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12 . Und uf und fürt, und sider ischkei Dieter wit und breit.
Dört obe stot er im Gebüschund in der Linsemkeit.
12. Jez haut er jungt Büechli um;
* jez chuchet er i d'Händ;jez dreit er d'wid und leit si drum,und 's Sufe het en End.
14- So gots dem arme Dieterli;er isch e gstrofte Mal —
© bhüetis (Sott, lieb Müeterli!
I möcht's nit mit em ha!
15. Se hüet di vor em böse Ding,
's bringt numme weh und Ach.wenn's Sunntig isch, so bätt und sing,am werchtig schaff di Sach!
5. p. ritbci.
26. Der Hans ist tot.
Der Hans ist tot. weil's so Sitte heut',schwingt ihm der Mesner das Sterbegeläut!wer ist's? frägt's im ©rte hin und her. —
Der Hans am Dorfend'! — Ach, nur der! —
5 wer sich versäumt einen Augenblick,geht gemächlich ans Tagwerk zurück,wenn's einer noch, der in würden stand,ein schönes Mädchen, ein junger Fant,wenn's noch ein Reicher gewesen wär'
10 oder ein Aluger! — Aber nur der!
Der Pfarr' selbst, der sich zum Amtsgang schickt,nimmt eine Prise, schmunzelt und nickt:
Rein Jahr ging's noch so wenig schwer,kein Mensch starb heuer noch, — nur der! —
15 Aber im Häuschen am Lnd' vom ©rtschlummert der Hans, die Hand verdorrt,die Wange hager, den Scheitel licht,und hat ein seltsam friedlich Gesicht.
Zwei Kerzen stehen ihm zuseit,
20 und auf dem Tische, vom Bett nicht weit,der Erde Segen, der Erde Fluch,liegen Bibel und Rechnungsbuch.