z ! 4 Feldzug vorn Jahr 1672.
Todten belief sich von fünftausend Mann, die zum Gefecht angeruckt waren, auf zweytausend fünfhundert; der Verlust der Holländer, die Gefangnen mitgerechnet, nochweit höher. Die Officiere thaten sich ungemein hervor. Desalles, Hauptmann vonNavarre, der die detaschirten Trupps commandirt hatte, wurde mit zwey Schuß ver-wundet , ohne aus dem Gefecht zu gehn, und blieb von dem dritten. Ein Hauptmannvon Picardie wurde mit zwey Hieben und einem Schuß verwundet, und ließ mitdiesen Wunden die Brücke bauen, auf welcher der Herzog mit den Truppen von UtrechtGemeinschaft haben sollte; Feuguieres, Tallard, Bouflers, Desbordes, Lardiniere,der Chevalier Souvray, le Titlet, l'Estand Maisonpre', la Salle, Morton, Neuchelle,Maregnet, Hottmann, Stouppa, der Graf von Meitly, Deflandes und Raousselwurden dem Könige besonders genannt. Deslandes und Raoussel, Officiers von derInfanterie, warfen, als der Herzog die Dragoner zum Angriff der spanischen Reuterin den Vorstädten anzurücken befahl, sich ihm zu Füßen, um den Angriff bey der In-fanterie zu erhalten. Der Graf von Mcilly, Oberster vom R^iment Normandie, derstets seinem Regimente vorgegangen war, hatte bereits die Pallisaden der letzten Schanzeerreicht, als ihn ein Schuß in die Lende traf, davon er fiel, ohne weiter zu können;er blieb aber auf seinem Posten und rüste dem Regiment zu, so daß jeder, durch feinBeyspiel ermuntert, das Seine gethan. In den ersten Relationen, die der Her-zog all den König gesandt hatte, ward der Graf von Meilly zu erwähnen vergessen,und dies gieng dem tapfern Mann durchs Herz, so daß seine Wunde, all der er vorhinzu genesen schien, von der Zeit an schlimmer wurde, und er verstarb. Kurz vor sei-nem Tode erhielt er vom Prinzen von Conde', der ihn kannte, einen Brief, ihm Trostzuzusprechen, es war aber zu spät; doch legte er ihn mir Freuden unter sein Haupt,um auf demselben zu sterben. Der Marquis von Genlies wurde eine Zeitlang epilirt,als er aber sich gerechtfertigt oder Freunde gefunden hatte, wieder begnadigt.
Gegen diese Zeit der Unternehmung auf Woerden war es, daß die Armee derDeutschen nach Frankfurt am Mayn gerückt; und als dieselbe einige Wochen daraufden Uebergang über den Rhein zu unternehmen geschienen, beschloß der Prinz von Ora-nien, auch von seiner Seite gegen die Gemeinschaftslinie der Armee des Königs inHolland mit Frankreich zu unternehmen. Der Anwuchs der holländischen Armee zuder Zeit, da die französische täglich sich minderte, das Bündniß, das Spanien nun-mehr eingieng, ein eignes Corps aus seinen Besitzungen zusammenzuziehen und offensivmit demselben zu agiren, und die Hoffnung, die man sich von der deutschen Armee amRheine gemacht hatte, bestätigten sämmtlich diesen Entschluß. Der Prinz versah die
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