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Organische Verbindungen mit 14, 16 und 18 Atomen Kohlenstoff / Leopold Gmelin ; bearb. und hrsg. von Karl List und Karl Kraut
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Chinolin.

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&iftig zu sein. Gerhardt. Die wässrige Lösung tödiet Blutegel.

0)5 Gr. mit Wasser im Magen eines Kaninchens macht convulsivisches Zu-rückwerfen des Kopfes, mehrere Stunden anhaltende Prostration der Kräfte,keine Erweiterung der Pupille, dann Besserung. Bewirkt ins Auge gestri-chen Contraction der Pupille. Uoraiann. Reagirt alkalisch auf Lack-mus und Curcuma, Gerhardt, Bromeis; nur auf Dahlienpapier, Hof-masn. Färbt weder wässrigen Chlorkalk, noch Fichtenholz. Runge,

18 C

N

7 H

108

14

7

Hofmann. Bromkis.

Mittel. Mittel.

Aus Steinkohle. Aus Cinchonin.

83,72 82,36 82,76

10,85 11,27

5,43 6,30 6,00

CiSNH 7

129

100,00

99,93

Maass.

Dampfdichte.

C-Dampf

18

7,4880

N-

-Gas

1

0,9706

H

-Gas

7

0,4851

Chinoliu-Dampf

2

6,9437

1

4,4719

Früher wurden die Formeln C 16 NI1 8 von Hofmann, C ,6 NH n O von Gkr-hakdt, C'SNH« von Bhomkis und endlich die beiden C I8 NH 7 , welche Laurentschon früher gab, und C 2U NH 9 von Gerhardt (Tratte 4, 149) aufgestellt.Auch nach Williams hat das Chinolin von IIofmann und Bhomkis Lepidinenthalten.

Zersetzungen. 1 Chinolin verbrennt beim Anziinden mit leuch-tender, rufsender Flamme. Hofmann. 2. Es verharzt sich an der Luft.Hofmann. 3. Es verändert sich beträchtlich beim Destilliren fürs >eh, Gerhardt, läfst geringen, gelben Rückstand. Hofmann. Die vonHerhardt beobachtete Veränderung beruht nach Broiieis nur auf

Wasserausscheidung. Auch konnte Gr. Williams die Dampfdichte bestirn-Jhen, was Hofmann, wohl wegen Verunreinigung seines Chinolins, inifslang.t Ve rgl. oben.)

4. Chlorgas verwandelt Chinolin augenblicklich unter heftigerWärme- und Salzsäure-Entwicklung in schwarzes Harz. Hofmann.Chinolin in ein Chlorgas enthaltendes Gefäfs getropft, bildet gelbesHel, das durch Wasser zersetzt wird und weifse unlösliche Substanzhinterläfst. Gr. Williams.

5. Brom bildet mit Chinolin und wässrigen Chinolinsalzcn ähn-liches Harz wie Chlor, das sich nicht in Wasser, aber in Weingeistund Aether löst und amorph wieder abscheidet. Hofmann.

6. Beim Behandeln des wässrigen Chinolins mit einer Mischungv on Salzsäure und chlor saurem hall bedeckt sich die Flüssigkeitschnell mit einer Schicht orangerothen üels, das beim Erkalten zurz 8hen, nicht im Wasser, aber in erwärmtem Weingeist leicht löslichenMasse erstarrt, die beim Erkalten amorph niederfällt und mit Salpe-tersäure keine Pikrinsäure bildet. Hofmann.