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Der Hochofenprocess.
trau gen von Andreas Grill durch Karl Ekman errichtet, und es sindnach dem Muster desselben später noch viele andere Oefen in Schwedengebaut worden.
Die Figuren 32 und 33 geben den Hochofen mit seinem Zubehör inVerticalschnitt und Grundriss. Auch dieser Ofen gehört zu der Art,welche gemauerte Pfeiler und einen gemauerten Rauhschaeht besitzt,und hat wie die zuletzt beschriebenen Anthracitöfen im unteren Theileein Gemäuer von sehr grosser Stärke.
In den Figuren ist A der Erzröstofen, welcher von Gichtgasengeheizt wird, B das Erzmagazin mit Abtheilungen für die fünf Sortender hier verhütteten Erze, C das Erz walz werk (eine Vorrichtung,welche neuerdings in Schweden meist durch Quetschwerke vertreten wird)und D der Hochofen.
Der Erzröstofen (Mine-Min) A wird einer späteren genauen Be-schreibung unterliegen; hier sei nur bemerkt, dass a,a die Ausziehöffnun-gen für das geröstete Erz sind, und dass das Gas, welches zur Erhitzungdient, durch das gusseiserne Rohr e in die rund um den Ofen gehendenZüge 1), b geleitet wird, von wo es durch zwölf rechteckige Oeffnungen c, Cin den Ofen gelaugt.
Das Erzhaus ( Ore-housc ) B zeigt sich in Fig. 33 in ganzer Länge,während es in Fig. 32 abgebrochen ist. Es besteht aus fünf rechteckigenAbtheilungen aus Ziegeln oder Bruchsteinen, welche nach einer Seite ganzoffen sind und in Verbindung mit einer Eisenbahn (/) stehen.
Das Erzwalzwerk ( Crushing-mUl) G. Das geröstete Erz wird hier jzwischen gereiften Walzen ii zu Stücken von l /-> bis 1 Cubikzoll zerklei- inert. Die Bewegung wird durch ein obersclilägiges Wasserrad g mitge- jtheilt, dessen verlängerte hölzerne Welle die Axe der einen Walze bildet, jwährend die andere Walze durch Reibung des Erzes mitläuft. Die Wasser'-,arche ist in h zu sehen. Das zerkleinerte Erz geht auf einer aus zwei jparallelen hölzernen Balken bestehenden geneigten Ebene in 2 bis 3 Cubik- ;fuss haltenden hölzernen Kästen zur Gicht, bewegt durch die Seiltrommel ft, i
Der Hochofen D. Der Hochofen hat einen inneren Kernschacht ivon feuerfesten Ziegeln und einen Füllschacht aus gewöhnlichen Ziegeln, jsodann einen Rauhschacht, welcher im unteren Theile aus Bruchsteinen, jim oberen aus. gewöhnlichen Ziegeln besteht. Zwischen dem Kern- und jRauhschacht befindet sich eine Sandfüllung, und eine zweite stärkereim unteren Theile des Rauhschachtes. Die hellere Schraffirung in derFigur deutet die feuerfesten, die dunklere die nicht feuerfesten Ziegelnan, die Füllung ist punktirt. Das Gestell ist aus Masse (welche wie dieFüllung punktirt ist) gebildet. Dieselbe besteht aus 6 Maasstheilen Quarzund 1 Maasstheil rohem feuerfesten Thon, mit etwas Wasser angemacht.Das Gestell wird, wie bereits früher angedeutet wurde, durch Stampfen Ium ein Holzmodell aufgeführt und später sorgfältig durch Holzfeuer ab'lgetrocknet. Der Bodenstein ist gleichfalls aus Masse gestampft und ruht!