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Deutsche und Gchweitzer.
cken allen Künstlern wichtige Regeln gegeben, unddurch seine Anweisung wäre die Kunst aufdenjeni»gen nahmhaften Grad der Vollkommenheit gestiegen,
;n welchem ste seither gelanget ist. Die Talente,welche auch bey berühmten Künstlern nur einzeln an- !getroffen werden, waren in ihm vereinigt: Allerseine Zeitgenossen, selbst der grosse Naphael, erkann« sten seine vorzüglichen Fähigkeiten. Sein Vater, ein !kunstreicher Goldschmied, wollte ihn zu seiner Pro'!feßion anführen; allein Geschmack und natürliche!Neigung führten ihn zu der Mahler-und Kupfcrstc-1cherkunst. I
Dürer hat weit mehr gestochen als gemahlt: Da ^aber diese Abhandlung nur der Kupferstecherkunst ge- -wiedmet ist, so werde ich ihn auch bloß aus diesem^Gesichtspunkt betrachten. Seine Kupferstiche, zu«!mal wenn man sie als die ersten Arbeiten einer neuenKunst ansieht, haben unendliche Verdienste. Diemeisten seiner gestochenen Blätter sind überaus reinund zierlich gearbeitet: Insonderheit ist seine Helle ^die im Jahr rei;. erschienen, so fein und glücklich?ausgeführt, als man sich nur etwas wünschen kann.;Sein Adam und Eva ; der heilige Hieronymus in.
einem!