Ein Vaterländisches Trauerspiel ' in - Fünf Aufzügen . von I I. Zimmermann, Professor in Luzern. aufgeführt Durch eine Gesellschaft von Bürgeren in , Solothurn den 27NN und zoten Brachmonats, 1790. Mit gnädigster Vewilligung Solothurn Gedruckt bey Joseph Gaßmann Hochoberk. Buchdrucker. O * » . »- f V -- -^! V , > 7 > ' . v § z, G G SL-rlach — was braucht es mehr , als der Name dieses grosen Mgnms um Uns mit einem zahlreichen Zuspruch zu beehren? Seinem HeHeiMUthe hvt. Bern eigentlich seine Größe und Mache zu verdanken, die Wir itz^ bewundern^ furchtbar auswärtigen Feinden, aber eme ^feste Vormauer für die FHyheirr^- der übrigen Eidegenoffen. ' Wir befürchteten das Interesse der Zuschauer zu schi§äche.n, ^)enn wirO Ihrer Neugierde durch einen historischen Jnnhall von dem traurigen Ende^ des Siegers bey Laupen zu vorkommen würden. Wir verweisen daher alle.- auf die Vorstellung selbst, oder im Falle, daß man ihr nicht abwarten-könte,* auf des berühmten Johann Müllers Schweizergeschichte, wo man den ganzen ^ Stoff dieses Trauerspiels im kurzen beysamen finden wird. Der liebenswürdige Verfasser, dessen Andenken noch immv «jedem vate^ ländischgesinnten Solothurner heilig seyn sollte, benutzte den ziemlich magern ^ Stoff, und formte ihn in ein Trauerspiel um, daß den Beyfall Ms wahren Kenners verdient. Er wußte auch die damalige Einfall der Sitten, und Genügsamkeit mit Wenigem, verbunden mit dem grasten Hej.dengeiste, der selbst» die am Rande des Grabes stehende Greise noch belebte, so lebhaft darzustellen, daß man sich in jene selige Zeit versetzt zu seyn glaubt, die so viel HeldsN'als Männer auszuweisen hatte. Freylich haben sich Unsere Sitten geändert, und folglich auch Unser Geschmacke was ehmals Schön und Edel war, scheinkheut zu Tage ins Lächerliche zu fallen. Man würde also dem Verfasser sehr unrecht thun, wenn man dieses sein Stück nach dem Maasstabe heutiger Sitten beurtheilen wurde, die jenen Unserer Väter gerade entgegen gesetzt 'sind. Was uns betrift, so haben wir für itzt Nichts zu erinnern, als daß ein hochzuehrendes Publikum noch fernere Nachsicht für uns haben wolle; unsere Absicht war rein und gut, und gewiß von allen jenen gehäßigen Nebenabsichten^ weit entfernt, die uns letzhin ein gewisser Jemand auf eine so niederträchtige * Art unterschieben wollte. Er mag es auch iyt thun /wir werden deswegen mit nicht minder ruhigem Herzen die Bühne verlassen, als wir sie letzthinchetreten ' haben. Weil auch diese Einnahme zum Beßten eines Waysenknaben bestimmt ist, so » hoffen wir, ein menschenfreundliches Publikum werde sich wieder gerne dazu ver- » stehen , auf den tten Platz 8, auf den atm 4, und auf den z ten r Bazen zu » bezahlen. ^ Der Anfang ist beyde Täge Abends auf den Schlag 5 Uhr. ^ * persone»' - > .07 * Rudolf von Erlach , Ritter. ^ Margreth, dessen Tochter. 4 van Rubens ihr Mann. ^ Rudolf von Rudenz , sein Söhntem.. 'Gerinann chon Habstättcn , Erlachs Nachbar Molß^uig, Erlachs Waffenknappe. ^?.Gid und Iobst, dessen Kleinsöhne. ^Ru^Z,«Knecht des von Rüden;. " Hanne , Erlachs Magd. ^ '..'7 Die" Handlung ist*auf Erlachs bandst- Retchbach unweit Bern an der Aare. . 1. Hierauf folgt : - ' Die reiche Erbschaft, Ein Lustspiel in einem Aufzuge. ^ Personen: Jürgen /«tn Dauer. ^Kanche»« seine Tochter, wildorf - , - .Prokurator Storch. >i .7 Franz Storch, sein Sohn. ^ » , . Die Handlung ist In Wien. - „ ^ .- O>- M ' jjV ' 7 ? >