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Quarz.
die Flächen des oberen und unteren Endes sich berühren unddie schrägen Seitenkantei! der Trapezoeder sichtbar werden.
Diese trigonalen Trapezoeder, welche bekanntlich nachilirer Lage als rechts oder links gewendete unterschiedenwerden, kommen an den Krystallen der Schweiz verhält-nissmässig sehr oft vor und man beobachtet nicht alleinan demselben Krystalle mehrere gleicher Wendung, son-dern auch mitunter gleichzeitig rechte und linke.
Andere Flächen sind sehr selten, wie z. B. die FlächenP2, welche die Endkauten von P abstumpfen, das trigonalePrisma in diagonaler Stellung, welches drei abwechselndeKanten von ccP abstumpft u. a. m., als grösste Seltenheitaber ist die Basistiäche oP zu nennen , welche von D c s -cloizeaux in seinem klassischen Memoire sur la cristal-lisatiou et la structure interieure du Quartz (Seite 81)an zwei Krystallen vorkommend beschrieben wurde undw'elche ich auch an einem Krystallc aus dem Rienthale,Güschenen gegenüber, im Canton Uri beobachtete. DerKrystall, mit erdigem Chlorit bedeckt, befindet sich in derW i s e r ’schen Sammlung und erinnert durch seine GestaltccP. oP an den Apatit aus dem Maggiathale im Canton Tessin . Es ist dieser Krystall der einzige, welchen ich mitder Basisfläche gesehen habe und gehört nicht in die Reihederjenigen Krystalle, welche, wie weiter unten noch be-sprochen wird, scheinbar Flächen zeigen, die man mitunterfür die Basisflächen angesehen und ausgegeben hat.
Die Krystalle des Quarzes , wie sie besonders in dendrei anzuführenden Varietäten Bcrgkrystall, Rauchquarzund Amethyst Vorkommen, sind häufiger vorherrschendprismatisch, durch Ausdehnung in der Richtung der Haupt-achse langprismatisch, weniger kurzprismatisch; selten er-scheinen sie spitzpyramidal, wenn die Flächen mP odermR und mR', die Abstumpfungsflächen der Combinations-.