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zu ihm kamen, sagte er: „Sehet da meine geliebte Mutter!Sie war eine Magd und hat aus mir einen wohl-habenden Meister gemacht." Marianne verlebte dieTage ihres Alters in Ruhe und Glück. Th. Sch-rr.
142. Was die Kinder am Abend machen.
Der Winterabend ist die ZeitDer Arbeit und der Fröhlichkeit.
Wenn die andern nähen, stricken und spinnen;Dann müssen die Kinder auch was beginnen;Wir dürfen nicht müßig sitzen und ruh'n;
Wir haben auch unser Teil zu tun.
Wir müssen aus morgen uns vorbereitenUnd vollenden unsere Schularbeiten,
Und sind wir fertig mit Lesen und Schreiben,Dann können wir unsere Kurzweil treiben.
Und ist der Abend auch noch so lang,
Wir kürzen ihn mit Spiel und Gesang,
Und wer dann ein hübsches Rätsel kann,
Der sagt's, und wir sangen zu raten an.
Hosfmann v. Fallersleben.
143. Abendgebet.
1. Müde bin ich, geh' zur Ruh', schließe meine Äuglein zu.Vater, laß die Augen dein über meinem Bette sein.
2. Hab'ich Unrecht heut' getan, sieh es, lieber Gott, nicht an.Deine Gnad'und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut.
3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruh'n in deiner
Hand.
Alle Menschen, groß und klein, sollen dir empfohlen sein.