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licher Seiten, er liebte diejenige, welche er eben liebte nicht weniger wieJean-Iaegues die seine . Sein „Fall" ist keineswegs eine Ungeheuer-lichkeit, ja nicht einmal eine allzu seltene Ausnahme. Man begegnetvft genug fein gebildeten Menschen, die von höchster Empfindung beseeltsind und die beim Anblick des Meeres oder selbst nur des bescheidenstenErdenwinkels eine wahre und tiefe Herzensbewegung gewinnen, währenddie Schönheit des Gebirges sie völlig kalt läßt. Warum soll man ihnendeswegen Vorwürfe machen? Die Natur ist so verschiedenartig in ihren
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Die „große Eisgrube" in Griudclivuld.
Stich auS den , Schweizcrlnldern" von Zurlauben (1780).
Formen, daß man Wohl nach seinem Geschmack unter ihnen wählen darf,ohne seine Neigung anderen anfzwingen zu müssen. Was mich angeht— ich bitte nur Verzeihung, daß ich persönlich in Erscheinung trete,aber um besser den Nächsten zu verstehen, muß man sich selbst öftersprüfen — genug, ich bin nach dieser Richtung hin sehr wenig durch-gebildet. Ich bin begeistert für das Gebirge, aber gar nicht empfänglichfür die Schönheiten des Meers, und zwar trotz der herrlichen Schilde-rungen, zu denen es so viele Dichter und auch Chateaubriand begeisterte,der so schlecht vom Mont-Blanc sprach. Aber ich fühle mich keineswegsgedrückt im Gedanken an diese Unvvllkommenheit. Ich gehe selbst weiterund lege mir die Frage vor, ob man trotz des von Byron im Manfred