Buch 
J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
Entstehung
Seite
70
JPEG-Download
 

Villen.

70 Bibliothek.

Inhalt, als nach ihrem Aenßern, Bücher-knnve. Bibliologie, >. die Lehrevon: Buchcrtvesen; 2. Abhandlung vonBibeln. Bibliomanie. Büchersncht.

Bibliophilie, Bücher-Licbhaberei.

Bibliothek lgriech.!, Sammlung van

Büchern, Büchersaal. Bibliothekar,der die Anflicht über einen Bnchersaal hat,Bücheranfseher.

Biblisien , die, welche sich ausschließendan die Bibel halte» und die menschlicheTradition verwerfen. Biblijllk, Bibel-kunde- Bibliolatrie , Anbetung derBibel. Bibelvergöiterung.

Bichon (franz. sprich: Bischong),ein Löwenhündche».

Bicinium (lat.), Doppclfingstück;auch Tonfliick für 3 Trompeten, Hörner.

biconcav (lat.), doppelt, d. i. aufbeiden Seiten Hohliund.

hiconvcx llat-1, auf beiden Seiten rund-erhaben.

Bicornen (lat.). zweihörnige Thiere.

Bidet (fran;.), 1. Klepper, kleinesPferd; 2. Lehnstuhl; 3. Waschbock.

Biduum (lat.), zweitägige Frist, Zeitvon 2 Tagen.

Biennium lat.), Zeit von 2 Jahren.

biennal, zweijährig.

Iiioovenu (franz. spr.: b iengwenü),willkommen.

Bifurcation llat.), die gabelförmigeTheilung bei Pflanzen, Adern u. s. w-

Bigamie (griech.), Doppelehe, wennein Mann zwei Weiber hak. bigamisch,zweiweibig. Bigamist, ei» Zweiweib-ler, einer, der eine Doppelehe eingeht.

bigarrs (fran;.!, buntscheckig. bi>garrire», buntscheckig machen.

bigot (franz.), scheinheilig, frömmelnd,andachkelnd. Enie Bigotte, Fromm-lerin, Betschivester.Bigotterie, Bisgortismus, Frömmelei, Andachtelei.

Bifou (franz. spr.: Bisch») Kleinod.

Bijouterie lsprich: Bischnteric),Galanterie-Waaren, kleine Putzwaaren vonGold, Silber und Edelsteine», Geschmeide.

Bilanz (lat.), l!,I«»ee (franz.), Schluß-Rechnung oder Ausgleichung, wo man Ein-nahme und Ausgabe, Gewinn und Verlust

Forderungen und Schulden gegen einanderstellt. bilanziren , Einnahme und Aus-gabe mit einander vergleichen, Rechnungabschließen.

Bilboquet (sr.) jdasj. l. ein in Frank-reich gebräuchliches Kinderspiel, das darinbesteht, daß mau eine an einem Fadchenbangende kleine Kugel auswirft und in einer,am Ende eines hölzernen Stäbchens sichbefindenden Höhlung aufzufangen sucht;Fangstöckchen, Kugelfanger; 2. Gaukel-mannchen.

billav (lat.), die Galle betreffend.biliOS. gallicht, gallsüchkig.

Bill, ist in England ein dem Parla-mente zur Untersuchung vorgelegter Vor-schlag, zu gesetzlichen Verfügungen, alsoein Gesetzesrntwnrf. Er ist schriftlich ab-gefaßt, und wird in beiden Häusern drei-mal verlese», ehe er angenommen, unddem König zur Sanction vorgelegt werdenkann. Ist diese letztere erfolgt, so verwan-delt sich die Bill in einen Parlaments-schluß, und wird zum Gesetz.

Billard, l. Balltafel, ein großer mitTuch überzogener und hohem Rande verse-hener Tisch, worauf mit elfenbeinernen Ku-geln gespielt wird; 2. Balltafelsoiel.Bille, Spielkngel, Ball. billardiren,den Ball bei einem Stoße zweimal berüh-re» , auch beide Balle sprengen; 2. vonPferden, mit den Vorderfüßen auswarkStreten.

Billet (franz. sprich: Biljet . k.Ei» kleiner Zettel, z. E. Entrse-Bil-let, Euilaß-Zettel; B isi ten - B ille t,Einladnngs- oder Besuch-Zettel; Lotte-rie-Billet. Einlag-Zettel i» die Lotte-rie; Logis-Billet, Einauarticrnngs-Zettel der Soldaten; 2. ein kurzes Drief-cheu. 3. E. B i l lc t dou x (spr. Bill ehduh>. ein Liebesbriefchen. billetire».1. an Waaren kleine Zettel anhefte», aufwelchen der Preis, hie Nummer und Ellen-zahl oder dergleichen geschrieben ist; 2. mitHcrbergszekteln versehen. Billeteur(sprich: Billietöhr), der Qnartter-Zek-kelschreiber.

Billion ( lat. tausendmal tausendMillionen, eine Million Millionen.

Billon (franz. sprich: Bills ong>,schlechte, "verrufene Münze. Billosnage (sprich: B illjonahschHandel