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Lesebuch für die 5. Klasse der Primarschulen des Kantons Schaffhausen / im Auftr. der kant. Lehrmittelkommission zusammengest. von G. Kugler ; [6 Federzeichn. von Aug. Schmid]
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Im Herbst.

Rot wird das Laub am wilden Wein,die Luft geht schon so herbstlich kühl.

Das Eichhorn sagt:Jetzt fahr' ich ein;schon lose sitzt die Nutz am Stiel."

Dem Sperling geht's nicht schlecht, er speistden ganzen Tag, bald hier, bald dort.

Er sagt:Die Schwalb' ist schon verreist.

Gut, daß sie fort! Gut, daß sie fort!"

Im Garten um den Rosenstrauch,da klingt ganz anders das Gered'.

Ein Blümchen spricht:Merkt ihr's nicht auch?Es wird so trüb, so still und öd.

Das Bienchen flog doch sonst so flinkbei uns umher wo ist es nun?

Weiß eines was vom Schmetterling?

Der hatt' sonst hier so viel zu tun."

Ein zweites sagt: ,,EH' man's gedacht,kommt schon die Nacht und weilt so lang.

Wie lieblich war doch einst die Nacht!

Nun ist sie gar unheimlich bang.

Wie mutz man warten morgens früh,bis daß die Sonn' guckt übern Zaun!

Ach, und ganz anders wärmte sie,als sie noch gern uns mochte fchau'n."

Ein drittes drauf:Mir sinkt der Mut,der Morgentau, der ist so kalt!

Die Spinne sagt:Es wird noch gut!"

Ach, wenn's nur würd'! und wllrd's nur bald!

Nur einmal noch so, wie es war,nur ein paar sonn'ge Tage noch:

's wird nicht mehr viel ich seh' es klar;und leben, leben möcht' man doch!"

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