Der Alpinismus.
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Selbstverständlich handelt es sich nin „erste" Besteigungen- denn „denGipfel in den Fnßstapfen des Führers zu erreichen, der schon zwanzig-inal oben war, ist nichts anderes, als einen wehrlosen Gegner zu miß-handeln. Aber sich selbst den Weg suchen, wobei mau nur aus derEntfernung und unter Benutzung des Feldstechers die Hindernisse ab-schätzen, danach den Weg feststellen nnd den Plan im Kopfe fassen kann,ehe man entschlossenan die Ausführunggeht, ja, das ist dasWahre. Oder wennman je nach Umstän-den ändern muß, umdann, wenn es auchnicht gleich beim erstenMale gelingt, das Ge-birge näher zu studie-ren. Endlichbesserun-terrichtet, immer undimmer wieder anzu-laufen, bis schließlichder Sieg errungenward — das nenntinan großes Spielmit schönen Partien."
Zu diesem Ver-gnügen kommen an-dere hinzu: DieFreude an den schönenAlpenlandschaften —also körperliches und geistiges- mit einem Wort das vollkommene Ver-gnügen, das man nirgends sonst als auf wirklichen Höhen findet, weildiese einzig „den Gedanken zu den äußersten Polen schweifen lassen".Javelle^ greift den Gedanken ebenfalls auf uud sucht den „Klettereien"eine, wenn man so sagen will, „poetischere" Erklärung zu geben. Er-findet in ihnen die Befriedigung des Doppelinstinktes, der den Menschen
r Louvsuil's (tun uipinist«. 2">° Hdition. Imrrsmnio, 1". I^nvot, 1872; indemAufsätze «Louveuirs da clsux vtös».