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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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111
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wüthiger Zuversicht:O wir sind stärker!" Lau-ter noch prahlten Andre, sich selbst und die Zu-hörer ermunternd, von den entscheidenden Siegenam Bober, von der Niederlage der fliehendenPreußen.

Bald nach seiner Ankunft, gegen Mittag er-schien Napoleon, von seinem Gefolge umgeben,auf dem Freiplatze zwischen dem Schlosse und derBrücke. Eine Schaar von Heerwächtern bildeteeinen weiten Kreis, worin er still und unbeweglichauf seinem weißen Schlachtroß saß. Der Augenblickaber, wo mit glücklichem Erfolg ein Sturm auf dieStadt unternommen werden konnte, war schon vor-über, und man glaubte, es werde nicht mehr zueinem ernstlichen Angriff kommen, als in den spä-tern Vormittagsstunden der Donner des Geschützes,der seit sieben Uhr begonnen hatte, schwächer ward.Nachmittags nach i Uhr ritt Napoleon durchdas pirnaische Thor, und besuchte die äußerstenVorstadtthore, um die Stellung der Verbündetenzu beobachten, und machte darauf seine Anordnun-gen nach dem Plane zur Schlacht, welchen er inder vorigen Nacht zu Stolpen, auf die Berichte desMarschalls St. Cyr, entworfen haben soll. DieSage behauptete, er habe, als er die Stellung derVerbündeten gesehen, verwundert geäußert:die-selbe sei das Werk eines Franzosen, nicht einesTeutschen." Finster und gedankenvoll kehrte erbald zurück.

Mehre Gepäckwagen des Kaisers, welche an-