236 Zehnte* Cnpitel.
überdies mit dem Liquor pericardii und Liquor peritonei er-miscliten.
Erman *) dagegen zeigte wie man auf eine einfache Weisebei Helix pomatia durch Entblössung und Eröffnung des Fcr-zens das Blut rein und unvermischt in grosser Quantität er-halten bann. Nach Erman hat man, so lange die Pulsatioiendauern, gewöhnlich 20 — 25 Gran aufgefangen. Alliniligfliesst aher noch mehr ans. Ein Thier hatte durch Vcrhliitmg76, das andere 77 Gran verloren. Erman vermuthet, dass nicliVerschiedenheit der Jahreszeiten sich verschiedene Bliitniciifcnfinden müssen, weil die Thiere, je nachdem sie fasteten olerfrasseu, an Gewicht ah- oder Zunahmen. Im Juni betrug dieGewichts-Zunahme nach dem Fressen in einigen Stunden 48Gran, im August 63 Gran, im September nach 2 Stunden uir5 Gran. Die Gewichts-Abnahme hatte bei einem Thiere mch6wöchrntlichcm Fasten 28 Gran betragen. Erinan hält cs fürwahrscheinlich, dass nach diesen so änsserst verschiedeienEnergien des Ernährungs-Prozesses die absoluten ßlutinciq’cnsieh verschieden ergeben müssen, und wirft die Frage aif,ob Treviranus seine Versuche vielleicht im Frühjahr, unnit-telbar nach beendetem Winterschlaf, oder im Ilcrhsle, l;irzvor dem Eintritt desselben ang-cstcllt habe?
Erman feilt behutsam das Gehäuse ab, grade da wo da< Herz legtlind zwar unverändert, das Thier mag im Gehäuse ganz zurückgezo-gen sein, oder möglichst ausgestreckt beim Fortschreiten. I)eseStelle trifft man auf der ersten Windung der Schale nahe dem nnbi-Jicus in der Verlängerung einer graden Linie, die in der Ebene derMündung liegt. Dann wird vom Gehäuse eine Fläche von einigenQuadratlinien weggebrochen, und das Haut-lniegment aufgesehlitzt.Sogleich wird das Herz bedeutend vorgedrängt. — Ich mache aufder Stelle der Schale wo das Herz liegt mit einer Knochen-Schtereoder dem Rücken eines Knorpelmessers einen, oder einige massigeSchläge, worauf die Schale an einer kleinen Stelle springt, und schnei-de dann mit einer kurzen Scheere so viel von der Schale weg, dassdas Herz frei liegt. Man erkennt das Herz in der Regel sogleich,da die Pulsationen durch den Herzbeutel hindurch sichtbar sind.