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Materie nicht zu gleicher Zeit éinen und denselben Raum ein-nehmen können.«
Wenn der Vater mich nur durchwohnt (permeirt, nicht in-wohnt), so gibt oder lässt sich mir auch die Mutter nicht meinerInwohnung in ihr. Sie speiset und substanzirt mich nicht, wieich den Vater nicht speise. Eigentlich speiset die Mutter denVater durch mich, wie durch mich der Vater die Mutter speiset.Gebe ich mich nicht dem Vater zum Besitzthum, so gibt sichmir nicht die Mutter zum Besitzthum.
Die Nichtpenetrirbarkeit ist auch die Nichteinwohnbar-keit. Wie die Seele sucht ingewohnt zu sein, (denn was alsGeist sie nur durchwohnt, das fasst sie nicht oder das fasstsich in ihr nicht) oder wie die Seele Spiegel zu sein sucht,so sucht sie wieder einzuwohnen (ihrem Leibe). Dem materiellenLeibe kann sie nicht inwohnen. — Ich will begriffen sein undbegreifen, um aber zu begreifen, muss ich begriöen sein u. v. v.um ingewohnt zu sein, muss ich inwohnen, um zu schauen, ge-schaut sein.
Ganz richtig bemerkt Saint-Martin, daraus, dass ein Theilder Materie den andern nicht zu durchdringeu vermöge, folge garnicht, dass die Materie undurchdringlich sei, denn dazu müssteerst erwiesen sein, dass hiebei nichts als die blosse Materie imSpiele sei. Hieraus folgt, dass wohl die Materie der Materieundurchdringlich ist, nicht aber dem Nichtmateriellen.
P. 210. Z. 5 —16. Jeder Durchdringungsact ist ein Sub-jectionsact und jeder Subjectionsact ist ein Durchdringuugsact.Die Kugel z. B., die ich in der Hand haltend begreife, durch-dringe ich mechanisch oder virtuell, und ohne solche Durch-dringung könnte ich sie weder halten, noch bewegen. Diess giltvom ursprünglichen Begreifen (Beschliessen, Bestimmen) sowohl,als suo modo vom nachgemachten.
P. 210. Z. 16—21. Postelli (de ultima nativitate Media-toris) spricht von dem vollkommenen Leibe, welcher unzerreissbarZusammenhänge und alle Orte erfülle, zugleich als penetrirend vonkeinem Orte ausgeschlossen werde.