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3 (1837) Ergänzende Notizen zu den Vorträgen über Artillerie-Technik / von Dr. Moritz Meyer
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Das eiserne Geschütz.

Je mehr das Bronzegeschütz in großen Kalibern unzu-reichende Dauer der Seele zeigt, desto mehr wird man fürgroße Kanonen und für Wurfgeschütz auf das Eisen hinge-wiesen. Auch Feldgeschütz von Gußeisen ist in neuererZeit, selbst in nicht armen Staaten, an die Stelle des bron-zenen getreten, und so findet sich immer mehr Veranlassung,die Hindernisse aus dem Wege zu räumen, welche einer all-gemeinen Einführung des Gußeisens als ausschließliches Ge-schützmaterial uulaugbar jetzt noch im Wege stehn.

Man hat im Allgemeinen immer noch nicht die Zuver-sicht, daß selbst die in der neueren Zeit, mit der erst seitwenigen Jahren diesem Gegenstände zugewendeten Sorgfaltgegossenen Geschütze in allen Fallen den in der Wirklichkeitgestellten Forderungen ohne Gefahr für die Bedienungsmann-schaft entsprechen werden; nichts desto weniger ist, wennm.n vorkommenden Ereignissen sorgsam nachspürt, immernachzuweisen, daß Geschütze neuerer Fabrikation, welche un-erwartet gesprungen, nicht unter genügend sichernder Auf-sicht gegossen worden. Diejenigen Geschütze aber, bei wel-chen die Bedingungen, die man als zur Gewinnung einespassenden Eisens in neuerer Zeit für unerläßlich erkannt hat,erfüllt wurden, haben bis jetzt noch allen billigen Anforde-rungen entsprochen. Es ist dabei noch als ein sichrer Be-weis für die Möglichkeit: die Güte der Geschütze nach denErscheinungen, die sich beim Gusse zeigen, zu beurtheilen,die Thatsache anzusehn, daß der schwedische Hüttenmannviele Geschütze, die ihm nach der gewöhnlichen, jedes Ge-schütz als ein besonderes prüfenden, Schußprobe als gut ab-genommen werden müßten, sehr sicher als schlecht erkennt,und sie auch nicht mit in die Lieferung stellt, wenn er nachden Probebedingungen fürchten muß, daß ihr Springen Ein-fluß auf die Abnahme der ganzen Lieferung haben könnte.

Wenn sich nun aber auch für neu zu fertigendes Ge-schütz eine sichere Garantie auf dem Wege der Selbstbeobach-