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Dreizehntes Capitol.
ihre letzten Excremente von sich. Der Magen soll nach Gas-pard während des Winterschlafes bei diesen Tliieren leer, derDarm ohne Excremente, dagegen in den Eingeweiden einebraune dicke Flüssigkeit enthalten sein.
Da über den Verdauungsprozess bei diesen Thieren sowenig bekannt ist, so theile ich das mit, was ich darüber beiihnen in ihren verschiedenen Lebenszuständen gefunden habe.
1) Bei einem Thiere, welches am 19. Juli 1843 starb, nach-dem es schon einige Zeit sehr schwach gewesen, waren Ma-gen und Darmkanal leer. Die feuchte innere Fläche dersel-ben färbte weder das rothe noch das blaue Lackmuspapier.
2) Bei einem an demselben Tage von mir getödteten Thier,welches sehr schwach war, offenbar im Sterben lag, war imMagen reichlich braunrothe Galle vorhanden, im Darme einegraulichtweissc zähe Flüssigkeit.
3) Bei einem kräftigen gesunden Thiere, welches ich am16. Juli 1843 tödtctc, war der Magen strotzend gefüllt mitGras, welches in Stücke zerschnitten war, die eine Länge von1 — 10 Linien zeigten. Dieses Futter war ganz grün. Diefeuchte innere Fläche des Magens färbte das blaue Papier roth,liess das rothe unverändert. Im Dünndarm, in den Windun-gen zwischen den Leberlappen, war der Chymus ebenfalls grün.Nur im ersten Anfänge des Dünndarms war noch ein einzel-nes kleines abgesondertes Grasstückchen von 1 Linie Länge.Weiterhin bildete der Chymus eine mehr .weiche, zusammen-hängende, den Darm ausfüllende, doch nicht eigentlich breiigteMasse. Im Dickdarm war etwas farblose Flüssigkeit. Nuriin Anfänge des Dünndarms wurde noch das blaue Papier gc-rothet. Weiterhin wurde weder das blaue noch das rothe ver-ändert. Galle war weder in den Lebergängen noch im Ma-gen oder Darme.
4) Bei einem andern an demselben Tage getödtolen Thiereverhielten sich die Contenta des Tractus cibarius auf ähnliche