Pqrtologie. .
partologie, Geburtölehre.
purtout (franz. sprich: partuh), 1.überall; 2. durchaus, schlechterdings. —c'esl partout connne ehe/. nous, (siede r'esttaut coiums clw?. nous,, eS geht anderslvowie bei uns, allenthalben gleich zu.
(lak.,, die Berge kreise» (lind in Kindes-nötheu), es tvird aber nur ein kleines Mans-che» gebaren werden. Dieses Sprichwortbraucht man twn denen, die viel verspre-chen »nd groß thun i» Worten, aber inder That wenig leisten.
La-tus, partus (lat.J, t. die Ge-burt, Niederkunft, 2. das geborne Kindselbst. — parius ubortivus, Nllzeitige Ge-burt, Fehlgeburt. — Paulus iinnniiurus,frühzeitige, ulireife Geburt. — Paulus le-glliuius, eheliche; z» rechter Zeit erfolgteGeburt. — Paulus supposilullus, unterge-schobenes Kind. — Paulus vuigo guaesitus,uneheliches Kind.
parulis sgriech.1, Zahngeschwür.
I'auuu«, parüre (frz.), Plitz, Schmuck,Prunk.
paruste (griech.) , Wiedererscheinung,Wiederkunft Christi.
k>auvuu» , Parvenü t franz. sprich :Parwenüh), ein Mensch, der ohlie ei-gene Verdienste, bloß durch Gluck ausNiedrigkeit und Armuth schnell emporge-stiegen ist, ein Glückskind, Emporkömmling.
Parzen, siehe pareen-
I>as, Pas ! franz. sprich: Pah), t.illder Tanzkunst, ein künstlicher. takcinaßigerSchrill; 2. eil, gewisser Gang des Pfer-des, Antritt, Dreischlag; 3. Meerenge,z. B. Pas de Calais.
Pascll > Gleichwurf. Wurf der nämli-che» Zahl auf zwei oder drei Würfeln-
Pascha flink.), vornehmer Beamter inder Türkei , der Statthalter einer Landschaftund zugleich Befehlshaber der darin befind-lichen Kriegsvölker ist. Den vornehmstendenselben werden zwei bis drei Noßschweifevorgetragen. — Paschallk, türkische Statt-halte! schuft, Gebiet eines Pascha.
Pascha, Passah lhebr.), das Ueber-schritt- oder Schonuligsfest; das indischeOsterfest, (nach 2. Mos. 12. 2Z—27,.— paffrch Mahl, Osterlammsmahlzeit,Ueberschrirksmahl.
Passade. 37S
Pastgraphie, Pasigraphik sgr.),die Allgemeiuschrift; die Kunst, sich durchallgemeine Schriftzeiche» allen Nationenverständlich zu machen. Schon Leibn itzhatte die Idee einer solchen allgemeinenZeichen- oder Schriftsprache gefaßt, undsich mit der Erfindung dieser Kunst beschäf-tigt. Ein Gleiches thaten nach ihm imJahre 1772 Kalmar a»S Ungarn; dann
1747 Professor Wolke in Petersburg;
1748 Siccard von Paris und seithernoch Mehrere; bis setzt aber ist das Prob-lem ungelöst geblieben. Das Nämlichebezeichnet das Wort Ideograpbik. Ei-nige sprechen auch von Pasilalie, undPasiphrasie, wodurch die noch schwieri-gere allgemeine Tonsvrache angedeutet wird-
pasma (griech.), Streumittel.
Pasquill (ital. u. franz.), Spott-,Schmäh-. Lasternngsschrift; bat den Na-men von Pasquills, einem wegen seinerwitzigen Einfalle und beißenden Spöttereienbekannten und vielbesuchten Schuster, dervor mehr als dreihundert Jahren in Romlebte. Eine kurz nach seinem Tode unweitseiner Schüsse, stnbe ausgegrabene schöne,aber stark beschädigte Bildsäule erhielt vomVolke den Namen Pasquinio (danebenbeißt sie auch Marforio), und ward seitdieser Zeit häufig mit Witzworten. Saty.ren, Spottrcden n. s. w. bebefret, die manPasquinaden hieß. — pasqutllairt,einer der Pasquillen verfertigt und aus-breitet, ein Schmäh- oder Schandschrift-ler; überhaupt jeder grobe Verleumder,Lästerer- — pasqutllanktscH, schmäh-schrifraicig, ehrenrührig.
paß (franz-), 1. Reisescliei». Freibriefzu ungehinderter Antretnng oder Fortsetzungdes Weges, Geleitsbrief, (auch Passe-psrt); 2. Durchgang, enger beschwerli-cher Weg; Z. ein gewisser Gang der Pferde,da sie den Vorder - und Hinterfuß aus einerSeite zugleich schnell erbeben. — Paß-gänger, ein Pferd, welches den Paß
geht.
passabel (franz.), leidlich, mittelmäßig,erträglich.
paffacnllle (franz. sprich: Passa-kalje), 1. ein langsamer Tanz mir an-miiihiger Bewegung; 2. ein dafür einge-richtetes Tonstilck.
passade (franz.), 1. Durchreis-, Durch