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Feinden verzieh, und selbst für seine eigenen Henker, währendsie ihn marterten, bat und betete.
P. 184. Z. 1 — 3. Hätte jeder Mensch die nachfolgendeErinnerung in seinen schmerzlichsten Leiden vor Augen, so würdeer gewiss sich doch ernsthaft besinnen, sich Linderung nicht zuverschaffen. Die Erinnerung Saint-Martin’s ist aber in den Wortenausgesprochen : „ Nie würden die über uns verhängten Uebel unsbesiegen, wenn wir nicht die angemessene Hülfe, die sie begleitet,absichtlich zurückwiesen.“
P. 184. Z. 12 —16. Aufheben der einen Expansion ver-mittelt die andere.
P. 184. Z. 17—18. Natur und Schweigen nennt der Ver-fasser gleichbedeutend. Denn die Natur spricht nicht.
P. 185. Z. 29 ff. Entgegen der trefflichen Belehrung unseresVerfassers: Fürchte das Leichtei scheint sich unser Zeitalter zurMaxime gemacht zu haben: Fürchte das Schwere, weich’ ihmaus, umgeh’ es! Tiefblickend zeigt Saint-Martin, dass Kargheitdes Handelns zur Kargheit der Ideen und diese zum blossenNachsagen führt.
P. 187. Z. 19—23. Saint-Martin spricht aus eigenstenSelbsterlebnissen, wenn er sagt, dass das Böse zu schneidendgegen das Gute sei, als dass der sehnsüchtige und liebevolleMensch einen Augenblick Ruhe haben könnte.
P. 187. Z. 24—27. Die Ueberlegenheit des Menschen überdie Natur kann gar nicht verkannt werden. Aber damit hängtauch zusammen, dass je erhabener die Gegenstände seines Forschenssind, der Mensch um so leichter Entdeckungen macht und über-haupt die Wissenschaft des Geistigen weit sicherer ist als diedes Leiblichen.
P. 189. Z. 6—7, Identität des Subjects und Objects.
P. 189. Z. 8—13. Jene Gaben sind die Basen der Sen-sibilisation.
P. 189. Z. 19 — 23. Hoffnung ist beginnender Glaube,Glaube vollendete Hoffnung. — Man glaubt, was man hofft undman hofft, was man glaubt.