Erster Abschnitt.
SS ö n dem menschliche» Gehöre.
I. Von dem Bau und den Verrichtungen der Gehörwerkzeuge.
2Zl.
^)ören ist nichts anders, als eine schwingende Bewegung vermittelst der Gehörnervenempfinden. Eö kann zwar, wie im zweyten Abschnitte des vorigen Theiles ist gezeigt worden,auch ohne Er'nwürkung der Luft eine schwingende Bewegung durch eine Strecke von festen odertropsbarstüsfigen Materien den Knochen des Kopfes und durch diese den Gehörnerven mitge-theilt und sodann auch als Schall empfunden werden; am gewöhnlichsten aber geschieht diesesvermittelst der Luft durch mehrere dazu bestimmte äußere und innere Theile des Ohres.
A n m. Den hier nur kurz zu beschreibenden Bau der Gehörwerkzeuge erläutere ich nicht durchAbbildungen, weil ich es für unnöthig halte, das, was schon so oft in Abbildungen dargestelltist, nochmahls darzustellen, und dadurch das Buch zu vertheuren. Diejenigen Leser, welche sichdurch den Anblick genauer davon unterrichten wollen, werden leicht Gelegenheit haben, eines vonden nachher zu erwähnenden mit Abbildungen versehenen Werken zu erhalten.
2Z2.
Die menschlichen Gehörwerkzeuge befinden sich auf jeder Seite des Kopses in und andemjenigen Theile des Schlafknochens (os temporum) welcher der pyramidenför-mige Theil, oder wegen seiner vorzüglichen Festigkeit auch der Felsen theil (pars petrosa)genennt wird. Die Gestalt dieses Theiles ist einer liegenden Pyramide ähnlich; die Grund-fläche liegt mehr nach hinten und außen, und hängt mit den beyden andern Theilen des
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