gesungen, und Abends die Stadt erleuchtet werden;unter allen gebotenen Erleuchtungen, wodurchseit sieben Zähren so oft unheilbringende Ereignissehatten gefeiert werden müssen, die armseligste.Und wahrlich, die Friedenshoffnung, welche aufdiesen Waffenstillstand gebaut werden sollte, warso schwach, die Aussicht, daß unter den damahli-gen Umständen fester Friede und Rettung der Frei-heit und Selbstständigkeit der Völker möglich sei,so ungewiß, daß sich kaum Jemand freudigen Em-pfindungen überlassen konnte. Alle fühlten nurden Druck der verdoppelten Noth des Augenblicks,der doch so gering war gegen Alles, was noch be-vor stand.
Napoleons Reise nach Pirna und zu denEngpässen der böhmischen Gränzgebirge, am 20.des Zunius, lenkte bald alle Blicke auf das öst-liche Nachbarland, von welchem nun, wie esschien, statt der bisher erwarteten Vermittlungdes Zwistes, die kräftigste Mitwirkung zur Ent-scheidung des großen Völkerkampfs ausgehen sollte,damit die aufmunternde Hoffnung erfüllt würde,welche das verbündete Heer, als es im Mai überdie Elbe zurückgegangen war, erweckt und mitge-nommen hatte. Oesterreich schien eine entschiedenfeindliche Stellung anzunehmen. Schon wurdenkeine andern Fremden aus Sachsen, als Bade-gäste, in deren Pässen die Gesundheitspflege aus-drücklich als Beweggrund der Reise angegeben wer-den mußte, über die böhmische Gränze gelassen.