast, durch die Kraft dieses Geheimnisses sind die Heilige gesiärket und ernähret worden» daß sie die Sund gehastet »die Tugend geübet, und dich getreu bis in Tod über alles Indische gcliebet haben. Anjetzo singen sie dir im Himmel ein neues, Lobgesang: Herr! du bist getödtet worden, und! hast uns in deinem Bkur erlöset aus allen Zünf^ ten » Sprachen, Völkern » und Ländern; dn hast uns Gott zu einem Reich gemacht, und wir werden mit dir herrschen. Du, o göttliches Lamm, bist würdig d« Kraft» der Gottheit, der Weisheit und Stäv ke» der Ehre, Glory, und Benedeyung. Nr sey alle Ehre und Herrlichkeit, und Gewallt Ewigkeit. Diese sind die Gebenedeyte deines Vaters, die du am Gerichtstag berufen wirst, zur Bo sitzung des Reichs» das ihnen bereitet worden von Erschaffung der Welt. Diese sind die Arme im Geist, die SaM wüthige» die Traurende, die Hungrige naß der Gerechtigkeit» die Barmherzige, die eine» reinen Herzens, die Frledsame , die wegen die und w b 425 vel< ssiel kIN, äw and !em !ie- Slk und wegen der Gerechtigkeit Verfolgung gelitten haben. Du hast sie selig gen-nnet, und ihnen daS Himmelreich verheißen; sie frolocken nun» und ihre Belohnung ist reichlich in den Himmeln. Herr Jesu Christe! du bist wunderdarlich in deinen Heiligen; welche durch deine Gnad auf Erden deine getreue Diener waren» und nun in dem Himmel deine ewige Anbcther sind. Das allerheiliqste Sakrament des Altars! war ihnen das Geheimniß des Glaubens»welches sie mit tiefer Ehrfurcht verehrten; der Mittelpunkt der Andacht und Religion» dahin ihre Begierden» und Uebungen abzielten; der Gegensatz der zclrtesten Liebe, die ihre Herzen entzündete. Jesu, mein Erlöser! ich folge der Lehre deiner heiligen Apostel» welche dieses höchste Geheimniß allenthalben verkündiget haben: nie- mal wird ich einen Zweifel von deiner wahren sakramentalischen Gegenwart zulassen. Die heilige Blutzeugen sind durch dieses göttliche Brod der Starken, zur Marter unüberwindlich geworden» und haben ihr Blut und Leben für die Wahrheit dieses hochheiligsten Sakraments dargegeben: ertheile mir die Gnad, daß ich solches als die letzte Wegzehrung erlange» und in dessen Verehrung leben und sterben möge. Das allerheiligste Opfer des Altars war den heiligen Priestern das kräftigste Mittel für die Versöhnung, und das Heil der Welt, für die Eez eig- 4-6 L* eigne Heiligung: ach! daß ich durch dieses hochheilige Opfer meinem Gott die höchste Ehr beweise, die Tilgung der Sünden» und den Ueberfluß der Gnaden erhalte, durch dich mein Herr und Mittler Jesu Christe! Die heilige Beichtiger» und Jungfrauen erhielten in dem Genuß deines Leibs, und Bims den süßesten Trost, und ihre Seelen wurden geheiliget: verleih»göttlicher Heilanddaß dein heiligstes Sakrament mir die Gnad vermehre, und mich bis in Tod mit dir vereiniget erhalte. br C d< m kc h' ll! lll l>! Mnbethung. gütigster Gott, und Erlöser Jesu Christe! ^ da ich noch nicht der glückseligen Zahl der Heiligen, und Auserwählten im Himmel bey- gesellet bin; sondern noch in dem Schatten, in der Dunkle des Glaubens wandere, und doch dich, mein höchstes Gut! erkenne, welches dn in dem heiligsten Sakrament enthalten bist ; wie kann ich dir meine schuldige Anberhung abstatten ? Ich wünsche mir hiezu die Erkenntniß, dir Demuth, die Liebe, und den Eifer, mtt welchen dich die Heilige im Himmel anbethen: ach! daß ich deine Majestät loben und benedeyen möchte» wie die Auserwählte im himmlischen Jerusalem! Sie sehen in dem Licht der Glory, von Angesicht zu Angesicht, unverhüllet und ganz klar deine Herrlichkeit. Das d d r> n ri h s 427 DaS Licht deS Glaubens hat mir geoffenbart! dein wahre Gegenwart in dem heiligsten Sakrament: ich glaube sie ohne Zweifel» nach deinem heiligen Wort: du bist es selbst, n, 0 mein Jesu! den ich gegenwärtig habe; es ist kein Brod, es ist deine Gottheit und Menschheit » dein heiligster Leib und Blut, deine heiligste Seele, die ich bekenne, und anbethe. Meine Augen sehen dich nicht» verborgener, unsichtbarer Gott! aber deine Wahrheit, deine Weisheit» und Allmacht versichern mich deiner wirklichen Gegenwart. Darum verehre ich dein heiligstes Sakrament in tiefer An- bethung. Die Heilige sind voll der Verwunderung ab deiner unendlichen Güte und Vollkommenheit: deine Ewigkeit, und Allmacht, deine Weisheit und Schönheit, sind ihnen unbegreiflich, und versenken sie, in liebvolle Anbethung. O Jesu! der lebendige Glauben wirft mich in Erstaunung deines wunderbarlichen Geheimniß ; es ist das größte Wunderwerk, so du gewütet hast; es ist ein Werk nur deiner Weisheit» Allmacht, und Liede: mein Verstand ist gefangen, mein Herz ist überwunden, meine Seel erqiebt sich der allertiefesten Anbethung. Die Verwunderung der Heiligen bricht auS in das ewige Lob, und sie sind unvermögend, deine Hochheit, deine göttliche Eigenschaften genug zu erheben, und zu preisen. O Jesu, im heiligsten Sakrament! Himmel und Erbe, alle erschaffene Geister, müssen bn Ee 4 tea« 428 kennen, daß dein unendlichwürdiaes Geheim- < niß des Altars alles Lob, alle Ehre übersteige: du, o heilige Äirch, thu so viel du vermagst ! Jesus ist größer und herrlicher als alles Lob ! du kannst ihn nicht genug loben in ^ Ewigkeit! verdemüthige dich meine Seele, und ^ in der niedrigsten Anbethung benedeye deine« ^ Heiland, der in diesem Geheimniß ein Gedeiht- ^ niß seiner Wunder gemacht hat. d> In dem hellen Licht des Himmels erkennen I die Heilige» göttlicher Heiland! die übergroße und unzählbare Gutthaten, mit welchen du sie überhäufet hast : und welche Danksagung erstatten sie deiner unendlichen Güte? e Das hochheiligste Sakrament des Altars iß ^ eine so unbegreifliche Gnad, und Wohlthat bei- d ner Tätigkeit, o Jesu ! daß wir in Ewigkeit nicht würdigen Dank werden sagen können: s Ach! meine Anbethung im Geist und Wahrheit» solle ein Zeichen und Wirkung seyn nici- ner innersten Dankbarkeit, welche ich vor deinem Gnadenthron ablege. r O Jesu» mein Gott» und gütigster Erlöser! mit allen Heiligen im Himmel» werfe tch mich l darnieder vor deinem heiligsten Angesicht, und bethe dich an mit allmöglicher Demuth, und < Erniedrigung. Ewiges Lob, ewiger Dank, ewi- , ge Liebe sey dir von meinem Herzen; aus wel-l chem ich wiederhole Heilig, heilig, heilig, ist der Herr allmächtige Gott, Der Herr der Heerscharen! > Ehr 429 elm! Ehr sey dem Vater rc. stei- Als er war im Anfang rc«, ver- al, Gott will, daß alle Menschen selig st '» werden, und zur Erkenntniß der wahr- hcit kommen: denn es ist nur ein Gott, chl mid ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus M MlS. oßt ßt Aus dem HO. Psalm. cr-l f>err! ich will dich loben von ganzem meinem 'st V Herzen, * im Rath und in der Gemeinde )e>n d,r Gerechten. 'k>tl Groß sind die Werke des Herrn : * erschaff fenund auserwählet nach allem seinem Wrllen. Seine Werke soll man preisen, und höchlich loben;' und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Er hat eine Gedächtniß seiner Wunder ge- , macht, * der gnädig und barmherzige Herr. Er hat Speise gegeben denen, die ihn fürchr ten; * er denket ewiglich an seinen Bund. ^ Er wird die Kraft seiner Werke seinem Volk »!> anzeigen: * daß er ihnen das Erb der Heyden übergebe. 'st' Die Werk seiner Hände sind Wahrheit und Gerichte: * alle seine Geboth sind rechtschaffen. ^ Sie sind befestiget immer und ewiglich; * und , gemacht in Wahrheit und Billigkeit. Der Herr hat seinem Volk eine Erlösung E e 5- ge- 4 ?«> gesandt» und feinen Bond gebothen ewiglich:' heilig und erschrecklich ist sein Name. Ehr sey dem Vater re. Als er war im Anfang re. Mcumüthige Wbbitt. Herr Jesu Christe! den wir in deinen L ^ ligen verehren, verleih uns die volle Versöhnung und Barmherzigkeit, in Ansehung der großen Anzahl der Fürbitter. Sie erkennen in deinem Licht unsre Armseligkeiten, die Schwäche und das Unvermi- gen des Glaubens bey vielen Christen; fit wissen, daß deinem anbethungswürdjgen Sa< krament nicht die gebührende Ehre erweesea werde. Sie sehen durch deine Erleuchtung die heili- ge Sorgfalt der Kirche, die Andacht zum hohen Altars - Geheimniß immer zu befördern; auch die klägliche Seufzer dieser Kirche, wegen so vrelen Entehrungen des heiligsten Sakraments , sind ihnen nicht verborgen. Vor deinem Thron, göttlicher Erlöser! le-> gen sie ihre Fürbitt ein, das Licht des Glauo viele Beschimpfungen des heiligen Sakrarmnt- enksetzlich beleidiget wird; bitten sie immerdar um der Lo! nie du de k 4Zr kch: Hei« ibek' M die Verzeihung, und ersetzen solche Unbilden mit ihrer ewigen Anbethung, und ewigem Lob deiner unendlichen Liebe. O Jesu, mein Gott und Herr! ich vereinige meine Andacht mit den Heiligen des Himmels , und mit tiefester Ehrfurcht, bekenne ich dir den greulichen Undank der Menschen gegen dem wunder rund liebvollen Sakrament. Herr! du bist heilig und gerecht! du hast der Welt eine unendliche Gutthat erwiesen durch die Einsetzung des hochheiligsten Sakraments; und setzest deine Güte immer fort durch deine beständige Gegenwart. Aber wie boshaft und undankbar ist die Welt! wir haben gesündiget über die Zahl des Meersandes ! wir haben deinen Zorn erwecket, und Böses vor dir gethan, und dein höchstes Geheimniß greulich entheiliget. Nun, o Herr! biege und neige ich die Knir meines Herzens, und bitte dich um Gnade. Erbarme dich unser nach deiner großen Barmherzigkeit » und nach der Menge deiner Erbarm- nitze tilge unsre Uebertretung ; wende dein Angesicht ab von unsern Sünden, und unsrer Undankbarkeit. Ertheile uns den lebendigen Glauben, daß wir das Geheimniß deines Leibs und Bluts mit zärtester Andacht allzeit verehren» und die Fruchte deiner Erlösung immer genießen. Angebethet, und gelobt» sey ohne End, Das allerheiligste Altars r Sakrament! Ge- Gemeinschaft mit alle Heiligt« in den Himmels - Freuden, Verdiensten, und Fürbitt. ^err Jesu Christe! da ich dich hier aufEete << in dem heftigsten Sakrament des Altars, von deinen Gläubigen umgeben» betrachte, stelle ich mir vor deine große Herrlichkeit in Mitte der unzählbaren Heiligen im Himmel. Du hast sie eingeführet in deine unschätzbare Himmels Freuden; du krönest anfttzo ihre Verdienste; und nimmst auf ihre Fürbitt, l>ie sie für uns einlegen. Diese glückselige Schaar ist nun durch deine Gnad an dem Ziel ihrer Begierden, und genießt den erwünschten Stand des ewigen HM i Alle Heilige bethen dich an, loben und bei nedeyen dich in Ewigkeit» als ihren Gott B' Erlöser, und Urheber aller ihrer Güter. > i Göttlicher Heiland! ich glaube die Gemein-! schaft der Heiligen; und verlange derselben^ theilhaftig zu seyn in der Zeit, und in der v wigkeit. 3 dic me sin tu sie ge ha un F> di Üi in gl L zr b> n r> l. L2 I. W Er^! ars,! tzb» ih« l die eint ge- ils, bv üs !V )ea S 4Z) In den Himmels-Freuden. 1>n dein ewiges Reich den Eingang zu erhak- ten, ist keine Hoffnung, als nur allein durch dich, o Jesu! der du uns den Weg zum Himmel gezeiget hast; den alle Heilige gewandert sind. Die Thür des Lebens war verschlossen; durch dein heiliges Leiden und Kreuz hast du sie eröffnet. Unsre Schwachheit wäre unterlegen ; durch die Kraft der heiligen Sakramente hast du uns qestärket; und deine Gnad giebt uns die Beharrlichkeit» welcher die Krön, die Freuden des Himmels verheißen sind. O allerheiligstes Sakrament! der dich würdig genießt» hat das ewige Leben: der dich auf Erden, im Geist und in der Wahrheit, mit Ehrfurcht und Liebe anbethet; wird zur glückseligen Anbethung im Himmel mit den Heiligen aufgenohmen werden. Was die Heilige mrt unaussprechlicher Ergös jung thun, in klarer Anschauung deines heiligsten Angesichts; das wird ich immer üben, zwar in der Dunkle, doch in dem Licht des lebendigen Glaubyis. L> Jesu! den ich nun verborgen anbethe; mache mich würdig, daß ich dich in deiner Glos ry mit den Heiligen ewig anberhen, und der Himmels - Freuden theilhaftig werden möge. O unbegreiflicher Trost! da sie gegenwärtig se- 4Z4 sehen den Sohn Gottes, in der menschlich^ Natur, den allerschönsten aus den Menschenkindern ! Dich, o Jesu! der du aus Maria gebohren, auf dieser Erde gewandert, und durch dein schmerzliches Leiden die Menschen erlöset hast: der du am Kreuze gehangen, und dein Leben und Blut für uns dargegeben hast: Nun aber im Himmel zur Rechten des Vaters» in der göttlichen Herrlichkeit, erscheinest! Auf dem Berg Thabor hast du die Herzen deiner Jünger mit wunderbarlicher Freude erquicket: wie unendlich ist nun die FrölichM der Heiligen in dem himmlischen Genuß deiner Gottheit, und unumschränkten Liebe! O Jesu! zu dir stehen meine heilige Begierden» dich mit allen Heiligen zu sehen» mit dir zu sprechen, und mich zu unterhalten! O Liebe, und Süßigkeit! du wirst mein Herz durchdringen! ich wird deiner ewig genießen , in der ewigen Liebe, und unbegreiflicher Glückseligkeit. O Jesu! der du mir dich selbsten mittheilest in dem heiligen Sakrament; berufe mich zu deiner liebreichesten Gegenwart in dem Himmel, in der glückseligen Gesellschaft aller Heiligen: mit denen ich dich ewig anbethen, loben, und ehren will ohne Ende. O Maria! du glorreiche Himmels - Königinn ! Jesum deinen liebsten Sohn, wird ich durch deine Hilf» mit dir ewig lieben; und meine Freude wird ich so ausdrucken: sieh« ich 4Z5 ch halte nun, was ich verlanget habe; was ich gehoffet, besitze ich: mit ihm bin ich im Himmel vereiniget» den ich auf Erde mit ganzer Andacht geliebet habe. Heilige Patriarchen! eure Wünsche und Begierden stunden gegen der Ankunft des Er- ILsers: nicht in dem sterblichen Leben, sondern nun in dem Himmel sehet ihr den Erwünschten aller Völker. Ach! daß auch meine Seufzer erfüllet werden! Heilige Propheten! die Geheimnisse des Messias, seine Gottheit, und ewige Herrlichkeit habt ihr vorgesagt: sie machen nun aus eure Himmels - Freuden. Ach! daß meine Erwartung und Hoffnung so gewiß sey, als eure Prophezeihungen! Heilige Apostel! Ihr habt Jesum gesehen im sterblichen Leben, und seine Lehre, seine Wunder» seine Verheißungen, in der ganzen Welt verkündiget: in welche Freude seyd ihr nun versenket, in Anschauung und Genuß seiner Herrlichkeit! Ach! daß ich nach dem E- vangelium lebe, und der Tode mein Gewinn sey» zum ewigen Leben in der Gegenwart Christi Jesu! Heilige Märtyrer! Blut und Leben habt ihr dargeqeben, damit ihr Jesum gewinnten; in der Marter sahet ihr den Himmel offen stehen: nun seyd ihr hinein gegangen; und Jesus hat euch die Krön aufgesetzet. Ach! daß ich alle Beschwermß überwinde» und an eurer Hirn- urelö-Freude Theil nehme! Hei- Heilige Beichtiger! die Unschuld, und die Büß hat euch den Weg gebahnet» zu den, Thron Jesu Christi zu gelangen; wo er euch die Treu und die aute Werke mit ewigen Freuden belohnet. Ach! daß ich doch durch die Bußfertig-und Beharrlichkeit euch in der glückseligen Ewiakeit beygesellet werde! Heilige Jungfrauen! ihr folget Jesu nach in dem Himmel» und singet ihm das besondere Lob-und Liebsgesang: er vergeltet eure Liebs- Treu mit unvergleichlichen Ehrezierden und Freuden. Ach! daß ich in Jesu die ewige Er- quickung, und himmlische Süßigkeiten genießen möge! O Himmel! o Jesu! o glückselige Gesellschaft aller Heiligen! II. In den Verdiensten. S^err Jesu Christe! du bist das unsichtbare ^ Haupt deiner heiligen Kirche» welche tu als einen sittlichen Leib eingerichtet hast: Die triumphirende Kirche im Himmel» und die streitende auf Erde» sind durch eine heilige! Gemeinschaft vereiniget; von dir fließen aus sie deine Gnaden, und durch dich wird sie ge- heiliget; deine unendliche Verdienste geben den Verdiensten der Kirche die Kraft und den' Werth. Gütigster Heiland! der du nun in dem HM mel die Verdienste aller Heiligen herrlich und ewig « l 4Z7 d die dr>L euch h die Bck- nach idcre ieks- und Ee< O ewig belohnest, laß mir einen Theil derselben zukommen: steh nicht an meine Sünden, sonr dem den Glauben, die Geduld, die Liebe, und die Treu deiner Heiligen; welche ich dir zu Ersetzung meiner Unvollkommenheit opfere. Aus diesem allgemeinen Schatz der Kirche wende mir an, von jenen Gnaden, welche deine Heilige für uns ihre Mitglieder der Kirche, verdienet haben, und weiche ihre Fürbitt erlangen mag. Die Volle der Gnad, die alles übertrefende Helligkeit deiner göttlichen Mutter, steure meiner Armuth» und mache mich reich in geistlichen und himmlischen Dingen; daß ich heilig und rein in deinem Angesicht erscheine in deiner Liebe. an du ind ige ruf Die unermüdete Arbeiten der Apostel für deine Ehre, und für das Heil der Seelen, laß mir angedcihcn, zu Erhaltung der wahren Sorgfalt für meine Seele, und das ewige Leben. Der unüberwindliche Glauben, und Stark- muth der Blutzeugen in den Tormenten, und in dem Marter-Tode, erwerbe mir die Stand- haftigkeit in den Anfechtungen, und in deiner Liebe, von der mich nichts trennen solle. ge- Durch die viele Verdienste der Beichtiger, >eu in beständiger Ausübung der Andacht, und gur eif ter Werke, ertheile mir häufige Gnaden» zu > einem gottseligen und wahrhaft tugendllchen M Leben. »V EwlgeAnbech.u. Th. Ff Je- 4Z8 Jesu! du Liebhaber der Reinigkeit! durch den die heilige Jungfrauen den Sieg über die Welt, über die Eitel und Sinnlichkeit erhalten haben; si> h an ihre Liebs Treu, und laß mir ihre Verdienste zu Gutem gereichen, damit ich auf dem schlipfrigen Weg sicher wandere, und den Schatz der reinen Seelen, in dem gebrechlichen Gelchlrr nicht verliere. Liebster Heiland! also verehre ich deine Heilige, an denen deine Gnaoe Wunder gewirket, und welche deine Giftigkeit im Himmel glorreich gemacht hat. Zugleich aber verlange ich die Gemeinschaft der Heiligen, daß ich Theil habe an ihren großen Verdiensten, zum Heil meiner Seele, und zu deiner Ehre. IH. In der Fürbitt. Betrachtung des Himmels, und aller Heiligen Gottes» wende ich mich zu dir, o allerherligstes anbethungswürdigstes Sakrament! in dem ich dich, o Jesu, du König aller Heiligen! anbethe. Von dir ist alle Gnad, alle Starke, alle Heiligkeit» aller Verdienst, alle Glückseligkeit des Himmels. Dein wunder - und gnadenvolles Geheimniß har die Helligkeit gewirket, und vollendet, und eben die Heiligkeit giebt der Fürbitt der Heiligen dle Kraft, baß du ihre Buten gna- ^ big ' dil H F dc be lu H di si- si. E di so er G m C di H r aß !a- inr in ei< t» »rr ft l>r V k - t e i 4Z9 big erhörest; und uns Armseligen Gnade und Huld mittheilest. Gütiger Gott! du ehrest sie» da du ihre Fürbitten aufnimmst; du liebest sie, und eben darum erfüllest du, was sie für uns, ihre Nebe Mitgenossene deiner Erlösung, begehren. Liebreichcster Heiland! es ist dir wohlgefällig unsre Demuth» da wir flehentlich deine Heilige anrufen. Unser Gebeth ist zu gering; es muß durch die Fürbitt der Heiligen gestärket werden; sie find von ihrer unsterblichen Glückseligkeit versichert» aber noch für unser Heil sorgfältig. Mit vollem Vertrauen auf deine unendliche Gütlgkelt, rufe ich zu allen Heiligen» daß ich die erwünschte Völle deiner Versöhnung, durch so viele Fürvitter, von deiner Barmherzigkeit erlange. Heilige Gottes Gebäyrerinn, alle Heilige Gottes leget für mich eure Fürbitt ein, bey unserm allgemeinen Gott und Heiland Jesus Christus» daß ich von ihm die nöthige Hklf in dieser Armseligkeit» und das ewige Leben im Himmel erhalten möge; Amen. Beschluß. A wie glorreich ist das Reich» in welchem ^ mit dir, o Jesu! sich alle Heilige erfreuen, Ff 2 und und bey dir, o göttliches Lamm! ewig zu vm bleiben haben! Meine Begierde und Hoffnung stehet immer nach diesen himmlischen Wohnungen» damit ich mit dieser glückieligen Schaar ewig lodsmgen wöge. Benedevung und Klarheit, Weisheit und Danksagung» Ehre» Kraft und Stärke sey unserm Gott in Ewigkeit. Bis mich deine Gnad zu der ewigen Glückseligkeit und Anbethung erhebet» wird mir dein Heiltgtbum das Zufluchts-Ort seyn» wo ich dein heiligstes Sakrament öfters besuchen» und in der demüthigsten Anbethung den süßesten Trost» viele Gnaden» und die wahre Erquir ckung meiner Seele erlangen werde. Amen. L 8 Anqebethet sey ohne End, das heiligste Altars - Sakrament, tz-. In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth, yc. Und mein Rufen komme zu dir. )?. Lasset uns den Herrn benedeyen! Yc- Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christqlaubigen ril- hen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. 1 r Sechs r l 44k Ucchs und zwanzigste Mund. Von der feyerlichen Einsetzung der ewigen Alibethung. ,^err eröffne meine Lefzen, ^ So wird mein Mund dein Lob verkündigen. O Gott merk auf mein Hilf, Herr eile mir zu helfen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn» und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt» und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. AUeluja. Oder: Lob sey dir o Herr, und König der ewigen Herrlichkeit. Gemüths-Erhebung. Tiefe der Reichthums«, und der Weis- ^ Herr Gotteswie unbegreiflich sind deine Urtheil, und unerforschlich deine Wege, durch welche du den elenden Menschen zum Leben, und zum ewigen Heil führen » und in seiner Armseligkeit haft trösten wollen! Göttlicher Sohn! wegen uns Menschen» und Ffz we- g r 442 wegen unserm Heil bist du vom Himmel gpstics gen, und hast unser sterbliches Fleisch angenommen aus der reinesten Jungfrau, damit ich Durch kein Leiden, und Tod erlöset würden. O Jesu! es konnte ja keine grössere Liebe, und Wohlthat seyn, als daß du deine Seele, dein Blut, und dein Leben für uns hast bar- geben wollen! Sie ist noch weiter gekommen» und bis ans Ende hast du uns geliebt, da du zur gedäcbk- rriß deines Leidens, und unsrer Erlösung, das heiligste Sakrament eingesetzet hast. Nrcht für einen Tag, oder ein Jahr, sondern für alle Zeit, bis zu Ende der Welt schcn- ^ kest du uns die Gegenwart deines heiligen Leibs und Bluts. Frolocke, 0 heilige Kirche! denn Jesus dein heiligster Gott, und Erlöser bleibt immer in deinem Heiligthum ; 0 welche Liebe» Ehre, und Dankbarkeit bist du ihm nicht schuldig ! Er ist die größte Zeit ganz verlassen in so vielen Kirchen : und doch setzet er das unendliche Wunder seiner ununterbrochenen Gegenwart immer fort. Wie heilig ist dann die ewige Anbethunq deines heiligsten Sakraments; damit kerne Stund vorbeyqehe, in welcher du nicht von, dir gänzlich gewidmeten Herzen, rn den Anbethungs- Kkrchen angebethet, gelobt, und geehret wer- s dest > Die Welt setzet in Vergessenheit deine Gegen- wart, deine Gnaden , und deine Liebe - dreewi- s' b r r n s r l s t i l l l t i i i 1 > 1 1t- Mr i>ir k» 'e, Iris t- i- I- ! s I li i- v ö >- 44Z ge Anbetbung erneuert immer die Gedächtniß dieser höchsten Geheimnisse. Die Weit erweiset deiner liebvollen Maser stät wenig Ehre; sie schätzet nicht die wunder- barltche Wohlthat deiner beständigen Gegenwart die ewige Anbethung bestrebet sich immer, dir in dem hochheiligen Altars - Sakramentall mögliche Verehrung, Lob, und Danksagung abzustatten. Die Welt entehret dieses göttliche Geheimniß mit vielen Unbilden, und Beschimpfungen: die erv'ge Anbethung fallet vor dir in die tie- fcste Erniedrigung, in Zerknirschung und Demuth eine reumüthlge Abbltt m thun. O wie verehrungswürdig sind jene Kirchen, in welche die ewige Anbethung eingeführt worden. Wie glückselig sind jene Seelen, welche du, o Jesu! zu dieser Anbethungs-Andacht beruhn hast. Welchen Trost genießen sie in deiner Gegenwart ! welche Gnaden empfangen sie von deiner Gütigkeit! wie herrlich werden sie von dir im Himmel belohnet werden ; da sie dich auf Erde immer anbethen, lieben, und loben! Unbethltttg. - - s Mesu Christe! wahrer Gott und einziger Hei- j ^ land der Welt, dessen unendliche Liebe - das höchste Geheimniß des Altars hat einsetzen - ^ wollen; ich vereinige meine Andacht mit den- F f 4 jeni- tll in 444 jenigen, so sich deiner ewigen Anbethung ergeben haben. In dem Heiligthum deiner göttlichen Gegenwart , knie ich vor dem Thron deiner Majestät, und versenke mich in die tlefeste Demuth, deine Hochheit anzubethen. Ewiger Gott, unendlicher, allmächtiger Gort! o höchstes Gut! o Jesu, mein Erlöser! ich bethe dich an in dem heiligsten Sakrament, aus dem Grund meiner Armseligkeit» von ganzem Herzen: ich erkenne deine höchste Macht; und unterwerfe mich deinem heiligsten Willen. Du bist mein erster Anfang, und letztes Ziel, als der Urheber der Natur, der Gnad» und der ewigen Glory; ich bethe dich an als den Herrn Lebens und Todes; in dessen Gewalt sind Himmel und Erde, und alles was erschaffen ist. Großer Gott! dir gebühret alle Ehre und Herrlichkeit» alles Lob und Benedeyung, alle Liebe und Danksagung ! Liebreichester Jesu! in deinem göttlichen Herz brennet noch jene Liebe, welche du mir geschenkt» und mich an dich gezogen hast ; ich bethe dich an, und will dich ewig lieben. L L g d u i l Ehr sey dem Vater, und dem Sohn» und dem heiligen Geist! Süßester Jesu! in deinem heiligsten HM sind enthalten die Schätze der himmlischen Tröstungen, welche in dem heiligen Sakrament uns rger Gemach iqer -er! nt, an- dt; en. !e!, ind alt er- n!> lle -e- e- >d ?- s 445 erquicken ; ick bethe dich an, und versenke mich in deine Süssigkett. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist! Gütigster Jesu.! dein anbetungswürdiges Herz lk die Wohnung der göttlichen Liebe, das Heiligtum der Gottheit; in welchem die ewige Brunnquell der Gnaden fließet: ich bethe dich an, und seufze nach deinem Heilwasser, so mich in das ewige Leben erhebe. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist! Liebvoller Jesu! dein zärtestes Herz ist der Aufenthalt der liebenden Herzen, und reinen Seelen, welche in dir die erquickende Ruhe finden : ich bethe dich an; und ergötze mich in deiner heiligen Liebe. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist! Barmherziger Jesu ! dein Herz ist am Kreuz für mich eröffnet worden , Blut und Wasser, der Werth meiner Erlösung, sind aus selbem geflossen: ich bethe dich an, und sehne mich nach den Früchten deines hetzen Leidens. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist! Liebenswürdigster Jesu ! dein Herz ist voll F f5 der 446 der Gütigkeit, und beweiset, was ein guter Gott für den armen Menichen wirken könne - ich derbe dich an, mit ewigem Dank, für mcn ne Erlösung. ^ Ehr sey dem Vater» und dem Sohn, und dem heiligen Geist! - Jesu, du eingebohrner Sohn des ewigen Va< ^ ters ! dein glorreiches Herz »st die Freude der ^ Seligen; in wtlchcm der Geist des M.nschen ^ die wahre und vollkommne Erqötzung findet; li ich bethe dich an; ach! ziehe meine Seele t nach dir! Ehr sey dem Vater» und dem Sohn, und l dem heiligen Geist! > ^ Jesu du Heiland der Welt! dessen heiliqeS und liebenswürdigstes Her; so lieb ist allen En< ! geln, alten Heiligen, und dem ganzen Hnnmeli in dir ruhen alle Geister, alle Seelen werden > erquicket, alle Herzen entzündet; ich bethcdlchü an, und bitte dich um deine Liebe. ^ Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und ! dem heiligen Geist! Jesu, mein höchstes und liebstes Gut! dein Herz ist ein Inhalt der göttlichen Vollkom^ menheitcn ; in welchem wir Hilf und Trost in unsrem Zährenthal finden: ich bethe dich an, lobe und preise deine Güte, deine Liebe im alen ich nd M IN I, all Aott ist unsre Zuversicht und Stärke: * ein ^ Helfer m den großen Nöthen, die uns sehr getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Erde bebet; * und die Berge mitten ins Meer versetzt werden. Der Strom mit seinen Bächen erfreuet die Stadt Gottes : * der Höchste hat seine Wohnung geheiliget. Gott ist bey ihr darinnen, darum wird sie wohl bleiben;' Gott hilft ihr des Morgens frühe. Die Heyden tobeten, und die Königreiche regten sich : * da er sich hat hören lassen, hat M die Erde bewegt. Der Herr Sabaoch ist mit uns : * der Gott Jakobs rst unser Schutz. Kom- 448 Kommet her» und schauet die Werke der Herrn» * der auf Erde solche Wunder gelM ket hat. lv L d Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Mumüthige Kbbitt. u c> s n /Zrebenedeyter Tag» an welchem die immer- r währende Anbethung deines heiligen Sä« l kramentö ist eingeführet worden! gebenedkytt l Grund, in welcher ich nach dieser gottseligen Andacht ergeben habe! i Gebenedeyt sey deine wunderbarlicke Fnrsich- j tigkerr» welche in diesen Zeiten d,e Verehrung j deines Leibs und Bluts» zum Trost der Äir- ; che» in solchen Aufnahm gebracht hat! O Herr Jesu Christe! ich erstatte dir ewigen Dank» nicht allem für dieses hochheilige Geheimniß; sondern auch für dos göttliche Licht» so deine gottselige Verehrer zur Einrichtung» und Beförderung der ewigen Anbeihung angeleitet hat! ^ Lobet den Herrn alle Völker» preiset ihn alle Gläubige; denn der heilige Gott Israel» der l in Mitte seines Siorrs unter den sakramental!- ^ schen Gestalten» verborgen ist» wird nun immer Tag und Nacht auf seinem Gnaden - Thron verherrlichet. Wie billig und heilig ist die hitzige Begierde und Wunsch vieler Herzen» baß deine immer- währ 449 währende Anbethung in der ganzen christlichen Welt ausgebreitet werde! Die Hochheit des heiligsten Sakraments, des größten Wunders, deine unendliche Liebe und beständige Gegenwart fordern es. Absonderlich die viele Unbilden, und greuliche Beschimpfungen, so du» o Jesuin diesem Geheimniß zu leiden hast, werden einiger Massen durch diese Andacht ersetzet. Liebster Heiland! du siehst es, wie wenig deiner unendlichen Liebe entsprochen werde, so du uns in Einsetzung des heiligen Sakraments bewiesen hast. Die Großen dieser Welt werden geehret , und fast anqebethet; man besuchet und füllet ihre Palast: aber die Kirchen, rn denen du wohnest, sind leer, und verlassen ; .deine Gegenwart ist in Vergessenheit. Man sucht Hilf und Gnad bey den Menschen; deinen Gnaden Thron schätzet man nicht; und wenn du schon immer die Bedürftige erwartest» sie zu erquicken, vernachlässiget man doch deine Einladung und dein Verheißen. O Jesu! du bist unfehlbar gegenwärtig im heiligsten Sakrament! aber die Welt hat davon keinen, oder einen schwachen Glauben. Soll ich nicht diesen Unglauben, diese Kalt- sinnigkeit, diesen Undank bedauern ? könnte ich deine Ehre retten» und die Verehrung, Liebe, und Anbethung deines heiligsten Geheimniß allenthalben ausoreiten! Ich versenke mich m die tiefeste Abbitt, wegen 45 ° gen allen Unbilden, und Bosheiten, die wider drch, o sakramentalrscher Jesu! in der ganzen Welt begangen werden. Herr! du bist allmächtig, und dir ist nichts unmöglich ; du bist der Herr aller Herzen. Erwecke in uns einen lebendigen Glauben; entzünde die Liebe gegen diesem Liebs : Sakrament ; daß wir solches im Geist, und Wahrheit immer anbethen. se> de b« u st te Gelobt» geliebt, und angebethet sey ohne End, Das allerheiligste Altars -Sakrament. 6 rr . Andacht von dem erneuerten Leiden Jesu Christi im heiligsten Sakrament. «44--«k» 4 Jesu verborgener Gott im heiligen Sakrament ! lebe, und herrsche in Ewigkeit! V I. A^or deinem Leiden nimmst du Abschied l ^ von deiner Mutter, und haltest das l letzte Abendmahl mit großer Begierde. t Tag- 45l nzen cktS Ereilt! kra- rhr« hlie Täglich in so viel Millionen der heiligen Messen» steigest du von dem Himmel herab » von der Rechten des Vaters; zu den undankbaren Geschöpfen» als das wahre Opfer, und das heiliaste Himmelsbrod! (!) Liede! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! laß mich von dir nicht scheiden ; vereinige mich mit dir durch den letzr reu Genuß deines heiligen Sakraments. Jesus verborgener Gott im heiligen Sakrament ! lebe, und herrsche in Ewigkeit! 2. O unendliche Demuth!du würdigest dich» den Jüngern die Füsse zu waschen» da du ihre Untreu in deinem Leiden schon vorgesehen In dem heiligen Sakrament reinigest du die Seelen» so dich würdig empfangen. (!) Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! ,aß die Sünd in meinem Herz nicht herrschen» damit es allzeit eine reine Wohnung deines heiligsten Sakraments sey! Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in Ewigkeit! z Wie trostreich und eindringend war deine v letzte Rede, die du nach dem Abendmahl zu s den Aposteln gehalten hast : etn Bewelsthum deiner Liebe bis an das Ende. Je- 452 Jesu! du redeI allen zu Herzen» welche ,j dich im heiligen Sakrament besuchen, oberm f, der heiligen Kommunion genießen. , § Aber leider! viele schließen ihre Herzen» o-I der kehren dir den Rucken, dich nicht zuhör » ren! s (L) Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, , l rmd Anbethung! laß nicht zu» daß mein r Herz deine Erleuchtung verwerfe, deiner Gnad l widerstehe. O heiliges Sakrament, erleuchte und stärke mich ! i Jesu verborgner Gott im heiligsten ^ Sakrament! lebe, und herrsche in rö j wigkeit! 4 . Dein heiliges Leiden nimmt den Anfang! < mit der Traurigkeit, und Angst bis in Tod» , und mit dem blutigen Schweiß am Oelberg. O Jesu! dein Leiden wird von unsrer Seite erneuert, mit so vielen Aengsten und Blutstropfen, als Kirchen find, wo du gegenwär- ' tig, deine entsetzliche Beleidigungen siehst. 1 O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, ' und Anbethung ! verzech uns deine Ent- - ehrungen ; verlaß mich nicht in der Todsangst- ^ , Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakramentlebe, und herrsche in ib wigkeit. 5 . Am Oelberg bethest du, auf deinem best ch! Ili 45Z h°- >k, !iii ad >lt !ll iiqen Angesicht liegend, dreymal zu dem Vater für das Heil der Menschen; für welche du dlch als ein lebendiges Opfer dargiebst. O Jesu! du bist unser beständige Fürsprech und Mittler, im heiligsten Sakrament, schon so vjfle Jahrhundert: in welchem du allzeit lebst für uns zu bitten» als der ewige Priester, und das wahre Versöhn - Opfer für die Sünden der Welt. (!) Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung! empfehle mich dem himmlischen Vater, und opfere für mich dein heiliges Leiden, sammt deinen unendlichen Verdiensten. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakramentlebe, und herrsche in Es wigkeit! 6. Der untreue Verräther giebt dir den falschen Kuß; dich in den Tod zu liefern, und dein unschuldiges Blut zu vergießen. Du empfängst den undankbaren Jünger mit Liebe; und erträgst seine Bosheit mit wunderbarer Geduld. O Jesu! im heiligen Sakrament verrathen dich mit gottesräubenschem Kuß so viele boshafte Judas, als in einer Todsünde zur heiligen Kommunion gehen. (!) Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! laß nicht zu, daß ich dir untreu werde, oder jemal dein heiligstes Sakrament unwürdig genieße. Ewige Anbeth. u.Q). Gg Je- 454 Jesu verborgner Gott im heiligsten b Sakranteut! lebe, und herrsche in E- e wtgkeit! 7 . Von den Knechten der Juden gefangen, ^ Und gebunden, bringst du die Nacht lM.Kerr ^ ker zu, unter vielen Beschimpfungen deiner Gottheit. O Jesu ! es ist ein freywilliger Kerker »den j § allein deine Liebe erwählet hat, schon so viele ^ , Jahr, unter den Gestalten des heiligen Sa^ * kraments : und eine schimpfliche Gefängniß IN den sündhaften Herzen! i j O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, , und Anbethung ! löse auf die Band» mit denen meine Seele an die Welt, oder Sund i gefesselt ist» und ertheile mir die wahre Frey- > heir durch dein heiliges Sakrament. ' Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- ' wigkeit! l 8. Dem Annas vorgeführt, und von deiner ' Lebre angefragt, wirst du in dein heiliges Am > gesicht schimpflich geschlagen. O Jesu! es ist die Lehr deiner göttlichen < Weisheit, daß du uns im heiliasten Sakra-, ment wahrlich deinen Leib und Blut mitthel- lest, und deine heilige Wort werden verachtet; man entehret deinen heiligsten Mund mit groben !en L en» 'er- ner den ick' in >k, nit ind ck b er! w! 455 ben Lästerungen ; aus dem wir die Wort des ewigen Lebens empfangen. O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethttttg! bewahre mich von allem Zweifel an deiner wahren Gegenwart, und von aller Entehrung deines liebvollen Geheimnisses. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! y. Caiphas beschuldiget dich einer Gottslck- sterung, und du wirst des Tods schuldig von den boshaften Gleißnern erkennet. O Jesu! wie viele Unbilden must du leiden im heiligsten Sakrament! und wie viel werden deines heiligen Leibs und Bluts schuldig, welche dein hochheiliges Geheimniß unwürdig in tödtlicher Sund empfangen. O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! denn du hast dein heiliges Leben für uns dargegeben; du bist der wahre Sohn Gottes, und die Heiligkeit sechsten. Ach ! gieb, daß ich deinen heiligsten Leib, und Blut allzeit mit reinem Herzen genieße. en verborgner Gott im heiligsten - Sakrament! lebe, und herrsche in E- eii wigkeit o- rc>. Dein göttliches Herz wurde höchsten- Gg 2 be- 456 betrübt und beleidiget» da dich dein eigner M ger Petrus aus Furcht verlaugnet hat. O Jesu! welcher Undank ist es, da dir Christen, so deinen heiligen Namen tragen und bekennen» dein heiliges Sakrament mit Worten und Werken mishanbeln? O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung. Weit sey von mir alle Untreu ! niemal will ich in deiner Liebe wanken: sondern bis in Tod in deiner Bekenntniß, in der zarten Andacht zum heiligsten Liebs, Geheimniß geharren. L e Jesu verborgner Gott im heiligsten r Sakrament! lebe, und herrsche in E- ^ wigkcit! ; ir. Dem Mörder Barabbas bist du,W i schuldiger Jesu! nachgesetzt, und von dem undankbaren Volk zum Kreuz begehrt worden, i O Jesu! es verachten deine heiligste Person, ; welche in den Sünden fortleben, dein heW - stes Sakrament vernachlässigen, und den sia- l lichen Wohllüsten sich ergeben ; da doch dir wahre Freud allein bey dir anzutrefen. O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! ich schätze dich über alles» o höchstes Gut! ich widme dir meine riebe ; und zrehe dich allen Geschöpfen vor; von dem all mein Glück, und das ewige Heil av hanget. Ie- A°, ! ült >M Loi- rnk, ken: ,i° Gv !len L k>> so», IIP D rii 457 ü genug; deine Wort sind die ewrqe Wahrheit. O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, Lind Anbethung ! ich glaube mir deiner heiligen Kirche deine wahre Gegenwart, und ich ehre deine unfehlbare Offenbarung, und gebe meinen Verstand gefangen in den Gehorsam des Glaubens. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! 14. Die ungerechte und grausame Geißlung an der Saul, 0 unschuldiger Jesu ! hast tu für unsere Sünden mit tiefem Stillschweigen, und wunderbarlicher Geduld ausgestanden. O Himmel! so ist man mit dem Sohn Gottes verfahren! O Jesu! du bist unsterblich im heiligsten Sakrament ! und dein heiliger Leib ist des Leidens nicht mehr fähig. Aber deine heiligste Person in diesem Geheimniß wird täglich in den Äin chen durch Sünden, und Unehrerbietigketten gräulich hergenommen! eit nk, hei- ich ebe eil b "g du n, O §! is )II !k! k, in er 459 Abbitt so entsetzlicher Unbilden, die ich äußerst verabscheue. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! 15. Zu Verachtung deiner königlichen Majestät, setzten die Boshafte deinem heiligen Haupt eine schmerzliche Krön von Dörner auf; legten dir» einen verächtlichen Purpur um, mit einem Rohr rn der Hand, schlugen auf drch » und spotteten deiner mit Ausspeyen, und höhnischer Anbethunq. O Jesu! gleicher Weis geht die Welt mit dir um im heiligsten Sakrament! die ärgerliche Hoffart in den Kirchen beleidiget deme Demuth, und obwohl du der König aller Könige bist, wirst du dennoch beschimpfet von so vielen After Christen, die sich nicht würdigen deine Gegenwart amubethen. O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbcthung ! ich erkenne dich, meinen Herrn und König ! und mir tiefester Ehrerbietigkeit, bethe «ch an deine unendliche und liebvolle Majestät! ach ! daß dich die ganze Welt ehre, und anbethe. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkert! Gg 4 16. Nach 460 LS-KLK ,6. Nach der schimpflichen Krönung, hat s dich Pilatus, dem wilden Juden - Volk, s» g übel verftaltet vorgestellt» mit den Worten: sieh ein Mensch ! der kein König seyn kann, , wie er irrend vermeynte- l O Jesu ! du bist ausgesetzt in dem heiligsten ; Sakrament, zur Bewunderung der ganzen chrih lichen Welt! sieh ein Mensch ! der zugleich der geliebte Sohn Gottes ist; der Welt - Hei- < land; der im heiligen Sakrament das Opfer , der Erlösung erneuert ! die Juden wollten dich am Kreuz sehen : und die Christen durch ihre , Sünden kreuzigen dich» der du sie geliebt haß ! bis in Tod! O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! ein Greuel ist mir dieser Undank! du bist ein Gott-Mensch, der niem liebster Erlöser ist. Ich habe keinen ander» König, als dich Jesum Christum, den ich bit in Tod lieben will. . Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament ! lebe, und herrsche in b wigkcit! 17. Pilatus der ungerechte Richter hat dilh wider sein Gewissen zum Kreuztod verurthem Die Juden frolockten, und du hast aus Lieb! der Menschen» das ungerechte Urtheil, n»>> stillschweigen angenommen! . O Jesu! du lebst im heiligsten Sakrament, und welcher dich in einer Todsünd in sein W hat > so en: >nn, sie» riß- )ei- >fer !ser ien Ki LS-KLS 46 k siaes Herz empfangt, oder deine lebendige Ge- genwart nicht glaubt, ist er nicht dir todfeind? O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbethnng! lebe in meinem Herzen durch deine Gnad, und erhalte mich in deiner Liebe, die ich dir schenke bis in Tod. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! i 8 - Das schwere Kreuz, so duaufdieSche- delstatt hinaus getragen, hat dich so sehr ges drucket, daß du mehrmal kraftlos zur Erde gefallen. Zur Gedächtniß hast du der frommen Veronica dein heiliges Angesicht in das Schweißtuch eingedruckt hinterlassen. O Jesu» im heiligsten Sakrament! du trägst mit Geduld den schweren Last, den dir unzählbare Sünden, wider die Ehre dieses LiebsrGe- heimnisses, aufladen : und dennoch ist es ein ewiges Denkmaal deiner Liebe, und unsrer Erlösung. O Liebe! dir sty ewiges Lob, Dank, und Anbethung ! niemal werde ich wider dich in eine Sund einwilligen, sondern mit tiefester Ehrfurcht, und zärtester Liebe dein heiligstes Sakrament verehren. Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! Gg 5 19. Mit 462 19. Mit schmerzlichen Näqeln ans Kreuz ye, Hefter» hast du drey Stund bis in Tod gelitten, in Zähren» im Gebeth» und m einer unüberwindlichen Liebe gegen uns Mcnsch-n. O Jesu! unangefthen aller Unbilden, sokli leidest im heiligen Sakrament, haltet dick deine Liebe in demselben» und du opferst dem Häuschen Vater deine Wunden, deine Verdienste , deinen Tod, und immerwährendes Gebeth für uns! O Liebe! dir sey ewiges Lob, Dank, und Anbcthung ! wie sollte ich diese unendliche Erbärmnisse, und Gutthaten vergessen können ? die Erlösung durch den Kreuztod, deine liebvolle Gegemvartin diesem Gehermmß? Jesu verborgner Gott im heiligsten Sakrament! lebe, und herrsche in E- wigkeit! Beschluß. /Aebenedeyt sey dann der Oerr Gott Israel! ^ weilen er nicht allein sein Volk erlöset hat, sondern auch im heiligsten Meßopfer uns immer besuchet» und unS seine Gegenwart schenket, da das Brod wunderbarlich m seinen heiligen Leib» und der Wein in sem heiliges Blut verwandelt wird. Du hast, 0 göttlicher Heiland! in dem Haus Davids» in deiner heiligen Krrch, die Dolle des He-ls» in dem heiligsten Sakrament, das wahre Helliqthum errichtet: in welchem wir Dich immerwährend anbethen, nach dem Beyspiel s ii ( 1 < ! i I ge- ei, k!l >ei- ili- kll< He- -k» Id- 'en ei- !ll t, II-! I- It §' !e> s r >- 46z spiel aller Auserwählten und Heiligen Gottes in dem Himmel; welche in Ewigkeit deiner Gegenwart genießen, und wiederholen: Heilig, heilig, heilig, ist der Herr allmächtige Gott! Sie sind vor deiner Majestät in demüthiaster Ehrfurcht; sie gehen dir die Ehre, und beiden dich an, der du Himmel und Erde erschaffen, und die Welt in deinem Blut erlöset hast. Wie die Heilige im Himmel, also bethe ich dich an auf Erden, auf dem Altar» 0 Jesu, mein Gott und Heiland! immerwährend soll mein Herz der Anbethung ergeben seyn: Denn groß uud wunderbarlich sind deine Werke» Herr allmächtiger Gott! heilig sind deine Wege» 0 König aller Zeiten! Wer solle dich nicht fürchten» 0 Herr! wer soll deinen Namen nicht groß machen, 0 gütigster Erlöser? Alle Völker sollen kommen, und mit ewigem Lob dich anbethen auf dem Thron deiner Herrlichkeit» im allerheiligsten Sakrament des Altars ! Amen. Angebethet sey ohne End, das heiligste Altars-Sakrament, In Ewigkeit, Amen. Herr erhöre mein Gebeth» Und mein Rufen komme zu dir. Lasset uns den Herrn benedeyen! Gott sey Dank. Und die Seelen aller Christglaubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden, Amen. Kur- 464 Kurzer Begriff- » aller Andacht, und Liebe zum göttlichen « Erlöser Jesus Christus. > Iesir Christe, du Sohn des lebend r gen Gottes! du Glanz seiner Herrlich- ^ keit, das Ebenbild seines Wesens: trägst alle Ding mit dem Worte dein« ^ Kraft: du haft die Reinigung unsrer Sünden gemacht; und sizest nun zur Rechten der Majestät in der Höhe. Da die Völle der Zeit angekommen, hast du uns von dem Himmel besuchet; das Wort ist! Fleisch geworden » aus Maria der reinestcn Jungfrau, und hat in uns gewöhnet, wahrer Gott und Mensch; derzeitige Erlöser der Welt! Unser Heiland! du/ch^dein Leiden, Kreuz, und Tode» in deinem heiligen Blut, das uns mit dem Vater ausgesöhnet hat. Zur Gedächtniß deiner Wunder, deiner Liebe, und unsrer Erlösung» bist du immer gegenwärtig, in dem heiligsten Sakrament! Ich glaube also an dich 0 Jesu! du bist der wahre Sohn Gottes» und der Heiland der Welt; durch dessen Erlösung wir die Gnade erlangen, und das ewige Heil erwarten. Hell >dü 465 Jesu! ich erkenne dich als meinen Schöpfer» und Erlöser; du bist mein Gott und Herr; mein Leben und Trost; Du bist das Licht der Welt; der göttliche Lehrmeister; der gute Hirt; das Brod des Lebens; unser Liebe und Herrlichkeit. Ich lebe und sterbe in deinem Glauben, der du mich geliebt, und dich für mich vorgegeben hast. Christus wohne durch den Glauben in unseren Herzen, in der Liebe! ihm sey alle Ehre» ch- und Herrlichkeit zu allen Zeiten, Amen. H. Hkk M wir haben den großen hohen Meter ster, der die Himmel durchdrungen hat, Jesum den Sohn Gottes: lasset uns die ^ Bekenntniß halten. eil Jesu! du bist der König der Herrlichkeit er auf deinem Thron in dem Himmel, und deine lt. Gott - und Menschheit ist bey uns in dem heb z> ligsten Sakrament! »s Dir gebühret die tiefeste Anbethung; ich vertiefe mich in die ehrfurchtsvolle Demuth vor deis >er ner höchsten Majestät»mein Gott und Herr! dem »r ich getreu und gehorsam seyn will bis in Tod. Wie wunberbarlich sind deine Werke, welche rr du zum Heil des Menschen gewirket hast! Ich 'k will dich erhöhen, und ewig loben; dein heili- k- ger Namen, deine Kraft und Güte sey gepriesen» und gebenedeyt ohne End! Die 466 Die hohe Geheimnisse deiner Erlösung, mit welchen du deine K irche verherrlichet hast, sch» l meinen Geist in die Verwunderung, daß ich ! immer bekennen muß: Groß bist du, o Hm! i und groß ist deine Weisheit, Allmacht, und Gürigkelt! ! Lobet den Herrn alle Völker; denn seine - Barmherzigkeit ist über uns bestärket worden. I! C) Geheimniß! das so lange Zeit vM ! borgen war, nun aber uns ist offenbar l - geworden! o herrliche Reichthümer die- r fts Geheimnisses, die uns Gott kund l gemacht in Christo der unsre Hoffnung der Herrlichkeit ist. Herr Jesu Christe! unendlichen Dank sagt ; ich Gott dem Vater, der mich zu dem Erbtheile ! der Heiligen im Lichte berufen hat. ^ Der mich in das Reich der Liebe in deiner I Erkenntniß gesetzet, und von der Gewalt der Finsterniß errettet hat, durch dich» o Jesu! durch dessen Blut ich die Erlösung, und dir > Vergebung der Sünden habe. O Trost meines Herzens in der süßen Hoff« ' nung» weiche in mir dein heiligster Namen, D > su mein Heiland! immer ernähret. Durch drch sind wir in allem reich geworden; und es mangelt uns nichts an der Gnade, da wir an dir den Mittler , und den liebvollen ! Erlöser haben. ^ Ä 467 >lh nd ni rr k r> 8 O Jesu! meine ganze Hoffnung siebet auf dich : venn du bist uns gegeben, daß wir das Leben der Gnade haben, und das Leben der Glory erlangen. Bin ich schwach und armselig» so stärket mich der kostbare Balsam deines Bluts» so mir die Kraft und Stärke der Gnaden mittheilet. Bin ich ein Sünder» und durch meine Vergebungen der Liebe und des Himmels nicht würdig ; so bist du, 0 Jesu! die Versöhnung für die Sünden der ganzen Welt, durch dein Leiden und Tode» durch dein Blut, das mich von den todten Werken reiniget» und mich fähig macht, meinem Gott zu dienen» und ihn ewig zu lieben. IV. Mein Ruhm und Ehre ist in dem „ j kreuz meines Herrn Jesu Lhristi; er lebt ie! in mir, und ich lebe in dem Glauben des Sohns Gottes, der mich geliebt r hat bis in Tode. !k ! Herr Jesu Christe! soll es möglich seyn, daß >c ich dir nicht die ganze Liebe meines Herzens schenke? daß ich deiner Liebe jemal untreu wer- de? ich würde des ewigen Fluchs würdig seyn, !- wenn ich dich nicht liebte. Du bist das Ebenbild des unsichtbaren Got- ; tes; durch dich ,st alles erschaffen worden; in ii dir wohnet die Völle der Gottheit; du bist uns n gegeben, und gebohren aus Maria der Jungfrau, 46 ? frau, voll der Gnade, Weisheit» Kraft»und Heiligkeit, als der Eingebohrne des Vaters. Durch das Blut deines Kreuzes hast kund leswas auf Erde, oder im Himmel ist zufrieden gestellt, und uns mit dem Leibe deines Fleisches durch den Tod mit dem Vater versöhnet. Du hast in dem Heiligthum meine ewige Er, lösung gefunden, da du für mich gelitten» und den schmerzlichen Kreuztode ausgestanden haß. Du hast mich erkauft durch den unendlichen Werth deines Bluts, und von dem ewigen Tod erlöset. O mein theurer und einziger Erlöser! ichlir- be dich in dem Innersten meines Herzens; wer wird mich von deiner Liebe trennen ? dein heiliges Kreuz, deine Nägel und Dörner, deine Wunden und Schmerzen» dein herabfließendeS Blut» dein heiliger Tod haben mein Herz überwunden, und es ist in dich, o Jesu, mein Heb! land! gänzlich verliebet. Ich liebe dich» o gekreuzigte Liebe! bisi»! Tod; ja durch die ganze Ewigkeit, und Wj verhole: Heilig, heilig, heilig, ist der allmächtige Gott, der liebvolle Heiland Jesus Christus! Gelobt, und angebethetgeliebt M gepriesen ohne End, , Sey das allerheütgste Altars -- Sakrament ! Ek! und' che» Iv!l hei- idel bei- hei- Anhang: Allgemeiner Anbethungen oder Kern der ewigen Anbethung, in kurzen Unterhaltungen des Geists, vor dem allerheiligsten Sakrament des Altars. M ich.' suS : Ewige Anbeth. Anhang. a .< ^ 6 rr O-L-Hi M.'^54 ryA! --- .^-. i»zi-»:^flj ^ > » . . .» ^ÄM Ä1 v^BzWy^ ' ^ ! MMA <-i4 Mml-iW - -7 >- M x.- W! ' ' -..'-'-'-'.78 'M ^ Vorrede. ^gie an mehrem Orten eingeführte ^ ewige Anbethung des heiligsten Sakraments, erwecket viele katholische Herzen, das wunderbare Altars-Geheimniß öfters zu besuchen, und den beständig gegenwärtigen Heiland mit tiefer Anbethung zu verehren. Weilen ihnen die große Anbethungs- Andachten zu weitläufig, wünschen sie den Kern oder wesentlichen Inhalt der e- wigen Anbethung zu haben. > Auch die zur ewigen Anbethung ver- I ordneten Klosterfrauen pflegen sich täglich ß mehrmalen in größerer Anzahl zu versam- I meln; welches sie die allgemeine Anbe- , thungen nennen. In diesen kurzen Unter- ^ Haltungen, wird die Andacht zusammen gezogen. a L In IV In diesem Anhang ist mein Vorsatz, ! beeden Theilen eine Anleitung, und ei- , ? nige Beyspiel zu geben. j Die Wesenheit oder der Kern der ewi- l gen Anbethung bestehet hauptsächlich in ! drey Stücken, i. In einer Genrüths-. ' Erhebung und anmüthiger Verehrung > 1 eines Geheimnisses. 2. In einer dahin ^ " gerichteten Anbethung. z. In einer reunrüthigen Abbitt: welchen ein kur- I zer Beschluß zugesetzet wird. ^ Zu diesen Geist - Unterhaltungen von! dem hochwürdigsten Gut dienen ! Erstlich die im ersten und zweyten Theil. ewiger Anbethung enthaltene Stund-M I dachten ; aus welchen man obige drey ^ Stück heraus nimmt, nämlich die Ge- j wuchs-Erhebung, die Anbethung, und j die reumüthige Abbitt. Uebriges wird ausgelassen. 1 Also findet man im ersten Theil 24. im zweyten Theil 26. folglich sanimeB lich 50. allgemeine Anbethungen. Zwey- h,. ei- vi- in 'S- "g in ier >r- >n V Zweytens können zu diesen Andachten gebraucht werden aus meinem christlichen Handbüchlem l l Theil l und u Absatz, die 12. Besuchungen, und 12. Anbethun- gen, in welchen alle obigen z. Stücke begriffen sind. Man nimmt also z. B. die erste Besuchung, und setzet hinzu die erste Anbethung: den Schluß kann man machen mit den theologischen Tugenden Glauben, Hoffnung, und Liebe; welche in dem christlichen Handbüchlein §. z. Num. 1. 2. und z. stehen, und so hat man wiederum 12. vollständige allgemeine Anbethungen, oder kern hafte Unterhaltungen vor dem heiligsten Sakrament. !il l- Drittens in diesem Anhang liefere ich 4. besondere allgemeine Anbethungen, die auf die 4. Zeiten des Tags gerichtet sind, nämlich in der Frühe, zu Mittag, zur Vesper - Zeit, und zu Abend. Geflissentlich begreifen solche die 4. auf die Stunden sich schickende Geheimnisse, das ist: die heiligste Dreyfaltigkeit, den gekreuzigten Welt - Heiland, die Einsetzung des heiligsten Sakraments, und a z die VI die Begräbniß des heiligen Leibs Jesu Khrifti. , Die zur ewigen Anbethung gewidmete Klosterfrauen mögen bey dieser allgemeinen Andacht den Anfang machen mit dem gewöhnlichen Eingang: Herr eröffne meine Lefzen rc. Herr merk rc. Ehr sey dem Varer rc. auch können sie einen Psalmen singen, oder ein fügliches Lobgesang einmischen. Die auf die Festtage oder Jahrszetten passende Antlphonen, und andere Kirchen-Gebether, wie auch unterschiedliche geistliche Lieder hier beyzudrucken, hah man zu weitläufig erachtet; besonders da ^ sie zum allgemeinen Gebrauch ^ nicht dienen. I «8 .o Er- netc uet-' dem! >ciil neu eim Urfte allgemeine Knbechung in der Frühe, zur heil. Greyfaltigkeit. Gemüths-Erhebung. ^ebenedeyt, und angebethet sey die heilige» ^ und unzertheikte Dreyfaltigkeit. Denn sie hat uns ihre Barmherzigkeit erwiesen. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang , jezt, und allweg» Und zu ewigen Zeiten, Amen. Dreyeiniger Gott, mein Schöpfer, Herr, und Gott! zu dir wache ich bey dem ersten Licht, zu dir erhebe ich o Hep meine Seel, und mein Gemüth, o Vater der Lichtern! Die Anmuthungen meines Herzens stehen zu dir, du allmächtiger Schövfer Himmels und der Erde ! Aus dem alles» durch den alles, und in dem alles, dir sey alles Lob, und Herrlichkeit zu allen Zeiten'. . Drey sind, die Zeugniß geben in dem Hirn« mel » der Vater, das Wort, und der heilige Geist; und diese Drey sind Eines- a 4 O 2 O allerheiligsteS Geheimniß des Altars, vor dem ich in tiefer Ehrfurcht» und Anbe- tbung mich niederlasse! die ewige Weisheit des Sohns hat dich erkunden ; die Güte des heiligen Geists bat dich gutgeheißen; und die Allmacht des Vaters hat dich gewirket! O Jesu ! du hast aus dem Willen des Vaters, mit Beywürkung des heiligen Geists, dieses wunderbarliche Sakrament eingesetzet. Laßt uns den Vater und Sohn mit dem heiligen Geist benedeyen ; laßt uns den dreyeini- gen Gort loben und erheben in Ewigkeit. Seine allmögende Kraft» seine unergründliche Weisheit»seine unendliche Gütigken leuchten in dem wundervollen heiligsten Sakrament des Altars hervor. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jezt, und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Mnbeehung. Mroß und wunderbariich sind deine Werk,» Herr allmächtiger Gott: gerecht und wahr sind deine Weg, o König aller Zelten! Wer wird dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht groß machen? Alle Völker sollen kommen» und deine Gegenwart anbethen; deine Wort sind offenbar; das ist mein Leib» das ist mein Blut; ich bm bey euch bis zu Ende der Welt. Herr! z Herr! du bist «uf dem Thron deiner Herrlichkeit, und deine verborgene Gegenwart in dem hochheiligen Geheimniß erniedriget meinen Geist. Ich bethe dich vn ewige Gottheit, in tiefest« Ehrfurcht, unter den geringen Gestalten des Brods. Ich berhe dich an göttliches Wort, mit dem Vater und heiligen Geist einer Wesenheit, mit der menschlichen Natur wunderbar vereiniget, und m dem Geheimniß des Altars wahrhaft gegenwärtig. Ich bethe dich an in dem Geist und Wahrheit» Jesu Christe! und erkenne deine Majestät, und über Alles herrschende Hochheit; der ich mich unterwerfe in dem Abgrund meiner Nichtigkeit. Dir allein gebühret alle Ehr, Lob, und Danksagung. Himmel und Erde solle dich preisen: Heilig, Heilig, Heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und , dem heiligen Geist: ' Als er war im Anfang, jetzt, und allweg, .! und zu ewigen Zeiten, Amen. Es geziemet sich, der Sonnen vorzukommen zu deinem Gegen, und bey Aufgang des Lichts dich an- zubechen. «5 Aus 4 Aus dem 41. Psalm. ^ 1 grrie der Hirsch zu den Wasser r Duellen' ! also verlanget meine Seel, 0 Gott! zu j dir. Meine See! durstet zu dem lebendigen stak- . ken Gott: * wann werde ick kommen, und vor dem Angesicht Gottes erscheinen? ! Meine Fähren erquicken mich Tag und Nacht? da mir täglich gesagt wird: wo ist dein Gott? Ich habe meche Seel in mir ausgegossen:' in der Erinnerung» daß ich eingehen werbe in Den Ort des wunderbaren Tabernakels, in das Haus Gottes. Warum traurest meine Seel? * und warm verwirrest mich? Hoffe in Gott, den ich loben wird: * Ek ist mein Heiland, und mein Gott. Ehr sey dem Vater rc. Kmmlthige Mbbitt. Jesu! alles ist dir übergeben W deinem Vater, aller Gewalt im Himnil und auf Erden. Du hast diesen angewende! zum Heil und Trost der Menschen. ' Das heiligste Sakrament des Altars ist dir Wärkung demer Kraft und Liebe, da du deine Gott-und Menschheit in demselben verborgen, und uns mitgetheilet hast. . Welche Ehrerbietigkeit, Liebe» und Dankn dir die Weit nicht schuldig, für dieses FG en' tt? n:' >el« das S w nmil B lb seil ;e«i N r°j! !k- 5 Geheimniß, in welchem du uns deine wundervolle Gegenwart schenkest, mit deinem heiligsten Fleisch und Blut ernährest, und mit dea Ausflüssen deiner Gnad heiligest! Ader die böse Welt erkennet diese unendliche Gutchat nicht : sie ist undankbar; und vergeltet deine Liebe mit Unglauben, mit Unbilden, mit Enterungen, mit Gottesraud, mit Lästerungen. O Himmel! welcher Greuel der Bosheit! welcher Undank! Ihr o heilige Engel, welche ihr erkennet» wre grausam >»c boshafte Menschen mit dem sakramemauichm Sohn Gottes umgeben» und wre erschreck.ich die heiligste Drey- fall'gkeit durch tue Betchrmpsung des heiligen Sakraments beleidiget werde, ihr heilige Engel ersetzet durch eure Anbethung, Liebe, und ewiges Lob den Frevel der Menschen! O Jeiu! barmherziger Heiland der Welt! ich werfe mich zur Erde vor deiner heiligsten Gegenwart, in dem Geist der Demuth, mit betrübtem und zerknirschtem Herzen, wegen so vielen und großen Beleidigungen deiner liebvollen Majestät! Ach kannte ich dir eine geziemende Ehrenrettung erstatten! Herr du bist allein heilig, du bist allein der Herr, allein der allerhöchst«, Jesu Christe» mit dem heiligen Geist in der Herrlichkeit des Vaters. . Ich bin Staub und Aschen» und nicht würdig, vor dir zu erscheinen. Doch lege ich deiner Hochheit die tiefeste Abbrtt für die unzählig- 6 lige Unbilden der Sünden gegen dem heiligsten « Sakrament ab. ^ Laß dich versöhnen mildester Jesu ! verschone deinem Volk, welches du mit deinem Blut erlöset hast. ' Ich widerhole, aus dem Innersten meines Herzens, anstatt der ganzen Welt: Angebethet, gelobt, und geliebt ohne - End, ' Sey das allerheiligste Altars-Sakrament ! Beschluß. , E liebreichster Herr Jesu Christe! du verleihest, ^ uns immer deine heiligste Gegenwart , da- 1 ^ mit wir bey diesem Gnadenthron Hilf und, ^ Trost finden mögen: ich empfehle dir meine " See!, die du mit deinem Tod erlöset hast; 1 ^ mein ewiges Heil, zu dem ich erschaffen bin; j mein Herz, das dich zeitlich und ewig zu lieben verlangt durch die Gnad des heiligen Geists. > Durch deine unendliche Verdiensten sey mit I < mir o Jesu Christe deine jLsse und starke Gnad, d die Liebe des Vaters, und die Theilmachung des heiligen Geists; damit ich in dem Glauben und Anbethung der heiligsten Dreyfaltigkeit^ dahin gelange, wo ich deiner unverhüllten Gegenwart ewig genießen werde. Amen- , , Zwcp- ! ' cho- )lut mS )ne weyte Mnbethung zur Mittagszeit, zu dem am Rreuz Hangenden Urlöser. W Gemüths-Erhebung. da- int >st! in; ben s. mit ah ^ W! bciif keüj ^ebenedeyt sey Gott, der Vater unsers ^ Herrn Jesu Christi, den er aus unendli» cher Güte der Welt gegeben hat, als den eint zigen Heiland: In welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Nachlassung der Sünden, nach den Reichthümer, seiner Gnad. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: AIs er war im Anfang, jetzt, und allweg, und zu ewigen Zeiten; Amen. Jesu Christe! du hast die Gestalt eines Knechts, ja eines Sünders angenommen, in der Heiligkeit deiner Person, in welcher Gott- und Menschheit vereiniget sind. Du hast dich selbsten verdemüthiget» und bist gehorsam worden, bis zum Tod des Kreuzes. Nun aber ist dein Name verherrlichet durch vre ganze Welt, in dem hochheiligen Geheimniß des Altars: Du 8 Du bist erhöhet nicht mehr an dem Kreuz, j sondern auf dem Altar in dem heiligsten Sakrament , zur Gedächtniß deines Leidens und Todes. In deinem allerheiligstrn Namen » vor deinem heiligsten Leib und Bmt» soll-n sich biegen alle Knie, im Himmel, auf Erden» und unter der Erden. Alle Zungen sollen loben deine Herrlichkeit, ^ und bekennen, daß der Herr Jesus ChrW in der Glory des Vaters «st. d d t! N In diese Glory bist du, o Jesir eingegangen durch den Weg des Kreuzes» auf welchem du in dem Fletsch den schmerzlichen Tod gelitten hast. Ich betrachte dkh an dem harten Kreuz- Holz grausam ausgestrecket, deine bluttriefende unschuldige Hände; dein durch die Lanzen eröffnetes göttliches Herz : deine heilige mit Nägeln durchgeschlagene Füß : deine vielfältige Wunden an dem ganzen Le«b : dein schmerzlich , gekröntes Haupt: deine mit Blut besonnene Augen : deine tödtliche Schmerzen, in welchen du deinen Geist in die Hände des Dar kers übergeben hast, zu meiner Erlösung. O gekreuzigter Jesu! wie kann ich dir ge> nug danken ? Wie könnte ich dich nicht lieben: i Wie tief solle ich dich anbethen ? ! Ich werfe mich zur Erde« vor deinem heilig sten Sakrament, welches mir deut Leiden und Tod am Kreuz vorstellet. 9 Mnbethung. ZZeine Gottheit, Allmacht, und ewige Weiss ^ heit war an dem Kreuz verhüllet, unter dem Schatten der Sterblichkeit: In dem heiligen Sakrament ist verborgen ! deine Gottrund Menschheit, unter den Gestal- § ten des Brods : I Ich bethe dich an in steifem Glauben, mein Gott und Heiland Jesu Christe! und bekenne, wahrlich du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Der Kreuz-Titel, Jesus von Nazarethder König der Juden, erfüllet meine Seel mit heiliger Ehrfurcht, daß ich dich meinen Gott, und Erlöser erkenne» und mit gebognen Knien anbethe! Du bist in dem Altars-Geheimniß ein König der Herzen , die du mit deinem Ausfluß der Gnaden regierest. Du hast durch deinen Liebs-Gewalt, mein Herz an dich gezogen : es bethet dich an großer und liebvoller Gott;, auch da du deine Hoch- heit in der Dunkle der Gestalten verhüllest! Himmel und Erde solle dich loben, und erhöhen : Heilig, Heilig» Heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren! Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Dem heiliges Rreuz bethen wir an, ro und preisen deine glorreiche Aus erstehung : Denn durch das Holz ist das Heil in die ganze Welt gekommen. Aus dem zo. Psalm. l s r ( Hsuf dich o Herr habe ich gehoffet, laß mich * ^ ewig nicht verschmähen : * erlöse mich in < deiner Gerechtigkeit. Neige zu mir dein Ohr: * eile mich zu rcb ! * ten. ! Sey mir der Gott des Schutzes: * und * meine Zuflucht, mich selig zu machen. , Denn du bist meine Stärke, und meine Zu- ! flucht: * wegen deinem heiligen Namen wirst , * du mich leiten» und ernähren. Du wirst mich von dem Fallstrick» den sie ^ mir verborgen, erlösen: * denn du bist mein ^ Beschützer. . . ' In deine Hände empfehle ich meinen Geist: , , du hast mich erlöset o Herr , du Gott der > ^ Wahrheit! ,, Ehr sey dem Vater rc. Meumüthige Mbitt. Herr Jesu Christe, am Kreuz erhöhet» von der sechsten bis auf die neunte Stund» da die Sonn verfinstert, die Erde bewegt» und die Felsen gespalten worden. lz rr Die ganze Natur entsetzet sich aö dem greulichen Gottesmord, welchen die boshafte Menschen an dir vollbracht haben. Du hast gelitten, und bist gestorben für das Heil der Welt: und sie hat dich undankbar mishandelt! Deine Liebe wird also vergolten von den Sündern, welche die Ursach deines Leidens immer erneuern. Barmherziger Jesu! durch dein Kreuz und Tod verschone den verführten Seelen, die du mit deinem Blut erlöset hast. Dein heiligstes Sakrament ist das geheimnißvolle Denkmaal deines blutigen Kreuzopfers. Mit unendlicher Güte schenkest du uns dich selbsten zur Versöhnung, zu wahrer Speis für das ewige Leben. Und dennoch lästern dich die Boshaften» und entehren dein heiligstes Sakrament. Ich verabscheue diesen Undank, und zu einigem Ersatz bethe ich an deine Hochheit, in tiefer Erniedrigung, mit reumüthiger Abbitt, und preise deine heilige Majestät; dir gebühret alles Lob, alle Ehr, alle Glory und Herrlichkeit. Angebethet sey ohne End, das aller- heiligste Altars Sakrament! Beschluß. i^esu ! du hast am Kreuz das Werk der Er« Ewige Anbeth. Anhang, b lö- IL lösung vollbracht, und derselben Früchte und Gnadenschätze in dem heiligsten Sakrament eingeschlossen. Ach laß sie mir in der Völle zukommen! dein Leiden sey mir zum Heil; dein Tod gebe mir das ewige Leben ; dein Blut tilge alle meine Sünden ; deine Wunoen seyn mir die Brün-1 uen der häufigen Gnaden ; dein heiligstes Sakrament sey meine Stärke, und Trost in dein Leben, und Sterben, Amen. Witte Mnbethung zur Vesperzeit, von der Einsetzung des beiliasten Nakrammts. Gemüths-Erhebung. jAebenedeyt sey der Herr Gott Israel»denn er hat sein Volk heimgesucht, und erlöset. Gebenedeyt sey der Heiland in dem heiligen Tempel seiner Herrlichkeit, auf dem Thron P nes Reichs. ^ .. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, unv dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jezt, und allweg' und zu ewigen Zeiten»Amen. _ g iz Er hat zur Gedächtniß seiner Wundern, das herrlichste Wunder gethan, da er sich zum täglichen Opfer des neuen Gesetzes, und zu wahrer Speis den Gotrestürchtiaen, m dem heiligsten Aktars-Sakrament dargegeben hat. Heiliger Abend, den Christus durch dieses Geheimniß geheiliget hak. Heiliges Abendmahl, bey dem das alte Gesetz erfüllet» und das neue durch Einsetzung des heiligen Sakraments angefangen worden! Heiliges Geheimniß, weiches den vorgehenden Zeilen nicht gegeben war, nun aber den Gläubigen offenbar geworden. Denen Gott die Reichthümer seines herrlichen Sakraments unter den Völkern hat bekannt gemacht; Welches ist Jesus Christus, , das lebendige Brod, so vom Himmel gekommen, uns zur Hoffnung des ewigen Lebens. Darum sey unserm Gott und Heiland Jesu Christo die Benedeyung» Klarheit und Weisheit » die Dankbarkeit, Ehre, Kraft, und Stärke zu ewigen Zeiten, Amen. Unbethurig. Aern König aller Zeiten, dem ewigen, nur ^ sterblichen, und unsichtbaren König, dem verborgenen Göttin dem Altars-Geheimniß ; gebühret die tiefeste Anbethung. Sieh, eS ist gegenwärtig Gott und Mensch, b 2 aus -4 aus dem Haus David, und sitzet in seinem ^ Thron! Er ist der Herr, der allmächtige Gott, der verborgene Gott Himmels und der Erde, der, zum Heil des Menschen sich mit unserm Fleisch ' bekleidet hat» und in dem hohen Altars-Ger heimniß bey uns bleibt. Jesu Christe, den ich allein durch das Glaubens-Licht hier gegenwärtig erkenne, ich ent-! richte dir in tiefer Demuth, meine Pflicht der ^ wahren Anbethung: Denn du bist mein Gott! ich dein Geschöpf; du bist mein Herr, ich dein Eigenthum; du bist mein Erlöser durch das Blut des Kreuzes, in dessen Werth du mich erkaufet hast. Ich unterwerfe deiner Hoheit meinen Leib und Seel, mein Leben und Tod; und erken- ^ ne dich als den allmächtigen Beherscher der ganzen Welt. ! Du lebst und regierst mit dem Vater in Einigkeit des heiligen Geists in dem Himmel; und auf Erden schenkest du uns deine wesentliche Gegenwart auf dem Altar. Ewiges Lob und Danksagung sey deiner Majestät , und Güte! j Himmel und Erde soll dich preisen: . Heilig, Heilig, Heilig, ist der allmächtige Gott» der Herr der Heerschaaren! j Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, un! > dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, und alliveg« und zu ewigen Zeiten, Amen. _ 1 f s § s. b 0 b -5 Jesus Christus unser Heiland, da er aus der Welt zum Vater gehen wollte, hat zur Gedächtniß seiner Wundern das heilige Altars - Sakrament eingesetzt, in welchem er die Schätze seiner göttlichen Liebe zu den Menschen ausgegossen hat. Aus dem 147. Psalm. Höbe Jerusalem den Herrn: ' lobe Sion dei- * nen Gott. Denn er hat die Schloß deiner Pforten befestiget ; * er hat in dir deine Kinder gesegnet. Er hat den Frieden zu deinen Gränzen ger setzet: * und ersattiget dich mit dem besten Waizen. Keinem Volk hat er Gleiches gethan: * und seine Geheimnisse hat er ihnen nicht gcoffen- baret. Ehr sey dem Vater rc. Mcumüthige Kbbitt. IUe unermessen ist deine Güte, wie groß deine Barmherzigkeit Jesu Christe in der Einsetzung des Altars-Geheimniß erschienen! Du hast dich dem Menschen zum Heil und Trost mitgetheilet: und so viele Abtrinnig-und Boshafte begegnen dir mit Undank, und Unbilden ! bz O -6 O Herr ! du bist ein barmherziger Gott! ' j mild, geduldig, und vieler Erbärmniß : die i Erde ist voll deiner Barmherzigkeit. Dein Namen solle groß seyn an allen Orten, wo deir ^ ne wunderbare Gegenwart in der heiligen Ho- stia sich befindet: nun aber wie große Beschimpfungen leidest du an vielen Orten? ^ Ach, barmherziger und erbarmender Gott! du ertragest und übersiehst solche Unthaten, dn verschonest deinen Feinden, welche deine Liebe verachten, dein Geheimniß lästern» und durch ihr unreines Herz sich deines Leibs und > Bluts schuldig machen! , Ich bekenne dir, o Herr! aus ganzem Herzen, ^ und wird deinen Namen ewig preisen, weil bei- ' ne Barmherzigkeit unendlich groß über uns ist. ' Herr! wer kann deine Ehre retten, und bei- , ner beleidigten Majestät einige Genugthuung < erstatten ? Ich armseliges Geschöpf bethe dich an in demüthiger Abbitt aller dieser Entehrungen , anstatt aller Derjenigen, so dich in deinem i Gnaden-Geheimniß jemal beleidiget haben. Strafe uns nicht nach der Viele unsrer Sun- ^ , den; sondern bekehre die Irrende zu dir, und , durch deine Wahrheit leite sie zur Anbethung , deiner Liebe in deinem heiligsten Sakrament. Erbarme dich unser, o Herr! erbarme dich um ; ser; denn auf dich hoffet meine See!; und m ! dem Schatten deines Schutzes werde ich hoffem « bis die Zeit der Bosheit sich enden wird. . Herr erhöre mich; denn deine BarmherM keit 17 t! die ein ei? >o> IN- !t! d« ie- »d keit ist gütig :nach der Viele deiner Erbärmnißen sieh auf mich, und meine reumüthige Abbitt. Ich wiederhole im Namen deiner heiligen allgemeinen Kirch: Angebethet, gelobt, und geliebt sty ohne End, Jesus Christus im heiligsten Altars- Sakrament! Beschluß. »> ß. >S e^ch schließe meine Andacht mit innerster Dank- ->) sagung für das große Geheimniß des Altars, für deine immerdaurende Gegenwart, für alle Gnaden, die du uns durch dieses Sakrament ertheilest, göttlicher Heiland, und Gott alles Trostes! n» Lobe meine Seel den Herrn, und alles, warn in mir ist, benedeye seinen heiligen Namen. Setze nicht in Vergessenheit seine Gnaden und Gutthaten, welcher sich so gnädig versöhr " nen läßt wegen unsern Sünden, und der alle »! unsre Schwachheiten heilet! il Der unser Seel und Leben von dem Unter- n i gang rettet, und unsre Begierden im Guten >, erfüllet. Amen. Vier- Vierte Unbethung Zur Abendzeit, Von der Begräbniß des Gemüths-Erhebung. ^ebenedeyt sey die weiseste Fürsicht des ewi- gen Vaters, der nach Erfüllung der Erlösung » nach dem Kreuztod, für seinen göttlichen Sohn» ein glorreiches neues Grab, meinem Garten verordnet hat. Ehr sey dem Vater, und dem Sohn, und dem heiligen Geist: Als er war im Anfang, jetzt, vnd allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. Jesu Christe, an dem Kreuz hast du deinen Geist in die Hände des Vaters übergeben: nach deinem Tod hast du deinen heiligen Leichnam dem frommen Joseph und Nicodemus zur Begräbniß überlassen. Mit Myrrhen und Aloe eingesalbet, und m weiße Leintücher eingewickelt, hast du wollen in ein neues steinernes Grab verschlossen werden., Bis in dritten Tag wärest du da verborgen, und den Augen der Menschen entzogen. Liebreicher Erlöser» du hast deine Kirch geliebt, und wolltest in ihr als in einem dir ! -9 dir ein neues Grab, unter den weißen Gestalten des Brods, im heiligen Sakrament auSer- wählen. Es ist ein ewiges Denkmaal deines Todes; und wir erinnern uns deines Leidens » und Opfers am Kreutz, da wir dein heiligstes Sakrament verehren. Deine Gott - und Menschheit ist in selbem verhüllet; und obwohl du nach deiner Urständ nicht mehr stirbst, scheinest du doch wunderbarlich einem Todten gleich; uns zur Gedächtniß, daß du dein Leben für uns dargegeben hast. O heiliges Geheimniß» das uns immer die unendliche Gutthat der Erlösung in dem Blut und Tod Christi vorstellet! O Jesu wir kommen zu deinem heiligen Grab, da wir dich im heiligsten Sakrament besuchen, und anbethen. Deiner unendlichen Liebe sey ewiger Dank, und Benedeyung, ewiges Lob und Anbethuug. Amen. Mnbethung. ' Aeir, heiligster Leib und Blut ist unauflöslich ^ mit deiner Gottheit vereiniget: das Wort ist Fleisch geworden, und wohnet bey uns im heiligsten Sakrament» voll der Gnad und Wahrheit. Alles ist durch dich erschaffen; die Welt ist von dir gemacht; du bist in dein Eigenthum gekommen; und alles soll dich Anbethen, und deinem Namen Lob singen. b 5 - » * Wir 20 Wir erkennen deine Herrlichkeit, als des ! Eingebohrnen von dem Vater, den er in diese Welt eingeführet, und allen Engeln die Ander thung deiner Majestät anbefohlen hat. ! In dem Geist der tiefesten Demuth, werfe ich mich vor dir» in den Abgrund meiner Nichr > tigkeit, und bethe dich an in zärtester Andacht meines Herzens, als meinen höchsten Gott» und einzigen Erlöser. All mein Wesen ist dem Gewalt deiner ger biethenden Herrschaft unterworfen» und Nie- wand kann deinem allmächtigen Willen widerr stehen. Du bist der Herr über mein Leib und Seel» über mein Leben und Tod: ich bin dein unr würdiges Geschöpf; für welches du dein Blut und Leben dargegeben, und das Grab erwählet hast. Maria die schmerzhafte Mutter, der trau- ! rende Johannes» die betrübte Frauen, haben ! dich im Grab verschlossen angebethet: ich bethe > dich an in dem heiligen Sakrament verborgen. I Ich weiß» allein das Grab ist mir übrig» ! und erwartet mich: meine Läge werden sich i enden, und ich wird mit meinen leiblichen Am ' gen dich o heiligstes Sakrament nicht mehr am , sehen können. l Mit willigem Herzen ergebe ich mich deinem j heiligen Willen, in den Tod, und in das Grab, ^ die Welt zu verlassen, und in die gänzliche Vergessenheit zu kommen. . Daß O L 2L Das ist mein Pflicht, und die Würkung meiner Anbethung, mtt welcher ich in dem Glauben, in der Hoffnung, und in der Liebe sterben will. O Jesu ich bethe dich an für mein letztes End; und also will ich im Frieden, mit die vereiniget, entschlafen, und ruhen in dem Grab, bls zur Auferstehung. Di» sey bis an das Ende der Welt, alle Anbethung, Lob, Ehr, und Danksagung! Himmel und Erde sollen ertönen von dem seraphischen Lobgesang: Herltg, Heilig, Heilig, ist der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaren. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Joseph von Arimathea nahm den heiligen Leichnam Christi von dem Rreuz, wickelte ihn in eine Leinwand, und legte solchen in sein neues Grab, das er im Felsen aus- gehauen hatte, mit Zuwelzung eines großen Steins. Aus dem 4. Psalm. Aa ich ihn anrüste, hat mich Gott erhöret: * >77»der Trübsal hast du mich 0 Herrgetröstet. Erbarme dich meiner: * und erhöre mein Brtten. Zhk 22 Ihr Menschen-Kinder wie lang seyd ihr eines schweren Herzens? * warum liebt ihr die Eitelkeit, und suchet die Lügen? j Wisset, daß der Herr seinen Heiligen wun- derbärlich gemacht: * der Herr wird mein Ru- ! fen erhören. Opsert das Opfer der Gerechtigkeit, und hoffet auf den Herrn: * saget nicht, wer wird uns die wahre Güter zeigen. Denn das Licht deines Angesichts, o Herr! ist über uns gezeichnet: * und die wahre Freud hast du in mein Herz gegeben. ! Die Menschen sind von den Früchten des Getraids, Wein, und Oels bereichert worden : * Ich aber will im Frieden in Gott entschlafen , und ruhen. Weil du o Herr besonders, * mich in die Hoffnung gesetzet hast. Ehr sey dem Vater rc. Als er war im Anfang rc. Mcmnüthige Ubbitt. ! M Jesu mein Gott, und Erlöser! nachdem ^ du an dem Kreuz gestorben, hast du auch i wollen in das Grab gelegt werden. Die boshafte Menschen haben dich grausam getödtet: die Fromme haben dich andächtig m > Ehren begraben, und dein Grab ist glorreich geworden. Uru litt 2Z Unendlich viele und große Sünden hat die Welt an dir, und wider dich gethan; und sie fahret noch immer fort alle Bosheit ge- ,< gen dich, auch im heiligsten Sakrament aüs- n zuüben. O ein Greuel des Undanks und der Gottlos d sigkeit! o wie groß ist deine Geduld, und d Langmüthigkeit! du verschonest deinen Feinden, und erwartest barmherzig ihre Bekeh- ! ! rung! d Du verlassest die böse Welt nicht; sondern ! bleibst bey uns in dem Heiligthum, in dem s j hohen Geheimniß des Altars. 2 O Jesu ich werfe mich nieder vor deiner be- ^ leidigten Majestät, in Demuth und Bitterkeit meines Herzens, so viele dir erwiesene Unbil- e den reumüthig abzubitten. Gütigster Jesu! erbarme dich unser nach deiner großen Barmherzigkeit, und nach der Viele deiner Erbärmnissen tilge die Bosheit der Sündern Ach ich erkenne unsere unzählige Sünden: dir allein haben wir gesündiget, und Böses l vor dir gethan. Wir sind Ursach deines Tods; ) j und deines Grabs. Ach! wende deine Augen ab von unsern Sünden, und verschone denjer l nigen» für welche du am Kreuz gestorben bist: i du hast dich gewürdjget, der Welt freywillig > zu unterliegen, und hast dich als einen Todten ins Grab legen lassen. Erhöhe nun deine Barmherzigkeit, und strafe uns nicht in dem heiligen Zorn deiner Ge- rech- 24 rechtigkeit: sondern laß herrschen die Kraft deiner siegenden Gnad, damit die Sünder bekeh, ret» und mit dir ausgesöhnet, dich im heiligsten Sakrament durch einen lebendigen Glauben erkennen, und immer wiederholen: Angebethet, gelobt, und geliebt sey ohne End, Jesus Christus unser Gott, und Heiland im heiligsten Sakrament! Beschluß. Mit deiner Begräbniß o Jesu! hat sich dein ^ zeitliches Leben, und das Werk unsrer Erlösung vollendet. Diese unendliche Gutthat werde ich nicht vergessen bis in Tod : dir sey ewiger Dank. Und weilen auch ich in das Grab muß, so verleih mir gnädiglich einen guten Tod! Ich will gern in dem Grab aufgezehret, und zu Staub und Aschen werden; aber meine unsterbliche Seele, durch die heilige Wegzehrung gestärket, nimm auf in das ewige Leben, Amen. * -z. Verzeichniß der sechs und zwanzig besondern Wtund-Umdachten, samt vier allgemeinen Anbethungen. I. Stund. Aur heiligen Adventzeit» von dem Geheimniß der Menschwerdung des ewigen Worts. Blat. i. Andacht der katholischen Kirche, über die gnadenreiche Ankunft des Sohns Gottes in dem Fleische. - - - 7. II. Spund. Von der Geburt unsers Herrn Jesu Christi. - - 26. Andacht der katholischen Kirche, über die Geburt Christi: mit den heiligen Engeln, der göttlichen Mutter» und den fromen Hirten, zz. Andacht» zum neugevohrnen Heiland rm tm heiligsten Sakrament. - z8. III. Srvnd. Von der Beschneidung unsers Heilands Jesu Christi. - 4z. Erneuerung des Lebens nach der Gnad des Heilands, vor dem heiligsten Sakrament. 49. c IV. Stund. rv. Grund. Von der Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi. - 55. Dreyfaches Opfer, der Liebe, des Lobs, und der Danksagung, in der dreyfachen Erscheinung Christi. - - - 62. V. Grund. Von der Reinigung der selig- 1 sten Jungfrau, oder Lichtmeß. 71. > Andacht der katholischen Kirche, zum heiligsten Sakrament des Altars. - 76. -VI. Grund. Von dem dreyßigstündigen Ger ' beth. - r r 89. Gebeth der katholischen Kirche vor dem hoch- -- würdigsten Gut. - - » 97 - VII. G'und. Von der Buße, oder in der heiligen Fasten-Zeit. r 129. Hoffnung einer bußfertigen Seele auf die 1 Barmherzigkeit, und das heilige Leiden unsers Erlösers Jesu Christi. - - i'6. VIII. Grund. Von dem Einzug Christi in Jerusalem, oder am Palmsonntage. 125. Andacht des Christen, über den dreyfache» Sieg des Erlösers. - - rZ?' IX. Grund. Von der Einsetzung des keili- f gen Sakraments ; und der Tods Angst CD ^ str; oder am grünen Donnerstag. '4-. l Am r / Anmuthige Betrachtung des göttlichen Erlösers am Oelberg. - - - 150. X. Stund. Von dem Tode Christi, oder am Charfreytage. - - 159- Andacht einer frommen Seele zu dem liebenden» leidenden, und sterbenden Herz Jesu am Kreuz. - - - 167. Xk. Srvnd. Von dem heiligen Grab Christi , oder am Charsamstag. - 175. Besuchung des heiligen Grabs» mit Vorbereitung zu einer christlichen Begräbniß. 182. XII. Stund. Von der Auferstehung Christi, oder zu Ostern. , 192. Trostreiche Hoffnung der glorreichen Auferstehung. - , - 199. XIII. Sennd. Von der glorreichen Himmelfahrt Christi. - - 206. Die christliche Seel in der Begierde, und Gebeth für den Himmel, vor dem hochwür- digsten Gut. - - - 215. XIV. Stund. Von dem heiligen Geist, oder auf den heiligen Pfingsttag. 224. Andacht der katholischen Kirche zum heiligen Geist. , - - 2jZ. c 2 XV. Stund. XV. Stund. Auf das Fest der heiligsten Dreyfaltigkeit. , 245. Uebung der Andacht zu dem höchsten Gott» aus seinen unendlichen Vollkommenheiten. 25z. XVI. Srund. Auf das Fest des heiligen ! Fronleichnams. , , 269. Jubel des Herzens, in der Ehre, und Lob des heiligen Altars - Sakrament. 277. XVII. Stund. Auf die Erfindung, und Er- s höhung des heiligen Kreuzes. 287. i Andacht eines christlichen Herzens vor dem i Kreuz unsers Heilands Jesu Christi. 294. j XVIll. Stund. Auf das Fest Mariä Em- ! pfilngniß. r - 907. Andacht vor dem heiligsten Sakrament, wider die Erbsünde, und ihre Wirkungen. 915» XIX. Stund. Auf die Geburt der seligsten I Jungfrau. - - z-Z- § Erneuerung der heiligen Taufe, vor dem ! hochwürdigsten Gut. - - ZZo. XX. Stund. Auf das Maria - Opferungs- ! Fest. - - - Z42. Geist Geist der Andacht, in den Uebungen der Gottseligkeit. - - - 35 '. XXI. Stund. Auf die Verkündigung der seligsten Jungfrau Maria. - 361, Demüthige Ergebenheit in den heiligsten Willen Gottes. - - 369. XXII. Stund. Auf die Heimsuchung der seligsten Jungfrau. - - 375. Das Lobgesang der göttlichen Mutter in heiligen Anmuthungen. - - 383. xxm. Stund. Auf die Himmelfahrt der seligsten Jungfrau. - - 392. Heilige Begierden» und Flehen der christlichen Seele in dem Thal der Zähren, über das Salve Regina. - - 400. XXIV. Grund. Auf das heilige Schutz- Engel-Fest. - - 407. Die ewige Anbethung im Himmel, das Vorbild der ewigen Anbethung auf Erde. 415. XXV. Stund. Auf den Festtag aller Heiligen. - - r 422. Gemeinschaft mit allen Heiligen in den Himmels - Freuden» Verdiensten» und Für- bltt. - - - - 422. XXVI. XXVI. ^ttttnd. Von der feyerlichen Einsetzung der ewigen Anbethung. 441. ' Andacht von dem erneuerten Leiden Jesu . Christi im heiligsten Sakrament. 450. ' Kurzer Begriff, aller Andacht» und Liebe zum göttlichen Erlöser Jesus Christus. 464. Anhang : s Vier allgemeiner Anbethungen. ' »K--k« ^ !. ytllgemeine Anbethung , in der FkU- ^ he, zur heiligsten Dreyfaltigkett- An- ^ hang. , r r i. II. Allgem. Anberhun^', zur Mittagszeit, ^ zu dem am Kreuz Hangenden Erlöser. 7. > m. Allgem. Anbethung, zur Vesperzeit, . von der Einsetzung des heiligsten Sakra- ,. ments. , - r '2. ' IV. Allgemeine Anbethung, zur Abendzeit, von der Begräbniß des Fronleichnams Jesu Christi. - - r8- ) ENDE.