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BROWNHILLS POTTERY COMPANY, TUNSTALL.
Für den Kunstfreund wie den Ge-schichtsforscher ist es von hohem Interesse,
kunstlosen Rankenwerk, das als schwarzeGlasur auf den naturfarbenen Grund auf-getragen wurde, ging man weiter zuphantastischen Nachbildungen der Thier-und Pflanzenwelt. In der Folge überzog
die deeorative Behandlung der Arbeitenaus gebranntem Thon von ihren Anfängenbis zu ihrer heutigen Entwicklungsstufe
Brownhills Pottery Company, Tunstall,Staffordshire, sind durch den Glanz derFarbengebung, vor allem aber durch ihre
reine Formenschönheit, in welcher sieden Vorzug des Materials, sich der
man das ganze Gefässe mit der dunklenSchmelzmasse, indem man das Muster inder natürlichen Färbung des Thons her-vortreten liess, bis durch die Herstellung
zu verfolgen. Das erste rohe Gefäss, dasder schlichte Naturmensch mit seinenHänden formte, blieb ohne jedeVerzierung;
künstlerischen Idee am treusten anzu-passen, zu voller Geltung bringen, für
später kratzte man ein würfelartigesMuster in die Oberfläche ein. Von dem
der farbigen Glasuren und durch die ,
Anwendung aller Principien der Ornamen- ;tik auf diesen schönen Kunstzweig der-selbe die höchste Vollendung erreichte, j jeden Kenner von hohem artistischenDie einfachsten Thongefässe der ' Werth.
ist bei aller Zartheit äusserst cffectvoll. Wir finden in derAusstellung auch Proben einer neuen, dem Steinzeug ähnlichenFayence, die sich durch die glasartige Struktur und durch dieFestigkeit des Materials von den älteren Arten unterscheidet
und in Form von Vasen, venetianischen Flaschen, Schildernund Platten, hauptsächlich in Blau, Weiss und Gold decorirtauftritt.
Die Firma Doulton stellt einige Schalen von bedeutendem