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Feldhase — Feldmark.
Lockern des Bodens. Es wird angewendet, wenn der Boden nach der Saatund beim ersten Wachsthum der Pflanzen zu lose oder durch den Frost zusehr aufgetcieben worden ist. Das Walzen unmittelbar nach der Saat tragtzur Erhaltung der Feuchtigkeit des Bodens bei, wodurch die Samen um sosicherer keimen und gleichmäßiger hervorkommen. Es ist daher ganz beson-ders bei der Sommersaat zu empfehlen, nur muß man sich dazu einer ge-nugsam schweren Walze bediene». Das -Jäten des Unkrautes ist unerläß-lich, weil die Pflanzen sonst wegen- des, durch die Unkräuter beschränkten,Raumes nicht gedeihen oder wohl gar unterdrückt werden. Man bedient >sich zur Vertilgung des Unkrautes bei den Reihensaaten der Gespannwerk-zeuge und verbindet damit das Lockern und Behäufeln; manche Unkräuterjedoch, die dadurch nicht zerstört werden, müssen mit der Hand ausgezogenwerden. Bei der breilwürfigen Saat kann das Vertilgen des Unkrautes nurdurch das Jäten mit der Hand geschehen, und obgleich es eine sehr kostspie-lige Arbeit ist, so bezahlt es sich doch, da mehrere Unkräuter ein gutes Vieh- !sutker geben, in vielen Fällen (vgl. Behacken, Behäufeln, Jäten, Wal-zen). >) Auf die Ernte (s.d.und die einzelnen Gewächse selbst), k) Auf ,die Zugutemachung der Fcldfrüchte. Nur wenigeFcldfrüchte wer-den, so wie man sie erntet, verbraucht oder verkauft; hie meisten derselbenmüssen vielmehr erst durch eine besondere Bearbeitung zum Bedarf oder zum iVerkauf tauglich gemacht werden. Bei meisteren Feldfrüchten, namentlichbei den Getreidearten, besteht die Zugutemachung nur dann, die Samen ausden Hülsen zu bringen und sie zu reinigen, s. Dreschen. Es werden aberaußer dem Samen auch noch andere Theile der Pflanzen gebraucht, und diesemüssen, wenn sie nicht gleich bei der Ernte besonders gewonnen werden,erst durch besondere Vorrichtungen von den andern Theilen der Pflanzen ge-trennt werden. Selbst aber auch diese abgeschiedenen Theile müssen zumTheil, ehe sie tauglich sind, noch besondern Bereitungen unterworfen werden,was bei den einzelnen Gewächsen besonders anzuführen ist. I) Auf dieAufbewahrung. Die Feldfrüchte müssen auf eine solche Weise aufbe-wahrt werden, daß dieselben für den Verkauf oder den eigenen Bedarf in ei- !nem möglichst unversehrten Zustande bleiben, s. die einzelnen Gewächse selbst.
Feldhase, heißt derjenige, der im Felde geboren ist, und sich nicht,oder selten daraus entfernt. Dergleichen Hasen sind gewöhnlich nicht so starkvon Leib, als die Wald Hasen, die sich fast beständig im Walde aufhalten.
Feldholz, wird ein im Felde gelegener, nicht sehr großer Walddistrict oderWaldrheil genannt. Ist ein solcher aber so groß, daß er einen Forst aus-macht, so heißt er ein Landforst.
Feldhuhn s. Rebhuhn.
Feldkopf, ist ein im Felde gelegener Hügel oder kleiner Berg, derm't Holz bewachsen ist. !
Feldkümmel, Feldpolei, Quendel, wilder Thymian (H>k"MUS surpillum), eine niedrige, kriechende, sehr häufig an Bergen und trocknen,sandigen,sonnigen Orten wildwachsende,starkciechende, gewürzhafte Pflanze,derenKraut in den Apotheken verbraucht wird. Sie hat harte, viereckige, röthlichc, an derErde kriechende Stengel mit runden kleinen Blättern und röthlichen, selten weißlichenBlumen. Der Quendelgetst(8piritus serpiiii), d.h. Weingeist, der über blühendesQuendelkraut abgezogen worden ist, dient äußerlich zu Waschungen und Umschlägen-
Feldmark, Feldflur nennt man die sämmtlichen zu einem Dorfegehörigen Felder, Wiesen, Weiden, Waldungen. Zuweilen findet man bei