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Deren Wucht durch Gluten und Dampf geschleudert,Bald umher auf aschige Höh’n RubineReichlich sät, bald auch von des Kraters schroffenWänden hinabrollt,
Während still aus nächtlichem Grund die LavaQuillt. — Des Rauchs tiefschattige Wolk’ umdiistert,Holder Mond, dein ruhiges, friedenreiches,
Silbernes Antlitz.
A. Platen.
30. Das Landleben.
Wunderseliger Mann, welcher der Stadt entfloh!
Jedes Säuseln des Baums, jedes Geräusch des Bachs,
Jeder blinkende Kiesel
Predigt Tugend und Weisheit ihm.
Jedes Schattengesträuch ist ihm ein heiligerTempel, wo ihm sein Gott näher vorüber wallt;
Jeder Rasen ein Altar,
Wo er vor dem Erhabenen kniet.
Seine Rachtigall tönt Schlummer herab auf ihn,
Seine Kachtigall weckt flötend ihn wieder auf,
AYenn das liebliche Frührot
Durch die Bäum’ auf sein Bette scheint.
Dann bewundert er dich, Gott, in der Alorgenflur,
In der steigenden Pracht deiner Verkünderin,
Deiner herrlichen Sonne,
Dich im AVurm und im Knospengezweig;
Ruht im wehenden Gras, wann sich die Kühl’ ergiesst,Oder strömet den Quell über die Blumen aus;
Trinkt den Atem der Blüte,
Trinkt die Milde der Abendluft.
Sein bestrohetes Dach, wo sich das TaubenvolkSonnt und spielet und hüpft, winket ihm siiss’re Rast,