gen Abend/ fast täglich Kaffee Grecv/ und dannzuweilen die Weinschenke Borghese, oder Sabina,wo ietzo der köstlichste Syrakuser stießt. Mittags undoft auch Abends essen wir in unserem alten Speise-hause zum Hermelin, der sein Fell recht gut conftr-virt: und einer der ersten Bekannten, der uns in Rom aufstieß, war der uns ganz ergebene und komischeKellner Pippo (Filippo), welcher, selber ganz grauangethan, auf einem Esel, der ein Mittagsmal nacheinem Garten hinausgetragen hatte, daher ritt, unsfreudig begrüßte und alsbald Vvraussprengte uns an-zumelden, weil wir gerade um Mittag mit gutemHunger ankamen.
Obgleich einem, auf Neapel , die ebene Cam-pagna di Roma noch öder und trockener und dieBerge im Hintergründe unbedeutender erscheinen, soist, nach jenem Toben und Tosen, die ländliche Stillevon Rom doch recht erquicklich und angenehm, undeS kam mir ordentlich heimisch vor. Und so ist es diebeßte Hauptstadt der alten und neuen Kunst, die Wie-ge und der Thron der Christenheit, und eine Künstler-Universität; daher auch der passendste Sitz für die inRuhestand gesetzten Könige, deren hier fast so viel bei-sammen sind, als im Candide auf dem Carneval zuVenedig : die Könige von Spanien , Etrurien , Hol-land, Lucian Bsnaparte, der Friedenöfürst rc.