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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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sterne, desgleichen von dem scheinbaren oder poetischenAuf-und Untergang derselben. (öd» Almanach nbvumoder Ephemeriden auf n Jahr, nemlich von i;;2bis 1562, nach dem MittagScirkel von Venedig, sindmit der Jsagogik der Astronomie, und denen Abhand-lung tt: de electionibus, revolutionibus annorumet mutatione aeris, zu Tübingen 1553* 4. zusammenherausgekommen, wobey er einige verbesserte Stellen derAlphonsinifchen Tafeln benutzt hat. Nach dem Ricrio- 1lus S. 42. soll er schon, zur Verbesserung des Calen-derS, im Jahr 1537 astronomische Observatione» an-gestellt haben.

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Wiilhelm der iv. Landgraf zu Hessencassel, einFürst, der sich vom Jahr 1561 bis 1592 noch aufkünftige Jahrhunderte hinaus, durch die Ausbreitungund Verbesserung der Astronomie, einen unsterblichenNahmen gemacht hat; lies nicht nur durch seine beydenvortreflichen Astronomen: Christoph I^lithmann, undJustus Byrg, Beobachtungen des Himmels unauf-hörlich anstellen; sondern er schätzte auch diese Wissen-schaft so hoch, daß er oft selbst mit auszeichnendem Fleißund Genauigkeit, die mühsamsten Observationen an-gefangen und vollendet hat. Er lieö zu dem Ende zuCassel auf dem Schloß ein Observatorium anlegen,das mit vielen astronomischen, und dazu nöthigen In-strumenten ausgezieret war, worinne sowohl bey Tageals bey der Nacht Beobachtungen angestellet werden.konnten. Diese Hessischen Observationen, welche Tycho,