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Um die Mitte dieses Jahrhunderts florirte Hiero-nimus Cdrdani, so zu Pavia, im obern TheilItaliens, im Jahr 1508 gebohren mar, und zu Mailand1575 den 2i Scptbr. starb, wo er mcdicinische undmathematische Collegia gelesen hatte. Ein Mann vonvorzüglichen Gcistcsfahigkeitcn, der ganz für dieAstronomie gebohren zu seyn schien, wofern er seinegroßen Kenntnisse dieser Wissenschaft nicht zu astrologi-schen Prophezeihungcn gemisbraucht hatte. Er wolltedie Astrologie, welche durch eine große Menge Fehler,und irrige Meinungen der Gelehrten ganz lächerlichgeworden war, wieder in Ansehn bringen. — Manhat von ihm Cominentare über des Ptolemai: Quadri-partitum, worinne auch sein Buch, das erst nach sei-nem Tode bekannt wurde: von den Eigenschaften und Ein-fluß der sieben Jrrsterne,desgleichen von den 12 Beyspielender Nativität, und noch einige andere mit beygcdrukt, undzu Basel 15 7 8 in Fol. herausgekommen sind. BtanchinSTafeln der schiefen und geraden Asccnston nach derBreite von 45 Gr. kamen durch ihn zu Nürnberg1547. 4. nebst dem Buch: betittelt: >. „ varietatererum, cap. 47, machina planetar. nach PtolemaiGrundsätzen heraus, welches Heinrich Zeising wiederim I ten Theil seines theatri machinarum, so zu Leip-zig 1612. 4. herausgekommen, auf der 114. @. u. f.deutsch eingerükt hat. Im 1 oten Buch dieses vorhergedachten Werkes im 59 Cap. S. 774. giebt er einesonderbare Beschreibung, Ephemeriden zu bearbeiten,an, wozu er ein Planetolabium, so aus einigen Cir-
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