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Ha’s doch dankt, es chöin derzue,dass i gab’ e Chüierbue.
Uf em Bergli isch guet labe,d’Senne judize nit vergäbe.
Bi dene Chüehne uf der Weidhet der Senn si Freud.
Chleb und Blösch und Spiess und Stärnchömet här, i gsehn ech gärn.
Lueget nur, i ha kei Stacke,i der Tasche han i z’läcke.
Chömet, chömet alli zue,i ha Sache gnue. Alois Giutz.
80 . Im Krämerladen.
Im Krämerladen zu Heimisegg stand der kleineRuedi Neuenschwander and wartete. Damit ernichts vergesse, murmelte er unaufhörlich vor sichhin: ein vierpfundiges Brot, drei Pfund Stockzucker,zwei Pfund Reis vom billigeren. Man solle allesaufschreiben. Er hatte diesen Spruch schon etwafünfmal gebrummelt, aber niemand kam, um ihndavon zu erlösen. Die Ladenleute waren eben amEssen. Das dicke Krämer-Rosi hatte vorhin durchsSchieberchen von der Küche her in den Laden ge-guckt. Nachdem es gesehen hatte, dass nur derRuedi da war, hatte es sich befriedigt zurückge-zogen. Rudi langweilte sich zum Glücke nicht. Ineinem Dorfkrämerladen braucht man sich nie zulangweilen; denn da sind in einem kleinen Raumeeine erstaunliche Menge Sachen kunstreich aufge-stellt. Wunderbare Sachen, dlinkte es Ruedi.
Da waren zuerst die grossen schönen Gläser mitden Zuckertäfelchen von leuchtenden Farben. Da-