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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Zend-Avesta.

eise,er. zelotisch, eifrig. KelSttypie, 1. Eifersucht; 2. Naclieiferuug,Feuereifer.

Kend-Avestn (pers.), das lebendigeWort, Sammlung der heiligen Gesetze desZaroaster, des Lehrers und Gesetzgebers derPerser. Kend-Gprache. todte Sprachein Persien, worin jenes Buch geschrie-ben ist.

Aenith (arab.), der Punkt am Himmelgerade über unserm Kopfe, der Scheitel-punkt, im Gegensatze von Nadir (siehediesen Artikel).

Keilt, siehe Cent.

Zentral, Kentrum, siehe C-

Keolith (griech.1, ein Edelstein von bellund gelblichweißec, selten von gelber oderrötblichweißec Farbe; feine Kieselgattung,die sich nur in und auf ander» Fossilienfindet; der Sprudelstein, Brausestein.

Kephyr lgriech.), 1. ein kühler, ausder Abendqegend herkommender, sanfterWind, Westwind; 2. feines, leichtes, wol-lenes Zeug. zephyrisch , sanft wehend,leise, zart. Daher: Zephpr-rrtig, Ze-phyrleicht, ». s. w.

Kerabsche, türkisches weibliches Ober-kleid.

Kerdutsch, Kerdust, siehe Aoro-aster-

Keremonie, u. s. s., siehe in C-

KerS lital.j. Nulle, Nichts, die Nichts.Ziffer.

Kerte, Karte (vom lat. franz.

cbai-le) , eine besondere Art von Urkundenoder Vertragen, die auf gleichem Bogenzweimal geschrieben ist, der dann in derMitte eckigt oder geschlangelt zerschnittenwird, so daß beide Theile an einander ge-paßt und dadurch die Aechtheit der Urkun-den bewiesen werden kann.

Zeruane Akhersne, das ewige Uc-wesen der alten Perser, dem Ormuz un-tergeordnet ist.

Kerumbeth, wilder Ingwer.

Kestä, Ketä (griech.), warme Dampf-bäder.

Ketetik (griech. >, Kunst, durch FragenWahrheit zu erforschen, sie aufsuchen zulassen- zetetlsch, suchend, erfragend.

Zivil.

KeugMtt (griech.), Verbindung zweierHauptwörter oder Satze durch ei» Zeit-wort, das sich nur zu dem einen schickt,so daß eine Ergänzung Statt findet.

Zeus (griech.), siehe Jupiter.

Keveerg, der Goldwolf, besonders inNordafrika und Südasien.

Kibeben. siehe Rubeben.

Kibeth , starkriechender weißlicher Saft,welchen man von der morgenländischen Airbethkntze erhält, die ihn in zwei Säcke»zwischen dem After und den Geburkstheilenträgt: er hat einige Aehnlichkeit mit demMoschus.

Kider, siehe Cldev.

Kiffer, Zahlzeichen-

')

Ktndeltttffet (auch Gendel), leichter,dünner Tastet, Futtertaffet.

Zilidiklteil, die Freigeister und Athei-sten unter den Mohamedanern.

KniZoUn, Kingoillt, rothe Schakti-rung, welche die Färber den Zeugen mitFärberröthe geben.

Klon lhebr.), 1. ein Berg in der ehe-maligen Stadt Jerusalem, worauf der-ii!g David eine Burg und Kapelle hatte;2. die kirchliche Gemeinheit mit dem Ne-benbegriffe von Rechkgläubigkeit. Daher:

*) Zigeuner, der Name eines herumschwei-fenden betrügerischen Gestndels, von gelbbrau-ner Farbe, welches eine eigene Sprache und Ge-wohnheiten hat, die auf einen indoftanifchenUrsprung schließen lassen. Viele treiben Ge-werbe, sind Roßhandler, Schmiede, Kesselflicker,Wahrsager, meist auch Gauner, und durchge-hend^ sehr unreinlich. Am häufigsten halten siesich in Ungarn, Siebenbürgen, der Moldau undTürkei auf.

**) Zink (Spiauter)^ ein bläulichweißeSgeschmeidiges, aus dem Galmei und der Blendegewonnenes Metall, welches nach dem Quan-tum des beigemischten Kupfers die NamenMessing, Tomback, Prinzmetall. Pinschbeck,Semilor bekommt.

***) Zinnober, eine Verbindung deS Queck-silbers mit Schwefel vermöge der Sublimation.Dieses sckflm im Alterthum bekannte Pigmentist sehr nützlich zu Qehl- und Wassermalerei,zum Färben des SiegellakS, zum Polieren desStahls u. s. w. Als sehr fein zerrieben bildeter den Vermillon.