/ltL -f/4 's'! L-7- Myrrhen-VüschleLn/F Darinnen kurtze Andachten tu dem bittern beyden IEsuChri- ^ sii / vnd herzlichen Mitleyd«, ^ . Mari-e begriffe». ^ v Bey distn betrübten gefährlichen ^ Feite» vmbAbwenbnng alles Vbels: Auch den betrangien Seelen ini Aegftwrju Hilffvnd Trost/sehr nuyltch zugebrauchen. Auff jeden Tag der Wochen gestellt/ . Durch den Ehrwürd: Herrn Johann Chrysoftommn Lügt ger Priestern zu Sonncnbrrg im Thurgvw. Lum lseulrake Superionu». > Sölotbürn/ IvDerlag Johann Jacob Bernhard«/ iöidtuckk durch MicharlWehrttv/ L«2abr/ r«s,t Vorredandieandäch- ttgr Sttl. "Rjnnere dich/ O Mensch/ .was der heylige Märtyrer I-nanus zu den Ephesern geschriben/ daß man JEsum den Gecreutzigteu allezeit in derGedächt- nuß haben solle/da er spricht: Ich wolle nickt / daß jhr ein «intziges mahl denAhtem zöget/ vnd nicht alt JEsum gedachtet. Ach warumb seynd wir nicht elngedenck dessen / was ein H. Mann gelehrt hat / daß nem blich die Zeit alle verlohnn vnd^ vbrl angelegt sey / da wir an GOtt Mt Mucken/ vndwieGOtcden A ij gering« r VorrH «n bi« geringsten guten Gedancken/wel« - chen wir haben / nicht vnbelohnet ^ h< lässet/ also strafferer alle vnd jede ey« z» tele vnnütze Gedancken/weil die Zeit z, liederlich darmit verschwendet wird/ b -arvon GOtt einmahl Rechnung ! lc fordert reüs 8.6regor. tz Wir sotten zwar alle Augenbliek ! « anGOttgedencken/ihneinakvn- z, lern Wercken verehren/ vnd sein ^ n heyliges Leyden betrachten/weil aber v vnser Schwachheit vnd Gebrech- v ligkeit gar zu groß ifl/haben wir elen. st de Menschen vns dessen zugetroffen/ v was vnser lieber HErr selbst«» eines st Tags der Gottseeligen Arm« a §. ( ^srrlwlomseo, Carmeliter Or, d Devs / redete: Wann wir alle Tag aussdas wenigst ein einiges mahlan ( ras LrpdenGriffi gerächten/ vnd t Andächtige S«ei. r l< «n die hertzltcheTtcbe/die jhn bewegt !t 'hat/ so grausame Peyn vnd Matter zuleyden / wurde solches genug seyn !t -rr vnser Serligkeik/auch grosse Ga- >/ ^ den vnd Gnaden von GOtt zucr, g ! langen. Wann dann ein etntzigcr > Gedancken alle Tag so vil gilt, vnd !k ^ werchist/ was werden dann nicht >- jchen/ zwanzig/ dreyssig/ vnd noch tt ^ mehr dergleichen gute Gedancken er verdienen ? Ein kleines Gebertlem/ 1- vnd gutes Work vorn Leyden Chri- i- sii / wann es mit einem herzlichen >/ venrawen vnd kiesser Demuht ge. s sprochen wird / ist osfr dem höchsten §. GLZkt sehr angenemb/vnd hält vil » darauff/ wann es mit einer heyligen g Einfalt gebckten wird. Der gütige n GOtt scgner ein auffrichkig einfal- id tigcs Hertz/ welches thut was es » A iij kan/ 4 Dorred an die v tan / vnd «vae ihm die Liebe zu JE« ^ sum vnd Mariam eingibt. QwaS für ein herrliche Benediction vnd x Segen kommen vbe^dir/so eine An- , dacht zum Leyden Christi «ragen! r Das ist genugsamb zuversichen auß < den Worten/welche der himmlische « Bräukigamb zu der seeligcn ^nxelr j äs kulßino geredt hak: Seyd gebe. ^ nedeyet von meinem Vatter/alle die , jhr ein Miileyden habt mit meinen j grösten Schmertzen: Seyd gebe« nedeyt/ vnd sollen vber euch kom, , men alle himmlische Gaben vnd < Gnaden/O jhr Liebhaber meiner ^ Peyn:Ich benedeye vnd segne euch/ j Ö jhr andächtige Verehrer meines > Creutzes/welche jhr mehr liebt meine Peyn vnd Marter/als alle Ehr vnd . Wollust der ganzen Welt. Sihe/ wie lieb vnd angenemb Christo die Andacht ru seinem Lerchen sey. Es beklagt sich vnser liebe Fraw bey der H. Brigita/ daß deren so wenig seyen / LiemiijhrrinMitley- den haben/also sagend: Jetzt gib ich achmng auffallt diejenige/ so in der gantzen Welt seynd/ ob doch auch etliche gefunden werden / die mit mir ein Mitleyden tragen / vnd an meine Schmertzen gebenden / vnd ich finde deren gar wcntgcharumb mein Kind/ ob wol ihrer vil meiner ver- geffen/so sollest du es doch nicht thun. Schaw an meine Schmertzen/ vnd folge mir nach so vil du kanst/ führe -n Gemüht w eine Zäher vnd grosses Hertzkeyd A W « Vsrred an die Hiemit wird «in jeder Liebhaber Maris erinnert / mit derpselben vber den Todt ihres Sohns ein herzliches Mitleyden zuhaben, Gebrauche dersivegen O Seil dises kleine Myrrhen,Büschlein täglich / rintweders bey derheyligen Meß, welche ein lebendige Gedächt- nuß deß heyligen Lebens/ Leydens vnd Sterbens IEsu Christi ifl/oder in Besuchung sibcn Altären/ den verliehenen Ablaß zugewinnen/ oder bey den Creutzgangen vnd Bittfahrten/ oder sonst daheimbim Hauß/oder Feld/ auffalle Tag der Wochen / für Lebendige vnd Abgestorbne/ halte bey IEsu vnd Maria mit eyfferigem bitten vnd betten an/ vmb Erlangung Göttlicher Hilff vnd Gnaden/ auch auffhörung vnd ab- Andächtige Seek. 7 akwendung so vil obligcndenVbtls/ vnd bevorstehenden Gefahren difcc so armfeiigen Zeiten. Vnd kan em jeder Einfältiger stinGeben durch diegantze Wochen miß difem Myrrhen.Büfchiein a!fo anstellen/daß er amSontag verehre dteBlurfliessendenheyltgen WundenILsu Christi. Am Manrag die fiben liebreiche Band deß Heylands. Am Zmstag die fiben Gäng oder 8rarione». Am Minvoch die fiben Btmver- gtestilngen. AmDonerfiag diey.leydigeFäll. Am Freyrag die fiben Hertzrrin- gendeMon. AmSambstag die?. Schmer- «nMrir. " ' A v Dir - Vonedandte ! Du sagst aber, man hat gern in > ^ dem betten alles kurtz,M«rck:diß al^ ! , les ist dem, derJcsum vndManam > , hertzlich liebt, leichtlich vnd gering ! j zuthun; es wird die Zeit vnd derTag l - «in st kommen, daran du die Stund ' vnd Augenblick benedeyen wirst / , welche du zu Ehren deß Leydens > Christi, vnd der SchmertzenMari« ^ s zugebracht, vnd Gottscrlig ange« < wendet hast. Also wird kein Tag s ohne eyfferiges andächtiges Geben i hinfließen. -z AmSontag. j Verehre andächtig die heyligen < Wunden Christi, in welchen er -ns j «in sonderbare Zuflucht wider all« < Trübseligkeit-zugerichtet hat. Der < gottseelige Johannes Brechman t pfleg. ! Andächtige Geek. - » ! pflegte zusagen: Man muß eine Zu- - ! flucht haben für allerley Anligen/ > > für die sonderlich / so vnvorsehens l ! furfallen. Nun ist aber kein bessere i i Zuversicht/ als eben die heyligm > Wunden Christi / vnd der Mamel / oder Schooß Mari«. O wie glück- k seelig ist der Mensch / so seine Zu- r ssuche nimbt zu der Mütterlichen - Schooß Mari«/vnd zu den Blut- i fitessendenWunden IEsu/als zum t Brunnen deß Lebens. Eben ein solche Ermahnung gibt der hocherleuchr« Bischofs kranci- Seel/ mit Visen Worten: An einem i jeden Tag der Wochen folt du / O i Seel / andächtig eingehen in eine ' auß den heyligm Wunden Ehri« > flt. rs Vor. an die andächtige Teek. > Am Sontag in die Wunden sei- s MhastigenSeyten. Am Montag in die H. Wunden f 's'Nttcken Fuß. - A n Zinstag in die H. Wunden - achten Fuß. / - Am Muwoch in die Wunden ! - <» lincken Hand. Am Donnerstag in die Wunden e-er oeyltgen rechten Hand. Am Freyrag in die H. Wunden , fcilkes Göttlichen Haupts. A n Sam bstag in die Neffe Wun- ' Den seiner hastigen Schultern/ oder . kehre wider ein zu seiner heyligen Seyten' ailff daß durch das ! Hertz Christ» die Wochen > angefangen/vndge. j ' end« werden. ' Trost-' 17 . TrostreicheGebett zu den Heyligen fünffWundenvn- sers liebreichen HErren ZEsuKhrlsti. Das erste Varrervnser / vnd Ave Maria. In die heylige Wunde« der rechtenHanp. LrZeige dich als «in Knecht vor sei» nein HErren / Gnad vnd DerZeyhnng seiner «Künden begehrend / mit gebog» nenKnye»/ vnd ausigespanren Armben. L") Mein HErr vnd GOtt / ^ IEsn Christe/ vergiß meiner nicht/dann sih«/ ich vergiß deiner auch nicht / sondern knye vor dir / A vij die sr Kleines die Wunden deiner rechten Hand grüßend/ vnd strecke meine HLnd aiißzu dir am Stammen deß heyli- gen Creutzes/gleich wie ein vnnützer Knecht zu seinem HErrrn/ vnd begehre gantz demütig/ du wollest mir meinen Verstand behüten an mri, ncm letfienEnd/vnd mir meinLeben so lang stiften/ biß daß ich vnwürdi- ge Creamr durch ein wahre Beicht vnd Büß möge abrechnen / vnd be- fridigen dich ineinenGQttvndHer- ren/ damit du auch letstlich von dem Stammen deß H. CreutzeS deine blutstiessendeHänd gegen mirauß- streckeft / durch die aufflegung der Priesterlichen Hand auff mein Haupt / an deiner stau den heyligen Segen vnd Absolution aller meiner wissend vnd vmvissenden Sünden M-cheU'BäsHreiir. 's -nd Schulden würckltch empfangen möge. Das verleyhe mir vnd allen Sündern/ O HERR IEsu Christe/ durch die heylige Wunden deiner rechten Hand/ darein ick dir befehle den Bapst/ Cardinal/ Bischofs/ Prss'aten/ vndden gantzcn geistlichen Stand/Amen. Das ander Vatter vnsrrv vnd Ave Maria- In die heylige Wunden der lincken Hand IEsu. Erzeige dich als einen armen Bettler r-m einem reichen Zerren/ das Englische Vrok begehrend, mitbisemGebetk g^Meur HLrr vnd GOtt IEsu ^Christe/vergiß meiner nicht, rann fihe'/ ich vergiß« dein auch nicht/ sondern grüffe die schmertz- faffkeWlindm deiner lincke Hand/ vild 74 Kleine» »nd wie ein armer Bettler strecke ick meine Händ auß zu dir am Stanr- mendeß heyligenCreutzes/ begehre mit dem armen Lazaro die jenigen Brösamblein/ so Vasallen von deinem himmlischenTtsch / alsnemb- ltch/ das jenigeBrot so du in deinem letsten Abendmahl deinen lieben Jüngern selbstsgegebenvnd dargereicht hast. Dich gan- demühtig bittend/ du wollest mich nicht sterben lassen ohnelEmpfahung diser Englischen Speist deines zarten Fron- leichnambs/ sondernd« wöllest deine heylige Blukstiessende Händ von dem heyltgen Creutz gegen mir auß» strecken!/ vnd durch die Priesterliche Händ mir in meinen leisten Todt-« nähren reichen lassen das heylig hochwürdige Saeramrnt destAl- ick -. 1 - ,re «tt eich« M ß» Se is« l«S, ll. MyrchM'Büschleli«. ij ears/vnd der heylige le»st«nOelung/ ju einer Weegspeiß vnd Starcke auffdie wette vnbekannte Reyß von discr Welt. Das verleyhemirvnd allen Menschen / O mein HErr JEsu Christe / durch die heylrge Wunden deiner lincken Hand / in welche ich befihle den Käyser / die Könige/ Fürsten/ O brigkeicen/ vr«d allen weltliche« Smnd/ Amen. Das dritte Vattrr vnser / vnd Ave Maria. In die heykige Wunden deß rechten Fuß JEsu. Erzeige dich als ein betrnbterFreund/ tzilff in seiner höchsten I'lohk begehrend. f>Msrn HErr vnd MtinGOtt/ ^HErr JEsu Christe / vergiß mein nicht / dann ßhe/ ich vergiß deiner auch nicht / sondern knye vov rs Klein«, dir/die heyltgeWunben deines rech. »en Fuss grüssend/ vnd strecke meine H'wd auß zu dir am Stammen des heyligenCreutzeS/wie ein armer verlaßner Freund/ vnd begehre von gründ meines Hertzens / du wölkest mir beyflehen in meinen höchsten Mohren/ wann mir derTodtschweiß außgehen wird / vnd mich die gantze Welt/ alle meine Freund vnd Be. kandten/ Vaner vnd Mutter/ auch Brüder vnd Schwestern verlassen/ vnd mir nichts helffen/ wannryich die bösen Feind vmbgeben/ an Leib vnd Seel beängstigen/ in meinem letsten Smndlein / wann ich vor Schwachheit vnAngst mcineHänd zu dir nicht mehr ausstrecken / noch Hilffbegehren wird können / so bitt ich dich anjeizo gantz demuhtiglich/ L> mein MynhcrnBüschleiN. 17 O mein HLrr JEsu / daß dir zu drrselbigen Stund/ die ich nit weiß/ deine heylize blutige Händ von dem Stammen deß heylrgen Creutzes gnadiglich ablösen/ vnd zu mir auß« Drecken/ auch darmit verjagen rvÄ. lesi/ake die mich dorr anfechten vnd beängstigen mögen. Das ver- leyhe mir vnd allen Menschen/ O HTrr JEsu/durch die H.Wunden deines rechtenFuß/ darein befihle ich dir alle armeSünder/alle angflhasf. tt/ betrübte / krancke vnd elende Menschen / wie sie jmmcr seyn mögen / »8 Kleines Aas vierdke Vatker vnser/ vnd Ave Maria. In die Wunden veß lincken FußJTsu. Erzeige dich als etnMalefltzpersohtr, vmb ein gnädiges Vrtheyl bittend. ^>Metn HTnvndGQlt/ILstl ^Chrifle/vergißmeinnicht/dann fihe/'ich vergiß deiner auch nicht/ sondern grüsse die H. Wundensei. neslincken Fuß / vndknye vordir/ dem gerechtesten Richter der Leben- digen vnd der Todten/gleich wie ein arme schuldige Malefitz Pirschn / mich leyder erjnnerend/vnd vor deiner Göttlichen Majestät bekennend/ wie offt ich durch meine grosse Sund vnd gottloß Leben verdient habe den ewigen Todt/ die höllische Peyn vnd Marter: Vnd weil ich nicht Myrrh«n-Büschleitr. i? nicht weiß/ wann/ wie vndwo mich der grimmig Todt angreiffen vnd rödien wird/ so strecke ich hiemit anst meine Härid/ weil ich noch kan vnd weil es noch gilt/ vnd falle dir mei. nem gnädigsten Richter in deinen Vrrheylstab/ bitte vnd begehre/ja schreye vmb einen barmhertzigen Sententz/anff daß/wann meinSeel scheyden wird von meinemLeib/chue m«t mir nicht nach meinenMtjsecha- ten/sondern alseinAuffnehmerder armen Sünder nach der vile deiner grundlosen Barmherzigkeit handle» / vnd wöllest mich einlassen zum ewigen Leben. Da« verleyhe mir vnd allenMenschen/O mein HErr ZEsu durch die heylige Wunden deine« lincken Fuß. Darein befihle ich alle Vnglaubige/ Juden/ Hey» r» Kleines reu/ Türckei,/ Secunvndvonder wahren allein seeligmachenden Religion Abtrünnige/ daß fie erleuchtet vnd bekehrt werben/ Amen. Das fünffreVatker vnftr^ vnd Ave Maria. In die heylige Wunden der Seyten Christi. Erdige dich al» ein verlas;»erSohn> von seinem Dauer das himmlischeErb» »heylbegehrend. f)Metn HErrvnd GOtt IEsu ^Christe/ vergiß mein nicht/dann sihe/ ich vergiß deiner auch nicht/ sondern grüsse 5ie heylige Wunden deines gebrnedeytenHertzens/ vnd gleich wie der arme verlohrneSohn fein« Händ hat außgestreckt tu fet- vem Vatrerr also strecke ich mein kindliche Hknp guß in dir meinem Mylrheip^vüschletn. " ^ barmherzigen Vatter am Gtam- ^ men deß H. Creutzes/ zuempfahen das himlische Erbcheyl/ welches ich leyder durch mein«'große Hund /. vndMissecharen vil eausentmal der. lohrenvnd vcrschärtzrhabe/ du aber !§ mir dasselbig durch deine H. fünff Wunden/vird durch dein rosenfar- hn, des vnschuldig vergchncs Blut ge. :rb« nödig widernmb erobert vnnd ver- dien«haß. Darumb bitte ich dich 'ü dvn gründ meines HertzeuS / daß ^, du /O meinHErr JLstr/nach met- nemTodt gegen mir dein blutflies- ßnde Hand von demH.Creutz auß- strecke/ vnddarmit mein armeSrel ^ vmfange/ auch dieselbe durch die g<- benedeyt« Himelsporre deines Vät. terltch«, ofnenHertzens in die ewig« >em Freevd vttSelizkeir einsühre wöüess. Las i i rr Klei»« Das verleyhe mir vnd allen Mett» h/, schen/ O mein HLrr IEsu, durch ivc die heylige Wunden deiner offnen nn Seyken vnd verwundern liebreichen Cr Hertzens, darein befihlich mich ar« der menSündertt selbst/auch meineEl- sch lern/ Freund vnd Gutthäter vnd v» alle/j die sich in mein Gebe« befohlen hei haben/ sampt den nohtleydenden be. krängten Seelen im Fegfewr, daß s«r sie erWt werden/Amen. mr Ich glaubt» GOtt Vatter/ rc. M Beschließ mit diftnr D Gekettlein. ' §-)HTrr IEsu Christe/ du Sohn ^5 l ^deß lebendigen GOttes/der du ^ die händige Welt mir ewiger Liebe. vmbfangen, Vnd geliebt hast / vnd ^ »om Himmel kommen / vsmit wir hin. Myrrhtn-Büschlei». r, hinaufffliegen mögen / Mensch bist worden/ daß wir Kinder GOttrs en wurden/ den bittersten Todt am ett Crentz gelitten / daß wir das Leben n> der Seeligkeit hätten / auch fünff ^ schmertzliche Wunden empfangen/ >d vud dardurch den Triumph wider en deineFeind erhalten haft. Wirbit. e- ien dich gantzhertzlich/du wollest vn- rß ser Feinde vnd Widersacher Hoch. much oemmen/ alle gefährliche Zu- - ständ gnädig von vns abwenden: . Du wollest auch deine heylige fünff . blutflieffende Wunden dem zorm- ^ gen Vatter für vns zeigen/ vns vor Krieg/ Hunger/ Thewrung/Pesti- ^ lentz/ vnd andern Geißlen deß Göre. ^ t lichen Zorns bewahren/dein heylige " Cakholtsche Kirchen erhalten vnd , mehren/ alle irrende Schäfflein wi- ^ 8S der -4 Klein«« der herzubringen. Dn wölkest vns v arm« Sünder bewahren/ durch das ri Furbirr deiner Iungftäwlichen 6 MuklerMartL/daß wir durch dein h Göttliche Gnad in dem aüein wahr, ^ hassten Carholischm Glauben ver« ei harren/ vnser« Sund bekennen / die n rechte Büß würcken/vnser Leben hl bessern / vnd endlich stetig werden mögen. Auch erlöst diearmenSee. P len auß dem Fegfewr/vndzeige ihnen st Barmbertzigkeit/durchd«neheylig« «r fünss Wunden/ vnd führe sie zu den rr . ewigen Frewden/Amen. Ä Erinnerung. ^hkrIe lieb vnd angenemb dem ^ ^^SohnGOilrSdieVerchrung seiner beyligen fünss Wunden seye/ ^ hat er sechsten zuverstehn geben / als A er mit außgestreckren Amben vnd ^ off««» Mynhen-Büschlein. rs ms offnen Wunden der heyligen Mech, das tild erschwer,/ vnd zu jhr sagte: hen Mein Tochrcr / als ich am Crrutz »ein hienge / hat das anschawen meiner chr« Wunden daSHerrz meinesVatters ,er. eingenommen / damit Er den ar. die mcn Sündern Gnad vnd Verzey. den Hnngerrheylte/ vnd ob wol ich a«ije- >en in der ewigen Glory bkn / so em« ce. pfange ich doch mit einem nnauß, ,en sachlichen Lust vnd Wolgefallen/ was meine andächtige Diener thun »in ru Ehre» meiner schmerzlichen Wunden / vnd insonderheit/ wann sie zu disem End fünst Vatter vnscr ^ betten. !ii>. 4. graciee lpirir. csp. rx. ^. Vnser liebe Fraw hat die seelige ez Ioanna auß Franckreich selbst vn, ^ dcrwisen vnd gelehrt / die heylige ^ Wunden Chnsti off, zugrüffen/vnd m B ij -u rs Kleines - ju ihrer Ehr sünffmahldas Vatter 7! vnser znbetten / nach ihrem heyligen ^ Exempel: Dann die heylige Jung. f> fraw Maria bey ihrenLebzeiten auß ^ Erden ihren lieben SohnIEsum sc aujf dise weis zugruffen / vnd seim b H. rosenfarbe Wunden zuverehren ^ pflegte. O Mensch sey ein genewer ^ Nachfolger Mari« / vnd verehre n dein ganzes Lebenlang durch einige gut Merck dieH. Munden Christi/ ^ vnd dancke jhm für die vnglaubkb ^ che Schmerlen/ so er deinetwegen ^ daran gelitten hak. Verehre auch "i sffk sonderlich die heylige Wunden ^ feines hochwürdigsten Haupts/ mit ^ folgendem Gebettlein. ^ gegrüßt du allerheyligi. ^ ^^stes Haupt IEsu Christi ^ meines HcylandS: Oseydgegrlißt M ihr' Myr'.he»»«'VLschlei». L? «er Or weynende betrübte Augen IEsir gen Christi: Biß gegrüßt du zartes/ nq, freundliches/holdfeeliges/allerschZn- ,„a fies Angesicht Christi/ O wie btstdu um sogar bleick/ vnd hast alle Zierd vnd M Gestalt vmbmeinerSündenMci« ren verlohren/ wie bist du mit Speichel/ ver Blui vnd heissen Zähren vbergos. hre fen: Seye gegrüßt O gebenedeyres Haupt mit tausenr schmrrtzlichen Wunden / Stich / vnd Neffen L§- btj, chernversehrt/sodirtheylsmüraüf- »cn ffn/ schlagen/ flössen/ kratzen/ theyls ^ mit den stechendeDörnern zugefügt ,en auch dreyhunderrmahl deine zarte ^j, Haar außgeraufftvndarbry hin vii wider gezogen worden/ Ach wer hae qi. dich so gar schwerlich verwundr? ,sti D IEsu / was hat dein güldenes ißt HÄupk/so einHaupi derEnglen vnd dr"' B tij Men. rk Klein«-, Menschen ist gesündigee/daß es von p -en spitzigen Dörnern so schmertz- r llich durchstochen ist? Was haben r -eine schöne Sonnenklare Augen r gethan / daß sie verfinstere vnd blut. r -roch worden?Ach meine böse schänd. r liche Sünde seynd dessen ein Vr> < fach! O seyd gegrüßt alle jhr hech'gi ^ köstliche rosenfarbeBlutströpsfleini s so auß dem allerehrrvürdigsteHaupi < MdAngefichtJLsu geflossen/ja i« 1 -er erschröcklichen Crönung alle,« i »ber die dreytausenr vergossen seyns i Ich bitte dich gantz demühtig/ L , mein HTrr IEsu/verzeche mir g<> ^ nadiglich - was ich in Hoffart mei nesHaupts/inFürwiizigkeitmeimi ^ Allgen/ in Leichtfertigkeit meine- ' Munds / gesündigec hab. Berleyhl Karmhertziglich/ daß alle djejenW , ^ rvtl Myrrhen-Büschlei». r- n welche die schmerzliche Wunden !- deines liebreichen Haupts verehre« n vnd anketten/ in allen jhren ängsten n vnd Nähten deinen gnädige Schutz <> vnd Schirm erfahren/ vnd lasse d. vns nach dtsem Leben in der ewi- r. gen Frewd deines allerholdsiligsten z« Angesichts geniessen. Zeige auch di- li! ses dein liebreiches Angesicht den p! armen Seelenin den aller schmerz- i» lichsten Flamen deßFegfewrs/nach i« welchem sie ein so herzliches Ver. st langen nagen vnd gib jhnen die ewi. L ge Ruhe/Amen. ^ Am Somag Abenvs bette zu Ehren der allerheyllgfienDrey. faltigkeit drey Datier vnser vnd drey U- Ave Maria / in die hochschmertzliche .k, Wunden der Achseln vnd Schultern ^ JEsu Christi/ dardurch kanst du drey« N targem Jahr Ablast erlangen - we chen tö B tu, Bapst 2» Kleines Bapst Luqenius derLritte auffatchab « tcn deß >7. Datier« Bernhardt verlihm ' ha« / allen den wenigen / welch« drey ll Datier vnser/ vnd drey Ave Maria/ -n . li Ehren/ diser heyligenWunde» andäch- ^ eig betten werden. Gebett. ^ ^Eye gegrüßt O grosse vnd ^schmertzhaffte Wunden der al« lerzartesten Schultern meines Hey« I i! lands IEsu Christi: O Peyn/ O !! Schmertzen diser grossen Wunden-' K, ! dann sie war drey Finger tieffvom sil schwerenLastdeßCreutz eingedruckt/ ^ j j! also/daß drey blosse Gebetn herfur ^ ! schinen / vnd dir einen vnleydenli- ^ H chen Wehthumb verursache«. O ^ mein JEsu/du LämbleinohneMa« ckel / du bist das wahre Ebenbild der ^ Marter / du bleiche Sonn / du ab« gelöschresLiechr/du todtes Leben/wie y» bist > Mynheu-DSschlek«. ?r bist du meinetwegen so gar verwunde wie hat man dich so erbärmlich in deinem «ygnen Blut abgestochen vnd ermordet. Ach meinver- wundter JEsu/ kan ich deiner Lieb vnd Trew vergessen? ach warumb zerspringt mir nicht mein Hertz auß grosser Lieb zu tausenr stücken? O vnaußsprechlich« Liebe! O vnermeß- liche Liebe meines IEsu ' Sottest duOmein allerliebsterSchatz/mein Hertz/ mein Auffrmhalt/mein zgr- «r Bräungamb »oller Wunden vnd Schmertzen für mich armen Sünder sterben / dein eygen Crentz selbsten auffdeinm kranckenAchseln rragen?Ich bitte dich durch dise hey- ligeWu nden/ erzeige mir alle Gnad vnd Barmherzigkeit. Ach daß mich die ftwrige höntgsüsse Krasse vnd . Ge- z» Kleines Gewalt -einer Liebe ganz vnd gar L tinnemme vnd verzehrte / damit ich z arch Liebe deiner Liebe stürbe/ der ou ^ dich anßLiebe meiner Liebe zusterben gttvürdiget hast/ Amen. D Gebctt zu vnser lieben Fra. v, wen / in welchem der nohkleydendr «< Mensch ftinAuflucht ntmbt jr, ihrer m Mütterlichen Schooß. b^Edenck O Maria/ gantz lieb- ^ ^reiche Mutter/ meiner Seelen/ ^ du liebste meines Hertzrns / es scyi ^ niemahls erhört worden/ daß einer! ^ so zn deiner Mütterlichen SchooK o, gelauffen/ fich deinem Schutz vnsA Schirm ergeben/ deine krasse^ Hilff angeruffen/ oder dein Fürbiti »onHertzen begehrt/von dir seye ver- ^ stoßen vnd verlassen worden. Auiscy ftlchem Vemawen hab ich mei«^ ' 3 «' ;ar ich MynhmEüschltin. zr Zuflucht zu dir-! O Maria/ O liebe Mutter JEsu Christi / zu dir kom« du m« ich in meinen Anligen / zu dir ben lausse ich in meinen Artigsten tmd NZHeen / vor dir knye ich scufftzend ra, vnd zinerend/ gantz kindlich bittend/ ndr ach verfloß mich elenden Sünder r nicht von deinen heyligen Füssen/ . verlaß diß armeWeißlein nichk/wel- che« zu dir kombk / als zu seiner lie« ben Mutter. Ack du bistgewißlich mein Mutter / mein Fraw/ mein "" Geliebt«/mein Beschützerin/ mein ^ Zufiltcht/vnd alles/dann deinHertz/ v»» O Maria/ ist dermaßen zarr/ daß sa G bald du vnfere Armseligkeiten nur ^«erkennestvnd weist/ du ihnen als« ^'baldabhilffest. deine heylige Brüst 'Upseynd dermassen mirBarmhertziK. Meit erfüllet wor-en-daß so bald die Z"' Nobk ?4 Kleine» Noht vnd Anltgen dir geklagt vnd angezeigt wird / alsdann die Milch < der Barmhertzigkeit geschwind her- , aufi stießt. Will derowegen nicht auffhören/ meine Augen vnd Händ ß zu dir auffiuheben/ vnd seufftzen/ ^ D biß du mir Trost / Hilffvnd Gna- ' von deinem Sohn JEsu erlangest. ^ !; Du thust auff die Sckooß deiner ß I Mütterlichen Barmhertzigkeit/vnk " deinen heyligen Schutzmantel/dar, " i! inn ein jeglicher findet / was erbt« « j! darff: In den-efihle vnd verbitz ^ ich mich / auch alles mein Anligent sonderlich dieStund meinesTodiii an welcher dir Ewigkeit hanget O Maria/alsdan» sey mir Maria. Ai" ^ 8 Myrrhex-Büschlein. ;x >d Attdächtige Weis / die L allerscettgfie Iungftaw Märt na zu einer Mutter zuerwöhlett: dt Wie gethan hat derEosse pr-elat §ranctscu^ oe Sales. „ ^CHgrüffedichallerfüssesteIung. ^ -c>fraw Maria / Mutter GOtteS/ ^ vnd erwähle dich für meine allerlteb- ^ sie Mutter/ vnd bitte dich/ du wollest mich für dem Kind vnd Diener an« nemmen. Ich begchre kein andere ,,, Mutter oder Liebhaberin zuhaben/ ^ als dich. So tröste mich dann / O ^ mein gütige/holdfeeltge/ allersüssefle A Mutter / in allen meinen/ so «ok geistlichen als zeitlichen Aengsten/ ÄöhkenvndAnligrn. Seyeeinge« denck allerliebste Jungfrau»/ daß du metnMutrer bist/vnd ich deinKind/ du vberauß mächtig/ ich aber ein ar. C me ;s Kleines me elende schwache Creamr- Dar. umb bim ich dich mein allerliebste »rU> güttgsteMutter/du wAest mich in allen meiner» Weegen vnd Wen cken/ in allem meinem Thun vnd Lasten regieren vnd beschützen/da nn ich bin leyder ein vberauß armer elender Bettler/ der deinerHilffvnö Schutzes höchlich mangelbar ist. Woian dann / O allerheyligsti ^ Iungfraw Maria/ mein allerM ^ sie Murrer / behüte mein Leib vnd , Geel vor allem Vbel vnd Gefahr! < mache mich tbeylhaffcig deiner GL , ter/ vnd deiner Tugenden jnsonde» j herk deiner heyltgen Bemüht/ für. x trefflichenReimgkeit/vttdeyfferigeil § Liebe-Sage mir nicht OLiebe M«n H ter/dukönnestesnitthun/danndeiii g geliebter Sohn ILjns hm dir allen ^ MyrrhetpBüschlem. z? r- Gewalt geben / so wol im Himmel ßc als auff Erden- Sage auch nicht ch du seyest es nicht schuldig zuthun/ p dann du bist die allgemeine Mutter id aller armseeltgen Menschen / vnd w auffein besondere Weis mein Hertz- >er liche Mutter. Wann du es nicht ^ könntest thun / so wolte ich dich ent. schuldigen/vnd sagen: Es ist wahr/ ß< sie ist zwar mein liebe Mutter / vnd !b- lieber mich wie jhr Kind/ aber sie ist lü arm / sie hat vnd kan nichts thun ? r l Wann du mein Mutter nicht wo >»' rest / müßte ich Mich gedult haben/ vnd sprechen/ sie ist wol reich genug/ mir zuhelffen/ aber weil fie meine e" Muster nicht ist/ so liebet sie mich »l< nicht / Dieweil du nun / O heylige Maria/ mein liebreiche Mutter bist/ e" vnd darneben sehr mächtig vnd E ii reich/ ;8 Kleines reich/ wie will oder kan ich dich ent« schuldigen/ wann du mich nicht trö. stet/ vnd mir dein Hilssvnd Bey, stand versagest?Sihe mein Mutter/ wie du gleichsamb gezwungen wirst/ mirzuhelffen. vnd meinem Begehren zu willfahren. Sihederowegen . vöer alle Himmel erhöhet/ vnd zu grösserer Ehr deines gebenedeytesten Sohns JEsu Christi nimme mich. an für drin Kind / vnd sihe nicht auff meine Armseeligkeit vnd fchwr- re Sünden/ erlöse meine Seel vnb Leib von allem Bbel / verleyhe mir alle deine Tugenden/ sonderlich dir Demuhl/ Keuschheit/ Gehorsamb vnd Andacht/gib mir alle die Gaben vnd Gnaden/welche dagesallen/ der allerheyligsten Dreyfaltigkcit/ GOtt dem Vaner/vnd drmSohn/ vndH.Gkist/Amrn. Kur« Mynhen-Vüschlciir. Kvrtze Andacht/ wann man den Englischen Gruß leuttet/ vnd hat Adrian»« der Sechste allen denen DollkommnenAblaß verliehen/ so auff scden folgende» Vers; ein 2lve Maria bette» wurden/ Morgens vnd Abendsfleisslgjuge- . brauchen. bLEbencdeyet sey die Stund/ in ^welcher empfangen ist GOtk vnd Mensch/ JEsns Christus/als der Engel deß Herren Mari» die Bottschafft brachte/ empsieng sie von dem hcyligen Geist. Ave Maria. Gelobet vnd gebenedeyet seyest du heyligste Käyserin Maria / du Iungftawliche MnnerGOttesin derm keuschen Leib durchKraffk deß heyligenGeiste« GOrr vndViensch/ IEsuS Christus / empfangen ist / C tij als 4» Kleine» als du zu dem Engel sagtest: Sihc ich bin ein Dienerin deß HErren/ Mir geschehe nach deinem Wort. Av« Maria. Durch dise würdigste Stund/in welcher das Work ist Fleisch worden/ vnd hak in vne gewöhnet/ vnd dn allerheyligsteIungstaw Maria/ ein Mutter,GOtkes/ vnd ein Königin der Englen worden bist / werde mein Geben erhört/ vnd aürmeim Begierd zu gutem gewendet. Ave Maria. Geben. f^HErrhimmlischerVatter/ dir -sey ewiges Lob vnd Ehr in deinem höchsten Thron / daßduvnstr Heyl in höchflerLiebe durch dieVer- kündigung deß Engels angefangen/ vnd durch die stetigste Frucht Ma- MiMm-BÄschlein. 41 he MariL voklender hast. Wir 1/ bitten dich demühtiglich / verleyhe vns deineGnad/ Cacholisch zuglau- ben/ gerecht zuleben/ und seelig zu- in sterben. Durch denselben deinen ge- r« liebten Sohn ISsum Christum / ,d ivahren GOtt vnd Menschen / vn- a, fern HErren/Amen. - ,i- Der lieben Abgestorbnen Christ- de gläubigen Seelen ruhen durch die rre Barmhertzigkerr GOcces im Fri- den/ Amen. ^ Am Montag. .j, Erinnere dich der siben kiebrei- ^ chen Banden deines HeylandeS IEsu Christi / darvon unser lieb- ^ würdigster Seekigmachir selbsien mit der heyligen Mechtild geredt 1. C M hat/ S'.t 4» Kleine» hat/ also zu ihr sprechend/ lik. 5. §rz. rias spiele, csp.ip. Mechrildts / der mich wol vnd >; nützlich anrüsten will / für die Ge. H fangne an Leib vnd Seel/ dasist/ für arme gesangneSirndcr anst Er» den / vnd für oie nobileydend« See» H lenimFegsewr/ der bitte imch durch dise heylige liebreiche Band / so will l- tch jhme gestatten die Befreyung ds- ll ren/ außderGefangnuß/ welche« t mir förhaltct. d Verehre dise Band andächtig r mit siben Vakter vnser/ vnd Avr § Maria / vnd opstere solches arrff für s die Seelen / so in der Gefängnuß ei deß Fegfewrs mit ihrer Peyn vnd 8 Qual der Göttlichen Gerechtigkeit s genug thun müssen/für die restieren» d de Schulden ihres Lebens. a Myrrhen-Büschleiir. 4? rz. Das erste Vatter vnser/ vnd Ave Maria. nd Au Ehren deß ersten Bands ^ der Liebe / so den Sohn G-OtteS st/ neun Monat in dem Leib Mart« auffgehalkrnhatt ee- 5")Grofser G-Ott/ O einiges We. -ch ^sen meiner Seelen/HErrIEsu nü Christ« / ich bene dich an mir mög- )§ lichster Demuhk meines Hertzens / er vnd bitte dich durch dein verwun. derlichc Liebe/weiche dich nenn Mo- kiz nat lang in deiner Iungsräwlichen v, Mutter Maus: Leib gleichsamb ge. ük fangen gehalten / vnd mit dem star. uß cken Band deiner Göttlichen Liebe nr gebunden hak/ allda du gleich im ereil sten Augenblick deiner Empfang, nuß vnsereSünd vndLafier/dre di ch an das Creutz bringen wurden/ für C v vus 44 Kleines vns elendiglich zusterben / gantz jn> ^ niglich bew«ynethasi:Verzeyhedoch Q, auß Gnaden unsere Sünden/ be, ^ ftättige vns mit Gaben deß Frideni §g vnd Einhelligkeit/ gibHilffvnd stär, cke/ wann vns der Streit der Fein, we den iruckee/erlöse die geangsttM ^ Seelen auß dem Kercker deß Feg, s^j fewrs/ die mit so hertzlichem Ver. A langen die feelige Anschawuriz GOkkes im Himmel erwarten! haf Amen. hjft Das ander Varrer vnser/ laß vnd Lve Maria. Ge Au Ehren der Liebe/die Chkß M stum in seiner Geburt in zarre M< Windelei» eingebunden hak. wol Mein holdseeligster HEn dise ^ IEsu/ichgrüssedich/vndbed Ok re dich an/ als das -nttschaffm ng« Wort/ . Myrrhen-Büschlein. 4; I»' Wort/ so Fkijch ist werde» / ich ^ stusstze auß Verwundernng/tn dem b<« ick berrachre/ daß dir dein ewiger »§ Vakrer heimbgestcllt hat / zu vns är- vomHimmel herab zukommen/eint- w weders in grosser Heyligkeit/ Ehr e» vnd Glory / vns auß vnsern Armes' feligketcen znerledigen / oder aber in er- Armut/ Vnehr/ Elend/ Creutz vnd nz Leyden vns zuerlösen: Dannoch i! hast du das Irrste erwöhle / vnd alle dise Glory/ Ehr vnd Pracht fahren ' lassen / auch so gar zur Zerr deiner Gebt)« / vnd in deiner zartesten ri« Kindheit/ von deiner lieben Mutter Maria in arme fchleckteWindelein wollen eingebunden werden. Für n disehertzlickeLiebe sage ich dir danck- <' O mein HErr JEsu / dessen vilfäl, U tigerSchuldner ich bin/ vnd bitte der Sünden/derenAnzahl sehrgroK F< tst/erledigen vnd die armenSeelen/ in foin den Fewrflammen am meisten ha verlassen ftynd/ gnädiglich außfi'ch G ren/ vnd zur ewigen Glory bringen! fei Amen. vb Das dritte Band der Liebt/ ar welches Christum in die Händ n, seiner Feind gebracht hat. 2 Vatter vnftr/ Ave Maria, ke e^ITsu / HErr Himmels B C Mytthm-Bäschkin. 47 s der Erden / ich elendester bette dich so an! vnd erinnere dich deiner vnbilli- >d chen Verkanffnng durch Judam in geschehen/ deiner Seelen Forche n< vn Trawrigkeie amOelberg/deineS a, jnnbrünstigenGebettS/ Aussgebunz D deines Willens/ deiner herzlichen du Betrübnuß vnd grossen Angst / deich, ner erschröcklichenVberfallnng vnd >oß Fahung von den gottlosen Juden/ ,n, in dem sie gantz vnmenschlich wie le« harten Banden vnd Stricken deine ich Göttliche Hand / die alles erschaf» >eni fen/ regieren vnd erhalten/ so starck vber einander gebunden/ daß sie dir ht/ auch dieHautvon denArmben dar. mit abgezogen / vnd das beylige Blut reichlich herab flösse/ vnd füdr- ja. een. dich also gebunden mit grosser vnl Schmach vomOelberg in dieSta« ri> C vij? Ieru. Jerusalem. OmemHErrJEsuj s« dich bitte ich durch deilie jnnerlich« si Barmhertzigkeit / Welche dich zu di« Z fcm Elend bewegt hat/laß nicht zu, daß ich ein solche grosse Boßheil be. gehe / wie die Juden / vnd dir deim Hand binde: Ach / ach / wie offk ist ^ solches von mir geschehen/in dem ^ ich deinen heyligen Einsprechungen ^ widerstrebt / nicht dahin wollen gl« hen/dahin du mich führen woltes!/ , nichts hab wollen empfangen von ^ ß deinen liebreichen Händen/was du l mir hast wollen barmhertziglich gt'» ^ ben. Ach verzeyhe mirs/vnd erledl, ^ ge mich von den grausamen Ban, o' den der Höllen/vnd Stricken deß A T euffels / darein ich durch dieSünv ^ gefallen bin/ befreyeauch diejhrer Missethaten wegen gefangne See, H len Kyrrheti-Bäschlcin 4? sl„ len auff Erden / und in dem Feg- ch, fcwr/Amen. di« Das vierdke Band drr Liebe? !U/ durch welches Christus gebunden / bo de» Richtern rbcrltstttt ,,,, worden. Vattervnser/ÄveMakia. em Warheit / Q mein HErr ;r» -^JCsu/bast du gar lieb die jent- gen/ welche dich^teben / ja du liebest ^ auch sojnniglich die armen Sun- ^ der / O wie lieblich bist du in deiner ^ Herbheit vud Majestät gegen allen <«, Creamren/ wegen deiner Gütigkeit d,,' vnd Vollkommenheit. Achwieeyf- sng bast du das Heyl der Sünder gewürckt / das beweisen deine grosse ^ Schmertzen die du außjnbrünfliger ^ Liebe gegen vns gelitten / sonderlich ec. ill dem die Iriden deine gebenedeyte ie» Händ, 5» Meines Händ/ die nicht längst zuvor grosse hj Munderzeichen gethan harren/ aujf T einnewesimHaußAnnLschme»^ vx lich verwundr/die in deinem Fleisch m eingerruckre Strick vnd Salier mir sch Gewalt herauß gerissen / vnd die G- außgezogne wider hinein gerruckr/ ve, also eng gebunden auffdeinenRti- -n cken/ daß deine zarre Händ nicht S allein gantz blaw vnd hoch geschwob stei len/ sondern von den starcken Sän A lern vnd vilem binden schier gar gr» skorben waren. O HErr IEsu/ mein allcrqröster Woliharer / ack ^ wie ossr hab ich armer Sünder deiiit M heyltgeHändstarck gebunden/ in ^ dem ich meinen Nebenmenfchen M ger ärgere / ihn mit meinem bösen Eh Hai empel von seinem guten fiknenrrneti nai abgeführt / vnd vtl gurr Merck m lieb Mynheii'DüsHkei». er st hmdm /. vnd fonstcn von Tag zu js Tag in vtl raufenterley Mängel tz» vnd Gebrechen falle ' Ach es rewec ch mich von Hertzen/weit diß alles dir iti sehr mißfall/ vnd deiner vnendlichen >ir Gütigkeit zu wider «st. O IEsu/ «/ verleyhe mir Gmad/mich zubessern/ vnd erbarme dich vber die armen Ä Seelär «mFegfewr/so am allerläng. ob fien gestrafft werden/Amen. Ä Aas fünffreliebrelchr Band/ s«' mit welchem Christus an die il! Saul gebunden worden. >ä Vatter vnsrr/Ave Maria, in« ^Tin GOtt / ich glaube gonsee. in ^^liglich/ daß du mich zu der ervr. g«. gen Sceligkeie genädrg vorgesehen xp habest / danr« weil du mir so vil Ge. ,!N naden erzeigt / mich so herzlich gc. tt« lieb«/ vnd so vnerhörteDing meinet, ilv wegen fr Kleines wege« hast ausgestanden / kan ich - mir nichr einbilden / daß du mich ^ verdamm wollest/ sonderlich stärckl ^ meine Hoffnung das grosteSpeeta- ckel / dergleichen von Erschaffung der Welk nicht gesehen worden- Dann wer fflte gedacht haben / daß der HErr deß Himmels nackend a» r>§ ein Saul gebunden / wie ein Vbel, ^ chätermktgraujamenSchiägenzentz,, riffcn werden/ daß in die Schulter» Gottes so vil tansent blutiger streich kommen sollen? Ach mein JEsni kr ach der scharxffen Anbindmrg deidaj nes zarten Leibs/ in welchen die Iu- dc den mitRuhtcn vndGelßlen anMFo gen zuwühten, die Schlägvnbarm zei- hertziglichmehren / vnd eineWuNder den ander andern zusugenchaßaüillek streich dcinHtttz durchdrungen/vr-»nu MynhemBüschlem. s? iä? dein köstliches Wetsch vnd Blut stü nach vnd nach auffdasEl drcich ge- rckl fallen/ vnd schmcrtzlich verletzt worein den. Ach leyder/diftr harren Schlag rng vnd Stoß Gersclstreich vnd schweren. üchenAnbindung an dreSaul/ ist daß mein grosse HinWgkeit vnd Vn- > a« daltckbarkertern Vrsack gewesen/ in bei« dem ich deine Gnad verhindert/ dir ;e» d.irumb nicht gedancket / sondern m dieselbe verachtet/ vnd mir nicht zu ciä nutz gemacht habe. Vil häffkiger chtz krenckt es mich als tauftmTodt/ deh daß ich dich belcydiget Haber ach bin- ^ de mich starck an die Saul deiner an« Horcht vnd Liebe: damit ich dir aüe. rm zeik danckbar sey / mein hertzlich vnd uirdcmühiige Dancksagung für deine Blieb!eiche Band für die Wolchat vnirnmier Gnadenwahi/ mit allen Christ, 54 Kleines ChristglaubigenSeelen ewiglich im k Himmel fortsetzen mög/ Amen. ^ Das sechste liebreiche Band/ r waren die Nagel, mit welchen § Christus an das Creutz v gebefftet. h Vakker vmer/AveMan'a. r< ^>IEsu/ O Liecht meines Hw d Ätzens / O Rübe meiner Secl.nj u zu rausent vnd v,l rausent mästn b mehr dancke ich dir/ daß du mick ai hast crlößt / weder daß du mich Hai! zr erschaffen / dann du hast mich ns g> deinen Göttlichen Händen auß A nichts erschauen / aber zur B sti meiner Ei loliniq hast du alles de!« m Gu vnd Blut / leib vnd ileben aü' ivi gewendt. Ais du mich vnd diegMi ge Welt erschaffen / hast du nur sibcil kr Tag jitzebracht/ aber zu meiner Er. H lösültz Myrrherr-Büschlein. 5s im lösung hast du drey vnd dreyssig Jahr angewendet. Wiegantzwol ^ vnd nützlich dieselbe alle von dir i ftynv zugebracht worden/ ebenso vdelseyndsieleyder achleyder/ biß, hero an mir angelegt vnd abgearbei, !. tttworden:nichtödestowenigcrbist a« du/OJEsu/gantz willig vnd bereit/ n! mich vnd alle büßende Sünder zu Im Gnaden ausszunemmen/ vnd mit ick außgeflreckten Arnchen am CreuH <-i> zuvmdfangen. Seyd derowegen ge- rk grüß? jbr aller stärkste Händ vnd ul Armb meines HErren JEsu Chri, Ä sii/ die jhr Himmel vnd Erden in ei. :!v n«n Augenblick zerstören könnet / O wie habt jhr euch auß lauter Liebe so itz! gar abgemattet/ vnd gleich als dürre c» kraffilose Lest an dem Baum deß CreutzkS achejften lassen? Ach/ ach/ j was i Kleines was leydet jhr gebenedcyte Füß st l grossen vndvnleydenlicheGchtm t tzenin derannaglunglSeydjhrdoi ü so lang hin vnd wider gewanderi " das vcrlohrne Schässlein zuftrchkn it vnd da jhrs endlich gefunden / wir! r. rwere Mühe vndArbeit/ so schmerz § lich vergolten / vnd an das Cm genagler. O grausame Nägel/B ^ doch liebreiche Band / die jhrrÄ 6 allein die Nerven JEsn/ sondm st auch das Hertz Mari« durchttv P' gee/ O Sünder vkid Sünderin ck Ei miteinander/ eya / lasset vnS lauf' Z fen/ lasset vns allesamen jhmeinst , ne anßgeflreckre Ärmb fallen / M vmb Verzeybung bittend / ErM ^ vnd kan vns ruchtvonjhm stcsseu/ ^ dann seine Armb seynd gcbundc»^ fturcHänd vvdZüß fti-nd angenE Myrchcn-Bäschkciir. jL! U seine Kräfftrn feynd verschwnn. M ren. Q jhr newe Nage! haltet/ Q tzj jhr starckeBand balrer steisf/ lasset rr JLsum nicht gehen / biß daß wir rv jhme versöhnet feynd mit dem Kuß jr! rch Fridens. Ich hoffe dise heylige r- Hand vnd Filß zukusscn in der E« N lvigkeit.Durch dise liebreicheBand/ »Ä LJEsu/ erlöse doch die ftufftrende ,ch Seelen auß dem Kerckcr deß Feg« M swrs / damit sie bald diser strengen tz Peyn abkommen/vnd deßHimmels K Bnzemg erobern/ Amen. st Das sibmdc Band der Liebe? st war die zarte Leinwach/darein B Ehristu« nach seinem Todt eirp gebunden «jc wsrden. Vattervnser AveMan'a. ori^HErrIEsu/ duBräurigamb Meiner Serien / ich lobe / grüß W vr-s s? Kleines Wd bette dich an/ob schon ich ein ar, r mcs Tropfstein gantz mit Sünden s beladen bin / aber weil du nicht ansi. h, hest die.Persohn/ so hoffe ich / r>n § werdest mich nicht verwrrffm/ ich habe zwar vilgesnndigee/ aber vti hc thust auch dem armen Sun der gM I sonst wurdest du mich schon hun« ick den/ ja rausentmal in Abgrund der Hollen gestürtzk haben/wann du m>> h„ mir nach meinen Sünden hämj! iq handlen wollen / deine vnciidllM erj Güiigkeik wartet demSünder ian- Ach verleyhe mir so lang frist/ bis ich alles gebessert hab / ich begeh« ^ doch micdeinerGnad jesranzusack btt gen/ fihe ich thue mein Her? auls s« »in weit ich kan/ ach erfülle es mit des ner Gnad / das bitte ich demühttz,lel tich durch deine heylige Wunde« V, durch MynhemBüschlcin. 5? M Lurch dem vnschuldigesBiut/durch x« Seinen bittern Todt / durch deine ch hohe Verdienst / so du mir am d» Stammen deß H. Creutzes mir der. ich> um grösten Schmertzen erworben du hast/ durch dein irrstes liebreiches M Band der köstlichen Leinwach birre u» ich dich gantz jnniglich/ vereinige der riß mein Gebe« mit deinen Ver. mir dieusten/vnd laß es den armen noht- !ttj! leydendenSeelen zur ewigen Ruhe ichrj ersprießlichen seyn/ Amen. n§ Ich glaube in Gott Vacrer/rc. bis k>HErr ITsu Christe/ grosser :hr< ^Liebhaber derleydendenSeelm/ 'aru! da du auß vnermeßner deiner gegen ff ß, rus nagender Liebe alles dein kost- beh dMchesBlut vergossen / vnd dein MLckn vorgegeben / damit du vns xniVnwürdtgstcn Lurch dessen vnend. ur wie die seelige Agacha vom Crentz/deftdrittenLrdcns S. Dominici/ ein sehr rugendhaffte ''st Imigfraw von IEsn Christo selbstist dc!I viiderwisen worden./ dann er lehrte sie ren ?wen Gebecelein/dte sie offt mit'Andachr sprechen solk/ verhiesse auch darin / daß , sie vnd andere dardurch vil Trosts dib den Seelen vberreichen jhl wurden. ,B Das erste Geberklciüwar cygenk« ,A lich siir sie/vnd lautet also r GebcrtzumcwigenVattLr. Ln d^lAäch.rger ewiger Vakter/ ich -rn ^ D ij bitte 6r Kleines bitte dick durch ILsum Christum deinen Sohn/ meinen HErren vm Erlöser/ daß du niirverzeyhestaki meine Mängel vnd Fahler / die ich ^ die gantze Zeit meines Lebens wider x, vnd vber deinen heyligen Willen be. ^ gangen / mit Worten/ mir Gebein, ^ cken/ mit Wercken / mit Vnderlas, ^ sirng dessen/ wasichzuHtlffmeineS ^ Nächsten zuleysten schu!dig wor. ^ Säubere auch vnd reinige mein ab ^ w« Seel / vnd meinen Leib/ daniii ^ ich dir gefallen möge in Ewigkeit Amen. ^ Vnser lieber HErr sagte wekter /» A ihr: Dises Geben solt du sprechen? ch dann du, für einige andere Pcrsohn bet« ^ test? damit/wann ich etwanngeqendik ^ erfärnct were/ mein Aorn gestillt wer- de. Wann du nun bist verrichtet hast/ A so bette aufffolgende Weis für dieSee« lenimFegfewr. Gt, Myrrheir-Düschlti». gen/ vnd jcynd nach der Verheessung Christi gar vil Seelen crlöstt worden/ wann es mit Andacht gesprochen wird. Also jch eidec K.. ?. loannercle!». Usris, im Ecocü der Dornruicalrsr HeiMc». TlHic I!.. ?. iscoNo Ilaunno 8ac. lef. Lsstcr vrrs aussdtfe vnd ändert mögliche Weis vrl Seelen in de» Himmel schiefen / welche gar M- vndcrlassen werden / vns die Lick ( k'rvergetten' wannmrimKegfewr ö h s<6c/r unklieü, « EinGeberrlem zu vnserkrcbe» », Fra-ven.'für drearmenSeelen. ^ es O M.ttig Müner der Barml'ch ,;!gkcsc-/ si!,e doch die seuOmdl Seele»/ Mynhcy-Büschsein. 6s md Seelen / welche mit dem chewren Mgoßnen Blut deines Sohns beni JTsu Christi erkaufst seynd / wer, den in so erschrecklichem Fewr ge. 'ck„ peymget. Ich büke dich/so lieb dir ^ dein Klnd IEsus ist/ daß du ihnen dcm ruhilifkornkDerge daß du cinD^ut- s-rd. eer seyest/ vnd zwar ein Mutter der Barmhertzigkettgedencke/ O Ma, ^ m/ an deine Schmerlen / an das dc« Leyden vnd heylige fünff Wunden M deines liebenSohnS/opffere sie dem M himmlischen Vaceer auff/ für die c,eb! Seelen im Fegfewr/ welcheich son, fM deriich deiner Mütterlichen Gütig. km anbefehlen rbue/ damit sie bald hei, von so schweren Pcynen erlöst / sich n. idttIEsu/ vnd d>r/ O Maria/ >.>er. Mgiich in der Seeligkeiterfrewen/ :ndr> Amen. :!«'! D iitj In Kleines In disem Leben / L> Mensch/ issgv wißlich nichts glückseliger« / als 'ein seliges Srerbständlem? nichts besser? als ein gutes End? vnd soll keinen die Mähr vnd Arbeit thamen / wann « s schon offt im Tag F» ZEsmn vnd M> ^ riamgentzimmärnffet? daßernnrdiß eintzige lecste Ständlenr genädig vnd tl glückseelig haben möge. Ach/ach? an einem einzigen Augenblick hanget vn- . fers theyls die ganiZe Ewigkeit. L> dise» ch Augenblick laste virs anffdas wemgtß llk alle Abend färsehen / vnd ehe wir schlaf- fengehen/eineaustdisen kuryenAndach- een gebrauchen / keiner wird ei» bvß end nemmen/ der bist andächtig verrichtet llc O wie ein grossen Lohn brmgt offt e>« Kc kleine Mühe vnd Arbeit. ^ Am Momag Abends bettest x, Lob der aklerheyligften Dreyfalch dn keit / z« Ehren der dreyfache» Vrtheyl/ A so vber vnsern HErren in seinem Lv den ergangen? drey Va-tter vnser/ vnd ^ AveMaria/damit du auch ein gnädiger C Vrtheyl nach deinem Todt erlangest, i 5;, Myr:he»-Büschle<». «7 ?! Das erste Vatter vnftr / vnd Ave Mari». »die " f>JTstt/ O Vakker der Gütig. A ^keit / ein Wunder der Gedult/ vnd ein Mirackel der Liebe/ ich bette dich / a» an, vnd ermähne dich deß vnbilli, ^ cheuVrrheyls/ vndgantzjämmer- 'igisi lichen Geschreyß/ daß vber dich vnd hlaf dein vnschnldigeS Leben gieng, da Wams im Purpurmantel chm nach deiner schmerzlichen Cronung sc cui »ahme, vnd im'Richchanß öffentlich allem Volck fürsteüre / sagende: !eK Lcce!4omo»Sehet denMenstchen/ >lch da schreyen auß Neyd vnd Haß »ihr als achtanseni Stimmen vber Ä ^ch: Hinweck/ hinrveck mit ihm/ dige« Creutzigejhn/Creutzigejhn. Ovn- l schuldiges Lambiein IEsu/was für <8 Meines ein schrecken empfimgest dir in bei, nemHertzcn ab distm jämmerlich« Geschreys daß die aröflen vn acrin- ^ sien dich zu^Tork i)ca.ehneii. Jcb . bitte dich erlese michaitlneinemlel, ^ stcn Eilv von dem grewlkchcn N' ^ rbeyi vndAnklagcn derbösenGclßil Ä du von dem erschröcklichcScntt^ ^7 der -fln^bamyken. O Mau'a / Für,, spre-terin der armen Sünder/dll " hast teincu Proceß jemablen verlch reu/ defleu du dich bey d, inem Geh«- ^ I,Esu angenommen, scyedanmck ^ vnd aller zu du-flickenden FürsM ^ cherii'.'versflhnk mich dtineinSolüi! 1, fondenrch in dem Au«rcnbi:ck/ « ^ welchem ich vor dem Äug^sickk dij ^ strengen Richters schwr-c Rcch.,^ M'rMein ILsu/ O Spiegel der ^ ^Gerechtigkeit/ vnd ein Abgrund ^ der Barmherzigkeit/ich bene dich M ist in beyden liebreichenHertzen/ , ,, JTsrr vnd MariL/ ein vnglanbli- ^ ch-r schrecken / ein vnbegretsslichee !/!? Cchmertzen/vnd bittere Marter zu-. sme komen- Dich bitte ich außHer- tzengrnnd/ durch den grossen schro ^ rkrn deiner Serlm/laß vber mich er- Scher» 70 Kleine» gthen ein gnädiges Gericht vndW ,, theyl an meinem letstenEnd/so vl>» x mich klagen werden die vier Ele> h, menc / vnd alle Creacrrren. Q M» ^ ria/ ich bekenne mich schuldig/ dH ^ ich deinen Sohn/meinenGOtt vns ^ Richter/ vil rausentmahl erzürn« « habe/mit Gedancken/Worten vnl g, Wercken/ e6 rewee mich auß Liebt ^ von Hertzen/ erlange mir Verzey y, hung/vndetn barmhertzigVrchesl ^ Varter vnser/ Ave Maria. ^ Das drtttt Vrtheylvnd H Gericht. ^ ?-)Mein JLsn/barrnherW k ^Fürsprecher vnd Advocat bq ^ deinem ewigen Vaner/dich bem^ ich an / vnd sage dir hertzlich dancki daß du meinetwegen vor dem iM g, rerftl MyrrhcwBüschlein. ' -i ttkstul Prlaci/ in höchster Demuht >bü vnd Sanfftmuhl stehend / erwart« §lo hast das letfle gantzvngerechreVr. ch«yl / das vberdich gieng/ vndge- daj ftlli ward/da Pilarus sprach: Jesu« vnü -onNazarerh soll sein Creutz/daran rn« erhangen vndsterben muß/ selbsten v>ü auff die gewöhnliche Marrerstatt ieb! nagen. O mein Seel/OmeinHertzk zch was für ein Zung ist genug samb es außzusprechen / was für Auge« k^nnens beweynen / was für «in d Hertz kans erdencken/ wasIEsuS mdMaria dißfalls vberstanden?Q JLsu mein/Omein ILsu alle bist ^ drey köstliche Vrrhryl hast du ohn« ^ alle Wider,ed angenommen / vmß bitt! meiner Sünden willen. Ach komme mir ruHiissan meinem lerstenEnd/ k»' mösemich barmheryigllchVon dem rß» E Ge- 7! Kleines Gerich t vnd Anklagen meines ryg- nen Gewisiens: Hilffmirj daß ich der Klag vorkomme / hie in der Zeit der Gnaden mir rechter Rew beichte vnd büssc. O Maria / ich! habe zwar ein strenges Vrtheyl der- dienet / weil ich deinen Sohn erK. net/ seiir Ehr vnd mein Secl verlch habe / bin seines Zorns vnd der em gen Verdamnuß würdig / aber L Maria/ rede st'rr mich/ vnd erlang! mir ein gnädigen Sementz / zu« ewigen Leben/ Amen. rr ti ei / S n v, li, k w d« so Am A'nstag. Der Hochwürdige Fürst / vnd Gottstelige Bisch offzu GenffFran- ctscns von Sakes/gtbt vns ein kroß- reiche Lehr/da er sag! in seinem geistlichen Schatzkästlem pari r.cap./. Mit C T § sä E dr! !ür-j Myrrhen-Vüschleiti. 7; mit disen Worten: Es kan warhaff- kig nichts anffErden den Menschen «inen grossem Finden vndRuhe deß Hertzens geben / als eben dieösstere Betrachtung der vtlerley Betrang. nussen/verachtung/ verschmähung verstossung vnd Noht / so vnserm lieben HErrenIEsu von seiner Geburt an/ biß in seinen Todt widerfahren/ ja es ist das allerbeste Mittel «ider alles Vbel. Darumb sagt der H.Angustinns: Nichts ist vnS s« nützlich / als alle Tag zn Gemüht führen / wie vil vnd grosse Ding > LbristusILfus/wahrerÄQitvnd Mensch/für vnsgelitten hat. "Ä So verehre derowegrn / Q "^Mensch/ am Zinflaq die fiben 1 schmertzliche Gang/ Lcacioner, oder dir Christus in seinemLeyden Ehalten hat. E ij Wir 74 Kleines Wir können dise Andacht »er- richten inbesuchung fibcn Kirchen oder siben Altären/ als werens vnse« re kleineReysen/ oder sonst nachZei, »nd Gelegenheit/ wer thue was er kan/der thut schon genug. Der erste Gang. Vartervnser/ Ave Maria. »o ria na Lei dlg ne me Ar kor Zu erlangen die Vereinigung ^ mitGOtt. ^Lieblichster HTrr IEsu/ biA ^ sän loben dich alle Geschlecht der Erden/ dann du vnser HErr »nd GOtt hast dich vber vns erbarmet/ wir waren ftrgangen von dem Weeg der Tugenden/ du aber/O höchste Gütigkeit/ hast vns zu dir bekehrt/ vnd vmb vnserk willens- manchen sauren Tritt gechan/nickt allein in der kläglichenAbscheydung bei, sich wi< soc sie/ Vol 8 -- MyrrheiEüschlei». 75 per, wndeiner aklerltebstenMutter Matz^ rta / sondern fürnemblich/ als du nsi, nach Einsetzung deines wahren Z§j, Leibs t>nd BlutS / in dem hochwür- g ^ digen Sacramenr deß Altars deine Göttliche Augen gegen Himmel aussgchebt/ vnd mivweynenden Augen sprachesi:Vaner/ dieSrund kombt/verkläre deinen Sohn. Ach mein IEsu/du Trost meiner See- len/ mit dem WSrt / durchdrang ^ dein aüersüssestes Hertz ein so grau- samer Schrecken / daß hierdurch ^ dein lieblich gnadenreiches Ange- stchl verendere vn gantz bleich ward/ wie eines ködtlichen MenschenS/ al- soauffgcstanden vom Saaldeßler- ^ sienAdendmahiS/ bist duO IEsu M ^ / Kummer Forchr vnd Kittern zwey kausene / sechs hundert 2 L itj vns 7« Kleines vnd fünfftzig erbärmliche Schritt/ biß zum Ort deß Gebens im Gar. ten deß Oeiberge/ in dernvnschlib diges Leyden gangen / mit deinem eyfferigen Gebert/ inannchmung deß Troste vom Engel/ vnd vereint, gung deines Willens mit demWü- len deines himmlischen Vatter- vns ein Lehr vnd Exempel geben. Ach IEsu/ verschaffe doch / daß es an mir vnd allen Menschen Frucht bringe / in gänzlicher Vereinigung meines Willens mit dem Göttin chen / in annemmung deß Crcntz- kclchs/ den drr miraußväktcrücher Liebe vorbereitet hast/gtb daß ich heut vnd allezeit in allen Dingen deinen ^ Göttlichen Willen thue. O allersüs. ^ ^ fester Will meines GOms - möch- ^ sihe Gc! jiiil inü re st du doch allzeit geschehen/ ich bei« dich dur Mynhcn-DüfHsti». 77 kti Man / ichvbergib/ichschenckedir ,r. meinen Willen/ auffdaßichinalle lil« Ewigkeit möge wollen vnd begeh. :m rcn / was du / O mein GO tt / von ng Ewigkeit gewölt hast/Amen. ni. Der ander Gang. >il- Vauer vnser/ Ave Maria. Att Erlangung der Sanffk- muht. ^ f)HErrIEsu/ ein vnerschöpjf, ^Ncker Vrfprung alles guten/ He/ damit ich dich bewege/ mein Grbtlt/meinSeufftzm vndKlagen/ Mhören/ so bitte ick dich gantz de. inütlgirch durch all« deine Göttliche Berck/vnd heylsame Thaten de«. ^ neeÄerbeyiigstenLebclle/durch dein ^ grosse Muhe vnd Arbeit / vmb vn. ^ srnwegenaußgestanden/ sonderlich " l durch den hochbcschwerlichenGang/ E E M da ^4 Kleine« da du »««rtzigGchrikl gethan/ biß an h, das Ort/ in welchem du dich willig, lich in die Händ der Sünder vben gc geben/mithöchsterSanfftmuhtdei, ch nen süßen lieblichen Mund zu dm m Kuß deßVerrährerS Judas bargt, er -orten / von den Juden grauanü te> gefangen / fchmertzltch gebunden/ rv. vndvondemOelbergbißzudeßAn' I j nae Hauß zwey tausenr / drryhm I ^ dert vnd sechzig Schritt geführt/ nc durchHecken/Stauden/ Distel vni ge Dörner erbärmlich geschleipsstvni bil gezogen/ auch mit verwunderlich« S Sanfftmühtigkeit in deß Annr N Hauß «inen Karten Backensiretit ^ mit gewaffneter Hand von einen! Bößwicht in deinem alles schönsten Angesicht/welches dieEngel ziifche» eine Frervd haben/ gelitten hast- L Myrrhen:Büsrti ncm Exempel sanffrmühtig/ daß ich M gedulttg vnd langmühtig alle Vn« mS billichkett gern arrßstehen / auch alle ha Schmach vnd Anrecht meinem nr Nebenmenschen von Hertzen veralt zeyhen/j vnd vergessen könne/ em ach verleyhe Genad/ le» Amen. j>en L Ev cv- Der 8-> Kleines Der dnm Gang/ ,h, oder Lrsrion. Vattcrvnser/AveMaria. die ZUdekräffrigm oen wahren Gl Glauben. fre ^>MeinJEsu/ du Haupt der S ^CarhoUschen Kirchen,' jihei scb ick armer Sünder'halle vefliglichi» fih meinem Hcrtzen / bekenne mir dem boi Mund/ vn mit allen mrinenKräß ger icn bezeuge vnLproiesiier ich M ßg< GOrlvndder gantzen Welt/M C» Las jenig zuzlauben / was vnseri >i^ Mutter die H. Carhoilsche Kirel! der glaubet/ in deren Schooß ich alt M das geneweste Kind will lebend»! W sierben/ willig vnd bereit vwb dein» M Ehr/ O IEsu/ vnd deß wahre« rill Glaubens willen vil tausemmÄ voi mein Leben zulassen. Ach HErb a»! MynhmBüschlein. »r thue mir dir Genad an vnd mehr« in mir den Glauben / das bitte ich dich durch den dritten schweren M Gang / den du gethan / mich zube. freyen von dem schweren Weeg der der Sünden deß Vnglaubens/ vnd hei schandrlichen Irrthumben. Ach ich hin fihe/wie deine Feinde dich gebunden den, von dem Anna einen harren steint« H gen Weeg dreyhunderr vnd dreys. M ßqSchrittbiß zu deß Hohenpriesters M CaiphseHanß gantzvngestümmig. >sen »ich geführt/ allda dir O ITsu/ als irid dem ewigen vnd höchsten Priester/ alt alle Thr vnd Liebe hätt sollen erzeiget M werden / aber man handlet mit dir in» gan? vnbarmhertziglich/ du wirst in M velen erlognen Stücken angeklagt/ rahl vom Caipha für ein Gottslasterer -rü außgeruffen / r»rm Tode verdampe/ A- E vj von Sr Mine» von den Juden in dein heyli'gts An. gesteht geschlagen/ verspeycr/ die An- gen verbunden/diegantzeNacht fehl vbel traktiert/ dlß alles hast du aus lauter Liebe für vns gelitte«. Ich io. he vnd benedeye dich/vnd dancke dir darumb/ ich bette dich an/ anstatt aller armseeligen Menschen / die in Inthumb vndKetzerey stecken: Ach mein HLn / so ojft ich den Ahm ziehe/ thue tck mich selbst gantz vnd gar in den Dienst deines wahr«» Glaubens vnd deiner Ehr ergeben. Gihe ich knye vor dir/ O GOtt/ vnd neyge mein Haupt,anzuzcigeni daß ich bereit vnd willig seye/ den Schwerdkstreich zuempfangen/vns allcPeyn zuleyden/denCacholischels Glauben oardnech zubeschützen, ja. daß ich lieber will in klemeSrücktein t« mttth Mynhen-Vüschlem. 8z mich zerhawcn lassen/alS von einem eintzigen Glaubens Geheimnuß zu« zwetfften oder abzufallen / michvn« Verstehen. O IEsu / bekräffnge di. sen meinen gmen Willen/ Amen- Der vrerbte Gang. Vatter vnser/ Ave Maria. ZU erhalten vie sieiffe Hoffnung zu GOtt. f)Mersnssester GO «/mein einige ^vnd sichere Hoffnung/ach wie leyd ists mir/ ja es bekümmert mich dermaffen/daß mir daSHertz imLeib jerbrechen möchte weil ich deine VN« endliche Barmhertzigkeit so offt er« zürnet vnd beleydiget habe: Aber ein selche starcke Hoffnung setze ich auff dein grosse Gütigkcit/ daß ich nicht ^ Mtffele / du wer dcst mir die Misse« _ E vij ^ thaten »4 Kleines Mattn meines gantzen vbel zuge. w brachten Lebens genädigltch verzcy. «vl hen/ vnd Gnad geben / mich zubcs. bö fern/ mich auch theyshaffrig machen ße der Früchten deines H. Levdens/ so Ln du rn dem vierdttn erbärmlichen A Gang geduldet hast / da man dich / hei O Iesu/so vnmenschlich vnd grew- rie . lich geführt hat vom Hauß Caiph« zu L lausent Schritt / als ein VbelchL. E ß ter biß zu deß Pilan Hoffgejchleipssi ^ S vnd grossen Nohtzwang außga «ii standen hast/ob du wol gantz williz« m ! lich wie ein gedultiges Lamblein zm !>! Schlachtung gangen/ jedoch wegen ^ der Feinde wüten vnd eylen von ei. - nem hie. vom andern dorchin/mehr ^ gezogen vnd geflossen/ dann geführt ' bist worden. Dises dein Leyvcn ^ z machet / O mein IEsu / daß ich ° tröss Myrcheir-BüsHlei». Zs lge. rrDlich dlfer Hoffnung lebe / du ;cy. «erdestmich von meinen siindlichen i-cs, bösen Gewanderten erledigen / mir den stärcke deß Geiste mitcheylen/ allen ' so Lastern Widerstand zurbun/mir der den Angst deß Todls Väeeerlich bcyste- cd/ hmimtr deine heyligsteMutterMa- M riam/ vnd meinen H. SchutzTngcl -hre zu hilffsenden/ bcschließlrch in deiner ha. Genad erhalten / vnd in die ewige B Seeligkeitauffnemmen. O IEsu ige« mein/ stärcke dise meine steiffeHoff- l,z< Nling/AMen. B Der fünfftc Gang. Vattervnser/Ave Maria. 'II Anzuründen die Liebe gegen hr, GOtk. seil f>skebwürdigstcr HErr IEsu / ich ^cer du liebest/ gelieber wirst/pnd A ' Ueb- ks Klein»» liebreich bist / ich entsetze mich / vnd « entgehen mir gleichsamb meine Gt' -i danckenvnKraffttN/inbedenckunz Z aller vnd jeder deiner Göttlichen er Werck der Liebe / vber welche hei H arrch die heyligen Engel verwum de deren / ja die Liebe bist du selbst/ m O ISsn / O Liebe / O mein i>t Liebe / O IEiu: Es ist keine Mut« C ttrgegen jhrem eygenen Kind so m liebreich vnd zart Mahlen gesnn- m den worden / als du bist / O mein w, liebreicher Vatter / gegen einem ss hn grossen,Sünder/ wie ich bin: D« di hastein grössers Verlangen mirdei^ sie ne Gnaden mirzutheylen/ als ich st H zucmpfangen. Dise deine Liebet vr zeugen deine vnermeßlicheSchmen aü tzen/ so du meinetwegen in deinem, K fünfflen kläglichen Gang vnd ge- sei Myrrhew-Büschlein. 8? Wltthä«igcr hinzuckung zu Heroins Hauß außgestanden/ daduO IEsu / dreyhundert vnd fünfftzig erbärmliche Schritt vomPilato zu Herode mit harten Stricken gebunden, durch d»e Gassen der Statt mit mehrern Scheltwortcn vnd lästern bist geführt worden: Als du vor Schwachheit vnd müde schier nicht mehr gehen köndtest/ zogen sie dich mit Gewalt/ stiessen dich mit Füssen wie ein vnvcrniinffliges Thier vber hundurk vnd sibentzigmahl / triben dich mit Stecken vnd Prnglen / biß sie dich mit sittlichem Geschrey für Herodis PMast brachten/ allda du vnerschaffne Weißheit/ in welchem alle Schätz der Wissenheit vnd ineni > Kunst verborgen/ vom Herode vnd d'go seinem gottlosen Gesind als ein lych Thor vnd Go unz cheii ü-d SUN' lbst/ nein W' >dst fun. nein nist Du rdei' chst sebt' Mtt- ich,'! wa( ^ b. Ach womit will ich doch dir/ O lieb« s reicher GOtt/ dise Liebe vergelten/! der ich nicht mehr bin als Staubest vnd Aschen ? 2uß vberfluß deß Her. fM, ivslg Win mein Mc MIlh tzens/ nach deiner Lehr/ redet der Mund- O IEsu, mein einige Lieb/ ich liebe dich auß gangem Hergen/ «uß allen Kraffken/ vnd ganger Gecl/ vnd wünsche ein AlcbeS Herz zuhaben / dich zulicbm / wie das' Her? deiner lieben Mutter Mari« ^ M gewesen ist- die dich so inbrünstig gc. P^, liebet hat. Verbtrgrmich/ Omen HH, n< Lieb/ in deinem Hertz/ mache daß M ich MytthmEüschleiti. 8» l in ichin drin«! Lied efft/rrtnck«/fchlaff<7 als wache/ lebe vud sterbe/ Amen. W Der ftchstr Gang. al. Vattcr vnser / Ave Man«, rch Vmb Gcdult. )er. ?>Sanffimühtlger HTnJTsu/ leb« ^wie geduldig erzeigest d« dich gern/ gen den Sünder!, / 6e sey«, so groß wb a!sfiewöllen:Duhastcingreßmiß- )er> fallen ob allem/was böß ist/vnd ern der ^gefallen an allem / was gut »st. >cl>/ Wmb derowegen von mir hinweg M/ ^ WneVngednlt/ mein gahenZorn/ tzcr ^ Mgib mir die Gcdult vndSunfft- crll Mhi/ damit dir dock etwas an mir gefallen möge. Ich bitte dich / O ü«, Wu/ durch den» sechste klägliche g" ProcHon / in welcher die schalet- Kaffee Knecht von, Herode ernen raß mdnnWeeg sechshundert Schritt ich, dich -n Kleines ( dich gebunden/mit allerley aW <, ! gring der Verurcheylung vbcrM ^ s wider zumRichkerj.tlatum gefi'M N von jhme gericht zuwerden / groß I! sl Schmach Verfolgung vnd Vnch G f mit höchster GeDuU e- litten: Vn» ne ^ gleich darauff im Hoff PilaN bts hg i! neuntztg Schritt an drey viiüer> H j,, schidltche Oerter geffihrt / nemlM die » da du an ein Saul gebunden / a« dei U gantzen Leib mit schmertzlick» ein !Schlägen dermaßen verwund«/ Ä> -ni 8 auch das Marck in Gebeinen vn! ltr ^ deinHertzim Leibdurchkrungenks. we ' hen.Aum andern/dadtrd«escharxß ch Cron vnd spitzige Dörner in rck Göttliches Haupt ringsweiß W grossem gemalt ctngetruckt/daß M /- die Scheittel herab das allerheylig^ fi« Blut geflossen/ vnd endlich M jjg Mynhen-Düschlein. s* MA Mcckttm Leib voller Wunden Wü Mtz bluttg demVoickzummüley- nihll! den gezetger bist worden. Ach mein groß ILch, verleyhe mrr die Lugend der Znedi Gedull/ welche du mrch mir der. Vni nen grösten Schmertzen gelchret rt b!? hast:Ach meine Müh vndArbeirtst nvtkl ohne Tugend/ ich habe kein Ver- lblilt« dicnst zuhojfen/wann du sie aber mir l / a« deiner Vollkommenheit wirst verlieh« einigen / so werden sie verdienstlich )l/ rii »nd gültig. Verleyhe mir Ge nad/ n B dir nachzufolgen in allen Zuständen en ks. meines Lebens/O mein GOrr/ vnd ayß alles/Amen. rds Der srbende Gang. r ^ Vattervnser/Ave Maria, ßrdil / ein Dauer der Susteg- leyli-^keit/ wie sehe ich sovnbarmher- ch n»l hiz mir dir vmbgehen/ wie schwere eiil. Weeg, §r Keines W«g/ die wirSünder gemachtha. bei,/ must dn wandern / vns vonj dem Weeg der Hollen zuerledigenn L) meine See!/ alle Tritt deines HeylandS solrest dn bcweynendi«. weil sie von deinetwegen geschehen! sonderlich in diftm leisten HM schmerzlichen Gang/ den JSsul mit eansenk dreyhnndere vnd zwey», tzig erbärmlichen Flißeritten geehW als du l O mein IEsu / deine gl> schwächte vnd mit so vilenSchlil gen verwunde« Achseln vnder dni Creul? gebogen/ deinen Halßdein schweren Last vndergclegt/ gantzbi- fchwerk daher gangen / dich kiägll^ vnder dem Crentz eurErden biegen! vn neigend mir aeschwächee/Kräis een zitierenden Knyev/schweisfigem^ Angesicht /blutigem Leib / auffde« Haulü MMhen-Büschleiti. yr Haupk dir dorne Cron behaltend / mbgcbm mit Schergen / deren er- M,! lichc vorher gangen / dich an einem Säil mit der eysenen Kerren am di<) Halß geschleipfft/ die nachgehenden durchSrreich vnd Stoß/geschwind Mhrn/ gen^htigrr haben/ daß du M! vor Schwachheit nidergeÄuchen / als wölkest du alsbald sterben. Ach was für ein harren Sroßhae dtscr ^ hkweynliche Gang dem Mütterli. h>z. chmHertzen MariL verursachet/rn dai ILsus vnd Maria auff dem Wag einander begegnen / vnd die Walter klagend vnd weynend ihrem Mi Creutztragenden Sohn biß anffden M^rg Caivari« nachfolget / mit Matchen Senfftzern / vnd heißen ^Shern. O Maria/ durch dtien M^Egen Gang erlange mir bey M rel» -4 Klein«« deinemSohnHilffvnBeyflandi» i aller Noch/ nimb mich dein vnwür, ( digesKindauffin deinen Müttech dl chen Schirm/ wann mein am, s, Seel von mir wirdaußgeheninh« v, Ewigkeit/Amen. ^ § Ich glaub in GO'tt Vatter/rc. a, Gebr». f>Götkliche Liebe deß höchst,» T ^VakterS/ JEsu Christe/ derr» m durch deine ewige Liebe den Mw G schen erschaffen / als er nicht war/ y vnd da er vertohren war / barmha» tziglich mit Verlust deines Lebck ne hast widerumb gesucht / vnd gefm den / in dem du/ O wein IW liij nicht allein die gantze Zeit deines Si, lerheyligsten Lebens so lang vnd vi.F durch Berg vnd Thal/ durch S<ä«, he Myrrhen-Büfthlet«. ?; t»ii> tnd Flecken/ in Hitr vnd Kälte/ in i'ir. Schnee vndRegen vmbgewandert/ niil das arme verlohrne Schäffleinzu- m suchen/sondern auch zur Zeit deines >di! vnschuldigen Leydens vom Berge Syon biß aujfden Berg Calvaria rc. an das Creutz achttausent/ fünsf. Kunden zweyntzig vnd ein halben so schmertzliche Fußtritt gethan hast: M Dich büke ich gantz hertziglich/ Q ri>« mein HErr JEsu/ verieyhe mir kn> Genad/ mich selbsten zuerkennen/ >ü!i lyeine erkante Sünd bitterlich zube. >hM AMN/alleBoßhcir mit rechtschaff, kck nrr Beicht vnd Büß abzulegen. sM Ich bitte auch für geistlich vnd weit. ißl itche Obrigkeiten/ du wollest dies«!. r«l>bizeii vnder deinem Göttlichen dÄ Kchutz erhalten / jhnen Genad mit. MWen/ nicht das jimge/ sondern vs K der. SS Kleine« »> deine Ehr suchen vnd was dem ge« - meinen Nutz vndliebenVatrerland ^ ersprießlich iß/ damit sie durch dem z heylige Engel behütet/ vnd jhre B» verthanen in fttdlichem Regime« erhalten werden. Bekehre auch z«, <- nädiglich die Abtrünnigen von dem ^ wahren Glauben/ daß sie widerumb . indleScbooß derCacholischenM ^ chen eingehen mögen. AchHErr/j laß auch deine heylige mühsam« ^ Fußtritt den gepeynigten Seelen ^ im Fegfewr zu jhrer Erledigung A gedeyen / vnd ftihre sie zu den !- ewigen Frewden/ ^ Amen. " n 'b MynhewBüschlein. -7 Am Zrnstag abends bette zu Ehren der aüerheyügsten Dreyfal, 3n> tigkeit drey Vatter vnjer/ vnd drey A»e Maria , Zur Dankbarkeit deren drey herzlichen Scuffizern/ dieIEsu» auft dem Berg Ealvana gethan hat. Das erste satter vnftr vnd Ave Maria. f>HTrrILsu Christe/ du meine ^Lted/ mein ewiges Gut/ ich bette dich an / vnd daneke dir vmb dem schmerzlichen neffen Seuffher/ den du iharest / als du dem schweres Creutz/ vnd der ganzen Wett Sun, kenlast auff deinem blutigen ver, vundlen Rucken trügest/ vnd die zwffeAnzst vnd jnncrllcheSchmcr- i W keiner betrnbleffenMutter 9^a. ^ r>T sahest/ deren Seei das schney, dendeSchwerdr durchtrungcn.Ich W> F «j bitte §8 Kleines bitte dich/ O IEsn/durch deinem 2 jhreSchmertzen/duwollestmichjii w «inem beständigen vndwahrenLiei. s^ Haber deines Creutz machen / mein« E Secl an meinem leisten End M dt SeustizcrvondemschwerenLastdir C> Sünden erledigen / vnd gnädig in vr Himmel auffnemmen/Amen. L Das ander Vatter vnftr/ vnd Av« Maria. ^ f>IEsu/duGOtkmeinerHoß ^ ^ nung/ ich bct«e dich an/ vnd ops ^ fere dir diß Geben auffjur Danck. barkeik deines erbärmlichen Seuis' tzers/ den du thätest/ als du dein f Crcutz niderlegrest/ vnd sahest ^ die Köcher so weit von «inanderg- vl boret waren/daran deine so kraffiln- er se mühde Armb vnd GliderausS^ k jagen/ vnd mit vnlevdenlicbem r> Ä)ch MyrrhewBüschlein. -» Wchchumb so wett gestreckt solee ,ßi iverden in Gegenwart deiner hoch. lei. schmertzlichen Muttcr/dte gantz mir in, Bitterkeit erfüllet war. Ich bitte >nd dich/ verlcyhe mir Genad/ mein da Crmtz täglich arrffniichzunemmen/ in vnd dir gern nachzutragen/ daß du/ O JEsu/ durch die Verdienst bei- ^ nerltebenMnttcr an meinem leisten Seusitzen meinen Geist empfangen nss, «völlest in die außgestreckee Armb ^ reiner grossen Gültigkeit/ Amen. ,ck. Das dritte Vatter vnser/ A vnd Av« Maria, ein ^Allerhöchster ewiger König / ^Christi IEsu/ ich bette dich an/ ge. vnd dancke dir demühtig/wegen deß ,le> erbärmlichen hertzlichen krasstlosen g,. Ceufftzens / den du auß gründ dei« em' mehochberrangtenHertzens thätest/ ch S nt als »o» Kleines als du die scharpssen grossen stumpf, n fenNägel sahest vor dir ligrn/wclch <, Dir durch dein zarteste heylG ^ Händ vndFüß mit so gwstemIw wer vor den Augen benrer hertziieb. sim Mutter Maria sotten geM ^ gen / vnd an das Creutz genag!« ^ werden/ hat also das anfchawen da. L rieS bittern Leydens dein liebe Mir. de «er zu einer Königin der Mai M ve gemacht. Ich bitte dich O IEsni de verleyhe mrr Genad/ daß ich dm v« heyitges Leyden / vnd die Schmer. > ser «igs trageil vnd behalten/auch mein liri Hertz also zubereiten könne/ daßl>« tei darinnen durch deine Genad rukeß ^ nc vnd bey m;r wohnest/ vnd endlich ns,El mernen leisten Seufftzcn in dein! Lcl -armhertztge Annb empfahtst W da! Mynhen-Bäschlem. ivr p!> neSccl/ wann sie von disrrWeli ch «bsckeyden wird/ Amen. K Ein kurtz Gebettlctn zu Matt'' na/ von GOtt einen glückseelt. Ül gen Lvdt juerlangen. lL f>Du alierjeeirgste Inngfraw/ ;l« ^vndGOnesGebärerinMaria/ >ci> Königin deß Himmels vnd der Er. ui. den/ meine Zrrfiucht/Hoffnung vnd «l vmrawlickffe Mutter / in dein son« s»j dcrbare Trew vnd Besckützung / m vndindieSckooß deiner Mücterii. l«> chen Barmdertzigkeit befihle ick di. Ä senTagt vnd alle Tag/ vnd sonder-, ci« lich in der Stund meines Abster- d» bens/ mein Leib vnd Gert/ alle mei. ch. nc Hoffnung vnd Trost / alle mein »^Gend vnd Widerwärtigkeit/ mein B Leben/vnd das Eno meinesLebcns/ ch damit duxch dein Fürbitt vnd Vei. A 8 iiij drenik ror Kleines i dienst all meinThun vnd Lassen gi,« A richtet vnd geordnet werde nach bei«! m nem vnd deines geliebrenSohns al.s me lerheyligsten Willen / zu seiner vnd ^ mr deiner Ehr / vnd zu meiner Seele»l Ach ewigen Seeligkeit/Amen. ! — Ein anders Pebettlein/zu IEsu vnd Maria- ! f>LiebreichisterHErr JEsu/ dir ^-"vnd deiner heyligsten Mutm Maria befihle ich meine Seet vn» Leib ewiglich znbehüten in das ewig! Leben. -O mein IEsu / vnd Maria ewer Gütigkeit komme mir zu hiljs ,n aller Angst vndTrübsal.Jhr seyS die gewalrigflenPatronen/ vber alle zu ehren vnd zulteben. Ich arm» elender Mensch inchiser Welt/hak auß allen meinen geliebten vndlk kandten Freunden nicht so tm Freris htyl 5m St 8 Chr leire scher j Myrrhen-BKschlri». >«; ;i- i Kund/ ais ich euch vercrawe- O ei«! mmIEfu/O mein Maria-kom» al.! mnur zu hilffin der Smnd met- nd , msTsdtS/vil empfahet meine auß» t»! gchmdeSeel in das ewigLeben/Am. Am Mikwoch. Erinnerung. Der hönizflicssende Vatter vnd Wge AM Bernardus spricht/ krm.4;. fupra Lannca.Dieembfi- zeBerrachmng deß LeydensIEsu Christi/ seiner außgestandenen Ar» ktkm vnd Bltttvergiefsungen/Hab« diselraffr/daß sie die Seel deßMen» schmtnGlück vn Vnglück/in frewd i>O leyd sicher vnd ohne Verletzung >ak Mch die boßhaffie Welt wandern > K' macht. Vnd so du verständig bist/ so Mkhairaües/ was dein Heyland für uH dich/ 'ch Mtl i«4 Kleines dtch/OMensch, geinten/ sederzeitiss - ststcher Gedachmuß / betrachte MtSin deinem Hertz / das wird dii^ furwar seyn eine abmahmmg ^ allemBösen vnd hergcgen eine aii§! munkerung zu allem Giikm , ^ ' Er bezeuget van ihm sechsten/ ssj gend: Ich/ liebe Brüder/ habew«! ^ Anfang meincrBekehrung mich kj" ^ pissen/ zu Vermehrung meinerM/ dtenste/ ein BüfchleuiMyrchenM lumachen/zwischen meincBnistp legen/ auß allenAengstenvttBit!«^ feiten meineeHerrenIesu/dardütii! auch vnsere An'igei?iniauterM nrchendeGcwürtz vn Spccerey vw! enden werden. Deßwegen 8. kem-l ^ arelus gemahlet wird mit den )»>!, ^ ftrumeneen vnd Waffen deß M ^ ssons Chrrsti / welche er stärs an s« ' ^ Mynhen-Büschlein. i«x M Brust in den Arincn halt«/dieselben starck vnd fieiff an sein Her- ^ lruckee.Cbenalso sollen auch wir ein htttzltche vollkomene andachthaben zumLeyden Christi/vnd seinen fibr» .! schmertzlichen Blutvergiessungen/ diewiram Mikivochen verehre kön. ! IM/ wider die st den Todtsünden. Weil auch dasvnschuldigever. gosseneköstliche Blut ILsuChristi/ darallerkrWigsie mirrelist/ dieHitz LeßZegftivrs außjulöschen/ mag dt« ^ seAudachlven nohrlcydcnden See« lenimFegfewr appltciere werde/mtk /.andächttgenVareer vnser/ vüAve Marta/sampi nachfolgende Gebe«. Die erste Blutverqieffung/ Wider die Hoffare. Vatkrr vriser/AveMan'a. M! 2Esu/ mein König/ der du ^ mich i« vnd Kleydern begangen/ dardm Seb nicht deine Ehr / sondern vtiM E meine eygne Ehr/ vnd LobgesM i»v habe/ es ist mir herzlich lcyd. F duncke ein meine Laster in drin köji liches Blut/welches du Q zarteste"» ILsu in deiner heyligen KindhMn durch die schmertzliche Befchny k>e düng reichlich vergoffen hast/ dM dein füffesterNamenIEsusaustgtl setzt worde- Ach was für ein schäm tzen litte daSHertz deiner liebe Mw> ^ eer MariasAch was stir Zäher stellt ftnvber jhreIungsräwltcheBackBs M MyrrhemDaschlei». rv?» ültsiehörre drch jhr liebes Kindlei» iveynen / sahe dein köstliche- Bkuc mgiessen/ vnd die Erd damit benetzen/ O mein Kindelein IEsu/ sag, reffe / du bist mir ein Blutbräuti, zamb / erst vor acht Tagen bist dir geboren worden vnd sahest schon M allbereit an dein vnschuldigeSBlut D Mrgiessen/ ach das isteinvnsähl- ^ bares Zeichen deß bevorstchende» xzz Blutbads in deinem Passion / Ich ,cstc Er Sünder besprenge mich mit dhej! deinem rhervren Blut / vnd begehre ruy die Genad der Demuht/ wider alle M Mwendige vnv außwendige Ho^ sän / Seoltzbeit vnd weltliche Vp- Ml'igkeit. O heyligesBiur/ meiner- ?lil, che Hoffnung / bestärrige mich im flss, Guren/durch die VerdienstMari« rckil ^ werden durch dich erquickt die G arm« ,->z Meint« armen Seelen im Fegfewr/ welch« wegen jhrer Hoffart gestrafft wen den/Amen. Die ander Blutvergicssung Wider denGeitz. M G ! auii stun ILsumein Erlöser / . . ^GOtt vnd Mensch /, ich dich an/ vnd «rjnnere dich dein« anderen Blutvergieffung/ mein» wegen gelitten an dem Oelberz Ach mein JEsu/ AchIEsum« was vnd wievil hast duaußgest^Ez den an den drey Kräfften der S» nM lenz in der GedLchtnuß/Verstand vnd Willen / in dem du zu Her?« führtest die vnzahlbare erfchröckN Sund vnd Vndanckbarkeit W. - M«> a. Myrrhen-Büschlew. is? Menschen/indem du innerlich verlassen warbest von der Gottheit/ in ! ausfhalkung der empfindlichen Trö- i ßung deßHertzens/in rieffer vn vber- >2^ auß grosser Trawrigkeit deßWil- s lens/ von wegen deß Verlustsvnd Verdammnuß sovilerMenschen/ indemVemuß vnd Widerwillen/ Einbildung vnnd Fsrcht der vn. ziaublichenTormenre vndMarrer/ ss dir von deinen Feinden bereitet wurden: Alles dises hat dir / Q Ksu/ den blutigen Angstschweiß außgemben/ daß die rröpsfleinBlut «ilffdie Erden geflossen. Ich tuncke «»in disen blutigenSchweiß meine M bünd deß Geitz vnd Kargheit/ vn» rWchrenge mich damit/ gib mir die ' Wcnad der Miltigkeit vnd Barm- Irrigkeit gegen den Armen/ wider G tj allen rz lkil iO ««> Klein«« allen Geitz vnd Kargheit. Laß auch ^ dein Gürigkeit spüren an den ^ losen Seelen im Fegfewr / so in d« ^ vnleydenlichen erschrecklichen Glw hart gepeyniget werden/ wegen jhm ^ Vnbarmhertzigkeit vnd Eygennü ^ higkrit/ Amen. ^ Die dritte Bkulvörgieffung/ Ha Wider die Vnkeuschhett. ! Ä Vatter vnftr/ AveMarta. ^ ^->Mein IEsu/ meine Srärcki ^vnd meine Frewd/ es ist je kein! Angst vnd Schmerlen so groß/k> Leib srhr nigl >rox kttij ucb tlff. der W mr ttschrAcklichen^eißlung / als die Juden dich sovnbarmhrrtziglichzu der Gaul führten/ der eine zog dich mit dem Gäil / damit dein zarte Händ gebunden/ der ander mit der tysmenKetten/ so vmb deinen Halß gelegt / der dritte bey deinen zarten igi! Haaren / zogeü deine Kleyderab/ > Ach wie schmerzlich fliesen sie dich wider dieSaul/ daran sie deinGött. licheHänd außgestreckt/ mit rauhen Säilern angebunden / nicht ohne scharpffe empfindlich kett der schmer. M mit Ruthen vnd Geißlen Riemen vnv Ketten aus deinen blossen Leib geschlagen / daß nichrsvnver- srhktan dir zufinden/ vnd drin Kik- »igliches Blut gleich den Regen- lwpffen anssdre Erben geflossen. A keusches Lämblcin JEsu / wie ha« G isi man a. rckl ei« d<» niii ck so« M ch« r-k« nr Kleines man dich wegen meiner Geilheit deß Fleisches vnd schanoltchenVnzllcht so erbärmlich zngericht/ vndvberal zerrissen / Ach daß ich doch dein ab! lersüsseste Liebe bekäme, daß ich rn ei. ner solchen Reinigkeit leben möchte/ wie es demGöttltch allerreinest Her? begehrt. Mein IEsn/gib mir doch -icGenad derKenschheit/ ich opffett dir mein Hertz auss/ vnd versprich dir / mit deiner Gcnad von allen fleischlichen Wollüsten zucnchab ten. Der Werth vnd die K östlich« keit deines Blues bezahle derGötlii. chen Gcrecheigkerk dieSchulden der verlaßncn Seelen in dem Fegfewr! die wegen der Vnzucht gepey« niget werden/ Amen. Di 2 V »ey> leini Ml Mg Lröi llsar »nd> xn/ fiuhr schwi hielt. lcht :ral al« ich ner? >ech ftn rieh lle» hol« lich ltili- d« !wkl y' M Myrche«»Büschlein. nx Die vrerdttBlutvergiefftMg/ wider den Zorn. Vamr vnser/AveMana. ^MetnIEfu/ O mein getrewer ^Hirt/ der du meine arme Scel «eydefl vnd regierest/wie einSchäf« lautn derHeerd: Ich bette dich an/ »nd dancke dir für dein vierdltBlut- mgiejsung in der schmächltchen LrSnung/ dann die SchergenPila. tisamleien die allerhärnflen/ dürren vnd scharpffeften Dörner/ so sie tön- > Mi wo die Dörner hinein «rangen/ kein! den Glied blieb vnbenetzt/ das HcW war rings herumb verwandt/riti liebliche Augen vnd süsscr Mun) waren micBlukStropssen/derGlaiil vnd die Schönheit deines gebm. -eycen Angesichts vervunckelt. H JEsu/ich besprenge mit deinem he>», ligen Blut/ vnd versende darci» allen meinen Zorn/ Eyffer/ W Widerwillen / die mir hertzlichl seyn. OHErr/ es seybinfmanrü Schmach vnd Vnbiid so groß M ße wölle/die mir meinNebenwensch anchli« der rvcs sttv, Zlm A> D- Her, DU, .roll kten' ttps.> Up>! fichl ktillj au^ / ri!i !md laR Mytthen-Büschlri». i,s «»thun kan/ so will ich ihm dieselbe M Hertzen gern verzechen/ vnd nie zornig seyn/ in der Vereinignng der jenigen Liebe/ mit welcher drr/ O JLsn/ den armen Sündern jhre Missechattn verzechest- Nimb von den geängstigeen Seelen den Dorn ber Sünden/ vnd der Forche/ die sie wegen ihres zähen Zorns im Fez. fewr abzuküssen / auff sich geladen / Amen. renk' Ach l Henne»! Die fünffte Blutvergiessung Wider den Fraß vnd Füllerey. W lleyl ndü 's all inseh lhu» Walter vnftr/ Ave Maria. f)Vnschuldiger HEn JTsu/ ich ^seufftz« gantz jnniglich/vnd mein Herz vergeht mir gleichsamb auß G v An. IIS Klein«« AnmütigkeitderLttbe/vndauß bkos' dm fem angedencken so viler reichliche Blutvergiessungen/welche dochm! Mi vilen andern schärysiesten Pryneii Mdl vberhäuffet waren: Ich will auch drr nicht vnderlassen/ jmmerdar m Schi mir zuhaben vnd zubmachten re»! dch ^ Anblick deß so elendenSchawsM! liibs vnd der grewlichen Wunden/ nril! Ber< welchen du miß lauter Lreb g>, mir verwundet bist worden/ sond» ltch in außziehung deiner Kleyder welche dir dievnsinnigeWWniil Gewalt dermassen graufamb / W> sre hartin dieWunden eingebachr» waren/ von deinem Leib abgerisse«/ daß sie alle widerumb erfrischet/W newem anfiengen so vberflD Blut zugeben/ daß es Canalw/ij auff die Erden runn/ die Haut«, zur? mr sm B'ille iiiG MynhenEüsHki«. )los> tm Kleyd weggerissen / vnd das chen Mige Blut auß allen Glidern ge- > mil! Mn/ darvon dir/ L> meinIEsu/ )nrn ck deine Kräfften vergiengen. Ach auch M grossen Verachtung vnnd W Schmach / die dir in so grosser vile re» dcß Volcks in entblössung deines M zugefüget worden/ anffdem Berg Calvari«. OköstlichesBlut/ rur Versöhnung deß ewigen Var- lers nohtwendig/ versöhne mich we« zm meiner begangnen Laster der Füllerey/. vnd vbermässigen Essen rnd Trincken: gib mir Abstinentz wd Nüchterkeie wider allen Fraß/ ich will hinfüran mit deiner G<- Ud vnder dem Essen meinHertz ru GOtt erheben / vnd alle Bissen i» das heylige Blut eMduncken. Q u B Öliges Blut/laß die armenSeelen r<» G vj -«der /> ;egt« Nd5 yd« On/ I/W nr Kleine« vnder dem Schatten deiner Flügtl ruhen / vtid in alle Ewigkeirln bei, rrem Haust wohnen/ Amen. Aie sechste Blutvergreffung/ wider den Neyd vnd Haß. ^ 56 alter vnser/ Ave Maria.! ^>IEsu / was hast du doch v»i ^elenden Sündern Dr emevirer, westliche Barmhcrtzigkeit erwiseoi in dem du höchste Freyheit hast wol, len für vns gefangen vnd gebundck duVnschuld grewltch geschlagen/d« Schönheit versperre / dn Gerechtiz« keit / verurcheylt / du Glory verhol, ret / vnd du das Leben geereutztzk werden/ vnd dein heyttges Biiil dergiessen/ Ach meinIEsu/ O wch' O weh/ der grossen Peyn vno Mo eer/ so dir/ Q ILsu/ vnd dem Hr, L ne tze> lic rer wi an lve mi H. bet sih her al« ehr me Lei siri Hr ügi beb ng/ ia.! vni> » 1 «'! ise»^ ws sdeiii wr« W !sxsll tztz! MyrrhenESschkeitt. WMarrse in deiner schmrrtzlichen Ännaglung an dem Creutz begegnet ! Ö Schmcrtzvber alleSchnrer- tzen! O meine Srel/ fihe deinen ge« liebsten Bräungambauffdemhar. ien Beth deß Lreutzes kigend / fihe/ wie er mir groben eyjernen Nageln angehefft wird / damit er deiner er. tvarrer/außstreckend seine Armb/da- mit er dich vmbfahe/ mit neygendem Haupt/ damit er dich mit dem Kuß deß Fridens vnd der Liebe vmbfahe/ fihe wie auß den vterWunden seiner heyligen Händ vnd Füß das Blut/ als auß vier Brunnen/ so reichlich ihutfliessen. O mit was Jammer/ mein IEsu/ hat fich dein heyliger Leib eingezogen / Las Geäderver« sirupfft/dieWundcn erweitert. O HrzrewlicheMgel/ nemmermein G vtj stet. D i»« Aleines steinen Hertz - vnd nageltsauchju meines HErren Füssen / damit es von dem warmen Blut deß zarten JEsn befeuchtet / fiäts in wahrer Büß erweichet bleibe-OnreinIesu/ nun laß mich bey deinen heyltgen ^ Füssen für dich sterben / dann du j« auß lauter hertzlicher Lieb für mich am Creutz gestorben bist: Acb verzey. he mir allen Neyd/Haß/ Mißgunst vnd Widerwillen , so ich meinen Nächsten erzeigt / jhme offt alles Vbels gewünfchc/ vnd alles Gut- mißgönk-ich will hinfüran jedermaß von Hertzen alles Guts wünschen/ vnd im Merck sechsten erweisen. Ach erlöse die Seelen / für welche ich hertzlich bitte. rie> rei§ r>g< JE lau! aus bist i>Nd eich gen »ich alle Myrrhen-DüschMl». irr ^ j Die sibendiBlutvergressung/ Wider die Trägheit rer Vatter vnser/AveMana. su/ f)Mein ZEsu/wasbringtsmir ;en ^fürTrofl/wannichgedenckean lj« rievberflüffige Erlösung / vnddein ich ^ reiche Blurvergiessung/weil ein ein« >ey« ^ tziges Tröpfflein Bluts/ so du/ O lnfl JEsu / jfür vns vergossen / hundert un tausenr / vnd rausentmahl rausenr Sei auch vil boßhafftiger Welken / als uti rise jetzige ist / hätte erlösen können: i>nd ein eintziser deiner Seufftzer / ein'eintziger deiner Anblick oder Augen auffheben genugsamb gewesen/ uichttineWelt/sondern vnzahlbare/ alle mit den allergrösten Sündern gantz vnd gar angefüllt/ zu Gnaden N< zubringen/ Du aber / zu erklär,eng bei- ,rr Klein«» deiner inbrünstigen Liebe / hastauß deinen Adern aÜ dein Blut vergst sen - ja so gar dein liebreiches Herj eröffnen / vnd daraußdeinheyligri Blut zu meinemHeyl fliesten lassw O liebreiches Hertz / O Blutströpsslein / warumb seyd geflossen auß der heyltgen Seym Christi/denBerg Calvefl Sss zunag'j da doch mit einem einigen Trost fen/ der hinab in die HM gefalle» were / harten können seelig werd«! alle VerdamprmO GölklW Tbaw/ Q rosenfarber Sasse/L Brunn der Gnaden/ O IEM bekenne dir meine Schuld meiner vnveramwortlichen Tch heie ynd Hinlästigkelt/ daß/da!« ni,ß mich von meiner Geburt an/ diser jetzigen stund gnädig erhallt «> iiel bai tös rni kni M! ZS h-y ein« lerl t>nd Die -ein Her aller smr MynhtN'Büschltin. >r» u°! M Zeit Gelegenheit geben/ dich zu. l°s' litben/dir zudienen/vnd mich danck« ist! bar zuerzeigen / ich alle dise schöne ^ Wiche Zeit mit vnniißen Dingen i" rnd vnwiderbringlichem Verlust wd Schaden liederlich zugebracht M verschwendet habe: Ach mein ten! / verzeyhe mirs durch dein ' heyligesVint/ vndgibmirGenad eines Christlichen Eyjfers / vndal. ^ lerGottseligkerr/ wider alle Fanlkeit l'i" i>ndTrägheit in deinem Göttlichen Dienst. Ach mein IEsu/ erzeige dein so liebreiches wolgeneigres Hertz gegen den Seelen / die in den p allerschmertzlichftcn Flammen deß Fegfcwrs ihre Zeit vnd Versäum, miß deinerGnaden so scharpffabüs. sm müssen, Amen. Ich glaube in GOtt Vatter/ rc. OHTrr r»4 Kleines f)HErr IEfu Christe GOm ^vnd Mari« Sohn/ dessen Barmhertzigkrir ohneMaß vn Ziel/ fihevom hohen Himmel herab in dir leydige Tiefte vnd Abgrund vnseri w /kl iv ne sti. ki da rek l'S Jammers/NohkvndElendssch«. ^ wcOHerr,waSdeinH.Cachslisch< ,jg Kirch / die du m it deinem rosensid ben Blue geheyligee hast/vö verkehr ken bösen vnd abtrünnigen Leuthen außsteben vnd lcyden muß/ kanss d» solchenFrevei mit gütige Augen an- fchawen? Ach barmherziges wie langQIEsu sollen dann vnsere A Sund vnd Laster dein liebreiche/ «in Hertz zuschließen? dein VäkttM D Göttliche Hand binden? den SM Ch der Gnaden / so du deiner Gespons Z- verhcijsen/hinderhalten?soll dan dc>» A vnschuldigvergoßnes Blut beyde- ! Mynhm-DSfthksrn. lr< titM twigenVakter nichts mchr gelten ? soll dein heyliges Leyden zu vn« irafften gestellt werden ?Wo sollen wir vns hinwenden/ als eben zu deinem heyligen Blut? Wohin sollen wir vns verbergen/ als in deine blu- tize Wunden? Wo sollen wir hin- fliehen als zu der Schooß deiner iie. beiiMutterMari«? Sonsten ist an- berstwo allerTrost vndHilffverloh- ren.Ach HErrIEsu/laß deine Key« lize Kirchen vn Saul derWarhrit/ bey dtser Vngestümb vnd elenden se» Zelt nicht Manchen, dann sie leydet einmahlGewaltvndVnrechl: Ach sebawe an die Verbitterung der Chrisilichen Bemühter/ wende allen ZornvndGrimen in eineChristliche ci» Sanfftmut/das bitte ich dich durch ^ alle vnd jede deine heyltge Bluts« t« wopsi> s 126 Kleines , ^ rropffen deren du in allem bey drq, ^ hundertmal rausem/ achtzchenm, ^ senk / jweyhunderk fünffvndzwm, ^ tzigTropssen vergossen haft, vnd aiß! ^ laiuer Lieb im H. Sacramem dkü Altars hinderlassen/ durch die Vtt>! ^ dienst dergroftenSchmertzcn dem ' herylteben Mutter MariL/ welch ^ deine heylige blutige Wunden/Ä IEsu/ auch nach deinem Absteck»! ^ allwegen vor jhren Augen gchckls ^ vnd biß in ihr Sterbftünd'eln u.' ^ mahlen auß ihrem Hertzen komme», ^ lassen/ bltteichdemichng/ erlöse U ^ nohtlcydende Seelen außvemFef A sewr/ durch diß vergoßne Bluk/wel ^ also derverletzren Majestät GÄttel hierdurch ein reiche Vcrgclk. B ^ GmugthuunKgeschicht/Amen. ^ Myrchm-Büschsei«. ,-7 Am Mttwoch Abends bette dreyVattervnser/vnd Ave Maria/ ' -1 Ehren der allerheyligsten Dicyfal- »igkeit/ vnd Zu Lob deß Lrydens Christi, alß^ ein stetig Sterbstündlein Zuerlan^ ix«! gen/mit folgendem rvu Gebelt. Vatier vnser/AvcWana. M f^IEsu du flarckerHelffer/ vnd ^ ^Trost der Betrübten / ich bitt ^ dich durch dein allerbirterstcn Todten ksmpff, hertzliche Angst / vnd aller- ^ heyligsiee Geben/ in welchem du am Oeldergfür mich gebeetee hast/ als dein Schweiß ist gewesen wie die ^ Blukstropffen/ die auff die Erden Den/daß du disen blukigcSchweiß/ «rlchen du vor Forchr deinerAngst für mich so reichlich vndvberflirssig »chzofferl/ zeigen vnd anffopfseren L West SO« deinem himmlischen Vat, «r Kleine» Varrer/ wider alle meine vtlflilch Sund/vnd erlöse mich in der stm P «eines Todrs vor aller Angst/ms sä che ich wegen meiner grossen Sw L den Verdiener habe. Der d» mir br» ge Varrer vnd H. Geist lebest vn»rl io gierestin alle Ewigkett/Amen. en Vattervnser/AveMam. c /->HErr JEsu/ du EmlediguT ?- ^oer Angefochrnen / der duft ^ mich am Creutz hast wollen steM B ich bitte dich / daß du alle Bittest^ M deines Leydens vnd Schmertzcn« ha welchedu für mich elenden SüM zel hast außgestanden/sonderlich in!« m, stund/ da deine allerheyligste «e von deinem Leib abgeschieden ß ir, wöllest zeigen vnd aussopsserenvti- lm vem himmlischen Varrer für >B M armen Sünder/ vnd erlöse nrW MyrrhrmBüsHlein. iry W der Stund meines Todts von aller um Peyn / welche ich wegen meiner vil, w>!» fälligen Sünden verdienet habe. im Der du mit demVattervndheyki, dk» gen Geist lebest vnd regierest in voll- d» lommenerDreyfaltigkkit durch vn- endliche Ewigkeit/Amen. ia. Vatter vnser/AvcMana. M f^HTrr IEsu/ du Erlöser in der iß! ^Trübsal vnd Erquickung der bor Bußfertigen / der du durch den rke Mund deines Propheten gesagt en«I hast: In ewiger Liebe habe ich dich M zeliebt / derohalben habe ich dich zu ndsj mir gezogen/ vnd mich deiner erbar- S-Lj «et. Ich bitte dich/ daß du dise Lie. M bc/ welche dich vom hohen Himmel M lmab in den JungfrLwlichen Leib mit Marise gezogen / alle Bitterkeit der Hin Peyn vnd Schmertzen aujf diser lß Erde» yo Kleines Erden zuleyden/zeigen vnd austopft,eh ftrelt wollest GOee deinem ewig!« ^ Vaeeer für mich armen Sünders 2 vnd erlöse mich von allem LerM k» vndSchmertzen/ so.ichwegennni' ner schweren Sünden verdiene ha/ ^ be/ mache mich seelig in der stiml meines Todes / vnd komme mir Väceerkich zu Hills. O IEsir duG<- fundhere der Schwachen/ der l>», mich erlöset hast mit deinem kostbar- lichen rosenfarben Blue/ erbarmr dich meiner/ vnd führe mich in k-ir daß ich mtc dir in ewtgwehreM Lieb lebe/ vnd von dir O JEsu' deiner lieben Mnlter Maria / a»ä allen deinen Außerwöhlren niema- len abgescheyden werde. DerduBl GOee demVaeeer vn herMeiM, ßre aus >«ci I>ev küa L >h>»i chr«. ! Mynhen-Büschlein i;i ops^ lckfl vnd regierest rn vollksmmner lz!« Kreyfalligketi ewiglich /Amen. Befieifsedich/L Mensch/alsofftdu ky einem^ rucifix fürüber gchest/daß du «,! heinen gecreutzigtenfieyland VK ein see« ' ligesLnd bilsest/mic disem Gebettlein. f^)HTrr IEsu Cbnste / ich bitte M ^Lich durch deinBttrerkeit/Angft ^vndÄohc/ welche du am beyligen krcutz sirr mich elenden Sünder außgestanden hast/ sonderlich aber als dein gebenedeyte Seel von dei. »!M H. Leib abgeschieden ist/ erbarme dich vber mein arme Seel/wan» sie von dem Leib abscheydek/ Amen. Asus/Mana/Ioseph/wöLe jetzt rnallezeirbey vn mit Mir seyn/Ame. ,Lr>nmre dich am Mitwochen deß iiägitchen Abscheydens vnd Vrlaud«/ Christus von seiner lieben Mutter g«-- lbawals er i» den Todt gierig, vnd ver- .. ,sjre/OMmsch/mtt fünffVaccer vnftr/ ebßj -K Verb bai> rm! gdli eß lldtk vs uvt I i,r Klein«« dis j.Avc Maria/samc disem kkinenGl- NI bettlein/dies.letsten Bitt/dieMariaa» ^ shren gebenedeyteo EohnIesum geht» Die erste Bitt. Das erste Vattervnser/ vnd Ave Maria. «II Maria/ du sichere Zuflucht all» ^ ^deren/ die dich demuhtig amui ^ fen/ fihc/ ich der allergröste Sund» auffLrden/drr nichts guls weder aii? Leib noch an der Seel hat/ als all« Sund vnd Boßheie/ sihe/ichkow me zu dir mit weynenden Augen vnd gehen mir sehr zu Hertzeri Sei« klägliche Wort/ welche du zu derH Briguageredt hast/sagend: schM an/wer du immer bist/einWetbM Ntt dil her Ihn !iü Natur zart / mitvberstüsslgcnZK ren vbergoifen/vud habeeinMlff den: schawe an eine Jungfrau Köntzlichem Stammen seh-hren >»e> den MytthtN'BSschlei». n; aG» M dem Schwert deß SchMtrtzens iaa, ktttvlttldt/ vndseusstze: Schawean tineMutter der Liebe/vberjhren ein« zebornen Sohn sich hrrtzlich beeru- ld i bend/vnd verschmachtet: hast also initdiserKlag jedermann zumMie« leydm bewegen wollen. Ichermah- ne dich derowegen/ O Maria / deß gwffenSchmertzens/ den dn gehabt hast in deinem zarten Hertzen/ vor ak nda er« koV gen! )e>°! irH demLeyden vnd in dem Abscheid dei- des Sohns / da dn gedachtest / daß du jhn von dir sottest lassen / vnd sehen in sein bitters Leyden gehen/jhafl ihn derowegm anß Mütterlicher Liebe gcbckten/ daß er auff ein ander «eis/als durch einen so schmalichen Todt/den Sünder zuerlZsen/erfin« densoll: sprechend: Mein IEsu/ ^ ch ILsu mein liebes Kind/ ver, H y sag M i-iff »riui »Z4 Kleinss sag mir die Bin nickt / istdochch «intziger deiner BlutStropffen g- z nugsamb/ die gantze Welk zue>Ä fen. Da sage« er mit sanffimiihkW ^ Worten: MeinhertzliebsteMum ^ was du begehrest/ kau nicht seyn/ m vnd sicng darauff an dir sein HO ftei gcS Leyden zuerzehlen / welches dii ewt dein JungfrawlicheSHertz vbersü. üLe Massen harr betrübt vnd verwund« Sen hat. Dich bitte ich/ O Tröstermel- "ar lerbetrangtenHcrtzen/ Maria/b-i- ^ haffrig/ jetzt vnd an mei. Üer! nemletstenEnd/ E Myrrheik-DüMeit» rff bck Lle ander Bttk. > ge> Das ander Varter vnser / vnd Ave Maria. ^ !M NMaria/du bist das veste Schloß im welchem alle/so zn dir fliehen/ rynj mfickererseyn/ich ermähne dichder freundlichen hohen Dancksagung L dii wer beydergegen einander/ deines rw allerliebsten Sohns GöttlichenSe- uuül SMS gegen dir als seiner liebsten mal« lrarvrigenMutter/vnd du als gegen 1/ bi, deinem hertzliebstrnSohnIEsum/ Hz« Wer vnd HEnen / hast ihn auch M !»m andernmahl gebet ten/ daß er ZD jhme einen ringern vnd leichtern Ädterwöhlen sollt / als das elende sterben an dem Creutz/ der dann bey ollen Menschen ein schmählicher Tode wer«/ vnd daß er fein köstliches Nm mcht also solle Vergüssen. Da N H i»i er 7-6 Kleims dir mit liebreichen Worten anr, wirrere/ sagend: Mein getrm , Mluker du weist wol/daß wem ew'gen Gatters Willen ist/ daßij ?- für die armen Sünder deß aller, ^ schmahrichsten Todes sterben solle tun O wie ist deinem Mütterlich» deß H rtzenso wehe geschehen/achm lau ju-uglich hast du geweynet / daß« den dich hierin» auch nicht erhören wol- segi re! O Maria/ du Erquickungl« dir Trübsal/ ach laß mir die Bitte ji du, dir zum andern mahl versagt wer, sein den/ an meinem leisten End zu hiß lich kommen/vnd gedencke/daß ich ^ sag, dichdisesSchmertzensofft wie ermähnet habe. »>es Amen. l Di, Kii Ni elen Myrrhen-Büschleiir. sM Der orttke Bitt. rm Das dritte Vamr vnfer/ vnd im- Ave Maria. ßiitz f>Maria du getreweHelfferin in tlln- ^höchster Gefahr vnd Anfechte l»ng/ ich erinnere dich nachmahlen ch« deß kläglichen erbärmlichen Vr- >m laubs / vnd freundlichen Abfchey- rß« dens, deß hertzlichen rrawrigenge. rvel- segnens/so dein Kind IEfus gegen g>« dir erzeigte/ vnd daß du jhn zum l/ >i drittenmalgebetten hast/ daß er jhm vsi- ßm H. Angesicht nicht also schmäh- hß lich verspeyen liesse / als rvoltest du ch ssgen: Mein einiges Kind / erhöre mich in diser Bitt vnd laß mich gemessen meiner trewenMütterlichen Diensten/die ich dir in deiner zanen Kindheit erzeiget hab. Auffdiß dein Nij elendes klagen sagte IEsus: Nkein H titj erew. ,;S Klein«» trcwhertzige Mutier / soll deß Men. scheu Seei rein werden/ somrchilh ^ von den Juden verspeyet werden. Ach/ ach/wie schmerzlich haben die dise Wort dein angsthaffk Herl W durchsungen / Q Maria/ du st, chrre Hoffnung der Verzweiff!» ^ durch dise Bitt/ so dir versagt ist ^ worden / bitt tchgantz inniglich/ K, hüt mich vor ewigem Hertzleyd/W ^ ^ den nagenden Wurm/ den dieM,! s^, dampeen haben / suche mich keimt/ ^ch tröste mich/ vnd gibmirdiewchi ^, Lieb/ Friden vnd Demut/ Amen.! Die vierdte Bitt. Das vierdte Vatter vnser/ vut W Ave Maria. hin/ ^>Maria / in der Fürbitt gnnj ^rräfftig/ vnd in den GnaMM «ildr/ sey ingedenck deß jnntzlt ^ !en. Myrrhen-Büschkin. rz? ^>!N weynens vmb deinen Sohn >>h WnN/daß sich niemand vor wey- >en nm köndte enkhalten/der solches sahe »derhZrtr/ wie du selbst derheyligen Brigira sagtest: Meine Augen wa« i H' mvoll Zäher/wann ich in den Gli« irrn meines Sohns IEfu anscha- Ale vnd betrachtete die Ort der ' k' zrausamen Nagel/ vnd sein künffti. g-r Leyden / hast jhn auch geberien/ fegend: Mein liebes Kind/ laß dich loch nicht also zerschlagen / peyni- O Ml vnd den Leuchtn zu spork wer» rn> i im. Ach d» bist bierinn auch nicht. »hört worden. Ach wie ist deinem nd MMaffken Hertzensowehegesche» hm! wie vrl beiße Zäher hast du ver» Men! O Maria du Mutter der M Men Güiigkeit/ verlaß mich nicht/ O «imvl ich verdient habe/ daß ick- l'ni 14» Kleines von demDcckniantel deinesSchil« ^ y<6 soll verflossen werden/ aberkm ^ mesmir zu hiU/jetzt vnd in mein« ^ letflen End/ vnd wann mich ck ^ Menschen vndLreaturen verlassen/' „ so flehe du mir rrewüch bey / schrel ^ be mich in die Zahl dcren/so da « dig seyn/ von deinem Sohn IEsu/ vnv dir O Maria/geliebt zuwenden/ Amen. Die fünffte Bitt. Das ftmffce Vatter vnser/ vnd Ave Maria. Maria / deß ewigen Kör ^Iungfräwliche Mutter/ zu vl! kausent malen gegrüßt/ Völcker neygen jhr Haupt vordir/ vnd fallen nider vor deinen Züj sen: Srhe/ ich elender Sünder er mahne dich der letflen Bitt/ an vti. tie» Myrrhen-Bäschlei». ' >4» M kiebm Sohn gethan/ sagend: Mein hertzigerSohn/ fitze an mein Mlindres bekümmertes Hertz vnd nhSre mein l erste Bitr/dann verliere ich dich/ so verliere ich den Trost 5 meiner Seelen/ weil du je gernrvilst MdenTodtgehen so beweist mir nur ein Gnad/wie du meinem Gespons Joseph/ deinem rrewm Pflegval- ier erzeigt hast / laß mich doch vor dir sterben/ daß ich dich vor meiner» Augen nie müsse sehen so erbärmlich sterben. DarausssagteJLsus gantz Wrlich weynend: O mein Hertz- Üede Mutter / zwey haben gefundt- gttimParadeyß/ nemblich Adam > Eva/ zwey müssen auch herze- gen die Marter leyden/nemblich ich/ M du. Unffdise Wort wurdest du gen? kraffcloß/ dann dein Hertz war m 14» Klein«« in solchem Schmeryen vnd W vo, terkeit daß du nicht mehr rede«! hj« nröchtest/vnd also scheid jhr/herM Gl weynend vnd trawrend/ von cina^' m« der. Ach deß Scheydens/ach Li de/ A« Jammers/ach deß Elende/ daß!« fo liebreicherSohn von einer so W reichen Muner/zwischen denen M so tvunderbarlrche Liebe vnd M gewesen / abschueydere / vnd zu Todt / ja zu einem so schmerzliche Todt g,enge Ach binerü SckeiM ach schwere Absonderung / O M ria / dlr M.uccr der Erkandrnch! ^ vnd heylige Hoffnung^aß michdj! ^ elenden kläglichen SweydensKj >4 Meisen in meinem Leben vnd Sc»! dei, den / sonderlich in meiner le»Gü Schiebung / so Scelvnd Leibm einander scheydet-Er lange mirMi »»« lieb MyrrhemDüschlM. r^, . M deinem Sohn ILsu / wo ich M hiedurch rödtliche Sund Mich von M, GOre gcschcydcn / daß ich das vor »« meinem End warhafftig berewe/ dß beichte vn büffe/daß ich ewiglich von ße« »einem gebenedeyren Sohn JEsu/ M dir O mein herßgeliebtrMuttek Maria/ niemahlen gescheyden werde/Amen. Andächtige Vbung zu vnsek lieben Frawen/ täglich im gebrauchen» ^Stetige GOues GebahkE/ ^vnd ewige Jrmgfraw Maria/ e ßj ich benedeye vnd lobe dich vmb alle B deine mir Vnwürdigen erwiftne Gutthaten» Ick ergib mich auch ganz vnv M deinem allerliebsten Sohn 3 3Ckt >dij B IEfu Christo / vnd dtrOMariaj «wiglichzudirnen. Bitte demnach / du wollest durch detne heylige Verdienst träfftige Fürbitt von GOrr erlangen/ erstlich / verzeyhung allere ner Sünden. 2. Vberwindungst ler meiner Anfechtungen, z. G nad/ meinen Stand vnd Bm? »ollkommenltch zuhalten. 4. Eis sonderbare Andacht gegen dtim Mütterlichen Würdigkeit. 5. Ei« feeliges End/vnd sampt mir vndni- lenChrifiglaublgen die ewigeFm! vndSeeligkeit/Akren. Dahero knye ich nider bor bethest zen Bildtnuß IEsu vnd Mari» sprich mit höchster Demuth / v»d > bedachtem auftmerckm. ^HeyligeMariq/MutterGoM ^vndIungftaw/lchN.Ä.ewK r° schl lizi i« a!l S,. »?! A n« :>» ß >»! »«d tij M»rchen«Büschlrin. ijs ltdich heut für meinMukttr/Fraw/ Patronin vnd Fürsprechcrin/ vnd nimemikvestiglichfür/ dichniema- kn rnverlassen/ noch wider dich etwas ruchun/ oder zusagen/ auch nie ^gestalten/ daß von meinen Vn- dergebnrn etwas wider dich jemahls gehandlet werde- Darumb bitte ich dich / nimb mich ausfzu deinem elvigenDtener/stehe mir bey in allem meinem Thun vnd Lasten/ vnd verlaß mich nicht in der Stund meines Todts/Amen. Vor dem schnellen vnd vnver- sehenen Tode/vnd vor aller Gefahr, lizieit Leibs vnd der Seelen / erlöse vnsGOtc Vatter/Sohn/ vnd heyliger Geist/ Amen. Kleines »4t Am Donnerstag. Erinnerung. Der heylige Lonavenrursös^ bro liimuii Xmoris, sagt: Esij! GOlt kein angenemmers Opßm für die Abgestorbne kein kräffriD Mittel/den H.Engelen kein grD Frrwd/ der Hochherzigsten DreK eigkeit kein stmrefflichcrs Zeick« der Ehrerbietung vnd Danch gung / als ein stätte andächtige ^ erachtung von dem Leyden H Sterben JEsu Christi. Vnd an einem andern OttU der brinn. Englische Lebrer: W sich an das H. Leyden ChnstiW dencken gewöhnet hat/ der findeir» sechsten gmugstmib alles/ wasD« hl C ft rr 8 si st ? n r < ch N M -stz W W eiv» MyrrhemBüschlein. 14-7 MnGrenist// vnd bedarjf ausser, halbILsu mchtszusuchen- Damit wir vns nun ju Visen Gevancken gervehnen/ist nichts des. fers als täglich das Leydm Christi mit andächtigem Gebe« verehren. Zu r>isemC»d bene am Donirerstag siben Varrer viiftr/vndAve Maria/ sampt nach folgenden Gebettler n/ zu Ehren der sitzen hochschmertzlichen Fällen ILfu Christi / die er in sei, mm Leyden außgestanden. Der erste Fall. Vattervnser/Avc Maria. f>Menr trewcr vnd erwünschter ^IEsu ich bette dich an/ vnd er, mahne dich deines erschröcklichen FMs/ da du «in so grosse Angst / Tramen vnd Forcht im Garten I tij vch ,4» Kleines deßOelbergsaußgestanden/vndauß t< vberfiüssigem Schrecken blutigen g< Schweiß geschwitzt haft/ von den Juden jämmerlich gefangen / han n, gebunden / in den Bach Cedrongc« ei worffen werden/ daß dir so wehe ge« schehenvnd schmertzlich uider fielest/ mit Stricken vnd Säileren durch das kalte Wasser erbärmlichj ge« schlcifft i mit der grossen eystmn Ketten am Halft gantz zitterenv M derumb herauß gezogen warbest/ vnd «he du zu deß Hohenpriesters ZtnnL Hauß kommen / zum simsf- tcn mabl schmertzlich nidergesallen bist/daß alle deine Glider in difem ^ grausamrnFall erzitterten. Q Ich/ du thewrer Schatz aller Außerwöhl« ten/dich bitt« ich durch drsen schmatz« lichenFall/verzeyhe mir gnadigl/ch/ esst li M>)nhen.'Düschlein. 14- daß ich so offt in Sund vnd Laster gefallen bin / hilft mir widerumb anssdurch deine Genad/ vnd mache mich frey von denen Sünden/ darein ich täglich falle / es «wer mich von Hertzcn/begehre mich zubessern. Erzeige auch den hochdürffkigen Eeelrn in äusserstem Elend vnd grausamen Tormemen deß Feg- fewrs dein Barmhertzigkeit/Amen. Der ander Fall. Vamr vnser/ Ave Maria, grüß vnd bette dich an / O. -^IEsu/ als vnsern Bischofsvnd Hohenpriester/ ich erinnere dich deß andern kläglichen Falls/ so du met. »«wegen aufgestanden / als du so ojftvon einemOnzum andern/von Anna zu Caipha/ vonjhmezuPi- laro/ von dannen zum Herode ge- 2 iiii du» »s» Kleines bunden / daseldsten verlachet/ , W sMttk/mit Fäusten/ Fußstoffen vnd Schlägen auß dem Pallast gem. ben/ in dem weißen langen Spot!- ikleyd widerun-b iu Pilmo gebrach acht vnd fünfftzig mahl den Ban außgeraufft / vnd darbey forrgczs. gen worden / vnd auff dem Weez «inen jämmerlichen Fall auff d« harken sternen Gaffen gethan / daß du vor Weherhnmb gleicksamb in Ohnmachr gesunckrn / jedoch mi> Stecken vnd Knimlen von denIii« den genöhnger wurdest / wider selbst auffzustehen. O ILsu/ du vnm schaffne Weißheit/ ich bekenne/daß leb gesündtgek hab vber die zahl der Sandkörnlcin am Meer/ ich bin Nicht würdig denHimmel anzuscha- wen / weil ich so offt in köstlich- vnb A Mynhetr«Bttschleiir. isi <>>/ Wiche ^üiio falle/ deinen Zorn erweckt / vnd vbels vor dir gethan hab/aber durch beinGenad kauft du mich reinigen / daß meine Seel im meisten Kleyd der Vnschuld am jüngsten Lag vor dir erscheinen möge, Amen. Der dritte Fall. Bauer vnser/Ave Maria. ^>JLsn mein Heister vndTroft! ^in allen Dingen / ich bette dich an / vnd grüste dich erjnnercnd deß schMertzlichcn Falls / den du gethan vmb meinetwillen/ als duauffder Segen PilaN erbärmlichauffdem hachgebenedeykes Angesicht gantz krasttloß nidergesuncken/ dardurch -ein ehrwürdiges Haupt vnd heyli- ge Knye höchlich verletzt / vnd aber, I v mahlen 's isr Kleines mahlen vnerhörre großen Schmer, ^ tzen/VerfolgungSchmach vndVn. , ehr außgcstanden. O mein ILsui j du reines kräffeiges Opffer/ so g- ' nngsambist/alleSünder mieGLll dem ewigen Bauer zuversöhnen / drrdanckeich/ vnd bitte dichjnni^ lich/ daß du mich hinfüran wo'W e behüten vor dem schädlichen Fall ^ derTodtsünden/ vnd mich in keiner ^ vngebeichten Sund lassen sterben/ f sondern mich vnd alle Sünder von § allen Lastern barmhertziglichzudir , bekehren. Ach warumb bin ich mchl ^ vil ehe rausenkmahl gestorben / als j. daß ich dich so offk schwerlich beleydi,, h get? Ach IEsu/ opffere anff dem, x himmlischen Vatter deine Schmer- r tzen / vnd beyliges Leyden / welches s würdig vnd güiiig für meine Sun» ^ s MvnhrnEüschlein. angenommen juwerven/ vnd iu. miltern die Pcyn der armen vnd klagenden Seelen indemFegfewr/ Amen. Der vierdeeFall. Vatter vnser/ Ave Mark«. ?-) IEsu / du vnaußfprechlicher ^GO«/ welchen kein Namen noch Wort genugsamb erklären kan/ach deßvnererägltche Schmer- IEsu / eine Stärck vnd Auft- ^emhalmng der Schwachen/ du bist vmb vnser Sünden wegen gantz krafftloß worden/ als du deinLreutz auff deinen verwundern Achslen mit grosser beschwerd vnd ttrühde biß auff den Berg Calvarise getragen/ von wegen deßLasts vnd deines LOs erschöpftem Krafften/ nach so grosser außgeflandener Marter vor lar.ler schwäche vnd Kraftlosigkeit zwey vnd dreyssig mahl ihcyls auft die Erden vnd haneStein gefallen/ cheyis in die scharpffen Dörner vor Lhnmacht gesnncken / dass dir dein heyligc Brust zerbrochen/ dasBlirk in deinem Heryen erschrocken / vnd I vij alle -;6 Kl«iktt» alle schwache Glieder vsrSchmw tzen erzitterten. Ach IEsu meinM schwer ist ruergründen dein groß Hertzenwehein Visen» leydigen Fall! - OkläglichesSpectackel! Ach Angß/! ach Noht beyder Hertzen IEsu vnd s Marise/als sie einander begegneten! O ILsu/du sihest dein liebeMutter > an / vnd sie schämet dich an: Sonn vnd Mond schawen einander an/ vnd ewere beyde liebreiche Hertzen leyden ein Verfinsterung großer Trawrigkeit/ Q IEsu vnd Maria/ durch disen Schmertzen bitte ichde. muhriglich/ verzeybe mirS / was ich auß menschlicher Schwachheit ge« sündiget habe/stärckt mich wider al- - le sündliche Gebrechen/ daß ich in allem Guten verharrt biß rum End/ Amen. Der >w Myrrhen-BüschleM. Der sechste Fall. ^ Vattervnser/Ave Maria, i /^Iesu voller GenadvndBarm« ? ^hertzigkeit/ dich bene ich an/ vnd ^ dancke dir für deineerlidme grosse Schmerlen in dem sechsten Fall/ j als du auss den BergCalvarta kommen / vnd die Juden vermerkt- ttn/daß du vor Wehchumb inOhn- macht fallen «öltest/ haben sie dir einen vermischten Wein mit Essig vnd Gallen dargeborken/ ihre bittere Grausamkeit gegen dir zuerzeigen/ daß sie haben wollen ein jegliches bei- ne Glieder mit einem eygnen vnd ! sondernSchmertzenpeynigen/gleich nach grimmiger Außjiehung deiner Kleyder mir Gewalt dich rückling auss das harte Creutz nidergeworf. fen. r?8 Kleines fcn. O deß erschreckliche»/ bild dek- nemHeryenhöchstanligende Falls/ Du aber / O JEsu/ hast ohne alle Widerred deine mübveArm/Händ vnd Fuß gantz williglrch vorgestreckt/ mit eysencn D'iäglen anzu- hejftcn / «n zuschawung deiner hoch. fchmertzlicken Mittler Manch. Ach wehe/ achIammer/ achSchmertzen in den zanenGlidern IEsu/ vndtn dem bekümmerten Hertzcn Marir/ die einehertzllcheBegierdhatte/ dir O IEsu zuhelffen ! Durch Visen schmerzlichen Fall bitte ich dich /.behüt mich durch dein grundlose Varmhertzigkeik vor dem Fall deß Fegfewrs / daß ich meine Sund hie ablegen/ vnd nach meinem Absterben ^ desto bälder zu euch O IEsu vnd Maria / in Himmel komwey möge/Amen. Der sibrndr Fall. Vatttr vnftr / Ave Maria. ^Freygebiger GOtt/ liebhaben« ^der HErr IGsu/ dich beneich an/ vnddanckedirfürdie vnerhör« tein deinen zarten Glidern außge. standene Peyn/ daduamCreutzso schmerzlich ausgestreckt/ zerrissen/ verwunde / in die länge vnd breite aus den Geiencken gezogen / also/ daß kein Glied an seinem gehörigen Ort /»finden war/ auch so unzählbare Lästerungen/ schändliches Au« reden vnd Gchcfiungen erlitten / vnd endlich so erbärmlich angenag« let,wirst du mit dem schwerenCreutz «uffgericht/ in den holen Sttinfel« fen vngestnmmiglich eingelassen/ daß dein Leib ganh erschüttet der« lygffen miibchmertzen bewegt wor« herp Ko Altine» , den/ vnd dir von dtscm Fall so wehe I fl< geschehen / daß keines Menschen Le Hertz außsprechen noch erdrücken de tan: Dann alle deine Wunden n< wurden eröffnet/ vnd ist das Blm auß allen Adern wie die Bächlem von den Brunnmherauß geflossen: ? so vil blutige Wunden in deinem ^ zarten Leibe waren/ O JEsu/ so »>!! v, , Verletzungen waren in dem zarten! re Hertzen Mari». Ach mit was Bit. hc ! rerkeit waren ewere beyde süffe Her, j tzen erfült/ja «6 war ein großBiM ch lein sehr bittere Myrrhen. Darumb g< begehrt mein Hertz vnd Seel euch/ je : O JEsu vnd Maria / jnniglich zu. Z 1 dancken mein Lebenlang,' vnd bitte, fl ; vmb Genad'/ daß ich in keine Todt. <> ^ fund mehr falle / sondern vonmei. b, nem elenden fündlicheri Leben ab. d ! stehen/ ^ Myrrhen-Büschlein. !hrj stehen/ tu einem nerven frommen ei, Leben vnd Wandel/ vnd also durch ei, deine Genad das ewige Leben verdien en nen möge/Amen. lil Ich glaub in GOkt Vatter/ rc. >n Auffopfferung. f^Großmächnger GO»/ der du m ^alle begehrest seeltg zumachen / >>l! vnd nicht wüst/ daß jemand verloh. m' ren vnd verdampt werde/deßwegen >t> hast du für das Heyl der armen r» blinder nicht allein siben erbärmli. b- chc vnd hochschmertzliche Fäll auß. >b gestanden / sondern gleich von dem ^ jenigen Augenblick an deiner »' , Menschwerdung in dem Jung- « > sräwlichen Leib Mari«/ bißdaß du am H. Er eui? deinen Geist auffge. '' den/ für ein jede Seel zweymal hun. ^ den tauftnt ach r. vnd neuntzig tau. >/ , sen« Kleines ^ senk zwey vnd drcyssig Stund ange, ^ wendn vnd schmerzlich geiittcn.Für alles dlses danckc ich dir gantz dem«, ? «glich/ vnd opffere dir diß GM ^ ^ anst/ OIEsuduSüssigkeit meinet - ^ Herlzens/ dich inniglich btttcns/- ^ durch alle deine vnd deiner lieben ^ MutterMartTPeynvndSchmen! ^ tzen / Kummer vnd Hcryleyd / daß! , du nur Hilff vnd Beystand verlcy,' heft in allem meinem Jammer vnd! ! Elend/ Krassem allen meinen An,! Achtungen / Verzcyhung meiner' , Misserharen/ Besserung deßLebcns/ Bciauung vor allemVbel/auff d> ß ^ ich zur Zerr meines Todt-» durch bei, ne heyilge Hand möge empfangen' werden. Ich bitte dich auch allen gütigster GOtt/ sihedochandte» dem wahren Cacholrschen Glauben Ab., Myrrhen-Büschlei». -6k Abtrünnige/vnd mtcargemLtst be- rwgne Seelen: Gib jhnen Genas / daßsic alle Seelische Boßben hinlegen/ jhre Irrthumben erkennen/ sich bessern/ vnd zu der Einigkeit der CacholischenWarhett Widerkehren. Laß dir auch anbefohlen seynvnsere geistliche vnd weltlich e O brig kellen/ verleyhe ihnen Gesundheit der Seelen vnd deß Leibs/richte jhrcGedan. cken vnd Werck zu deiner grösser» Ehr/rilge auß die Sund vnd Laster/ benedrye vnd segne sie sampt ihren Vndergcbnen/ suche fiehetmbvnd erleuchte fie deine heyltge Engel wollen si!« jederzeit vnd an allen Orchen beschirmen/ vnd nach lang- wiiigem friedsamen Regiment in das ewige Leben einführen. Laß auch dein heyliges Leyden genug thun >64 Kleine« thun der beleydigeen Gottheit für die Peyn/ die den armen Seelen noch außständig / wegen der vrigebüßren Sünden/Amen. sch! mil ncr eyß Am Donnerstag Abends ven ehre andächtig mit gebognenKnM die grosse Angst IEsu Christi amSel« derg / so man da« Feichen mit der Glo. cken leuteee/ bette fänff DatttrvnsM »nd fänff Ave Maria/sampt nach« folgendem Gebete ju Ehren der Angst Christi- Gebe«. m hast gc.'r ltst< tlcn !schr ! dir r>nd lW Allmächtiger/ ewiger barmher. ^tzigerGOtt/ Christe IEsu/du l ! Geben bittern Kelch deß Leydens/ d »nd Trost deß Engels/ ja durch alle >t ! deine kostbarliche vergossene Zäher I, ,W Bltusrröpjflrtn/ O IEsu/ ß ! dtt ILS »»» ^(telneb ! du wollest miedem Gö/tiicheGenalr verleyhen / auff daß ich dein«! schmrrtzhaffken Angst niemalenvei. ^ gesse/ dieselbe also in mein Hertz cil> > M irucke/daßichinbetrachtungdersele hch ben mit schmertzlichem MitleiM! r,«, gegen dir erfüllt / alle meine Sünd! warhaffttgberewe/ vnddich die All meines Lebens mit keiner SiiB ,röj mehr beleydige- OIEsu/dnbam hertziger König/ du wollest vns vÄ das liebe Vanerland vor aller Kriegsgefahr behüten/ allen Cache, tischen Fürsten vnd Herren / Geh!/ lichenvnd Weltlichen / hohen M f) ntdern Obrigkeiten / sampt den«! ^ Zugethanen / nervlich vnd genädiz» oller beystehen/ vnd in vnscrer lecho ^ TodksAngst/ da Leib vnr> Geel vo»! Ar ciitander scheiden/ vne nicht verlos/ stiv^ ! Myrrhen-BüjHlein. !NM sm / alsdann in dem sonderbaren :in«: Gericht gcnädig vnd barmhertzig m siyn/ vns endlich vor der grewltchen i ewigen höllischen Angst genädiglich :rsr!/ behüten vnd vns durchAnschawung >M deines Göttlichen Angesichts mit >ündl allen Außerwöhlren in bemhimme- Ali; lischen ParadeyßGarren ewiglich >u»i ltssien vnd stetig machen durch das kräfftige Fürbitt Mari«/ Amen. Ein sehr andächtiges Gebell zu der alkrsteligsten Mutter GOt- ees/ vmd ern fteliges Scerb- stündiem. rrni- iv!:d alle! »he- t^Maria / eine Fremd der Augen deren die dich an scharren/ O W iArliebste Fürsprecher in / du nach tsie» Wit mein höchste Zuflucht/ ich ar« irB M Sünder falle dir -u Füssen / rias' ^ bitte dich/ L) gantz gütige Mrtt. s<»il K lrr tA Kleines ter Maria/ weil ich dich von j»M aust kindlich vnhertzlichgeliebkW zu meiner hertzlieben Mutter W Fürsprecherin erwöhlet hab/du rvL lest mir von deinem gebenedeMl Sohn IEsu/ der für mich vnd F arme Sünder andemOelbergdrsI blutigen Angstschweiß geschwttzkij ein vernünfftiz vnd stetiges Smi. stündlein erlangen. Ack Mum der Barmhertzigkeu/ wann mich dii Aengsten deß Todes vmbgeben! wann es darzu kombt/ daß metm Augen das heylige Creutz vnd dein heylige Bildnuß nicht mehr D werden / mein Mund auch meim Trost JTsum/ vnd dich O MM nicht mehr anrüsten kan / mck Ohren keinen geistlichen Trost mch hören / der böse Geist mir auchrai Eki Ar vn>! iA ytt«! >a^ sd«? W!l ttti- Myrrhen-Büschscin. r«- Buch meines sündlicheLebenSwird ßrhalken/der nagende Wurm meines Gewissens anfangen zubeißen/ der Tode mit mir wird ringen vnd kämpften / die strenge Vrcheyl GOlles vber mich werden ergehen/ ach barmherzigste Mutter Maria/ so stehe mir alsdann bey/vnd verlaß mich nicht in solchem Streit/ vnd verantworte mein armeSeUCHri« sto JEsu deinem Sohn / meinem Celtgmacher/ der dir niemalenetwas versagen thut/ daß er mir von bemrkwegen wolle meine schwere Vilfaltige Sünden verzryhrn/ vnd mich nicht straffen nach meinem verdienen. Ach gütigste Mutter Maria / erlange, mir durch dein Fürbitt an meinem leisten End ein Pherfittssenden Anblick / vnd ein 2 «j ein, ,7» Kleiiltzs «inhigen schmertzlrchen SerrWr/ von denen so rieften vndvnjahlba, rrn Geufttzern / welche dem lieber Sohn ILsus außgelassen/ als rr drey stund lang lebendig am Creii- > gehangen/ damit durch solche dir! Echmertzen/ das achten vnd schm > re Seufttzer/ so mich in der Stirne deß Todts preften werden/ein M Linderung haben mögen. Acht»» grß meiner niemaien/ sonderlich amEnd meines Lebens/ Amen. /Dises N,erlangen/beere ein Vatter vnjer/vndAve Maria. Ai -ei Lh Ng g-> dri rrn djl dil n< E ! IN k> a Am v Myrrhen-Büschlein. 171 Am Donnerstag ftye ringe- denck der vnerhörken Liebe IEsu Lhristi/mitwelcher er das hochwur. dige heyligeSacrament deß Altars ein> gqchl hat/vnv gebrauche dises nachfot« gcnde Gebettlein vor vnd nach der beylegen Lonp munton. glaube vestiglich vnd beken, ^rne/OHErr IEsu Christe / daß du warhajstig imheyligenSacra- menk gegenwärtig bist/ zur Speiß vnserer Seelen/ darumb bette ich dich an/ O allerheyligsteshochwür- digstesSacrament/auß gründ meines Hertzens/ als meinen wahren GOtt vnd Erlöser / welchen ich jetzt iritjnnbrünstigerBegierd wünsche ruempfahen. Wie darff ich dich aber auffnemmm/ wann ich dich vnd mich berrachre? Du bist ein K iij HErr Kleines HErr aller Drngen/einKönigMr Menschen vnd der Englen Du -ist mein Schöpffer/ Erlöser m Richter / ja die Göttliche MajK selbst/ ich aber hergegen bin cinvk^ außverächklicherMensch ein gcri»^ gesErdwürmlein/ vnd wegen ner begangne Sünden nicht tvcch daß mich die Erden trage. Dn Hauptmann / wiewol er dichM nicht recht erkennte / hat dich in sm Hauß nicht dörsfen anffnemnien^ S-Petrusbate/ daß du von ihm! als von einem Sünder gierigM S. Johannes der Taujfer/ Vtllii! niemand vnder allen MamW» söhnen in Heyligkeit ist gleich gewl. scn / achtet sich vnwürdig/ dÄj Schuhriemen anffjulöscn: IM heyligen Engel selbst ersitternm ckk Du MyrrhtnEüschlel». 17; rii: Wir darffich dann dich nit nur in mein Hauß / sondern tn mein Hertz vnd Seel empfahen? Ich bekenne/ daß ich solcher Genaden vnd Gunst vmvürdig bin/ jedoch so groß ist deine Liebe vnd Gültigkeit gegen wir daß du auch bey mirzuseyn be- zehrest/ damit du in mir wohnest/ vnd mich mit allen Genaden vnd Tugenden erfüllest/ wie soll ich rann dich nicht von Hertzen lieben ? Odaßich tausentHertz hätte dich zu, lieben/einen Brunnen der Zäher/ wemeSünd zubeweynen/eineEng- lischt Reinigkeit / dich würdiglich iukmpfahen. O daß ich hätte eine grössere Liebe vnd Reinigkeit/ grös. sere Rew vnd Leyd / grölsere An, dacht vnd Demuth/ dann alle Menschen vnd Engel zugleich ge. 2 titj habt 174 Kleine» habe haben/ damit ich dirmehrg« fallen möchte. Komb her zu mir/ -O lieber HErr ILsu / O Trost meiner Seelen/ OWunsch meines Hertzens/ich vbergib mich gan? vn^ gar m die Händ deiner Göttliches Barmhertzigkeit / dein kostbarlich«! Leib vnd Blut bewahre mein arme- Seel zum ewigen Leben/Amen. Gebctt nach per heylrgen Communton. ^LEgrußt seyest du mein gütig« ^IEsu/ mein allerliebster Gast! woher kombt mir/ daß mein HE« zu mir einkehre ist? Wie lieb B angmemb ist mir dein Ankimjfl!> hjse Was soll ich sagen? Was solliis steis änderst chun/ dann dir von gaM M Hertzen dancken/ weil du mich ber/ ich, Massen geliebt Hast/Haß du mimi» W kgl' Myrrhen-BüscM«. 175 viir vnd in meinem Hertz? hast seyn Mn? Ich weiß wol/ vnd bekenne «in lieber HErr ILsu/ daß ich M nicht würdig bin/ daß du bey , niiremku. rest/ aber deine große Lied ^"I knd Gürigkeit hat dich bewegt / Mheimbzusnchen.Darumblobe/ imedeye / ehre vnv anbene ich dich/ O allersussester HLrr JEsu / vnd lmcke Lir.Äimb anst zurDancksa- Kinz dich seldsten / deine heylige Wunden/ dein bittersLeydenvnd tztrrbe» / dann du bist mo mein worden: Nrmbauffmein Leib vnd ^ Eeel-vnd alles was ich habe. Von !> öiser Sinnd an mache ich mir «inen ftiffenFüisatz/ alle Sünden fleißig liuneyden/ vnd dir zudienen/ als dil'^ ich bißher mein Lebenlang nicht ge-> ' han/damnich dir meinem so lieben HTr. n »7« Kleines HTrren gefallen möge. HilssM ^ O Trost meiner Seelen / vnd g>tz ^ mir Stärcke zuvollenden/ d.M.^ tvünsche-Schawe an/meinLrW !' fer vnd Erlöser / mein grosse Nch ^ reinig« meine Seel von allen Sw ^ den vnd böftn Begierden/ ab von jhr alles/ was den Aug» A deiner Göttlichen Majestät ich ^ fält / vndpstantze in jhr alles/ M ^ dir lieb vnd angenemb ist/ d« ^ diß ist mein einiges begehren / vns Ich dir gefallen mög«. O allerli^ ^ sterHErrIEsu/bleibe stätsbey Mi, ^ vnd behüte mich / daß ich dir m ^ malen vrfach gebe / von mir zu« chen: Verendere mich in dich/ G ^ le mirmitdeineTugenden/vndm ^ che mich gantz heylig vnd himmW ^ Gib mir/ was mir zur Leibs M rung' MyrrhtwDüschlein- »77 Mg vonnöhten ist/vnd ober alles/ ^ roß ich dich meinen so lieben GOtt Md Walter nil mehrködtlicherzür- ^ 7' ne. Ich bitte dich stehe mir allwegen bey/vnd gib mir Genad/daßich von ^ag zu Tag in vollkomnen Tugen- i ren/ vnd in aller Herrligkeit zunem- mr. O HErr/ bekehre die armen Sünder/ auch alle/ die im Glau- i-n jrrem vnd von der wahren Kit- ^ chenabkrunnig seyn. Kome allen zn hilffvndTrost/diein Trübfal/Aeng« fienvndNZHren stecken: Miktheyle > reine Genad allen / die sich in mein """ Geben befohlen haben» Erbarme "" dich vber difts Ort vnd Versamb- ^ hing/ verleyhe vns/daß wir vns alle ^ rechtschaffen bessern/ dich förchten/ ^ dir uewlich dienen / dich herzlich , 7 / lieben/vnd dir gefallen. Gib de» Libm. k. -17t Klei««» Lebendigen detneGenad, den Atz siorbnen die ewige Ruhe/ Amen. Zwey kurtze Gebmlein / G che die heylige GOtteS Gebärniz! >"> selbst die H. Brigitam gelehrt/ rÄ j Vor chr anbefohle«/ dieselbe offt ! Eh Zubettcu. Lx ^ano lsnÄo 8.. k. ksuli cic LVLlmachtiger ewiger GOtt/dc ^du für vns arme Menschen N der keuschen Juügfrawen M« hast wollen geboren werden: W leyhe vns gnäviglich / daß wir d« mit reinem Leib vnd demüheigeni Hertzen dienen vnd gefallen mögen/ Amen. (JAJr bitten dich, Q gütigst« K ^^nigin der Menschm vnd ver Englen, heylige Marra / du wM ßa> denen, die im Fegftwr seynd /hren chn Schmer^ nig> Na Du ren> MyrrheibBäschletM Cchmrrtzenmileerung/ denSün- dem Verzeyhung vnddenGerech. M Beständigkeit im Guten crhal« ZM? N/ vud rnsschwachenCreatüren / v»d> »er aller Gefahr bewahren/ durch ! LhttsiumvnfernHLrren/Amen. I Die Jmigftaw Maria mit I ftem lieben Kind IEsrr segne vns Gsamen. )!« M ir dii HM Wer folgendes GebcttlciN bor einem Man- Bild in der Sonnen andächtig iMc/ erlangt eylff tausenc Jahr Abiaß- Ms! Vergünstigung Sixti lV. ßLEqrüßt seyest du akerheyligstt ^Maria/ Mutter GÖikes/ Kö- Wn deß Himmels / Porten deß Paradeyß/ Herrscherin der Welt! d vtk! Du bist ein sonders reine Jung. Ml! fraw/ Du hast empfangen JEsum W^chne Sünd/ vnd geboren der» L Schöpf. r8« Klein«» Schöpffer vnd Erlöser der Wein an den ich nicht zweiffle.Erlöse M von allem Vbel / vnd bitte deines Sohn IEsum für meine Süns, Amen. Am Sreytag. Erinnerung. gen Johann« vom Creutz durlj ihren SchutzEngel sagen lassen- Es könne einer wol so ein grojscs Mirleyden haben mit den Sckmen tzen seines eingebornen Söhnt JEsu Christi/ sein Passion M Leyden mit solcher EmpfindliMii . Leweynen vnd beklagen/ daß solches ler- seiner Göttlichen Majestät eben hsei« ein liebliches vnd angenemek^f- ren s-k. Sei »< Lei teil nie Cr »ei Myrrhen-Düschlcitt. -i8§ Lclü! fn werde/ als wann sich erner vmb mim Christi willen martern liesse. mdi llii> sA NtÄ sen! oßi W P Da hast du/ O ChrtstenMcnsch ei» Mittel/ die Marterkron ohne ELwerdtflreich/ ohne Verfolgung deß Glaubens zuerlangen. Damit dcrowegen die Einfältigen difer Gnadentron cheylhasstig «irden / seyndvtlerley Mittel/ das Leyven Christi andächtig zuberrach. itn vnd zuverehren. Wie dann mein kleines Rosengättlein in der CronChrifli / vnd geistlichen Com- paß/auffake Grund anzeigt- Wer ist so gar beschässtiget/ der nicht täglich ein viertelGrund auffs wenigst das heylige Leyden Christi betrachten/ vnd demselben zu Ehren «was betten könne / seine Sund be. Wen / GOtk demHErrm vmb so L rj vll riiL Kleines vil grosse empfangene WolihW danckcn ? Ist e- dann nicht m grosse Scdand/ rvaimeiner llche Zeit so vnnützlich zubringt/ nicht ein viertel Stund imGebW GOtkes El>r / vnd seiner See!» Heyl mag anwenden ? O Menss verliere doch nicht das köstliche« rel stündlein/welches die VerdM ten irr der Hollen so hoch acheen/di wann sie vil hundert eaufenr M in ihrem Gewalc hätten/ dteD gern für ein eintziges viertel st'O lern geben sollen / dasselbe ju D Seelen Stetigkeit anzuivcndÄ Gedencke sicherlich / GOrr iv« von dir Recherrfchasst fordern / W.' gen dreykunderr fünss vnd sM viertel Stunden / so du alle Äl durchsIahr/ das LevrenL^ißM i!t dti ni ni I St iv «u w NI r, 2 lc n bl b d e>! W. Ä iß »>!ll lH ibs> 'A KÜ IM H MytthewBüsHkein. btwachtm/ deine Mangel zuerkennen vnd zuberewen/ aNchGOttzu- danckengehabt hast/ dadenabtrün- mgen Engeln/ ihr Heyl zuwürcken/ nurein viertel ftündlctn (wie etliche Ibeologi darfur halten) vergünstiget worden/ wel»es/weil sie es nrche wolangeiegr/serndsiegestrafft/vird !ur ewigen Verdamnuß verwlsen worden. Vnder vns Menschen tan einer mehr/ der ander weniger thun/ nach dem etwann einem Stands vnd AmplS nohtwendige Geschähst zulassen/ vnd einen leine Andacht er. mahnet/wer aber ritt vti betten oder bewachten/ oder gar nit lesen kan/ der erhebe sonst sein Hertz zu Gott/ dan Gott fihet dasHertz vilmebr an/ als etwas andcrs/vnd nach dem das. L H selbe hm bm >84 Kleines selbe gut vnd auffrichtig ist/ darnaih segnet vnd erhöret er vnsere Begier, den vnd Geben. Verehre derm vk> gen am Freytag die siben Her? diel durchrringende Wort/welche CP M stus vor seinem leisten End m erlii Stammen deß heyligen Creutzet eh« geredt hat / vnd sprich fiben Wm 6x vnser / vnd Ave Mana / sampl fs genden Gebenlein. Leid ehe' Das erste Wort. Er Vatter vnser/ Ave Maria. f>Mein betrübter / vnd vorall« ^Menschen am Creutz hoitb- irangter IEsu/ ich erkenne bndb- kenne dich wtewol an dem CM Hangenden / dannoch für mcim GOttvnd HErren / vnd bertedÄ an/der du hast wollen an dem Cm? für hak Va G tchö rers schu Myrrhen-Büschlein. leih jungen/ vamit ich nicht ewiglich ley. >ttk. dm müßte: Ich dancke dir für dein W MschwencklicheMartervn Peyn/ ich die du in so grausamer langwirigen P M schändlichen Arch deß Todes m erlitten/ in deren «in vnbegreiffli. U cherSchmertzenanHand/ Füssen/ ^ Q IEsu / durch die Krassr dmi ersten Worrs/amLreutz gesprM gib mir ein wahre Lieb gegen allen/ so mich bckeydiget haben. O Mack' durch dein Mütterliche Liebe«»! ^ Trewe/mit welcher du schmeW ^ vndrr d;m Creutz gestanden/s P?v"chtNrLüschsci». mit Mis lur seine Feinde gebeeecn, ^ Me mir auch bey als ein gerrewe ? Gitter/ in der ictstm Noch meine» Nsterbens/Amen. E Das ander Wort. W«^ teil» sch mit dbh rtztz! Vatker vnser/ Ave Maria- ^>JLsn' du Meer der vnendeli- ^chenMUligkeit, Wie gütig bist du gegen den buchenden Sündern / du lobest sie zur Bekehrung / vnd empfangest sie gantz Bäuerlich: Dann jo bald der rcwcndeGchächer seinen Mund m dem Brunnen deß lebendigen Wassere gewendet/seine Miss sechareu bekenne / mit vestcrn Glau. den deine Vnschuld geprisen/ hast dujhnrdieGlory deßParadeyß ver- sprochcn/sagende:Heut wirst du bey Kur seyn im Paradeyß.Ach wol eine L v Stimm i88 Kleine« Stimm vollLiebiichkeit vnd TroD OmeinIEsu/ gib mirGenad/^ so zuleben/ paß ick in der SirO meines TodtShören möge/ vont» dise tröstliche Won: Heuttvirsir« t» G A bey mir seyn in der ewigen Seil-, ^ kerr. Ach grosse Angst vnd Mz 4 Mariw vnder dem Creutz/ als d« ^ gesehen deinen lieben Sohn von 4 ^ lem Vorckveracht/denboßhaD ^ Mördern zugezehlt/aüesGimfli/ Hilff vnd Beschützung der Mw ^ schon beraubt/ für denallerärgD gehalten / an dem gantzen Leibver. ^ wundt vn- blutig/ die allerschtÄ ^ lichstr Marter leyden/OMattü ^ durch diß dein Hertzleyd/ daß ich ^ deines Sohns vnd deine Schi» ^ tzen allhie verehren / vnd hernach i!> ^ der Glery jdeß Paradeyß IED ^ laz um MyrrhemBkschlein. 18- »nd Mariam mir allen Heyligen GOttes ewiglich sehen möge / Amen. Das dritte Work. Vatter vnser/ Ave Maria. f>Mein JEsu/ du GOttvner- ^meßltcher Majestät / dessen Glantz das innerste deß HertzenS durchtringet: Ach wieschmertzlich köndtest du deine blutige/ nasse/vnd von den scharpffen Dörnern sehr vmvundte Augen erheben/damit du möchtest anfchawen deine höchst- bekümmerte liebste Mutter vnder dem Creutz stehen / deren Trübsal/ womit jhr zartes Hertz erfüllt/ dir wol bewußt war / sie wendete ihre rveynende Augen im wenigsten nie von dir ab/jhr klageret einander stillschweigend ewrr Angst vnd Rohr/ L v, durch« r»« Kleine» durchcrtngend einander die Hcrßen. L> trawrigc Gemähter JLsu vnd Wart« / O hertzliche Senfftzer/ Act) deß söbnlichenTrosts gegen veb per betrübten Mutter / du ncyMjl dem kranckes Haupt gegen jhr/all wölkest du von jhrVrlaub nemeni sagende: Weib sihe das ist dein Sohn/ vnd purer der Pcrscchn D hannis zu vns allen.- Sihe das ß dem Mucker. Ach was ist diß vni prmen Sündern für ein lielM Stimm/ vnd tröstliches WorrM durch wir ein so getrcwe Mutter^ kommen / vnd vns alle derselben!« irewl-ch besohlen hast.' DerohM zu dir/O miltreiche MutterMari»! erhebe ich mein Angesicht / zu dil fchawen dicAugen meinesHer^n« puff dich. verlaßt sich meine dc ce 8 ' n d r - l Mytthen-Büschlein. i<> danimb erzeige dich als eine Mutter/ ich will mrch als ein Kind erzeigen/ nimb mein Hertz / alle meine Gedancken / Won vnd Werck / mein Leben vnd Sterben / nimb in dein gebcncdeyle schirmreiche Händ daß ich also lebendig vnd todt dein Kind/durch die Liebe deines einigen geliebstrn Sohns IEsn/ seyevnd Wbe/Amen. Das vierdre Wort. Vakker vnser/ Ave Maria, §")IEsu du Schönheit / die nicht ^genugsamb kan geliebt werden/ daran der Göttliche Vaner ein sonderbares Wolgefallrn hat/ Ach wie wirst d>i an dem Creutz in deiner grösten Noht alles innerlichen vnv üvffedlichen Trosts beraubt / von L vij EOkt i? r Kleine« GOttvnd den Menschen verlassen/ das beklagest du mit so erbärmlicher Stimm/ schreyende Mem GOtt/ mein GO rcü Krnd/ wie hast du mich dann so > d gar verlassen / Mich dein eintzigen Sohn hast du von Ewigkeit gebe- L ren / wie kanst du ihn so gar verlas » fen vnd verflossenAch ach/ Vatter ^ mein/ach meinVatter/errette mich ö auß diser Noht/dann ich leyde vner- « hörte SchmerlenO meinILßl/ > li wie sehr verwundest du dasGönli- « che Gemüht deines Vatters / Wie 2 ein harten Stoß gibst du an da- 2 Müt- MynhewBüschlM. r?z Mütterliche Hertz Mari« / mit du- nem elenden Klagen/ O niemal gesehenes Elend/ O nie erhörter Jammer / O mein ILsu/du allem distwarhasstig/ der mir helffenkan auß allen Anligen / so bitte ich dann Lurch die Süßigkeit deiner Liebe/ erzeige doch einmal deine Barmher. tzigkeit/ bin ich doch dein Kind/ vnd d» mein liebreicher Vaner/ meine Secl ist dein Gespons/ vnd du mein Bräutigam b/ ich bin deine Crea- lur / vnd du mein Erschaffer vnd HErr: O Vatter/OBramtgamb/ L> Erschaffer/ du kanst ja meiner nicht vergessen/ noch verlassen. So lieb nun dir / O IEsu/ dein Creutz vnd Leydenifl/ ss hoch laß dir meine Angst vnd Neht angelegen seyn. Ach Maria / du littest vnder dem Creutz i?4 Kleines > CreutzgrössereSchmertzen/ in ann. sehung deines leydenden Sohns/ ^ als alle Märtyrer je gelitten haben/ ! kein Scbmertz war grösser als den ' ner / weil nie kein Kind lieber E ' sen ist/als dein Sohn IEsus.Ver» , endere derowegen vnsere Trübsal z» himmlischen Frewden/Amen. ! Das fünfftt Wort. Vatter vnser/Ave Maria. ^ IEsn / grosser Liebhaber aller ^Massigkeit/nicht alleinin Essen -nd Trincken/ sondern im Reden/ Kleydern/vndallem Thun vndLas sen: Ach wie wird so gar kerne Müß noch Wcisin deiner Marter gehab reu / m dem du so elendiglich al>S ^ Crerrtz gehofft« / zwischen Himmel vnd Erden vnder zweyen Mörders hie» MyrrheN'Düschseii». iys himgest/wegen vberflüssiger Bitterkeit deraußgestandnenPeynenvnd Angsthafftigkeiten / auch vnmäßli- chen Vergiessuirg deines Bluts/ dermassen erschöpfst vndaußgedor- m/ pich so käffkiggedürstet/ daß du auß ditzigem Verlangen nach vnse- rem Hcyl bewegt bist worden / zusagen: Mich dürstet. Ach mein JEfrl/ duBrunn deß lebend gmWajtzrs/ in deinem leisten Sterbstiindlein ward dir an stan eines Krafftwas- sers oder Erquickung bittere Gallen vnd Essig zuerincken dargereicht. O ZEsu/ wie ist es möglich/ ach wie tans seyn/ daß ich in diser Welt voll vnd roll/ satt vnd in Wollüsten leben könne/ weil du mein GOtt/ darauß fcheydest arm vnd elend/ nach« vnd , bloß/ hungerig vnd durstig/ ja in deinen iys Kleines deinen leisten Zügen ldickt <>i> Tröpfflein Wasser haktest zu Ä fchnng deines Dursts/ AchIEsut gibmirGenad/ daßichhinfuranzil deiner Ehr kein vberstuß weder in Essen noch TrinckengebraucheaK «stein metneNohtwcndigkeit/ daniit, ich dir recht dienen möge. Ach daß ich meine Sünd mit blutigen W ren abwaschen vnd beweynen kömei daß ich dir so hinlässig gedienet/ vnd dich mit einem sokalten Hertzenge« liebt habe / EsrewetMichvonHcr, -en/ ich will hinfüran andersnichts als dich / ich begehr« anders nichts als dich/ du bist mir mehr als gcnugsamb/ O mein GOtt vnd alles / i v n s' s d ß s Li a> Ä ci Ä MyrrhM'Büfchkei«. »-7 Das sechste Wort. Bauer vnser / Ave Maria. /, du Erstgeborner von ^Ewigkeit hero / freylich hast du vnsere Schwachheiten auffdtch genommen / vnd dich beladen mir vn« fern Schmertzen: Ausfdichhastdu geladen meine Trawrigkeit/ als du dich befandest in höchsten Aenz« ßenamOelberg: Aujf dich hast du geladen meine Zäher / als du meine Laßer so bitterlich beweyner: Aufs dich hast d» geladen meineSchmer. tzm / als du mit außgespantem Leib am Creutz hiengest/ deine zierli. Ee Augen geschwächt/ dein königlt. cher Mund erbleicht / deine gerade Ärmb vor Kälte erstarret/deinMar- »nelsteine Schienbein hangend/ dei. scdmchflochcneHänd vndZüßmir Lluts« r-r Kleine« Blutstwpssen befeuchtet waren -nd endlich hast du auffdichgelM meinen Todt/ als du für mich« Crcutz neunzehenmal solche Tod«-, nöhten erlitten/ als werest du gelier« den/ darauffdas nawrige Woni!. best. Es ist alles vollbracht/anziO gen/ es seye kern Glid mehr vbrlgM drrnem gantzen Leib/ so nrik m Schmerzn erfüllt/ die Adern ach gedorret/ alles Blut vergostenM Marck im Gebein verzehrt / !>it Stimm gantz heyser worden. A was briste Zäher/ als liebliche FW seynd von den Augen Marse M jhr Angeficht vberflüstlg geflvsteni als Zeugen ihres Schmerzn rnS Liebe gcge!! deni Sohn ITsu / A wie ward jhr rrewes Hers mit m Schwerst deß Müleydens W!l«> fis la de re l>r A dr d< C Ä dit Myrchrn-Büschleii». fischen/ O mein gütiger ITsu erbarm« dich meiner armenSeelen in der Stund meines TodtS Ich bitte dich von gründ meines Heryens/ durch deinen Todrktnqpff/ vndalle Äugst vnd Noht deines Hcrtzenö die du jur selbigen Zeit außgestan- den hast / vnd durch d«e bitterste Schmerlen deiner lieben Mutter Mari«/biß mir genüdig vnd barm- Hertzig/Amen. Das Mnde Work. >bkk :ni end z« M rib- Vatte/vnser- ^lve Maria. f)HEre ILsu Christe / mein ^herMbster Vaner / in wen Mvrid mag ich hoffen / dann allein in dich / der du so gütig bist / da ß du deinen heyltge Leib in so graste Mar- Ar vnd Spott hast für mrch darge. ben/ ro» Kleines den/ daß du siir mich eines so schni!» bei lichenTodtSgestorbenbist/daßdu tn deinheyltges vnschuldiges Blutbß! B auff den leisten Tropften für mich - di> vergossen hast. Zu wem soltt i- de> «in bessere Hoffnung haben / als zu M dir?dann weil du so barmherßigbifl ge so kaust weist vnd wilst du mir helf« ^ fen- O wolvnglückseeligistder/ft su in dich als in einen so liebreichen de Vatrer nicht hoffet. Auß Vätler«!>c licher Liebe gegen vns hast du/ O i>» JLsu/sovollkomenlichdasWerck, de vnserer Erlösung vollbracht / mi! ^ Auffepfferung deiner selbsten/ j» ^ einem lebendigen Opffer auff de« I ^ Altar deß beylizen Creutzes / für! der gantzen Welt Sund / in äusser«! ^ fier Angst vnd Noht/ also / daß ^ du kein einiges Glied deß Leibs -« ich Myrrhen-Büschlcin. bewegen kondtest / ausser deines »rancken vnd mit Dörnern ab« schewltch durchstochnen Hauprs/ dir ward nicht zugelassen zwischen den Armben deiner lieben Mutier tzu MariL zuruhen/ warbest derowe- bist W gelungen zwischen den Ar, )! tze, W A f» dkl sei Myrrhen-Büschlein. rs; Auffopffrrung. ALNädiger GOtt, HErr htmm. > ^iischer Bauer/ der du auch dei- > ne Kinder vmb ihrer Sünden wil^ lrn mit Krieg/ Hunger / Krankheiten'/ vnd mancherley Plagen straffest: Ach erbarme dich nach dei- ' irer vaner lichtn GütigkeitvbervnS zwffe Sünder / die allerley Straf, fm wol verdienet haben: Erledige dirs von gegenwärtigen vn zukünff. ligenGefahreniBekchre vnsereHer- >!c»zu rechtschaffner Büß: Errette girädlglrch die gantze Christenheit wn allerley Nöhten vnd Anligen: Wehre allen Feinden der Cacholl- ^en Kirchen / welche detngebene- deyter Sohn JEsus Christus/ als siüiegeliebte Gespötts / auß seinem M ver- rS4 Meines verwundrenHertzen ant StaniM deß heyligen CreützeS mir.WM Schmerlen geboren / vnd mirs» ttent unschuldigen Blut geheyltz hat / erhalte vnd mehre dieselbizü Beschütze deine Schäfflein vori' lem Wüten der SecnschenWK Bekehre alle verführte ScelenD wahre vns an Seel vnd Leib/ aß daß wir durch dein grosseGnar/B durch dieVetdienst derMurkerck Genaden Mari« / allezeit gelch aller Rebellen vnd AuffcühriD Frechheit gedämpffr werde/ vndÄ so in Einigkeit deß CachoWenal- lein seeligmachenden Glauben/ B wahren Fridens dich in EwW «inheüiglich loben vndM betten mögen/ Amen. Mi M! stt/ tz s c sich ine bet, litt ha, au tzee Nti all ensl N >ig!A >» Mynhm-Büschltin. r»s Zlm Kreytag/ wann man zu Mittag die Scbiedurg Christi lerntet/ bette drey andächtige Bauer vn- stt/vnd Ave Maria / sampt folgenden Gebettlein / Zu Ehren der dreylek« stenHerysiössen deines tzeylands. Das erste Vatter vnser/ vndAve Maria. f>JEsu / der du für mich als ^ein ewiger Priester vnauffhör- sich vor dem Angesicht deines Himmelischen Vatkerö bittest: Dich bette ich an / vnd dancke dir deß er- iittern vnd schreckens/ so du erlitten hast/ als du angenaglet wärest auffdem Altar deß heyligen Creu- tzes/ ein genugsam« Büß gegen deinem himmlischen Bauer für Mich allergrösten Sünder / als dir der M ij erste rs' DasandetVattervnftr/ ^ vnd Ave Maria. f>JTsu du heyligcs Opffer/ der- ^du dich felbsten auffgeopffert hast/ zur reinigung meiner Misse- thaten: Dick bette ich an/ vnddan- cke dir deß erzittern vnd «rbidmen/ da du am Altar deß heyligen Creu- tzesangenaglet wärest / vnd dir der Todt den andern Stoß so jämmerlich zu deinem gebenedeyten Hertzen thäe / daß von demselben Stoß alles das erzittert/was auffdem Erdreich war / vnd alle Creamren hätten ein Mitleyden mit ihrem Scköpffer/ vnd beklagten seinen schmählichen M stj Todt/ 2«>s Kleines Todt darüber auch die Stein M Felsen zersprungen seyn / vnd der Erdboden sich erschüttet hat / aM verarme Sünder wstkS nichts kennen/ daß es geschehe vmb seinel- rviilen / vnd wegen vnserer Sünden vnd Verderbnuß / ohnange- sehen Sonn vnd Mond sich m- finstere haben vber die erschM ltche Vnbilltgkeie vnd Boßhei! derMenschm/ welche nach vn/ahl- baren Wolthaeen / die sie von dir DILsu empfangen/dich so sckäA ltch vmbs Leben gebracht/ darüber deine gebenedeyte Mueeer vorlauter Leyd vnd Trawrigkeit in Ohn« mache gesnncken / vnd gleichsam^ vergehen möchte. O mein ICsul dich bitte ich von Hertzengrunv/ laß mich darmir verdienen das M Lebe sckei Znz Ain ä 0 Fee Gu ich «W he>) zen lees her hen der «tt. Myrrhen-Büschlein. 20- Leben, vnd in meiner leisten Ab. scheyvung laß mir dtse deine grosse Angst vnd Noht zu hilffkommen/ Amen. Das dritte Vamr vnftr/ vnd Ave Maria. ^Allerliebstes GOktes Hertz/ ^ou Marck der Gnaden/ du Feivr der Liebe / drr Narur alles Gu«m/ Q mein IEsu / dich bekte ich an / vnd danckc dir deß elenden Bern vnd erbidmens/ da dir dein heyliger Leib-erkaleer an dem heylt. gen Creutz vno dir der Tode den lösten Stoß that zu deinem barm. hertzigen süssen gerrewesten Her. tzm/ von demselben Stoß ward dein ewiger Bauer im Himmel belegt/ die heyligen Engel weynetcn M iits vnd ri» Kleine« vnd trawren bitterlich/ als dir ick gantz Hertz gebrochen mit vnerhör. eemSchmertzen. Aber wer wird mit auß alle« Menschen vnd Englea gründlich sagen können/ wie das ^ Hertz Man« in disem Augenblick beschaffen gewesen/ wie sie geseMcl vnd vor OhnmachtgleichsambgaU verschmacht«/ da sie dich OIEsu sahe so elend am Creutz sterben.Dis bitte ich / daß du mir mein Hertz bewegest zu einer stöttenRew vndLcyd vmb meine Sund/ wann mir mein Hertz zerbricht/ meine Augen das Ltecht nit mehr sehen/ meine Ohren nichts mehr hören / vor Angst vnd Zittern. Q mein JEsu/ sogedenckt was ick dich jetzt hab gcbetten/ vnd kome mir zu hilffin derselben Wß vnd Noht. Erstatte mit deinem bin M ner ich zer me vn btj Gc du At t an dix »i. t!!> ör. nir lm lick '>! !yd ein >«S ce>> >nd ck ern MyrrhenBüschleiu. rn lern Leyden vnd Sterben gegen der- mn himmlischen Vattcr alles/ dach ich schuldig bin/ vnd versäumt habe. L> ITs» / ich befihle dir alles Anlr. gen der Cacholischen Kirchen / alle meine liebe Menschen / lebendige vnd Todte / die sich in mein Gebete besohlen haben/ laß sie dir in rein Göttliches Hertz befohlen seyn / durch deinen vnfchuldtgen Todt/ Amen. Form vnd Weis / sich alle Morgen zum Dienst Mari«/ der heyligen Mutter Gattes Zucrgeben. OHrylrgste IungsrawIvndMuki- ^terGQlres Maria/ wie« ol ich Mrier vnd elender Sünder vnwür« dtg bin dir zudienen/nichtö desto wo- ">ger/ weil ich von deiner Gütigkeit A fiel ine iio mc rrr Kleines »nd höchster Begierd/ dir zudirnili, also starck angeniben werde/ son wöhle ich dich henk in Gegen« der hochgebenedeytenDreyfaltW meines lieben Schutz-EngelS/ M deß gantzen himmlischen Heer"> meine sonderbare Patronin / sprecherin/ Frawvnd Mutter/W versprich dir / daß ich dir für« selbst eygne Prrsohn nicht M fleijflg dienen/ sondern auchtz andern deine Ehr vnd D>enfi/ß vil immer möglich / auffs H befördern will. Derowegen tch dich gantz demiihtig/ durch ^ kostbarliche Blut deines liek» Sohns IEsu Christi / daß d« mich vnder die Zahl deiner Die« zu einem ewigenLetbeygnen anM men / mir auch in allem mci« THU!» k W )«< M ß Myrrhen^ üschlein. i» Thim vnd Lassen Mütterlich bey- flehen woSest / daß ich ja niemals mehr/ weder deines lieben Sohns/ noch deine Augen beleydige. Seye meiner eingedenck/ vttd verlaß mich nicht in der Grund meines Absterben-/ Amen. W Gebettlein wider den gähen vnbereiten Todt/alle abend jügekrakchen- ^Barmherziger HErr JEsu/ ^durchdeine Zäher / durch deine Angst vnd blutigen Schweißidmch deinen bittern Todt bitte ich dich/erlese mich vom gähen vnvorsehenet» ^odl/Amen. Vatter vnser/ Ave Maria. /^Gütigster HErr IEsu/ durch ^dein schmerzliche vnd schmäh. liehe »i4 KlMe« liche CrZnung / durch dein heyligei Creutz vnd büeers Leyden/durch all! deine Güte vnd Barmhertzizkeü/ bitte ich dich demühtig/ laß mich ohne die heyligen Sacramem durch den zähen Todt nicht auß disemLo den scheyden/ An>.n. Vatter vnser/ Ave Maria. f>Allerliebster ILsu / O me»! ^HLrr vnd GOtt/ durch all! deine Arbeit vndSchmertzen/dmE dein kostbarliches Blut/durch dM lekste Wort/ am Lrentz gesprochen! Mein GOtt/ mein GOtt/ wichst du mich verlassen ? durch deines cke Stimm / da du zu deinem D lischen Vatter zeschryen: Vatt« deine Händbefihle ich meinen GG Durch diß alles bitte ich dich M briinskiglich / du wollest mich vor ei- ilki» !!!!. stt/ iiüei lieb. iinq jDZ lein ich. d» Myrrhrn-Büschlein. rri iiem gähen Todt genädiglich bchü- ^ >m. Deine Händ/ OmeinErlö- srr/ haben mich erschaffen / sampt '«Mm dem/was vmb mich ist: Ach ^! Aber HErr/ stürtzr mich nie so gäh- «'j imz/gibvnd verleyhe mir vollkom- ntZei/jur Büß/gib mir ein glück- . j srltges Scerbstündlein / daß ich in > reim Gnad abscheyde/ damit ich ^ ich von gantzem Hertzen lieben/ lo- ^ im vnd benedeyen möge in Ewig- E W. O IEsu/, diß verleihe mir ^ durch die hohe Verdienst Mari« ^ vnnd Josephs / Amen» 5' Vattervnfer/Ave Maria.' in- tt- O K N Kr»lf. riL Klcims Kräfftige Hcch ' Stockung. ! In allerley WidcrwarnM r ren/gefährlichen Kriegs: vndE«! ! ^ bcntiläuffen/ sonderlich in Todt«- f ^ nöhten embsibiuge- ! k brattchen. / ^ Voükommne AuffopffttW deß Menschlichen WilleriSili j den Wellen GLttes. > f>M«in höchster GOtt/ ^allerheyligsten Willen vnd vnderwirffich mich gantz» gar/vnd verpflichte mrch williD all mein Thun vrid Lasten / C« vnd Leyden / Leben vnd Sre^ nach deinem Göttlichen Willen« zustellen/in meiner lerstenvnB tz 8 c' sc s< 2 de ge vr Myrrhen-BSschlein. -i/ fersten Nchr soll dein gerechlister Will mir der höchste Trost seyn/ di. ftn deinen Willen / weicher meines gantzen Lebens einiges vnd wahres M! Acl ist/ halte ich auch für mein eintzi. ^ ' geRegelvndRichtfchnur/im Leben vnd im Ererben. So gescheht sann der Will deß HErren / jetzt vnd in Ewigkeit: WiberholeesvonHer« tzen nochmalen / vnd abermaien: Der Will deß HErren geschehe all. zeit. Vnd soll ich in Armuht vnd Verachtung gerathen/ in allerley schmerzliche Kranckheiten/ ingros- se Angst vnd Berrübnuß meines Hertzens fallen/ ja solle die gantze Welt mit Krieg/ Pestikntz vnd an. dern widerwärtigen Zustanden an. gefüllt werden/ vnd solle alles vnder vnd j» gründ gehen / der Erdboden N ij sich ZMj V 'E tzj > imr-i erii L>8 Meines sicharissthun- vndzugleich MetAj iicher vnd höllischer Gewalt wider" mich stehe» / vnd an meinem Gui vnd Blut gewalchänge Hand an, gelegen/ soll« alsdann wie jetzt/ M allezeit / diß eintzig vnd allein meine Grdancken vnd Verrichtung seyn/ daß ich in stänem Ansehen vndD- rtachmng deineeGöltlichenVitter- lichen Willens / nach demselben, mein noch vbrig kurtzes Leben durch i deine Genad/ vnd mitvbenragiing alles Vbels/anstelle/ vnd mit W> eirrigung beyder/mich zumTodtvnb Seerbem wann/ wie vnd wo eSdir/ O mein GOergefallen wird / ohne vnderlaß richte vnd auffopjfere/vns mir dem büssenden David sagen: Wie liebe ich OHErr dein Eesatz/ ich gedencke den gantzenTagdnrB/ ikr! S»! A SÄ '.il«! Mykrhett-Büschlein. jch will dir freywülig Opffer thun. ^)HErr/ was soll ich dir vergelten für alle Wolthaten/ die du mir erzeiget hast? Ich will den Kelch deß Heyls nemmen/vnd detnenÄmnm anruffrn- Von deßwegen solle von nnnan dein Göttlicher vnv ewiger Außspruch auß meinem Sinn vnd Hcrtzen nicht mehr kommen/ die Welk sampr ihren Gelüsten berge« h«/ der aber den Willen GOrres thut/der bleibt in Ewigkeit. Darzn helffe mir IEfus/ Maria- Joseph/Amen. N nj Ein 2rs Kleines U Em Gebe« deß heyligm A Angufkilii. K Wer dises mit rewigem Herye»« " dachtig spricht/erlangtallwegenachytz tansent Jahr Ablaß/ vnd wer solch» M vierzig Tag bettet/ erlanget vollkoriD nen Ablaß/.ans; Begnadigung Bapft ^ Louifaclj Vl l i. vndLencäiÄilX. ! ! L) f>HErr/ währer'GOtt/ der bis ^ ^zu Erlösung der Welt hajiM^ len geboren/ beschnitten/ von Juden verworffen / von dem V« räkher durch den Kuß verrathen/^ bunden/ als ein unschuldigesLami auff die Schlachtbanck vndfi'M Richter/ Annam/Caipham/'M eum vnd Herodem ungebührlich^ fuhrt/ von falschen Zeugen angst klagt/gegeißlet/geschmächk/versMl mik Dörnern gekröm/mitFänD m> Sll s )M»I^ tdll Ml. Att- i/gr« -imi rd« MyrrhewBüschleitt. -rr tndRohr geschlagen worden / dem Angesicht bedeckt/ vnd dich deiner Kleyder emblössen/ an das Creutz naglen/ vndan dem Creutz auff- richten / vnder die Mörder zehlen/ mir Galt vnd Essig träncken / vnd mir einem Speer verwunden lassen. Durch dife seine Schmertzen vnd Peyn/ O HErr JEsn/ an welche ich vnwürdigergedencke/vnd durch dasheylige Creutz vnd deinen Todt/ erledig« mich von den höllischen Peynen/ vnd führe mich / wohin tu geführt hast den Schächer/ weichn mir dir gecreutziger war/ der du. mir dem Varter vnd heyltgen Geist wahrer GO« lebest vnd regierest in Ewigkeit/ Amen. N ittj Ein rr» Kleines Ein kurtzcs Grbettlckn/sch grosser Krasse / durch Hilff rvl, Leystand vnser lieben Frawen? eint» gewünschten vnd scelige» Todt Zuerlangen. Jungfraw / Königin da - Iungfrawen/ Höchster Teai. per der heyttgenDreyfaltigkeit/ eil! Spiegel der Englen/eine Leiter aller Heyligen/ vnd die gewisse Zufluchr der Sünder/ zeige vns an vnstm leisten End deinen lieben Sohn der. söhnet/ vnd deinglorwürdigesAn. grsicht/Amen. Ix Okronico Lrrtkus?ett»l lib.j. csp.i». S st r li r d « « MyrrheivBüfchleiir. rr; Am Gambstag. Erinnerung. H>Ie heylige Cacholische Kirchen ^hae vnser lieben Frawen alle vnd jedeGambstäg Mgeeygnettjhre Schmertzen daran zuverehren/ vnd jubehertzigen. Ein jeder Liebhaber Mari« wird nichralleinalleSamö- fiag / sondern alle Tag das grosse Hertzleyd vnd bittere Schmertzen vnser lieben Frawen mit einigem Gebe« andächtig verehren / sonderlich weil Chriskns IEsus selbflen denjenigen grosse vnd sondere Gnaden versprochen/ welche einen jeden Schmertzen mie einemVairer vnser vnd Ave Maria verehren würden. Vic« k?. Lreöenlr. ttsrolä. cap. rr. N v Erst rr4 Kleine« Erstlich will Christus einem seh chen Menschen geben Ersandimß b vnd genügsame Rew vnd Leydckr l< seine Sund. Zum andern / mit Rew die G b iichc Sund nachlassen. ! n Zum dritten / alle verlehm t< Tugenden nach seiner Mirwm.i ^ ckung in hohem Grad widerrimh ^ ersetzen. ^ Zum vierdten / wird ein Mir d Mensch leitchkicher in der Gens ti EOrres verharren / vnd nicht chir !> die heyligen Saeramrnt sterben, h Zum fünfftcn / will ChrijN ^ dem selbst / oder durch die heiM' ? Engel den Feind im Todlkanixss ^ abtreiben / vnd seine Scek / sovilss l> dieGerechtigkeit wird zulassen/chr daß Fcgsewr in Himmel begleiM! ^ ! Mynhttt'Büfchleitl. «s ssl. Wer wolre solche grosse Gena- H benzuerlangen/ mit krrrtzen Gebettet lein einen Tag vnderlassen? Dises zuthun / sollen vns auch zß. bewegen die klägliche Wort vnd er- i mahnung / welche die heylige Mut- ter GOttes selbst zu der heyltgen ,gr.l Brigitta geredk hat / also sagender iF Klaget vnd weynet mit mir/ O alle Menschen/Hr aber vor allen an- htt dern/ erbarmet euch meiner/jhr mei. „s ne Freund / meine Diener vnd Lieb- hne Haber / dann der allmächtige GOtt . hat mich sehr betrübt. Schawet aber vnd abermal fleissig an dise bittere lig«! Zäher/ vnddaßmitdemscharpffen Schwerst deß Schmertzens auffs lci tiefste verwundteHertz ewerMutter. hnr Wann aber jhr Menschen euch m. ^ nicht bewegen lasset / wann auch jhe M N vj mei- rr« mein« liebe Kinder / Meine andLch. itge Sodales / meine außerrvöhlii Seelen / meine Seufftzer vergcffit/ j fo lade ich hiemit Himmel vnd Er, den/dte Creaturen vnd harte Felsen/ daß sie sich wider regen vnd hören lassen / vnd insonderheit die Engel deß FridenS/ damit sie bitterlich m dirweynen. Diser erbärmlichen gesühreen KlagMariL sollen insonderheit ck Bruder vnd Schwestern der heß. gen Ertz-Bruderschaffr eingedenel seyn vndjhrefibenSchmtrMM sibenVarrer vnser/ vnd Are Maria/ sampr folgenden Geberrlein verehren. s-t-'i Lr.? st!" !«»! !>!>!-i eiili Di< Mynhcn'Büschlkin. rr? Diesckm Hertzleyd vnd Schmutzen Das erste Vatter vnser/ vnd Ave Maria. ^Eye gegrüsset/ O Maria/ du ^Mutter meines JEsu/ Owie sehr wünsche ich / daß alleKräfften meiner Se«len zu dir gerichtet wer, den/ daß ich dich in der Gedächmnß habe/ berrachten / deine Grnaden vnd Tugenden neben deinen grossen Schmertzen/ die du gehabt Hass von dem Tag an / daran dir der heylige Simeon das Scbwerdt deß Mit. leydcns vorgesagt / vnd die Marter deines Sohns IEsn verkündiget hat / darvon alle deine Frewd vnd N vijz Lust rr» Meines Lust mit Myrrhen vnd bittern Wer, ' much vermischt worden / vnd das von dcrselbenZeik an biß in das drey vnd dreyssigste Jahr deines lieben Sohns diß Schweröl in deinem Hertzen durchstochen getragen/ rnd das mitten in der Frewd dich jeder. - zeir die Gedächenuß deß Schmer, tzcns har betrübt vnd du keine M ^ lairrere Frewd gehabt/ die nie mit den Schmertzen/ZittemvndTrW. ^ ren deß künfftigen Leydens deines Sohns IEsu vermisch« weregeme. fcn. O allcrsüsseste Inngfraw/ dich bitte ich / du wollest deinen Sobn.! JEsum für mich bitren/daß er mich zu einem Nachfolger seines LeydenS vnd Gedult machen wolle/ samt ich alle Trübsal/ die er mir zuschick«/ mit Gedult mragen/imd ste als eine: , > ! ^ l ' 1 1 d >! , ! ii // lt >d ^ Myrrhen-Büschlein. rry Gcnad emnmunen vnd erkenne« möge. O Maria / durch disen deinen Schmerzn bitte auch für die armen Seelen im Fegfewr/ daß sie von allen jhren Schmertzen erlößt werden/Amen. . Das ander Vatter vnftr/ vndAve Maria. e^Eye gegrüßt Maria / du ^GOtt wolgrfälligste / vnd der gantzen Welt nohtwendigste Inng- frarv: Sceligifl/ der dich liebhat:' sccüg ist / der dich ehret: seelig ist/ der dich preysel: seelig ist/der dir auffden Dienst wareer: Aber tausennnal see- lig ist/ der dir durch ein frommes Leben nachfolget / vnd deine herzliche Schmertzen betrachtet. Ich erjn- ncredich/ O Maria/ deiner Angst vnd Kleines vidSchmertzen/so du sampk deine« h Gespons Joseph gehabe al6 du mit deinem Ktndlein IEsu in Egyp. p, renzufliehen/ vnd im Elend zuseyn bist du genöhtiget worden/also tndi«! I ser so eylfertigen vnversehenenvnd! w gefährlichen Reyß/auch in EgyM! r>i vil Mühseeligkeie / grosse Sorg/, § Angst vnd Schmertzen außgeflan« j ge den / die dir deines Sohns ILsu, . Armsecltgkeie / Verachtung vnd < Verfolgung gcmehree/ in dem du vnd Joseph / schwerlich mit Müde vnd A rbeie die Speist für das Kind IEsu bekomen mögen. O Maria/ erlange mir mit deinem keuschen Gespons Joseph von IEsu/ daß ich vnder aller vngestümme der Trüb« salen zu euch/OmeinIEsu/Maria vnd Joseph/ allein mein Zuflucht habe/ zu die ne> me fte> O. Myrrheft-Büschleiq. r;i l« habe/ euch suche / euch «muffe/ vnd ii! alles von «werHand Mich annem- me/ alles mir fanfftem Hertzen leyde >n, vnd mir Danksagung euch/O >t. > JTsu / Maria vnd Joseph/ vnbe. >d> weglich anhange. Ach strecke auch n > die mildtt Hand auß/ den armen I /, Seelen zuhetffen/ so mit grosser Hitz i«! gereinigerwerden- " > Das dritte Vatter vnscr / ^ vnd Ave Maria. ,e ^Eyegegrußt/Omirzutausent. d j mal gewünschte heyligeMaria/ ii! rudirseufftzeestättigkich mein Geist/ n i dich verlanget alle das innerste mci« ner Seelen / in dich verliebt sich mein Hertz Tag vnd Nacht/ es er. siewet sich mein Gemüht im Leib/ O allersussesteJungfraw/in deinem Lob/ r;r Kleines Lob/ in deiner Gedächmuß vnd vei>! ^ ehrung. Beynebens kragks auch ^ - ein herzliches Mitleyden mit bei, l ^ nem Schmertzcnvnd Leyd/ diedeia . gütig vnd zartes Hertz berührt / da ^ vu sorgfältige Mutter deinen gelieb ^, testen Schatz IEsum mit pilen ^ Seufftzen vnd Klagen drey Tag' ^ lang gesucht / mit grosser Mühe/ ^ Sorg vn Angst einen weiten Wetz ^ giengest/ deine weynende Auge» hin vnd her wendetest / fragende; Habt ^ jhr nicht gesehen / den meine See! ^ lieb hat? Weiß vndrohkister/ vn, > ^ der vil Tausenken arißerkohren/ der» ^ Massen schön / daß in der ganhen! .Welk seines gleichen nicht geftm^ den wird. Dir ward angezeigt das IEsus im Tempel den gamenTag gelehrt/ am abend bey den Häusern MMhen-Büschseitt- ^ vmbdie >vpelß vnd Herberg ange- halten / ja so gar anssblosser Erden/ mit emetmGtein vnderm Haupt/ geruhet habe. Ack mein JEsu / arm Hassouwollen seyn/ damit ich reich würde: das Allmusen Hass du vor den Häusern gefordert/ damit ich desto vcrkrawlicher an der Thür -einer Gnaden anklopffen dörff?e. O Maria / ich bitte dich durch Visen Sckmertzen / erlange mir bey JEsu die Genad/ daß / wann ich leyder durch die Sund GO« den HErrcn verkohlen / ihn hertzlich suchen/ vnd durch ftrncGenad wider finden möge/ Amen. Das »;4 Kleines Das vierdk Vatter vnser/ vnd Ave Maria. ^Eye gegrüßt / Q süße lieblich. ^stc Maria/ entzünde doch mein Gemüht mit deiner Liebe auff daß gebognem Leib/ mir blutigem An- / ! gesicht/vndDörngekrönkem Haupt >« ; zu der Statt hinauß geführt werde: ^ Du eyltestderohckben mit Johanne > vnd Magdalena / deinem Sohn r IEsu den Werg vorzukommen/ ' der dich mit erbärmlichen Worten i, anredem sagte: Sey gegrüßt mein > liebe Mutter/ ach sihe deinen Sohn/ ' welchen du geboren / ach sihe / wie > kläglich gehet er eylends zum Todt / > das Creutz trägt er selbst / daran er r gar bald sterben soll: Ich bitte dich l mein liebe Mutter, verlaß mich ntt ' in dtser meiner leisten Noht/ sondern ' folge r;s Kleines folge mir nach / vnd stehe mir Mütterlich bey biß in mein Irrstes End.! O Maria/ ab disen Worten ist drin! Hertz vrrsuncken/ vnd ein rödtlichtr! Schweiß ist dir zu peinemAngeD vnd allen deinen zarten Gliedern außgen ungen / dardurch du dein Leben hättest enden mögen / wann j dich die Göttliche Fursehuirg nichl zu größererPeyn vnd grössern Cren erhalten hätte. Durch Visen Schmertzen bitte ich dich/ OMa- ^ na / du wollest mich bey deinem lit- ben Sohl, wider zu Gnaden bringen/ durch deine Gunst Barmher- tzigketr erlangen / vnd von dem e«i- geiiTodk errerren. Laß dir auckM angelegen seyn für die iicbenSttlen jmmcrdardetnenSobnILsumzu- blttcn/daßfie erlGt weiden/ Amen- ( k! h V a r, tz gl « p> st r, «i Myrrhen-Büschlein. Das fünffle Valker vnser/ vnd Äse Maria- ETye gegrüßt/ O Cron vnd Zrerd aker Märtyrer / O Maria/ach daß ich nicht genug Wort hab außzusprechen die Gedancken vnd Begierden meines Heryens / SovilTröpfflein im Meer / ss vil Stern am Himmel / so vilBlätter an Bäumen / so vil Graßlcinanff Erden/ so vil seelige Geister im Pa, radeyß seynd / so vrl wölke ich Her, tzen haben/ dich zulieben/ so vi! Zun. gen/ deine Schmerlen außzubrei- «n / die du in deinem Heryen empfandest vnder dem Creutz/ als du sahest deinen Sohn IEsum / der dein eygen Fleisch vnd Blut war/ «uff dem armseeligen vnd harren Beth r;s Kleines Bech deß Creutzes in solcher erbärmlichen / elenden/ zerschlagnen/ verwundern / zerrißnen/ blutigen Gestalt hangen. Ach Maria/ niemand bilde ihm ein/ als seyest du al^ lein drey Stund lang beymCmi? gestanden/sondern gedencke/ du ha, best es drey vnd dreyssig Jahr ge- thau/vnd sage mit See Bonaren- rura: O Maria / wer in dein Her? hatte sehen können: derwurde gejagt haben / du stehest eine Marreryn neben dem Märtyrer/ gecrrutziger bey dem Gecrelltzigeen / vnd mit demselben Schwerst durchstochen/der- gleichenMarter hat nie keinMenscd gesehen noch gehört/ dann du haß selbst zu der heyligenBrigitta gesagi: Sein Schmertzen war mein Sch mertz/ weil sein Hertz weinHer? war/ Ac sey bei Myrrhen-Büschkei», rz, war / vnd wie Adam vnd Evavie Welt/ verkaufften vmb einen eintzi- genApffel/ also haben mein Sohn vnd ich die Welt erläßt mit einerley Hertzen. Ach Maria / laß deines Sohns vnd deine Gchmertzen allezeit vor meinen Angen schweben / mit mir wachen/ schlaffen/ arbeiten/ vnd in allen Dingen meines Her- tzens Trost seyn / vnd hilffden lieben ^ abgestorbnen Seelen auß aller § Nohk/ Amen. y Das sechste Vatter vrisrr/ vnd Ave Maria. (TlEye ztlvii rausenemalgegrüßt/ liebliche Jungftaw Maria/ Ach wird auch einmal eine Zeit seyn/ daß meine Seel in derSchooß dkmerLiebeentschlaffend/jhrer selbst !/ Ä vrr. -4« Kleines vergesse / vnd an dein IungsräiT chcs Hertz sich anleinend allen M chen Trost verwerffe / vnd alle vn ordentliche Begierd verdamme^ Diß ist die absonderliche GM/ welche ich begehre vnd wünsche/ deß deine Liebe mich gantz durchtrinK vndrrfüllr. O wann wird ich M dein seyn/ O wann wird ich ch ewig bey mir haben / vnd gantz wundtmir deinen Schmertzen/ Ä ^ hertzlicheö Mikleyden erjeigen/ Wi j dann deine Seel vnd Hertz mit» Schwerdr Simeonis sehr wundt / in dem du den Stick) dü Lantzen/damit dein SohnIW nach feinem Todt getroffen worM nm eben solchem Schmertzen empfunden / wie dein SohnwmeK- habt haben/ wann Er denselben^ b i! ,r, MyrchewBäschlein. bendt empfangen hätte. Vnmöglich ist es zusagen/ noch weniger zube- schreiben / deines Gemühts grosser JammervndElend/als bcinSohn dondemCreUtz abgenommen / vnd in deine Sctooß gelegt ist worden. Kein Mensch hak jemaien solche Schmerlen ausgestanden / so lang dieMelc stehet/ also / daß du / O Maria/ zuallen denen/ die dich an« schämten / wol sagen kZndrcst. O ihr alle miteinander / sehet doch/ ob ein Achmertz meinem Schmertzen zuvergleichen seye / Ich kan wol sagen/ daß dein Hertz/D Maria/ ein vberariß klarerSpiegcl deßPassions tvorden/ vnd ein vollkomnes Ebenbild deß Todes Christi. Ich bitte dich/ erlange mir durch deine bittere Schmertzen / daß ich der Früchten O ij deß r4? Kleines deß Leydens Chnflt cheylhaffu'g wer. ^ de / vnd nicht verliere durch meine ' Hinlässigkeit das jemge / was dein ' Sohn ITsirs mir erworben hol' ^ durch seine Genad/Amen. > ^ Das ftbendeVakter vnser/ > c vnd Ave Maria.! (2^ Eye gegrüßt/ O meine lieW i > ^Iungfraw/meine liebe vnd ßs^ ' fe HoffnungMaria/wann wird teß einmal ein so grosse Gnad finde» vor den Augen deiner Liebe / daßd« dich würdigest / michindeinItW fräwliches Hertz einzuschreiben/dn> der die Zahl deiner Liebhabenden! vnd Andächtigen/ mich andicke binden mit einem vtrauMMe» Band der Liebe/ dirsüsseGedächl« nuß deines honigstiessenden nieni s- !MyrrhewBüschl«in. »4; mens in mein Gemüht einzurru. ckm/ neben deinen vnerhörren Schmertzen/ die du gehabt hast in der Begräbnuß deines Sohns Mu/ dich so inniglich beklagend: Jetzt werde ich beraubt meines Bauers/ man nimmer mir meinen Bräuligam/ich verliere mein Kind ja ich verliere alles/in deine ich dich/ O mein Sohn IEsu/ allein verliere. Ach mein liebe Mutter / auß grossem Schmertzen hast du so bit' kerlich geweyner / dein Hertz vnd Glieder also mühd gemacht/ daß du jetzt auß abnemmung der Kläfften kaum zmBegräbnuß kommen mögen. Auß hertzlichem Mitlryden rede ich dich an/ O Maria/ mit den Worten deß Propheten Hierein!«/ sagenKWte bist du jetzt so gar allein/ O iij du »4-4 Keines du meine vnschuisigste Inngfraw/ k Wie bist du zu einer Witwen wen . den / du Fraw der Engten ? O liebe c Mutter / ich wolte dich trösten/ M ! ich weiß nicht wie ? Ich woltM l grosse deiner Schmerlen etwasnA , teren/ ich weiß nicht auff was weise i es geschehen möchte ? was ich dir l Dergleichen möge ? mit dem ich diih j »rösten solle / weil dein schaden ss i groß ist als das Meer? Du M ! sagtest der heyligen Brigitta/in dem dnjhrdeinHertz offenbartestMM Gedancken/ sagtest du / vnd min gantz Hertz war allezeit in dem Gmb Meines Dohns: Sein Leyden mr dermassen in meinem Hertzen ei» getrlrckc^chaß ich es Ber Tisch / !>» der meiner Arbeit / bnd allwe§ i» irischer Gedachmuß haltt/ so lE / « e r ir >r m n! in MynhemBüschlti«. -4s biß ich mir Leib vnd Seel in den Himmel auffgenomen bin. Durch alle dise deine Schmertzen bitte ich dich / du wollest mich armseeligen Sünder für deinen Diener an- nemmen / mich mit deiner Barm- hertzigkeik beschützen/ mit deiner Gükigkeit regieren/ mit deiner Süs- sigkeit trösten / vnd mir erlangen/ daß ich mein Lebenlang nichts ge. denckr / rede oder thue / welches dei. mn Schn IEsum/ vnd dich / O Maria/ beleydigen möch ie/A m en. Ich glaub in GOtt Vatter/rc. nk IN- V in ^Lieblichste Jungfraw / O ^wunderbarliche Murcer meines ILsu / Maria / O wie hoch bin ich schuldig / dich nach GOt< O iiij vor -46 Kleines vor allen andern zuschätzen/ zuw wählen/ zulicben/ zuwünschen/ zw betrachten / zuloben/ zuchren/ vnd dir zudienen: Dann du liebest mich auff das jnnbrünstigist / mehr als ein Mutter jhreygenesKind: Du hast das äusserste zarteste Mitleyden mir mir in meinen Nähten/ Anfechtungen/ Gefahren/ vnd Eelend.Du bist die Willigste/ mir zuhelsfen in allen Trübsalen: Du thust dich zu einem jeden kleinen Seufftzer vnd mein Hertzens Begierd gegen mir zum willigsten neygen: Du erhöreß mein Geben: Du thust vorlauter Mütterlichen Mitleyden deiner Barmhertztgkeic meine Laster nichl alifchawenDu vberwindest vor Vberstuß deiner Miltigkeit alle meine Begierden. O Wie kans doch seyn, He vn< G> De tzen au« der G Lie ger der soll Hc Lte gef sue me aus » ll« tv cb l/ >u eir h. )u in !» O >ir s !tk >ik h- or !lli MyrrhenESschlein. -47 seyndaß ich dich nicht von gantzem Hertzen liebe / sonderlich weil du so viiechZrte Schmertzen von meiner Sünden wegen hast empfunden? Dann es werden hundert vnd funff- tzig grausameHertzleyd vn Schmerzn gezehlet / die du gelitten/ hast auch breyssig tausentvnd neunhundert heisse Zäher / darundervii blutige Zäher waren/ auß Mütterlicher Liebe vnd hertzlichem Mitleyden gegen deinem leydenden vnd sterbenden Sohn vergossen. Derohalben so liebeich dich Q Maria / O meine Hoffnung vnd Gussigkeit/ vnd auß Liebe brenne ich vor Begierd/ dir zugefallen/ vnd die angenemste Dienst verweisen. Ach wolte GOtt/ O mein allerliebste Jungsraw/daß dir auß einem jeden Wort meines Munds/ - 4 ? Kleines Munds/ auß eioem jeden Tritt mei> per Füsse/ auß einem jedem Merck meiner Sinnen / auß einer jeden Bewegnuß meines Hertzens / vnd «uß jedem meinem Ahtem jmmer vnd ewiglich Lob vnd Ehr herfür gebracht werde ' Ich bitte dich/L Muerer der Barmherzigkeit / du wollest deinen beylegen fridstnm Schutzmantel ober alle LachoW Christen arrßbrciten/ vnd jhneu Krasft vnd Srärcke von deine» Sohn erlangen / wider alle Fe>»d ritterlich znstreikten / vnd hernach deß ewigen Fndens im Himmel cheylhafftigzuwer> ^ tzen/Amen. Myrrhen Büschleitt. 14? Amabendbmr dreyVakttr/ neb rrck den -lid ritt 'für dri ^ nrii seht neu M ti»d !0E M vnser / vnd Ave Maria / zu Lob der Mrheyligsien Dreyfalttgkeit / vnd j>1 Ehren der Brechung der heyligcn Al^en/ Gliedern vndtzertze« IEsu Christi amheylige» Ereuy. Das erste Varker vnftr/ / vnd Ave Maria. f>HTrr IEsu / dich bette ich ^an/vnd grüße deine liebliche Sonnenklare Augen/ welche wiest» grossem Schmertzen am heyligeN Lmitz gebrochen seynd: Ach klarer Spiegel/ Heller Morgenstern / O heitere Sonn/wie sihe ich dich/ vmß meinet willen so hoch geschwollen / so gantz blutig! Q jhr brittnen« de Diamanten / O jhr glantzendr Ehrystallen/ wo seynd ewere zam Flam» rzo Kleines Flammen/ daß jhr nicht mein durchmngekvndmik honigsüMt^C be verwundetAch ILsu/ wasK- ren deine holdseeligeArrgen ssrrPeff ^ in Anschawung deiner lieben M ^ rer grossen HertzenleydS/ Kummer/ ^ Angst/ Seufftzenvnd WeynenN ju der dem Creutz / biß endrlich W! Liecht deiner Augen in dem M ' Blut vnd Zäheren erloschen B erstürben ist am heyligen Creutz. 9 mein HTrr JEsu/ dich bittcich/ wann meine Augen brechen wem von dem Gewalt deß Todts/ so lest du mich anschawen mit den W gen deiner grundlosen Barnihrr- tzigkeit/vnd mir alleSünden vcrD hen/ die ich mit meinen Augerck- gangen habe/ durch den S^M tzeu Mari« / deren Bitterkeir ß t MytthtwBüschKi«» tsi groß war/ daß/wann fievnder alle r^'Creamr«n/dte lryden k-Ndten/ foltt sltk' anßgtcheylk worden seyn / dieselben ^>)» vor grossem leyd alsbald gestorben W «Lrrtt: Ich will htnfüran nichts Mschawen/ das deinen Angen wag «"»uwider seyn/Amen. Das ander Natter vnser/ vnd Avc Maria» >>lK tzMein HErr IEfu/ dich bet« ^ich an/ vnd erinnere dich der Brechung deiner tartestett Glieder an r>em H»Cr«utz: Ach Mein JE« sn/«as ltdttst dü an der Empfinde Weit deitterGltdrr für gkoffeMar. Nr/ nicht allein in deiner Jugend/ durch das stäke Wachen vndBetten hin vnd wider reysen/ in verWüsten »tirtzi-Tas vn- Nacht ohne Tach/ P ohne rsr Kleine» ohne Gemach/die blosse Erden/für deine Ligerstatt/sondern auch in bei. nem Leyven durch die Strick vnd Band/Geysel vndDörner/Schläg j vndSlöß/Vcrspeyung/vn schmerz liche Backensireich / biß endlich alle ^ deine Glider mit vnglaublichem Wehthumb am heyligenEreuß gebrochen vnd erstorben seyn. In an. fchawung diser Peyn wäre dem ^ Mütterlichen Heryen Mari« an. ' derst nicht als ob jhr gantz Inge. i weyd versehrt vnd zerschnitten wur, ^ j de. Q meine Seel / O mein Hertz/ s tvarumb waschest du nicht deint ^ Sund vnd Bößheit in den Zähern ^ der hochgeängstlgten Mutter Ma«. ^ rise / vnd in dem köstlichen Blnt ^ ILsu Christi? Ach wann meine ^ Glider brechen werden von dem. ö I u . Mytthen-Büschlei». rs» ^ Gewalr deß bittern Lodrs/ so verzey. 'i' he mir alle Sund / die ich mit mei« ^ nen Glidern keyder begangen habe/ ^! vnd mich auffncmmen wollest in ^ die Armb deiner Barmhertzigkeii / ^ Amen. e. Das dritte Vatter vnser / ,, vnd Ave Maria. " si^Tye gegrüßt vnd angebekeee O k' ^süßester HEn IEsu/ wo finde ^ ich dich O mein ITsu? fihe ich dich dann an dem Creutz ver- !/ scheyden O vnergründrliche vn« t ermeßlichc Liebe meines IEsu! " ^ Soll dann mein Schatz / mein Hertz / mein Varcer / voller Wrm« " den vnd Sckmertzen für mich am ^ Creutzjsterben! Soll dein nnldteS " > s»W liebreiches Hertz am Creutz / V Pij O ,54 Klctnr« O mein JEfu/ so jämmerlich zer« ^ brechen/ O Hertz vbcr alle Hertzen/ r ein Hertz/ das lauter Hertz isk/O ,, liebes Hertz JEfu / zu dir versarnb« ^ ^ len sich die Angesochincn/ in dir ^ stcn sich die Trawngen/mit dir hey. „ len sich die Krankten / durch dich gehen die Sünder in den Himmel/ 2 in dir ruhen iWglich die Pilger / § vnd die ins Elend verertben feynd. L> Hertz IL sn/ welches mit einer so / grausamen Lantzen verwunde vnd ^ -erbrochen/ wende dich zu mir/ ve» b wunde mir mein hartes Hertz/ gehe k mit meinem Hertzen vmb/ wie es z dir grfällt/zerstich es/ zerschneydr es/ -twenne es/ zerreiß es/ -erwähle es/ damit es vor lauter Liebe sür dich sterbe. O JEsu/ ich gib dir Hertz r für Hertz/ ich schenkte dir mein n Hertz, Myrchen-Büschleiir. rss ^ Hertz/ vnd von Hermen liebe ich dein so liebreiches Hertz / welches der al- lergröflen Lieb: vnd Diensten aller ! Crraturen würdig ist. O JEsu/ ' ntmb mein armes Hertz zu dir an '! «reinem End/Amen. , § Bitte auch täglich mit Andacht ei» Ave Maria / zu Ehren deß liebreiche» ! j heryens vnser lieben Frawen / sampt , ! disem Grbcttleln vnd Letancy. l f>Geben«deykcs Hertz Marir / i schönes Hertz meiner hertzlte- ' den Iungftäwlichen Mutter. Ich ? kan nicht vnderlassen/ mich zu dir k zuwenden/ vnd dich gantz demühliz / zugrüssen, welchesGOtt so «yffertg s vnd jnnigltch geliebt hak. O Hertz » Man»! weiches mir seinen soltrb« l reichen Seufftzeren die Mrnsch- »i Werbung JEsu Christi besürderr / / P iij vnd -;6 Klein?? vnd das Göttliche Wort deß ewigen Vatters zu vns gezogen hat. O , Hertz auß allen Hertzen das hevlig« , sie / vnd nächst dem Hertzen IElu § demMenschlichcnGeschlechr-amal« ^ lernutzlichflen: O Hertz / welches mir einer vnaußsprechliche iSorg. ^ fältigkeir das schöne Ktndlcin j IEsum aufferzogen / vnd alle ^ Work bewahret hat / welche sie auß! seinem Göttlichen Mund m die ^ drey vnd dreyssig Jahr gehöret hat: L) zarres Hertz Mariss/ welches sei«; nes gleichen nicht hak an Bestand, hastugkeit/ Sanffkmuhk vnd Gük-! rigkeit/ vnder der Verfolgung/ Vn« I billlchkeit / Sckmertzen / vndg^u. > samen Peyn vnd Marter/ die jhrcni > allerliebsten Sohn IEsu angethan worden.'OHertz aller gurenHertzen/ ^ Mynhen-Büschlein. 2^ n O Königin Maria/«ch schencke dei- ) nem heyligen sü-sen Hertzen mein i« Hertz/ vnd begehre der Gürigkeirl u Barmhertziqkeit vnd Gnaden dei. l« nes akerheyligsten Hertzens cheyl. s haffkig zuwerden/ jetzt vnd in der !' Smnd meines Todes/vnd n! lersien Achemszug / l< > Amen. Meine« Letaney von vnscr lieben Frawen. APrieeleyson, ^Christe eleyson. Kyrieelryson. Christe hörevns/ Christe erhSrevns. GOtt Datier von den Himmlen/ erbarm« dich vnser. GOtt Sohn «rlöser der Welt/ erbarm dich vnser. GOt heyliger Geist / erbarme -ich vnser. Hryiige Dreyfaltigkeit / einiger GOtt/ erbarme dich vnser. Hey- MynheN'Büschlti». rs?» Heyltge Maria/ ^ ^eyligc GebärermGOttts/ I Hcylige Iungsraw aller Iungfrawm/ Mutter Christi/ Mutter der Göttlichen Gnaden/ Allerrcimste Mutter/ Aüerkeuschcstc Mutier/ Vnbefleckte Mutter/ Duvnberührte Mutter/ Ö liebliche Mutter/ Wunderbarltche Mutter / Ein Mutter deß Ersckaffers/ AllerweifesteIungfraw/ Cbrwürdigiste Iungsraw/ Lobwürdige Iungsraw/ > Mächtige Jungfrau»/ Güitge Iungsraw/ Gelpewe Iungfrgw/ ^ P » Du Bitt für vnS. -6o Kleine« D« Spiegel der Gerechlig.1 ketr, Du StulderWeißhett/ Du Vrsach unser Frewd/ Du Geistliches Gefäß/ D« Ehrwürdiges Gefäß/ Du sonderliches Gefäß der Andacht/ Du Geistliche RooS/ Du Thrrrn Davids / Du hclffenbeiner Thurn/ ^ DuguldensHanß/ DuArchdesiBrmdts/ Du Tl'ür deß Himmels/ Drr Morgenstern/ Du Skärckerin der Schwa. chen/ Du Zuflucht der Sünder/ Du Trösterin der Betrübten/ Du Helfferin der Christen/ Äst Bitt für VNS. Mynhen-Bäschlei». ^ Du Königin der Engeln/ Du Königin derPatriarchen/ Du Königin der Propheten/ Du Königin der Aposteln/ Du Königin der Märtyrer/ Du Königin der Beichtiger/ Du Königin der Iungfra- wen/ Du Königin aker Heyligen/ Du Lamb GOnes/ welches du hin« nimmest dir Sünd der Welt/ verschone vnser O HErr. Du Lamb GOcees/ welches du bin-, ntmmest die Sünd der Welt / erhöre vns O HErr. Du Lamb GQties/ welches du hin- nimmest die Sünd der Welt / erbarm dich vnser O HErr. Christe höre vns. Christe erhöre vns. P vj HErr KkeiM« HErr erbarme dich vnser. Christe erbarme dich vnser. HErr erbarme dich vnser. Vatter vnser/rc. Gebett. ttrRder deinen Schutz vnd - - Schirm fliehen wir O heylige Gebärerin GOttes / verschmähe picht vnserGebettin vnsetnNöhttn/ sondern erlöse vns allezeit von al. ler Gcfährligkeit / O du Glorwür« rige vnd Gebenedeyre Iungftaw / vnser Fraw/ vnser Mittlerin/ m- fer Fürsprecherin/ versöhne vns m«t deinem Sohn: befiblevris det. nem Sohn: fürstelle vns deinem . Sohn. i ^.Bitt für vns/ O heylige GOtttS ' Gebärerin. «.Daß Mvrrhtn-Büschltil». -6; ^ ^ r/. Daß wir würdig werden der ! 8 Verheissimg Christi/ Amen. ! '! Mit nachfolgendem Gebettlei» kau Z ß Man achyig tausem Jahr Ablaß vnd ' > DerZeyhung der Sünden erlange«/ ss ! esse e» andächtig gesprochen wird. > Wie solches «u Rom bey S. Johann in Laterans / auff Marmelstcin gehn- wen/Zusehen ist. k f*iHErr JEsu Christe/ aller- j! ^süssester Vaner/ dich bitte ich j> durch die Frewd/so dein allerlieb- l fie Mutter Maria gehabt/ als du jhr in der Nachr deiner Äusserste hung glorwürdig erschienen bist / ! du wollest mich erleuchten mit den E «j » Gaben vnd Tugenden deß heyli- ' s !l gen Geistes / damit ick würdig H ' werde/ die gantzr Zeit meines Le- E ? den» alle Stund vnd Tag deinen -E mi den. !» r«4 Klein«» heyligen Willen zuvollbringen. Der du lebest vnd regierest mit GOtt dem Vareer / in Einigkeit deß heyligen Geists ewiglich / Amen. Em Mittel/ die Genad/ wol zu sterben/ mit drey Ave Maria zu- erlangen / sampt folgenden Gebettlem/ wie die tz. Mechtild von vnftr lieben Frawen selbst ist gelehrt worden. Lx lib. i. Zrsrire lpirit. cap. 72. Das erste Ave Mana. f>Ehrenreiche Fraw/ O beylige ^Maria/ gleich wie GO» der Vatter durch seine Allmacht dich gar mächtig gemacht hat: Also flehe mir bey in meinem Sterbstundlein/ vnd treibe von mir allen rvi« drigen Gewalt/ Amen. Myrrhen-Düschkeki. rck, Das ander Ave Maria. f>Ehremeiche Fraw/ O heylige ^ Maria / gleich wie der Sohn GQtkee dich mir so grosserErkandt- nuß vnd Klarheit begnadet hat: Also wollest du in meinem Sterb- stündletn meine Seel mirErkandt, nuß deß Glaubens erleuchten / vnd mein Hertz storchen/ daß es durch kein Jrrchumb noch Allwissenheit verkehrt werde/ Amen. Das dritte Ave Maria ^Ehrenreiche Fraw/O heylige ^Maria/ gleich wie der heylige Geist feine Lieb in dir vollkommen hat etngossen : Also wollest du in meinem Todt die süsseste Göttliche Liebe mit eingüssen/ damit alle herbe Bit- r«L Kklne« Bitterkeit in Süssigkeit -tttttdttt werde/ Amen. Vndtrlaß nicht/ O Mensch/ Stündtlich / wann die Vhr schlägt/ »aufem Tag Ablaß zu, ' verdienen / welchen Leo X. vnd Paulus V' verlyben haben/ wann man die heylige Mutter GOtttS mit einem Ave Maria . grüßt/ vnd vmb «in fertiges Skerbftündlein bittet. Mankan auch kürzlich sagen r O Mutter der Barmhertzigkrit/ Du wöllst mich jetzt vnd allereit/ In FeindS/tn Todes/ in alle» Gfahren/ Mit mütterlicher Hand ßewahren. bluffe auch offt im Tag JEsum/ Mariam / vnd Joseph andächtig vmb vnd Beystand an / mit disem klci» nen Schuy tzebettlrin. GS; ^ VkstNhtwDüschseitt.'^V re? Gelobt seyd vnd gebenedeyt/ Von nun an biß in Ewigkeit / IEsus/Maria/Joseph. In ewercn Schutz besihle ich mich/ Hie zeitlich vnd dorr ewiglich / Vor meinem Todt dielekstc Wort/ Mir schließen auffdeß Himmels Port/ IEsus/ Maria/ Joseph. Nie kommet ihr auß meinem Sinn/ Jhrwißkdaßich gantzewer bin/ i Mein Frrwd vnd Trost ru aller ? Zeit/ ! IEsus/ Maria/ vnd Joseph seyd. Ein r«S Kleine« Ein schöne Offenbarung/ wrlchc Christus IEfus Vnser HErr dem heyligen Alberto/ Dischoffen Zu Cölln gethan/bannn Zusehen/ wie die guten Merck allhie anffErden von GOkt so hoch gerühmbt werden. ^Er heylige Albertus/ als erbe- ^gierig gewesen in erkündtgung Zubringen / auff was Weis er den Willen GOltes besieg vnd fügsamer pflegen / vnd demselben nachkommen möcht«/ hat er rufsrdrrst grosse Bußwerck gethan- Eines Tags/ als er in einer absonderlichen Capellen Meß gelesen / vnd das hochbeylige Sakrament in seinen Händen hielte/ sprach er: Mein .HErr JE su Christe / ich werde dich > MyNhM'Büschleiii. r-k» ! dich nicht anß meinen Händen las. ! fen / biß so lang du mir offenbarest/ j> «uffwas Weis vnd Weg ich besser ' reinem heyligen Willen naehgele. Len möge? Da hörte er eine Stimm » ! auß der heyligen Hostia/ alsospre. j chend: Du hast mich gezwungen / ! j! ! dichzurrkören. Derohalben wisse/ ^ daß du neun Smck in disem gegen, k wärtigen Leben/mir angenemb- u vnd dir nützlich/ wirst thun kön- i! ' nrn. j! i i Erstlich / daß du in deinen Le- ! , öenszeiten ein Pfenning vmb mei. ! i nee willen außgebest: Dißistmir ^ I vtl lieber / als wann andere nach . reinem Todt mir für drch «inen güldenen Berg schenckren/der biß ium Himmel gelangett. Zum »70 Kleines Zum andern / ist mir weit lieber/ daß du in difem Leben ein ein- ^ tzigen Zäher vergießest vmb meines bimm Leydens vnd schmrrtz« ' lieben Todm willen: Ars wann nach deinem Absterben andere für > dich einen ganzen Brrmnen Zäher ! »ergiejsen thäten. Drittens/ daß du dich vmb GOttes wegen von dem Schlaff erbebtest / vnd zum Gebe« gehest: Ist mir angenemmer/als wann du -eben kausenr bewaffneter Märr- ! ner fortschicktest vmb meines Na- > mens willen wider die Vnglaubt« ! genzustreitken. j Vierdtens/ daß du alles/was dein Nächster thut / nicht böß auß« i legest: Diß gefallt mir weit mehr/ ^ als wann du sibengantzerIahrin bloß MyrrheN'Düschleln. »71 bloß Wasser vndBrodt dich nehm» sollest. Fünsseens/ daß du allen deinen Feinden von meinetwegen verzey- hest: Diß ist mir lieber/ als wann du - biß gen Sr. Jacob in Galitien entblößt vnd baarfuß giengest/ dich disctplintrttst / daß man durch ganzen solchen Werg dein Blut fünde. Zum 6. daß du von niemand einiges böses Vrcheyl schöpftest: Diß ist mir vil annemblicher/ als wann du alle dein Haab vnd Gür- ker den Armen schenktest / vnd dein Lebenlang in blossem Wasser vnd Brodt lebtest. Zum fibenden/ daß du dichge, ringer vnd schlechter achtest / als alle Kreaturen r Vnd diß geliebt mir vmb r/r Klein« vmb wett mchr / als wann du vßer alle Gewässer Brucken bawetcfi/ ' oder ohne eintzigen Lohn alle fürüber Reyscnde beherbergest. ' Achtens/ daß du selbsten mich i bittest, auch durch andere mich bitten lassest: Diß ist dir verdienstlicher/ als wann nach deinem Todt alle Heyligen für dich betteten. Lerstlich/ daß du allen weltlichen !j Trost vmb meinetwillen lassest: Ist mir annemblicher / als wann E du eine Saul / so von der Erden l biß zum Himmel langete/ aussrich- tetest/ vnd voll mit scharpssen ^ Schermessern besetztest / vnd durch solche biß auff den Jüngsten Tag > z hinauffstiegest. Dife Offenbarung hat man ! ! d durch, vralte Tradition vnd Her- ^ ' ' koiu- ! Myrchln-Büschlcln. r/; ' kommen / vnd wert aller solcher > Innhalt dem Göttlichen Willen -! ganz gemäß / als ist sie hierbey ge- j! setze worden/ damn sich ein jeder Mensch bcfleijse / erwann ein gutes ! Werck vmb JEsu vnd Marise ^ Willen / vnd seiner Seelen zu !! Heylvndgmem ^ zmhun. ! Kleines MytthtnEüschletn. >?i Auffopfferung Dlft-Mn«» leinF. v. 0. IL8V c^Mi8'ri, Deß Eingebohrnen Sohns GOlkcs hochschmrrtzltchrn Mutter ^ L I Dnd Kömgm aller Marlßttk' K «Ma- O » Kleine» Maria/wem sott tchanderst (ttächst deinem grbemdeyttsim Göttlichen Sohn IEsu/dem Mann der Schmertzen/ kern König aller Märtyrer / welchen du selbst ein Myrrhrn- Büschlein genendt/ Cank. r. (ka5cicu1u8 ^rrliL, OUeMu ineus) dises kleine Myrrhen- Büschleiä auffopfferen vnd schencken/ als eben dir/ -9 Mutter der Schmertzen vnd Königin aller Märtyrer/9 Maria/weilen ich alles/ was ich bin/alles was ich suche vnv erwarte/ nächst G9kt/ von dir/ Myrrhen-Büschlein. r-7 -ir/als meiner tiebenMuttrr/ habe vnd erwarte f weil ich dir L> Maria/ gantz zugehöre/ drineCrearur bin/vu hast mich aufferzogen zu priesterlichcr Würde befürdert/ zum dienst -etneö Sohns bernffen/im Geistlichen Stand erhalten/ in vklen gefährlichen Reysen trew!ich bewahret/ durch dein gutthätiges zuthun mir nicht allein die grosse Genad erlanget in dem genadenreichen Ärth/in deiner hochheyligen von G-Ott selbst geweychten Capellen vndAlkar zuEinsid- len/ das erste L>pffer der hey» «Q ij iigen -7» Kleine» ligen Meß zuverrichttn/ son- s dern auch hemach/vnd biß da- t to/zu Ehren deines hochgebe- s nedeyrenAltersSzmaldaselb- l sten zu Celebricrn. Ebenmäs- ^ « sig auch in deinem Nazareti- s schenhochwürdigenGeburt-- r hauß vnd Cammer zu Lore- « then (zu Lob vndGedächmuß § der drey vnd dreyssig Jahren/ l welche dein Sohn JEsus aL » hier auffErden bey vnsMen- > schenkinderen gewöhnet/vnd t an disemL-rth/durch Krafft k deß H. Geists/ Mensch wor- k den/von Maria vnd Joseph l aufferzogen) drey vnd dreys- f Mykchttt-Düschlti«. »7- sigmaldas hochverdienstliche Mcßopffer G-Öttdem himli- schen Vatter auftzuopfferen/ durch dein MütterlicheGnad mir bewilliget worden/daselb- fim ich dich/ Maria/ für mein gnädigeKSmgin,§raw/ allerliebste Beschützerin/ vnd Mutter erwöhlet habeAuEr- kandtnußdiser/ vnd anderer »nzahlbaren Wolthaten vnd Vrsachen/ derentwegen ich deiner vnerschätzlichenGütig- keit auffs höchste verbunden bin/ erscheine ich vor dir/ -S Maria/ Mutter meines JE- su/mich in die tiefte meiner er- »Q iij nidri- r!» Kleines nidrigung vnnd Nichtigkeit werffend/ befihke mich in den nen Schirm/ pra-sentiere deiner grossen Barmhertzigkeit dises einfältige klerneMyw hen- Büschlrin/ knpend/ vnd . verehre dir es weynend/mit aller möglichster Demuth/ vn- derthänigstem Respeek vnd Ehrerbietung / von gründe meines Hertzens / damit! es dir fetzt attgenemb / vnd ! disem deinem vnwürdigfim > Diener vnd leibeygneKnecht! ^ in seinem kelsten Sterbstünd- ! ! lein ersprießlich scye/ Amen. i I. O I..8. ' VotMN Myrrhen-Bäschkitk. E VOT'V^I ^ V 1 tt 0 L. I 8. ALVthertzige fromme Ca, ^tholischeChristen/andäch- rigr Diener vnd DienerinIe- su vnd MariL/ werden ver- hoffentlich meiner/ ich sey lebendig öder todt/ nicht gar vergeffm/ sondern mich armen Sünder mit etipann einem hertzlichenSeufftzerIE- su Christo rn ^eine heyligsie fünff Wunden vnd Göttlichen Schutz/ MariL in ihre Mütterliche Schooß vnd H. -Q itij Kür- Aürbitt wissen zubefehlen/ weil ich ihnen zu gutem drß Büchlein inTruek verferti, ger habe. Gebrauche solches ^ fieissrg/ Christlicher Leser/ es wird dir vil gueegeisiliche vnd leibliche Früchte mitbringen/ w elche ich dir mit einem newen glückseeligenJahr/vnd glückseliger Ewigkeit/ auß gantzem Hertzen wünsche/ von JEsu/Maria/vnd Joseph. Solothmn/ In Verlegung Johann Jacob Bernhards. <5: Lo»r^rrL«»r^ttLo»r^»§ttA»' Gedruckt durch Michael Wehrlin, Im Jahr, L 6 s r.