4. Das Anfertigen mikroskopischer Präparate.
333
nicht schmelzen. Nach dem Strecken der Schnitte saugt man das Wasser mit einerPipette ab oder läßt es vorsichtig abträufeln und ordnet die Schnitte behutsammit einer Nadel auf dem noch feuchten Objektträger, um sie dann an einem staub-freien Ort auftrocknen zu lassen. Die Schnitte kleben sehr fest auf dem Glaseund können zur Weiterbehandlung durch die verschiedenen Reagenzien geführtwerden.
Mannigfach ist die Arbeit, um von einem frischen Objekt einen gut kon-servierten und gut gefärbten Schnitt als Dauerpräparat einzuschließen. Soll z. B.ein Querschnitt durch die Larve von Salamandra maculosa als Dauerpräparat her-gestellt werden und heißt es dabei: Fixiere, härte, schneide, färbe, schließe ein!so sind folgende Arbeiten zu erledigen:
Kleine Salamanderlarven werden fixiert in
Sublimat-Eisessig (Zenkerscher Flüssigkeit) 18—24 Stunden,ausgewaschen in fließendem Wasser 8—12 Stunden,abgespült in destilliertem Wasser 7* Stunde.
Stückchen von 1 cm Länge werdengehärtet in 45-prozentigem Alkohol (ca. 50 ccm) 8—24 Stunden,übergeführt in Jod-Alkohol (70-prozentiger Alkohol -j- Jodtinktur) auf 4—8 Tage,gehärtet in 85-prozentigem Alkohol (ca. 50 ccm) 24 Stunden,
„ „ 96- „ „ ( „ 50 „ ) 24
eingeklemmt in Leber oder eingebettet in Paraffin (im letzteren Falle nach Vor-behandlung in Xylol);
Anfertigen der Schnitte;
Aufkleben der Schnitte.
Die Schnitte
kommen in Xylol (Paraffin löst sich auf) 5 Minuten [Schnitte aus Klemmleberüberspringen hier Xylol],dann in absoluten Alkohol, 5 Minuten,
96-prozentigen „ 5
85- „ „ 5
70- „ „ 5
40- „ „ 5
destilliertes Wasser 5
Färben in Hämatoxylin nach Delafield 5 Minuten (oder länger),Differenzieren in destilliertem Wasser 5 Minuten bis 1 Stunde,
Abspülen in Brunnenwasser 2—5 Minuten,
Überführen in 40-prozentigen Alkohol 5 Minuten,
70- 5
Kontrastfärbung in Eosin 2—10 Minuten [1 g Eosin in 60 ccm 70-prozen-tigem Alkohol gelöst],
70-prozentigem Alkohol,
Minuten,
Abspülen in 70-prozentigem Alkohol, 3—5Überführen in 85-prozentigen „ 3—5
„ „ 96-prozentigen „ 3—5 „
„ „ absoluten „ 3—5 „
,, ,, Xylol „ 5 ,,
Einschluß in Kanadabalsam.
Ganze Organe oder Organteile kleiner Tiere, z. B. Flügel, Fühler, Mund-teile von Insekten, Flossen von kleinen Fischen usw. läßt man etwa 2 Stundenin 85-prozentigem, darauf 2 Stunden in 96-prozentigem Alkohol und schließlicheinige Stunden in Nelkenöl liegen, um sie dann in Kanadabalsam einzuschließen.