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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Silicium.

[383.384]

a ist Diallag aus dem Gabbro der Baste; b aus dem Gabbro von Prato beiFlorenz; c aus dem Basalt vom Stempel bei Marburg; d von der See -feldalpe in Tirol. Die annähernde Formel von a und b ist: [ 30 (CaO,MgO,FeO)-f- 30Si0 2 ) + (Al 2 0 3 ,2Si0 2 + 2Aq); bei der von c und d sind Alaunerde undWasser nicht in die Rechnung gezogen. Der Diallag aus dem Euphotid vonCorsica scheint nach Boulangkrs Analyse zu sein: [5 (CaO,MgO,MnO,FeO),5Si0 2 ] + (Mg0,Al 2 0 3 ,2Aq), d. h. Gemisch von 5 At. Augit und 1 At. eines 2fachgewässerten Spinells.

Der Hyperethen oder Paulit hat ebenfalls eine der des Augits entsprechendeZusammensetzung.

("Ein dem Bronzit nahe verwandtes vanadhaltiges Mineral ist von SchaVF-häüti. untersucht und Vanad-Bronzit benannt worden. Es wurde bei BbACCOin der Steatitformation an der Küste von Genua aufgefunden und bildet ziemlichbreite Blätter mit einem sehr voiikommnen und einem weniger deutlichen ß®'terdurchgang. Die Spaltungsflächen sind etwas gekrümmt und perlglänzend.In dünnen Blättchen etwas durchsichtig; grünlich grau. Etwas weniger hartals Feldspath. Mit verdünnter Salzsäure behandelt wird er hellapfelgrün. Spec-Gew. =3,255. Vor dem Löthrohr scheiden sich dünne Blätter der Länge nach inFasern und schmelzen in der äufsern Flamme an den Ecken; in der innernFlamme schmilzt er unter starkem Leuchten zu einer braunen Perle. Mit Boraxauf Platindraht schmilzt er zu einem Glase, das in der Hitze gelb ist, und wen 0es ziemlich gesättigt ist, beim Erkalten gelb bleibt; in der innern Flamme ent'steht ein gelbes Glas, das beim Erkalten blaugrün wird und in der ätifs er ®Flamme wieder gelb wird. In Phosphorsalz scheidet sich Kieselsäure aus undman erhält ein gelbes Glas, dessen Farbe beim Erkalten verschwindet; ähnlichwirkt die innere Flamme, nur dass die Farbe beim Erkalten zuweilen grüu'lieh wird.

SCHAPKHÄUTI..

CaO

MgO

FeO

VnO

NaO 3

SiO 3

A1 2 0

HO

Vanad-Bronzit.18,1314,123,23 ;

3,653,75 \49,505,551,7799,70

Gewöhnl. Bronzit.18,2815,69

FeO

8,23

51,34

4,39

2,11

100,04

ScHAFHÄUTr, gibt für den Vanad-Bronzit keine Formel, wenn man abSiO 2 statt SiO 3 annimmt, so wird sie der des gewöhnlichen Bronzits genau S ethen, aber darin ein Tlieil des Eisenoxyduls durch Vauadoxyd und Natron vetreten sein. {Arm. Pharm. 51, 254).

[384] C. Sechsfünflel kieselsaurer Bittererde - KalkHornblende, Amphibol. X- System 2 u. lgliedrig. Grundform Fig. 81, ne ==sandern Gestalten, Vorzüglich mit den Flächen in, t, a, h und f; i : u' oder o 771106° 55'; i : m (oder Kante zwischen u' und u) = 104° 57'; a : t = 105 ]h : t= 105° 11'; u': u = 124° 34'; u : m = 152° 17'; u:t~117°43'. aspaltbar nach u'und u, schwieriger nach m und t. Hauv. Härte z' vi: j c ,. irApatbit und Feldspath. Verschieden leicht, unter Aufschäumen, schniek® ^(um so schwieriger, je reicher an Bittererde) zu einem farblosen, 0( l er ;iureEisengehalt, gefärbten Glase. Theils nicht von Salz - und Schwefel -0angreifbar, theils, bei Eisengehalt, in geringem Grade zersetzbar. o«t0 2 -

Kann im Allgemeinen betrachtet werden als 3 (MO,SiO 2 ) + 2MO,aUnter MO ist hier ein Gemisch von Kalk, Bittererde, Eisenoxydul und Ma p. or -oxydul nach wechselnden Verhältnissen verstanden. Hält in der Rege* u gt.calcium, in kleiner, wechselnder Menge, und daher wohl nurder

Viele Hornblende hält auch Alaunerde, wahrscheinlich als MgO,Al ü .j aB jt

Fe0,Al 2 0 3 , oder als beides zugleich, kurz als eine dem Spinell oder * g t .analoge Verbindung der Hornblende in veränderlichem Verhältnisse qeige J