TRAGOEDIA- Das ist: M»i> öes »eilen SENECA on dem Undank mit dein Uvd belohnet ralrersptel. Auf öffentlicher'Schaubühne vorgestellt/ on den Mchulettdek Gesellschaft JU su ZuS^lo'thurn, Den sten und.'stey^zerhstrkwnats/ XlsGjs. _ In Hoch - ObrigßeiDtzcher Buchdruckerey, Bey Phili'sta>Ä Es rüsten Wind, und Zeit. Die Götter lieben dich lllhssens werther Sohn t Du rvahlest dir die Winde, selbjr. >Ich denk du siehst noch Hemden,stillen Acheron. Telemach. Mein Freund! inein Mmtor l gehabt euch wohh. Schon morgen wird ltzyß von eurer treuen Liebe wissen. Mentor. Ach Unbrsimnener t so hab jg> dich umsonst der Götter-Räch entrissen T Folg deme, der dich liebt T «zrnd der dir weißt zu rathen, Iezt weil es Zeit, und Umstand noch gestatten. Telemach-. sÄch! höre mich nur an, «Mentor. Ach '. höre mich nur an. Gesang. Teleinach.. . i. Ich lieb den Waeton , ich lob den frechm Sinn, Der Kühne weichet nicht, Der ihn von unier-Erd riß an die Sterne hin. Bis Rad und Seile bricht. Wie jagt er durch die Straß der wilden Pferde Hat es ihm schon nicht geglückech Wuth, Hleibt sein Ruhm doch uuverrücket. Und brennt vor Eifer mehr, dann von der Wär ich nur phäbus Sohn! strengen Gluth. Wär noch ein Phaeton. IchlobderrTheseus. ich l5bed.ie GeWr e / Wär doch ein Hector noch Ich weiß, wer Theseus, und-w« MA^wF. Nur ein Bahn ist mir noch offen, üic brechen mir den Schlaf: ssr dM m Die mir Theseus vorgeloffen, _ , iir, "l an . th f ( . T ^ ‘.'•V, Sie bringt Gefahr und Ehr: Schon Abenteuer leer, und bleib rch .mrbeKnnS?. Trutz ! Lerberus es >vebr' Warum liegt Troja doch ? *' K . J ' 4 - £ «rentor. Ich sieh es felbsten wohl^ ,Mn Telemach es ist beschlossen - Du eilst zur Hollen - Pforten. Glück dann zu deiner Reiß, Das es dir mög gelingen Viel Ehre zu erringen. *■ Nur wann du dir annoch so viel befehlen kalkst, Hör, wie dein Mentor denkt. Phöbus! dessen milde Hände Küßt das frohe Morgenlande. 4 phäbuo! den die Stunden kennen, Und dich ihren Vater nennen, * ' Mach die sterblichen der Erden Durch dein Beyspiel kluge werden. G e sa n g. r. Dein starke Hand nuiß siegen, Wenn auch die Pferde scheu: Du läßt den Wagen fliegen, Und ruhest nur darbey. Diß kommet dir von Klugheit her Der Tugend Leite-Mann, Der dich von Nord und Suden fer Hält bey der Mittel-Bahn. Telemach. Mentor! ich kann nicht Nur inunter Charidon! 2 . Der Zage Klugheit lobet, Den bleudt'der Tugend Schein: Und den: tzas Herz nur fobcf* Kay auch vermessen seyn. **' ß gelingen, : beschwinget, ' ; Ich l'che schon dre schwarze Frosch um Lethens Wie tief er in den Geist ohn Leib mit seinem Ufer springen. Degen dringet. Ich hör die häßlich Eulen Er reißt, es kan nicht fehlen, Aus hohlen Krusten heulen. Des Theseus Gesellen Wie kercht der Hollen - Hund ? Der Bestie aus dem Schlund. Ach! ach! Mein Telemach! Die Höll kein Rath , Kern Mentor hat. Wie baid wirst du zurück aufdeme Pfade sehn ? Wie bald wird dir das Blut in bangen Adem stehn? Ach! Ach! rc. Vielleicht wirst du die Zahl de? Tantal,ben; mehren, Und deine freche Brustwilder Geyer nähren. Ach! ach! rc. . Zweyte Abhandlung der SängL^ . Der böse plag-Geist des Tyrannen Nero bringt die Schattenbilder, der,ermordeten Germaniens und Agrippina aus dem Reich der Todten herfür, uftd quälet die Ruhe des Schlafenden mit Angst und Schrecken. • ' Plag-Geist. Schattenbilder des Germanicus und der' ^.Zrippiria. plag-Geist. D» schläfst, Doch Senecafchlaft nicht, Der , wie ein grimmer Löw An feiner Höhle liegt, Bis er ein schwächers Wild In seinen Rachen kriegt. Es wachen auch phaon, auch die versthworne Rott, Bis die Gestirne sinken, Und bis das ersteLicht will auf bett Hügeln blinken. Mach nur Her; und Augen zu, Du hast es schon versehen, Du wirst bald nach der Ruh Zu Ceres Eidam gehen. i. So, wann der grimme ,Thracer Wind Von dem grauen HcmuckM Auf der Amphitriten Bahn Zu Wittern sich mit Ernst beginnt, Steigen aus des Abgrunds Kruft Sand, und Erd an schwarze Luft. Die wilde Wolken toben, Des blauen Salzes Zorn steigt in erhitzten Schaum: Bald gießt ein See von oben, Iezt kracht das Seiten-Brett, jezt sinkt der Mastcbauni. Gesang. 2 . Denn erthöttnt ein kkaglichs Flehen: Grüne Götter sehet her . Durch das Himmel weite leer! Wer hat jeinahl dort 'gesehen t Das ein kühner Mateloi Schläft gestreckt in Mcher. Noth? So schlafe dann Tyrann l laß wachen deine Waffen r Schlaf wie Tyrannen schlafen. Ihr Schrecke-Geister! kommt heraus Von der hörnen Pforten her, Aus des Morpheus finsteren Haus. Mtenbild Der sieben Sternen Joch ist Noch nicht abgewandt: des » Wir säumen nicht, Germsnicur. Uns folgen auf dem Fuß Verwirrung, Schrecken, Forcht, «Und was dergleichen noch hat Morden angericht. Gesang. Schattenbild des Germanien;. Schattenbild der Agnppfaa. 9Zcitt! Unglücksslisser! der Rhadamanth, Schau das zerrissne Herz, sieh dort die schuldig der Hollen.Hund, Brust, Und Pluto innern strengen Reiche, Weil du Tyrann! sie hast gesogen, Und die Tantalider sind kein Geschwaz, -kein Trink das vermischte Blut, des mörderischen Fund, ' TiegersLust, Und Fabel einem Traume gleiche, So du aus unsern Adern zogen. Auch diffeits des Gestads, des bleichen Cha- Trink, schwitze kalten Schweiß, -erstarr vor ron See, - Angst und Pein, Hie.ist Jxions'Rad , daist Tisiphone. Um die nicht Titius dort wolt erlöset seyn. vlaa - Geist?: Was zeiget New diß? wir wollenes errathen, Ehe dreymahl sich die Sonn zum guldnen Widder neigt, bist du, was ich em. kalter Schatte». : Was sorgest du mach Atropos? Wann alle Ding auf Erden Grad ungrad hin durch blindes Loos -Gut, oder böse werden ? Bleib wohl gedeckt, schlaf Kummerlos In des Verhängnis Schovß. O. A- M- D. G