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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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111
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Besondere Wohnungen der Winterschläfer,

Hl

des Ltingcnsaclies gegenüber, unterscheidet man das abgerun-dete Kalk-Geröllc mit dunklen Conlourcn, und wenn der Kalkdurch Säuren aufgelöset worden, in dem häutigen Ucberrest,in einzelnen Fällen Zellen von der Form des Pflaster-Epithe-liuin's.

Von Helix liispida, deren ich mehr als 20 im Herbste 1844aus einem Walde mit zu Hanse nahm, und in einer grossenSchale, in der jedoch keine Erde war, anfbewahrte, bildetekeine weder einen Kalkdcckel noch häutige Deckel. Aber al-le Tlnerc dieser Art starben im Winter. H elix bortensis,Hel. fruticum und Hel. arhustorum, deren ieli von jeder Artviele Exemplare in derselben Schale anfbewahrte, bildetenkeine Kalkdcckel, wohl aber 2 bis 3 häutige Deckel, an denender kleine Kalkfleck der Respirations-Mündung gegenüber ge-wöhnlich vorhanden war. Bei einer Helix arbiistorum warein solcher Deckel ganz weiss und kalkigt, obgleich nur dünn.Alle Exemplare von Sueciuea putris, deren ich im Winter18* 4 / 45 mehr als 100 auf bewahrte, hatten sich (Erde war inihrem Behälter ebenfalls nicht) durch einen dünnen häutigenDeckel an den Rand des Behältcrs, oder den Glasdeckel be-festigt. Dieser häutige Deckel lag am äussersten Rande derOeflhung des Gehäuses. Weiter nach innen folgte bei man-chen noch ein zweiter, bei andern selbst noch ein dritter häu-tiger Deckel.

Planorbis corneus und Limnaeus stagnalis, die beim Ge-frieren des Wassers, in dein ich sic aufbewahrte, in ihre Häu-ser sich zurückzogen, verschlossen diese ebenfalls durch ein-fache oder selbst doppelte, häutige, weiche Deckel.

Von Limnaeus pereger sagt H. Sclioltz 1 ): das Thier sollim Winter das Wasser verlassen, doch kann ich hier aus eig-ner Erfahrung nur Rossmässlers Ansicht, cs verberge sieh

*) a, a. 0. 8, 95,