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P. 211. Z. 15 — 24. Wo Durchdringung ist, da ist ebenkeine Durchtrennung oder Verdrängung. Man darf sich auchdas Begreifende, Umschliessende nicht neben und ausser dem Be-griffenen (wie etwa als ein Geschirr) wirksam denken, sondernvon innen heraus überall wirkend, wenn gleich anders in eigenerund fremder Berührung.
P. 212. Z. 14 — 21. Denken ist ein tieferes Durchwohnenund Inwohnen. Durchdrungensein ist Affect. — Es gibt ein Ge-fühl und Erkennen des einseitig Durchdrungenseins oder Begriffen-seins von einem Höheren, des einseitigen Durchdringens einesNiedrigem, und des wechselseitigen.
P. 212. Z. 24 — 31 ff. „Es führt uns dieses auf das Da-sein einer Durchdringbarkeit, welche höher ist als alle die Artendesselben, von denen wir vorhin sprachen. Dieses ist diejenige,vermöge welcher sich die Gottheit selber zu empfinden, zu be-greifen und zu bewundern vermag. Und da ohne Zweifel indieser ganzen Stufenfolge jedesmal die höhere Ordnung die ihruntergeordnete niedere umfasst und beherrscht, so wird hierausbegreiflich, wie die göttliche Durchdringbarkeit über alle andernGrade dieser Eigenschaft bei allen andern Wesen herrschen undlebendig walten müsse, und wie sie allgegenwärtig in allen seinmüsse.“
Was ich bewundere, von dem fühle ich mich ergriffen, be-griffen, durchdrungen, und das begreife und durchdringe ich nicht.Wird also Bewunderung, Begriff, Durchdringung immanent alsSelbstbewunderung (Gottes) genommen, so kann das nur durcheine Scheidung in ein Durchdringendes und in ein Durchdrungenes(obwohl immanent) begriffen werden. Und hier muss sich auchdie Déduction eines Selbstlosen im Selbstischen anschliessen. Sollaber die Durchdringung wechselseitig sein (wie bei den Geschlech-
C
fern), so muss hier das Schema H~ b zu Hilfe genommen werden,
d
WO a und b sich wechselseitig durchdringend und durchdrungeno und d bilden.
P. 213. Z. 4—12. Tous les corps sont composés d’uneforce (ascendante) qui tend h l’expansion , et dJune résistance