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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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377
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Verdauung wilhrend des Winterschlafes.

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Italische noch saure Reactiou im Dünndarm, so wenig wie imDichdarm statt, obgleich im Düundarm viel grüner Brei ent-halten war.

Die Gontcnta des Dickdarms erschienen bald als eine mehrflüssige, bald breiigte, gallertartige, belle oder dunkelgrüneMasse. Die grüne Farbe rührt von dem den Faecibus zuge-sellten Farhcstoff der Galle her. Die Bitterkeit haben dieseMassen entweder ganz, oder grösstenthcils verloren.

Das rotke Lachmuspapier wird im Dichdarm ebenfalls inder Regel blau.

Es nimmt aber im Dichdarm des Igels, obgleich er desBlinddarms entbehrt, der Darmsaft vor der Vollendung derFaeces wahrscheinlich in der Regel eine saure Beschaffenheitan, bewirkt dadurch eine seeuudäre Verdauung, naeh derenBeendigung erst die Faeees ausgestossen werden. Ich habediesen säuern Dic.kdarmsaft 4mal bei Tliieren verschiedenenAlters und zu verschiedenen Jahreszeiten beobachtet. Auchscheint diese secundäre Dickdarin-Vcrdaiiung unabhängig vonder Chyinus- Bereitung im Magen und der Chylifieation imDünndarm, während diese und jene stattlindet, und nachdembeide schon vollendet sind, cinzutrcten.

Bei einem im Juli 1837 geöffneten, mehrere Wochen altenIgel, enthielt der Magen reichlich Speisen. Der Succns gas-tricus rcagirte sauer, lin untern Ende des Ilcuins war vielgrauweisser breiiger Chyinus, im reichlichen serösen hellgrauenDarmsaft schwimmend, der das rothe Papier blau färbte. DieZotten strotzten vom weissen Chylus. Im Diekdarm schwam-men grüne gallertartige Klumpen in seröser Flüssigkeit, wel-che das blaue Lachmnspapier sogleich rötlictete.

Bei einem am 10. Mai 1839 getödteten Igel enthielt derMagen etwas Speisebrei und Heu. Die Vasa chylifera warenmit weissem Chylus gefüllt, uud noch an der äussern Fläch«

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